Bischofsperlen: Bischof Schwarz „Auch Jesus musste Vielfalt lernen“.


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Wir freuen uns hiermit auch unsere österreichischen Leser bedienen zu können, die sich völlig übergangen fühlen müssten und wohl bei sich dachten:

Wir haben auch Bischöfe, die Irrlehren verbreiten. Warum keine österreichische Bischofsperle?

Ja, hier ist sie und gleich von der Kategorie hard, ein Chartstürmer mit einer Platzierung in den Top Ten. Wir werden irgendwann einmal diese Bischofsperlen per Abstimmung auswerten und die Redaktion ahnt schon, dass der Österreicher, Bischof von Gurk-Klagenfurt Alois Schwarz wirklich gute Chancen auf eine hohe Platzierung hat. Tu autem felix Austria nube – beziehungsweise tu autem infelix Austria plange. Das erste ist natürlich der Wahlspruch der Habsburger „Du aber glückliches Österreich heirate“, anstatt Kriege zu führen, unser Spruch lautet hingegen: „Du unglückliches Österreich weine“ über solche Bischöfe. Womit haben sich die Österreicher so etwas verdient? Die wissen schon womit.

Was sagt Bischof Schwarz, nach kath.press.at[1]?

Auch Jesus musste Vielfalt erst aushalten lernen: Der Kärntner Bischof Alois Schwarz erinnerte zum Auftakt der diesjährigen Pastoraltagung an die Begegnung Jesu mit der als Heidin geltenden Syrophönizierin, die für den menschgewordenen Sohn Gottes zum Anstoß geworden sei, sich über die Grenzen des erwählten Volkes Israel hinaus auch „Fremden“ gegenüber zu öffnen und ihren Zugang zum Heil anzuerkennen.

Wir halten hier erst mal empört inne. Erstens:

  1. Jesus Christus musste als Gott-Mensch nichts lernen, da er als Gott schon alles wusste.
  1. Er musste sicherlich keine Vielfalt aushalten, da er im Israel, also ausschließlich unter Juden, wirkte.
  1. Christus, der Heiland, sagt ja ausdrücklich zu der Syrophönizierin, dass er nur zu den Schafen aus dem Hause Israel gesandt sei (Mt 15, 24). Die Zeit der Heidenmission steht noch bevor. Sie wird durch die Apostel mit der Aussendung des Heiligen Geistes eintreten.
  1. Die Aufgabe: Heidenmission wird durch die Wirkung Christi an Heiden (römischer Hauptmann, Syrophönizierin, Besessene aus Gerasa etc.) angedeutet und vorgelebt, aber auch den Aposteln, hauptsächlich durch Paulus, musste diese Richtung erstmals klar werden.
  1. Christus musste sich auf nichts öffnen oder von jemand etwas empfangen, da er und nur er der Heils-und Wahrheitsträger war und ist. Er heilt ihre Tochter ja doch vom Dämon und sagt durch die Blume auch, warum es zu dieser Besessenheit gekommen ist. Durch die Teilnahme an den orgiastischen Kybele-Kulten, wo die Mysten als Hunde verkleidet, sakrale Prostitution trieben. Wahrscheinlich ist dabei die Tochter gezeugt worden. Ansonsten ist der Text Mt 15, 26-27 unverständlich:

„Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.“

Also beide, Christus und die Syrophönizierin wissen Bescheid und sie gibt es auch zu. Ja, es stimmt, aber habe Mitleid mit mir!

Die Punkte 1. Bis 4. stellen die überlieferte, katholische Lehre dar, der Punkt 5 ist unsere, patristisch untermauerte Exegese. Christus hat nämlich nicht „die kulturelle Eigenständigkeit“ der:

  • Israeliten,
  • Pharisäer,
  • Sadduzäer,
  • Zeloten,
  • Römer,
  • und anderer

anerkannt, dass es in ihnen auch „gottet“, sonst wäre er zuhause geblieben, sondern er hat ja die Israeliten bekehrt, was mit seinem Kreuzestod geendet ist. Mit welcher also, lieber Bischof Schwarz, „Anerkennung der Vielfalt“ haben wir es hier zu tun? Mit keiner. Wir lesen die Meldung weiter:

Gott bestärke darin, „Vielfalt auszuhalten“, sagte Schwarz am Donnerstag beim Eröffnungsgottesdienst der traditionsreichen Bildungsveranstaltung von 7. bis 9. Jänner 2016 im kirchlichen Bildungszentrum Salzburg-St.Virgil. Tagungsthema ist diesmal „Pluralität in Gesellschaft und Kirche“.

Unsinn, antworten wir! Dann gäbe es gar keine Offenbarung, keine Menschwerdung, Kreuzigung, Aussendung des Heiligen Geistes, keine Kirche, keine Kirchensteuer und Sie auch nicht, lieber Herr Bischof. Wir lesen aber weiter:

Alois Schwarz, in der Bischofskonferenz für das veranstaltende Österreichische Pastoralinstitut (ÖPI) zuständig, untermauerte den genannten „Lernprozess“ Jesu mit biblischen Berichten über wundersame Brotvermehrungen: Die Evangelien nach Matthäus und Markus erzählen von zwei Brotwundern. Das erste Mal reichen fünf Brote und zwei Fische zur Speisung von fünftausend Menschen, und es bleiben zwölf Körbe übrig, das zweite Mal ist die Rede von sieben übriggebliebenen Körben. In den zwölf – eine Analogie zu den zwölf Stämmen Israels – ist nach den Worten des Bischofs „Jesu eigene Tradition abgebildet“. Die Siebenzahl dagegen stehe für mehr – nämlich für die sieben Völker der biblischen Lebenswelt. Jesus habe somit durch die Syrophönizierin, deren Heilungsbitte er zunächst brüsk zurückwies und dann doch von ihrer Beharrlichkeit beeindruckt war, gelernt, „für alle dazusein“ und „Vielfalt zuzulassen“, wie Schwarz sagte.

Das ist doch ebenfalls Unsinn! Christus hat durch die Brotvermehrung keine „eigene Tradition“ irgendwelcher Stämme bestärkt, sondern seine Gottheit bewiesen und das Wunder der Eucharistie angedeutet. So die Tradition der Kirche, der Sie, lieber Herr Bischof, widersprechen.

Wir lesen aber weiter:

Wie heute „im Uneindeutigen leben“?

Was es bedeutet, heute „im Uneindeutigen zu leben“ und mit der kulturprägend gewordenen Pluralität zurechtzukommen, beleuchtete im Eröffnungsreferat Wilhelm Guggenberger vom Institut für Systematische Theologie der Uni Innsbruck. Um diese Aufgabe positiv bewältigen zu können, sei eine gelungene Orientierung und Identitätsfindung der einzelnen Mitglieder der Gesellschaft Voraussetzung. Religiöse Traditionen könnten dazu einen großen Beitrag leisten, sofern sie selbst pluralitätsoffen sind, betonte Guggenberger. Katholischerseits sei hier durch das Zweite Vatikanische Konzil „die Pluralitätsfähigkeit der eigenen Tradition entdeckt“ worden.

Dies ist zwar keine Aussage des Bischofs, sondern „katholischerseits“ die Vorbereitung auf die weitere Islamisierung und die Aufgabe der katholischen Mission, mit der Berufung, ja, wir ahnen es schon, auf das Zweite Vatikanische Konzil, welches angeblich „die Pluralitätsfähigkeit der eigenen Tradition entdeckt“ hat. Man kann das Konzil so deuten, dass heißt zersetzend und häretisch, man muss es aber nicht so deuten. Und was weiter?

Konfliktpotenzial ergebe sich freilich daraus, dass für nichtreligiöse Menschen der Glaube an Gott gesellschaftlich möglichst wenig oder kaum in Erscheinung treten soll, für religiöse Menschen jedoch alle Lebensbereiche durchdringt.

Und was heißt das übersetzt? Katholiken, seid still und unauffällig, um die kulturelle Eigenständigkeit des Islams nicht zu stören, welcher alle Lebensbereiche durchdringt, siehe Köln.

Was macht Bischof Schwarz? Er bereitet „katholischerseits“ die Einheits-Multi-Kulti-Religion vor, welche keine christliche oder gar katholische mehr ist, sondern entweder islamisch oder gnostisch. Wahrscheinlich wird es auf einen gnostischen Islamismus, eine quasi Neo-Sufismus, hinauslaufen, Stichwort: die noahdischen Religionen, zu denen Judentum, Christentum und Islam gehören und welche angeblich auf Noah zurückgehen, was ein kompletter Unsinn ist. Dies ist leider das Programm von Papst Franziskus, welches die deutschsprachigen Bischöfe und Bischofskonferenzen durchsetzen und ihre think tanks auch.

Beten wir also, am letzten Freitag dieses Monats die Bußpsalmen auf Lateinisch und auf den Knien für unsere Bischofskonferenzen und die Österreicher für ihre eigene, denn sie haben es bitter nötig.

[1] http://kathpress.at/goto/meldung/1335683/bischof-schwarz-auch-jesus-musste-vielfalt-erst-lernen

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Schlußbericht des Nuntius von Österreich aus dem Jahre 1985 und seine Aktualität (5 von 5)


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8. Besondere Situationen

Vorbemerkung: Österreich, das ehemalige große Imperium bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, trägt noch immer an den Folgen der Zerschlagung dieses Staates. Dies heißt, daß die demokratische Einstellung erst spät zum Reifen kam, nämlich nach dem Zweiten Weltkrieg. Dies erklärt die Unsicherheiten und das Fehlen einer echten Identität in der Kirche und in anderen Institutionen. Der Einfluß Deutschlands in der Theologie ist deutlich zu spüren. Lassen wir Statistiken und Umfragen, die zu widersprüchlichen Ergebnissen gelangen und die entweder kein objektives Urteil abgeben oder wichtige Punkte mit Schweigen übergehen, einmal beiseite. Dem Anschein nach ist die Kirche in Österreich in gutem Zustand. Man könnte sogar sagen: in zu gutem Zustand, wenn man die Zeit berücksichtigt, in der wir leben. Ihre historische Tradition, die sie freilich leicht mit „Josefinismus“ durchtränkt, hat sie in Treue zum Heiligen Stuhl bewahrt. Der Klerus wird in Österreich ziemlich respektiert. Die österreichiche Kirche wirkt ruhig und freundlich, zeigt aber alle Kompromisse, die in Mitteleuropa üblich sind. Dennoch gibt das Gewinnen von geistlichen Berufen zur Sorge Anlaß, besonders beim Diözesanklerus in Städten wie Graz, Klagenfurt und Wien. In anderen Orten beginnt man freilich langsam mit dem Wiederaufstieg. Die Ordensleute sichern auch weiterhin die spirituellen Werte in einem Gutteil der Pfarren und in anderen Bereichen, sodaß nicht wenige der Bischöfe aus Orden oder Kongregationen kommen. Die Institutionen, die Kardinal König ins Leben rief oder förderte, wie Caritas, Pro Oriente, Pro Scientia, Aide au Tiers monde, Afro Asiatisches Institut, blühen ziemlich und sind echte Kanäle der Großzügigkeit der österreichischen Kirche. Über ihre Wirkung in religiöser Hinsicht kann man diskutieren: es sind dabei so viele Funktionäre beschäftigt! Das Volk befolgt im allgemeinen die christliche Tradition, insbesondere die Alten und die im mittlem Alter Stehenden. Die Lage unter den Jungen müßte die Bischöfe freilich veranlassen, ihre Seelsorge zu ändern. Die Religionslehrer sind ziemlich gut bezahlt, es gibt nur wenige vollzeitig beschäftigte Geistliche in Schulen. Wien bleibt das Hauptproblem: ein im Jahr 1918 zerstückelter Körper. Die Pfarrhäuser sind fast leer. Aber es gibt dort zahlreiche Büros mit Kirchenfunktionären aus dem Laienstand ohne seelsorgliche Anliegen. Wien braucht einen Bischof, der die Flamme nährt und sie in der Seele des Volkes wieder anzündet. Die Aktivitäten des berühmten Kardinals auf dieser im Kreis drehenden Plattform, die die Hauptstadt nun einmal ist, trug entscheidend zum intellektuellen Aufschwung des ganzen Landes bei. Das ist ein Grund zur Freude. Der Heilige Geist nahm seinen Weg. Aber jetzt braucht man einen Oberhirten, der sich den Priestern widmet, der Spiritualität, der Jugend, dem Volk. In Wien gibt es riesige Reichtümer und viel guten Willen. Aber Eile tut not, wenn man nicht will, daß diese Stadt Stück für Stück dem Sterben entgegengeht.

Die Bundesländer: Sie haben sehr gute Diözesen (mit Ausnahme von Graz und Klagenfurt) mit zutiefst christlichen Familien, die die Situation retten. Berufungen freilich sind dünn gesät.

Die theologischen Fakultäten: Sie sind nicht alle auf dem gleichen Niveau und erinnern an die deutschen Richtungen. Die Strömung Klostermann und Küng und auch andere haben Rom, den Papst und die römischen Kongregationen in den Schmutz gezogen. Die Jungen neigen einer demagogischen, modischen Tendenz zu, meist ohne freilich den Grund dafür zu wissen. Die Lehrer kritisieren gerne den traditionellen Religionsunterricht und vernachlässigen den gelebten Glauben und die Spiritualität. Die philosophische Dialektik ist zu ausgeprägt, und die Bischöfe kümmern sich kaum darum, dies zu unterbinden.

Die materielle Lage der Kiche: In Österreich ist die Kirche reich und folgt dem Muster der großen Industrien, was ihr große Einkünfte verschafft, die direkt nichts mit der Glaubenslehre oder mit dem geistlichen Leben zu tun haben. Dieser Verwaltungsapparat wird von zahlreichen und gut bezahlten Laien geführt, was auch eine Protektionswirtschaft zu Ungunsten des Volkes Gottes bedeutet. Alles das kann man auch bei einzelnen Mitgliedern des Klerus erkennen, an ihrem Lebensstil, an den Autos(!), vornehmen Wohnungen wie bei Reichen, und das alles angesichts einer „Krise“ des Volkes. Ein enormer bürokratischer Apparat beschäftigt Funktionäre, die mit dem Geist Jesu Christi nichts zu tun haben. Und etwas über die Immobilien, über den Grundbesitz sagen… Die Theologieprofessoren werden üppig bezahlt und leben wie die Herren, sodaß in vielen Fällen sogar die Bischöfe übertroffen werden.

Beunruhigende Fragen: Die religiöse Praxis ist unter den Jungen recht schwach. Jene, die mit dem Papst in Wien zusammentrafen, stellen nur eine Minderheit dar, und auch unter diesen gehörte ein gewisser Teil zu den Nichtpaktizierenden. Da gab es eine große Hochstimmung.

  1. Abtreibungen: Legalisiert, auch unter Katholiken recht verbreitet. Man hat sich nunmehr daran gewöhnt.
  2. Ehescheidungen: Stetige Zunahme, besonders unter den Dreißig- bis Vierzigjährigen.
  3. Lebensgemeinschaften more uxorio: ohne Skrupel und in den Städten ziemlich verbreitet, wie von Ärzten angelegte Statistiken zeigen. Auch wenn es in diesem Bereich keine genauen Informationen gibt, bleibt doch ein Grund zur Beunruhigung, daß die Freizügigkeit in diesen Dingen auch die studierende Jugend betrifft, also jene Leute, die die Welt von morgen gestalten und lenken werden. Auch die katholischen Zentren akzeptieren liberal diese Situation. Ein Gesetz wird den Studenten bald völlige Freiheit über das gewähren, was sie in ihren Heimenmachen wollen. Man fragt sich, was mit den Familien geschehen wird, ja ob es in zwanzig Jahren überhaupt noch christliche Familien geben wird.
  4. Voreheliche Beziehungen: vervielfachen sich.
  5. Selbstmorde und Alkoholismus: in immer größerem Ausmaß.
  6. Zerrüttete Familien: in Wien immer häufiger. Dieses Problem rührt von der Zunahme der Ehescheidungen und der Instabilität zahlreicher Familien her. Österreich ist dabei, zur Gänze seine Traditionen im Bezug auf die Familien zu verlieren, besonders in den großen Städten.
  7. Geburtenkontrolle: Die empfängnisverhütende Pille ist legalisiert und auch unter den Minderjährigen als einfachste Lösung weit verbreitet. Es beginnen freilich junge Ärzte und gut informierte Personen die Probleme zu begreifen, die mit dieser Situation verbunden sind. Als intelligente Menschen denken sie an eine ausgewogene und auch ethisch und christlich verantwortete Sexualität. Aber es bleibt noch ein langer Weg, um die Lehre der Kirche in diesem Bereich zu verstehen und anzunehmen.
  8. Die Laientheologen: Obwohl gut ausgebildet, könnten sie schlußendlich einen Staat im Staate bilden, außer man ergreift energische Maßnahmen. Durch sie könnte es wie zu einem Geist der Gewerkschaft oder zu zwei parallelen Kirchen kommen.
  9. Religionsunterricht: zu theoretisch; wenig die Jugendseelsorge durch vollzeitig Beschäftigte. Die Lehrenden kümmern sich mehr um ihr Gehalt und die Unterrichtsstunden als um die Seelsorge zu jeder Zeit.

Der Episkopat: Seine Treue zum Heiligen Stuhl ist ohne Vorbehalte. Er ist für ein tiefes Verständnis der christlichen Caritas offen. Vielleicht in keiner anderen Kirche als der österreichischen gibt es eine ausgeprägtere Großzügigkeit gegenüber der Dritten Welt, den Ländern des Ostens und den Flüchtlingen. In ihrer Selsorge stellen viele Bischöfe ihre große Hingabe unter Beweis, freilich mit nicht wenigen Kompromissen. Sie kümmern sich nur wenig um die Pastoral der jungen Generation, besonders an den Universitäten. Sie wollen ihre Priester nicht für die Jugendseelsorge opfern. Um eine Brücke zwischen dem Volk und der Hierarchie zu schlagen, wird es nötig sein, die Hierarchie zu verjüngen. Es braucht dringend Seelsorger, die in Einfachheit mitten im Volk leben. Das Morgen des Großteils der Jugend und der Kirche selbst steht auf dem Spiel. Die Menschen warten. Österreich ist ein Missionsland.

Zusammenfassend: Angesichts der jetzigen Lage sollte man sich über eine rasche Genesung keine Illusionen machen. Dazu braucht es Jahre und mutige und heilige Bischöfe, die mit Vorsicht, Entschlußkraft und ohne Verzögerung die Strukturen und die Personen austauschen, die Seminare beleben, die guten Priester ermutigen, die schwachen und vom rechten Weg abgekommenen zurechtweisen, die Bürokratie ausdünnen, die rechte Lehre ausdauernd verkünden und überall die Angleichung an den Papst und sein Lehramt bestärken. All dies ist wirklich möglich, weil es viele gute Leute gibt, die beten und Opfer bringen, damit diese lange Prüfung ein Ende habe.

Mit unterwürfiger Ergebenheit

bin ich Eurer verehrungswürdigster Eminenz ergebenster Diener im Herrn Mario Cagna

Apostolische Nuntiatur in Österreich

Schlußrelation der Mission von Mons. Mario Cagna, 1976 – 1985

Wien, Januar 1985

An Seine Eminenz

Agostino Kardinal Casaroli

Staatssekretär Seiner Heiligkeit

Schlußbericht des Nuntius von Österreich aus dem Jahre 1985 und seine Aktualität (4 von 5)


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6. Die Bildungswerke und Medien

Die mehr oder weniger von der Kirche abhängigen Medien sind zahlreich und vielfältig: Radio, Fernsehen, diözesane Zeitungen, „Bildungswerft“, „Familienverband“, „Familienwerft“, Katholische Hochschuljugend, Katholischer Akademikerverband, Pädagogische Akademien, Sozialakademien, „Bibelwerft“, Verlagshäuser, Buchhandlungen etc. Alle erfreuen sich großer Freiheit in Organisation und Meinungsäußerung, die die kirchlichen Autoritäten auch respektieren… bis hin zum Unglaublichen, daß nämlich diese Medien oft das ungestörte Vehikel der Kirchenkritik sind und Meinungen verbreiten, die nicht jene der Kirche sind. Alle diese Bildungseinrichtungen zeigen, da sie deutlich „progressiv“ ausgerichtet sind, ein Gemisch von Meinungen, Thesen, Vorschlägen, Stellungnahmen, so unterschiedliche und voneinander abweichende, ja einander widersprechende Aussagen, daß im Gesamten die erzieherische und pastorale Funktion dieser wertvollen pastoralen Werkzeuge darunter schwer leidet.

Man muß auch sagen, daß die staatlichen Autoritäten der Kirche viele Möglichkeiten der Kommunikation im staatlichen Rundfunk/Fernsehen einräumen, aber diese Sendungen werden meist liberalen Priestern oder Laien, wenn nicht überhaupt radikalen oder ablehnenden Elementen, anvertraut. Die heiligen Messen und Betrachtungen, die das Radio sendet, sind im allgemeinen in Ordnung, obwohl die Betrachtungen von so unterschiedlichen Personen gehalten werden, daß daraus eine große Verwirrung im Glaubensgut entsteht. Obwohl unterschiedlich im Ton und mit einem großen Mischmasch an Mitarbeitern, sind die Kirchenzeitungen von Wien und St. Pölten ganz vernünftig (obwohl das Wiener Blatt von einem Ex-Priester geführt wird), während jene von Linz und Salzburg die ablehnendsten und provozierendsten sind. Deshalb wenden sich brave Gläubige oft an die Bischöfe mit der Bitte um geeignete Maßnahmen, um keine Abweichungen vom Lehramt, um ein gutes gesichertes Glaubensgut. Aber ihrer Stimme wird wenig Gehör geschenkt. Die oben genannten Einrichtungen religiöser Bildung (Bildungswerk, Familienwerk etc.) sind in ähnlichen Händen wie bei den Zeitungen und dem Rundfunk/Fernsehen und haben daher vielleicht noch in schlimmerer Weise eine ziemlich zersetzende Wirkung. Sie säen ein übles Gemisch an Ideen und Verhaltensweisen, sie laden zu ihren Tagungen, Vorträgen, Seminaren und öffentlichen Debatten zweifelhafte Persönlichkeiten ein, die bis hin zur offenen Opposition zur Kirche stehen, und auch Nicht-Katholiken. Unter den Eingeladenen befinden sich: Küng, Metz, Moltmann, Pinchas Lapide, Ernesto Cardenal, Böckle, der oben genannte Rotter, Zulehner und auch Wissenschaftler, die für ihre antikatholischen Aggressionen bekannt sind, wie der Psychiater Erwin Ringel (gegen die „repressive“ Sexualmoral), Rupert Riedl (ein Evolutionist durch und durch), um hier nur zwei Namen zu nennen, die zu den aufreizendsten und skandalösesten zählen. Es ist eine Art Masochismus, den, wie es scheint, niemand einzudämmen wagt, und der Tag für Tag den Glauben und die Moral des Volkes Gottes von allen Seiten bedrängt. Und so gibt es in allen diesen Informationsmedien keine garantierte Glaubenslehre; in den Buchhandlungen wird alles verkauft, von häretischen Büchern bis hin zu weltlichen und frivolen, von Werken der Liturgie und der Frömmigkeit bis hin zu allen Arten der Philosophie, der Soziologie und der Psychologie in einem Mischmasch, welches faktisch nur die solideren Arbeiten zur Spiritualität, zur Theologie und zur religiösen Bildung im allgemeinen diskriminiert. Dies gilt auch für die Texte des Lehramtes, die häufig nicht zu finden sind. Um noch ein aktuelles Beispiel zu liefern: Kaum hatten die Zeitungen über die Entscheidung des Lehramtes zu den Werken der Befreiungstheologie berichtet, tauchten in den Buchhandlungen die Werke von Boff, Gutierrez etc. auf, während man den Text der Lehrentscheidung nicht kaufen konnte. Glücklicherweise gibt es die Veröffentlichungen des Sekretariates der deutschen Bischofskonferenz (in Österreich freilich nur wenig verbreitet), die ein Vertiefen in die päpstlichen Dokumente rasch und genau erlaubt.

 7. Die Familienpastoral

Man muß feststellen, daß die Bischöfe, freilich spät und und wenig fest, die Moraltheologen, die diözesanen und interdiözesanen Gremien und die Familienverbände einhellig das Gesetz über die Abtreibung (Fristenlösung: Legalisierung der Abtreibung in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten) bekämpft haben. Hingegen gab es keine vorbehaltlose Zustimmung zum Heiligen Stuhl in Fragen der Empfängnisverhütung, ja sogar wiederholte Erklärungen der Bischofskonfernz, einzelner Bischöfe und der katholischen Familienverbände, von den Professoren aus Moraltheologie ganz zu schweigen, die mündlich und schriftlich die Gewissensfreiheit in Fragen der Geburtenkontrolle verfochten und verfechten. Typisch sind die Ausdrücke, die in den Instruktionen für die Mitarbeiter des Institutes für Ehe und Familie der Erzdiözese Salzburg im Bezug auf die Enzyklika Humanae Vitae enthalten sind: „Eine Enzyklika ist eine qualifizierte Stimme, denn sie ist die Stimme dessen, der mehr Verantwortung für die Kirche trägt als der Christ ohne Amt. Daher schuldet der Christ einen Vertrauensvorschuß, eine begründete Vermutung (praesumptio) für die Wahrheit der Urteile des authentischen Lehramtes. Die schuldige Loyalität bezeugen wir einer Enzyklika durch Auseinandersetzung. Die Meinung des Theologen XY kann ich übergehen. Eine Enzyklika übergehen hieße, das qualifizierte Mitspracherecht des von Christus gestifteten Amtes bei der Bewußtseinsbildung der Gläubigen in der Kirche bestreiten. Abermehr als die loyale Auseinandersetzung fordern, hieße, eine Enzyklika faktisch doch als unfehlbar auslegen.

Einen erheblichen Einfluß in dieser Richtung hat der Linzer Diözesanpriester Bernhard Liss, der mehr oder weniger offen diese Gedanken durch verschiedene Veröffentlichungen der diözesanen Familienwerke und durch zahlreiche Eheberatungsstellen verbreitet. Dies geschieht auch bei den Eheseminaren (drei Abende), die für alle verpflichtend sind, die kirchlich heiraten wollen. Und seit wenigen Wochen erscheinen zehn „Ehebriefe“, die von der „Arbeitsgemeinschaft der katholischen Familienwerke Österreichs“ herausgegeben werden. Sie stehen unter der Verantwortung des Direktors des Pastoralinstituts der Wiener Erzdiözese, Mons. Rudolf Schwarzenberger, und enthalten den Text des vorhinzitierten Bernhard Liss(!), in welchem eine Lehre von der Ehe vertreten wird, die kaum Sakramentstheologie enthält, dafür aber vorwiegend psychologisch orientiert ist, ohne jeglichen Hinweis auf die Problematik der Geburtenregelung auskommt („zu sehr kontrovers“), aber mit einem ausgeprägt liberalen Akzent im Hinblick auf Sexualität und Eros versehen ist. Jedes Paar soll diesem in Freiheit jene Form geben und so weiterentwickeln, wie ihnen am besten scheint.

Um das Bild des religiösen Lebens im Land abzurunden, ist es notwendig hier anzufügen, daß die Beziehungen zwischen der Kirche und dem Staat gut sind. Obwohl die Gesetzgebung einer überdimensionalen Staatlichkeit und einer wachsenden Unmoral (im Namen der sogenannten „Wertfreiheit“) Vorschub leistet, erfreut sich die Kirche einer großen Handlungsfreiheit, wirtschaftlicher Unterstützung und großen Ansehens. Wie eine Gnade Gottes kommt einem der jetzige Bundespräsident, Rudolf Kirchschläger, vor, der von der sozialistischen Partei aufgestellt wurde, der aber ein vorzüglicher Katholik ist und der gesamten Nation in Wort und Tat ein Beispiel gibt.

Die Regierungen mehrerer Bundesländer sind in der Hand von Katholiken, weswegen viele Interessen der Kirche in jenen Gebieten im allgemeinen berücksichtigt werden. Im Land gibt es keine politische Partei, die die christlichen Werte voll und ganz verteidigt, obwohl die Österreichische Volkspartei diese christlich soziale Tadition hatte und sich zum Teil (im lokalen Bereich und in Bezug auf manche Themen) als solche deklariert; aber sie verfügt über keine herausragende Persönlichkeit, weder im allgemeinen noch in dieser Hinsicht. Die Katholische Aktion und die katholischen Studentenverbindungen („Cartellverband“) stellen dem öffentlichen Leben nicht mehr das Personal, das es eigentlich bräuchte.

Ein eifriges und zemlich ausgedehntes Apostolat betreiben die Movimenti „Focolare“, „Legio Mariae“, „Cursillos“, das Säkularinstitut von Schönstatt und die Charismatiker, die im Ganzen von einer gepflegten Spiritualität im Sinne des kirchlichen Geistes und der kirchlichen Voschriften sind. Die Personalprälatur Opus Dei wirkt in Österreich seit 1957 und hat in Wien (acht), in Graz, Salzburg und Linz seine Zentren, zusätzlich noch ein Einkehrhaus in Niederösterreich und eine Kirche in der Hauptstadt, und vollbringt ein weit gespanntes Apostolat in allen Gesellschaftsschichten, in den letzten Jahren auch unter den Weltpriestern mit Hilfe von Einkehrtagen, Exerzitien, Ausbildungslehrgängen etc. Dieser Eifer zieht immer mehr Berufungen an. Das Opus Dei hat auch Kritik über sich ergehen lassen müssen, die freilich viel weniger scharf und lautstark als in Deutschland ausfiel, vielleicht auch deshalb, weil Kardinal König ein guter Kenner und Freund des Opus Dei ist. Dies hängt wohl auch damit zusammen, daß die Bischöfe über die apostolische Basisarbeit dankbar sind, die die Personalprälatur ausführt, und daß die österreichische Gesellschaft sich nicht durch Fanatismen aufwiegeln läßt.

Schlußbericht des Nuntius von Österreich aus dem Jahre 1985 und seine Aktualität (3 von 5)


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3. Die Diözesanseminare

Im allgemeinen bieten diese Seminare keine Garantie für eine angemessene Ausbildung der Priesterkandidaten. Dies liegt an der dort herrschenden Permissivität. Die Leiter und die Spirituale sind wohl gut, aber schwach. Die Seminaristen erfreuen sich auf allen Gebieten großer Freiheiten. Nicht wenige beginnen ihre Studien in gutem Geist, aber dann verlieren sie gerade dort, im Seminar, ihre Berufung, entweder durch die liberalen Ideen, mit denen sie konfrontiert werden, oder durch die Kontakte mit Mädchen, die sie entweder in der theologischen Fakultät oder im Seminar selbst treffen, oder aber auch durch die bescheidene Spiritualität, die ihnen beigebracht wird. Die Zahl der Berufungen ist gering und kommt zu einem guten Teil aus den Knabenseminaren, die heute freilich ziemlich fruchtlos sind, da sie in gewöhnliche Gymnasien mit Koedukation umgewandelt wurden. Obwohl ihre Leiter guten Willen zeigen, beklagen sich einige bitter, daß die Früchte ihrer Arbeit dann im Priesterseminar gefährdet oder gar zerstört werden, sodaß sie es wohl vorziehen, daß die dort erweckten Berufungen sich eher dem Ordensklerus als dem Weltklerus zuwenden.

4. Die Orden

Im Bezug auf die Orden muß man nicht nur zwischen Orden und Orden, Kongregation und Kongregation, sondern sogar zwischen Konvent und Konvent unterscheiden. Sehr wenige Berufungen haben die Dominikaner, Jesuiten, Franziskaner, Redemptoristen und noch viele andere. Die Benediktiner weisen eine gewisse Blüte in Kremsmünster und in Göttweig auf, wo hervorragende Äbte es verstanden haben, eine ausgezeichnete Disziplin zu bewahren und zu erneuern. In anderen Abteien mit alten Traditionen (Wien Schottenstift, Melk, Admont, Salzburg St.Peter, Seitenstetten usw.) ist dies nicht so. Die Augustiner Chorherren scheinen sich allmählich zu erholen. Die Karmeliten hatten in den vergangenen Jahren, nach einer langen Periode desStillstandes, einen neuen Aufbruch an Berufungen.

Die unbeschuhten Karmelitinnen sind, zwar ohne übertriebene Schärfen, durch jene Spaltung gekennzeichnet, die man auch in anderen Ländern zwischen strengen Verfechterinnen der Klausur und des beschaulichen Lebens und den Kämpferinnen für eine apostolische Öffnung, die mit der theresianischen Tradition bricht, feststellen kann. Dies ist deshalb schade, weil es dort nicht zahlreiche Berufungen gibt, die für eine Kontinuität ausreichen. Die Schwestern, die sich dem Unterricht und der Krankenpflege widmen, sind wegen Überalterung und Nachwuchsmangel in einer Krise. Einige (Schwestern von Sacre Coeur) sind sehr verweltlicht, andere kämpfen ums Überleben. Traurig ist insbesondere, daß die Spitäler mehr und mehr von den Schwestern aufgegeben werden, obwohl sie dort äußerst wertvolle und geschätzte Arbeit in pastoraler und karitativer Hinsicht leisteten. Es scheint, daß viele weibliche Kongregationen mehr oder weniger die Agitation zu spüren bekommen, die von feministischen Bewegungen innerhalb der Kirche ihren Ausgang nehmen. Diese werden von offiziellen kirchlichen Bewegungen geschürt, und die Seelsorger sind nicht in der Lage, sie zu steuern. Um nicht wegen Konformismus kritisiert zu werden, fördern sie diese in der Tat.

 5. Feminismus

Der österreichische Pastoralrat, der seit vielen Jahren hochangesehen in Wien zu Ende jedes Jahres tagte, wurde nach dem Konzil und unter dem Einfluß von Laientheologen und Laienmitarbeitern des österreichischen Pastoralinstitutes – seit Jahren ist sein Generalsekretär H. Erharter, ein Laie, der in der Öffentlichkeit mehrfach die Enzyklika Humanae Vitae und andere Dokumente des Lehramtes kritisierte – zur Brutstätte verschiedener Revolten (zum Beispiel Aufweichung der Sexualmoral). Die letzte Tagung war dem Thema „Frau Partnerin in der Kirche“ gewidmet. Man sprach von „feministischer Theologie“ (Referent war der holländische Theologe Halkes), vom Zugang der Frauen zu den Weihen, zumindest zum Diakonat, zur Predigt, zur Mitverantwortung mit dem Priester in der Pastoral, von „einem intensiven Dialog mit dem Papst, damit er die westliche Frau verstehe, in ihr keine Gefahr für die Kirche erblicke etc., etc.“ Dies alles wurde lang und ausführlich diskutiert. Kardinal König ermutigte seit Beginn der Tagung, keine Angst vor den Debatten zu haben, an denen mehr als 600 Priester und Laien aus dreizehn Nationen teilnahmen. Der Grazer Bischof Weber versuchte aufzuzeigen, daß die Frauen wohl andere Probleme hätten als zu leitenden Positionen in der Kirche zu gelangen. Der Weihbischof von St. Pölten unterstrich, daß im Neuen Testament das Prinzip „In Christus gibt es weder Mann noch Frau“ klar sei, daß es aber noch nicht in die Praxis umgesetzt sei. Der Bischof von Klagenfurt, Kapellari, sagte schließlich, daß die Kirche bei der Frauenordination durch eine bis heute gängige Praxis gebunden sei, aber daß sich in der Zukunft für die Frauen viele Türen öffnen würden, die heute noch geschlossen seien. Es sei aber nicht die entscheidende Frage, ob man der Frau den Eintritt in bisher verbotene Bereiche gestatten werde, sondern ob sie überhaupt eintreten wolle. Schließlich wurde der Beschluß gefaßt, von dieser Tagung kein offizielles Schlußdokument zu versenden.

Einige Tage später fand in Salzburg eine andere feministische Tagung statt, die stärker vom Protest geprägt war und die auschließlich von Frauen organisiert wurde. An ihr nahmen vielen Frauen aus Deutschland, Schweiz und Österreich teil, und Professor Zulehner aus Wien, Präsident der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen, der die Sache der Frauenbewegung in der Kirche verteidigte. Am Ende feierte man einen Wortgottesdienst und nicht eine Messe, da, wie die Organisatorinnen erklärten, ihnen nicht gestattet wurde, das Heilige Opfer „von Frauen zu halten“.

Schlußbericht des Nuntius von Österreich aus dem Jahre 1985 und seine Aktualität (2 von 5)


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1. Der Religionsunterricht in den Schulen

Obwohl jede Verallgemeinerung auf diesem Gebiet auf jeden Fall wenig objektiv wäre, da die Lehrkräfte, die hier die Grundlage bilden, völlig unterschiedlich sind (Alte, Junge, Priester, Laien unterschiedlichster Herkunft, laisierte Priester), ist die am meisten verbreitete Strömung jene, die sich in pädagogische Modernität kleidet. Sie hat nicht nur die Katechismen durchdrungen, sondern gibt auch vor, bibelwissenschaftliche Grundlagen zu liefern, kritisches Denken und Kenntnis der Probleme der Gegenwart zu vermitteln, vermeidet aber dogmatische Aussagen und objektive moralische Normen, will eher Gemeinschaften als persönliches Glaubensleben bilden, betont vorzugsweise soziale Fragen und verschweigt dabei im Namen des Ökumenismus die apostolische Sendung. Viele Eltern beklagen sich, daß man in den Religionsstunden in den Schulenüber alles spricht und diskutiert „außer über Religion“. Man kann tatsächlich eine kulturelle und religiöse Leere feststellen, die diese Pädagogik bei den Jungendlichen geschaffen hat. Sie wird nicht nur in den theologischen Fakultäten, sondern auch in den diözesanen pädagogischen Akademien gelehrt und wird von den diözesanen Schulamtsleitern auch gewünscht. Diese ermahnen, ja verdrängen sogar jene Lehrkräfte, die traditionellen pädagogischen Linien folgen (Zehn Gebote, Glaubensbekenntnis, Sakramente, Gebete etc.). Die Schulbücher, die von der interdiözesanen Kommission approbiert sind und den Schülern von der Regierung geschenkt werden, liegen alle auf der angegebenen Linie, d.h., sie lassen eine klare Systematik vermissen, sind nicht präzise formuliert, weisen deutliche Lücken im Glaubensgut auf, sind nicht selten verbildend… Alle kritischen Punkte der Theologie spiegeln sich im Milieu der Katechese: liberal gegenüber dem Dogma, der Moral, der kirchlichen Disziplin, kritisch gegenüber der Institution Kirche, dem Lehramt, der Tradition, und sozial gesehen „links“ engagiert oder auf einer „grün pazifistisch futurologischen“ Linie angesiedelt.

 2. Die theologischen Fakultäten

Die staatlichen theologischen Fakultäten in Wien, Salzburg, Graz und Innsbruck und die kirchliche in Linz bieten trotz des Fehlens aufsehenerregender Extremismen, sieht man von dem Entzug der vehia legendi bei den beiden Dozenten Holl und Mynarek ab, die a divinis suspendiert wurden und der eine in den Laienstand zurückversetzt wurde, ein ziemlich verwirrendes Bild. Der schwachen philosophischen Ausbildung der Studierenden entspricht eine Theologie ohne Profil und ohne Rückgrat. Sie ist stark von idealistischen und existenzialistischen Strömungen beeinflußt, hängt der Theorie der Entmythologisierung, der Soziologie und der gebräuchlichen Psychologie an, die in Österreich eine deutlich detenninistische Prägung aufweist. Auch hier wenig Systematisches, beiseitegeschobener und entwerteter Thomismus, ein abgewetzter „Modernismus“. Besorgniserregend ist besonders der Unterricht in Moraltheologie (in Innsbruck P. Hans Rotter SJ, in Linz Alfons Riedl, in Salzburg Günter Virt), der immer mehr im Gegensatz zur kirchlichen Lehre steht, d.h., relativistisch, subjektivistisch, konsequenzialistisch. Es ist unverständlich, daß die Bischöfe Leute dieser Qualität ernennen, und dann beklagen sie sich über die Professoren, die von ihnen ernannt werden, und lassen sich schließlich sogar von ihnen beeinflussen.

Die Vakanz des Lehrstuhles aus Moraltheologie in Wien scheint nun gelöst, weil der jetzige Professor aus Salzburg (ein bekannter Konsequenzialist) wahrscheinlich ernannt werden wird, weil er dem Vernehmen nach die Unterstützung des Kardinals von Wien genießt. Dies überrascht auch nicht, wenn man die Ernennungen in Betracht zieht, die er bisher gemacht hat. Es sind fast immer lauter zweifelhafte Theoretiker, die überhaupt nicht auf der Linie des kirchlichen Lehramtes stehen. (In Wien könnte diese Lehrkanzel der jetzige Dozent aus Moraltheologie, Andreas Laun, einnehmen, der ein Kollege von Virt und durch seine Veröffentlichungen bekannt ist, aber ihm …“zu römisch“ eingestellt ist!).

Unter den Moraltheologen kritisiert besonders der Jesuit Rotter oft den Papst und drückt die Äußerungen des Lehramtes auf „diskussionswürdige Meinungen“ herab. Dies machen oft auch die Pastoraltheologen (Zauner in Linz, der ziemlich schädlich ist, aber in der Diözese und beim jetzigen Bischof ziemlich große Autorität genießt. Dieser hat ihn sogar in einige verantwortungsvolle Posten in der Diözese gesetzt; auch Zulehner, vor kurzem in Wien berufen, ein 100%iger Soziologe, und noch auffallender, der Liturgiker von Salzburg, Franz Nikolasch, der der Protestgruppe SOG angehört. Diesem vertraut der liebe Salzburger Erzbischof heikle Aufgaben an. Erst vor wenigen Tagen hat Nikolasch der wichtigsten Zeitung der Stadt geschrieben, um den Ausdruck „Lehre der Kirche“ zu korrigieren, den der Chefredakteur im Hinblick auf die Empfängnisverhütung verwendete. Er sagte, dies sei eine Meinung des Papstes und einiger Theologen, die freilich nicht von der Mehrheit der Theologen in der Kirche geteilt würde.)

Diese Professoren, die unter Umständen die Priesterweihe der viri probati verteidigen, die Abschaffung des Pflichtzölibates, die Pille, die Sterilisation unter bestimmten Voraussetzungen, es gibt sogar ein Gutachten des Moraltheologen von Linz, Riedl, in dieser Richtung, die den Bischöfen bekannt ist und die sogar in den katholischen Spitälern viel verteilt wird, die Interkommunion und andere zumindest unüberlegte Thesen, diese Professoren haben schon zahlreiche Jahrgänge von Priestern, Laientheologen und Religionsprofessoren ausgebildet, nicht allein durch ihr Beispiel und ihren Unterricht, besonders in den Seminaren, wo einige von ihnen in engem Kontakt mit den Seminaristen leben.

Um den Bischöfen eine größere Freiheit bei der Auswahl der Professoren zu verschaffen, müßte jene Bestimmung des Konkordates geändert werden, die das Verfahren regelt. Dieses sieht nämlich nur vor, daß die Fakultät den Bischöfen eine Liste mit drei Kandidaten vorlegt, aus der der Bischof einen auswählt. So sind die Bischöfe an die Professoren der Fakultät gebunden. Da nun die Zusammensetzung der Fakultäten allzu bekannt ist, wird eine grundlegende Veränderung, die ziemlich notwendig ist, nicht zustandekommen, wenn die Bischöfe nicht die Möglichkeit (das Recht) haben, die gemachten Vorschläge abzulehnen und in Freiheit Kandidaten zu nennen, die ihnen für die Ausbildung der Seminaristen geeigneter scheinen. Sonst müßte man den Mut haben, die Seminaristen von den theologischen Fakultäten abzuziehen und ihnen eine komplette Ausbildung zu bieten (philosophisch, theologisch, menschlich, spirituell). Der Boom der Theologiestudenten, die nicht Priester werden wollen, und der weiblichen Theologiestudentinnen, der seit Jahren von der Hierarchie gefördert wird, hat sich als ziemlich negativer Bumerang erwiesen. Dies bezieht sich sowohl auf die theologischen Fakultäten, wo diese männlichen und weiblichen Laien mit ihrer oft polemischen Haltung gegenüber der Institution Kirche, mit ihren oft liberalen Denkweisen und Lebensstilen ein für die Seminaristen oft schädliches Ambiente erzeugen, als auch auf die Schulen, wo sie als Religionslehrer wirken, und sogar in den Pfarren, wo sie als Pastoralassistenten angestellt sind, und bis hin zu anderen Verwendungen in diözesanen und überdiözesanen Stellen. Sogar der Wiener Weihbischof Krätzl zögert nicht, diese Laientheologen zu einer inneren Gefahr für die Kirche zu erklären.

Ein gutes Ambiente hingegen ist in der philosophisch theologischen Hochschule der Zisterzienser in Heiligenkreuz in der Nähe von Wien zu erkennen, sowohl was die wissenschaftliche Ausbildung als auch die dort herrschende Frömmigkeit betrifft. Deren Studenten werden freilich von den österreichischen Bischöfen nicht als Priesteramtskandidaten akzeptiert (!).

Schlußbericht des Nuntius von Österreich aus dem Jahre 1985 und seine Aktualität (1 von 5)


Edition-Winkler-Hermaden-oesterreich-ungarn-02Der Schlussbericht des Nuntius von Österreich aus dem Jahre 1985, welchen wir hier in sechs kommentierten Teilen vorlegen, ist ein Schreiben, welches der Mehrheit der Leser bereits bekannt sein durfte, da es seit Langem im Internet zu finden ist.[1] Es stellt sich somit die Frage, worin der eigentliche Sinn besteht etwas Bekanntes und Historisches erneut ins Netz zu stellen. Die Antwort lautet: Weil es so gut ist! Der Bericht des Msgr. Mario Cagna macht der vatikanischen Diplomatie alle Ehre, welche damals über wirklich fähige, fromme und kirchlich denkende Diplomaten, die zugleich Geistliche waren, verfügte. Wahrscheinlich ist es auch heute noch der Fall, obgleich der traurige Fall des Nuntius Wesołowski in der Dominikanischen Republik eine andere Geschichte erzählt. Der Lagebericht des Nuntius Cagna lässt sich auch wohl grosso modo auf das heutige Österreich und das heutige Deutschland übertragen, obgleich die Sätze:

„Der österreichische Episkopat ist gut. Von allen Bischöfen kann man ohne Ausnahme sagen, daß sie persönlich fromm, ehrlich, fleißig, rechtgläubig, ihren Aufgaben hingegeben, nicht politisierend und fern von Extremismen aller Art sind.“

ihre Gültigkeit in Bezug auf die DBK und die ÖBK größtenteils verloren haben. Innerhalb der 30 Jahre, die seit diesem Schreiben vergangen sind, hat sich der Zustand der Kirche sowohl in Österreich als auch in Deutschland weitgehend verschlimmert, wovon die letzten Unternehmungen der DBK, sprich die Änderung des kirchlichen Arbeitsrechts und eine selbstgemachte Umfrage zur Aufhebung der katholischen Ehelehre zeugen. Fügt man dem auch noch den Ausspruch von Kardinal Marx hinzu, wonach man keine Filiale von Rom sei, so ist der materielle, wenn auch noch nicht der formale Weg in die deutsche Nationalkirche schon sehr weit fortgeschritten. Da uns leider keine Abschlussberichte der Nuntien in Deutschland zur Verfügung stehen, ein Analogieschluss hier aber zulässig erscheint, so kann man wirklich schlussfolgern, dass Rom bzw. der Vatikan mindestens seit Mitte der 1980-ger Jahre sehr gut über die Situation in Österreich und wohl auch in Deutschland Bescheid wusste und wirklich wenig unternahm, um dieser Entwicklung entgegen zu arbeiten. Das stille und heimliche Schisma scheint in Deutschland und Österreich seit Langem vorzuliegen. Vielleicht sind die Geschichten, die man sich über kard. Casaroli erzählt, wirklich wahr, denn wenn jemand in den 1980-gern einen Einfluss auf die Bischofsernennungen hatte, dann war er es, da Johannes Paul II im „Außendienst“ tätig war und an den Angelegenheiten der Kurie, nach dem, was man so liest und hört, wenig Interesse zeigte. Daher ist mit der Zeit ein Machtvakuum entstanden, welches von den falschen Leuten ausgefüllt wurde.

In der kommunistischen Zeit gab es einen Witz, der folgendermaßen ging: „Was wird passieren, wenn in der Sahara-Wüster der Kommunismus eingeführt werden würde? Ein Jahr lang nichts und danach geht der Sand aus“. Und uns allen geht heute der Sand aus.

Schlußbericht des Nuntius

Abschließende Beurteilung des Zustandes der Kirche Österreichs

 Hochverehrte Eminenz,

ich habe die Ehre, Ihnen in einer kurzen und vollständigen Synthese einige Bemerkungen über die Lage der Kirche in Österreich mitzuteilen. Diese beruhen auf Beobachtungen, die ich in den achteinhalb Jahren meiner Leitung der Apostolischen Nuntiatur in Wien machen konnte. Wenn man sich ein Gesamtbild der Kirche in Österreich machen will, riskiert man freilich, die aufsehenerregendsten Elemente, meist die negativen, hervorzuheben und alles oder fast alles beiseitezulassen, was es an Gutem gibt, was still, verborgen und sogar leidend ist, und damit einseitig und ungerecht zu werden.

Man muß in der Tat vorausschicken, daß sowohl der städtische und ländliche Klerus als auch die Laien, besonders jene, die in den verschiedenen Untergruppen der Katholischen Aktion organisiert sind, aber auch jene, die außerhalb jeder Organisation stehen, treu zum christlich-römisch-katholischen Geist stehen. (Deutlich wurde dies durch den überaus herzlichen Empfang, der dem Heiligen Vater bei seinem jüngst vergangenen Besuch zuteil wurde und der alle, sogar die Hierarchie, durch seine Wärme und Spontaneität überraschte.) Dies ist eine feste, freilich anonyme Grundlage, die bei guter Leitung zu einem wahren und tiefen Wiederaufstieg in der Zukunft führen kann. Das Übel liegt teilweise in den Gesetzen und den Gesellschaftsstrukturen, die ein politischer Laizismus seit langer Zeit herbeigeführt hat („Aufklärung“, Sozialismus in der Gegenwart). Dieser zersetzt das christliche Wertesystem, das im Lande eine große Tradition hat. Andererseits ist er auch im Geist des katholischen Teils der Gesellschaft eingewurzelt, der allmählich seine Leitungsfunktion aufgegeben hat. Es ist außerdem nicht leicht, in wenigen Seiten das zusammenzufassen, was in dieser alten und bunten Nation geschieht, die klein ist und zugleich Menschen hervorbringt, die in allen Gebieten der Kultur hervorragen, die aber abgestanden und paradox wirkt. Dieses festliebende Volk ist nicht fröhlich. Dieser gebieterische Sozialismus (in Wien hält er die Macht seit langem fest in Händen) mildert nicht den ausgeprägtesten Individualismus. Dieser Liberalismus des „Leben und Lebenlassens“ läßt die einen nicht mit den anderen in Verbindung treten. Dieses Land ohne Extremismen oder gewaltsame Proteste, das Papst Paul VI. „Insel der Seligen“ nannte, zählt eine äußerst hohe Selbstmordrate und vermerkt ein Ansteigen der Abtreibungen (seit 1975 bis heute etwa eine Million) und eine Zunahme des Verbrauchs von Antidepressiva. Es ist nicht leicht, in die österreichische Seele einzudringen, die zwischen einem barocken Katholizismus und einer müden, genußsüchtigen und fatalistischen Skepsis geteilt ist. Viele Ausländer haben in den Wiener Kirchen den Eindruck einer tiefen und ausgeprägten Frömmigkeit, die jedoch eher traditionell und stereotyp ausgerichtet ist. In Wirklichkeit ist der Glaube nur wenig gebildet und heute von den Übeln der Zeit erschüttert. Die Treue gegenüber Taufe, Firmung, auch gegenüber dem kirchlichen Begräbnis und der kirchlichen Trauung bleibt aufrecht, obwohl gerade die letztere in den vergangenen Jahren ebenso wie die Ziviltrauung abnahm. Gewisse Riten wie die Aschenauflegung am Aschermittwoch, Besuch der Gräber, Primizsegen werden praktiziert, aber nicht selten handelt es sich um Bräuche, gesellschaftliche Formalitäten, die man nicht gerne unterläßt. Es gibt freilich auch das äußerst traurige Phänomen des Kirchenaustrittes, das sich auf eine Erklärung vor der weltlichen Behörde beschränkt, von der dann die Pfarrer als einem vollzogenen Akt erfahren. Das unmittelbare Motiv dieses überaus zahlreichen Abfalles ist die verhaßte Kirchensteuer, die in Wirklichkeit nicht besonders schwer ist, die aber für Menschen mit einem schwankenden Glauben unerträglich ist. Auch die Begleitumstände wirken in diese Richtung: direkte Zahlung an diözesane Finanzstellen, zivilgerichtliche Verfahren gegen Säumige etc. Der Glaube dieses traditionell katholischen Volkes ist in weiten Gebieten mit den oben genannten Mängeln und Lücken aufrecht, aber er hat in den letzten Jahrzehnten besonders unter der Jugend wegen der ungenügenden religiösen Unterweisung abgenommen. Der moralische Verfall freilich entfremdet ihm in Wirklichkeit sehr viele (Verlust des Sündenbewußtseins im allgemeinen, Krise der Familie, Hedonismus, sexuelle Freizügigkeit, Korruption etc.) Man muß unterstreichen, daß dort, wo die Priester eifrig und entschlossen sind, ein deutliches Aufblühen zu sehen ist. Wenn es auch wahr ist, daß jedes Volk die Priester hat, die es verdient, so ist es ebenso wahr, daß ein Wiederaufstieg des christlichen Lebens nur von einer tiefgreifenden Erneuerung des priesterlichen Amtes zu erwarten ist.

Der österreichische Episkopat ist gut. Von allen Bischöfen kann man ohne Ausnahme sagen, daß sie persönlich fromm, ehrlich, fleißig, rechtgläubig, ihren Aufgaben hingegeben, nicht politisierend und fern von Extremismen aller Art sind. Aber von allen muß man sagen, daß sie zu vorsichtig sind, ängstlich gegenüber den Theologen, den pastoralen Gremien, den Journalisten, der öffentlichen Meinung, weswegen sie selten Festigkeit in ihren Stellungnahmen zeigen und in die Permissivität fallen. Sie flüchten sich in gemeinsame Erklärungen der Bischofskonferenz, die eher undeutlich ausfallen oder sogar an den drängenden religiösen Problemen des Augenblicks vorbeigehen. Die päpstlichen Dokumente werden an das Volk nicht mit der geschuldeten Kraft, Geschwindigkeit und Verbreitung weitergeleitet; manchmal werden sie faktisch ignoriert und sogar abgeschwächt (insbesondere jene, die sich auf die Katechese, auf den Ökumenismus, die Ehemoral, die Befolgung liturgischer Regeln etc. beziehen). Es erscheint geradezu unglaublich, daß sich Hirten, die unbezweifelbar gut und fromm sind, von irregeleiteten und widersetzlichen Professoren, Priestern und Laien nicht nur übertölpeln lassen, sondern sie an verantwortungsvollen Stellen dulden, sie dorthin nominieren und sie unterstützen, während jene, die treu zum Papst und zur Hierarchie stehen, geächtet werden.

[1] Wir zitieren nach: http://www.diewahrheit.com/Rundbrief_nr_70.htm Die Originalschreibweise wird beibehalten.