Eugenie Roth, Wie ich zur Traditionellen Lateinischen Messe kam (2 von 2)


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Teil 2:  Erfahrungen

Was ich im ersten Teil schon angedeutet habe, möchte ich jetzt – vielleicht auch in mehreren Abschnitten – etwas näher betrachten.

Wie bereits geschrieben, war mir zu Beginn alles fremd bis auf die Musik – ja, und der erste Priester, den ich zu Hause erlebt habe, hat auch noch die alten „Baßgeigen“-Messgewänder[1] getragen, die – ich war damals wohl zehn Jahre alt – der „neue“ Pfarrer recht bald im Schrank hängen ließ.

Ja, warum habe ich mir diese fremden Gottesdienste in einer mir fremden Sprache angetan (doch, so kann man ohne Übertreibung sagen), die Heilige Messe besteht ja nicht nur aus den Messgesängen, die ich aus meiner Kindheit noch kannte, und der gesamte Ablauf der TLM war mir unbekannt.

  • Der Priester betet oft leise – ich will etwas hören!
  • Der Priester betet auf Latein – ich will etwas verstehen!

Nun gut, wenn man – wie ich – im Besitz eines Messbuches ist, kann man ja mitlesen. Die Texte im Novus Ordo sind doch oft im Vergleich zum Vetus Ordo verkürzt oder gleich „richtig“ verändert, da wollte ich schon wissen, was da gebetet wird. Zudem liebe ich die alte, teils recht ausführliche Ausdrucksweise. Aber auch das war nicht einfach: oft wusste ich nicht, wo der Priester gerade war, die Präfation ändert sich je nach Anlass, und er betet ja auch weiter, während das Volk singt (besonders auffällig während des Sanctus‘) … das hat mich zutiefst gestört … Schließlich singe ich auch gerne. Sehr gerne … Es hat Jahre gedauert – ich war schon längst wieder an den Ort meiner ersten Begegnung mit der Lateinischen Messe zurückgekehrt – bis ich den Eindruck hatte, dass ich mich mit den Gebeten nun etwas auskannte und mich dann während des Gottesdienstes mehr dem Singen widmete (den Schott verwende ich auch heute noch während des Gottesdienstes). Die schönen alten Lieder und Gebete aus dem früheren Gesangbuch der Diözese (in Kopie) – vergleichen Sie einmal, wenn Sie noch Ihr Gesangbuch von früher und das alte Gotteslob haben! Auch hier wurden die Texte zum Teil stark verändert, sprich „verwässert“, oder die Lieder gleich durch modernere mit weniger Aussagekraft getauscht. Teilweise  wurden auch einfach Strophen weggelassen[2] – die etwas zu sagen hatten. Und das neue Gotteslob hat wieder in Text und Melodie Änderungen gebracht (das besitze ich allerdings nicht und kann daher hier schlecht Beispiele bringen)[3] . Oder es wurden alte, inzwischen vergessene, Lieder wieder mit in das Liedgut aufgenommen. Diese Veränderungen sind – nebenbei bemerkt – für Sehbehinderte äußert unangenehm, denn dann kann man nicht auswendig singen.

[1]    Siehe z. B. Hier: http://www.stvitus-olfen.de/m-chronik/vitus Bitte etwas herunterscrollen! Oder https://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Messe unter dem Stichpunkt Liturgische Dienste Oder http://deerbe.com/unt/43783-casel_hell_rmisch_bassgeige_messgewand_chasuble_vestment_4c1114003.html

[2]     Siehe z. B. altes GL 616. Es fehlt im Vergleich zum diözesanen Gesangbuch von 1959

Strophe 4:

Fällt’s euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite, ich kämpfe selbst, ich brech‘ die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still mag steh’n, sieht er voran den Feldherrn gehen.

Oder man vergleiche die Allerheiligenlitanei auf dem Blog Tradition und Glauben mit der im neuen Gotteslob (Nr. 556)– oder auch schon mit der im alten GL. Dazwischen liegen „Welten“. Bei Nr. 537 haben sie die Strophe weggelassen, bei der es dann den Beter selbst betrifft. Wer das alte GL mit dem neuen vergleicht hat sicherlich schon festgestellt, dass es rund 100 Nummern weniger hat, und dass im Diözesanteil nun auch moderne Lieder zu finden sind … ich dachte, der Diözesanteil ist dazu da, der einzelnen Diözese ihre traditionellen Lieder zu erhalten?

[3]     Das zu belegen ist schwierig, da dies vermutlich für jede Diözese anders aussieht.

Im Vergleich unseres Diözesanen Gebet- und Gesangbuchs zum alten Gotteslob wurde z. B. bei Nr. 470 sowohl der Text als auch die Melodie geändert. Bei Nr. 537 altes GL wurde gegenüber dem diözesanen Buch auch der Text geändert. Im alten Gotteslob findet man das 1., 3. und 4. Hochgebet (das 1. Hochgebet wurde jahrhundertelang gebetet, die anderen kamen im Rahmen des Vatikanum II neu hinzu), im neuen das zweite Hochgebet, das kaum verwendet wird bzw. das kaum jemand hört. Sonntags gehen doch noch mehr Leute in die Kirche als werktags. Auch wurden die alten Antiphonmelodien im neuen Gotteslob durch kompliziert zu singende Melodien ersetzt, die man mit der Gemeinde erst eine Weile proben muss.

 

Traditionelle Messe ist frauenfreundlich (5 von 5): Selbstzentriertheit des Novus Ordo und Mantilla


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Ad c. Ist Selbstzentriertheit Novus Ordo?

Warum wurde das letze Konzil, Gott sei’s geklagt, veranstaltet? Um es dem „modernen Menschen“ gerecht zu machen. Was gerecht zu machen? Alles, wirklich alles. Aber warum? Weil der moderne Mensch dermaßen wertvoll, weil modern ist, dass er es einfach verdient. Die anderen, die nicht-modernen Neandertaler, waren ja nur behindert! So unmodern! Um an dieser Stelle die unvergleichliche Ann Barnhardt, sicherlich keine Tussi, zu zitieren:

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Traditionelle Messe ist frauenfreundlich (4 von 5): Selbstzentrietheit nachcartesianisch?


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Ad b. Ist Selbstzentriertheit modern nachcartesianisch?

Als der arme René Descartes (1596-1650) sein berühmtes Cogito ergo sum aufschrieb, so dachte er wohl nicht, dass er in diesem Moment allen Menschen einen Freibrief für das Kreisen um sich selbst ausstellte. Dem Schreiber dieser Zeilen sind wirklich alle philosophischen Implikationen und Hintergründe des cartesianischen Denkens bekannt, er hatte mehr als einmal darüber doziert, wir wollen uns aber hier nicht damit aufhalten, was Descartes eigentlich schreibt und meinte, sondern wie es breit aufgenommen wurde. Es wurde so aufgenommen, dass das Subjekt nicht nur seine eigene, sondern die Welt überhaupt schafft.

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Traditionelle Messe ist frauenfreundlich (3 von 5): Selbstzentrietheit weiblich?


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Ad a. Ist Selbstzentriertheit weiblich?

Da der Schreiber dieser Zeilen um Objektivität bemüht ist, so gesteht er sich und anderen ein, dass er durchaus misogyne Züge besitzt. Frauen irritieren ihn durch ihre Irrationalität, ihre Launen, ihre fehlende Objektivität, ihren ständigen Selbstbezug, ihren wirklich oft anzutreffenden anklagenden Ton, wonach er immer an allem schuld war und ist.  Interessanterweise kommt er mit Frauen gut zurecht, sie schätzen seine Gesellschaft, kann mit ihnen, wenn er will, effizient kommunizieren, indem er permanent mit der folgenden Gleichung arbeitet:

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Traditionelle Messe ist frauenfreundlich (2 von 5): Ich-Kult


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Der Ich-Kult der Moderne

Der Schreiber dieser Zeilen hat in der letzten Zeit erfahren, dass er völlig anders mit der Umwelt kommuniziert als die meisten Menschen seiner Umgebung, vielleicht auch wie die allermeisten Menschen. Dies ist wahrscheinlich immer so gewesen, nur er hatte es nicht bemerkt. Während die Kommunikation seines Umfelds darauf beruht, dass man:

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Traditionelle Messe ist frauenfreundlich (1 von 5): Ewig-Weibliches


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Das Ewig-Weibliche nervt

Nach der ersten Lektüre des Textes Vier Weisen, wie die Traditionelle Lateinische Messe die Frauen ehrt von Mary Donelann, den wir hiermit in der Übersetzung von Eugenie Roth vorstellen, kam dem Schreiber dieser Zeilen ein Zitat von Ephraim Kishon in den Sinn:

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Mary Donnelan, Vier Weisen, wie die Traditionelle Lateinische Messe die Frauen ehrt


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Mary Donellan January 31, 2017 One Comment

Ich habe nun seit neun Monaten ohne Unterbrechung das Privileg, die traditionelle lateinische Messe besuchen zu können. Ich kann ohne zu zögern sagen, dass dies die absolut beste Wende meines Lebens war. Ich werde eine immerwährende Liebesgeschichte mit der katholischen Tradition haben, und ich bin selig, entdeckt zu haben, dass sich nirgendwo die katholische Tradition mit mehr atemberaubender Schönheit zeigt als in der traditionellen lateinischen Messe. Hier gibt es noch weithin vergessene Riten, Gebete und Symbole in all ihrer spirituellen Kraft und Wirksamkeit, wie in den vergangenen 1500 Jahren.

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