Die Kardinäle sterben aus oder immer noch vom guten Tod


dubia demons

Auf eine providentielle, d.h. von der göttlichen Vorsehung vorgesehene, Weise fällt der heutige Beitrag vom 13.09.2017 Gebet um einen guten Tod, der vor mehreren Wochen verfasst wurde, mit Nachrichten über die Todesumstände von Kardinal Caffara zusammen. Kardinal Caffara ist der zweite der vier Dubia-Kardinäle, der innerhalb von wenigen Monaten verstorben ist. Zur Erinnerung Kardinal Meisner starb unerwartet am 5. Juli 2017, Kardinal Caffarra am 6. September 2017. Auf frommen Seiten wie katholisches.info  oder gloria.tv, ebenso wie bei onepeterfive.com wird mehr oder weniger verdeckt spekuliert, hauptsächlich in den Kommentaren, dass es sich vielleicht um keine normalen Todesfälle gehandelt hat, sondern, dass klipp und klar, diese „guten, unerschrockenen, katholischen Männer“ umgebracht wurden.

Kann man das ausschließen? Nein, man kann es nicht ausschließen, wie man unter Bergoglio nichts ausschließen kann, aber wir halten es für recht unwahrscheinlich. Warum? Weil diese vier Kardinäle, davon drei emeritiert und wirklich in jeglicher Hinsicht abgesichert, für Franziskus keine Bedrohung darstellen. Was haben Sie denn bewirkt? Sie haben fünf Dubia, d.h. Zweifel vorgetragen, ob Amoris Laetitia mit der restlichen Lehre der Kirche übereinstimmt. Mehr kam nicht. Bevor wir dies analysieren, wollen wir an dieser Stelle unterlassen fromme Kommentare über „den beispiellosen Mut“, „engagierte Courage“ und wie auch immer der Kardinäle zu zitieren, wie sie bspw. auf katholisches.info und woanders erschienen sind. Was gibt es denn in den Dubia zu zweifeln? Können die Kardinäle nicht lesen? In Amoris Laetitia stehen Häresien im eigentlichen Sinne des Wortes, wie schön u.a. der Brief der 45 Theologen es herausgearbeitet hat. Was haben die Kardinäle gemacht, dass sie Franziskus so gefährlich wurden?

Haben sie den Papst der Häresie angeklagt? Nein.

Haben sie ihn formal zurechtgewiesen? Nein.

Haben sie eine Pressekonferenz zusammengerufen und erzählt, dass sie bedroht werden? Nein.

Haben sie eine Palastrevolution angezettelt? Nein.

Haben sie eine Großmacht (z.B. USA) zur Hilfe gerufen, um den Papst zu entmachten? Nein.

Haben sie ihn in der Engelsburg eingesperrt? Nein.

Warum sollte man sie denn umbringen? Sie sind doch völlig harmlos. Ein bisschen Schaum schlagen, aber keine Taten folgen lassen. Mundabor nennt die vier Kardinäle zu Recht die „miauenden Kätzchen“. Sie sind doch nicht gefährlich, denn wären sie es, dann hätten sie in der Zeit seit Amoris Laetitia, von der sie ja früher wussten, als der Rest von uns, etwas unternommen. Sie müssen doch viel genauer wissen, was Franziskus noch alles vorhat, um die kämpfende Kirche zu zerstören. Welche Kirche? Ja, genau, es gibt sie kaum, die kämpfende Kirche, weil kein Mensch kämpft, am wenigsten die Kardinäle. In der langen Geschichte der Kirche hat es im Vatikan immer schon Morde oder zweifelhafte Todesfälle gegeben. Da der Vatikan, wie jeder Staat, einen Geheimdienst besitzt, der  sich natürlich ganz anders nennt, so ist es auch möglich, dass er auch über professionelle Killer verfügt oder dass man sich dazu fremder Geheimdienste oder der Mafia bedient. Hat es schon alles in der letzten Zeit gegeben, Stichwort: Banco Ambrosiano. Technisch ist es natürlich möglich jemanden umzubringen und es gibt Mittel seinen Tod natürlich aussehen zu lassen. Kardinal Caffarra meinte, dass er überwacht werde, was durchaus möglich sein kann, aber wenn man jemanden wirklich überwacht, dann macht man es professionell so, dass das Opfer nichts merkt. Man muss ein ausgebildeter Spion sein, um Beobachter überhaupt feststellen zu können, was eindrucksvoll bspw. Wiktor Suworow in seinem autobiographischen Buch Aquarium beschreibt. Normale Menschen merken es nicht und deswegen ist ein Durchschnittsbürger beim Kampf gegen Geheimdienste recht machtlos. Wenn das Opfer etwas bemerkt, dann will man ihm Angst einjagen oder es bildet sich einfach etwas ein. Menschen in einer dauernden Stresssituation entwickeln einen mehr oder stärker ausgeprägten Verfolgungswahn, wie viele Gefängnisinsassen, und sehen sich umzingelt, obwohl alles völlig normal ist. Man weiß auch, dass bei der ersten Schlacht 25% aller Soldaten völlig kampfunfähig ist, weil sie vor Angst gelähmt sind, was sich auch körperlich recht unangenehm äußert. Wer Kriegsliteratur kennt, weiß Bescheid. Aber mit jeder kommenden Schlacht oder Gefechtssituation härtet man sich ab bis man tadellos und fehlerfrei auch in Lebensgefahr handeln kann. Übung ist halt alles und wenn man die erste Angst überwindet, dann ist der Rest halb so schlimm.

Es ist aber sehr einfach jemanden zu bedrohen, der sich immer gefürchtet hatte, immer zurückgewichen ist, immer gehorchte. Unsere Geistlichen, wie wir hier permanent feststellen, sind es nicht gewohnt zu kämpfen. Der nachkonziliare Kuschelkurs mit dem JP2-Triumphalismus hat sie wirklich entmannt. Jetzt, wo wir es wirklich mit einem häretischen, die Kirche zerstörenden Papst zu tun haben, gibt es niemanden, buchstäblich niemanden, der ihm trotzt. Es geht jetzt wirklich ans Eingemachte und niemand ist da. Jeder, der im Leben mit einem Uniformdienst zu tun hatte, sei es Militär, sei es Polizei, weiß, dass diese Arbeit  vorwiegend von Menschen gesucht und ausgeübt wird, die in einem sicheren System abgesichert sein wollen und dazu mehr oder weniger Macht ausüben möchten. Kämpfer? Fehlanzeige. Bei denjenigen Truppen, die wirklich Krieg führen mag es anders sein, aber diese stellen höchstens 10% einer, jeden Berufsarmee dar. Der Rest gammelt herum, unterhält sich, wartet auf Feierabend und ist finanziell gut abgesichert. Und was ist der Unterschied zur Kirche? Gar keiner, es ist genauso. Man kann auch nicht behaupten, dass die kämpfende Kirche auch vor dem Konzil besonders kämpferisch war, nach Vat. II ist sie es überhaupt nicht. Nachdem die Kirche seit Vat. II wirklich in allen Bereichen das Feld geräumt hat und so vieles, was „früher“ heilig war für unerheblich erklärte, um den „Dialog“ mit der Welt nicht zu gefährden, ist jetzt buchstäblich nichts geblieben, wofür es sich zu kämpfen lohnt und zwar gegen einen Antipapst, der keine Skrupel hat. Es ist wirklich wie im Fußball. Der Gegner spielt so, wie sie ihn lassen. Sie lassen ihn spielen, weil sie feige sind und hoffen, dass er stirbt, dabei sterben sie vor ihm.

Der Schreiber dieser Zeilen glaubt nicht, dass die beiden Kardinäle eines unnatürlichen Todes gestorben sind, Kardinal Meisner war 84, Kardinal Caffarra war 79. Menschen sind sterblich und so sterben sie. Es waren alte Männer, die ihm Leben kaum Stress erlebt hatten und deren Organismus dem Bergoglio-Druck vielleicht nicht gewachsen war. Aber sollten sie auch umgebracht worden sein, dann hat Gott es zugelassen. Warum? Um zu zeigen, dass er sie abstraft, weil sie seinen heiligen Willen, die Kirche wirklich zu retten, nicht erfüllt hatten.

Was hätten sie noch tun können?

Und was haben sie getan? Nichts.

Formelle Anklage, eine Pressekonferenz halten und dem Hinweis, wenn wir uns nicht melden, dann wisst ihr Bescheid. Tausende Menschen fallen vom Glauben ab, weil sie niemanden sehen, dem sie glauben könnten, der eine wirkliche Autorität ist. Auch wenn sich die katholischen Medien bemühen künstlich einen katholischen Helden aufzubauen, so ist dieses Unterfangen erfolglos, weil es keine gibt. Es bringt nichts die Menschen anzulügen und ihnen ein X für ein U vorzumachen. Bergoglio verursacht einen Skandal nach dem anderen und es gibt niemanden, dessen Standespflicht es gewesen wäre, ihn zurückzuhalten. Ein Kardinal schwört doch die Treue der Kirche und nicht der Person des jeweiligen Papstes, dem nur so viel zu gehorchen ist, wie dieser Papst die Kirche repräsentiert und diese nicht zerstört. Fakten sprechen eine klare Sprache. Gott spricht eine klare Sprache. Wenn Gott gewollt hätte, dass Kardinal Meisner und Kardinal Caffarra unter den Lebenden weilen würden, dann hätte er sie am Leben erhalten. Punkt. Er hat es nicht und es ist gleich, ob sie auf natürliche Weise gestorben sind oder nicht.  Eine körperliche Unsterblichkeit hat ihnen ja nicht gedroht. Gott hat sie, so glaubt der Schreiber dieser Zeilen, deswegen abberufen, weil sie versagt haben und seinen Willen nicht erfüllten. Woher wissen denn die Blogs katholisches.info und onepeterfive.com, dass diese Kardinäle uns vom Himmel aus beistehen werden? Woher wissen sie, dass sie es überhaupt ins Fegefeuer geschafft haben? Gott ist sehr gerecht und auf ein maximales Versagen folgt eine maximale Strafe, siehe der Engelssturz.

Sie haben getan, was sie konnten, sagen Sie.

Nein, sie haben kaum etwas getan.

Manches können nur manche Menschen tun, weil sie diese Gewalt besitzen. Manches kann nur eine Mutter oder ein Vater tun, manches kann nur ein Richter oder Polizist tun, manches kann nur ein Kardinal tun, kein katholischer Blogger, leider. Man hört in der letzten Zeit aus Rom, dass viele Leute unter Bergoglio Angst um ihr Leben haben. Dies mag sein, aber haben diese Leute keine Angst um ihre Ewigkeit, dass in der Hölle landen werden? Das ist doch viel schlimmer, denn ewig lebt keiner und sterben werden wir doch alle. Was sagt die Schrift?

Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen. (Lk 12, 47)

Das sind die Worte Christi. Kennt denn ein Kardinal den Willen Christi nicht? Gut, viele sind ungläubig, glauben an diesen Bullshit nicht und hassen Gott. Aber doch nicht die Dubia-Kardinäle, so hoffen wir. Ihr Versagen muss Christus doch besonders schmerzen. Der Verrat des Judas hat ihn doch mehr geschmerzt als die Schläge der Soldaten, doch noch mehr geschmerzt hat ihn die Verleumdung Petri. Je näher man jemandem ist, desto mehr kann man ihn verletzen. Es ist möglich, dass durch all diese Todesfälle samt den jüngsten Naturkatastrophen Gott uns allen noch eine Warnung zukommen lassen möchte, denn:

Denn jetzt ist die Zeit, in der das Gericht beim Haus Gottes beginnt; wenn es aber bei uns anfängt, wie wird dann das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?

Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird man dann die Frevler und Sünder finden?

Darum sollen alle, die nach dem Willen Gottes leiden müssen, Gutes tun und dadurch ihr Leben dem treuen Schöpfer anbefehlen. (1 P 4, 17-19)

Man sagt, dass Gott den Menschen in einem Augenblick zu sich ruft, an dem dieser Mensch am meisten auf den Tod vorbereitet ist, also in einem Augenblick des Gnadenstandes. Sehr viele Heilige haben richtig den Augenblick ihres Todes vorausgesagt und sich auf diesen vorbereitet. Der Teufel, mit Gottes Zulassung, holt aber eine Seele dann, wenn der Mensch am wenigsten darauf vorbereitet ist. Daher ist ein jäher und unvorbereiteter Tod kein Segen. Und was hat der Teufel damit zu tun? Dies, dass ein schwerer Sünder dem Teufel zur Bestrafung übergeben wird, auch in diesem Leben. Der Spruch: „der Teufel soll ihn holen“, kann durchaus wörtlich aufgefasst werden. Auch eine Unterlassungssünde kann eine schwere Sünde sein und unseres Erachtens ist das fehlende Vorgehen gegen Bergoglio eine schwere Unterlassungssünde aller Kardinäle, insbesondere der Dubia-Kardinäle. Starke Worte? Ja, durchaus. Aber aus dieser Perspektive wird ersichtlich, warum die Kardinäle so unerwartet sterben. Denn so unerwartet ist es gar nicht. Leben wir im Gnadenstand und beten wir um einen guten Tod. Amen.

Advertisements

Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (2 von 10). Häresien bei Vat. II?


774f84c41c06465ccf9c848fee76047b

Was ist Häresie?

Eine Häresie im eigentlichen Sinne ist in der Theologie sehr eng umrissen. Wir haben dazu bereits folgendes geschrieben.

Ad 1. Häretische Meinung (sententia haeretica) oder Häresie

Dies ist die schwerstwiegende Zensur. Eine häretische Meinung (sententia haeretica) ist diejenige Meinung, welche sich direkt (directe) und unmittelbar (immediate) der geoffenbarten katholischen Glaubenswahrheit widersetzt und zwar

  • (i.) als ihr entgegengesetzt (contrarie) oder
  • (ii.) ihr widersprechend (contradictorie).

Im Falle, dass die Glaubenswahrheit lautet:

            „alle Menschen werden auferstehen“

lautet (i.) die entgegengesetzte Meinung (propositio contraria):

            „kein Mensch wird auferstehen“

die (ii.) widersprechende Meinung (propositio contradictoria) hingegen lautet:

            „ein bestimmter Mensch wird nicht auferstehen“.

Sowohl (i.) als auch (ii.) sind häretisch, denn sie negieren die oben angeführte Glaubenswahrheit, prädikatenlogisch ausgedrückt mit Hilfe (ii) eines Existenzquantors ( oder ˅) „es gibt mindestens einen Menschen, der nicht aufersteht…“ oder mit Hilfe (i) eines Allquantors (“ oder ˄)  „Für alle (Menschen) gilt: sie werden nicht auferstehen.“[2]

Besteht eine Glaubensaussage aus mehreren Elementen wie z.B.:

„Christus ist (A) wahrer Gott, (B) wahrer Mensch, (C) geboren von der (D) Jungfrau Maria“

dann ist die Negierung nur eines Element die Negierung der ganzen Aussage, denn man kann nicht behaupten, dass (A) bis (C) zwar stimmen, aber (D) nicht, dass Maria keine Jungfrau war.

Der Gegenstand einer Häresie ist also die direkte Verneinung dessen, was lehramtlich als verbindlich definiert wurde und vereinfacht ausgedrückt eine Häresie richtet sich dagegen, was im Denzinger-Hünermann (Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen) steht. Es muss also etwas explizit definiert worden sein, um explizit als Häresie, im Sinne von (i.) und (ii.), verneint zu werden. Nur dann kann man von einer Häresie oder einer häretischen Meinung (sententia haeretica) sprechen.[1]

Häresien in den Dokumenten des Vat. II?

Bei der Bestimmung einer Häresie muss man logisch-juristisch vorgehen und zuerst nachprüfen, ob es ein katholisches Dogma gibt, gegen die sich die vermeintliche häretische Aussage (sententia haeretica) richtet. Anders formuliert, muss man untersuchen, ob die zu untersuchende Aussage (sententia) eine Lehraussage de fide betrifft.[2] Betrifft die zu untersuchende Meinung eine niedrigere Kategorie der Notae theologicae, dann ist es keine Häresie (sententia haeretica), sondern sie erfüllt, juristisch ausgedrückt, ein kleineres Strafmaß, da die Reihenfolge derjenigen Aussagen, welche die Glaubenslehre selbst (doctrina ipsa) betreffen wie folgt lautet:

  1. Häretische Meinung (sententia haeretica) oder Häresie
  2. Der Häresie nahe Meinung (sententia haeresi proxima)
  3. Nach Häresie schmeckende Meinung (sententia haeresim sapiens)
  4. Die Häresie begünstigende Meinung (sententia haeresi favens)
  5. Irrige Meinung (sententia erronea)
  6. Leichtfertige Meinung (sententia temeraria)

Um es noch anders zu formulieren: „Häresie“ ist ein theologischer und kirchenrechtlicher Fachbegriff, welche die höchste Verfehlung gegen die kirchliche Lehre bezeichnet, der aber höchst sparsam verwendet werden sollte, weil er wirklich höchst selten zutrifft. Daher zeugt der inflationäre Gebrauch des Häresie-Begriffes, wie z. B. hier angeführt,  leider von geringen theologischen Fachkenntnissen. Unsinn und Häresie sind zwei verschiedene Paar Schuhe, denn nicht alles, was den Glauben schädigt und die Gläubigen verwirrt, was natürlich schlimm ist, erfüllt den Tatbestand der Häresie.

Untersuchen wir in diesem Zusammenhang eine Leserzuschrift, die wir hier abschnittsweise anführen:

Also das hier ist doch eine Häresie der höchsten Kategorie:

Dogmatische(!) Konstitution Lumen Gentium 16:

„Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.“

Dieser Satz ist keine Häresie, denn die Kirche lehrt: „Der Heilswille Gottes umfasst alle Menschen“. Wir zitieren hier ausschließlich zwei Aussagen des vorkonziliaren Lehramts, welche diese Lehre dogmatisch bestätigen:

So sagt die Synode von Quiercy, Mai 853

Kap. 3. Der allmächtige Gott »will, daß alle Menschen« ohne Ausnahme »gerettet werden« [1 Tim 2,4]; gleichwohl werden nicht alle gerettet. Daß aber manche gerettet werden, ist das Geschenk dessen, der rettet; daß aber manche zugrunde gehen, ist die Schuld derer, die zugrunde gehen. (DH 623)

 

Synode von Arles, i. J. 473: Unterwerfungsschreiben des Priesters Lucidus

„Auch hat Christus, unser Gott und Erlöser, was den Reichtum seiner Güte anbelangt, das Lösegeld des Todes für alle dargebracht; er will auch, daß keiner zugrunde gehe, er, der Erlöser aller Menschen ist, vor allem der Gläubigen, reich gegenüber allen, die ihn anrufen [Röm 10,12]. Und weil in so wichtigen Dingen dem Gewissen Genüge zu tun <ist>, erinnere ich mich, zuvor gesagt zu haben, daß Christus nur für die gekommen sei, von denen er vorherwußte, daß sie glauben werden [unter Berufung auf Mt 20,28; 26,28; Hebr 9,27]. Jetzt aber bekenne ich gerne aufgrund der Autorität der heiligen Zeugnisse, die sich im Bereich der göttlichen Schriften überreich finden und aufgrund der Lehre der Alten erschlossen sind, daß Christus auch für die Verlorenen gekommen ist; denn sie gingen zugrunde gegen seinen Willen. Es ist nämlich nicht recht, daß der Reichtum unermeßlicher Güte und die göttlichen Wohltaten nur auf die eingeschränkt werden, die offensichtlich gerettet sind. Denn wenn wir sagen, Christus habe nur denen Heilmittel gebracht, die erlöst sind, werden wir den Eindruck erwecken, die nicht Erlösten freizusprechen, die bekanntlich für die Verschmähung der Erlösung zu bestrafen sind.“ (DH 340)

Also, da der Heilswille Gottes alle Menschen umfasst, so umfasst er auch die Bekenner anderer Religionen. Gott möchte, dass sich alle zu Christus bekehrten und sich seiner Heiligen und einzigen Kirche, der katholischen Kirche anschließen. Natürlich umfasst der Heilswille Muslime, wie auch Vodoo-Anhänger oder Zoroastierner, denn er umfasst alle Heiden.

Also:

  1. Gott will, von seiner Seite aus, dass alle Menschen gerettet werden.
  2. Christus ist auch „für die Verlorenen“ gekommen, also auch für die, die, aufgrund ihrer eigenen Sünden, in der Hölle landen werden.

Dies bedeutet natürlich nicht, dass alle gerettet werden, weil Menschen einen freien Willen haben, nach dem sie sich richten. Denn „umfassen“ bedeutet nicht „zum Heil“ oder zur visio beatifica (beglückende Anschauung) gelangen. Kein Mensch ist von vornherein von Gott ausgeschlossen, also jeder hat eine Chance, es liegt an ihm, was er damit macht. Wir wissen aber nicht, wen der Heilswille Gottes „besonders“ umfasst, denn das vorkonziliare Lehramt lehrt es nicht, und ob es Muslime sind oder es nicht sind. Die Kirche lehrt, dass die Vorauswahl Gottes, Seine freie Entscheidung ist (DH 1540, 1565, 1567, 628), die wir nicht kennen können, sodass jede Spekulation darüber obsolet ist.  Da es vor Vat. II keine dogmatische Aussage über Muslime gab, so kann der obige Satz keiner Lehre widersprechen, welche ausdrücklich als verbindlich zum Glauben vorgelegt wurde. Der o.a. Satz ist demnach keine Häresie.

Der Schreiber dieser Zeilen würde sich am meisten am Adverb „besonders“ stören, denn wir wissen nicht, warum ausgerechnet die Muslime, die von Anbeginn an zu den größten Feinden des Christentums gehörten „besonders vom Heilswillen Gottes umfasst werden“. An dieser Stelle scheinen die folgenden Zensuren angebracht:

I. Was die Glaubenslehre selbst (doctrina ipsa) anbelangt:

6. Leichtfertige Meinung (sententia temeraria)

II. Was die Art und Weise (modum) der Darstellung der Glaubenslehre anbelangt:

  1. Trügerische Meinung (captiosa)
  2. Verdächtige Meinung (suspecta)
  3. Übel klingende Meinung (male sonans)
  4. Fromme Ohren verletzende Meinung (piarum aurium offensiva)
  5. Wenigstens irrige Meinung (ad minus erronea)

III. Was die Auswirkung (effectum), welche diese Meinung auf die Gläubigen ausüben könnte, betrifft.

  1. Ärgernis erregende Meinung (scandalosa)

Fahren wir mit der Leserzuschrift fort:

Das wird sogar innerhalb der Konzilstexte selbst widerlegt:

Erklärung Nostra Aetate 3:

„Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, …“

Die Muslime glauben eben nicht nur an den einen Schöpfergott, von dem sie sonst nichts wissen; sondern sie sagen ausdrücklich in Bezug auf Jesus Christus, dass Gott keinen Sohn hat und dass Jesus Christus nicht Gott ist. Sie leugnen also ausdrücklich die Heilige Dreifaltigkeit.

Aber der oben zitierte Satz

„Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.“ (Lumen gentium 18)

sagt aber gar nichts über den Glauben an Jesus Christus aus und deswegen ist er nicht auf die Erklärung aus Nostra Aetate 3 zu beziehen. Diese Erklärung ist auch richtig, Muslime glauben nicht an Jesus und verehren ihn als Propheten. Fahren wir weiter mit der Zuschrift fort:

Lumen Gentium behauptet aber, Katholiken und Muslime beten zum selben Gott. Lumen Gentium behauptet also, Gott wäre sowohl dreifaltig und nicht dreifaltig.

Das ist eine Verleugnung eines Glaubensdogmas. Zensur: Häresie.

Aber Lumen Gentium behauptet nirgends, dass sie es tun, was oben dargelegt wurde. Ebenso wenig wird in Lumen gentium die Heiligste Dreifaltigkeit in Frage gestellt.

[1] https://traditionundglauben.wordpress.com/2016/05/24/was-ist-eine-haresie-die-kirchlichen-zensuren-2-zensuren-welche-die-glaubenslehre-selbst-betreffen/

[2] Siehe: https://traditionundglauben.wordpress.com/2017/08/11/notae-theologicae-oder-die-dogmatische-gewissheit-3-von/  https://traditionundglauben.wordpress.com/2017/08/14/notae-theologicae-oder-die-dogmatische-gewissheit-4-von/

Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (1 von 10) Einführung. Assistentia negativa.


774f84c41c06465ccf9c848fee76047b

Da man gemachte Versprechen einlösen sollte, so fangen wir hiermit an unsere Reihe, die abwechselnd mit anderen Beiträgen präsentiert werden wird, in der wir darlegen werden, warum Bergoglio ein Antipapst ist. Wir fangen sozusagen von hinten an, indem wir die Konsequenzen darlegen und so scholastisch ex effectibus, von den Auswirkungen her schließen. Er ist ein Gegenpapst, weil ihm die Standesgnade fehlt, die ihn vom Irren abhält. Er irrte in Amoris Laetitia, indem er formale Häresien in einem Dokument des Lehramtes verbreitete, was in dieser Art und Weise kein Papst getan hat, er zerstört systematisch und mutwillig die Kirche, in einer Art und Weise, die unumkehrbar sein soll, so ist er kein Papst, denn kein Papst vor ihm hat dies getan oder versucht.

Die Ausgangslage

Jedem, der die Geschehnisse in der katholischen Kirche seit der Thronbesteigung von Jorge Bergoglio beobachtet, der am 13.03.2013 (Achtung Freimaurersymbolik im Datum) als der 266 (Achtung: zwei sechsen) den päpstlichen Thron bestieg, wird zumindest ein großer Unterschied zwischen dem Vorher, also der Zeit vor Bergoglio und dem Nachher, also der Zeit seit Bergoglio, sichtbar. Sogar die weltliche Mainstreampresse, von der katholischen Presse ganz abgesehen, hat festgestellt, dass Bergoglio nicht besonders fromm ist, das Religiöse an der Religion meidet und ständig fromme Katholiken („Neo-Pelagianer“, „Rosenkranzzähler“, „Karnickel“, „Selbstgerechte Pharisäer“ etc.) beleidigt.[1] Jemand, welcher der katholischen Kirche völlig unbefangen gegenüber stehen würde, z.B. ein Marsmensch, der plötzlich unseren Planeten besucht, würde sich die Frage stellen, warum der Chef einer so großen Organisation diese gegen die Wand fährt, seine eigenen Leute beleidigt und sein Verhalten dazu führt, dass der innere Widerstand gegen ihn wächst. Für gläubige Katholiken ist diese Situation noch schwieriger, weil Bergoglio seit seiner Wahl dermaßen viele Blasphemien und Häresien von sich gibt, dass sich ein ganzes Team von Theologen zum Blog Denzinger-Bergoglio zusammenfand, welches die bergoglianischen Häresien zusammenstellt und kommentiert. Andere Blogger wie Call me Jorge oder Pope Francis the Destroyer kommentieren dieses Pontifikat auch auf ihre eigene, weniger wissenschaftlich fundierte Art und Weise, indem sie eine Parallele zwischen einem Auftritt von Franziskus und einer nachfolgenden Katastrophe ziehen. Qualifizierter kritisieren das jetzige Pontifikat solche die Blogs und Internetseiten wie onepeterfive, Rorate Caeli, Ann Barnhardt, Hilary White und Andere, darunter auch wir, obwohl wir, so gut wir können, hier auf Tradition und Glauben Papst Franziskus ausklammern, um das Katholische hochhalten zu können. Manchmal geht aber kein Weg an Franziskus vorbei.

Aus einer rein atheistisch-pragmatischen Sicht betrachtet, schädigt Papst Franziskus immens der Organisation, welcher er vorsteht, da er:

Dies ist eine rein äußerliche Sicht der Dinge, welche jeder Unvoreingenommen zustimmen wird. Eine Lage, über die sich ein jeder Kirchengegner freut, was die Popularität von Papst Franziskus in den Mainstream-Median erklärt. Wir wollen aber jetzt auf eine andere Argumentations- und Überlegungsebene gehen, die darlegen wird, wer der Papst, theologisch betrachtet, wirklich ist.

Der Sinn des petrinischen Primats

Wir wollen an dieser Stelle nicht die Lehre vom Primat des Petrus darlegen, da wir davon ausgehen dass sie der Mehrheit unserer Leser mehr oder weniger bekannt ist.[3] Wir wollen uns vielmehr mit den geistigen und spirituellen Auswirkungen des Petrusamtes befassen. Nach der Dogmatik von Ott,

„[…] ist der Primat seiner Natur nach ein Amt zu Regierung der Kirche und [hat] den Zweck, die Einheit und Festigkeit der Kirche zu wahren, die Kirche […] nach dem Willen ihres Stifters zur Fortführung des Heilswerkes Christi für alle Zeiten unveränderlich fortbestehen [zu lassen]“.[4]

Was ist also der Zweck des Primats?

  1. Die doktrinäre und institutionelle Einheit und Festigkeit der Kirche zu wahren.
  2. Die Fortführung des Heilswerkes Christi unveränderlich fortbestehen zu lassen.

Was ist der Grund und die Folge der päpstlichen Unfehlbarkeit bei päpstlichen ex cathedra Urteilen?

Nach Ott:

„Der Hl. Geist hält den Träger des obersten Lehramtes vor einer falschen Entscheidung zurück (assistentia negativa) und führt ihn, wenn und soweit es nötig ist, durch äußere und innere Gnaden zur rechten Erkenntnis und Vorlage der Wahrheit hin (assistentia positiva). Der göttliche Beistand entbindet den Träger der unfehlbaren Lehrgewalt nicht von der Verpflichtung, sich mit natürlichen Mitteln, besonders durch Studium oder Offenbarungsquelle, um die Erkenntnis der Wahrheit zu bemühen. (Vgl. DH 3069 f.)

Die Folge der Unfehlbarkeit ist, dass die Kathedralentscheidungen der Päpste „aus sich“, d.h. ohne das Hinzutreten einer weiteren Autorität, unabänderlich sind, nicht erst auf Grund der Zustimmung der Gesamtkirche […]“.[5]

Schon an dieser Stelle bleibt einzuwerfen, dass die Argumente zur päpstlichen Unfehlbarkeit bei Franziskus im engeren Sinn nicht greifen, weil er, Gott sei Dank, bisher noch kein ex cathedra Urteil vorgelegt hat. Nichtsdestotrotz ist die von Christus gewollte und vom Hl. Geist begleitete Aufgabe des Papstes:

  1. Die doktrinäre und institutionelle Stärkung der Einheit der Kirche.
  2. Sicherung der Fortdauer des Heilswerkes Christi.
  3. Oberste Garantie des Erhalts der katholischen Wahrheit durch einen engeren Gottesbezug.

Unter dem Strich also dient das petrinische Primat oder das Papstamt dazu, dass ein Papst, so schlimm er persönlich auch sein mag, niemals die Kirche und ihre Lehre gänzlich korrumpieren kann, was ihre Lehre und Disziplin anbelangt. Wenn ein Papst Papst ist, dann hält ihn Gott davon durch die assistentia negative – „die negative Assistenz“ zurück, sodass die Kirche auch sehr schlimmen Päpsten etwas Gutes verdankt. Nennen wir ein Paar Namen, eins aus der Vergangenheit, andere aus der Gegenwart:

  • Alexander VI. – Ritus missae und Ordus servandus: heilsame liturgische Dokumente, Bekämpfung der Häresien in der Lombardei.
  • Johannes XXIII. – Blut Christi Verehrung, Veterum sapientia.
  • Paul VI – Humane vitae, “Agatha Christi – Indult”
  • Johannes Paul II. – ex cathedra Verbot der Frauenweihe, Lebensrecht, Indult-Politik,
  • Benedikt XVI. – Summorum pontificum

Wozu dient also das petrinische Primat auch beim ordentlichen Lehramt des Papstes? Es dient dazu, dass ein Papst bestimmte Grenzen niemals überschreiten kann, weil ihn die göttliche Allmacht durch seine Standesgnade davon abhält.

Wie sieht dies bei Bergoglio aus?

Ad 1. Stärkt er doktrinell und institutionell die Einheit der Kirche?

  • Nein, er produziert Häresien Blasphemien, bewirkte eine de facto Kirchenspaltung durch die gegensätzliche Umsetzung oder Ablehnung von Amoris Laetitia durch verschiedene Bischofskonferenzen (Polen dagegen, Malta, Deutschland und Argentina dafür).
  • Er hebt katholische Orden auf (Franziskaner der Immaculata) oder ersetzt ihre Führung (Ritter von Malta).
  • Er zerstört die kontemplativen Orden (Vultum Domini quaerere).[6]

Ad 2. Sichert er die Fortdauer des Heilswerkes Christi?

  • Nein, denn durch die sakrilegische Kommunion im Zustand der schweren Sünde werden sehr viele Seelen in der Hölle enden.
  • Durch die Abnahme der Priesterberufungen und de facto Aufhebung der kontemplativen Orden werden in absehbaren Zeit kaum Sakramente gespendet werden können und es wird auch kaum jemanden geben, der gottgeweiht, im Orden für die Kirche beten wird.
  • Das Heilswerk Christi wird nicht gesichert, weil der Inhalt des Glaubens nicht verkündet wird oder häretisch verändert worden ist.

Ad 3. Erhält er die katholische Wahrheit durch seinen Gottesbezug?

  • Er hat keinen Gottesbezug seinen Blasphemien nach zu urteilen.

Bergoglio alias „Papst“ Franziskus hat also ein Antipontifikat kreiert, welcher keinen wie auch immer gearteten Abglanz des petrinischen Amtes durchscheinen lässt.  Wenn wir also annehmen, dass

1.Bergoglio tatsächlich Papst ist,

2. Und er das pertinische Amt inne hat, welches ihn vor Irrtümern schützt und den Fortbestand der Kirche sichert

dann müssen wir annehmen, dass

3. Gott sich selbst widerspricht, weil er zum Petrusamt jemanden berufen hat, der seine Kirche zerstört und seine Offenbarung verändert (Ehebruch ist erlaubt, Amoris Laetitia).

Zwar wird es immer noch ein paar nachkonziliaren Novus Ordo Theologen geben, welche erklären werden, dass „Papst“ Franziskus zwar die Kirche verändert, aber der Heilige Geist, der unvorhersehbar durch ihn wirkt, die Kirche zum Positiven verändert, was wir aber noch nicht sehen können, weil wir:

  1. zu blöd.
  2. zu sündig sind.

Sie werden uns also dieselbe Erklärung präsentierten, wie bei allen Päpsten der nachkonziliaren Zeit und bei der Umsetzung des Konzils. „Des Kaisers neue Kleider“: nur Dumme und schlechte Beamten können sie nicht sehen! Der Unterschied aber zwischen den nachkonziliaren Päpsten und Bergoglio besteht jedoch darin, dass sich, unseres Erachtens, weder in den Konzilstexten selbst noch im nachkonziliaren ordentlichen Lehramt eindeutige Häresien im Sinne einer sententia haeretica finden lassen.[7]

Ein sehr treffendes Argument bringt Ann Barnhardt in ihrem letzten Blog-Beitrag. Sie schreibt, dass angenommen, dass das petrinische Amt so weit reichen würde, dass ein Papst aufgrund seiner von Christus verliehenen Vollmacht auch die kämpfende Kirche zerstören könnte, so muss man die Frage stellen, warum dies in der Vergangenheit, auch bei sehr schlechten Päpsten, nicht eingetroffen ist. Die Antwort von Barnhardt lautet:

Weil sie Päpste und keine Antipäpste waren und sie deswegen über die assistentia negativa verfügten, welche sie vom Schlimmsten abhielt.

Sehr richtig argumentiert, auch wenn natürlich die Ausgangsprämisse falsch ist. Christus hat nicht das Petrusamt geschaffen, damit der Petrus-Nachfolger die Kirche zerstören kann.  Auch wenn es manchen schwer zu glauben fällt. Gott ist wirklich allmächtig und wenn Gott etwas nicht will, dann passiert dies nicht. Bei geweihten Personen hilft die Standesgnade, bei uns allen hilft die Standesgnade und die göttliche Vorsehung, welche uns durch verschiedene Mittel, manchmal auch natürliche, von etwas abhält, was man im Nachhinein erst erkennen kann.

Als Frage und Antwort zusammengefasst, lässt sich folgendes sagen:

Frage: Warum hält also Gott Bergoglio durch die päpstliche Standesgnade nicht davon ab, das zu tun, was er tut?

 

Antwort: Weil Bergoglio kein Papst ist und demzufolge über keine Standesgnade als Papst verfügt. Die assistentia negativs, „die negative Assistenz“, die ihn vom Irren abhält, steht ihm nicht zu.

Frage: Warum lässt Gott Papst Franziskus zu?

 

Antwort: Um uns alle und die nachkonziliare Entwicklung abzustrafen und ihre Konsequenzen zu zeigen.

[1] http://theweek.com/articles/685573/why-conservative-catholics-think-pope-francis-fraud http://www.latimes.com/world/europe/la-fg-pope-conservatives-2017-story.html https://www.theguardian.com/world/2017/feb/23/pope-francis-better-to-be-atheist-than-hypocritical-catholic http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-14/artikel/papst-allerlei-die-weltwoche-ausgabe-142017.htmlhttp://www.spiegel.de/politik/deutschland/franziskus-und-die-katholische-kirche-der-sponti-papst-a-1143566.html

[2] https://gloria.tv/article/U9Gt4SRgQcvo3M9tPeyxzDSVf http://benoit-et-moi.fr/2017/actualite/breve-de-sainte-marthe.html

[3] Falls nicht: Ott, Ludwig, Grundriss der Dogmatik, Bonn 201011, 396-408; Tanquerey, Adolphe, Synopsis Theologiae Dogmaticae, Vol. I, Paris 1937, 453-493. Hier gut und einfach in einer Predigt formuliert: http://www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/1999/19991219/ Sehr kurz auf Deutsch und ausbaufähig: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Primat Gründlich auf Englisch: http://www.newadvent.org/cathen/12260a.htm

[4] Ott, 400.

[5] Ott, 406.

[6] https://traditionundglauben.wordpress.com/2016/12/12/hilary-white-der-fruehling-ist-vorueber-meine-damen-1-von/ https://traditionundglauben.wordpress.com/2016/12/21/warum-die-revolutionaere-immer-als-erstes-kontemplative-nonnen-zerschlagen/

[7] https://traditionundglauben.wordpress.com/category/kirchenkrise/zensuren/

Der Fall Müller oder warum „die Wirklichkeit beißt“? (3 von 3)


6a00d8341c464853ef019103d9935c970c-500wi

 

Nachtrag, Umkehr und Welt-Interview

All diejenigen, die meinen wir hätten zu scharf und dazu noch anonym über Kardinal Müller geurteilt, mögen sich sein neuestes Interview in der Welt durchlesen. Noch weltlicher geht es wirklich nicht, obgleich Müller jetzt wirklich nichts zu verlieren hat. Aber vielleicht gelangt er durch diese Auszeit oder eher Verbannung zur Besinnung und entdeckt das Katholische am Katholischen. Der Schreiber dieser Zeilen war schon immer recht konservativ gewesen, für deutsche Verhältnisse viel zu konservativ und wunderte sich, warum ihn Gott so züchtigte, was Er auch weiterhin tut. Es stellte sich heraus, dass er zwar an weltlichen Maßstäben gemessen rechtgläubig, konservativ und fromm gewesen ist, aber nicht nach den Maßstäben Gottes. Diese sind viel strenger und viel höher. Weiterlesen!

Die Zeit kritisiert Kardinal Marx oder vielleicht wirken die Bußpsalmen wirklich?


Francis birds

Schon die Alten (Äsop, Fabel 304) meinten, dass eine Schwalbe keinen Sommer macht, dennoch ist es schön nach dem tiefsten Winter eine Schwalbe beobachten zu können. Da es sich bei Schwalben um Zugvögel handelt, so sind sie im Winter in Europa nicht anzutreffen, wovon die alten „marianischen“ Bauerregeln zeugen:

„Am Tage von Maria Geburt fliegen die Schwalben furt [d.h. fort Red.].“ (8. September)

„Marienverkündigung kommen sie wiederum.“ (25. März)

Kurz und gut: wenn Sie eine Schwalbe sehen, dann ist kein Winter mehr, aber lange noch kein Sommer. Wir haben unsere Bußpsalmen-Gebetsaktion am 20.11.2015 ausgerufen, ohne bis jetzt sichtbare Erfolge zu sehen, denn um unsere, d.h. die deutsche, österreichische oder schweizerische Bischofskonferenzen ist es schlimmer denn je bestellt. Siehe die Reaktionen zu, nach und wegen Amoris Laetitia. Es ist sicherlich schwierig, sowohl im Natürlichen als auch im Übernatürlichen, motiviert zum bleiben, wenn man gar keine Erfolge sieht.

Dennoch scheint sich der Herrscher dieser Welt, d.h. der Teufel, seiner Maskottchen und Marionetten zu entledigen, da vor kurzem die Zeit, das Mainstream-Medium in Deutschland schlechthin, auf das Versagen von Kardinal Marx in einem Mißbrauchsfall aufmerksam machte.[1] Die Zeit macht auch nicht zum ersten Mal auf diesen Fall aufmerksam.[2] Hier also zum Mitschreiben: die Zeit schreibt von dem Super-Dupper-Weltfreundlichen-C-9-Schweinshaxen-Kurienkardinal Marx nicht in höchsten Tönen. Was ist denn passiert? Woher diese Verstimmung? Ist es nicht der erste Schritt zur Bischofsabsetzung nach einem Szenario, das wir von den Bischöfen Mixa und Tebartz-von-Elst schon können. Wann ziehen andere Medien mit? Wann wird in den Mainstream-Medien der „Bauprotz“ des Kardinals: das Münchener Ordinariat zu 130 Millionen und die Kardinalsvilla in Rom für schlappe 10 Milionen Euro thematisiert werden? Ja, diese Zahlen stammen auch aus der Presse, aber sie wurden bislang noch nicht in eine stringente Reihe des Bischofs-Bashing gestellt, weil Kardinal Marx „der Gute“ war und Papst „der barmherzige“ Franziskus ihn mochte. Wann können wir wieder das gesammelte Vorgehen: der FAZ, der Welt, der Bild und der Zeit erwarten? Vielleicht ist die Zeit-Publikation tatsächlich die erste Schwalbe eines neuen Anti-Marx-Kurses?

Von einer ähnlichen Schwalbe kann man bei der Publikation des Wall Street Journals sprechen, wo behauptet wird, dass Franziskus der Führer der Welt-Linken geworden ist. Dies ist natürlich zutreffend und etwas, was ein Blinder mit Krückstock sieht, aber wenn es ausgerechnet die Wall Street Journal publiziert, so geschieht dies nicht von ungefähr. Auch andere englischsprachige Mainstream-Medien sind Bergoglio immer weniger gewogen,[3] Matthias Matussek ist es auf Deutsch ebensowenig.[4] Das, was bisher „verrückte traditionalistische Verschwörungsfanatiker“ behaupteten, dass Benedikts Rücktritt erzwungen worden ist, wird auf einmal von einem italienischen Militärtheoretiker Professor Dottori auf Umwegen bestätigt.[5] Wir sehen jedoch, im Gegensatz zu unseren Freunden von katholisches.info, Benedikt nicht als den „Guten“ und „das Opfer“ an, sondern glauben, dass dieser amerikanische Druck den Teil eines größeren Komplexes darstellte und das Benedikt durch etwas Schwerwiegenderes erpresst wurde als durch das SWIFT-System. Dass aber jetzt überhaupt solche Stimmen hörbar werden, lässt auf einen politischen Umschwung schließen, welcher der Trump-Wahl in den USA geschuldet sein durfte. Viele machen sich auch Sorgen über die Zeit nach Franziskus, der selbst von einer fünfjährigen Regierungszeit sprach.[6] Dies bedeutet nicht, dass der Nachfolger von Franziskus besser sein wird, wenn man auf die Zusammensetzung des Kardinalskollegiums schaut. Dennoch scheint es eine weltweite Wende bezüglich Franziskus und seiner Mannen, wie Marx, zu geben, was uns ermutigen sollte weiterhin die Bußpsalmen auf den Knien zu beten.

Eine Schwalbe macht zwar noch keinen Sommer, aber sicherlich auch keinen Winter. Amen.

[1] http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kardinal-marx-sieht-versaeumnis-in-missbrauchsskandal-leider-erst-im-nachhinein-a2109923.html  http://de.radiovaticana.va/news/2017/05/04/d_marx_%C3%BCbt_selbstkritik_bei_missbrauchskandal/1309964

[2] http://www.zeit.de/2016/36/kardinal-marx-missbrauchsvorwuerfe-deckung http://www.zeit.de/thema/reinhard-marx

[3] http://theweek.com/articles/685573/why-conservative-catholics-think-pope-francis-fraud http://www.latimes.com/world/europe/la-fg-pope-conservatives-2017-story.html https://www.theguardian.com/world/2017/feb/23/pope-francis-better-to-be-atheist-than-hypocritical-catholic

[4] http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-14/artikel/papst-allerlei-die-weltwoche-ausgabe-142017.html http://www.spiegel.de/politik/deutschland/franziskus-und-die-katholische-kirche-der-sponti-papst-a-1143566.html

[5] http://www.katholisches.info/2017/05/ratzinger-von-usa-zur-abdankung-gezwungen-obama-intrige-fuer-den-islam-und-gegen-russland/ http://www.freiewelt.net/nachricht/wurde-papst-benedikt-xvi-von-obama-zum-ruecktritt-gezwungen-10070334/

[6] http://remnantnewspaper.com/web/index.php/fetzen-fliegen/item/3208-the-path-to-rome-and-the-ascendency-of-pope-peter-ii

Hilary White: Wieviele Finger hält Franziskus gerade hoch? Amoris Laetitia und die Unterwerfung


the-10-worst-ways-to-die-in-a-hieronymous-bosch-painting-900x450

Nach einer Reihe von Beiträgen, welche der „Stärkung des geistlichen Immunsystems“ durch den Ausbau der Marienfrömmigkeit dienen sollten, kehren wir zur traurigen und wenigstens dämonisch inspirierten, wenn nicht gar dämonischen, Wirklichkeit des jetzigen Pontifikats zurück. Wir wollen nicht unsere Leser dadurch verlieren, dass wir, zu viel Wahres vom Franziskus-Pontifikat berichten, wie es katholisches.info passiert ist und passiert. Wir wollen sie auch nicht dadurch verlieren, dass wir ausschließlich polemische Schriften veröffentlichen, weil die Wahrheit wirklich sehr bitter ist. Seit kurzer Zeit gibt es einen italienischen Blog anonimi della croce, der recht viele Interna aus dem Vatikan veröffentlicht, die dermaßen negativ und verwirrend sind, dass sowohl Steven Skojec als auch Ann Barnhardt diesen Blog für eine Desiformationskampagne des Vatikans halten. Wir sind uns da nicht so sicher, zumal unser Italienisch recht mittelmäßig ist und wir beim ersten Lesen nicht alles verstehen. Die Menschen wollen jedoch nicht zu viel Negatives lesen, denn es erdrückt sie und treibt sie in die Verzweiflung. Katholiken sind auch Menschen. Auch der hl. Petrus ermahnte den Heiland, damit dieser die negativen Nachrichten unterdrückt, wie wir in Matthäusevangelium lesen können:

Weiterlesen!

Bergoglio zerstört die Kirche und keiner tut was. Eine vorläufige Bestandsaufnahme.


sodom mueller

Der Stand der Dinge

Wie heute gloria.tv in Berufung auf anonimi della croce informierte, wird es keine öffentliche Ermahnung des Papstes geben, weil sich keine ausreichende Mehrheit der unterstützenden Kardinäle gefunden hat. Im Klartext bedeutet das, dass sich niemand traut öffentlich oder auch nicht gegen Bergoglio vorzugehen. Da der Blog anonimi della croce von römischen Priestern mit Insider-Informationen geleitet wird, so ist davon auszugehen, dass es sich um Kurienmitarbeiter handelt oder um jemanden, der Kontakte zu ihnen hat. Laut anonimi hat vor drei Wochen ein Treffen in Rom stattgefunden, währenddessen die Dubia-Kardinäle sich ihre Machtlosigkeit eingestehen mussten. Diese Entwicklung ist mehr als wahrscheinlich, da die angedrohte formelle Korrektur des Papstes wegen der Häresien von Amoris Laetitia, von der Kardinal Burke noch Mitte Dezember 2016 sprach auf sich warten lässt. Burke ist auf den Guam-Gulag verbannt worden und als Patron des Malteserordens praktisch entmachtet, der Orden und ein souveräner Staat gleich mit. Der Bergoglio Antipapst macht weiter, denn in der nächsten Zeit, so wird berichtet, kommt:

Nein, liebe Leserinnen und Leser, dies ist kein Witz und keine Übertreibung unserer Redaktion. Dies berichten seriöse Nachrichtenseiten wie onepeterfive oder Journalisten mit guten Quellen im Vatikan, wie Hilary White. Die Letztere gibt an, dass innerhalb der nächsten neun Monate die folgenden Änderungen, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, eintreffen werden:

  • irgendein nicht-kanonisches „Frauendiakonat“, welches nicht so genannt werden wird;
  • Wiedereinstellung von Priesters, welches sich laizisieren ließen, um später zu heiraten;
  • Formelle Erlaubnis der Interkommunion mit Nicht-Katholiken;
  • Dekrete, welche doktrinelle Entscheidungen den nationalen Bischofskonferenzen überlassen werden;
  • Erklärung einer konzilsähnlichen Versammlung von Anführern aller Weltreligionen, das eine vorher angefertigte Deklaration über ein globales, humanistisches, christenfreies Christentum verabschieden soll.

Und was ist das? Die Zerstörung der katholischen Kirche und zwar nicht, „wie wir sie kennen“, wie Ihre Pastoralassistentin um die Ecke es ausdrücken würde, sondern die Zerstörung der Kirche als solche. Genauso wie die Massenimmigration von Muslimen Europa zerstört und dies in der eigentlichen christlichen Identität dieses Kontinents, denn ohne Christentum kein Europa, sondern West-Orient. Die Massenimmigration wird, wie alles Destruktive, von Papst Franziskus befürwortet. Das Problem besteht zurzeit nicht nur darin, dass wir einen schlechten häretischen Antipapst –  Bergoglio – haben, welcher mit seinen Mannen Vatikan besetzt hält, sondern dass wir überhaupt über keine guten Kardinäle, Bischöfe oder Priester verfügen, die sich ihm wiedersetzen. Und wir schreiben nicht „widersetzen würden“, denn gäbe es welche, so  hätten sie es bereits getan, inter esse et posse est illatio.  Warum gibt es keine? Weil, wie Ann Barnhardt berichtet, die auch über Kontakte im Vatikan verfügt, Franziskus die Kardinäle, Kurienbischöfe und Bischöfe erpresst und zwar mit schmutzigen homosexuellen Geschichten. Da jeder Bischof und höher, wenn er nicht gerade selbst homosexuell ist und viele sind es, in seiner Diözese Pädophile Priester hat, die er nicht rechtzeitig absetzte oder andere Skandale vorweisen kann, so ist buchstäblich jeder erpressbar, da die Leute Bergoglios Zugang zu den Daten der Bischofskongregation oder der Glaubenskongregation haben und einfach wissen, wer sich wo, wann, über wen beschwert hatte. Sie wissen auch wieviele Pädophilen-Delikte wo strafrechtlich verfolgt werden. Daher ist es ihnen ein Leichtes den Hebel dort anzusetzen, wo es weh tut. Leider passiert es gerade unter Franziskus, dass diejenigen Mitarbeiter der Glaubenskongregation, welche die Pädophilen im Franziskus-Umkreis zu streng verfolgten, nach Hause geschickt wurden und Strafen gegen verurteile pädophile Priester reduziert worden sind. Es findet also eine Zerstörung der Kirche auf allen Ebenen statt, welche uns klar macht, dass das Novus-Ordo-Gift dermaßen jegliches Rückgrat aufgeweicht und zersetzt hat, dass wir keine Geistlichen haben, denn andernfalls hätten sich welche gemeldet, besonders jene in den Machtpositionen.

Deswegen sind solche Versuche der konservativen Portale wie katholisches.info oder onepeterfive starke katholische Hierarchen als Beispiele des wahren Glaubens zu konstruieren, bei katholisches.info ist es erstaunlicherweise immer wieder Kardinal – der Feigling – Müller oder natürlich der gute, alte Benedikt XVI., der dieses Schlamassel erst möglich gemacht hat. Onepeterfive oder lifesitenews handeln verhaltener, doch nicht anders. Wie richtigerweise Ann Barnhardt feststellt, muss man von der richtigen Prämisse ausgehen, dass Franziskus kein Papst ist und zwar nicht deswegen, weil die dämonische Prophetie der Mary of Divine Mercy es voraussagte, liebe Leser aus der Schweiz, sondern weil Benedikt nicht gültig zurückgetreten ist. Unserer Meinung nach spielte außer dem wesentlichen Irrtum auch der Zwang eine Rolle, da wir davon ausgehen, dass er zu seinem Rücktritt erpresst worden ist, eine These, die neuerdings andererseits wie es scheint bestätigt wurde. Und was hatte Benedikt getan? Etwas Unehrenhaftes, was ihn erpressbar machte. Wir wissen es nicht und sind froh darüber, da es recht ekelhaft sein gewesen muss. Deswegen hat Franziskus keine Standesgnade, weil er kein Papst ist, da Benedikt immer noch der Papst ist, ob er will oder nicht. Deswegen sind Entscheidungen von Franziskus nicht gültig und bindend, zumal viele, siehe Amoris Laetitia, häretisch sind. Er hat uns also nichts zu sagen!

Warum sagt es keiner laut? Aus Angst um sein Einkommen, wie bei kommerziellen Internetseiten und Blogs, wo man fürchtet, dass keine Anzeigen mit bspw. Benedikt-Memoiren oder dem Müller-Buch geschaltet werden, siehe katholisches.info oder die Spenden ausbleiben, wie bei fast allen, da die Leser wenigstens an Benedikt hängen und eine Kritik an ihm und die Darstellung der Ungültigkeit seines Rücktritts die Spendengelder verebben lassen würde. Theologen und Priester fürchten nicht nur um ihr Einkommen und das „akademische Ansehen“, was es auch sein mag, siehe Hitler-Deutschland und die Stalin-Ära, wer da alles angesehen war, sie fürchten auch als „fundamentalistische Spinner“ gebrandmarkt zu werden, sodass sie ihre Thesen dermaßen vage, schwammig und verklausuliert formulieren, siehe Klaus Obenauer oder Markus Büning, dass wirklich kein Mensch weiß, was sie wirklich meinen. Man weiß es nicht deswegen nicht, weil man zu ungebildet und dumm ist, sondern weil der Text missverständlich formuliert ist, siehe Amoris Laetitia, dass er für jede Interpretation offen bleibt und sich der Schreiber immer herauswinden kann.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wir derzeit in der Kirche:

  • Keine Männer in leitenden Positionen mit katholischen Ansichten haben.
  • Keine Männer in leitenden Positionen mit Mut haben (No balls, sorry!).

Die Verweiblichung der Männer, über die sich Ann Barnhardt aber auch der Blogger mundabor ständig beklagen, ist eine Tatsache. Novus Ordo hat durch die hegelianische Dialektik des sowohl-als-auch des dennoch-aber-wenn-die-pastoralen-Gründe-Sie-wissen-schon-etc. nicht nur die Hirne, sondern auch das Rückgrat der Kirchenmänner aufgeweicht, da die meisten leider auch in Sünde leben, so sehen sie vieles theologisch und geistlich auch nicht. Wir müssen aber sagen, dass alle Päpste seit dem Konzil, obwohl sie gültige Päpste waren, immer mehr von der Wahrheit abirrten, dennoch versuchten sie den Zick-Zack-Kurs zwischen der überlieferten Lehre und der Neuen Religion zu wahren. Wenige haben es gemerkt, weil es dermaßen verklausuliert formuliert war und vieles auf dem Papier einen rechtgläubigen Eindruck machte. Wie verkaufte uns die Presse, aber vor allem der Vatikan, diese Päpste?

  • Johannes XXIII. war „der Gute“
  • Paul VI. war der humanistische „Konzilspapst“
  • Johannes Paul II. war „der Populäre“
  • Benedikt XVI. war „der Intellektuelle“
  • Franziskus wird auf dem Cover des Rolling Stones-Magazins abgebildet, was jeden Kommentar erübrigt.

Sie haben alle auf Franziskus hin gearbeitet, am meisten leider Johannes Paul II. und es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie demselben Netzwerk angehörten oder wenigstens von diesem gefördert wurden. Welchem Netzwerk? Einer Mischung aus Geheimgesellschaften, siehe die Pecorelli-Liste, welche viele hochstehende Hierarchen zeigt, die der Freimaurerei angehörten, aus Geheimdiensten und anderen einflussreichen Leuten, darunter sicherlich auch Satanisten und Okkultisten, denn solche gibt es auch unter den Hierarchen, wie glaubwürdige Quellen angeben: Rorate Caeli, Eponymous Flower oder Ann Barnhardt.

Das Ziel der „Franziskus-Revolution“

Was ist ihr Ziel? Die Schädigung des mystischen Leibes Christi hier auf Erden. Was ist die Kirche? Sie ist der mystische Leib Christi mit Christus als Haupt. Da Christus als Gott-Mensch nicht leidensfähig ist, da er verklärt zur rechten Vaters sitzt, so kann ihm der Teufel nichts anhaben. Deswegen wütet er gegen die irdische Präsenz des Erlösers:

  1. Gegen die irdische Kirche,
  2. Gegen die Eucharistie
  3. Gegen die Priester
Ad 1. Gegen die irdische Kirche

Da die katholische Kirche die Arche ist, welche die sündige Menschheit durch die wahre Lehre und die Sakramente retten soll, so stürzt die Versenkung dieser Arche, welcher seit dem Vat. II alle Schleusen geöffnet wurden, nicht nur Katholiken, sondern auch die ganze Welt ins Chaos, da sehr viele Seelen dadurch in die Hölle gehen, siehe Fatima, und es keine spirituelle Wehr gegen den Ansturm Satans, den Fürsten dieser Welt, gibt. Daher der enorme Anstieg des Satanismus und Okkultismus sein 1965. Die Church of Satan wurde 1966 gegründet, was kein Zufall ist.

Ad 2. Gegen die Hl. Eucharistie

Wie wir bereits schrieben, führt die Umsetzung von Amoris Latitia, wie sie, Gott sei’s geklagt, schon von der DBK vorgenommen wurde, dazu, dass unzählige sakrilegische Kommunionen gespendet und sakrilegische Beichten gehört werden, sodass:

  1. Die Empfänger dieser Sakramente eine Todsünde begehen und zwar des Sakrilegs.
  2. Die Spender dieser Sakramente, sprich die Priester, ebenfalls die Todsünde des Sakrilegs begehen.

Aber auch der eucharistische Christus, welcher wirklich, tatsächlich, wesentlich, real, substantiell und sakramental in jeder gültigen Messe unter den eucharistischen Gestalten anwesend ist, wird dadurch verunehrt und geschändet. Er wird durch die dreckigen Pfoten des sündigen Priesters in die Kloake des Gewissens des sündigen Kommunionempfängers geworfen. Es ist eine satanistische Messe mit Hostienschändung im Kleinformat.

Ad 3. Gegen die Priester

Durch das Sakrament der Priesterweihe ist Christus ontisch, d.h. seinsmäßig, mit jedem gültig geweihten Priester verbunden. Der Priester wird zu einem alter Christus – zu einem anderen Christus. Es ist Christus, welcher in diesem Priester wirkt, predigt, segnet, opfert, die Sünden vergibt. Die Priester verlängern quasi die körperliche Anwesenheit Christi in der Welt, wie sehr schön die Exerzitiengedanken oder gar eine Privatoffenbarung des belgischen Redemptoristen Pater Schrijvers CSSR Message de Jésus à son prêtre. Pensées de retraite. (Bruxelles, Ed. Universelle, 1933) theologisch korrekt darlegen. Deswegen soll ja ein Priester heilig und keusch leben, damit er dieser Ehre würdig wird, da jede seiner Sünden Christus beleidigt und verunehrt, der sich ontisch mit dem Priester vereinigt hat. Daher ist die sexuelle Sünde eines Priesters gleichzeitig ein Sakrileg, d.h. ein Gottesraub, da man Gott sein Eigentum – den Priester – raubt. Die Gnade, welche Gott durch den Priester leitet und die hauptsächlich durch die sakramentale Gnade der gespendeten Sakramente anderen, nicht dem Priester selbst, zugutekommt, lässt sich mit einem kristallklaren Bergwasser vergleichen, welches in eine Kloake gepumpt wird. Das Wasser kommt schon durch, wird aber verunreinigt durch die Sünde des Priesters. Ähnlich stellt es hl. Thomas dar (Summ. Theol. III, q. 64, a. 5, corp.):

Ich antworte, die Diener der Kirche seien wie Werkzeuge beim Spenden der Sakramente. Das Werkzeug aber wirkt nicht vermöge der eigenen Kraft, sondern auf Grund der Kraft desjenigen, von dem aus es in Bewegung oder Tätigkeit gesetzt wird. Dies ist also dem Werkzeuge unwesentlich, was es außer der Kraft, die demselben als einem Werkzeuge entspricht, an sich hat; wie es unwesentlich ist, ob der Leib des Arztes als Werkzeug der die Kunst besitzenden Seele krank oder gesund und ob die Röhre, durch die das Wasser geht, von Silber oder von Blei sei. Also wenn auch die Diener der Kirche schlecht sind, können sie gültig die Sakramente spenden.[2]

Das Sakrament ist gültig, es findet also statt, aber es ist gleichsam verdreckt. Stellen Sie sich vor Ihnen würde jemand eine Oblate mit dermaßen vor Schmutz verkrusteten Fingern reichen, dass diese Oblate selbst schmutzbeladen und verkrustet wird. Sie genießen die Oblate trotzdem, aber den Dreck gleich mit. So in etwa sind Sakramente der in Sünde lebenden Priester zu betrachten: gültig, aber nicht würdig. Wenn die Priesterehe über eine Hintertür eingeführt werden wird, wenn die Priester ihre Konkubinate legalisieren oder wenn verheiratete Männer zu Priestern geweiht werden, dann werden wir es ständig mit einer Dreckkruste zu tun haben, obwohl Christus möchte, dass seine Priester rein sind und nur ihm gehören, was die Kirche immer so sah. Diese Lösung oder eher die „Endlösung“ würde dazu führen, dass noch mehr Priester ihr Amt aufgeben würden, weil die Gläubigen nicht für „Priesterfamilien“ zahlen würden, der „Markt würde es verifizieren“ und zwar dadurch, dass die Gläubigen zu den wenigen zölibatär lebenden Priestern reisen würden. Die anderen würden über kurz oder lang Pleite gehen und sich weltliche Berufe suchen müssen, „um die Familie zu ernähren“, die sie gezeugt haben.  Wir schätzen, dass nach solch einer Änderung wohl 90% aller Katholiken die Sonntagspraxis aufgeben werden, denn verheiratet sind die meisten selbst und wollen nicht für die „Priesterfrauen“ zahlen. Die vorhandene Priesterschaft würde sich weltweit wohl um 90% reduzieren und dadurch reinigen.

Wem haben wir aber paradoxerweise die geistliche Erneuerung im nachrevolutionären Frankreich des 19 Jhdts. zu verdanken? Denjenigen Priestern, welche zuerst, entgegen der Weisung des Papstes, den Eid auf die Zivilkonstitution des Klerus (1790) geschworen hatten und dadurch zum clergé assermenté wurden. Dies betraf 24.000 von 29.000 Priestern und 21 Bischöfe von 83, wobei 10 Bischöfe sogar heirateten, wie Romano Amerio angibt.[3] Anders ausgedrückt nur 5.000 Priester und 62 Bischöfe fielen nicht vom Glauben ab, d.h. 17,3% aller Priester und immerhin 75,6% Bischöfe blieben dem Glauben treu. Durch die Revolution und die nachfolgende Kirchenverfolgung schrumpfte sich die katholische Kirche in Frankreich gesund, da die humanistischen Revolutionäre viele guillotinierte Schrumpfköpfe hinterließen, was der späteren Entwicklung der Kirche bis zum unseligen Vat. II zugutekam. Diesmal wird es viel drastischer werden und die gesamte Kirche betreffen.

Was tun?

Wie soll man diesen Beitrag positiv beenden? Halten Sie sich im Gnadenstand, opfern Sie und sühnen Sie für die Sünden, denn jemand muss das ja tun, trösten Sie den Herrn bei der Eucharistischen Anbetung, denn er ist verraten und einsam. Vielleicht wird sich Gott der gläubigen  Seelen erbarmen und die Zeit der Prüfung abkürzen? Hilary White phantasiert über die Ermordung Caesars, deren Übertragung auf Franziskus unwahrscheinlich erscheint, denn die Römer waren Männer, unsere Kardinäle sind verweiblichte Weicheier, zu keinem Kampf fähig. Zitieren wir dennoch das witzige Zitat, das Hilary White anführt, welches im Original angeführt werden wird, damit es seine Würze nicht verliert:

People are losing the spirit of the Ides of March. It’s not about just stabbing. It’s about coming together to stab in groups.

Iden des März

Sie müssen selbst etwas schreiben. Schreiben Sie Beschwerdebriefe an Ihre Ordinariate, Bischöfe, den päpstlichen Nuntius, die vatikanischen Kongregationen. Diese feigen Kirchenmänner wissen, dass Franziskus nicht ewig ist und sich irgendwann alles zum Guten ändern wird, obwohl sie nichts dazu beigetragen haben. Dann werden sie als „die heimlichen Verteidiger des Glaubens“ vor uns treten und uns vorjammern, wie schwer sie es hatten und welchen Widerstand sie im Geheimen übten. Deswegen werden sie Ihre Briefe nicht zerstören, um für die Zukunft etwas in der Hand zu haben, um sich verteidigen zu können. Ändert sich die kirchliche Wetterlage, dann werden sie von diesen Informationen Gebrauch machen, aber diese müssen erst vorliegen. Also schreiben Sie! Sie werden sich Ihren Frust vor der Seele schreiben, was schon an sich nicht schlecht ist. Sie können aber auch an die weltliche Presse schreiben. „Die Sorgen eines Katholiken“ an Peter Seewald oder Matussek vom Spiegel. Journalisten sind immer auf der Suche nach einer interessanten Human interest story, weil echte Emotionen verkaufsfördernd wirken. So hatte die New York Times zum Erhalt der Tridentinischen Messe in Holy Innocent beigetragen, da sie sinngemäß schrieb: Die Leute zahlen dafür und wollen es. Lass sie!  Schreiben Sie Leserbriefe an Die Zeit nach dem letzten Franziskus-Interview und kündigen Sie die Kündigung Ihres Abos an, falls Sie welches besitzen oder damit, dass Sie diese Zeitung nie wieder kaufen werden. Es geht darum, dass diese Leute sehen, dass man Ihnen Ihr Heiligstes mit den Füssen zertrampelt, dass man ihr Ich schädigt. Sie müssen subjektivistisch argumentieren, nach dem Motto:

„Mir ist es wichtig und ich zahle meine Kirchensteuer, ohne dass ich dafür eine Leistung erhalte“.

Falls Sie ein pensionierter Beamter sind, so haben Sie viel Zeit und den richtigen Wortschatz. Tun Sie es. Jemand muss ja. Wir sind auf uns selbst gestellt. Amen.

[1] http://www.katholisches.info/2017/03/falscher-kult-im-petersdom-oekumene-strategie-von-franziskus-welche-konfession-oder-religion-ist-nicht-wichtig/  http://www.katholisches.info/2017/03/historisch-erste-anglikanische-vesper-im-petersdom-geruechte-um-neue-liturgiekommission/

[2] http://www.unifr.ch/bkv/summa/kapitel770-5.htm

[3] Amerio, R., Iota Unum. Eine Studie über die Veränderungen in der katholischen Kirche im XX. Jahrhundert, Stuttgart 2011, 189.