Bischofsperlen: Bischof Büchel „bei der Wahrheit flexibel bleiben“


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Diese Bischofsperle ist ein wenig älter, denn sie stammt von September 2015, dafür ist sie aber so empörend, dass sie gute Chancen hat es in die Top-Ten aller Bischofsperlen zu schaffen. Da uns auch Schweizer lesen, so hoffen wir, dass sich auch schweizerische Katholiken an unserem knienden Bußpsalmengebet für die jeweilige Bischofskonferenz an jedem letzten Freitag des Monats, also auch am 25.12.2015, beteiligen werden. Sie haben allen Grund Gott auf den Knien um Gnade für ihre Bischöfe zu bitten, denn Bischof Büchel von St. Gallen, der ehemalige Vorsitzender der Schweizer Bischofskonferenz, gibt wirklich Ungeheuerlichkeiten von sich. Da er von seinen Mitbrüdern im Bischofsamt gewählt wurde, so muss man davon ausgehen, dass die Mehrheit der Schweizer Bischofskonferenz ähnliche Ansichten hegt. Anscheinend muss man häretische Ansichten vorweisen, um es an die Spitze einer deutschsprachigen Bischofskonferenz zu schaffen. Aber übergeben wir das Wort an Bischof Büchel selbst, dessen Aussagen wir weitgehend hier unkommentiert vorstellen, da wir davon ausgehen, dass unsere Leser ihre Sinne beisammen haben. Wir zitieren nach kath.net, im folgenden blau angezeigt,[1] also nach einem Medium, dass so bischofsfreundlich wie möglich ist. Er hat es wirklich gesagt – ipse dixit.

Bischof Markus Büchel, der in Kürze von der Spitze der Schweizer Bischofskonferenz abtritt, hat in einem Interview mit dem „Tagblatt“ erneut die Lehre der Kirche relativiert und gemeint, dass es viele Entwicklungen gäbe, die sich noch nicht im Katechismus niedergeschlagen haben.

„Deshalb ist der Umgang mit Wiederverheirateten und Homosexuellen ja auch ein zentrales Thema der anstehenden Bischofssynode. Gesellschaftliche Veränderungen und neue humanwissenschaftliche Erkenntnisse fordern uns heraus. Wir müssen aufpassen, dass wir mit unseren Glaubenssätzen nicht unglaubwürdig werden.“,

meinte Büchel wörtlich.

Beim Thema „Homosexualität“ möchte Büchel es mit der Wahrheit flexibel halten. Dazu verwies er auf das 2. Vatikanum und die dort formulierte „Hierarchie der Wahrheiten“.

„Ich darf also gewichten und den Wandel berücksichtigen. Daraus ergibt sich eine Flexibilität in der Auslegung der Wahrheit“,

behauptete der Bischof.

Und „Homo-Paare“, die den Weg miteinander gehen möchten und ein gemeinsame Leben auch vor Gott verantworten wollen, möchte der umstrittene Bischof den Segen nicht verweigern.

„Nur haben wir noch kein festgeschriebenes Ritual für entsprechende Segnungsformen.“

Was ist denn beim Bischof Markus Büchel alles falsch gelaufen, dass er solche Ansichten hegt? Hofft er vielleicht selbst den Segen für den Weg mit jemand (männlich oder weiblich) erhalten? Und worauf beruft er sich? Richtig, auf das Zweite Vatikanische Konzil, Gott sei’s geklagt. Aber nicht einmal dieses Konzil hat diese Schuldzuweisung verdient, obwohl die Weichen tatsächlich dort gestellt wurden. Also nicht verzagen, ihr Schweizer, sondern sich hinknien und am 25.12 die Bußpsalmen beten, sonst haben wir die Bischöfe, die wir verdienen, weil wir im geistlichen Raum nichts dagegen unternommen haben. Wird das Geistliche zuerst geordnet, dann können auch die Taten folgen.

[1] http://www.kath.net/news/51938

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