Wie ich zur Traditionellen Lateinischen Messe kam (1 von 2)


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Auf die Traditionelle Lateinische Messe wurde ich durch eine Bekannte aufmerksam, die mich bat, doch meine Unterschrift auf eine Liste zu setzen, damit in der Bischofsstadt die Heilige Messe nach den Büchern von 1962 gefeiert werden durfte. Nein, ich sei durch diese Unterschrift zu nichts verpflichtet (wie beruhigend war das damals für mich!). Dies war noch die Zeit, in der man die Erlaubnis des Bischofs einholen musste, welcher der beantragenden Gruppe dann einen Priester und eine Kirche zuwies.

So bin ich dann, neugierig geworden durch die Begeisterung meiner Bekannten, auch einmal in den Gottesdienst nach dem Vetus Ordo gegangen. Der „alte“ Schott stand seit Jahrzehnten unbenutzt in meinem Regal, den hatte ich irgendwann – man brauchte ihn ja nicht mehr – geschenkt bekommen. Also:

In die Hand nehmen. Abstauben. … Lesen … Zunächst die Erläuterungen. Wenn man den Verlauf des Gottesdienstes nicht kennt – für mich waren das viele unverständliche Worte.

– Zwar gehöre ich zu denen, die sich noch an Gottesdienste nach dem Vetus Ordo erinnern müssten, doch habe ich daran keine Erinnerung. So war mir im Gottesdienst alles fremd:

Die häufigen Kniebeugen (vor allem der Ministranten), das Hin- und Hertragen des Missale auf dem Altar, … alles fremd. Bis auf die Lateinischen Messgesänge, die wir als „Relikt der vergangenen Zeit“ ab und zu als Kinderschola während des regulären deutschen Gottesdienstes zu Gehör bringen durften … Doch irgendwie spürte ich, dass dieser Gottesdienst – trotz der von mir empfundenen Fremdheit – „etwas hatte“. Ich kam ab und zu wieder … bis ich mir eines Tages vornahm, regelmäßig dorthin zu gehen.

Bis „das Leben“ mich in eine andere Stadt schickte, hatte ich schon etliche Jahre lang (unregelmäßig) die Möglichkeit, diese Heiligen Messen mitzufeiern.

Heute, seit langem wieder hierher zurückgekehrt und um die Erfahrung vieler Heiliger Messen nach dem Vetus Ordo reicher, kann ich sagen:

Die Heilige Messe nach dem Vetus Ordo ist nicht nur reicher am Schmuck der alten Gewänder und der Bücher, die der Priester während der Heiligen Messe verwendet, sondern die Texte sind viel reicher, haben mehr „Biss“. Sowohl die Lesungen aus der Bibel, als auch die Gebete des Priesters.

Wer meint, im Novus Ordo höre man mehr aus der Bibel, da nicht im einjährigen, sondern im dreijährigen Turnus gelesen wird, irrt sich gewaltig. Sollten Sie einen alten und einen neuen Schott zu Hause haben – machen Sie den Vergleich! Nehmen Sie den alten Schott, schlagen Sie ihn auf und suchen Sie dann diese Bibelstelle im neuen Schott … ich habe da schon manche Überraschung erlebt …

Wer meint, er möchte etwas TUN während des Gottesdienstes, dem sage ich als frühere Lektorin und Kommunionspenderin: knieen Sie sich hin! Schauen Sie! Hören Sie zu, lesen Sie mit!

Und genießen Sie die Ruhe, die diese Messfeiern ausstrahlen, nehmen Sie sich wie Maria die Zeit, das, was Sie hören, in Ihrem Herzen zu bewegen. DAS ist die Teilnahme, die den Gottesdienst für das persönliche Leben reich und fruchtbar macht.

Mantilla – die katholische Eleganz und ein Abglanz der Schönheit Gottes


Mantilla young women

Um unseren Blog noch frauenfreundlicher zu gestalten, veröffentlichen wir einen Beitrag in der Übersetzung von Eugenie Roth, den wir hier, auf einer amerikanischen traditionsverbundenen Seite gefunden haben. Wir wollen hiermit bei uns eine kleine Lanze für die Entdeckung einer Mantilla im deutschen Sprachraum brechen, wo sie wohl innerhalb der letzten 200 Jahre kaum verbreitet war (Vielleicht weiß jemand etwas mehr darüber?), was aber niemanden daran hindern sollte sie wieder oder zum ersten Mal zu tragen. Nein, meine Damen, es ist kein Kopftuch und keine Burka. Es ist eine Mantilla, denn Sie sind katholisch. Wir wollen dennoch keine jahrzehntelang dauernden Grabenkämpfe zwischen den Mantilla-Befürworterinnen und Mantilla-Gegnerinnen auslösen, wie sie leider immer wieder vorkommen. Tja, Frauen sind da wirklich unerbittlich, was Mode anbelangt.

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Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


Evangelium des vierten Sonntags nach Ostern

Joh 16, 5 – 14

Nun gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? Sondern weil ich euch das gesagt habe, ist euer Herz vol Traurigkeit. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe. Denn wenn ich nicht hingehe, kommt der Beistand nicht zu euch; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt zum Bewusstsein bringen, dass es eine Sünde gibt, eine Gerechtigkeit und ein Gericht: eine Sünde, weil sie an mich nicht glaubt; eine Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; ein Gericht, weil der Fürst dieser Welt schon gerichtet ist.

Nich vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit einführen. Denn er wird nicht aus sich reden, sondern was er hört, wird er reden, und was zukünftig ist, euch verkünden. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem Meinigen nehmen und es euch verkünden.

Betrachtung zum Evangelium des vierten Sonntags nach Ostern

Niemals dürfen wir vergessen, daß auch wir sterben müssen, und zu Gott kommen sollen. Wodurch aber kommen wir dahin, als durch den Tod Jesu am Kreuze, der schon den Aposteln das jüdische Vorurtheil von einem irdischen Messias nahm und sie hinleitete, ein geistliches Reich, ein Reich der Tugend und der Wahrheit, zu erwarten; der sie fähig machte, den heiligen Geist zu empfangen, um tiefere Einsicht in den Religionswahrheiten zu erreichen und Wunderkraft und Muth zu erlangen, das heil. Evangelium zu verkünden, das allein uns zum ewigen Heile führet? Unterwerfen wir uns jeder Zeit den Anordnungen Gottes, und nehmen wir auch Widerwärtigkeiten aus seiner Vaterhand willig an! Entziehen wir uns bisweilen sinnlichen Tröstungen; so werden wir einst die ewige Freude genießen. Doch um dieses Alles einsehen und vollbringen, um das Gute von dem Bösen unterscheiden zu können, bedürfen wir einer höhern Einsicht, die uns der heil. Geist verleihen kann. Darum laßt uns auch Diesem dieselbe göttliche Ehre erweisen, wie dem Vater und dem Sohne! und er wird sein Licht auf uns herabsenden.

Kirchengebet

O Gott! der Du machest, daß dein Volk nur Eines Sinnes und Herzens wird; laß dasselbe deine Gebote lieben und nach deinen Verheißungen trachten, damit unsere Herzen dort eine bleibende Stätte finden, wo wahre Freude wohnt! Amen.

Don Pietro Leone: DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens (6 von 6)


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Postscriptum

GNOSIS IN DER HEUTIGEN WELT

Wir werden im folgenden Abschnitt die Gnosis in der heutigen Welt untersuchen, wie sie außerhalb der Kirche, zuerst im Atheismus und dann in den esoterischen Sekten blüht.

A. Atheismus

Sie ist im Atheismus auf drei Arten vorhanden:

a) weil der Atheismus mit seiner Lehre von der Evolution behauptet, daß der Mensch aus etwas weniger als sich selbst oder gar aus dem Nichts entstanden sei

b) weil der Atheismus mit derselben Doktrin andeutet, dass das Prinzip, aus dem der Mensch hervorgeht und und in das er sich dann auflöst, gleichzeitig eine höhere Realität ist

c) weil der Atheismus, wenn er Gott leugnet, den Menschen effektiv vergöttlicht

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Tridentinische Messe (für April) für alle Wohltäter am 16. Mai um 7.00.


Le Barroux Msza

 

Wir freuen uns endlich mitteilen zu können, dass die Hl. Messe im Alten Ritus für unsere Wohltäter für den Monat März 2017 am 16 Mai 2017, um 7. 00 in der Abtei Fontgombault stattfinden wird.

Frau G.S.

Herr D.F.

Herr A.F.

Frau K.H. de C.

Herr L.K.

Herr Th. R.

S. M.E

Vergelt’s Gott!

Wie man sieht ist die Liste sehr übersichtlich, obwohl im Monat April wir 8.651 Zugriffe, bei 2.567 Besucher mit durchschnittlich 288 Zugriffe am Tag. Dies bedeutet, dass nur 0,27% aller Leser uns unterstützt bzw. dass 99, 73% es nicht tut. Wir werden wahrscheinlich zu den Mitteln von katholisches.info greifen und diesen Blog für eine gewisse Zeit abschalten, um ein wenig unsere deutschsprachigen Leser zu disziplinieren. Beim polnischen Blog hat es geklappt. Wenn es niemand lesen würde, so bräuchte niemand zu spenden, aber man liest es und spenden nicht. Nicht schön! Sie sollten auch keine Angst vor den dämonischen Angriffen haben, denn nicht jeder erfährt es. Manche schon, was wir auch wahrheitsgemäß sagen. Aber dennoch keine Bange!

Die Kirche in Fontgombault sieht wie folgt aus:

Fontgombault navis

Don Pietro Leone: DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens (5 von 6)


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III.    Gnosis als die Neue Religion

Wenn wir tatsächlich einer neuen Religion gegenüberstehen, muss unsere nächste Frage sein, was ihre Natur ist. Bevor wir sie im trüben Licht der Gnosis untersuchen, können wir fragen, ob es einfach eine neue Form des Protestantismus, des Humanismus oder des Atheismus ist. Gewiß hat der katholische Glaube, wie er heute präsentiert wird, eine gewisse Ähnlichkeit mit jedem dieser Systeme. Aber diese Ähnlichkeit beruht nicht auf einem Prinzip, das einem dieser Systeme eigen ist, sondern auf einem Prinzip, das alle diese Systeme teilen, nämlich das des Subjektivismus.

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Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


Evangelium des dritten Sonntags nach Ostern

Joh 16, 16 – 22

Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr; und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder [, denn ich gehe zum Vater].“

Da sagten einige seiner Jünger zueinander: „Was will er uns damit sagen: Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr; und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder? Und: Ich gehe zum Vater?“ Sie sagten also: „Was meint er mit den Worten: Noch eine kleine Weile? Wir verstehen nicht, was er sagt.“

Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: „Darüber fragt ihr einander, dass ich gesagt habe: Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr, und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Trauer wird sich in Freude verwandeln. Wenn eine Frau gebiert, hat sie Trauer, weil ihre Stunde gekommen ist; hat sie aber das Kind geboren, so gedenkt sie nicht mehr der Not, aus Freude darüber, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. So habt auch ihr jetzt Trauer; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude wird niemand von euch nehmen.

Betrachtung zum Evangelium des dritten Sonntags nach Ostern

Jesus entzieht sich seinen treuen Anhängern nicht auf lange Zeit. Das Leben selbst ist kurz, kurz alle Leiden und Freuden desselben, die stets mit einander wechseln. Man sieht sich; man trennt sich, im Tode auf immer hienieden. Jenseits aber, in der ewigen Seligkeit, die uns Christus durch sein Leiden und Sterben bereitet hat, werden wir nimmer getrennt werden. Doch bevor wir das erreichen, haben wir so manchen Kampf zu kämpfen, den wir nur durch die unendliche Gnade Gottes überwinden können. Gott verläßt uns nie, wenn wir treu ihm und seinem Gesetze in Liebe anhängen. Gewiß wird dann auch das Versprechen Jesu an uns in Erfüllung gehen: Euer Herz wird sich freuen, und euere Freude wird euch Niemand nehmen. —

Kirchengebet

Gott! der Du denjenigen, die von dem Wege der Tugend abgewichen sind, das Licht deiner Wahrheit hast leuchten lassen; verleih allen denen, die sich zum Christentum bekennen, die Gnade, daß sie das, was deinem heiligen Namen entgegen ist, verabscheuen, und nach dem streben, was ein so heiliges Bekenntniß von ihnen fordert.

Amen.