Vom Schmutz und den Abwehrkräften


Saint_Paul_the_hermit

Bei der Durchsicht der traditionellen Seiten oder der überhaupt konservativ-religiösen Seiten macht sich Unmut und Verzweiflung breit, weil man fast ausnahmslos den Schmutz des Franziskus-Pontifikats, seine Skandale und dementsprechend scharfe Polemik findet. Das ist normal, denn auf Aktion folgt Reaktion. Der vermeintlich konservative Katholizismus schmilzt zusammen, wie der Schnee in der Frühlingssonne, der Kaiser ist nackt, was uns gar nicht fröhlich stimmt. Viele Menschen verlieren den Glauben, manche Neokonservative werden zu Traditionalisten und viele Seelen rasen auf die Hölle zu. Als der hl. Paulus der Einsiedler mit 15 während der arianischen Apostasie in seine Höhle kroch, wo er mit 105 starb, so hat er wirklich nichts verpasst, sondern seine eigene Seele gerettet und den hl. Antonius am Lebensende unterrichtet, der dieses Wissen an seine eigenen Schüler weitergab.

Wir geben uns Mühe, wenig vom und aus dem Vatikan zu berichten, weil es niemandem hilft und unseren Seelen nur schadet. Ist es nicht besser für die eigene Heiligung zu sorgen und sich eine kleine, heile Welt in seiner eigenen Einsiedlerhöhle zu schaffen, wie einst der hl. Paulus der Einsiedler? Natürlich ist es das! Seien wir Gott für Franziskus dankbar, denn er ist wie eine Seuche, welche die Krankheit der nachkonziliaren Kirche offenlegt und diese jetzt konsequent zerstört. Stichwort Amazonas-Synode, Abschaffung des Zölibats, die Neue Ökumenische Messe.

Warum lässt Gott es zu?

Weiterlesen

Advertisements

Correctio Filialis Deutsch (1 von 5)


Peter and Paul popup 1

Nach der zugegeben recht unangenehmen und schwülstigen Reihe über die Homo-Kirche wenden wir uns wieder den aktuellen Kirchenfragen zu, welche darin bestehen, dass wir:

a. einen häretischen Papst, unserer Ansicht nach gar einen Antipapst haben

b. und niemand der Verantwortlichen (Bischöfe, Erzbischöfe und Kardinäle) etwas dagegen unternimmt.

Sie meinen die Dubia der „Dubia-Brothers“? Das ist Schnee von gestern und die Informationsseite canon212.com zählt die Tage, die seit den Dubia verstrichen sind.  Am Tage der Niederschrift dieses Kommentars sind es 427 Tage. Wessen eigentliche Aufgabe ist es den Papst zu ermahnen? Der Kardinäle natürlich. Warum tun sie es nicht? Weil sie zu feige sind, weil sie erpressbar sind, weil sie es nicht kümmert, weil sie mit Amoris Laetitia übereinstimmen. Fehlen die Generäle und Offiziere muss der Volkssturm her. Diesen Volkssturm stellen die Unterzeichner der unten angefügten Correctio filialis dar, ganze 250 an der Zahl, welche die Ehre der katholischen Theologie retten.  Hat es etwas gebracht? Nein, aber es ist ein Zeichen. Ann Barnhardt überlegt die Möglichkeit einer militärischen Intervention im Vatikan samt Absetzung des Antipapstes Bergoglio, was eine Zusammenarbeit mit der Trump-Administration nötig machen würde. Vielleicht ist es kein Witz, denn solche Aktionen hat es im Mittelalter schon gegeben, der heilige Heinrich II. hat es auch so gemacht. Aber dies wird wohl ein Wunschtraum bleiben, es sei denn die USA werden sich irgendwie vom Vatikan bedroht fühlen und überfallen es, wie damals das gefährliche Grenada. Ansonstens müssen wir wohl auf die übernatürliche Intervention warten, welche sehr schlimm für uns alle ausfallen wird. Gott lässt seiner nicht spotten.  Bergoglio wird irgendwann mal das Zeitliche segnen, doch die Möglichkeit besteht, dass ein noch schlimmerer Papst gewählt wird, sollte Benedikt vorher sterben. Wie man hört haben die US-Amerikanischen Bischöfe den Ausschlag für Bergoglio gegeben, damals unter Obama, was sie jetzt unter Trump wohl nicht wiederholen würden. Das amerikanische Episkopat ist gespalten, es gibt dort noch Konsverative, sodass seitens der USA ein Bergoglio II wohl ausgeschlossen ist.  Warten wir es ab. Die Unterzeichner der Correctio filalis, obwohl sie teilweise davon ausgehen,  dass Bergoglio der Papst ist, haben ihre Pflicht erfüllt und recht einfach, wie wir meinen dargestellt, warum es Häresien sind. Manche wurden schon entlassen, manche haben sich die Chance auf eine akademische Laufbahn dadurch wohl verwirkt. Aber Mut kostet und die Wahrheit auch. Beten wir für sie, denn sie haben es nicht einfach. 

Correctio filialis de haeresibus propagatis

Zurechtweisung wegen der Verbreitung von Häresien

16. Juli 2017,

Fest Unserer Lieben Frau auf dem Berg Karmel

Heiliger Vater,

mit tiefem Schmerz, aber bewegt von der Treue zu Unserem Herrn Jesus Christus, von der Liebe zur Kirche und zum Papsttum und von der kindlichen Hingabe zu Ihrer Person, sehen wir uns gezwungen, Ihnen gegenüber eine Zurechtweisung auszusprechen wegen der Verbreitung einiger Häresien durch das Apostolische Schreiben Amoris laetitia und anderer Worte, Handlungen und Unterlassungen Eurer Heiligkeit.

Es ist uns durch das Naturrecht, das Gesetz Christi und das Gesetz der Kirche, drei Dinge, die Eure Heiligkeit durch die Göttliche Vorsehung berufen sind, zu beschützen, erlaubt, diese Zurechtweisung vorzunehmen. Durch das Naturrecht: Denn so wie die Untergebenen der Natur gemäß die Pflicht haben, ihren Vorgesetzten in allen vom Gesetz vorgesehenen Dingen zu gehorchen, so haben sie das Recht, dass ihre Vorgesetzten danach regieren. Durch das Gesetz Christi: Denn Sein Geist hat den Apostel Paulus inspiriert, Petrus öffentlich zurechtzuweisen, als dieser nicht gemäß der Wahrheit des Evangeliums handelte (Gal 2). Der heilige Thomas von Aquin stellt fest, daß diese öffentliche Zurechtweisung eines Untergebenen gegenüber seinem Vorgesetzten legitim war aufgrund der unmittelbar drohenden Gefahr eines Ärgernisses für den Glauben (Summa Theologiae IIa IIae, 33, 4 ad 2), und die „Glosse des heiligen Augustinus“ fügt hinzu, dass bei dieser Gelegenheit

„Petrus selbst den Oberen das Beispiel gab, sich nicht darüber zu empören, von den Untergebenen zurechtgewiesen zu werden, wenn sie vom rechtenWeg abweichen sollten“ (ibid).

Auch das Gesetz der Kirche zwingt uns dazu, da es besagt, dass die

„Gläubigen […] entsprechend ihrem Wissen, ihrer Zuständigkeit und ihrer hervorragenden Stellung das Recht (haben) und bisweilen sogar die Pflicht, ihre Meinung in dem, was das Wohl der Kirche angeht, den geistlichen Hirten mitzuteilen“ (Codex Iuris Canonici, Can. 212, § 2 und 3; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, Can. 15, § 3).

Der Kirche und der Welt wurde in Sachen Glauben und Moral Ärgernis gegeben durch die Veröffentlichung von Amoris laetitia und durch andere Handlungen, durch die Eure Heiligkeit die Tragweite und den Zweck dieses Dokuments ausreichend deutlich gemacht hat. In der Folge haben sich Häresien und andere Irrtümer in der Kirche ausgebreitet.Während einige Bischöfe und Kardinäle weiterhin die von Gott offenbarten Wahrheiten über die Ehe, das Moralgesetz und den Empfang der Sakramente verteidigt haben, haben andere diese Wahrheiten geleugnet und von Eurer Heiligkeit keinen Tadel erfahren, sondern eine Gunst. Umgekehrt haben jene Kardinäle, die Eurer Heiligkeit Dubia unterbreitet haben, damit durch diese in der Vergangenheit bewährte Methode die Wahrheit des Evangeliums leicht erfasst werden könne, keine Antwort erhalten, sondern Schweigen.

Heiliger Vater, das Petrusamt wurde Ihnen nicht anvertraut, damit Sie den Gläubigen seltsame Lehren auferlegen, sondern damit Sie als treuer Diener das anvertraute Gut bis zur Wiederkunft des Herrn bewahren (Lk 12; 1 Tim 6). Wir stimmen bedingungslos der Lehre von der päpstlichen Unfehlbarkeit zu, wie sie vom Ersten Vatikanischen Konzil definiert wurde, und stimmen deshalb der Erläuterung zu, die das Konzil selbst über dieses Charisma gab, die folgende Erklärung miteinschließt:

„Denn Petri Nachfolgern ward der Heilige Geist nicht dazu verheißen, dass sie aus seiner Eingebung heraus neue Lehren verkündeten. Ihre Aufgabe ist vielmehr, die von den Aposteln überlieferte Offenbarung oder das anvertraute Glaubensgut unter dem Beistand des Heiligen Geistes gewissenhaft zu hüten und getreu auszulegen“ ( Pastor Aeternus, 17).

Aus diesem Grund hat Ihr Vorgänger, der selige Pius IX., die gemeinsame Erklärung der deutschen Bischöfe gelobt, die erklärte, dass

„die Meinung, laut der der Papst ‚wegen seiner Unfehlbarkeit ein absoluter Souverän’ ist, auf einem völlig falschen Verständnis des Dogmas von der päpstlichen Unfehlbarkeit beruht“.’1

Vergleichbar betonte beim Zweiten Vatikanischen Konzil die Theologische Kommission in Bezug auf die Dogmatische Konstitution über die Kirche, Lumen gentium, dass die Vollmachten des römischen Papstes auf viele Weise eingeschränkt sind.2 Dennoch werden jene Katholiken, die die Grenzen der päpstlichen Unfehlbarkeit nicht klar erfassen, durch die Worte und Handlungen Eurer Heiligkeit in einen von zwei katastrophalen Irrtümern getrieben: entweder machen sie sich die Häresien zu eigen, die nun verbreitet werden, oder sie werden im Bewusstsein, dass diese Lehren dem Wort Gottes widersprechen, an den Vorrechten der Päpste zweifeln oder sie leugnen. Andere Gläubige sind verleitet, die Gültigkeit des Amtsverzichts des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Zu bezweifeln. Auf diese Weise wird das Petrusamt, das der Kirche von Unserem Herrn Jesus Christus für das Wohl der Glaubenseinheit verliehen wurde, missbraucht, der Häresie und dem Schisma einen Weg zu öffnen. Mehr noch, indem sie feststellen, dass die jetzt von den Worten und Handlungen Eurer Heiligkeit ermutigten Praktiken nicht nur dem ewiggültigen Glauben und der Ordnung der Kirche widersprechen, sondern auch den lehramtlichen Erklärungen Ihrer Vorgänger, denken die Gläubigen über die Tatsache nach, dass die Erklärungen Eurer Heiligkeit nicht eine größere Autorität haben können als die der vorherigen Päpste. Auf diese Weise leidet das wahre päpstliche Lehramt an einer Wunde, die sich nicht so schnell wieder schließen könnte. Wir glauben dennoch, dass Eure Heiligkeit über das Charisma der Unfehlbarkeit und der universalen Jurisdiktion über die Gläubigen Christi in dem von der Kirche definierten Sinn verfügt. In unserer Anklage gegen Amoris laetitia und andere Handlungen, Worte und Unterlassungen, die damit verbunden sind, bestreiten wir nicht die Existenz dieses päpstlichen Charismas oder seines Besitzes durch Eure Heiligkeit, da weder Amoris laetitia noch irgendeine der Behauptungen, die dazu beigetragen haben, die durch dieses Schreiben eingedrungenen Häresien zu verbreiten, durch diese Göttliche Garantie der Wahrheit gedeckt ist. Unsere Zurechtweisung ergibt sich zwingend aus der Treue zu den unfehlbaren päpstlichen Lehren, die mit einigen Aussagen Eurer Heiligkeit unvereinbar sind.

1Denzinger-Hünermann (DH) 3117, Apostolisches Schreiben Mirabilis illa constantia,

4. März 1875.

2Vgl.Relatio der Theologischen Kommission zur Nr. 22 von Lumen gentium, in Acta

Synodalia, III/I, S. 247.

3Dieser Abschnitt enthält die eigentliche Correctio, die die Unterzeichner in der Hauptsache

und direkt unterschreiben wollen.