„Kommt ihr Töchter, helft mir klagen“. 3. Niedergang des Ordenslebens (5) Untergang der Frauenorden


F-7.5

5. Niedergang der Frauenorden

Leider verfügen wir über keine Statistiken, welche die vorkonziliaren unter nachkonziliaren Zeit vergleichen, für Frauenorden oder für männliche (S.m.) oder weibliche (S. w.) Säkularinstitute, da es die Letzteren vor dem Konzil so gut wie gar nicht gab. Aus den Angaben der Agentur Cara ab dem Jahre 1970,[10] sowie der Agentur Fides für die Jahre 2007-2012 geht hervor, dass die Anzahl, in allen Bereichen des konzentrierten Lebens, weltweit abnimmt, wovon die fallende Tendenz im Vergleich zum Vorjahr (V.v.) zeugt. Dies macht die nachfolgende Tabelle für die neuere Zeit (2007-2012) deutlich:

Tabelle OrdensfrauenDie absteigende Kurve bei den Ordensschwestern verläuft seit dem Jahre 1970, denn frühere Jahre stehen und nicht zur Verfügung, recht sanft und ist eher durch die Sterberate und fehlende Berufungen als durch massenhafte Austritte bedingt. Diesen Zustand stellt eine weitere Grafik dar:

Ordensschwestern weltweitIm Gegensatz aber zu den Männerorden hat noch kein bisheriges, nachkonziliares Pontifikat sich positiv auf die Anzahl der weiblichen Ordensberufungen ausgewirkt. Denn die wie man hier raus ersehen kann gab es bei den Ordensmännern einen geringen Anstieg:

Ordensmänner und BrüderObgleich das Pontifikat des Johannes Pauls II (1978-2005) sich positiv auf die männlichen Ordensberufungen ausgewirkt zu haben scheint, so blieb dieses Pontifikat auf die weiblichen Berufungen ohne Auswirkung. Betrachtet man aber den Verlauf der Berufungen der Ordensbrüder für die Jahre 1970-212:Ordensbrüder 1970-2012so sehen wir einen ähnlichen Verlauf wie bei den Ordensschwestern, d.h. von jeglichem Pontifikat unbeeinflusst. Wie bereits erwähnt, scheint der leichte Anstieg der männlichen Ordensberufungen auf den Anstieg der Ordenspriester am Anfang des Pontifikats von Johannes Paul II, höchstwahrscheinlich ausschließlich in Polen, zurückzugehen. Somit blieb die globale, kirchliche Entwicklung davon unbeeinflusst.

Leider verfügen wir über keine weltweiten Statistiken zur vorkonziliaren nachkonziliaren Entwicklung der Frauenorden. Wir verfügen die lediglich über die Entwicklung der Frauenorden in Deutschland ab dem Jahre 1995 bzw. ab dem Jahre 1998.[11] diese Entwicklung ist, wie man sich denken kann, negativ und durch die Sterblichkeitsrate und fehlende Nachwuchs bedingt.Deutsche OrdensfrauenDie Unterteilung zwischen kontemplativen und tätigen Orden sieht hingegen wie folgt aus:

Dokument18(2)Wie uns die Diskrepanz zwischen den kontemplativen und tätigen Orden vor Augen stellt, ist der Zustand der kontemplativen Orden viel stabiler, was höchstwahrscheinlich auf die lange Lebensdauer in kontemplativen Orden und einigen neu eintreten zu verdanken ist. Dies bestätigt aber auch unsere These, dass eine strengere Ordensregel langfristig den Ordensnachwuchs sichert. Vielleicht war es auch so, dass dort, wo weniger nach dem Konzil reformiert wurde, auch weniger Ordensleute ausgetreten sind. Denn ein weltliches Leben kann man auch außerhalb des Klosters führen.

Sicherlich sind die dargestellten Zahlen und Statistiken nichts Neues und sowohl dem Vatikan, den einzelnen Bischofskonferenzen und den Ortsbischöfen bekannt. Alle diese Gremien und Institutionen verfügen sicherlich über viel genauere Statistiken. Wo man hinsieht gibt es Abfall und Niedergang. Diese Situation erinnert ein wenig an die sozialistische Wirtschaft, welche wirklich niemals funktioniert hat, wobei das Ausmaß des Misserfolges vor der Bevölkerung geheim gehalten wurde. Die Beibehaltung des nachkonziliaren Kurses ist damit gleichbedeutend, dass man diesen Niedergang bewilligt und weiterverfolgen möchte. Der scharfe Kurs des jetzigen Pontifikats gegen die wirklich wenig zahlreichen traditionellen Orden spricht eine deutliche Sprache. Dass sich die deutsche Konferenz der Ordensoberen gegen die kirchliche Ehe-und Morallehre (Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene, Anerkennung von Konkubinaten und Homosexualität durch die Kirche) ausspricht,[12] ist ein Skandal, dass mittlerweile nicht weiter auf Welt, da die Kardinäle und Bischöfe es auch tun. Denn solches kann nur jemand verlangen, der jeglichen geistlichen Lebens entbehrt und jeden Bezug zum Christentum verloren hat. Und die sind leider auch die Früchte des Konzils.

Wir leben leider in Zeiten, in welchen die Laien viel katholischere Ansichten und eine bei weitem sittlicher Lebensführung vorweisen als die Geistlichen oder die Ordensleute. Dies liegt aber nicht an der schnellenden Heiligkeit des Laikats, sondern daran, dass die geistlichen Stände dermaßen abgebaut haben, da sie viel stärker als die Laien der schlechten Theologie ausgesetzt worden sind. Wer soll jetzt wegen die Orientierung geben und zwar in geistlichen, nicht in weltlichen Dingen? Dies ist so, als würden die Hobbykicker der Amateurliga die Profis der Champions League ständig an die Wand spielen. Im normalen Leben unvorstellbar, da die Profifußballer ungefähr seit dem fünften Lebensjahr ausgesucht und entsprechend ihr ganzes Leben lang geschult werden. Daher kann kein auch so begabter Amateur mit einem Profi, beispielsweise der Ajax- Amsterdam-Talentschmiede konkurrieren. Im kirchlichen Bereich findet dies heutzutage leider statt. Betrachtet man die jetzige internationale Blogosphäre, zu welcher wir auch gehören, so schreiben darin vornehmlich Laien und keine Geistlichen, die Letzteren nur unter Pseudonym und auch recht selten. Von mangelnder Zivilcourage abgesehen, obwohl einem Priester wahrscheinlich eine Suspendierung droht, scheint es als wäre die jetzige Entwicklung für die meisten geistlichen entweder genehm oder gleichgültig. Nach dem Motto: „Bei uns ist es sowieso besser als woanders und Hauptsache ich habe mein auskommen!“ An dieser Einstellung werden sie im Fegefeuer, falls sie dieses überhaupt erreichen, lange denken können.

Daher schlagen wir auf unserem Blog als das individuelle Gegengift gegen die Kirchenkrise den Ausbau und die Vertiefung des eigenen geistlichen Lebens vor, denn letztendlich ist jeder für sein eigenes Seelenheil verantwortlich.

[10] http://cara.georgetown.edu/CARAServices/requestedchurchstats.html

[11] http://www.orden.de/presseraum/zahlen-fakten/statistik-frauenorden/

[12] http://www.jesuiten.org/aktuelles/details/article/orden-wollen-anderen-umgang-mit-wiederverheirateten-geschiedenen.html http://www.orden.de/aktuelles/meldung/?tx_ignews_newsdetail%5Bnews%5D=2948&tx_ignews_newsdetail%5Baction%5D=show&tx_ignews_newsdetail%5Bcontroller%5D=News&cHash=93672eb7f5cbe87bc01cc293d998bae0

„Kommt ihr Töchter, helft mir klagen“. 3. Niedergang des Ordenslebens (4) Untergang der Männerorden


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 4. Untergang der Männerorden

Ausgehend von den bereits zitierten Angaben von A/M (Amerio, de Mattei) sieht der Niedergang der Männerorden graphisch dargestellt wie folgt aus:

Dokument4(2)Interessanterweise schwand, laut A/M, die Anzahl der Ordensmänner innerhalb der vier ersten Jahre nach dem Konzil um ganze 37 % von 329.799 (1965) auf 208.000 (1969). Dann fiel sie weiter bis auf 165.000 (1977), d.h. um weitere 21 % verglichen mit dem Jahr 1969. Dies bedeutet, dass innerhalb der ersten zwölf Nachkonzilsjahre also des „Konzilsfrühlings“, der „Reformen“, des „Dialogs mit der Welt“, des „Aggiornamento“ etc. beinahe 50 % aller Ordensmänner (genau genommen 48,66%) ihre Ordensgelübde gebrochen haben, wenn man dies mit der Ausgangslage im Jahre 1965 vergleicht.

Eine andere graphische Darstellung zeigt diese Situation folgendermaßen dar:

Ordensmänner 2Die Anzahl der abgefallenen Ordensmänner ist wahrscheinlich an der Zahl vor dem Konzil, beispielsweise aus dem Jahre 1961, gemessen noch viel größer, denn die bereits dargestellt holländische Statistik zeigt, dass der Abfall vom Priestertum und vom Ordensleben bereits 1962 eingesetzt hat und zwar in einem Maß, welches seit der Reformation in der Kirche nicht vorgekommen ist.

Hier nochmals diese Tabelle:

Holland Weihen Aufgaben

Wir verfügen leider über keine vorkonziliaren Statistiken noch über Statistiken von den Anfängen des Konzils für Ordensmänner der ganzen Kirche, aber es ist schwer anzunehmen, dass solch eine große Anzahl, denn im Zeitraum 1965-1977 fast die Hälfte, der Ordensmänner, die ihren Gelübden untreu geworden sind im Moment der Ablegung dieser Gelübde keine Berufung zum Ordensleben gehabt hat. Es ist auch unwahrscheinlich, dass diese große Anzahl der Ordensmänner Jahre und Jahrzehnte lang gegen ihre Berufung lebte, so dass diese massenhafte Apostasie, ungeachtet des Konzils, gerechtfertigt gewesen wäre. Ein solcher Abfall ohne Bezugnahme zum Konzil ist absolut unerklärlich, denn, im Gegensatz zur Information, dem dreißigjährigen Krieg oder der napoleonischen und anderer Säkularisierung, erfolgte keine äußere, außerkirchliche Einflussnahme oder ein Kapitalismus. Interessanterweise ist es das nachrevolutionäre Frankreich, welches einen möglichen Bezugspunkt zu der nachkonziliaren Apostasie bietet. Denn aus der Anzahl des so genannten clergé assermenté, d.h. derjenigen Geistlichen, welche entgegen anders lautenden Weisungen aus Rom, aus Angst vor Schikanen oder aus Überzeugung den Treueeid auf die Verfassung der Republik im Jahre 1790 leisteten, aus dieser Gruppe der 29.000 Priester haben 24.000 Priester ihren Stand verlassen. [6] Dies waren aber eine radikaler Umstand und der äußere Zwang, welche Verfolgungen seitens des revolutionären und antikatholischen Staates zurückgingen. Im Gegensatz dazu hat der staatliche Einfluss in den nachkonziliaren Reformen so gut wie keine Rolle gespielt. Den Befürwortern der These, nach welcher die Aufgabe des Priestertum und der Ordensstandes mit dem Jahre 1968 zusammenhängen, sei an dieser Stelle gesagt, dass die Apostasie einige Jahre vor 1968, denn 1962 und anschließend 1965 einsetzte. Nach der Meinung einiger Soziologen hat gerade das Konzil zu den Umwandlungen von 1968 beigetragen und nicht umgekehrt, weil das Konzil früher war.

Von den Angaben der Agenturen Fides und Cara (C/F) leider erst ab dem Jahr 1970 ausgehend, welche durchaus beschönigt sein können, sieht der nachkonziliaren Niedergang der Männerorden wie folgt aus:

Ordensmänner 3Der sanfte Abfall der Kurve scheint vom Aussterben der älteren Jahrgänge und von fehlenden Berufungen zu zeugen. Interessanterweise fand ein leichter Anstieg der Ordenspriester um das Jahr 1980 statt:

Ordensmänner 4Vielleicht ist dieser Anstieg auf den päpstlichen Boom in Polen zurückzuführen, denn die Agentur Cara gibt leider nicht an, ob sie mit Ordenspriestern bereits geweihte oder auch Novizen und Seminaristen meint. Da wir kein Zugang zu allen Statistiken für diesen Zeitraum haben, so wissen wir nicht welcher Region dieser Zuwachs zu verdanken ist. Westeuropa, die USA und Kanada scheinen aber diesbezüglich ausgeschlossen zu sein.

Die nachkonziliaren Lage der Ordensbrüder sieht hingegen so aus:

OrdensbrüderWir verfügen leider nicht über Statistiken der vorkonziliaren und nachkonziliaren Entwicklung aller Männerorden der Kirche, doch die These vom Einfluss des Konzils auf die Aufgabe der Ordensberufung bestätigt die nachfolgende Grafik, welche die Niedergang des Jesuitenordens in den Jahren 1910-2010 abbildet. [7]

Dokument2(8)Wie man erkennen kann, findet der Einbruch in den Jahren 1965/1966 statt und dauert bis heute an, da man sagt, dass mehrere Jesuiten den Orden verlassen als sterben. Da der Jesuitenorden immer noch der größte Männerorden der katholischen Kirche ist, so kann man annehmen, dass sein Aufstieg und Fall symptomatisch für die vorkonziliaren und nachkonziliaren Entwicklung aller meiner Orden ist. Diese These lässt sich teilweise aufgrund der Statistik zur Lage verschiedener Männerorden für verschiedene Jahre weltweit beweisen. [8] Diese Statistik sieht wie folgt aus:Tabelelle NovizenGrafisch dargestellt sieht diese Entwicklung wie folgt aus:

Männerorden Dass die Ordensberufungen, wenigstens im Westen, weiterhin nicht ansteigen und nicht ansteigen werden, zeugt die nachfolgende Tabelle über die Novizenzahlen aus den USA.[9] Aus ihr wird ersichtlich, dass der Rückgang zwischen 1965 und 2000 gemessen, fast überall 90 % ca. beträgt:

Tabelle OrdenGrafisch umgesetzt sieht die Situation der Novizen in den USA folgendermaßen aus:

Novizen USA

[6] Amerio, 189; Christoph, P., Les choix du clergé dans les Révolutions de 1789, 1830 et 1848, T. I, Lille 1975, 150.

[7] http://nineteensixty-four.blogspot.de/2011/02/changing-jesuit-geography.html za http://cara.georgetown.edu/CARAServices/requestedchurchstats.html

[8] http://www.katholisches.info/2013/06/04/die-entwicklung-der-grosten-katholischen-mannerorden-seit-dem-konzil/

[9] Index of Leading Catholic Indicators, The Church Since Vatican II, Kenneth C. Jones, 2003

„Kommt ihr Töchter, helft mir klagen“. 3. Niedergang des Ordenslebens (3) Manipulation der Statistiken?


Danse-Macabre

3. Werden kirchliche Statistiken manipuliert?

Ebenso wie bei der Anzahl der Priesterberufungen erfolgte nach dem Konzil ein drastischer Rückgang der Ordensberufungen, worunter hier die Anzahl (a) der Ordenspriesterberufungen, (b) der Ordensbruderberufungen, (c) der Ordensfrauenberufungen sowie die Anzahl der Berufungen an den (d) männlichen und (e) weiblichen Mitgliedern der Säkularinstitute verstanden wird. Berücksichtigt man dabei die Angaben der Agentur Fides[1], die Statistiken, welche von Roberto de Mattei,[2] Romano Amerio[3], sowie den katholischen statistischen Dienst Cara der amerikanischen Georgetown Universität [4], so ist der Rückgang der Ordensleute in der nachkonziliaren Kirche immens.

Wie wir bereits erwähnt haben, weisen die Zahlen, welche von Amerio, de Mattei (=A/M) sowie von der Agentur Cara diesbezüglich angegeben werden große Diskrepanz auf, was den Verdacht einer Manipulation wohl seitens der offiziellen kirchlichen Agentur Cara nahelegt. Die nachfolgende Tabelle macht diese Diskrepanz deutlich:

Amerio de MatteiDa die angegebenen Statistiken, vom Jahr 2005 abgesehen, verschiedene Bereiche in verschiedenen Jahren betreffen, so ist der direkte Vergleich schwierig. Dennoch scheinen die Statistiken von A/M konsistent zu sein. Wenn es nämlich im Jahre 1965 insgesamt 329.799 Ordenspriester und Ordensbrüder gab, so kann man, sogar ohne das Verhältnis der Ordensbrüder zu den Ordens Priestern im Jahre 1965 zu kennen, welcher in den Jahren 1970-2012, laut Cara, 1:2 bzw. 1:3 betrug, d.h. auf einen Ordensbruder fielen 2-3 Ordenspriester, davon ausgehen, dass es im Jahre 1969 lediglich 208.000 Ordenspriester gab. Wenn wir die Angaben von de Mattei für wahr oder wahrscheinlich halten, gilt dies auch für die Angaben von Amerio. Und deswegen verwundert die Gesamtzahl der Ordens- und Weltpriester für das Jahr 1970, welche von Cara mit 419.728 angegeben wird und somit um beinahe 6.000 Gesamtanzahl von Ordens- und Weltpriester übertrifft, welche von Amerio für das Jahr 1969 mit 413.000 angegeben wird. Nimmt man sogar an, dass Amerio nach unten abrundete, so sind es doch zwei verschiedene Angaben. Die Angaben zu den Weltpriestern (Amerio 1969: 205.000 vs. Cara 1970: 270.924) wundern auch, besonders aber die Angaben zu den Ordenspriestern (Amerio 1969: 208.000 vs. Cara 1970: 148.800). Die Gesamtzahl der Ordensmänner für das Jahr 2005 divergiert zwischen de Mattei und Cara ebenfalls, fällt aber im Vergleich zu den anderen Diskrepanzen verhältnismäßig gering aus. Da das Ziel des vorliegenden Aufsatzes nicht darin besteht die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit von Romano Amerio, Roberto de Mattei bzw. der Agentur Cara zu untersuchen, was ohne die Einsicht in das Annuarium statisticum Ecclesiae bzw. Tabularum statisticarum collectio für die oben genannten Jahre aussichtslos ist, so wollen wir an dieser Stelle diese Problematik nicht mehr vertiefen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass die offiziellen kirchlichen Agenturen die Statistiken schönfärben ist größer als die Wahrscheinlichkeit, dass Romano Amerio und Roberto de Mattei es tun. Der erstgenannte ist schon verstorben, der Letztgenannte wirkt weiter und wird angefeindet. Dennoch konnte bisher keiner seiner Gegner ihme eine Fälschung nachweisen, was er sicherlich getan hätte, wenn eine Fälschung vorliegen würde.

[1] www. Fides.org

[2] De Mattei, Roberto, Das Zweite Vatikanische Konzil. Eine bislang ungeschriebene Geschichte, Kirchliche Umschau 2011, 642-643. De Mattei gibt auf S. 643, Fußnote 206 die Angaben für die Jahre 1965 i 2005 nach Pardilla, Angelo, I religiosi ieri, oggi e domani, Roma 2007; tenże, Le religiose ieri, oggi e domani, Città del Vaticano 2008 an.

[3] Amerio, Romano, Iota Unum. Eine Studie über die Veränderungen in der Katholischen Kirche im XX. Jahrhundert, Kirchliche Umschau 2011, 188-191;328. Er gibt (S. 191) das 1969 laut Tabularum Statisticarum Collectio und Jahr 1976 nach Annuarium statisticum.

[4] http://cara.georgetown.edu/CARAServices/requestedchurchstats.html

„Kommt ihr Töchter, helft mir klagen“. 3. Niedergang des Ordenslebens (2) Ordensleben als Leistungssportart


2-R43-S1-1495-30 Perugino, Hl.Sebastian Perugino, Pietro, eigentl. Pietro Va- nucci, um 1445/48 - 1523. 'Der Heilige Sebastian'. Oel auf Holz. Rom, Galleria Borghese. E: Perugino / St. Sebastian Perugino, Pietro, real name Pietro Vanucci c.1445/48 - 1523. 'Saint Sebastian'. Oil on wood. Rome, Galleria Borghese. F: Le Perugin / Saint Sebastien. Perugin, Pietro Vanucci, dit Le , v. 1445/48 - 1523. - 'Saint Sebastien'. Huile sur bois. Rome, Galleria Borghese.

2. Ordensleben als Leistungssport

Ein Leistungssportler braucht Training, einen Trainer, ein Trainingsprogramm außerdem die richtige Ernährung, dann wird was aus ihm. Das Training aber, um bei diesem Beispiel zu bleiben, wurde durch die nachkonziliaren Reformen geändert, da wirklich alle Orden, auch die strengsten wie die Karthäuser und Kamaldulenser eingeschlossen, ihrer Ordensregel verändert, indem sie diese liberalisiert und erleichtert haben. Und all dies gemäß den Weisungen des Konzils. Aber noch niemals in der Kirchengeschichte wurde eine bessere Ordensdisziplin durch Liberalisierung erreicht. Alle Ordensgründer, der heilige Benedikt, der heilige Franziskus u.a., und Ordensreformatoren, die heilige Theresia von Avila und heilige Johannes vom Kreuz, haben entweder strenge Ordensregeln eingeführt oder einen Ordenszweig gegründet, der strenger als der ursprüngliche Zweig, lebte. Dass sie dabei nicht nur auf Gegenliebe gestoßen sind, wie der Giftmordanschlag auf den heiligen Benedikt und Gefängnis und Folter bei Johannes vom Kreuz zeigen, versteht sich von selbst. Die Ordensregel dient dazu einen Schutzwall gegen die drei Feinde des Mönches oder der Nonne zu errichten: gegen die Welt, gegen das Fleisch also die eigenen ungeordneten Neigungen im moraltheologischen Sinne und gegen den Teufel.

Da das Ordensleben mit den Wüstenvätern während der arianischen Krise im vierten Jahrhundert anfing, so hat man bis zum 28. Oktober 1965, als das Dekret des Vatikanum II über die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens Perfectae Caritatis feierlich verkündet wurde, innerhalb der 1600 Jahre der Ordensgeschichte viele Schutzmechanismen erarbeitet. Den Inhalt von Perfectae Caritatis werden wir uns an einer anderen Stelle vornehmen. An diesem Punkt wollen wir nur feststellen, dass das Ordensleben sicherlich immer erneuerbar ist, da die von der Erbsünde verdorbene Natur einen immer wieder individuell und kollegial nach unten zieht. Warum soll aber das Ordensleben auf einmal zeitgemäß sein, wo es dies niemals war?

Das Ordensleben steht ja für den kontemplativen Endzustand des Himmels, der auch nicht zeitgemäß, da zeitlos ist. Durch die Forderung der Zeitgemäßheit, welche von fast allen Orden im Geiste des Gehorsams umgesetzt wurde, wurden all die durch die 1600 Jahre gewachsenen Schutzmaßnahmen gegen die Welt, das Fleisch und den Teufel außer Kraft gesetzt. Auf die Ergebnisse brauchte man nicht lange zu warten. So wurde, um bei unserer Sportmetapher zu bleiben, das Training reduziert oder gänzlich ausgesetzt, da auf einmal die untrainierte Fettleibigkeit zum Synonym des Sportlers wurde. Aber dem geistlichen Athleten wurde auch die Nahrung entzogen und zwar durch die Änderung des Breviers, durch die Reduzierung anderer Gebete und frommer Praktiken, sowie durch die Änderung der Messe und der Liturgie als solchen. Denn Liturgie wirkt sowohl ex opere operato als auch ex opere operantis. Diejenigen Orden, welche, aufgrund ihrer Strenge, eigentlich immer wenig Kandidaten oder Ordensleute hatten, konnten auch bei einer Änderung der ursprünglichen Regel einigermaßen ihr Überleben sichern, da auch die geänderte Regel noch streng genug war. Dies war beispielsweise bei den nachkonziliaren Karthäusern der Fall.

Die Ordensreform hat aber sich vor allem dort negativ ausgewirkt, wo, wie bei den tätigen Orden, die Regel nicht dermaßen streng wie bei den kontemplativen Orden war. Man kann dies in etwa mit jemand vergleichen, der sechsmal die Woche intensiv trainiert. Trainiert er beispielsweise nur viermal die Woche, so merkt er selbst die Einbußen, aber er ist immer noch in einer guten Verfassung. Trainiert aber jemand nur zweimal die Woche und reduziert sein Training auf einmal die Woche oder alle zwei Wochen einmal, so merkt er selbst schnell den eigenen Verfall. Da die tätigen Orden, aufgrund ihres Tätig-Seins, eine weniger strenge Regel als die kontemplativen Orden hatten, so wurde die Liberalisierung derselben ihnen zum Verhängnis. Denn im Gegensatz zu den kontemplativen Orden sind die tätigen Orden den weltlichen Einflüssen, da sie mit den Weltleuten ständig zu tun haben, permanent ausgesetzt. Wird ihr Training, sprich ihrer Regel, ausgesetzt oder vermindert und ihre Nahrung, sprich ihr vorgeschriebenes Gebet, reduziert, so braucht man auf die Ergebnisse nicht lange zu warten. Ferner muss dieselbe „Leistung“ wie in den vorigen Ordensgenerationen erbracht werden oder gar eine größere, da man seit dem Konzil mit der Welt im Dialog bleiben und „an die Ränder der Gesellschaft“ sich begeben soll. Obwohl die nachfolgende Behauptung sicherlich noch durch das Quellenstudium und Statistik untermauert werden sollte, so kann man sagen, dass wirklich alle Orden damit gescheitert sind. Sie haben ihre Identität verloren und niemanden bekehrt. Da die weiblichen Orden aus, kanonisch und theologisch gesehen, Laien bestehen, die, im Gegensatz zu den Ordenspriestern, durch kein zusätzliches Sakrament seinsmäßig verändert wurden, so machte sich diese nachkonziliaren Entwicklung zuerst bei den weiblichen tätigen Orden und später bei den Ordensbrüdern bemerkbar. Auch in Polen, welches bis 1989 keine Berufungsprobleme zu beklagen hatte, macht sich langsam ein Nachwuchsmangel in den weiblichen, tätigen Orden bemerkbar. Diese Entwicklung geht sicherlich auf den negativen Einfluss der westlichen Theologie zurück, welcher durch die kommunistische Isolation bis 1989 oder der Wende unterbunden wurde. Ähnliche Entwicklung auch haben die wenigen weiblichen Orden in Ostdeutschland durchgemacht. Denn zurzeit zerschlagene Orden der Immakulata zeigte, dass eine strenge Regel, welche tatsächlich im vorkonziliaren Stil praktiziert wurde, Nachwuchs sichert. Da diese Entwicklung die gesamten nachkonziliaren Ordensreformen infrage stellte, so durfte dieser Orden nicht gewähren. Wir hoffen aber, dass er im nächsten Pontifikat, so Gott will, aufleben wird.

„Kommt ihr Töchter, helft mir klagen“. 3. Niedergang des Ordenslebens. (1) Geistliche Gründe für den Niedergang


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1.    Geistliche Gründe für den Niedergang des Ordenslebens

Da die Statistiken zum Niedergang des Ordenswesens im Westen, der auch langsam im Osten einzusetzen beginnt, dem deutschsprachigen Leser hinlänglich bekannt sein dürfen, so wollen wir an dieser Stelle, anders als auf unserer polnisch sprachigen Seite, außer der Präsentation der reinen Statistiken auch ein wenig Ursachenforschung betreiben. Was ist aber das Ordensleben? Es ist ein kirchlicher Leistungssport und deswegen wurde schon im vierten Jahrhundert der Mönch oder der Eremit, beiderlei Geschlechts, athleta Christi genannt. Dies gilt interessanterweise auch für Frauen, die sich für das monastische Leben entschieden haben, wie man beispielsweise in den Briefen des heiligen Hieronymus an Paula nachlesen kann, wo er sie als keine schwache Frau betrachtet, sondern als einen geistlichen Kameraden und Mitstreiter.[1] Als keine Tussi also, würde die Jugend heutzutage sagen.

Ein Leistungssportler kann aber wirklich nicht jeder werden. Wie im natürlichen Bereich, in naturalibus, bestimmte Voraussetzungen körperlicher Art notwendig sind, so sind im Bereich der Berufung, also im übernatürlichen Bereich, in supranaturalibus, nicht nur bestimmte Eigenschaften der Natur gefordert, sondern vor allem die göttliche Berufung. Man muss also nicht nur zu bestimmten Leistungen fähig sein, der Verein oder der Trainer muss einen zum Profisportler oder Leistungssportler ausbilden wollen und danach ist die Willenskraft und Frustrationstoleranz gefragt. Man kann sich auch eine Berufung nicht einbilden oder sie Gott abtrotzen. Wer sie nicht hat, der hat sie eben nicht, wer sie aber hat, kann ihr untreu werden und sie auf diese Art und Weise verlieren. Es ist wohl der heilige Don Bosco, der sagte, dass ein Drittel der Menschheit eine Berufung hat. Dies wären heute in Deutschland bei den 24,2 Millionen Katholiken sage und schreibe 8.066.666,6666 Berufungen also knapp über acht Millionen. Was wahrscheinlich Don Bosco damit sagen wollte, ist dies, dass ein Drittel der Menschheit über die notwendigen natürlichen Voraussetzungen verfügt, um den Ruf Gottes zu hören und überhaupt berufen zu werden. So wird auch nicht jeder ein Leistungssportler, der die notwendigen körperlichen Voraussetzungen mitbringt. Aber ohne diese geht es gar nicht. Der Schreiber dieser Zeilen glaubt sich erinnern zu können, irgendwo gelesen zu haben, dass angeblich im Hochmittelalter ein Drittel der Bevölkerung in Klöstern lebte bzw. dem geistlichen Stand angehörte. An der natürlichen Anlage der Menschen Natur hat sich auch heute nichts geändert, da recht viele Menschen das Familienleben tatsächlich nicht als ihr eigentliches Ziel sehen und leider aufgrund der jetzigen Kirchenkrise ihrer wahren Berufung entgegen leben und dabei nicht glücklich werden. Verschiedene sexuelle Verbindungen und Experimente sind die Folge, man wird Vegetarier oder Rohköstler und rettet die Wale. Selbst Kardinal Ratzinger sagte irgendwo in Gott und die Welt, seinem Gespräch mit Peter Seewald, dass diese Abgründe an Idealismus, der tatsächlich bei vielen Menschen groß ist, ihre Verwirklichung suchen, aber diese in der Kirche nicht finden. Diese Menschen finden nicht in das Ordensleben oder werden keine Geistliche, weil die allermeisten heutigen, nachkonziliar reformierten Orden wirklich nichts taugen, ebenso wie die meisten Priesterseminare. Idealistische junge Menschen werden vor allem intellektuell, anschließend geistlich und oft auch sittlich verdorben, aber nicht geheiligt. Die meisten Menschen fühlen sich heutzutage nicht deswegen von Ordensleben nicht angesprochen, weil es zu viele Forderungen stellt, sondern weil es so gut wie keine Forderungen stellt.

[1] Besonders im Brief 108. Liegt uns auf Deutsch leider nicht vor. Dies wird Hieronymus sogar von einer kämpfenden und irrenden feministischen Theologin bescheinigt. Siehe: R. Radford Ruether, Misogynism and virginal feminism in the Fathers of the Church, [in:] dies. (Hg.), Religion and sexism: images of women in the Jewish and Christian traditions, New York 1974, S. 150-183, hier 175-176.

„Kommt ihr Töchter, helft mir klagen“. Wo sind die Früchte des Konzils? (2) Weniger Priester.


Preaching of the Antichrist

II. Weniger Priester und weniger Priesterberufungen

Einige der nachfolgenden Angaben durften dem deutschsprachigen Leser, besonders wenn er der Piusbruderschaft nahe steht, bekannt sein. Wir hoffen dennoch ein paar noch unbekannte Daten anzufügen oder eine Zusammenstellung darzulegen, die in dieser Art und Weise neu ist. Indem wir uns:

  • auf die offiziellen statistischen Angaben der katholischen Kirche, die sie durch die Agentur Fides präsentiert werden,[1]
  • auf glaubwürdige Veröffentlichungen,
  • auf die Angaben verschiedener Nachrichtenagenturen und Nachrichtenportale,
  • und auf eigene Angaben stützen,

so können wir zweifelsohne behaupten, dass gleich nach dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils, also nach dem Jahr 1965, ein drastischer und dramatischer Rückgang der Priesterberufungen eintrat, welche zu der Abnahme der Priesterweihen innerhalb der ganzen Kirche führten. Ebenfalls kurz nach dem Konzil trat eine vermehrte Aufgabe des Priesteramtes ein, welche wenigstens bis 1978 andauerte, als Johannes Paul der Zweite (1978-2005) dieses administrativ unterband, indem er keine Dispense mehr erteilte. Zwar dauerte das Verlassen des Priesterstandes auch nach dem Jahre 1978 fort, doch diese wurde, weil mit keinem offiziellen Dispens verbunden, nicht in den offiziellen Statistiken vermerkt. Sicherlich gibt es irgendwelche statistischen Untersuchungen zu diesem Thema und sicherlich wurde dies schon berechnet und publiziert. Der Schreiber dieser Zeilen ist kein Soziologe und er hat auch nicht die Absicht alles selbst zu tun. Dennoch beweisen auch diejenigen Angaben, die uns zur Verfügung stehen, die traurige These, dass das letzte Konzil einen Kataklismus für die Anzahl der katholischen Priester darstellte und zwar einen Kataklismus, von welchem sich die Kirche bis heute, also nach 50 Jahren, global gesehen nicht mehr erholte. Die vorangestellten Zeilen stellen zwar das Gemeingut aller deutschsprachigen Traditionalisten dar, von der amtskirchlichen Seite werden Sie zumeist vehement bestritten und in anderen Ländern sind sie tatsächlich recht unbekannt. Von der Qualität des gegenwärtigen Priestertums werden wir an einer anderen Stelle schreiben, im vorliegenden Abschnitt wollen wir uns auf die Quantität konzentrieren.

Wie man den zwei offiziellen vatikanischen Statistiken Tabularum statisticarum collectio aus dem Jahre 1969[2] oder Annuarium statisticum Ecclesiae [3] z aus dem Jahre 1976 entnehmen kann, zählte die Kirche im Jahre 1969 413.000 Priester, die Ordenspriester mit eingerechnet, im Jahre 1976 jedoch zählte sie nur 334.000 Priester.[4] Dies stellt eine Abnahme um 17 % innerhalb nur sieben Jahre dar (1969-1976). Graphisch sieht es wie folgt aus:

DispenseAngeblich sollen nach dem Zweiten vatikanischen Konzil mehr Menschen ihre Priester- und Ordensberufung aufgegeben haben als nach der Reformation. Diese Annahme ist wahrscheinlich, aber wir verfügen über keine Fakten, um sie zu untermauern.

Wie Roberto de Mattei und Romano Amerio überzeugend darlegen hatte die liberale Politik Pauls VI. bei der Dispenserteilung und der Laizisierung auf Wunsch dazu beigetragen, dass recht viele Priester ihr Amt aufgaben.[5] Während man also in den Jahren 1939-1963 insgesamt 563 Dispense, der sog. Zölibatsdispense, die eine kirchliche Heirat der Priester ermöglichten, erteilte, was innerhalb der 24 Jahre 23,5 Dispense pro Jahr ausmacht, so erteilte man innerhalb der Jahre 1963-1970 3335 Dispense, was die Anzahl von 476,5 Dispense innerhalb von sieben Jahren ergibt.[6] Dies bedeutet einen Zuwachs um das 20-fache, genau genommen um 2027,7%. Zur Ehre des polnischen Papstes gereicht es, dass mit dem Beginn seines Pontifikats im 1978 diese Dispenserteilung fast völlig unterbunden wurde. [7] grafisch stellt sich dieser Sachverhalt wie folgt dar:

Entbindung vom ZölibatDa nicht jeder Priester, der sein Amt aufgab um einen Dispens nachsuchte, so ist davon auszugehen, dass der Rückgang der gesamten Priesterzahl in den Jahren 1962-1978 noch viel größer war. Wir verfügen aber über keine Statistiken für diesen Zeitraum, welche die gesamte Kirche betreffen würden, sondern nur über verschiedene Statistiken aus Deutschland, [8] Holland[9] und Frankreich,[10] welche andere Aspekte der Priesterkrise darstellen. Die Anzahl der Priesterweihen in Deutschland[11] in den Jahren 1962-2010 sieht wie folgt aus:

Weihen DeutschlandDer Aufstieg und Fall der Priesterberufungen in den Niederlanden in der Zeit 1850-2000[12] sieht hingegen folgendermaßen aus:

Holland Weihen AufgabenDa die holländische Statistik, die einzige ist, die einen so langen Zeitraum umfasst, deswegen verdient sie besonders berücksichtigt werden. Die man hier erkennen kann, brechen die Weihen der Diözesangeistlichen (blaue Linie), der Ordensgeistlichen (rosa Linie) und aller Geistlichen (dunkelgrüne Linie) nach ungefähr 1962 ein und werden durch eine immense Aufgabe des Priesteramtes (gestrichelte Linien) abgelöst. Wie man außerdem ersehen kann begann die Aufgabe des Priesteramtes im großen Rahmen nach 1965, wobei vor 1970 es in Holland mehr Niederlegung des Amtes gab als neue Priesterweihen. Da wir keine vergleichbaren Statistiken aus anderen Ländern haben, können wir nicht sagen, inwieweit das holländische Beispiel ein Extremfall oder ein Normalfall im Westen bildet.

Die Situation der Kirche in Frankreich, bei der nur die Anzahl der Seminaristen berücksichtigt wird, ist ähnlich. Diese fällt seit 1966 ständig und hat im Jahre 2011 den tiefsten Stand seit 1789, der Französischen Revolution, erreicht. Vergleicht man die Zahlen 1966 und 2011, so ist es ein Niedergang um 85 %. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht diesen Prozess:

Seminaristen FrankreichWahrscheinlich ist ein ähnlicher Niedergang der Seminaristenzahlen, der Weihen und der Priester aus allen westlichen Ländern zu vermelden, vielleicht auch aus allen Ländern der Welt. Eine Ausnahmeerscheinung scheint diesbezüglich Polen darzustellen, was wir an einer anderen Stelle noch behandelt werden. Sicherlich lässt sich die These vertreten, dass dort, wo die postkonziliaren Reformen am radikalsten und am schnellsten eingeführt worden sind, dort haben auch die meisten Priester ihr Amt niedergelegt. Es scheint wirklich, dass die progressivsten Konzilsväter aus der so genannten rheinischen Allianz, d.h. die Kardinäle und Bischöfe aus Holland, Belgien, Deutschland, Österreich und Frankreich mit eigenen Händen zum Niedergang ihrer eigenen Kirche beigetragen haben, indem sie eine Großzahl ihrer eigenen Priester verloren haben. Berücksichtigt man noch die gesamte nachkonziliare Entwicklung in diesen Ländern, so muss man sich die Frage stellen, ob diese Handlungsweise doch keine bewusste war. Natürlich sägt niemand an einem Ast, auf dem man sitzt, aber man muss sich fragen, auf welchem Ast manch eine Bischofskonferenz eigentlich sitzt. Beim Schreiben dieses Aufsatzes stellten wir fest, dass der Zugang zu den Statistiken „vor dem Konzil-nach dem Konzil“ kein leichter ist und sogar diese Bischofskonferenzen, die für ihre gute Informationspolitik bekannt sind, wie z.B. DBK, stellen nicht alles in Netz und in manchen Statistiken wird nicht gerade gelogen, doch es wird vieles beschönigt, damit die traurige Wahrheit, dass es wenig ist und noch weniger wird, weniger unverblümt in Erscheinung tritt.

Im Gegensatz zu der massenweise Aufgabe des Priestertums nach dem Konzil ist die Anzahl der Priesterberufungen in der nachkonziliaren Kirche sehr klein, was man aus den offiziellen vatikanischen Statistiken entnehmen kann, die uns für die Jahre 2007,[13] 2008,[14] 2009,[15] 2010[16] und 2011[17] zur Verfügung stehen. Das Verhältnis der Katholiken zu der Gesamtbevölkerung unter der Berücksichtigung der Priesterzahl insgesamt, sowie der Anzahl der Priester, die auf einen statistischen Weltbewohner und einen statistischen Katholiken fallen, zeigt die nachfolgende Tabelle:

Tabelle PriestermangelDer Zuwachs der Priesterzahl, welchen jeder interessierte sich selbst errechnen kann, beträgt weniger als ein Prozent und die Agentur Fides beginnt in den letzten Jahren tatsächlich schon „jedes Stück“ zu zählen. Der prozentuale Zuwachs wird offiziell nicht mehr angegeben, weil er wohl die Frage aufwirft bis zu welcher Kommastelle man aufrunden soll. So fragt man sich, ob der Zuwachs der Priesterzahl im Jahre 2008 um 0,279 % im Vergleich zum Vorjahr schon 0,3 % ausmacht oder lediglich 0,28 %.

Um auf die eventuelle Frage zu antworten, warum wir die Kirchenkrise mit der Darstellung der Priesterzahlen beginnen, antworten wir, dass es ohne Priester kein Überleben der Kirche gibt. Zur Not kann jedermann taufen, auch ein ungetaufter, aber für die restlichen Sakramente braucht man Priester und zwar solche, die mit aller Jurisdiktion ausgestattet sind, kanonisch regulär und keine clerici vagantes sind. Ohne Bischöfe gibt es keine apostolische Sukzession, welche notfalls auch bei einem Schisma eingehalten wird. Denn die Bischofsweihen sind auch ohne ein päpstliches Mandat gültig, wenn auch nicht würdig. Anscheinend gibt es global gesehen immer weniger junge Männer, die sich mit dem nachkonziliaren Priestertum identifizieren und deswegen diesen Weg wählen möchte. Die Gründe dafür werden wir noch woanders aufzeigen. Wohingegen innerhalb der wenigen Institute, welche eine vorkonziliare oder gemischte Priesterausbildung bieten, kein Kandidatenmangel zu beklagen ist. Davon zeugen die Ecclesia Dei-Gemeinschaften, eine Diözese in Paraguay, deren Bischof von Papst Franziskus abgesetzt wurde, davon zeugen manche Diözesen in den USA.

Es lässt sich zweifelsohne beweisen, dass das letzte Konzil nicht zum erhofften Wachstum oder der erhofften Belebung des katholischen Priestertums beigetragen hat. Manche Vertreter der Amtskirche antworten darauf: „Das war nicht das Konzil, das war die Säkularisierung.“ Und fügen weiter zu: „Wir machen alles richtig. Es ist die Säkularisierung. Da kann man nichts tun.“ Na, dann.

[1] Siehe http://www.fides.org

[2] Immer noch erhältlich http://www.amazon.com/TABULARUM-STATISTICARUM-COLLECTIO-CATHOLIC-CHURCH/dp/B003KD9V2C oder in guten Bibliotheken.

[3] Es scheint, dass das Annuarium statististicum Ecclesiae, welches seit 1970 durch die vatikanische Drukerei herausgegeben wird die Nachfolgepublikation des Tabularum stastisticarum aus dem Jahre 1969. Wie der Klerus vor dem Jahre 1969 statistisch erfasst wurde, entzieht sich unserer Kenntnis. Vielleicht kann uns da jemand weiterhelfen.

[4] Angabe nach Amerio, Romano, Iota Unum. Eine Studie über die Änderungen Katholischen Kirche im XX. Jahrhundert, Kirchliche Umschau 2011, 191.

[5] Amerio, 190-193; Mattei, Roberto de, Das Zweite Vatikanische Konzil. Eine bislang ungeschriebene Geschichte, Kirchliche Umschau 2011, 642-643.

[6] Mattei, 429.

[7] Amerio, 227.

[8] www. Dbk.de Zentrum für Berufungspastoral www.berufung.org oraz http://www.monopole.de/religion-gott-atheismus/statistiken-zu-religionen-und-atheismus/

[9] http://www.ecclesiadei.nl/rkstat/index.html

[10] http://de.paix-liturgique.org/aff_lettre.asp?LET_N_ID=888

[11] http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/Zahlen%20und%20Fakten/Kirchliche%20Statistik/Neupriester/2010_Zeitreihe_Priesterweihe62ff.pdf

[12] http://www.ecclesiadei.nl/rkstat/graphs04.html

[13] http://www.fides.org/de/stats/24387-Sonderteil_zum_Sonntag_der_Weltmission_2009_DIE_STATISTIKEN_DER_KATHOLISCHEN_KIRCHE

[14] http://www.fides.org/de/stats/26573-Die_Statistiken_der_Katholischen_Kirche_2010

[15] http://www.fides.org/de/stats/28927-VATIKAN_Sonterteil_zum_Sonntag_der_Weltmission_die_Statistiken_der_Katholischen_Kirche

[16] http://www.fides.org/de/stats/30940-VATIKAN_Die_Statistiken_der_katholischen_Kirche_2012

[17] http://www.fides.org/de/stats/35005-VATIKAN_STATISTIKEN_DER_KATHOLISCHEN_KIRCHE_2014

„Kommt ihr Töchter, helft mir klagen“. Wo sind die Früchte des Konzils? (1)


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1.  Der nachkonziliare Zustand der Kirche. Eine Einführung

Wenn wir im Rahmen von ad captandam benevolentiam den Anfangschoral der Matthäuspassion von Bach zitieren, so ist er mehr aus theologischen als aus bildungstechnischen Gründen gewählt. Die Kirche ist ja tatsächlich der mystische Leib Christi, was uns sehr deutlich die Enzyklika Mystici corporis von Pius XII vor Augen stellt. Wenn die Kirche leidet, dann leidet Christus selbst, denn er sagte zu Saulus auf dem Damaskusweg: „Warum verfolgst du mich?“ (Ap 9,4), obwohl Saulus die Kirche verfolgte. Daher ist jeder Angriff auf die kämpfende Kirche, denn die triumphierende und die leidende Kirche sind ja in Sicherheit, ein fortgesetzter Angriff des Widersachers Gottes auf die Menschheit Christi, da der Teufel der Göttlichkeit des Heiland niemals etwas anhaben konnte oder anhaben kann. Der Teufel kämpft ja, nach Offenbarung 12, mit den Nachkommen des Weibes, womit an dieser Stelle sowohl die Mutter Gottes als auch die Mutter Kirche gemeint sind. Dies ist der große theologische Rahmen, in welchem sich alle katholischen Überlegungen zur Kirchenkrise bewegen sollten, wobei nicht zu vergessen ist, dass Gott der allmächtige Herrscher der Geschichte und der Kirche ist. Die Verfolgung der Kirche kommt ja nicht nur von außen, sondern auch von innen der Kirche, wie treffend Benedikt XVI feststellte, bevor er selbst das Feld räumte und von den Wölfen floh. Möge der nachfolgende Kolloquialismus uns nachgesehen werden, aber der geistliche Kampf ist eben nichts für Weicheier, sondern etwas für richtige Kerle, beiderlei Geschlechts. Da leider die Mehrheit der heutigen Geistlichen, besonders in Deutschland, extrem verweichlicht und verweiblicht ist, ohne gleich homosexuell zu sein, so ist von ihnen wirklich wenig zu erwarten. Dabei ist der geistliche Kampf ein ständiger Kampf gegen die Welt, gegen das Fleisch und gegen den Satan. Man wird also immer etwas zu bekämpfen haben, obwohl ein „Bekämpfen“ nicht immer ein Plattmachen der theologischen oder ideologischen Gegner bedeuten muss. Denn es gilt die Seelen zu retten und nicht diese noch zusätzlich zu verderben.

Von der theologischen Sicht schreiten die wir nun zu der soziologischen Sicht der Dinge fort. Es scheint wirklich der Fall zu sein, dass wir zurzeit innerhalb der Kirche eine Zeit des Totalitarismus durchmachen, in welchem das Hohelied von „den Früchten des Konzils“ die tragende Ideologie, besonders der Kirche in Deutschland, darstellt. Diese Ideologie ist aber keine Theologie, sondern erlaubt eine bestimmte Machtausübung und ermöglicht einen bestimmten Machterhalt. Man kann in den kirchlichen und akademischen Kreisen absolut alles angreifen und kritisieren, von der nicht vorhandenen Existenz Gottes angefangen, das Einzige, was sakrosankt als ein Superdogma unangreifbar bleibt, ist das letzte Konzil. An dieser Stelle möchten wir anführen, dass wir das letzte Konzil als ein pastorales anerkennen und auch alle seine dogmatischen Bestimmungen, soweit sie dem vorhergehenden Lehramt nicht ausdrücklich widersprechen (und das tun sie eigentlich nicht), ebenfalls annehmen. Da wir aber ebenfalls die zweiwertige Logik hochhalten und somit den Satz vom Widerspruch als das geltende Gesetz des menschlichen Denkens anerkennen, so können wir unmöglich annehmen, dass alles, was bis zum letzten Konzil gut und richtig war, seit der Zeit 1962-1965 schlecht und falsch ist. So direkt und deutlich hört man es zwar niemanden sagen, aber dies ist leider die Grundhaltung, welche den meisten Geistlichen ein angenehmes Leben ermöglicht, ohne irgendwo, irgendwann, irgendwie anzuecken. Dieser Grundeinstellung ermöglicht auch den Theologen jeden möglichen Unsinn zu verbreiten, ohne in irgendeiner Weise zur Verantwortung gezogen zu werden. Das letzte Theologenmemorandum hat es ja bewiesen. Wie man früher in den Ostblockstaaten jemanden, der nicht gerade ins Gefängnis gehen wollte, immer damit einschüchtern konnte, dass man ihm sagte: „Du bist ja gegen den Sozialismus!“, so kann man heute jemanden in Deutschland, aber auch woanders, kaum einer Häresie vorwerfen, denn das ist ja ein vorkonziliares Gerede, sondern die Ablehnung des Konzils, den Kryptolefebrismus, die fehlende Dialogbereitschaft et cetera et cetera. Der Geist des Konzils ist also das nicht greifbare, aber auch das unangreifbare Superdogma, welches alles rechtfertigt. Wir werden diese Gedanken doch mehr als einmal vertiefen. An dieser Stelle lässt sich aber sagen, dass diejenigen Völker, welche die Erfahrung eines Totalitarismus hinter sich haben mit dem nachkonziliare Doppeldenken, welches in der deutschen Kirche und in der deutschen Theologie herrscht, viel besser umgehen können als diejenigen, denen diese Erfahrung fehlt. Eine erneute Lektüre von Orwells 1984 ist hier allen zu empfehlen.

Der Schreiber dieser Zeilen ist nach dem Konzil geboren, aufgewachsen, religiös sozialisiert und theologisch ausgebildet worden. Er kennt also keine andere Kirche als die nach dem Konzil. Er hat sich mehr als einmal gefragt, warum die Lehre dermaßen im Ungefähren bleibt und warum seine eigenen und die kirchlichen Missionsbemühungen dermaßen wenig fruchten. Er dachte immer, dass es an den jeweiligen Lehrenden und an ihm selbst liegt. Es dauerte eine Zeit bis er feststellte, dass die nachkonziliare Entwicklung deswegen so eingerichtet und ausgelegt wurde, damit sie keinen oder wenig Sinn macht und somit keine Früchte trägt. Dies bedeutet aber nicht, dass alles verloren ist, dass der Antichrist vor der Tür steht oder dass wir in einer Sedisvakanz leben. Es gibt einfach sehr viel zu tun, um das nachkonziliare Geknäuel zu entwirren und Spreu vom Weizen zu trennen. Es bleibt zu hoffen, dass es noch ausreichend viele Hierarchen, Geistliche und Theologen geben wird, welche die katholische Lehre ausreichend gut kennen werden, um diese Bereinigung vollbringen zu können. Die Piusbruderschaft bietet, unserer Meinung nach keine Alternative, da sie nach wie vor kanonisch irregulär ist, selbst in theologischen Widersprüchen steckt und manch einer theologischen Sondermeinung anhängt, welcher sie viel zu viel Bedeutung beimisst. Wie jemand sehr richtig sagte: „Wir brauchen kein Drittes Vatikanum, sondern ein zweites Tridentinum!“ Ja, das brauchen wir und einen zweiten Pius V noch dazu!

Unsere Artikelreihe über die nachkonziliare Krise richtet sich in erster Linie nicht an diejenigen, welche sowieso eine nachkonziliare Apostasie annehmen und von der nachkonziliaren Kirche als von der „Konzilskirche“ oder gar der „Konzilssekte“ sprechen. Wir tun dies nicht und diese Ausdrucksweise tut uns weh. Unsere Artikelreihe richtet sich an diejenigen, welche eine Kontinuität der Kirchengeschichte anerkennen und nach den Ursachen der gegenwärtigen Krise fragen. Unserer Meinung nach hatte das letzte Konzil tatsächlich zu dieser Krise beigetragen, indem es Einflüsse, Lehren und Tendenzen zuließ, welche subkutan in der Kirche eigentlich seit der Reformation gärten und über den Jansenismus, die Französische Revolution, den Liberalismus, den Modernismus und andere Ismen eine Tiefenströmung bildeten, welche erst nach dem Konzil aufbrach und im Westen fast alles mit sich riss. Die Konzilstexte lassen sich orthodox auslegen und verstehen, aber sie lassen sich auch heterodox interpretieren, da ihnen eine beinahe orwellsche Zwiesprache zugrundeliegt und zwar auf allen möglichen Verständnisebenen. Und dies ist die eigentliche Neuheit, denn die vorigen Konzilien haben sich einer exakten, juristischen Sprache bedient, welche innerhalb der ganzen Kirchengeschichte ausgearbeitet wurde und daher jedem Missverständnis vorbeugte.

Die vorliegende Artikelreihe möchte aber fast ausschließlich statistisch und soziologisch argumentiert. Sie möchte fragen, ob irgendetwas Positives innerhalb der letzten 50 Jahre für die Kirche herausgekommen ist? Wir möchten die folgenden Identitäts- und Wachstumskriterien der katholischen Kirche vorstellen und untersuchen:

  1. Anzahl der Priesterberufungen
  2. Anzahl der Ordensberufungen
  3. Anzahl der Katholiken weltweit
  4. Kenntnis der katholischen Lehre durch Katholiken
  5. Einhaltung der katholischen Moral und der katholischen Religionspraxis durch Katholiken
  6. Katholische Missionserfolge
  7. Anzahl der Konversionen zum Katholizismus
  8. Bindung der Lokalkirchen an Rom

An dieser Stelle lässt sich schon sagen, dass all diese Kriterien negativ ausfallen. Da die Kirche ein Organismus ist, so können auf sie mutatis mutandis auch die Kriterien einer organischen Gesundheit übertragen werden. Ein Organismus aber ist dann gesund, wenn er nicht abstirbt und sich fortpflanzt. Die Kirche stirbt aber ab und pflanzt sich als solche nicht fort. Die einzigen positiven Statistiken, die aus Afrika und Asien vorliegen sind nicht auf eine positive Entwicklung der Kirche zurückzuführen, sondern auf ein größeres Bevölkerungswachstum als in Europa oder in Amerika. Da der Schreiber dieser Zeilen auch andere Pflichten und Interessen außerhalb dieses Blogs hat, so wird die Übertragung der polnischen Texte in ein annehmbares Deutsch und ihre Ausrichtung auf den deutschsprachigen Leser einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir bitten daher alle um Geduld. Die Ungeduldigen können sich an den bereits verfassten Texten mithilfe eines Autotranslators versuchen.