Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (3 von 10). Häresien bei JP2?


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Häresien in den Lehren von Johannes Paul II?

Der Satz, dass Christen und Muslime an denselben Gott glauben, hatte aber doch tatsächlich Johannes Paul II, im Stadion Mohammed V. von Casablanca (Marokko) vor 80.000 islamischen Jugendlichen am 19. August 1985 gesagt:

Wir haben als Christen und Muslime viele Dinge gemeinsam, als Gläubige und als Menschen. […] Wir glauben an denselben Gott, an den einzigen Gott, an den lebendigen Gott, an den Gott, der die Welten schafft und Seine Geschöpfe zu ihrer Vollendung führt. […]

Es ist also Gott, auf Den sich mein Denken bezieht und zu Dem sich mein Herz erhebt: von Gott selbst möchte ich vor allem zu euch sprechen; von Ihm, weil Er es ist, an Den wir glauben, ihr Muslime und wir Katholiken, und ich möchte zu euch auch über menschliche Werte sprechen, die ihr Fundament in Gott haben, die Werte, welche die Entfaltung unserer Personen betreffen, aber auch die unserer Familien und unserer Gesellschaften wie auch die der Internationalen Gemeinschaft. […] So komme ich zu euch heute auch als Glaubender. Ich möchte hier ganz einfach ein Zeugnis davon geben von dem, was ich glaube, von dem, was ich für das Wohl meiner Menschenbrüder wünsche, von dem, was ich aus Erfahrung für alle als nützlich ansehe.“

Der Papst sagt also, dass wir Christen und Muslime „an denselben Gott glauben“. Dies ist sachlich falsch, denn Christen glauben an die Trinität und Muslime nicht. Außer der Dreifaltigkeit, so lehrt die Kirche, gibt es keine göttliche Natur (DH 188, 851). Aber es ist dennoch keine Häresie (sententia haeretica), weil die Kirche nirgend definiert hat:

„Wer behauptet, dass Christen und Muslime an denselben Gott glauben, der sei ausgeschlossen“.

Kein Mensch ist auf Idee gekommen, besonders im ordentlichen Lehramt eines Papstes, so etwas zu behaupten. Wenn es stimmen würde, dann wäre der Gott der Christen nicht trinitarisch und sie würden einen nicht näher spezifizierten Monotheismus vertreten, was sie nicht tun. Dies sagt der Papst aber nicht, indem er etwa behauptet:

Der christliche Gott ist einer, aber er ist nicht trinitarisch.

Deswegen ist die Aussage des Papstes keine Häresie, im Sinne einer sententia haeretica.

Unserer Einschätzung nach erfüllt der päpstliche Satz aus der Casablanca-Rede, nach dem o.a. Schema der Zensuren, die folgenden Kriterien:

I. Was die Glaubenslehre selbst (doctrina ipsa) anbelangt:

  1. Der Häresie nahe Meinung (sententia haeresi proxima)

II. Was die Art und Weise (modum) der Darstellung der Glaubenslehre anbelangt:

  1. Mehrdeutige Meinung (aequivoca)
  2. Unklare Meinung (ambigua)
  3. Vermessene Meinung (praesumptuosa)
  4. Trügerische Meinung (captiosa)
  5. Verdächtige Meinung (suspecta)
  6. Übel klingende Meinung (male sonans)
  7. Fromme Ohren verletzende Meinung (piarum aurium offensiva

III. Was die Auswirkung (effectum), welche diese Meinung auf die Gläubigen ausüben könnte.

  1. Ärgernis erregende Meinung (scandalosa)

Hat denn Papst Johannes Paul II eine formelle Häresie in forum externum durch diese Aussage begangen? Nein, er hat der Häresie nahe Meinung (sententia haeresi proxima) öffentlich geäußert, das zweitschlimmste Vergehen also.

 Man muss bei diesen Zensuren wie bei der Bestimmung des Strafmaßes im Strafrecht denken. Im deutschen Rechtskreis besteht eine Straftat aus drei Bestandteilen::

  1. Tatbestand,
  2. Rechtswidrigkeit und
  3. Schuld.

Angenommen jemand pustet jemandem bei einem Streit ins Gesicht. Ist der Tatbestand einer schweren Körperverletzung damit erfüllt? Nein.  Jemand gibt jemanden eine leichte Ohrfeige? Körperverletzung  – ja, schwere – nein. Jemand schlägt jemanden, der vorher Box trainiert hatte mit einem Schlagring ins Gesicht. Schwere Körperverletzung? Ja.

Ebenso muss man bei der Bestimmung der theologischen Zensuren zuerst den Tatbestand bestimmen:

  1. Hat er es geschrieben.
  2. Har er es tatsächlich gesagt und es autorisiert.
  3. Hat er offiziell und nicht privat gesprochen.

Danach die Rechtswidrigkeit anhand des Denzingers und der Notae theologicae, sowie die Schuld, welche bei einem Papst, also einem studierten Theologen recht hoch ist, einzuschätzen. Dennoch muss ein Papst tatsächlich eine Häresie sensu stricto im Sinne einer sententia haeretica begehen, wie es Franziskus mehrmals in Amoris Laetitia getan hat, um der Häresie angeklagt werden zu können, was leider niemand tut.

Um auf JP2 zurückzukommen, so sagt er den muslimischen Jugendlichen, quasi seine private Meinung, indem er seinen, persönlichen Glauben mit ihnen teilt. Er tut dies mit den Worten:

Es ist also Gott, auf Den sich mein Denken bezieht und zu Dem sich mein Herz erhebt: von Gott selbst möchte ich vor allem zu euch sprechen; von Ihm, weil Er es ist, an Den wir glauben, ihr Muslime und wir Katholiken, und ich möchte zu euch auch über menschliche Werte sprechen, die ihr Fundament in Gott haben

Der Papst spricht also hier von seiner eigenen Gottesvorstellung, die leider keine katholische Gottesvorstellung ist. Und er tut dies als Papst. Dies ist dennoch immer noch keine Häresie. Unserer Meinung nach hat die assistentia negativa auch Johannes Paul II, da er Papst und kein Antipapst war, davor bewahrt formelle Häresien zu verkünden, obwohl ihm, unseres Erachtens, die zweit schlimmste theologische Zensur – der Häresie nahe Meinung (sententia  haeresi proxima) mehr als einmal zugeschrieben werden kann. Dennoch zog Gott die Reißleine und, unseres Erachtens, ist es bei JP2 zu keiner Häresie gekommen, was nicht bedeutet, dass er orthodoxe katholische Lehre lehrte. So kompliziert kann es werden nach Vat. II.

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Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


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Evangelium des XXIII Sonntags nach Pfingsten

Mt 9, 18 – 26 Während er so zu ihnen redete, kam ein Vorsteher, warf sich vor ihm nieder und sprach: „[Herr,] meine Tochter ist soeben gestorben. Aber komm und leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder leben.“ Jesus machte sich auf und folgte ihm samt seinen Jüngern. Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre am Blutfluss litt, hinter ihm heran und berührte eine Quaste seines Gewandes. Denn sie sagte sich: „Wenn ich nur sein Gewand berühre, werde ich gesund.“ Jesus wandte sich um, sah sie und sprach: „Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht.“ Von der Stunde an war die Frau gesund. Als Jesus dann in das Haus des Vorstehers kam und die Flötenspieler und die lärmende Menge erblickte, sprach er: „Gehet hinweg! Das Mädchen ist ja nicht tot, es schläft nur.“ Da verlachten sie ihn. Er aber wies die Leute hinaus und ging in das Gemach. Er faßte das Mädchen bei der Hand, und es erhob sich. Die Kunde davon verbreitete sich in jener ganzen Gegend.

Betrachtung zum Evangelium des 23 Sonntags nach Pfingsten

Flehen wir in unsern Krankheiten und Widerwärtigkeiten mit demüthigem und vertrauungsvollem Herzen Gott um Hilfe an! Erweisen wir Leidenden mit Bereitwilligkeit und Liebe Hilfe; kränken wir sie nie durch harte, rauhe Worte!

Unter den leiblichen Gütern ist die Gesundheit das größte. Sind wir dieser Wohlthat beraubt, so wenden wir uns an einen Arzt und gebrauchen die uns vorgeschriebenen Mittel! Vor Allem aber nehmen wir unsere Zuflucht zu Gott, der den Arzt erleuchten und die Heilmittel segnen muß, wenn wir die verlorne Gesundheit wieder erlangen sollen. Ergeben wir uns in den Willen Gottes! Läßt uns seine Güte die Heilkraft nicht erfahren, so wird er uns nach diesem qualvollen Leben desto glücklicher machen.

Gott heilt aber auch manchmal durch unbedeutende Dinge die schädlichsten und verältesten Übel, um seine Gnade mehr glänzen zu lassen und den Sündern Vertrauen einzustoßen. Der Glaube allein schon kann heilen, das sehen wir bei dem Weibe im heutigen Evangelium. O wär‘ auch unser Glaube so beschaffen!

Der Allmacht Jesu ist es eben so leicht, einen Todten zum Leben zurückzurufen, als es uns leicht ist, einen Schlafenden vom Schlafe aufzuwecken. Er ist Herr über Leben und Tod! — Der Schlaf ist ein Bild des Todes. Der Tod des Gerechten ist nichts anderes, als ein sanft erquickender Schlummer, der seine Seele in ein beßeres Leben bringt. Warum sollen wir ihn fürchten? Soll aber der Tod alles Schreckliche für uns verlieren, so leben wir unsträflich, so daß wir vernünftig hoffen können, den Tod des Gerechten zu sterben!

Kollekte zum 23 Sonntag nach Pfingsten

Kirchengebet.

Wir bitten Dich, o Herr! Du wollest deinem Volke seine Missethaten vergeben, damit wir von den Banden der Sünde, die wir aus Schwachheit uns selbst angelegt haben, durch deine Güte erlöset werden! Amen.

Abrechnung, Anwaltskosten und Gebetsaufruf


Antonius Einsiedler

Almosen und Abrechnung

Der Schreiber dieser Zeilen möchte freudig verkünden, dass die geforderte Summe von 2142 € zur Deckung der Anwaltskosten dank der Großzügigkeit der Leser des deutschen und der polnischen Blogs zusammengekommen ist, wofür er sich herzlich bedankt. Ob weitere Kosten anfallen werden, wird von der Entscheidung der Rechtsschutzversicherung abhängen, die schon mehrmals ihre Meinung zugunsten des Schreibers dieser Zeilen geändert hat. Darum bittet er alle in diesem Anliegen zu beten, damit Gerechtigkeit geschehen und er die Bollwerke der Finsternis bekämpfen kann.

Dieser Blog soll weiterhin kostenlos und werbefrei bleiben, indem wir auf freiwillige Spenden hoffen, deren Großzügigkeit uns manchmal überrascht. Nichtsdestotrotz verlangt die Tugend der Gerechtigkeit, dass man sich dafür revanchiert, was man empfängt und was mühsam und unbezahlt verwirklicht wurde, obwohl es eine Arbeitsleistung ist. Der Anwalt des Schreibers dieser Zeilen berechnet ja alles: jedes Schreiben, jedes Nachdenken, jedes Telefonat, jedes sich am Kopf-Kratzen, denn das ist Arbeit. Der Autor dieses Beitrags musste schmunzeln, wenn er dachte, was er schon alles allen umsonst getan hat und tut, wie bspw. seine Blogs schreiben. Er glaubt aber, dass ein Um-des-lieben-Geldes-Schreiben die Gnade Gottes in seinem Leben schmälern würde, der den Willigen umsonst gibt. Es heißt ja:

„umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“ (Mt 10, 8)

Es heißt aber auch:

„denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn“ (Lk 10,7)

wie auch:

„Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – Amen, ich sage euch: Er wird gewiß nicht um seinen Lohn kommen.“ (Mt 10, 40-42)

Der Schreiber dieser Zeilen glaubt, dass wenn er den Willen Gottes tut, Gott schon in seiner Vorsehung für ihn sorgen wird, wobei er sich auch anderer Menschen bedienen kann, die erst dann helfen können, wenn sie von der Not wissen. Um von seiner Not zu berichten, muss er aber eine Scham überwinden, was ihm wirklich sehr schwer fällt, weswegen die Bettelaufrufe auf diesem Blog so selten vorkommen. Manchmal hat man aber, wie im Falle dieser Anwaltsrechnung das Messer an der Kehle und dann muss man wirklich um Hilfe schreien.

Dennoch wollen wir, wie Father Ripperger, dessen Seite wir herzlich empfehlen, unsere Leser bitten für einen jeden Beitrag, den man sich ausdrucken oder per Email verschicken kann:

  1. entweder 1 EUR pro gelesenen Beitrag an unser Paypal- oder Bankkonto zu spenden,
  2. oder einen Zehner des Rosenkranzes in der Intention des Autorin, des Autors oder des Übersetzers zu beten,
  3. oder um eine freiwillige Abtötung in der Intention des Autorin, des Autors oder des Übersetzers zu leisten.

Nicht jeder hat Geld, aber jeder kann beten (ein Rosenkranzzehner dauert weniger als 5 Minuten) und jeder kann sich abtöten. Gebet ist spürbar, fremde Abtötung auch und dies sind zugleich mit dem Almosen die gängigen Mittel des Gnadenaustausches innerhalb der Kirche. Wenn Sie wollen, dass wir für Sie schreiben, dann müssen Sie uns am Leben halten: sei es finanziell, sei es mit Gebet, sei es mit Ihrer Abtötung. Sie alle, ob Sie 1., 2. oder 3. leisten werden in der Tridentinischen Messe in Fontgombault berücksichtigt werden.

Dämonische Angriffe als die Pädagogik Gottes

All unsere Mitarbeiter haben starke Anfechtungen und manche persönliche Probleme, die umso stärker werden, je wichtiger der Text ist, an dem sie schreiben. Ja, es gibt nichts umsonst. Zurzeit übersetzen drei Leute denselben Text in zwei verschiedene Sprachen und alle drei haben oder hatten mit sehr schweren dämonischen Angriffen und äußeren Anfechtungen zu kämpfen. Fazit: dieser Text wird sehr gnadenreich wirken, sonst würde der Teufel sich nicht so wehren und Gott würde es nicht zulassen.

Warum lässt Gott das Wüten des Feindes zu?

Im Rahmen der Gerechtigkeit. Durch jede gute Tat, besonders intellektueller oder spiritueller Natur, wachsen wir selbst in der Gnade. Solch ein Text wird, falls er nicht gelöscht wird, jahre- und jahrzehntelang von Tausenden von Menschen gelesen werden, Internet macht es möglich, vielleicht wird manches auch als Buch verlegt werden, sodass sich das Wahre, Gute und Schöne, so hoffen wir, sich nicht nur unter denen verbreitet, die es lesen werden, sondern auch unter denen, die mit den Lesern Kontakt haben werden, weil sich die Leser, so hoffen wir, zum Positiven hin ändern werden. Gäbe es vorher kein „dämonisches Beißen“, wie z.B. Arbeitsverlust, Gerichtstermine, Prozesse, mögliche Schulden und andere unabsehbare Konsequenzen, dann würde es uns viel zu gut gehen und wir kämen nicht umhin stolz zu werden, uns alles zuzurechnen, wodurch wir kein Verdienst vor Gott hätten. Es gibt also immer einen Preis, der bezahlt werden muss, was Hl. Paulus auch wusste, indem er schrieb:

Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt. (Kol 1, 24)

Ja, die Freunde Gottes werden aufgefordert mit Christus zu leiden und das ist auch der Grund, warum die Heiligen so viel litten und ein so schweres Leben hatten. Sie haben es sich selbst nicht ausgesucht, Gott hat es für sie ausgesucht und fragte sie:

Willst Du mit mir den Kelch teilen?

Man kann auch „Nein“ antworten, aber dann bleibt man an der Stelle, verliert Gnade und das Wahre, Gute und Schöne verteilt sich nicht auf die Kirche und anschließend auf die Welt. Deswegen schreibt und sagt Steven Skojec, dass sowohl er selbst als auch viele, die er kennt, im Bergoglio-Pontifikat durch schreckliche Prüfungen gehen, die wirklich völlig unerwartet kommen. Der Schreiber dieser Zeilen hat dieselben Erfahrungen, die Mitarbeiter unserer Blogs ebenso.

Warum verließ das Christentum die Katakomben und wurde legal?

Weil so und so viele Märtyrer ihr Leben hingegeben haben, was eine Dimension der Heiligkeit erzeugte vor denen die Heiden und die Dämonen kapitulieren mussten. Die Zeit der Verfolgung war auch die Zeit der größten Wunder und von diesem Kapital zehrt die Kirche bis heute. Nicht nur Christus musste sein Leben hingeben, seine Jünger auch. Nicht von jedem verlangt Christus ein rotes Martyrium, in dem man buchstäblich Blut vergießt. Ein weißes Märtyrium mit kleineren Leiden tut es auch. In der Zeit des Abfalls, wo sich kein Kardinal, kein Bischof und nur ganz wenige Priester gegen die Häresien des Papstes wenden, ist es mehrheitlich Laien und einigen Bloggern zu überlassen, für die Kirche zu leiden und zu kämpfen. Ja, für die katholische Kirche gegen die Bergoglio-Kirche. So weit ist es gekommen, seit Vat. II! Ja, es ist eine Schande und deswegen muss Gott diejenigen, die Ihm treu sind härter prüfen, wie ein guter Trainer, der das Beste aus dem Sportler herausholt. Aber das Leiden ist ein unschätzbares Kapital, das die Kirche auferbaut und auferbauen wird.

Der Teufel erfüllt auch nur den Willen Gottes und zwar nur soweit, wie Gott ihn zulässt. Es lässt sich nach hl. Thomas von Aquin sagen, dass die Engel die Wirklichkeit instantan (unverzüglich, augenblicklich) und intuitiv wahrnehmen (Summ. Theol. IaIaeq. 58),[1] so erkennen sie vieles auf einmal (IaIaeq. 58, a.2), sie erkennen auch künftige Ereignisse (IaIaeq. 57, a. 3 ), zumal es die Zeit als solche nicht gibt, wie die moderne Physik auch sagt, sondern die Zeit nur die menschliche Erkenntnis der Bewegung zwischen Vorher und Danach ist, um es mit Aristoteles zu sagen. Da die Erkenntnis der Engel auch auf die gefallenen Engel, scil. die Dämonen, zutrifft, so erkennt der Dämon, indem er die Konsequenzen einer Handlung (z.B. eines Artikels) schnell berechnen und voraussehen kann, wie viel Gutes dabei herauskommt und demnach will er proportional dazu „zubeißen“. Gott lässt ihn, aber wohl nicht in diesem Ausmaß wie der Dämon es gerne hätte, sonst würden wir es nicht überleben. Der Dämon quält sein Opfer dadurch, dass er ihm seine eigenen Gefühle wie Hass, Neid, Angst, Zorn zuteilen lässt und zwar in einem Ausmaß, welches die Natur des jeweiligen Menschen übersteigt. So hatte der Schreiber dieser Zeilen, heute am 10.11.2017 gegen 9 Uhr eine wunderbar ruhige Zeit, die abrupt in starke Angstzustände überging als er gegen 10:30 zwei Telefonanrufe in seinen rechtlichen Angelegenheit tätigte, die weitgehend positiv verlaufen sind und die sich aber sehr gesteigert haben, seit er angefangen hat gegen 11 Uhr diesen Aufsatz zu schreiben. Nachdem aber die Strategie der Dämonen gegen 12:20 abgehandelt wurde, verschwanden die Angstzustände so plötzlich wie sie gekommen waren. War es natürlich? Nein, denn der Schreiber dieser Zeilen ist nicht ängstlich, er wusste schon manche Situation zu meistern, es ist der Dämon, der sich fürchtet, entlarvt zu werden. Dies ist eine ständige Erfahrung: gibt man eine antidämonische Waffe preis, wird man zuvor sehr gequält. Diese Ängste oder andere negativen Gefühle haben eine Anlauf- und Abklingphase, wie bei normalen Gefühlen, sie fangen gleich auf der Maximalskala an und hören plötzlich auf.

Was mindert sie?

Geistliches, eigenes Gebet und wenn für einen gebetet wird, Messe, Hl. Kommunion, Anbetung. Sie werden wohl alle ähnlichen Erfahrungen haben oder haben werden, so ist es gut diese Dynamik kennenzulernen und die Bewegung der Geister, des guten Geistes und des bösen Geistes zu beobachten. Wie wir schon bei unserer Reihe zu Kardinal Bona geschrieben haben:

Nicht alles, was wir empfinden, kommt von uns selbst!

Daher müssen Sie ihre Gedanken und Gefühle nüchtern analysieren, um geeignete geistliche Gegenmittel anzuwenden. Rosenkranz hilft immer, denn dort wo die Mutter Gottes ist, flieht der Feind.

Konkretes

Der Schreiber dieser Zeilen hat sich vorgenommen ab 9.11.2017 jeden Abend bei den Konten nachzuschauen und für jeden Spender, nicht nur für den Spender der Anwaltskosten, die Gebete aus dem Rituale von Biburg zu verrichten. Er spürt, dass diese Gebete sehr gnadenvoll sind und den Spendern viel Licht und Gnade zuteilwerden lassen. Aber Initialen werden vorerst nicht genannt werden, dennoch soll jeder Spender wissen, dass für ihn oder für sie eigens gebetet wird und seiner oder ihrer bei der monatlichen tridentinischen Messe in Fontgombault gedacht wird.

  • Der Schreiber dieser Zeilen bittet für die positive Entscheidung seiner Rechtsschutzversicherung zu beten.
  • Sowie die o.a. Punkte (1) bis (3) zu berücksichtigen, damit Sie nicht im Fegefeuer bedauern müssen:

Ich hätte mich revanchieren können und habe es doch nicht getan!

Amen.

[1] Diekamp-Jüssen, Katholische Dogmatik, Will 2011, 377.

 

Auxilium christianorum, Lateranbasilika und heilige Räume


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Kirche als der Ort der Anwesenheit Gottes

Durch die göttliche Vorsehung herbeigeführte, obzwar nicht geplante Weise, erscheint der zweite Teil unserer Auxilium christianorum-Ecke genau am 9. November, an dem die Kirche die Weihe der Lateranbasilika (unteres Bild) begeht. Was hat es denn mit der Lateranbasilika auf sich?

Lateranbasilika

Es war die erste Kirche der Christenheit, welche nach der Konstantinischen Wende geweiht wurde. Lesen wir die Lesungen der zweiten Nokturn des Tridentinischen Breviers, der Gott sei Dank, schon auf Deutsch vorliegt:

Lesung 4

Die Gebräuche, die bei der Weihe von Kirchen und Altären die römische Kirche beobachtet, hat zuerst Papst Silvester angeordnet. Denn wenn es auch von den Aposteln an gottgeweihte Stätten gab, die von den einen Gebetshäuser, von den anderen Kirchen genannt wurden, wo die gemeinsamen Gottesdienste an den ersten Tagen nach dem Sabbat stattfanden, und das christliche Volk zu beten, das Wort Gottes anzuhören und die Eucharistie zu empfangen pflegte, so wurden sie doch nicht mit so feierlichen Gebräuchen eingeweiht und es war in ihnen noch kein mit bestimmter Benennung bezeichneter Altar errichtet, der mit Chrisam gesalbt unsern Herrn Jesus Christus, der Altar, Opferlamm und Priester ist, sinnbildlich darstellte.

Lesung 5

Als aber Kaiser Konstantin durch das Sakrament der Taufe Genesung und Heil erlangt hatte, da erst wurde durch ein von ihm erlassenes Gesetz auf der ganzen Welt gestattet, dass die Christen Kirchen bauen durften, die er nicht bloß durch den Erlass, sondern auch durch eigenes Beispiel zu der heiligen Bauarbeit ermunterte. Denn in seinem Palast auf dem Lateran weihte er eine Kirche dem Heiland und im Anschluss an diese baute er eine Basilika zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers, an der Stelle, wo er selbst vom heiligen Silvester getauft und von dem Aussatz des Heidentums gereinigt wurde, und diese weihte der genannte Papst am 9. November ein; und das Andenken an diese Einweihung wird am heutigen Tage gefeiert, wo zuerst in Rom in öffentlicher Weise eine Kirche eingeweiht und ein an der Wand gemaltes Bild des Heilands dem Volke sichtbar geworden ist.

Lesung 6

Wenn nun auch der heilige Silvester später bei der Einweihung des Altars zu Ehren des Apostelfürsten verordnete, dass in Zukunft nur steinerne Altäre errichtet werden sollten, war doch der Altar in der Lateranbasilika aus Holz hergestellt; und das ist nicht zu verwundern. Denn da vom heiligen Petrus an bis auf Silvester die Päpste wegen der Verfolgungen sich an einem bestimmten Orte nicht festsetzen konnten, feierten sie, wohin sie gerade das Bedürfnis hinlenkte, entweder in den Grabkammern oder an den allgemeinen Beerdigungsstätten oder in den Häusern der Gläubigen über jenem hölzernen, nach Art eines Kasten ausgehöhlten Altar das heilige Opfer. Als der heilige Silvester diesen Altar, nachdem der Kirche der Friede wiedergegeben war, zu Ehren des Apostelfürsten, der auf ihm das heilige Opfer dargebracht haben soll und der übrigen Päpste, die bis zur damaligen Zeit ihn bei den heiligen Feiern benutzt hatten, in der ursprünglichen Laterankirche hatte aufstellen lassen, verordnete er, dass auf ihm außer dem römischen Bischof niemand das Messopfer feiern solle. Nachdem diese Kirche durch Brände, Plünderungen und überdies durch Erdbeben auseinandergefallen und zerstört, von den Päpsten in eifriger Sorge wiederhergestellt und später mit neuem Aufwand aufgerichtet worden war, weihte sie Papst Benedikt XIII. aus dem Predigerorden am 28. April des Jahres 1726 ein und setzte fest, dass das Andenken an diese Feier am heutigen Tage zu begehen sei. Was aber schon Pius IX. auszuführen beschlossen hatte, besorgte Leo XIII., indem er den großen Rundbau, der infolge des Alters baufällig war, mit außergewöhnlichem Aufwand erweitern und geräumiger machen, und die alte, in vielen Teilen schon erneuerte Mosaikarbeit nach dem alten Muster wieder herstellen und in die neue in herrlicher, kunstvoller Weise ausgeschmückte Apsis übertragen, das Seitenschiff nach Ausbesserung der Decke und des Balkenverbandes verschönern ließ im Jahre 1884 und eine Kapelle, ein Haus für die Kanoniker und eine zusammenhängende Säulenhalle zum konstantinischen Taufbecken anbaute.

Ja, liebe Leserinnen und Leser, bei der Weihe der Lateranbasilika ist wirklich ein Christusbild auf der Wand wunderbar erschienen, weil Christus dadurch deutlich machen wollte, dass er wirklich in dieser Kirche zugegen sein wird. Die wunderbaren Lesungen der ersten Nokturn des heutigen Festes, welche vom himmlischen Jerusalem berichten, zeigen seine verschiedenen Bauteile, zu denen auch Edelsteine gehören.

Woraus wird eine Kirche spirituell gebaut?

Aus Heiligen, welche die Einwohnung Gottes auf Erden darstellen und welche mit verschiedenen Tugenden, wie mit Edelsteinen, leuchten. Eine Kirche spiegelt, nach katholischer Theologie, das himmlische Jerusalem, sprich die himmlische Kirche wieder und eine jede Messe ist eine Teilnahme an der göttlichen Liturgie, wie sie im Himmel gefeiert wird. Ja, ja, nachdem wir jetzt herzlich gelacht haben und an unsere kümmerlichen Kirchen und Novus Ordo Gottesdienste gedacht haben, kommen wir dazu festzustellen, dass seit dem Konzil die Kirchen wirklich schrecklich durch die Novus Ordo Liturgie entweiht werden. Denn diese Liturgie ist nicht mehr Gott zentriert, sondern sie konzentriert sich auf dem Menschen. Es geht ja um das „Miteinander“ und das Schunkeln, bei dem, alle „mitmachen“ sollen. Je mehr der Schreiber dieser Zeilen in seinem geistlichen Leben wächst, desto mehr stellt er fest, wie sehr Novus Ordo Gott beleidigt. Eine Kirche ist ein Ort, wo sich Gott lokal und wesenhaft im Tabernakel niederlässt, damit wir Menschen, die wir leib-geistlich sind, Ihn dort aufsuchen und finden können. Eine Kirche ist ein Haus Gottes. So spricht das Gebet am Tage der Weihe einer Kirche (II), natürlich im Alten Ritus, folgendes:

O Gott, alles hältst Du auf unsichtbare Weise umschlossen; und doch offenbarst Du sichtbar die Zeichen Deiner Macht zum Heile des Menschengeschlechts; erfülle diesen Tempel mit dem Glanze Deiner machtvollen Gegenwart und gewähre, dass alle, die sich hier zum Gebete versammeln, die Gnaden Deines Trostes erlangen, aus welcher Trübsal sie immer zu Dir rufen mögen. Durch unseren Herrn etc.[1]

Gott ist allgegenwärtig. Er braucht keine Kirchen, wir hingegen schon.

Wie wird denn ein Gebäude zu einer Kirche?

Durch sehr viele und gründliche Weihen: der Steine, des Inneren, des Äußeren etc., aller sakralen Gegenstände, Paramente etc. Eine vorkonziliare Kirchenweihe, die natürlich vom Bischof durchgeführt werden musste, dauerte bei guter Organisation und Kondition über drei Stunden. Alles Materielle wurde dem weltlichen Gebrauch entzogen und Gott übergeben, also geweiht.

Die Dynamik der Entweihung

Wie entweiht man etwas?

Genau umgekehrt, indem man etwas, was ausschließlich zum sakralen Gebraucht bestimmt wurde, weltlich gebraucht, z.B. Cola aus einem Messkelch trinkt. Es ist ein Sakrileg und eine schwere Sünde, natürlich, aber nach dem Konzil wurden die Kirchen systematisch mehr und mehr zweckentfremdet bis zu einem Restaurant hin, wie neulich in Bologna unter Papst Franziskus, wobei die Geschichte von Balthasar in den Sinn kommt mit dem Mane-Tekel-Fares. Aber auch wenn in Ihrer Kathedrale keine Tische für die „Armen“ und keine Dixie-Toiletten aufgestellt werden, dann gibt es doch sicherlich permanent irgendwelche Ausstellungen, Aktionen oder Aushänge, die immer mehr Platz einnehmen. Man lässt jeden in die Kirche rein, der seinen Sündenschmutz in den ehemals heiligen Raum mitbringt. Als der Schreiber dieser Zeilen im Kloster und der Abtei Fontgombault war, wurde ihm klar, dass auf diese heilige Atmosphäre dort alle Mönche hinarbeiten und dass die Sünde eines Einzelnen die dort „produzierte“ Heiligkeit mindert. Deswegen werden auch die Klostergäste nicht überall rein gelassen, damit sie ihren „Sündenschmutz“ nicht in den heiligen Räumen verteilen. Ein Mönch, der danach gefragt wurde, hat es spontan bestätigt, ein wenig verwundert, woher der Schreiber dieser Zeilen von dieser Dynamik weiß. Aber so ist es nun mal. Sie lassen auch nicht jemanden mit schmutzigen, von Kot beklebten Schuhen auf Ihren weißen Teppich im Wohnzimmer gehen. Er muss die Schuhe ausziehen oder kommt nicht rein. Im Geistlichen ist es genauso, obwohl wir es nicht immer spüren. Und dazu dient diese nachkonziliare „offene“ Kirche, diese Gelage des Franziskus der Profanierung des sakralen Raumes. Bei den Bußen in der Alten Kirche durften manche Büßergruppen erst ganz am Ende die Kirche überhaupt betreten, damit sie diese nicht entweihen. Es ging dabei nicht um den „sozialen Ausschluss“, wie es Ihnen die bürstenschnittige Pastoralassistentin sagen würde. Denn man verkehrte in täglichen Leben notgedrungen mit Büßern, da sie nicht exkommuniziert waren. Aber die heilige Liturgie, auf die so viele Heilige, Bekenner und Märtyrer hingearbeitet haben, durften diese nicht schänden.

Wer schändet die Kirche am meisten?

Ein in schwerer Sünde lebender Priester, Bischof, Kardinal, Papst, ein Konkubinarier, Homosexueller, Pädophiler, Satanist. Ja, in dieser Reihenfolge, denn diese Menschen sind zerstörerisch wie eine wandelnde Radioaktivität. Weil sie leider unsere Bischofskonferenzen und Ordinariate bevölkern, sieht es so aus, wie es aussieht und wir haben diese drückende Dunkelheit in unseren Kirchen, die wir haben, da sehr oft satanische Rituale unterhalb der Kirchen praktiziert werden. Um zu entweihen und die „Macht“ umzukehren.

Heiligkeit auch bei Novus Ordo

Wir müssen dennoch zur Messe, auch Novus Ordo, gehen, solange es diese noch gibt und ein wenig Heiligkeit wird uns auch dort durch die Wandlungsworte zuteil. Eine unserer Leserinnen, die selbst mystisch begabt ist, die verschiedene paranormale Erfahrungen hatte, die über einen sehr guten sensus fidei samt gesunden Menschenverstand verfügt, berichtete, dass ihre autistische Tochter im Vorschulalter im Gegensatz zu den Vetus Ordo Messen, bei Novus Ordo Messen sehr unruhig ist, ständig an etwas herumspielt und sich erst beim Eucharistischen Hochgebet, wie jetzt der Kanon heißt, und bei den Wandlungsworten beruhigt. Bei der Tridentinischen Messe ist sie hingegen sehr andächtig und ruhig. Da autistische Kinder überhaupt nicht lügen können und auch für das Spirituelle (ab 32:40) sehr empfänglich sind, so kann man davon ausgehen, dass dieses Kind die objektive Heiligkeit, welche die Messen verschieden ausstrahlen, spürt. Der Schreiber dieser Zeilen ist kein Autist, sein sensus fidei ist erst in den letzten Jahren gewachsen, seit er die Vergleichsmöglichkeiten mit der Tridentinischen Messe hat, aber er empfindet es genauso: es ist die Wandlung, falls vorhanden und gültig, welche Gott auch in Novus Ordo anwesend macht. Gehen Sie also zur Messe solange es diese noch gibt.

Heilige Räume zuhause schaffen

Aber Sie können auch bei sich zuhause heilige Räume errichten, welche Ihnen niemand entweihen wird, wenn Sie ihn nicht ins Haus lassen. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich sehr gefreut, als der den zweiten Teil der Auxilium christianorum-Ecke schrieb, weil er ahnte, dass es den Lesern helfen wird etwas Konkretes für ihr Heil zu tun und bei all den negativen Nachrichten, wie sie auf katholisches.info, bei onepeterfive.com oder auch bei uns zu finden sind, nicht zu verzweifeln. Sicherlich würden diese Portale etwas Positives schreiben wollen, wenn es etwas gäbe. Es gibt aber nichts, es ist der Niedergang. Wir können uns dennoch die Figuren kaufen, sie weihen lassen, eine geweihte Kerze brennen lassen und schon dadurch Heiligkeit zuerst für uns selbst und dann für die Kirche und die Welt generieren. Und was kann uns Bergoglio tun? Gar nichts! Wie viele Einsiedler sind erst durch die arianische Krise zu Heiligen geworden, weil sie sich, wie Paulus der erste Einsiedler, irgendwo verkrochen. So ist das monastische Leben erst entstanden, weil fast alle Geistlichen vom Glauben abgefallen sind, wie jetzt ja auch. Hätten sie mehr Angst vor den ewigen Höllenquallen als von einer zeitweiligen Suspendierung oder vom Zorn des Bischofs, der Amoris Laetitia unterstützt, dann würden sie anders handeln. Denn Gott ist sehr gerecht: er gibt eine Aufgabe, ein Amt, eine Verpflichtung und wenn man versagt, wird man entsprechend abgestraft. Direkt proportional zum unterlassenen Guten und zum gewirkten Bösen. Durch das Schweigen unserer Priester, Bischöfe, Kardinäle etc. gehen massenweise Seelen in die Hölle, „wie Schneeflocken“, sagte die echte Schwester Lucia von Fatima. Und all diese verdammten Seelen werden ihre Hirten in Ewigkeit hassen und sie bestrafen, wenn sie selbst in der Hölle landen. Wenn man sich davor nicht fürchtet, dann bedeutet es, dass man nicht an die Hölle glaubt. Wenn man an die Hölle nicht glaubt, dann glaubt man an vieles andere auch nicht und wird eine große Überraschung erleben, indem man dort landet. Es ist wirklich eine normale Entwicklung, dass die Gottesfurcht mit dem geistlichen Fortschritt wächst, weil man Gott immer mehr kennenlernt, um festzustellen, wie erhaben und heilig er ist.

Schönheit außerhalb unserer Kirchen vorhanden

Als der Schreiber dieser Zeilen die verschiedenen online-Geschäfte nach Marien-und St. Erzengel Michael Statuen durchforstete, um den Lesern etwas vorstellen zu können, so stellte er überrascht fest, dass es einen großen Markt für geschmackvolle Devotionalien gibt, da es anscheinend viele Handwerker gibt, die diese herstellen und zwar in jeder Hülle und Fülle.

Wer kauft es denn?

Ein paar kleinere Figuren werden wohl durch das Zutun unseres Blogs gekauft werden, aber die meisten Madonnen fangen bei 20 cm oder 40 cm an, manche sind über ein Meter groß und sie sind wohl alle für Kirchen, Kapellen oder katholische Einrichtungen gedacht.

Warum findet man sie denn nirgends in D, A und CH?

Der Schreiber dieser Zeilen musste noch niemals eine Kirche oder Kapelle einrichten und kennt sich dementsprechend auf dem Devotionalienmarkt nicht aus, er dachte aber bis ca. vor 3 Tagen wirklich, dass die Kirchen, Kapellen und katholische Einrichtungen deswegen so grauenhafte Figuren, Statuen etc. haben, weil es schlichtweg nichts Besseres gibt. Er dachte, dass durch „die Moderne“ die Pfarrer oder Leute, die diese Räume einrichten, keine andere Wahl haben als das am wenigsten Schlimme zu kaufen. Er war in ein paar Wahlfahrtsorten, wo überall ein grauenhafter Kitsch herum spukte und dachte, dass es wohl anders nicht geht. In seiner Heimat ist es noch kitschiger, da über 90% der Priester vom Dorf kommt und leider nicht die entsprechende ästhetische Schulung von Haus aus mitbringt. Er dachte also, dass die hässlichen Kirchen:

  1. dem Angebot des Marktes,
  2. dem ungelernten Geschmack der Priester

zu verdanken sind. Es stellt sich aber heraus, dass es durchaus schöne, wertige und sakrale Dinge und Gegenstände zu kaufen gibt, welche aber nicht den Weg in unsere Kirchen, Kapellen und katholische Einrichtungen finden und zwar nicht deswegen, weil  Leute, die sie von Amts wegen kaufen, ungelernt und ästhetisch ungebildet sind (in D, A, CH sind sie es wirklich nicht), sondern sie werden deswegen nicht gekauft, weil die Priester, Bischöfe, Akademieleiter etc., die über das entsprechende Budget verfügten, dermaßen lange in schwerer Sünde leben, dass ihnen das Schöne als das Hässliche vorkommt, weil ihr „inneres Auge“, um es mit Plato zu sagen, dermaßen vom Teufel verformt wurde, dass die wahre Schönheit, die von Gott kommt, sie gleichsam verbrennt. Joseph Sciambra (Warnung ein! Der verlinkte Aufsatz ist wirklich nichts für schwache Mägen und Nerven. Der Schreiber dieser Zeilen las ihn auch nicht zu Ende. Warnung aus!), ein ehemaliger Homosexueller und Satanist, erzählt, dass der Teufel seine Wahrnehmung dermaßen veränderte, dass das Abscheuliche und Hässliche ihm besonders begehrenswert erschien, was die Frage beantwortet, wie man solche Perversionen überhaupt praktizieren kann. Nicht jeder katholischer Akademieleiter ist, so hoffen wir, ein homosexueller Satanist, aber alle haben eine Vorliebe für das abstrakte Unsakrale, das die katholischen Akademien schmückt und sie würden sich eine Barockmadonna höchstens als ein Teil einer Installation ins Haus stellen lassen, welche die Mutter Gottes verfremdet und profaniert. Ja, Sünde, besonders Häresie die intellektuelle Sünde schlechthin, ist wie Radioaktivität, sie zersetzt Sie von innen, indem sie auch Ihre Wahrnehmung und Ihr Sinn für die Schönheit beinflußt. Oder gefällt Ihnen so etwas?

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Dresdner Märtyrer

 

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Warum muss eine Madonna, bei der Ihr Pfarrer „Na, geht gerade noch“ sagen würde so aussehen?

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Und nicht so?Madonna alt

Ist die erste, die unvollendete, bei der man viel Phantasie einsetzen muss um überhaupt eine Madonna zu erkennen wirklich „zeitgemäß“? Nein, wir schreiben 2017 und solche Skulpturen gab es in den 1920-gern, es ist also auch alt. Aber 9 von 10 gefragten Personen wird die alte Madonna mehr gefallen, insbesondere wenn sie praktizierende Katholiken danach fragen werden.

Warum ziehen die modernen, alt-liberalen Priester die Madonnen vom Typ „Ufo oder sonst was“ vor?

Weil der Teufel die Menschwerdung von der Jungfrau Maria hasst. Er hasst das Tatsächliche, das Konkrete, das Schöne, welches die Mutter Gottes – als die „Schönste aller Frauen“ -ausstrahlte. Er hat Angst vor ihr und will deswegen ihre Ehre mindern, indem er sie als etwas Abstraktes darstellen lässt. Er will keine Detailtreue, wie bei den Alten Meistern, weil jedes Detail ihres Lebens uns das Heil brachte. Da jedes Detail aus dem Leben Christi und Maria (siehe Rosenkranz) der Erlösung der Menschen diente, so möchte der Teufel diese Details uns ersparen. Welche Madonna regt denn mehr zum Betrachten der Geheimnisse des Lebens Mariä und Jesu an? Die erste oder die zweite? Vor der ersten können Sie und wollen Sie gar nicht beten und darum geht es doch. Gefallene Priester sind wirklich wie Dämonen. Sie hassen alles, was sie an die Heiligkeit Gottes und an ihren eigenen Abfall erinnert. Wir haben also dermaßen hässliche Kirchen, Paramente und Devotionalien in unseren Kirchen, Kapellen und katholischen Einrichtungen, weil diese und keine anderen dem Geschmack der abgefallenen und gefallen Geistlichen und Theologen entsprechen. So einfach ist es. Interessanterweise finden Sie bei den von uns vorgestellten Online-Shops, wir hatten nicht die Zeit alle durchzusuchen, dieses schreckliche moderne Zeug entweder gar nicht oder in einer verschwindend geringen Anzahl, was davon zeugt, dass die normalen Konsumenten für ihr eigenes Geld die grauenvollen Ufo-Madonnas gar nicht kaufen. Diese werden zu überhöhnten Preisen, denn es sind ja Staatsaufträge, von der Kirchensteuer gekauft, damit sie uns in der Kirche erschrecken und aus der Kirche vertreiben. Der Pfarrer der Heimatgemeinde des Schreibens dieser Zeile gab nach fünf Jahren Verhandlungen mit dem Pfarrgemeinderat ein Kreuz in Auftrag, welches gut versteckt in den Büschen vor der Kirche steht, kein Corpus hat, dafür im Inneren eine Art Wunde oder vulva (pardon) aufweist und welches 20.000 € gekostet hat, da es bei einem „Künstler“ in Auftrag gegeben wurde. Dieses Kreuz passt wunderbar zu einer phallischen Woge, die sich am Hauptaltar befindet.St. petrus

Der Schreiber dieser Zeilen ist kein Perverser und sieht nicht überall Genitalien, wo sie nicht sind, aber welche Assoziationen haben Sie denn bei diesem Bild, wenn Sie es außerhalb des Kirchenkontexts sehen würden? Es ist wie bei den Disneyfilmen, diese Symbole sind überall, um uns zu sexualisieren und zu desensibilisieren. Und das neue Gotteslob?

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Zeichnen Sie sich um dieses komische Kreuz weibliche Rundungen und Sie werden wissen, wofür es steht. Wir übertreiben? Ach wirklich, dann sehen Sie hier, hier und hier, sowie unten hier.  Es sind okkulte Symbole, die als Anti-Sakramentalien wirken und wofür man ein okkultes Wissen braucht, um sie so und nicht anders zu entwerfen. Wer hat dieses Wissen? Okkultisten und Satanisten in unseren Bischofskonferenzen. Auch wenn Sie meinen, dass diese Beispiele zu weit hergeholt sind, so muss man doch sagen, dass solche Kreuze absolut in der katholischen Tradition präzedenzlos sind. Warum kein normales Kruzifix reinstellen? Darum.

 

Selbsthilfe ist angesagt

Ja, wir werden überall von der dämonischen Hässlichkeit umzingelt und deswegen müssen wir in Selbsthilfe uns unsere Hausaltäre oder Auxilium christianorum– Ecken schaffen, um geistlichen Sauerstoff zu tanken. Ann Barnhardt schlägt sogar vor tragbare Altäre zu kaufen, wobei wir bei Petrus und seinem hölzernen Altar vom Anfang dieses Beitrags wären, damit mehrere Familien sich die Messe von einem verbannten Priester zelebriert, dadurch sichern können.

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Ann Barnhardt ist Amerikanerin und das do it yourself gewohnt, wobei sich mehrere katholische Familien mit einem Priester, der gleich nach seiner altrituellen Weihe natürlich auf einem Pferd von den Traditionalisten entführt wurde, in den Wäldern von Oregon oder sonst wo niederlassen können, ohne dass sich ihnen jemand bis auf Schussweite nähert.  Der Schreiber dieser Zeilen kommt aus einem Land, in dem man sich in Krisenzeiten der fremden Invasion sehr gut organisieren kann und kein Problem mit der zeitweiligen Illegalität hat. Aber er hält es für ausgeschlossen, dass seine deutschen und österreichischen Leser, die Schweizer schon eher, die haben ja die Berge, auf die Idee kommen sich einen Priester zu „organisieren“ und einen tragbaren Altar zu kaufen, um sich die Alte Messe zu sichern, wenn es hart auf hart kommt. Härter als in Deutschland und in Österreich kann es gar nicht kommen, denn heute ist es so, wie es ist, weil man seit 50 Jahren der Obrigkeit vertraute und sich nicht wehrte. Ferner haben wir wirklich keine guten Priester, für die sich solch ein Kauf lohnen würde. Diese müssten sich auch trauen, was sie ja nicht tun, weil sie ungläubig sind und so schließt sich der Kreis. Aber die Bergoglio-Krise wird härter werden, die „neue ökumenische Messe“ wird kommen, sie wird höchstwahrscheinlich ungültig sein und dann wird wohl der eine oder andere konservative Priester umdenken und zu einem Traditionalisten werden. Deswegen sollten wir schon die entsprechenden Adressen haben und einen Schritt weiterdenken. Aber eins nach dem anderen zuerst richten Sie Ihre eigene Gebets-Ecke ein, ihre Auxilium christianorum-Ecke und dann sehen Sie weiter. Dominus providebit! (Der Herr wird vorsorgen!)

[1] Schott, Das vollständige Römische Meßbuch, Goldach 2006 [Nachdruck von Beuron 1961], [77].

Meine Auxilium christianorum – Ecke: Einführung (2 von 2)


auxilium christianorum 3

Nachdem Sie sich jetzt die Marien- und die St. Erzengelstatue sowie die notwendigen Kerzen oder Teelichter gekauft haben, kommen Sie zum schwierigeren Teil des Programms. Sie müssen nämlich einen Priester dazu bringen Ihnen diese Andachtsgegenstände auf Lateinisch nach den Segenstexten aus dem Rituale romanum segnen zu lassen. Die Tricks und Kniffe, wie man es machen kann, haben wir schon hier dargestellt, die Segensgebete sind hingegen hier u finden.

Bevor wir die Schwierigkeiten darstellen zuerst die gute Nachricht. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich doch tatsächlich seine Statuen samt ein paar Kerzen von einem jungen Novus Ordo Priester auf Lateinisch segnen lassen, seinen gesamten Kerzenvorrat hingegen, ebenfalls auf Lateinisch von einem älteren Priester, bei dem er regelmäßig beichtet. Es ist also möglich. Dennoch haben unsere Leser, auch die polnischen Leser, denen diese Tipps zuerst präsentiert wurden, eine Heidenangst davor sich mit dem eigenen Pfarrer anzulegen, aus der Sakristei rausgeworfen zu werden und anderen Unangenehmlichkeiten zu erfahren. Der Teufel schürt diese Ängste, aber man muss sich auch darauf einstellen, dass die Sache auch so verlaufen kann.

Kirchenrechtliche Argumente

Deswegen ein paar kirchenrechtliche Argumentationshilfen für den Härtefall:

  1. Sie haben als ein Gläubiger Recht darauf Ihre Sakramentalien segnen zu lassen, so sagt das Kirchenrecht (CIC 1983):

Kann. 213 – Die Gläubigen haben das Recht, aus den geistlichen Gütern der Kirche, insbesondere dem Wort Gottes und den Sakramenten, Hilfe von den geistlichen Hirten zu empfangen.

  1. Sie haben das Recht Ihre Rechte, bspw. das Recht sich die Sakramentalien segnen zu lassen, geltend zu machen:

Kann. 221 § 1  – Den Gläubigen steht es zu, ihre Rechte, die sie in der Kirche besitzen, rechtmäßig geltend zu machen und sie nach Maßgabe des Rechts vor der zuständigen kirchlichen Behörde zu verteidigen.

  1. Das Segnen der Sakramentalien ist eine priesterliche Aufgabe, die Segnung durch Laien lassen wir außen vor, denn diese wirken nicht:

Kan. 1168 – Spender der Sakramentalien ist der Kleriker, der mit der erforderlichen Vollmacht ausgestattet ist; einige Sakramentalien können gemäß den liturgischen Büchern nach dem Ermessen des Ortsordinarius auch von Laien gespendet werden, welche die entsprechenden Eigenschaften haben.

  1. Den Sakramentalien, auch wenn sie den Laien gehören, gebührt Respekt:

Kan. 1171 – Heilige Sachen, die durch Weihung oder Segnung für den Gottesdienst bestimmt sind, sind ehrfürchtig zu behandeln und dürfen nicht zu profanem oder ihnen fremdem Gebrauch verwendet werden, selbst dann nicht, wenn sie Eigentum von Privatpersonen sind.

Kurz und gut: Sie haben das Anrecht darauf sich ihre Sakramentalien vom Priester, den Sie durch Ihre Kirchensteuer bezahlen, segnen zu lassen.

Aber auch nach Rituale romanum auf Lateinisch?

Ja, durchaus, denn in der INSTRUKTION über die Ausführung des als Motu proprio erlassenen Apostolischen Schreibens Summorum Pontificum von PAPST BENEDIKT XVI., welche von der Kommission Ecclesia Dei verfasst wurde, lesen wir folgendes:

Pontificale Romanum und Rituale Romanum

  1. Der Gebrauch des Pontificale Romanum und des Rituale Romanum wie auch des Caeremoniale Episcoporum, die 1962 in Geltung waren, ist nach Nr. 28 dieser Instruktion erlaubt, unbeschadet der Vorschrift in Nr. 31.

Dies bedeutet allen Priestern ist der Gebrauch des Rituale Romanum und der darin stehenden Segensgebete erlaubt. Das Pontificale Romanum, welches uns hier nicht interessiert, ist in Ecclesia Dei Instituten erlaubt.

  1. Nur in den Instituten des geweihten Lebens und in den Gesellschaften des apostolischen Lebens, die der Päpstlichen Kommission Ecclesia Die unterstehen, und in jenen, die weiterhin die liturgischen Bücher der forma extraordinaria verwenden, ist der Gebrauch des Pontificale Romanum von 1962 für die Spendung der niederen und höheren Weihen erlaubt.

Anders formuliert: ein Priester, der sich weigert Ihnen Ihre Andachtsgegenstände auf Lateinisch zu weihen, verstößt gegen das geltende Kirchenrecht.

Ist er denn rechtlich verpflichtet sie nach dem Rituale romanum zu weihen?

Dies wohl nicht, aber hier gilt der obere Grundsatz salus animarum suprema lex – „das Heil der Seelen ist das oberste Gesetz“. Sie haben ein pastorales Anliegen, er, als Hirte, hat dieses zu erfüllen. Sollte es nicht so sein, so beschweren Sie sich über ihn schriftlich bei seinem Ordinariat, schreiben Sie gleichzeitig eine Anfrage an die Ecclesia Dei, ob ein Priester sich weigern kann auf den Wunsch eines Gläubigen das Rituale Romanum zu benutzen. Die Adresse der Kommission lautet wie folgt:

Pontifical Commission Ecclesia Dei

Palazzo della Congr. per la Dottrina della Fede,

00120 Citta del Vaticano

Wenn sich also der Priester weigern sollte, so drohen Sie ihm die folgenden Konsequenzen an:

  1. Schriftliche Beschwerde beim Ordinariat. (Er wird lachen, denn dort hat er Kumpels)
  2. Gleichzeitige schriftliche Anfrage bei Ecclesia Dei, wovon das Ordinariat in Kenntnis gesetzt wird. (Er wird die Schultern zucken, denn Rom ist weit und die können ihn mal)
  3. Sie informieren die Presse. (Da wird er hellhörig, denn davor hat er Angst)

Muss es immer so hart auf hart kommen?

Nein, aber es ist besser, dass Sie vorbereitet erscheinen und Ihre Ängste überwinden. Wir sind die kämpfende Kirche, wir müssen mit unseren Pfarrern kämpfen, damit sie das tun, wozu sie eigentlich da sind. Der Schreiber dieser Zeilen bereitete sich entsprechend geistlich und intellektuell vor und rechnete in einer unbekannten Gemeinde, die nahe an seiner ehemaligen Arbeitsstelle lokalisiert war, mit einer Auseinandersetzung wegen der Weihe der Andachtsgegenstände. Es kam aber anders und positiv. Es kam ein sehr junger, neugeweihter Priester, der auch als solcher gekleidet war, der vom Sakristan informiert wurde, dass jemand seine Devotionalien weihen lassen möchte. Der  Schreiber dieser Zeilen brachte sein Rituale mit, sagte dem Priester, dass er den Segen auf Lateinisch möchte, dass er selbst Latein könne und dem Priester helfen werde. Der Priester wurde noch von ihm angewiesen eine weiße Stola anzulegen, was er auch tat und er begann recht ungeübt vorzulesen, wobei der Schreiber dieser Zeilen ihm vorhersagte, was er wann einzusetzen hatte. Am Ende gratulierte er dem Jungpriester und dankte ihm, dass er es gut gemacht habe. Der Jungpriester war glücklich und erleichtert. Der Schreiber dieser Zeilen auch. Geht doch.

Weihe der Figuren – Übersetzung

Das Haupthindernis für willige Novus Ordo Priester besteht darin, dass sie kein Latein können, nicht wissen, was sie da lesen und Angst haben sich lächerlich zu machen. Ein junge polnische Leserin kaufte sich die ACH-Statuen, hatte aber Angst sie weihen zu lassen, weswegen sie die Segnung vor sich hin schob. Sie fasste sich aber ans Herz und bekannte in der Beichte in einer fremden Gemeinde, dass Sie aus Angst unterlassen hatte sich die Andachtsgegenstände weihen zu lassen. Es stellte sich aber heraus, dass ein emeritierter Exorzist ihre Beichte hörte (ja, es war in Polen), der ihr selbst anbot die Gegenstände zu segnen, was er auch mühevoll, aber auf Lateinisch tat. Die Segensgebete hatte sie von unserem polnischen Blog. Gott belohnt also die Treue und die Treuen. Dadurch ermutigt, beschloss sie sich die Kerzen in ihrer eigentlichen Heimatgemeinde von einem jungen Kaplan, von dem sie weniger Angst als vor dem Pfarrer hatte, weihen zu lassen. Sie dachte sich, dass auch im Falle, dass sie weggejagt werden sollte, sie sich in Tapferkeit üben werde. Der Kaplan war freundlich bis er hörte, dass der Segen auf Lateinisch stattfinden sollte. Er stellte das Weihwasser zurück und sagte, dass er nichts weihen werde, was er nicht versteht. Die Leserin, statt Krach zu schlagen, bot dem Kaplan an eine polnische Übersetzung des Segenstextes zu bringen, ebenfalls von unserem polnischen Blog, was er akzeptierte. Sie verabredeten sich auf einen anderen Tag, er verglich mühevoll das Original mit der Übersetzung und segnete noch mühevoller auf Lateinisch, aber er segnete. Die Leserin war überglücklich, sprach von künftigen Kerzensegnungen und das Eis war gebrochen. Eine success story von ihr selbst beschrieben. Um unseren deutschsprachigen Lesern ebenfalls solche Erfolgserlebnisse bescheren zu können, zeigen wir zuerst die Segensgebete als jpg-Datei und übersetzen sie anschließend mit ein paar Worten Kommentar. Die Quelle lautet: Rituale Romanum, Pauli V Pontifixis Maximi jussu editum Aliorumque Pontificum cura recognitum atque Auscoritate Pii Papae XI ad normam codicis juris canonici accommodatum, Editio juxta typicam vaticanam, Roma 1944, 247-248. Für Neulinge: das Schwarze ist zu tun, das Rote nur zu lesen.

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Solemnis Benedictio Imaginis Feierlicher Bildersegen
Jesu Christi Domini nostri vel B. Mariae Virginis vel alius Sancti Unseres Herrn Jesus Christus oder der Seligsten Jungfrau Maria oder eines anderen Heiligen

Si imagine, publicae venerationi expositae, solemniter benedicantur, haec benedictio Ordinario reservatur, qui tamen potest eam cuilibet Sacerdoti commettere.

Privatim autem haec benedictio a quolibet Sacerdote fieri potest sine ulla Ordinarii licentia.

Wenn das Bild zur öffentlichen Verehrung ausgestellt werden sollte, so muss es feierlich gesegnet werden. Dieser Segen ist dem Ortsbischof vorbehalten, der ihn an einen jeden Priester delegieren kann.

Ist das Bild zum Privatgebrauch vorgesehen, dann darf dieser Segen von einem jeden Priester erteilt werden, ohne irgendwelche Erlaubnis des Ortsbischofs.

V. Adjutorium nostrum in nomine Domini.

R. Qui fecit caelum et terram.

V. Dominus vobiscum.

R. Et cum spiritu tuo.

V. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.

R. Der Himmel und Erde geschaffen hat.

V. Der Herr sei mit Euch.

R. Und mit deinem Geiste.

Oremus.

Oratio

Omnipotens sempiterne Deus, qui Sanctorum tuorum imagines (sive effigies) sculpi, aut pingi non reprobas, ut quoties illas oculis corporis intuemur, toties eorum actus et sanctitatem ad imitandum memoriae oculis meditemur: hanc, quaesumus, imaginam (seu sculpturam) in honorem et memoriam unigeniti Filii tui Domini nostri Jesu Christi (vel beatissimae Viriginis Maria, matris Domini nostri Jesu Christi, vel beati N. Apostoli tui, vel Martryris, vel Pontificis, vel Confessoris, vel beatae N. Virginis, vel Martyris) adaptatam bene+dicere, et santi+ficare digneris: et praesta; ut quicumque coram illa unigenitum Filium tuum (vel beatissimam Virginem, vel gloriosum Apostolum, vel Martyrem, vel Pontificem, vel Confessorem, vel gloriosam Virginem, vel Martyrem) suppliciter colere et honorare studuerit, illius meritis et obtentu a te gratiam in praesenti, et aeternam gloriam obtineat in futurum, Per (eumdem) Christum Dominum nostrum.

R. Amen.

Et aspergatur aqua benedicta.

Lasset uns beten

Gebet

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du es nicht verwirfst Deiner Heiligen Bilder (oder Statuen) zu schnitzen oder zu malen, damit wir, wie oft wir jene [Bilder, Skulpturen] mit den Augen unseres Körpers anschauen, sooft wir ihre Taten und Heiligkeit zur Nachahmung mit den Augen unseres Gedächtnisses erwägen: so bitten wir Dich für dieses Bild (oder für diese Skulptur), dass Du es [diese], welches [welche] zur Ehre und zur Erinnerung an Deinen eingeborenen Sohn Jesus Christus unseren Herrn (oder an die seligste Jungfrau Maria, der Mutter unseres Herrn Jesus Christus, oder an den seligen Apostel N., oder an den Märtyrer, oder an den Bischof, oder an den Bekenner, oder an die selige Jungfrau N., oder an den Märtyrerer) gemacht wurde seg+nen und hei+ligen mögest: und gewähre uns, dass jeder, der vor diesem Bild [dieser Skulptur] Deinen eingeborenen Sohn (oder die seligste Jungfrau Maria, die Mutter unseres Herrn Jesus Christus, oder den seligen Apostel N., oder den Märtyrer, oder den Bischof, oder den Bekenner, oder die selige Jungfrau N., oder den Märtyrerer) demütig heilig zu halten und zu verehren sich müht, dass er durch dessen Verdienste und Schutz von Dir Gnade und jetzigen Leben und ewige Ehre im kommenden Leben erhalten möge, durch (diesen) Jesus Christus unseren Herrn.

R. Amen.

Und er soll es mit Weihwasser besprengen.

Wie wir sehen ist dieses Segensgebet recht fakultativ, d.h. es deckt alle Möglichkeiten ab ein Bild oder eine plastische Darstellung (effigies) Christi, der Mutter Gottes oder eines Heiligen zu segnen. Bei unserem Segen bereiten wir dem Priester einen Zettel vor auf dem es steht:

  • Erste Klammer: effigies
  • Zweite Klammer: sculpturam
  • Dritte Klammer: beatissimae Viriginis Maria, matris Domini nostri Jesu Christi und beati Michaeli Archangeli
  • Vierte Klammer: beatissimam Virginem und beatum Michaelum Archangelum

Da man für ACH kein Christus-Bild zu segnen hat bleibt die erste Anrufung aus.  Wir können leider nicht sagen, dass der Priester es schon wissen wird, denn ein Novus Ordo Priester, der zum ersten Mal das Rituale liest und der zum letzten Mal Latein im vierten Semester hatte, wird es sicherlich nicht wissen. Ein Priester der Tradition (Pius oder Ecclesia Dei) wird es schon eher wissen. Damit auch der letzte Zweifel ausgeräumt ist, hier nochmals der Segen der Maria- und St. Erzengel Michael – Figur wie er in unserem Falle zu halten ist:

V. Adjutorium nostrum in nomine Domini.

R. Qui fecit caelum et terram.

V. Dominus vobiscum.

R. Et cum spiritu tuo.

Oremus.

Oratio

Omnipotens sempiterne Deus, qui Sanctorum tuorum effigies sculpi, aut pingi non reprobas, ut quoties illas oculis corporis intuemur, toties eorum actus et sanctitatem ad imitandum memoriae oculis meditemur : hanc, quaesumus, sculpturam in honorem et memoriam beatissimae Viriginis Maria, matris Domini nostri Jesu Christi et beati Michaeli Archangeli adaptatam bene+dicere, et santi+ficare digneris: et praesta; ut quicumque coram illa beatissimam Virginem et beatum Michaelem Archangelum suppliciter colere et honorare studuerit, illius meritis et obtentu a te gratiam in praesenti, et aeternam gloriam obtineat in futurum, Per Christum Dominum nostrum.

R. Amen.

Wozu dienen also diese Statuen oder Bilder?

Dazu, dass wir uns an die Verdienste dieser Heiligen erinnern und wir durch die Verehrung an ihren Verdiensten und ihrem Schutz teilnehmen mögen. Die Verdienste und die Heiligkeit der zu verehrenden Personen werden diesen Gegenständen sozusagen eingegossen, wodurch diese dem weltlichen Gebrauch entzogen werden.

Weihe der Kerzen – Übersetzung

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Benedictio Candelarum Segnung der Kerzen
V. Adjutorium nostrum in nomine Domini.

R. Qui fecit caelum et terram.

V. Dominus vobiscum.

R. Et cum spiritu tuo.

V. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.

R. Der Himmel und Erde geschaffen hat.

V. Der Herr sei mit Euch.

R. Und mit deinem Geiste.

Oremus.

Oratio

Domine Jesu Christe, Filii Dei vivi, bene+dic candelas istas supplicationibus nostris: infunde eis, Domine, per virtutem sanctae Cru+cis, benedictionem caelestem, qui eas ad repellandas tenebras humano generi tribuisti; talemque benedictionem signaculo sanctae Cru+cis accipiant, ut quibuscumque locis accensae, sive positae fuerint, discedant prinpices tenebrarum, et contremiscant, et fugiant pavidi cum omnibus ministris suis ab habitationibus illis, nec praesumant amplius inquietare, aut molestare servientes tibi omnipotenti Deo: Qui vivis et regnas in saecula saeculorum.

R. Amen.

Et aspergatur aqua benedicta.

Lasset uns beten

Gebet

Herr Jesus Christus, Sohn des Lebendigen Gottes, seg+ne diese Kerzen auf unsere Bitten hin: gieße ihnen, o Herr, durch die Kraft des heiligen Kreu+zes den himmlischen Segen, der Du sie zum Vertreiben der Dunkelheit dem menschlichen Geschlecht gewährt hast; durch diesen Segen mögen Sie das Siegel [Zeichen] des heiligen Kreu+zes empfangen, damit sie, an welchen Orten auch immer entzündet oder aufgestellt werden, von diesen Behausungen die Fürsten der Finsternis zurückweichen, erzittern und erschrocken mit allen ihren Dienern fliehen. Noch mögen sie [Mächte der Finsternis] es wagen weiterhin jene, die Dir allmächtiger Gott dienen, zu beunruhigen oder zu belästigen: Der du lebst und herrschst in Ewigkeit.

R. Amen.

Und er soll es mit Weihwasser besprengen.

Warum wirken also die geweihten Kerzen?

Weil sie tätige Exorzismen sind. Ihnen wird das siegreiche Zeichen des Kreuzes gleichsam eingemeißelt, wovon sich die Mächte der Finsternis fürchten. Die Kerzen werden also mit dem Zeichen des Kreuzes besiegelt (ein Kreuzzeichen für die ganze Packung reicht, jede einzelne Kerze braucht nicht mit dem Kreuzeszeichen bezeichnet werden). Nicht nur die Dämonen werden diese Orte scheuen, sondern auch „all ihre Diener“ also schlechte Menschen. Der Schreiber dieser Zeilen stellt fest, dass seit er die Kerze auch Nachts brennen lässt, er viel besser schläft, seit er aber zuhause viele Gegenstände im Alten Ritus weihen ließ, viele Menschen von sich aus den Kontakt mit ihm abgebrochen haben, was er nicht bedauert, wofür jedoch keine rationalen Gründe vorliegen. Es ist wirklich so, wie das Rituale schreibt. Sie werden Ruhe von den Dämonen und ihren Helfershelfer haben, zwar keine völlige, aber im Falle des Schreibers dieser Zeilen sind die Anfechtungen um ca. 80% zurückgegangen, von zwei Wochen abgesehen, welche mit der Kündigung und den Anwaltsproblemen zu tun hatten.

Praktisches Vorgehen

  1. Sie finden einen Priester Ihres Vertrauens.
  2. Sie drucken sich die Scans aus dem Rituale romanum aus, damit er sieht, dass es offizielle Texte sind.
  3. Sie drucken sich die Übersetzung aus oder den vorbereiteten Segen der Figuren aus.
  4. Sie kämpfen um Ihre Rechte.
  5. Habe fertig!

Die geweihten Gegenstände werden Ihnen helfen, aber sie sind nur ein Beiwerk und sie „reißen es nicht raus“, wenn Sie selbst nicht im Gnadenstand leben und die übrigen Verpflichtungen von Auxilium christianorum nicht erfüllen. Dennoch empfiehlt sich allen sowohl ihre heiligen Figuren als auch die Kerzen weihen zu lassen. Wir müssen in unseren Häusern heilige Räume schaffen, denn unter Franziskus verschwinden sie immer mehr von der Bildfläche oder werden entweiht, wie bei dem unseligen „Kathedralessen“ in Bologna. Gott wird sich das nicht lange gefallen lassen und wenn er dreinschlägt werden wir vielleicht, aufgrund der geweihten Gegenstände milde behandelt werden. Amen.

Bitte zeigen Sie uns allen Ihre Auxilium christianorum-Ecke, beschreiben Sie Ihre Einkäufe und die Segnung. So könnnen wir von einander lernen und uns gegenseitig auferbauen.

 

Anlagen:

1. Rituale – Bildersegnung Original auf Lateinisch als pdf

Rituale – Bildersegen 1

Rituale – Bildersegen 2

2. Bildersegnung Übersetzung Lateinisch-Deutsch

Rituale – Bildersegnung lat-dt

3. Segnung der Marien- und St. Erzengel Michael Figuren Lateinisch

Rituale Segnung der Maria und St. Michael Statue lat

4. Rituale – Kerzensegnung Original auf Lateinisch als pdf

Rituale – Kerzenweihe

5. Kerzensegnung Übersetzung Lateinisch-Deutsch

Rituale Kerzenweihe lat-dt