Don Pietro Leone: DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens (6 von 6)


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Postscriptum

GNOSIS IN DER HEUTIGEN WELT

Wir werden im folgenden Abschnitt die Gnosis in der heutigen Welt untersuchen, wie sie außerhalb der Kirche, zuerst im Atheismus und dann in den esoterischen Sekten blüht.

A. Atheismus

Sie ist im Atheismus auf drei Arten vorhanden:

a) weil der Atheismus mit seiner Lehre von der Evolution behauptet, daß der Mensch aus etwas weniger als sich selbst oder gar aus dem Nichts entstanden sei

b) weil der Atheismus mit derselben Doktrin andeutet, dass das Prinzip, aus dem der Mensch hervorgeht und und in das er sich dann auflöst, gleichzeitig eine höhere Realität ist

c) weil der Atheismus, wenn er Gott leugnet, den Menschen effektiv vergöttlicht

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Don Pietro Leone: DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens (5 von 6)


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III.    Gnosis als die Neue Religion

Wenn wir tatsächlich einer neuen Religion gegenüberstehen, muss unsere nächste Frage sein, was ihre Natur ist. Bevor wir sie im trüben Licht der Gnosis untersuchen, können wir fragen, ob es einfach eine neue Form des Protestantismus, des Humanismus oder des Atheismus ist. Gewiß hat der katholische Glaube, wie er heute präsentiert wird, eine gewisse Ähnlichkeit mit jedem dieser Systeme. Aber diese Ähnlichkeit beruht nicht auf einem Prinzip, das einem dieser Systeme eigen ist, sondern auf einem Prinzip, das alle diese Systeme teilen, nämlich das des Subjektivismus.

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Don Pietro Leone: DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens (4 von 6)


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B. Der Monismus

Der Monismus zwischen Gott und dem Menschen wird in drei unterschiedlichen Arten von Monismen entwickelt:

1) Ein ontologischer Monismus zwischen Gott und dem Universum, wo das Universum im gewissen Sinne als göttlich betrachtet wird, eine pantheistische Lehre.

2) Ein moralischer Monismus, in dem Gut und Böse als integrale Teile einer größeren Realität betrachtet werden, welche keine wirkliche Unterscheidung beider erlaubt. In seiner letzten Analyse wird dieser moralische Monismus als Gott selbst angesehen.

3) Ein logischer Monismus, in dem sogar das Wahre und das Falsche miteinander in Einklang gebracht werden.

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Don Pietro Leone: DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens (3 von 6)


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 II   Gnosis in der pervertierten Kabbala

Wir sagten, die Gnosis wurde unter den Menschen der ersten Zeit im Sündenfall sichtbar.

Bevor wir jedoch fortfahren, müssen wir feststellen, dass sie sich schon viel früher manifestierte, nämlich im Fall der Engel. Denn da das Wesen eines Dinges durch sein letztliches Ziel bestimmt ist, können wir das Wesen der Gnosis als den Versuch des Geschöpfes identifizieren, sich selbst zu vergöttlichen. Das aber war schon bei der Rebellion der Engel geschehen. Luzifer und die anderen Engel wünschten, sich selbst zu Gott zu machen, das aber ohne Gott: nur durch ihre eigenen, alleinigen und natürlichen Bemühungen  Die Konsequenz war ihr Fall(en) und ihre Umwandlung von Engeln in Teufel.

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Don Pietro Leone: DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens (2 von 6)


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  1. Gnostische Theologie

Das Hauptmerkmal der gnostischen Theologie ist der Monismus. Die Begründung dafür ist einfach: wenn der Mensch durch seine eigenen Anstrengungen zu Gott werden kann, muss der Mensch an der göttlichen Natur teilhaben. Mensch und Gott müssen eine einzige Natur besitzen, die nur nach dem Grad und der Vollkommenheit dieser Natur differenziert ist.

Gnostische Theologie ist monistisch. Im Gegensatz dazu, ist die Katholische Theologie dualistisch und lehrt, dass der Mensch und Gott zwei unterschiedliche Naturen, eine menschliche und eine göttliche, besitzen. Diese Naturen unterscheiden sich nicht nur in ihrem Wesen bezüglich ihres Grades der Vollkommenheit, sondern in ihrer ontologischen Verschiedenheit.

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Don Pietro Leone: DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens (1 von 6)


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Einführung

Nun, der Inhalt des Glaubens ist unveränderlich und unfehlbar, und er kann sich, wie das Erste Vatikanum lehrt, durch die Jahrhunderte nur in der Klarheit und Tiefe seiner Ausdrücke entwickeln. In den letzten Jahren jedoch haben wir beobachtet, wie Ideen in das Lehramt eingeflossen sind, welche weder eine Klärung noch eine Vertiefung des Verständnisses des Glaubens begründen, sondern neue Lehren sind: häretisch entweder aktuell oder tendentiell, in ihrem Chrakter, übereinstimmend mit der tödlichen Agenda des Modernismus.

Die Frage, die wir nun in Bezug auf diese Lehren aufwerfen wollen, ist, ob es sich nur um bloße Verzerrungen und Verfälschungen der jeweiligen Glaubensartikel handelt, oder vielmehr, ob es sich zusammen mit dem Neuen Messritus, dem Neuen Ritus aller Sakramente, dem Neuen Kodex des Kirchenrechtes, dem Neuen Brevier, dem Neuen Katechismus, der Neuevangelisation, der Neuen Moral und Spiritualität, die vom Klerus gepredigt und gelebt wird, der Neuen entspannten Kirchendisziplin (in den Ordensregeln und der Kleiderordnung für den Klerus) im Ganzen um eine Neue Religion handelt.

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Don Pietro Leone: Die nachkonziliare Kirche ist gnostisch, nicht katholisch


Irenaus of Lyon

[Auf dem Bild hl. Irenäus von Lyon, der die Gnosis bekämpfte.]

Nach einer Reihe leichterer Beiträge aus der Bastelecke publizieren wir hier wieder etwas Substanzielles und zwar einen Text von Don Pietro Leone, DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens, der bereits auf Rorate Caeli veröffentlicht wurde, in der kongenialen Übersetzung unseres davillatollkuehn. Der Text von Don Leone begeistert umso mehr, je mehr man sich selbst mit der dargestellten Thematik befasst hat. Der italienische Autor bringt einfach sehr komplizierte Zusammenhänge auf den Punkt, was wirklich Wenige können, da Einfachheit im Komplizierten nicht ohne Weiteres zu erreichen ist. Man könnte sicherlich jeden der vorgestellten Paragraphen ausarbeiten und mit Fachliteratur versehen, aber dies ist bei einem populären Beitrag nicht nötig.

Was ist das Fazit von Don Leone? Die nachkonziliare Kirche ist gnostisch geworden, indem sie den dämonischen, kabbalistisch-gnostischen Tiefenstrom, der immer in den Tiefen der Kirche hauptsächlich als Falschmystik pulsierte, zur ihrer mehr oder weniger offiziellen Lehre erhob („Theologie des Leibes“, Allerlösungslehre, „Barmherzigkeit“, Amoris Laetitia). Diese Feststellung ist schockierend, aber leider auch richtig. Um die Belange von „Papst“ Franziskus und seinen Mannen zu verstehen, muss man nicht Theologie, sondern okkulte Wissenschaften insbesondere Kabbala studiert haben. Nein, das ist kein Witz. Eine weiter sine qua non Quelle sind hierzu die gnostischen Schriften der ersten Jahrhunderte, welche die eigentlichen Ideen enthalten, die in Amoris Laetitia vorgestellt und entfaltet wurden, früher leider auch in der „Theologie des Leibes“ von Johannes Paul II, welche, Gott sei Dank, kein lehramtlicher Text war. Wir scheinen wirklich am Ende der Zeit angekommen zu sein, denn wie die orthodoxen Väter am Anfang der Kirche gegen die Gnosis kämpfen, so scheinen die wenigen verbliebenen rechtgläubigen Theologen ebenso sich mit der Gnosis auseinandersetzen zu müssen. Aber zur Zeit von Hl. Johannes (ca. 100), hl. Irenäus von Lyon (gest. 220), Clemens von Alexandrien (gest. 215), Tertullian (gest. 240), Origenes (gest. 253) und anderer antignostischer Autoren war der Papst kein Gnostiker und Häretiker und seine Kurie auch nicht. Dies ist ein Unterschied, da die Kirche hierarchisch geordnet ist. Danken wir also Gott für die Lösungen der Kirchenväter, die nicht veraltet sind, weil sie gerade jetzt angewendet werden können. Danken wir Gott auch für Don Leone und unseren davillatollkuehn, die uns mit ihrem Können auf unserem Weg unterstützen und begeistern. Beten wird für sie.. Gegrüßest seist Du Maria