Der Seiko-Mariensamstag (2 von 5): Votivmessen an Wochentagen


japanesemadonnafall

Samstag der Marientag oder die Votivmessen an Wochentagen

Warum ist eigentlich Samstag Maria gewidmet? Dies hängt mit den Rubriken des Missale und des Breviers zusammen. Da das Jahr 365 Tage hat und nicht jeder Tag einem Heiligen gewidmet war, je früher die Zeit z.B. IX Jhdt. desto weniger Heiligenfeste, so entstand wenigstens sei dem VIII Jhdt. der Brauch Messen an bestimmten Wochentagen, an denen kein Christus- oder Heiligenfest fiel und es sich natürlich um keine hohen Feste wie Ostern, Weihnachten etc. handelte, die sog. Votiv-Messen zu zelebrieren.[1] Unter Votiv-Messen (vom lat. votum – „Gelübde, Anliegen, Bitte“) versteht man Messen, die in besonderen Anliegen an einen speziellen Fürsprecher zelebriert werden. Ohne jetzt im Detail auf die Entwicklung der Votivmessen innerhalb der ganzen Kirchengeschichte eingehen zu wollen, so lässt sich sagen, dass vor dem letzten Konzil an bestimmten Wochentagen Votivmessen zelebriert werden konnten und sollten. Dies bedeutet klipp und klar, da in der vorkonziliaren Liturgie wirklich alles durchreguliert war, was nicht nur ein japanisches Herz erfreute, dass ein Priester an einem Wochentag, an dem kein Fest der I. oder II. Klasse fällt, an einem liturgischen Wochentag der III. oder IV. Klasse eine Votivmesse zelebrieren sollte. Soweit die Rubriken des letzten vorkonziliaren Missale aus dem Jahre 1962,[2] wie es in den früheren Messbüchern angeordnet wurde, entzieht sich zurzeit unserer Kenntnis. Es wird aber ähnlich gewesen sein, obwohl sich die rubrizistische Terminologie änderte, da man z. B. von Duplex oder Simplex-Festen sprach. Votivmessen für die Wochentage sehen aber wie folgt aus:

Montag

Zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit

Dienstag

Zu Ehren der heiligen Engel

Mittwoch

Zu Ehren des heiligen Joseph

Zu Ehren des heiligen Apostel Petrus und Paulus

Zu Ehren aller Apostel

Donnerstag

Zu Ehren des Heiligen Geistes

Zu Ehren des Allerheiligsten Altarsakramentes

Zu Ehren des ewigen Hohenpriesters Jesus Christus

Freitag

Zu Ehren des Heiligen Kreuzes

Zu Ehren der Passion des Herrn

Zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu

Samstag

Zu Ehren der Heiligen Mutter Gottes

Da uns im Moment nur die Votivmessen an bestimmten Wochentagen interessieren, so lassen wir andere Votivmessen, also Messen in besonderen Anliegen, an dieser Stelle aus.[3] All diejenigen, welchen im Religionsunterricht oder im Studium gesagt wurde, dass die vorkonziliare Liturgie „langweilig“ war, weil „immer dasselbe“ kam, wird hier eines Besseren belehrt. Es war natürlich umgekehrt: jeden Tag kam etwas anderes, von den festen Teilen der Messe abgesehen und Sie wurden durch die Liturgie immer tiefer in das Geheimnis der Kirche eingeführt. Heute hören Sie nur den Zweiten Messkanon, weil der kürzeste ist, manche basteln sich ihre eigenen Kanones zurecht, meistens sind schlohweiße Alt-Jesuiten, die mit einem eigenen Ordner, statt des Missale auf dem Altar erscheinen, sodass Sie geistlich gesehen immer an den Rändern der Oberflächlichkeit bleiben, ob Sie wollen oder nicht, seitdem es die Priester sind, welche „die Liturgie machen“ und nicht mehr die Kirche.  Wir werden uns an dieser Stelle auch nicht der Frage widmen: wann, welche Votivmesse wo, durch wen und warum eingeführt worden ist, obwohl diese Informationen durchaus eruierbar sind und manche unserer Leser es auch sicherlich wissen. Wir wollen nur sagen, dass auch an den Tagen, an denen es kein Heiligengedenken gab, was am Anfang des XX Jhdts. immer seltener wurde, die Gläubigen an jedem einzelnen Wochentag auf eine andere Art und Weise geheiligt wurden. Da es sich zyklisch wiederholte, so ging man in die Zeit in die Tiefe, wozu uns die nachkonziliare Liturgie wirklich keine Chance gibt.

[1] http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/schottintro/index.html#SECTION02240000000000000000

[2] http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/schottintro/index.html#SECTION02240000000000000000

[3] Nachzulesen z.B. hier. http://www.peterskirche.at/messbuch/Messen.htm http://www.praxis-gottesdienst.net/lexikon/lexikon_detail.html?k_beitrag=3443264&bstabe=3382095

Tridentinische Messe – Eine visuelle Einführung 4


Wir befinden uns hier beim Stufengebet, welches größtenteils noch vor den Altarstufen stattfindet. Der Priester, der Ministant und das Volk geben zuerst ihrer Unwürdigkeit Ausdruck, bevor sich der Priester überhaupt auf die Altastufen wagt. Warum? Weil „diese Erde heilig ist“, wie Gott zum Moses im brennenden Dornbusch sagte. Am Altar wird Gottes Sohn- Jesus Christus aufgeopfert und deswegen wird und wurde alles drumrum geheiligt, bzw. so ab ca. 1962 entheiligt und entweiht. Frauen im Presbyterium, Laien im Presbyterium ohne die niederen Weihen, Laien bei heiligen Handlungen und das obligatorische „Kinder nach vorne kommen lasse“. Gott is not amused, siehe Norcia.

VORBEREITUNGSGEBET

1.1 STUFENGEBET

Der Priester betet das Stufengebet, angetan mit den heiligen Gewändern, an den Stufen des Altares; im feierlichen Hochamt abwechselnd mit den Leviten (Diakon und Subdiakon); in der stillen Messe mit dem Meßdiener, der die mitfeiernde Gemeinde vertritt, oder auch, wo es gestattet ist, mit den anwesenden Gläubigen.
Im Hochamt singt der Chor während des Stufengebetes und der sich daran anschließenden Altarberäucherung den Introitus und das Kyrie.

Das Weltgetriebe vergessend, erscheinen wir mit dem Priester vor dem Altare Gottes, voll Sehnsucht nach der Gemeinschaft mit Gott. Unserer Unwürdigkeit bewußt, bekennen und bereuen wir unsere Sündenschuld und bitten um Vergebung.

INTROIBO Zum Altare Gottes will ich treten

Alle knien nieder und machen mit dem Priester das große Kreuzzeichen.

Sacerdos.

In nomine † Patris, et Filii, et Spiritus Sancti. Amen. Introibo ad altare Dei.

Priester1.

Im Namen des † Vaters und des Sohnes und des  Heiligen Geistes. Amen. Zum Altare Gottes will ich treten.

MinistriAd Deum, qui lætificat juventutem meam.

Meßdiener2.Zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf.

(1) bei gemeinschaftlichem Gebet: Vorbeter.
(2) bei gemeinschaftlichem Gebet: Alle.

JUDICA Psalm 42,1-5

Der Psalm Judica wird in der Totenmesse und in der Passionszeit (vom Passionssonntag bis Gründonnerstag) weggelassen; an den in diese Zeit fallenden Festen wird er aber gebetet. Wird er ausgelassen, so fährt man gleich weiter mit: Adjutorium nostrum – Unsere Hilfe.

SJudica me, Deus, et discerne causam meam de gente non sancta: ab homine iniquo et doloso erue me.

Pr. Schaff Recht mir, Gott, und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk; von frevelhaften, falschen Menschen rette mich.

MQuia tu es, Deus, fortitudo mea: quare me repulisti, et quare tristis incedo, dum affligit me inimicus?

MGott, Du bist meine Stärke. Warum denn willst Du mich verstoßen? Was muß ich traurig gehen, weil mich der Feind bedrängt?

SEmitte lucem tuam et veritatem tuam: ipsa me deduxerunt, et adduxerunt in montem sanctum tuum et in tabernacula tua.

PrSend mir Dein Licht und Deine Wahrheit, daß sie zu Deinem heiligen Berg mich leiten und mich führen in Dein Zelt.

MEt introibo ad altare Dei: ad Deum, qui lætificat juventutem meam.

MDort darf ich zum Altare Gottes treten, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf.

SConfitebor tibi in cithara, Deus, Deus meus: quare tristis es, anima mea, et quare conturbas me?

PrDann will ich Dich mit Harfenspiel lobpreisen, Gott, mein Gott! Wie kannst du da noch trauern, meine Seele, wie mich mit Kummer quälen?

MSpera in Deo, quoniam adhuc confitebor illi: salutare vultus mei, et Deus meus.

MVertrau auf Gott, ich darf Ihn wieder preisen; Er bleibt mein Heiland und mein Gott.

Beim ≪Gloria Patri – Ehre sei dem Vater≫ verneigen alle das Haupt aus Ehrfurcht vor der allerheiligsten Dreifaltigkeit.

S. Gloria Patri, et Filio et Spiritui Sancto.

Pr. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Hl. Geiste.

M. Sicut erat in principio, et nunc, et semper: et in saecula saeculorum. Amen.

M. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

S. Introibo ad altare Dei.

Pr. Zum Altare Gottes will ich treten.

M. Ad Deum, qui lætificat juventutem meam.

M. Zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf.

S. Adjutorium nostrum in nomine Domini.

Pr. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.

M. Qui fecit cælum et terram.

M. Der Himmel und Erde erschaffen hat.

CONFITEOR — Schuldbekenntnis

Der Priester verneigt sich jetzt tief und betet das Confiteor, das gottesdienstliche Sündenbekenntnis. Bei mea culpa, mea culpa,mea maxima culpaschlägt er sich schuldbewußt dreimal an die Brust. Ebenso tun die Meßdiener und die Gläubigen, wenn sie hernach gleichfalls das Confiteor beten.

S. Confiteor Deo omnipotenti, beatæ Mariæ semper Virgini, beato Michaeli Archangelo, beato Joanni Baptistæ, sanctis Apostolis Petro et Paulo, omni bus Sanctis, et vobis, fratres: quia peccavi nimis cogitatione, verbo et opere: mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa.

Pr. Ich bekenne Gott dem Allmächtigen, der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, dem hl. Erzengel Michael, dem hl. Johannes dem Täufer, den hll. Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen, und euch, Brüder, daß ich viel gesündigt habe, in Gedanken, Worten und Werken: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld.

Ideo precor beatam Mariam semper Virginem, beatumMichaelem Archangelum, beatum Joannem Baptistam, sanctos Apostolos Petrum et Paulum, omnes Sanctos, et vos, fratres, orare pro me ad Dominum, Deum nostrum.

Darum bitte ich die selige, allzeit reine Jungfrau Maria, den hl. Erzengel Michael, den hl. Johannes den Täufer, die hll. Apostel Petrus und Paulus, alle Heiligen und euch, Brüder, für mich zu beten bei Gott, unsrem Herrn.

1.1 STUFENGEBET 3

S. Confiteor Deo omnipotenti, beatæ Mariæ semper Virgini, beato Michaeli Archangelo, beato Joanni Baptistæ, sanctis Apostolis Petro et Paulo, omni bus Sanctis, et vobis, fratres: quia peccavi nimis cogitatione, verbo et opere: mea M. Misereatur tui omnipotens Deus, et dimissis peccatis tuis, perducat te ad vitam æternam.

Pr. Ich bekenne Gott dem Allmächtigen, der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, dem hl. Erzengel Michael, dem hl. Johannes dem Täufer, den hll. Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen, und euch, Brüder, daß ich viel gesündigt M. Der allmächtige Gott erbarme Sich deiner; Er lasse dir die Sünden nach und führe dich zum ewigen Leben.

S. Amen.

Pr. Amen.

M. Confiteor Deo omnipotenti, beatæ Mariæ semper Virgini, beato Michaeli Archangelo, beato Joanni Baptistæ, sanctis Apostolis Petro et Paulo, om nibusSanctis, et tibi, pater: quia peccavi nimis cogitatione, verbo et opere: mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa. 

M. Ich bekenne Gott dem Allmächtigen, der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, dem hl. Erzengel Michael, dem hl. Johannes dem Täufer, den hll. Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen, und dir, Vater, daß ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld.

Ideo precor beatam Mariam semper Virginem, beatum Michaelem Archangelum, beatum Joannem Baptistam, sanctos Apostolos Petrum et Paulum, omnes Sanctos, et te, pater, orare pro me ad Dominum, Deum nostrum.

Darum bitte ich die selige, allzeit reine Jungfrau Maria, den hl. Erzengel Michael, den hl. Johannes den Täufer, die hll. Apostel Petrus und Paulus, alle Heiligen und dich, Vater, für mich zu beten bei Gott, unsrem Herrn.

S. Misereatur vestri omnipotens Deus, et dimissis peccatis vestris, perducat vos ad vitam æternam.

Pr. Der allmächtige Gott erbarme Sich euer! Er lasse euch die Sünden nach und führe euch zum ewigen Leben.

M. Amen.

M. Amen.

S. Indulgentiam, absolutionem et remissionem peccatorum nostrorum tribuat nobis omnipotens et misericors Dominus.

Pr. Nachlaß, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden schenke uns der allmächtige und barmherzige Herr.

M. Amen.

M. Amen.

(3) Bei deutschem Gemeinschaftsgebet: erbarme Sich unser! Er lasse uns. . . führe uns..

Etwas verneigt betet der Priester:

S. Deus, tu conversus vivificabis nos.

Pr. Gott, wende Dich zu uns und gib uns neues Leben.

M. Et plebs tua lætabitur in te.

M. Dann wird Dein Volk in Dir sich freuen.

S. Ostende nobis, Domine, misericordiam tuam.

Pr. Erzeige, Herr, uns Deine Huld.

M. Et salutare tuum da nobis.

M. Und schenke uns Dein Heil.

S. Domine, exaudi orationem meam.

Pr. Herr, erhöre mein Gebet.

M. Et clamor meus ad te veniat.

M. Und laß mein Rufen zu Dir kommen.

Der Priester grüßt die Gläubigen mit heiligem Segenswunsche, den diese dankbar erwidern. Dieser uralte biblische Segensgruß und Gegengruß kehrt im Laufe der Meßfeier öfters wieder.

S. Dominus vobiscum.

Pr. Der Herr sei mit euch.

M. Et cum spiritu tuo.

M. Und mit Deinem Geiste.

Der Segensgruß≪Dominus vobiscum≫ wird nur vom Priester (bzw. auch vom Diakon) gebraucht. In deutschen Gemeinschaftsmessen läßt man das Eingeklammerte aus.

Nun steigt der Priester zum Altar empor und betet:

4 VORBEREITUNGSGEBET

S. Oremus. Aufer a nobis, quæsumus, Domine, iniquitates nostras: ut ad Sancta sanctorum puris mereamur mentibus introire. Per Christum, Dominum nostrum. Amen.

Pr. Lasset uns beten. Herr, wir bitten Dich: nimm unsre Sünden von uns weg und laß uns mit reiner Seele ins Allerheiligste eingehen. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Er küßt den Altar in ehrfürchtiger Liebe zu Christus (Altar Sinnbild Christi) und seinen Heiligen (Heiligenreliquien im Altar).

S. Oramus te, Domine, per merita Sanctorum tuorum, quorum reliquiæ hic sunt, et omnium Sanctorum: ut indulgere digneris omnia peccata mea. Amen.

Pr. Herr, wir bitten Dich: durch die Verdienste Deiner Heiligen, deren Reliquien hier ruhen, sowie aller Heiligen, verzeih mir gnädig alle Sünden. Amen.

1.2 AB ILLO BENEDICARIS — ALTARBERÄUCHERUNG

Im feierlichen Hochamt wird nun der Altar beräuchert. Der in Wohlduft sich auflösende und nach oben steigende Weihrauch bildet eine Art Nebenopfer und ist Sinnbild der in Opferliebe sich verzehrenden Anbetung vor Gott. Irdischen Personen oder Sachen erwiesen, ist die Beräucherung (Inzensation) eine kirchliche Ehrenerweisung. Wie das Weihwasser, so ist auch der Weihrauch ein gnadenvermittelndes Sakramentale. Der Priester segnet den Weihrauch mit den Worten:

S. Ab illo bene dicaris, in cujus honore cremaberis. Amen.

Pr. Es segne dich Derjenige, zu dessen Ehre du verbrennst. Amen.

Zuerst wird das Kreuz und der Altar, dann auch der Priester als Diener und Stellvertreter Christi beräuchert.

VORMESSE

Sie bereitet uns durch Gebete (Gebetsgottesdienst) und Lesungen (Lehrgottesdienst) vor auf die Opfermesse, deren Mittelpunkt die eigentliche Opferhandlung, die hl. Wandlung ist.

2.1 GEBETSGOTTESDIENST

Der Priester liest nun auf der Epistelseite den Introitus.

* INTROITUS — Eingangslied

(siehe am betreffenden Tag oder Fest)

Die Sternchen (*) kennzeichnen die veränderlichen Teile der hl. Messe, die aus der jeweiligen Tages- oder Festmesse zu nehmen sind.

Der Priester bezeichnet sich bei den ersten Worten mit dem großen Kreuzzeichen und verneigt beim ≪Gloria Patri – Ehre sei dem Vater≫ sein Haupt zum Altarkreuz hin. Auch die Gläubigen bekreuzen () und verneigen sich beim Beten des Introitus. Nach dem „Gloria Patri“ wiederholt man den Introitus vom Anfang bis zum Psalmvers. In der Passionszeit und in Totenmessen wird das ≪Gloria Patri≫ nicht gebetet.

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Tridentinische Messe – Eine visuelle Einführung 3


Der Text beginnt mit „Beim Betreten der Kirche …“.

 

Woran erinnert die geforderte Exaktheit der Bewegungen und Gesten bei der Tridentinischen Messe? Jawohl, an das Ballet oder an eine Kampfsportart. Der Schreiber dieser Zeilen hatte sehr früh in seiner Kindheit ein recht technisch anspruchsvolles Instrument gelernt, welchem noch andere ebenfalls „technische“ Instrumente folgten. Er hatte auch viele Jahre hindurch bis zum ersten Meistergrand eine Kampfsportart betrieben. Daher weiß er, dass eine gute, exakte und meistens nicht ganz einfach zu erlernende Technik alles ist und erst diese Technik einen Ausdruck ermöglicht. Da die meisten Instrumentalisten nicht üben wollen oder sie nicht dazu von ihren Eltern gezwungen werden, so beenden sie ihr Spiel exakt im zweiten Lehrjahr, die meisten Kampfsportler in statu nascendi kommen wiederum bis zum orangen oder grünen Gürtel. Warum? Zu faul und zu undiszipliniert und zwar in beiden Bereichen der Musik und des Sports. Der Schreiber dieser Zeilen musste für seinen Meistergrad einen Ablauf von ca. 110 Bewegungen erlernen, was beinahe ein ganzes Jahr dauerte. Man nennt es Hyong oder Kata, je nach Disziplin. Er war beim Erlernen der Bewegungsabläufe so ziemlich im Mittelfeld und daher weiß er, dass es nicht einfach ist sich viele oder sehr viele Bewegunsabläufe zu merken und diese zu automatisieren. Die ziemlich einzigen, die es können sind Tänzer, da sie es von Kindesbeinen an üben. Die Alte Messe stellt natürlich auch eine motorische Herausforderung dar und man fragt sich unwillkürlich, wie lange es dauert alle Abläufe fehlerfrei zu lernen und das hohe Niveau der Ausführung zu halten. Es ist möglich, die Mönche von Fontgombault können es alle. Und wir alle, die dieses DVD zu Ende schauen, können am Ende Haltungs- und Ausdrucksnoten, wie beim Schlittschuhlaufen, unseren Priestern vergeben, damit sie uns auch nicht alles vorsetzen. Der Unterschied kann sich dann im Klingelbeutel oder bei der Spende bemerkbar machen, denn von nichts kommt nichts.

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Tridentinische Messe – Eine visuelle Einführung 2


Der erste Satz lautet: „Der Altar…“.

Technische Bemerkung:

Es ist durchaus möglich, dass bestimmte Stellen dieses DVDs sich am Anfang oder am Ende wiederholen werden, da ein exakteres Schneiden von Bild und Ton uns zurzeit nicht möglich ist. Wir bitten diese Mängel zu entschuldigen, aber doppelt hält bekanntlich besser.

Woran erinnert das Anziehen der Gewänder in der Sakristei? Jawohl, an das Anlegen einer Ritterrüstung, einer Sportausrüstung in der heutigen Zeit, wie sie im Eishockey, beim Fechten, bei Motorcross und anderen Disziplinen vorkommt. Man schützt sich und wird ein anderer Mensch, denn „Kleider machen Leute“ und zwar im buchstäblichen Sinne. Da jedes dieser Gewänder geweiht ist, so stellt es ein Sakramentale dar, welches den Priester bei den heiligen Tätigkeiten schützt und ihn heiligt. Das Thema die nachkonziliaren „Pferdedecken“ schneiden wir nicht einmal an, um uns selbst und unsere Leser nicht zu ärgern.

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Tridentinische Messe – Eine visuelle Einführung 1 von 16.


 

Womit kommen wir hier in Berührung? Jawohl, mit Schönheit, mit Strenge, mit Disziplin. Mit all dem, was Männer, die ja zum Priesterdienst berufen werden, anzieht. Um es ganz umgangssprachlich auszudrücken: „Die Alte Messe ist etwas für Kerle“, die Neue Messe ist es leider nicht. Auch dieser Thematik werden wir uns ausführlich widmen, an dieser Stelle sei soviel gesagt, dass all diese Altarvorbereitung mit all seinen expliziten Vorschriften dazu dient den Eucharistischen Herren zu ehren und jede Möglichkeit der Verunrehrung oder des Sakrilegs von vornherein auszuschließen. Welch ein Unterscheid zu den Novus Ordo Messen!

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