Laura Calister, 50 einfache Schritte, einen Schleier bzw. eine Mantilla zu tragen


Wir stellen hiermit einen Beitrag von Laura Calister, den wir hier gefunden haben in der erfrischenden und lebendigen Übersetzung von Eugenia Roth vor. Es handelt sich hier um die Mantilla-Frage. Bevor einige unserer intellektuell ausgerichteten männlichen Leser sich die Frage stellen, wie man einen katholischen Blog für solchen Unsinn verschwenden kann, da es gilt die hegelianische Dialektik in den Dokumenten des letzten Konzils zu entlarven und auszumerzen, so antworten wir, dass die Welt  nicht nur aus intellektuellen Problemen besteht und wir hier bei Tradition und Glauben auch Leserinnen haben für welche Hegel eine kleinere Rolle spielt. Frauen sind halt anders, liebe Herren, was wir schon an anderer Stelle bemerkt haben. Da Gott aber die Menschen in zwei Geschlechtern geschaffen hatte, welche einander sowohl nerven als auch ergänzen, so sollten wir auch danach trachten das andere Geschlecht, soweit es geht, zu verstehen.

Für eine Frau aber ist es sehr WICHTIG, wie sie aussieht, da ihr das Aussehen und die dazugehörige Kleidung das Gefühl

  • der Sicherheit,
  • der Zugehörigkeit,
  • der sozialen Anerkennung gibt.

Bei Männern ist das weniger stark ausgeprägt, obzwar auch vorhanden.  Für eine Frau ist die Kleidung ein Teil ihrer selbst und nicht nur etwas, was sie auf sich trägt. Ja, es bestehen emotionale Bande zwischen der Frau und ihrem Kleid, welches sozusagen sowohl die Verlängerung des eigenen Ich also auch die beste Freundin darstellt. Solche Frauenserien wie Sex and the City oder auch der Film Requiem for a dream stellen dieses Phänomen ganz richtig dar, Der Mantel von Gogol in der Männerversion allerdings auch.

Da Frauen leider recht solipsistisch sind, so glauben sie wirklich, dass durch den Kauf eines neuen Kleides, durch eine neue Frisur oder ein neues Parfüm die Welt an sich anders sein wird. Ja, das wird sie, wenigstens für sie, wenigstens für einen Augenblick. Wenn Sie als Mann Ihrer Frau mal sagen:

„Mein Gott, stell Dich nicht so an! Es ist nur ein Kleid!“

dann argumentieren Sie am Wesentlichen vorbei. Es ist nicht NUR ein Kleid. Das ist SIE, Ihre Frau, wie sie leibt und lebt, wie sie die Welt sieht und empfindet, wie sie sich der Welt darstellen möchte, es ist ihre innere Welt, welche nach Außen gekehrt wird und welche die eigentliche Welt an sich ausmacht. Ja, ja, ja, es ist kein Wunder, dass sowohl Kant als auch Fichte bei den Damen beliebt waren, weil sie dem weiblichen Subjektivismus Zucker gaben. Nein, wir machen uns nicht über Frauen lustig. Wir versuchen durch diese Hilfskonstruktion zu verstehen, warum das Aussehen und die Kleidung für eine Frau so wichtig ist. Das ist es und daher stellt für eine Frau die Absicht oder die Tatsache etwas zu tragen, was aber auch wirklich kein Mensch trägt, einen Akt des höchsten Heroismus dar. Dazu braucht man ein sehr großes Selbstbewußtsein, denn es gleicht innerlich einem Martyrium. Und erst von dieser Warte aus wird das weibliche Mantilla-Problem verständlich.

Denn wenn Sie als Frau eine Mantilla tragen, dann geben Sie Folgendes über sich selbst preis:

  • Ich bin katholisch..
  • Ich bin traditionell-katholisch.
  • Ich vertrete die Unterordnung der Frau unter Christus – das Haupt der Kirche.
  • Ich befürworte eine festliche, frauengerechte Kleidung bei der Heilige Messe.
  • Ich gebe meinen inneren Ansichten eine äußere Form, die für jeden erkennbar ist.

Sie werden aber mit folgenden Gedanken konfrontiert:

  • Wie sehe ich aus?
  • Was werden die anderen Frauen sagen?
  • Sieht es verrückt aus?
  • Ist es ein Kopftuch und bin ich eine Muslima?
  • Sehe ich wirklich gut aus oder nur lächerlich?
  • Werde ich dafür aus der Kirche verbannt werden, weil der Pfarrer schon so guckt.
  • Wie sehe ich aus?

Wenn Sie, meine Herren, erfahren wollen, wie sich eine Frau, die als einzige ein Mantilla trägt, fühlt, dann ziehen Sie eine Wehrmachtsuniform an (SS- oder SA-Uniformen sind wahrscheinlich in Deutschland verboten) und gehen Sie zu einer Parteiversammlung der Linken oder zu einer Demonstration der Grünen. Aufmerksamkeit wird Ihnen garantiert sein, eine Schlägerei wohl auch.  Sie werden in eine Situation kommen, die sehr schön im Film Blues Brothers abgebildet wurde. Nein, der Schreiber dieser Zeilen ist kein Nazi und auch kein Kommunist, aber eine konservative, traditionelle Mantilla-Trägerin sieht sich selbst, wenigstens in ihren Gedanken, in genau solch einer Situation, wie sie in den Blues Brothers darstellt wird. Alleine auf der weiten Flur vor einer schreienden Meute der kurzgeschorenen Bürsten-Schnitt-Trägerinnen der lokalen nachkonziliaren Frauengruppe, welche mit Wir-sind-die-Kirche sympathisiert und sich für die Frauenweihe engagiert. Denn, meine Damen, mit ihrer Mantilla stellen Sie die „Errungenschaften des Vat. II“ in Frage, zumal Sie die Neue Messe kaum besuchen.  Ja, es ist ein Fashion-Statement!

Weil wir hier den katholischen Glauben wiederaufrichten wollen, so wollen wir dies samt allem, was dazu gehört, tun. Eine Mantilla gehört dazu, obwohl Sie nördlich der Alpen auch vor dem Konzil kaum getragen wurde. Aber wir können diese Tradition wiedereinführen oder einfach etablieren. Denn die Mantilla geht:

  • gegen das nachkonziliare Establishment der Kurzhaar-Bürstenschnitt-Trägerinnen der TheologInnen und Pastoral-wie-auch-immer-Innen,
  • gegen den Anthropozentrismus und Horizontalismus der nachkonziliaren Liturgie,
  • gegen die Gleichmacherei zwischen Mann und Frau,
  • gegen die Islamisierung Europas, denn Mantilla ist kein Kopftuch,
  • gegen die Trivialisierung und Banalisierung des Sonntags und der Sonntagspflicht,
  • gegen vieles mehr.

Eine Mantilla ist zwar nicht heilsnotwendig, aber es ist ein Sakramentale, welches, wie wir noch darstellen werden, Ihnen zusätzliche Gnaden (gratia actualis) auch bei der bloßen Verwendung sichert. Ja, es stimmt, Mantilla an – mehr Gnade. Eine Mantilla wird höchstwahrscheinlich mit der Segnung der Kleidung (Benedictio Vestis in honorem Beatae Mariae Virginis, Rituale romanum, Appendix Nr. 49, 431) gesegnet, wo es heißt:

Bene†dic, Domine, vestem istam, in honorem et sub protectione beatissimae Virginis Mariae summendam: et praesta per invocationem sancti tui nominis: ut qui (quae) eam induerit, corporis sanitatem et animae tutelam percipiat.

Seg†ne, Herr, dieses Kleid, welches zur Ehre der Seligen Jungfrau Maria verwendet wird und welches unter ihren Schutz fällt: und gewähre, dass durch die Anrufung Deines heiligen Namens, dass derjenige (diejenige), der (die) sie anziehen wird die Gesundheit des Körpers und den Schutz der Seele erhalten wird.

Die männliche Form ist hier deswegen vorhanden, weil es verschiedene Kleidungsstücke zu Ehren der Mutter Gottes gibt bzw. vor dem Konzil z.B. in verschiedenen marianischen Vereinigungen oder Bruderschaften üblich waren. Sie erhalten also durch das bloße Tragen der Mantilla, welche natürlich vorher gesegnet werden muss, so Gott will, die Gesundheit der Körpers und den Schutz der Seele. Wenn das nichts ist! Sie können sich also eine Mantilla zulegen, diese segnen lassen und uns davon berichten.

Wir hoffen, dass durch diese Vorbemerkungen die nachfolgenden Mantilla-Beiträge auch für unsere männlichen Leser erträglicher sein werden, denn, meine Herren, für die Frauen ist es WICHTIG und wir wollen doch auch Frauen in der Kirche haben oder?

Um es nochmals prägnant auf den Punkt zu bringen, so antworten wir auf die Frage, die sich vielen stellt:

Ist eine Katholikin, die eine Mantilla trägt besser als eine ohne?

ohne Relativieren, der Frage ausweichen und Herumeiern (denn wir sind hier keine katholische Akademie des Novus Ordo) wie folgt:

Ja, das ist sie. Denn:

  1. Sie trägt ein Sakramentale, hat damit zusätzliche Gnade und größeren Schutz Gottes.

  2. Sie bezeugt faktisch und „modisch“ ihren Glauben!

  3. Sie muss wegen der Anfeindungen und Anfechtungen leiden!

  4. Sie wird vom Herrn, Jesus Christus, als seine Braut für diesen Mut sicherlich belohnt werden!

Und wenn Sie, werte Leserin, jetzt vor Wut aufspringen und Schnappatmung bekommen, dann haben wir Sie mit diesem Beitrag erreicht. Amen.

11 December, 2013 64 Comments

Sie könnten denken, der einzige Schritt, während der Heiligen Messe eine Mantilla zu tragen sei der, … Sie wissen schon …, sie zu tragen (und eine zu besorgen, falls Sie keine haben).

Bah! Unsinn! Humbug!

Welch eine Ignoranz! Aber keine Sorge, deshalb bin ich hier.

Ich  habe diesen unglaublich komplexen Prozess in 50 einfache Schritte zusammengefasst. Ich kann Ihnen keinen Erfolg versprechen, aber wenn Sie meinen 50 Schritten folgen, wird es Ihnen gelingen!

  1. Denken Sie darüber nach, einen Schleier oder eine Mantilla zu tragen.
  2. Häufig.
  3. Lassen Sie es niemand wissen, denn das wäre sehr seltsam.
  4. Stellen Sie fest, dass Sie das nicht aus dem Kopf bekommen.
  5. Beten Sie darüber.
  6. Erwähnen Sie das gegenüber Ihrer Familie oder Ihren Freunden, natürlich ganz hypothetisch!
  7. Bringen Sie es wieder zur Sprache.
  8. Seien Sie überrascht, dass sie nicht beunruhigt darüber sind — manche sind sogar enthusiastisch! (Verrückte …)
  9. Entscheiden Sie, dass es gar nicht so schlimm sein kann, einige Mantillas unter die Lupe zu nehmen, z. B. bei The Catholic CompanyVeils by LilyLiturgical Time Veil ShopDesigns by BirgitSilver Tree Treasures, oder Peter’s Bride oder sogar Amazon, die wirklich einige schöne Mantillas im spanischen Stil haben!   (Anmerkung: Für Deutschland und womöglich auch Europa ist es preiswerter, in Polen zu bestellen: http://mantylki.pl/mantylki/ … klicken Sie sich durch das Menü in der linken Spalte, die Bilder sprechen für sich! Vergrößern der Bilder durch Klick und/oder Maus auf das Bild halten … Wenn Sie dort bestellen möchten: man spricht dort auch englisch)
  10. Stellen Sie fest, dass der Wunsch, einen Schleier zu tragen, nicht verschwindet, und es auch nicht scheint, als würde er demnächst verschwinden.
  11. Beten Sie mehr darüber.
  12. Schauen Sie wieder mal bei diesen Geschäften rein.
  13. Nehmen Sie Ihre beste Freundin, die Kreditkarte mit.
  14. Suchen Sie sich eine Länge für den Schleier aus: Lang, mittel, oder kurz.
  15. Suchen Sie eine Farbe für den Schleier aus: weiß, schwarz, Elfenbein, Purpur, Gold, oder diese tollen pinkfarbenen Punkte auf lindgrünem Grund.
  16. Zerbrechen Sie sich den Kopf, ob Sie lieber französische oder spanische Spitze möchten (das ist sicherlich der schwerste Punkt).
  17. Bestellen Sie.
  18. Bereuen Sie sofort Ihre Entscheidung und denken Sie, Sie seien ein Idiot.
  19. Warten Sie.
  20. Ärgern Sie sich.
  21. Das Paket ist da!
  22. Kreischen Sie!
  23. Probieren Sie den Schleier vor dem Spiegel an!
  24. Kreischen Sie noch mehr!!!
  25. Laden Sie ein Bild bei Facebook hoch …
  26. Erwarten Sie gespannt den nächsten Gottesdienst, den Sie besuchen werden.
  27. Stellen Sie fest, dass Sie es nicht erwarten können.
  28. Gehen Sie mit Ihrem Schleier zur Anbetung.
  29. Beten Sie darüber.
  30. Fühlen Sie sich ein wenig schlecht, weil Sie möglicherweise nur deshalb zur Anbetung gegangen sind, um Ihren Schleier zu tragen.
  31. Erinnern Sie sich daran, dass Jesus glücklich war, Sie überhaupt zu sehen.
  32. Nehmen Sie ihren Schleier mit zur Sonntagsmesse.
  33. Atmen Sie tief und regelmäßig, während Sie ihn auf Ihren Kopf legen.
  34. Sichern Sie ihn mit Nadeln oder Clips.
  35. Oder riskieren Sie es, ob er herunterfällt (manche fallen, manche nicht).
  36. Gehen Sie nervös in die Kirche.
  37. Machen Sie eine Kniebeuge und knien Sie nieder, um zu beten.
  38. Fühlen Sie sich sehr unsicher.
  39. Ziehen Sie an Ihrer Mantilla um sicherzugehen, dass sie sicher sitzt, aber tun Sie es heimlich (WAS, WENN JEMAND ES SIEHT???)
  40. Schauen Sie um sich um zu sehen, ob die Leute Sie nun vollends verurteilen.
  41. Seien Sie überrascht, dass sie es nicht tun.
  42. Seien Sie ein wenig enttäuscht, dass es die Leute nicht einmal berührt.
  43. Ich meine, Sie sind die einzige! Verdient das nicht wenigstens einige geflüsterte Tadel?
  44. Blicken Sie fast zufällig auf zu Unserem Herrn am Kreuz.
  45. Versuchen Sie, Ihr Lächeln zu unterdrücken.
  46. Erinnern Sie sich, dass dies der Grund ist, warum Sie dies tun: für Ihn.
  47. Danken Sie Gott für die Freude, Ihren Schleier zu tragen.
  48. Beten Sie, dass es Ihnen nur hilft, Ihn mehr zu lieben.
  49. Lächeln Sie.
  50. Und stellen Sie fest, dass Er bereits Ihre Gebete beantwortet.

Idiotensicher, richtig? 😉

Quelle: http://www.lauramcalister.com/2013/12/11/50-simple-steps-start-wearing-veil-mantilla/

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Die Tridentinische Messe und „diese unverschämten Tradis“


Gregorsmesse_2

Als Auflockerung in der recht schwierigen Gnosis-Reihe ein Beitrag, welcher unseren Messalltag betrifft. Sicherlich können sich viele Leser damit identifizieren und somit uns etwas hierzu schreiben.

Im heutigen (2 Mai 2017, am Tag des hl. Athanasius) Blog onepeterfive findet sich ein bemerkenswerter Artikel, welchen der Schreiber dieser Zeilen selbstkritisch auf sich selbst beziehen kann. Auf onepeterfive rezensiert Brian Williams einen Aufsatz, den er in Unam Sanctam et Catholicam gelesen hatte. Auf Unam Sanctam  wiederum wird von zwei anonymen US-Amerikanischen Priestern behauptet, von denen der erste die Tridentinische Messe halb-regulär (semi-regular) opfert, der andere aber es regelmäßig tut, dass die Traditionalisten, diejenigen Katholiken also, die zu diesen Messen fahren, dermaßen: rude – „unverschämt“ und obnoxious – „unausstehlich“ sind, dass der „halb-reguläre“ Priester aufgrund dieser schrecklichen Gemeindemitglieder die öffentliche Messe in Vetus Ordo aufgegeben hatte (er zelebriert weiterhin privat), der andere hingegen denkt daran es hinzuschmeißen. Wie lauten die Vorwürfe dieser Priester an die Tradis:

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