Ann Barnhardt: Brief eines abwesenden Vaters an seine Kinder


Judith 3

Anbei der angekündigte Text von Ann Barnhardt in der Übersetzung von davillatollkuehn. Dieser Text stimmt sehr traurig, weil er wahr ist. Benedikt ist der Vater, die Mutter ist die Kirche, die Kinder sind die noch-gläubigen Restkatholiken, der psychopatische Stiefvater ist Bergoglio und die Sodomitenbande sind sein Umfeld: Ricca, Paglia, Fernandez, Coccopalmerio und wahrscheinlich viele, viele mehr. Haben wir keine Angst einen Prozess zu riskieren? Warum denn? „Gay ist ok“, wie die Welt sagt und Franziskus fügt hinzu: „Wer bin ich, um zu urteilen?“ Er muss es wohl selbst am Besten wissen. Wir verwenden dem amerikanischen Original entsprechend das theologische Fachwort „Sodomit“ oder „sodomistisch“, statt des „wertneutralen“ (Gibt es das?) „schwul“ oder „homosexuell“, da Sodomie, nach dem katholischen Glauben, den wir hier vollumfänglich vertreten, eine schwere Sünde gegen die Natur ist, die zu Himmel schreit. Aber in diesem Text wird Sodomie nur sehr periphär behandelt. Es geht hier um ein feiges Weglaufen vor dem Feind, um eine Desertion, um die Verletzung der Standespflichten, um Selbstmitleid und Selbstzufriedenheit. Ja, es geht um Benedikt / Ratzinger. Denn was hilft es, wenn Benedikt tränenselige und sentimentale Briefe schreibt,  welche katholisches. info weiterhin unbeirrt als „mutig“ bezeichnet, wenn er selbst diese Situation verursacht hat? Lesen wir Ann Barnhardt und weinen wir, denn dies ist leider die Wirklichkeit, der wir uns stellen müssen.

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Benedikts Brief oder How I abandoned Your mother


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Ausgangslange – die Kinder verlassen

Für alle, die sich nicht in modernen Fernsehserien auskennen. Der obige Titel ist eine Anspielung auf die amerikanische Sitcom How I met Your mother (HIMYM)– „Wie ich eure Mutter kennenlernte“, in der ein Vater in vielen, vielen Sitzungen und wohl Jahren (die Serie lief 9 Jahre lang) seinen Kindern erzählt, wie er deren Mutter traf. Die Serie HIMYM ist absolut nicht zu empfehlen und man muss junge Leute bedauern, die mit ihr aufwachsen und dann solch eine Vorstellung von Liebe, Freundschaft und Ehe hegen werden. How I abandoned Your mother bedeutet im o.a. Titel „Wie ich Eure Mutter verlassen habe“. Der Text von Ann Barnhardt „Der Brief eines abwesenden Vaters an seine Kinder“, den wir bald in der deutschen Übersetzung von davillatollkuehn vorstellen werden, ist dermaßen treffend und ergreifend, dass er wirklich Tränen in die Augen treibt.

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Die Zeit kritisiert Kardinal Marx oder vielleicht wirken die Bußpsalmen wirklich?


Francis birds

Schon die Alten (Äsop, Fabel 304) meinten, dass eine Schwalbe keinen Sommer macht, dennoch ist es schön nach dem tiefsten Winter eine Schwalbe beobachten zu können. Da es sich bei Schwalben um Zugvögel handelt, so sind sie im Winter in Europa nicht anzutreffen, wovon die alten „marianischen“ Bauerregeln zeugen:

„Am Tage von Maria Geburt fliegen die Schwalben furt [d.h. fort Red.].“ (8. September)

„Marienverkündigung kommen sie wiederum.“ (25. März)

Kurz und gut: wenn Sie eine Schwalbe sehen, dann ist kein Winter mehr, aber lange noch kein Sommer. Wir haben unsere Bußpsalmen-Gebetsaktion am 20.11.2015 ausgerufen, ohne bis jetzt sichtbare Erfolge zu sehen, denn um unsere, d.h. die deutsche, österreichische oder schweizerische Bischofskonferenzen ist es schlimmer denn je bestellt. Siehe die Reaktionen zu, nach und wegen Amoris Laetitia. Es ist sicherlich schwierig, sowohl im Natürlichen als auch im Übernatürlichen, motiviert zum bleiben, wenn man gar keine Erfolge sieht.

Dennoch scheint sich der Herrscher dieser Welt, d.h. der Teufel, seiner Maskottchen und Marionetten zu entledigen, da vor kurzem die Zeit, das Mainstream-Medium in Deutschland schlechthin, auf das Versagen von Kardinal Marx in einem Mißbrauchsfall aufmerksam machte.[1] Die Zeit macht auch nicht zum ersten Mal auf diesen Fall aufmerksam.[2] Hier also zum Mitschreiben: die Zeit schreibt von dem Super-Dupper-Weltfreundlichen-C-9-Schweinshaxen-Kurienkardinal Marx nicht in höchsten Tönen. Was ist denn passiert? Woher diese Verstimmung? Ist es nicht der erste Schritt zur Bischofsabsetzung nach einem Szenario, das wir von den Bischöfen Mixa und Tebartz-von-Elst schon können. Wann ziehen andere Medien mit? Wann wird in den Mainstream-Medien der „Bauprotz“ des Kardinals: das Münchener Ordinariat zu 130 Millionen und die Kardinalsvilla in Rom für schlappe 10 Milionen Euro thematisiert werden? Ja, diese Zahlen stammen auch aus der Presse, aber sie wurden bislang noch nicht in eine stringente Reihe des Bischofs-Bashing gestellt, weil Kardinal Marx „der Gute“ war und Papst „der barmherzige“ Franziskus ihn mochte. Wann können wir wieder das gesammelte Vorgehen: der FAZ, der Welt, der Bild und der Zeit erwarten? Vielleicht ist die Zeit-Publikation tatsächlich die erste Schwalbe eines neuen Anti-Marx-Kurses?

Von einer ähnlichen Schwalbe kann man bei der Publikation des Wall Street Journals sprechen, wo behauptet wird, dass Franziskus der Führer der Welt-Linken geworden ist. Dies ist natürlich zutreffend und etwas, was ein Blinder mit Krückstock sieht, aber wenn es ausgerechnet die Wall Street Journal publiziert, so geschieht dies nicht von ungefähr. Auch andere englischsprachige Mainstream-Medien sind Bergoglio immer weniger gewogen,[3] Matthias Matussek ist es auf Deutsch ebensowenig.[4] Das, was bisher „verrückte traditionalistische Verschwörungsfanatiker“ behaupteten, dass Benedikts Rücktritt erzwungen worden ist, wird auf einmal von einem italienischen Militärtheoretiker Professor Dottori auf Umwegen bestätigt.[5] Wir sehen jedoch, im Gegensatz zu unseren Freunden von katholisches.info, Benedikt nicht als den „Guten“ und „das Opfer“ an, sondern glauben, dass dieser amerikanische Druck den Teil eines größeren Komplexes darstellte und das Benedikt durch etwas Schwerwiegenderes erpresst wurde als durch das SWIFT-System. Dass aber jetzt überhaupt solche Stimmen hörbar werden, lässt auf einen politischen Umschwung schließen, welcher der Trump-Wahl in den USA geschuldet sein durfte. Viele machen sich auch Sorgen über die Zeit nach Franziskus, der selbst von einer fünfjährigen Regierungszeit sprach.[6] Dies bedeutet nicht, dass der Nachfolger von Franziskus besser sein wird, wenn man auf die Zusammensetzung des Kardinalskollegiums schaut. Dennoch scheint es eine weltweite Wende bezüglich Franziskus und seiner Mannen, wie Marx, zu geben, was uns ermutigen sollte weiterhin die Bußpsalmen auf den Knien zu beten.

Eine Schwalbe macht zwar noch keinen Sommer, aber sicherlich auch keinen Winter. Amen.

[1] http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kardinal-marx-sieht-versaeumnis-in-missbrauchsskandal-leider-erst-im-nachhinein-a2109923.html  http://de.radiovaticana.va/news/2017/05/04/d_marx_%C3%BCbt_selbstkritik_bei_missbrauchskandal/1309964

[2] http://www.zeit.de/2016/36/kardinal-marx-missbrauchsvorwuerfe-deckung http://www.zeit.de/thema/reinhard-marx

[3] http://theweek.com/articles/685573/why-conservative-catholics-think-pope-francis-fraud http://www.latimes.com/world/europe/la-fg-pope-conservatives-2017-story.html https://www.theguardian.com/world/2017/feb/23/pope-francis-better-to-be-atheist-than-hypocritical-catholic

[4] http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-14/artikel/papst-allerlei-die-weltwoche-ausgabe-142017.html http://www.spiegel.de/politik/deutschland/franziskus-und-die-katholische-kirche-der-sponti-papst-a-1143566.html

[5] http://www.katholisches.info/2017/05/ratzinger-von-usa-zur-abdankung-gezwungen-obama-intrige-fuer-den-islam-und-gegen-russland/ http://www.freiewelt.net/nachricht/wurde-papst-benedikt-xvi-von-obama-zum-ruecktritt-gezwungen-10070334/

[6] http://remnantnewspaper.com/web/index.php/fetzen-fliegen/item/3208-the-path-to-rome-and-the-ascendency-of-pope-peter-ii

Ann Barnhardt, Den Unsinn sezieren: 32 Fragen und schonungslos direkte Antworten über die katholische Kirche und Antipapst Bergoglio


http://www.wga.hu/art/v/valentin/judith.jpg

Meinem Emailfach nach und laut verschiedener Kommentarforen überall im Netz sind mehr und mehr Menschen empört und entrüstet und verlieren täglich ihren Glauben. Einer der Gründe, weswegen die Leute entrüstet sind, ist der, weil alles, was sie im konservativen oder traditionellen Flügel der Kirche lesen, zutiefst unbefriedigend und sogar irrational oder unsinnig ist und es oft bedeutet, die willentliche Aussetzung des Zweifels zu schlucken. Der Grund dafür ist die einfache Tatsache, dass fast jeder von der falschen Voraussetzung ausgeht, dass Jorge Bergoglio der Vikar Christi ist. Er ist es nicht und war es nie. Solange eine Person von einer falschen Prämisse ausgeht, kann die Realität NICHT genau erfasst werden, und die logischen Schlussfolgerungen, die aus der falschen Basisprämisse gezogen werden, werden ebenfalls falsch sein.

Beim Lesen fast ALLER Kommentare über Bergoglio und die Zerstörung der Kirche ist es so, als ob sich vor unseren Augen etwas entfaltet, das sich wie das Abwürgen eines Autos, das im Schlamm fest steckt, anfühlt – die Motoren heulen bis über die erlaubte Grenze hinweg auf, ohne eine einzige Bewegung nach vorn. Die Räder drehen durch. Weil die Grundannahme falsch ist, wird es weder in der Gegenwart noch in Zukunft Zugkraft und Vorwärtskommen geben.

Es gibt keine Hoffnung, diese Situation zu lösen, solange, bis die Grundvoraussetzung WAHR ist, nämlich dass Bergoglio weder jetzt noch jemals Papst war. Niemals.

In diesem Essay werde ich ein Frage-und-Antwort-Format verwenden. Ich werde mich bemühen, so schonungslos und direkt wie möglich zu sein. Ich hoffe, es hilft, und ermutigt dazu, es zu kopieren, nachzudrucken (ganz oder teilweise) und allgemein zu verteilen, fast als eine Art Leitfaden.

Frage 1: Was ist der Deal mit Benedikts Rücktritt?

Es ist nun durch die Mitteilung einer Gruppe homosexueller Kardinäle unter der Leitung von Kardinal Carlo Martini, die sich selbst die „St. Gallen Mafia „nennt , klar geworden, dass es bewilligt  wurde, Joseph Ratzinger zum Papst zu wählen, dass aber, wenn er nach acht Jahren noch leben sollte, er dann zurücktreten werde und wenn er es nicht täte, er dazu wahrscheinlich durch erpresserische Drohungen gezwungen sein würde.

Das Zitat des Eingeständnisses der St. Gallen Mafia hier

Zitat hier, dass die Ratzinger Wahl und das Papsttum von Kardinal Carlo Maria Martini  „vorprogrammiert“ wurden, und dass Martini Ratzinger befahl, im ARSH* 2012, zu „resignieren“.   * Anno Redeparatae Salutis Humanae = Jahr des wiederhergestellten Heils der Menschen

Frage 2: War der Amtsverzicht Papst Benedikts gültig?

Nein. Papst Benedikts Resignation war offensichtlich ungültig. Anders zu argumentieren, erfordert die willentliche Aussetzung des Zweifels.

Canon 188 besagt:
Ein Verzicht, der aufgrund schwerer, widerrechtlich eingeflößter Furcht, arglistiger Täuschung, eines wesentlichen Irrtums oder aufgrund von Simonie erfolgte, ist von Rechts wegen ungültig.

Frage 3 Welches Kriterium des Kanons 188  macht Ratzingers versuchte Resignation ungültig?

Alle der oben genannten Kriterien, ausgenommen Simonie, was Bestechung oder Ausbezahlung ist. Allerdings ist das klarste Kriterium, das ausführlich von Papst Benedikts persönlichem Sekretär und durch den klaren und objektiven Beweis von Papst Benedikts Handlungen erläutert und verdeutlicht worden ist, das Kriterium des wesentlichen Irrtums. Papst Benedikt glaubte, dass er das Amt des Papstes grundsätzlich in ein kollegiales oder synodales Amt umwandeln könne, indem er „teilweise zurücktrat“. Er glaubt, dass er vom aktiven Teil des Petrusamtes zurückgetreten sei, während er im kontemplativen Teil verbleibt. Mehr dazu später.

Zweitens wissen wir jetzt, dass die homosexuelle St. Gallen Mafia Ratzinger gravierende Angst eingeflößt hat, die sicherlich ungerecht und offensichtlich böswillig war. Nach seiner Wahl in ARSH 2005, war eines der ersten Dinge, die Papst Benedikt sagte: „Betet für mich, dass ich nicht aus Angst vor den Wölfen fliehe.“

  Frage 4: Was fürchtet Papst Benedikt? Ist er erpressbar?

Weil die Kirche so gründlich von Homosexuellen infiltriert wurde, wird JEDER PRÄLAT [d.h. Bischof, höherer Würdenträger] ohne Ausnahme mit homosexuellen Priestern unter seiner Jurisdiktion verbunden sein. Ich denke, es ist sicher zu sagen, dass jetzt jeder Kleriker nur durch ein Glied von  einem Sodomiten getrennt ist, und dass jeder Kleriker wegen der Sünde der Unterlassung verurteilt werden KANN, namentlich: “Warum hast Du nichts über…gesagt?” Sodomiten sind, per definitionem, rücksichtslose, diabolische Narzissten und haben kein Problem damit, ihre eigenen Leute unter den Bus zu stoßen, um ihre eigene Macht auszuweiten.

Frage 5: Aber andere Päpste traten früher schon zurück, nicht wahr?

Ja, andere Päpste traten zurück. Tatsächlich besuchte Papst Benedikt XVI das Grab von Cölestin V in 2007 ARSH, und sehr, sehr auffällig, ließ er seine päpstliche Stola auf dem Grab zurück, was, wie wir jetzt verstehen, ein Signal an die St. Gallen Mafia war, dass er sicher plante zu resignieren. Papst Benedikt XVI. ist ein intelligenter, fleißiger Mensch. Er studiert gründlich die Geschichte päpstlicher Resignationen und war darüber sehr gut informiert, und hat dennoch versucht, in seinen Handlungen die inkomplette Natur seiner versuchten Resignation zu kommunizieren.

Reportage von Papst Benedikt XVI.`zweifachen Besuch bei Papst Cölestins Reliquien

Frage 6: Was wäre, wenn Papst Benedikts Handlungen nach seiner versuchten Resignation anders wären?

Zuerst beschloss Papst Benedikt, den Titel „Papst“ zu behalten. Weil das Petrusamt von Jesus Christus selbst gegründet wurde, kann es nicht verändert, angepasst, modifiziert, transformiert oder in irgendeiner Weise weiterentwickelt werden, nicht einmal vom Papst selbst. So etwas wie einen „Papst Emeritus“ gibt es nicht und nur weil ein pensionierter Bischof als „Bischof Emeritus“ bezeichnet werden kann, gibt es keine Handhabe, nach der es einen „Papst Emeritus“ gäbe – wegen der Einzigartigkeit und des übernatürlichen Charakters des Papsttums. Ein Bischof ist nicht der Vikar Christi. Es kann nur einen lebenden Papst zur gleichen Zeit geben, und weil Papst Benedikts Resignation unter einem schweren Irrtum und unter der Angst, Ungerechtigkeit und Böswilligkeit zu erleiden stattfand, war seine Resignation ungültig, er hörte nie auf, Papst zu sein und behält das vollständige Petrinische Amt bis zu dem Tage, an dem er entweder verstirbt oder in Übereinstimmung mit dem Gesetz zurücktritt, was bis zum jetzigen Zeitpunkt schlicht unmöglich ist.

Kardinal Brandmüler und Bischof Siacca zuerstören beide hier den Begriff eine Papst emeritus

Johannes Paul II erklärt den Begriff eines Papst emeritus als unmöglich nach der Diagnosestellung seiner Parkinson Erkrankung

Zweitens behielt Papst Benedikt den päpstlichen Titel: „Ihre Heiligkeit“. Nur der Papst wird als „Ihre Heiligkeit“,  „Seine Heiligkeit“ angesprochen. Er entschied sich ebenfalls, seinen päpstlichen Namen zu behalten und im klaren Widerspruch zu den früheren Päpsten, die zurückgetreten waren und kehrte nicht zu seinem Taufnamen Joseph Ratzinger zurück. Indem er seinen päpstlichen Namen und seinen Titel behält, vermittelt er offenbar seine Überzeugung, dass er immer noch an dem Petrusamt beteiligt ist, das er innehat – er ist der EXCLUSIVE Inhaber des Petrusamtes. Zu argumentieren, dass dieser fleißige, gewissenhafte Mensch dies alles nur aus bloßem leichtfertigem Versehen heraus getan hat, bedarf es noch einmal der vorsätzlichen Aufhebung des Zweifels.

Drittens beschloss Papst Benedikt freiwillig, die päpstliche weiße Soutane weiter zu tragen. Nach seiner Abreise aus dem Vatikan im Februar von ARSH 2013, schickte Papst Benedikt so das deutliche Zeichen, dass er glaubte, noch Inhaber des Petrusamtes zu sein. Er wurde sofort gefragt, warum er nicht dem klaren Präzedenzfall aller früheren Päpste folgte, die zurückgetreten waren, und wieder die schwarze Soutane anlegte. Seine Antwort war atemberaubend in ihrer Unehrlichkeit. Er sagt, er trage das päpstliche Weiß, weil keine ihm passende schwarze Soutane da war. Er verkündete öffentlich seine „Resignation“ neunzehn Tage, bevor er „das Amt verließ“. Die Bemerkung, dass es in der Stadt Rom keine einzige schwarze Soutane gebe, oder niemand in Rom ihm – dem Vikar Christi  – eine schwarze Soutane innerhalb von NEUNZEHN TAGEN anfertigen könne, wenn er sie erbeten hätte, ist, sehr einfach, eine fette Lüge.

Viertens widersetzte sich Papst Benedikt allen vorherigen Präzedenzen des päpstlichen Amtsverzichtes dadurch, dass er beschloss INNERHALB DES VATIKANS zu leben. Alle früheren Päpste, die resignierten, VERLIESSEN ROM, um JEDWEDEN Anschein der Beibehaltung des Papsttums oder mögliche Verwirrung der Gläubigen bezüglich dieser Frage zu vermeiden.

So haben wir einen Mann mit der Bezeichnung „Papst“, der mit dem päpstlichen Titel „Seine Heiligkeit“ angeredet wird, der das päpstliche Weiß trägt, und im Vatikan lebt. Noch einmal, zu behaupten dass Papst Benedikt die Optik, die das vermittelt, nicht wahrnimmt, ist die willentliche Aussetzung des Zweifels.

Papst Benedikts persönlicher Sekretär, Erzbischof Georg Gänswein, bestätigt das oben Gesagte:

Seit der Wahl seines Nachfolgers Franziskus am 13. März 2013 gibt es also keine zwei Päpste, aber de facto ein erweitertes Amt – mit einem aktiven und einem kontemplativen Teilhaber. Darum hat Benedikt XVI. weder den weißen Talar noch seinen Namen abgelegt. Darum ist seine korrekte Anrede auch heute noch „Heiliger Vater“ (in Italienisch: Santità), und darum zog er sich auch nicht in ein abgelegenes Kloster zurück, sondern in das Innere des Vatikans – als sei er nur beiseitegetreten, um seinem Nachfolger und einer neuen Etappe in der Geschichte des Papsttums Raum zu geben, den er mit diesem Schritt bereichert hat um das Kraftwerk seines Gebets und Mitleidens in den Vatikanischen Gärten.

Frage 7: Ist es möglich, dass Papst Benedikt nur dumm ist?

Nein, um das zu behaupten, setzt man die willentliche Aussetzung des Zweifels voraus.

Frage 8: Warum sagt und tut Papst Franziskus Dinge, die im direkten Widerspruch zu Jesus Christus und seiner Heiligen Kirche sind. Ich dachte, dass das sei unmöglich?

“Papst Franziskus” IST NICHT DER PAPST: Jorge Bergoglio ist ein Gegenpapst, fälschlicherweise gewählt in einem ungültigen Konklave, weil Papst Benedikt niemals gültig vom Papstamt zurücktrat. Deswegen HAT BERGOLIO ABSOLUT KEINEN ANTEIL AM PETRUS AMT; EINSCHLIESSLICH DES PÄPSTLICHEN CHARISMAS DER UNFEHLBARKEIT. Als Gegenpapst ist Bergolio völlig frei, Dinge zu sagen und zu tun, die ketzerisch, apostatisch und sogar satanisch sind, weil keiner der übernatürlichen Schutzmechanismen des Papstamtes Bergoglio zugutekommt. Weil Bergoglio weder jetzt noch jemals der Papst war. Gegenpapst Bergoglio hasst Gott und Seine Heilige Kirche und ist von der Hölle beauftragt, sie zu zerstören. Alle seine Absichten gegen die Kirche sind bösartig. Er ist ein Diener Satans und führt eine satanische Agenda durch.

Frage 9: Ist Papst Benedikt XVI. nicht ein Häretiker, weil er tat, was er tat und deswegen nicht mehr länger Papst?

Papst Benedikt ist in der Tat ein Häretiker und ist nun der schlechteste Papst in der Geschichte der Kirche. Das macht sein Papstamt unerlaubt, aber immerhin gültig. Es ist absolut wesentlich, den Unterschied zwischen Erlaubtheit und Gültigkeit zu verstehen. Zu diesem Punkt möchte ich Ihnen einen exzellenten Aufsatz von Pater Brian Harrison empfehlen, verfasst im Jahr 2009 und damit völlig unbeeindruckt vom Bezug auf aktuelle Ereignisse.

„Ein häretischer Papst würde die Kirche unerlaubt, aber gültig regieren“

Frage 10: Aber würde das gleiche Konzept von “unerlaubt aber gültig” nicht auch auf Bergoglio angewendet werden können?

Absolut nicht, denn schon Bergoglios Wahl war ungültig. Die Frage von Bergoglios Häresie und Apostasie ist (nur) im Hinblick auf das Papstamt ein fraglicher Punkt, aber Bergoglio war weder jetzt noch jemals der Papst.

Frage 11: Wenn also ein Papst, der Häretiker ist unerlaubt aber gültig (regiert), bedeutet das, dass die Sedisvakantisten sich die ganze Zeit irrten?

Ja. Papst Johannes XXIII. war fast sicher Freimaurer. Paul VI, war ein wilder Sodomit und Kommunistenfreund,. Johannes Paul II. war ein Phänomenologe und küsste den satanistischen Schmöker der Muslime, den Koran, und seine sogenannte “Theologie des Leibes” ist zutiefst häretisch. Papst Benedikts Metaphysik ist so verzerrt, dass sie nicht einmal richtig „Metaphysik“ genannt werden kann, da sie sich um „Sinn“ und nicht um das „Sein“ dreht. Und doch waren alle diese Päpste, gültig, aber unerlaubt.

Frage 12: Hat Papst Benedikts verzerrte Vorstellung von der Metaphysik seine Handlungen in Bezug auf das Papsttum beeinflusst?

Ja. Papst Benedikt meint, dass das entscheidende Kriterium der Existenz von etwas sei, was es BEDEUTET, nicht was es IST. Und so meint er, dass es nicht wichtig sei, was das Papsttum IST, sondern was es BEDEUTET, und so ist es also frei, neu definiert zu werden, auch wenn diese Neudefinition das Prinzip des Nicht-Widerspruchs ablehnt. So denkt Papst Benedikt, dass er zugleich Papst sein und nicht Papst sein kann – er kann der „kontemplative Papst“ sein, aber gleichzeitig nicht der Papst sein, denn das Papsttum sei eine Sache nicht des Seins, sondern der Bedeutung.

Frage 13: Ist es möglich, dass dieser verzerrte Begriff der Metaphysik ein Anzeichen für die Dummheit von Papst Benedikt ist?

Nein. Nur weil jemand „falsch liegt“, bedeutet nicht, dass er dumm ist. In der Tat sind es intelligente Menschen, die die meisten großen Fehler machen. Sie werden nie eine Person mit Down-Syndrom finden, die die Wirklichkeit der Realität leugnet, aber es gibt Zugladungen von Genies, die es tun. Und denken Sie daran, dass Luzifer, der größte Intellekt, der von Gott erschaffen wurde, sich gegen IHN auflehnte.

 

Frage 14: Warum beharren Leute, wie Kardinal Burke darauf, zu sagen, dass Papst Franziskus kein Häretiker sei, und klagen ihn nicht der Häresie an?

Weil Kardinal Burke und so ziemlich alle anderen von der falschen Voraussetzung ausgehen, dass Bergoglio der Papst ist, und sie denken, dass sie nichts „gegen den Papst“ sagen können. BERGOGLIO IST NICHT DER PAPST. Während Kardinal Burke behauptet, dass er sehr darum bemüht ist, nichts „gegen den Papst“ zu sagen oder die Autorität des Petrusamtes zu schädigen, ist es wahr, dass EINEN MANN DER NICHT PAPST IST ALS PAPST ZU BEZEICHNEN EINES DER GEFÄHRLICHSTEN DINGE IST; DIE MAN DER GLAUBWÜRDIGKEIT UND AUTORITÄT DES PETRUSAMTES ANTUN KANN. Weiter, wenn Kardinal Burke sagt, dass er Bergoglio nicht der Häresie beschuldigt, verstellt er sich offensichtlich. In den fünf Fragen an Bergoglio stellt die erste Frage die Häresie dar, und die anderen vier Fragen stellen den Abfall dar, nämlich die Verleugnung objektiver Moral und die Ablehnung objektiver Wahrheit.

Frage 15: Könnte es sein, dass Kardinal Burke und alle anderen Angst haben?

Ja. Absolut. Man muss Kardinal Burke zugutehalten, dass er vor kurzem in einem Interview sagte, zu befürchten, von Christus im persönlichen Gericht zu stehen und gefragt zu werden, warum er unseren Herrn und die Wahrheit nicht verteidigt habe. Leider hat Kardinal Burke nicht genug Angst, weil er weiterhin versucht, mit einem Fuß in der Wahrheit Christi zu leben, und mit dem anderen in der Lüge des Bergoglianischen Gegenpapsttums, des Novusordoismus und des Deuterovatikanismus.

Frage 16: Wovor haben sie Angst? Warum spricht niemand offen darüber?

Sie haben Angst davor,

  1. Ihre Karriere oder ihren Status zu gefährden
  2. Ihren Finanzfluss zu gefährden (dies gilt für Blogger, Nachrichtenagenturen, jeden, der in irgendeiner Weise von der Kirche lebt)
  3. sich eine soziale Stigmatisation zuzuziehen und sich der sozialen Lächerlichkeit und der –Ablehnung auszusetzen (unterschätzen Sie diese Dynamik nicht!)
  4. Wegen sexueller Sünden oder finanzieller Verbrechen anklagbar und erpressbar zu sein.

Frage 17: Mehrere traditionelle Blogger, die ich lese, argumentieren, dass das Papsttum wirklich nicht so wichtig sei. Das widerspricht nicht nur dem, was ich gelehrt bekam, sondern auch dem gesunden Menschenverstand.

Das Papsttum ist äußerst wichtig. In der Tat ist es so wichtig, dass es unser Herr einführte, bevor er zu Pfingsten die Kirche gründete. Zu argumentieren, dass das Papsttum nicht wichtig ist, ist irrational, verweichlicht und explizit im Widerspruch zu den Worten und Handlungen Jesu Christi im Heiligen Evangelium und damit völlig unkatholisch.

Frage 18: Mehrere traditionelle Blogger, die ich lese, argumentieren, dass wir nicht wissen können, wer der Papst ist. Kann das richtig sein?

Nein, das ist eindeutig falsch. Die Wahrheit ist objektiv, außerhalb unserer selbst und vor allem ERKENNBAR. Wenn die Identität des Papstes nicht erkennbar ist, dann ist das Papsttum selbst irrelevant. Wenn das Papsttum selbst irrelevant ist, dann ist die Kirche irrelevant. Wenn die Kirche irrelevant ist, dann ist Christus irrelevant. Wenn Christus irrelevant ist, dann ist Christus nicht Gott. Wenn Christus nicht Gott ist, dann zählt nichts, und ich meine ABSOLUT NICHTS. Leute, die argumentieren, dass die Identität des Papstes unerkennbar ist, sind verweichlicht und unterliegen einer oder mehreren der vier Kategorien von Angst in Frage 16.

Frage 19: Mehrere traditionelle Blogger, die ich gelesen habe, argumentieren, dass der Papst nicht unser Problem ist, und wir es zukünftigen Generationen überlassen sollten. Kann das richtig sein?

Nein, das ist nicht richtig. Es ist eine Lüge aus dem Schlund der Hölle, die von weitestgehend verweichlichten Menschen verkündet wird, die die Vorstellung verleugnen, daß sie danach gefragt oder sogar von ihnen erwartet wird, ihr Kreuz aufzunehmen und mit der objektiven Realität umzugehen. Es ist die narzisstische, jugendliche Denkweise des pathologischen sich Herauswindens aus aller Verantwortung. Stellen Sie sich vor, die Apostel hätten behauptet, dass keiner von ihnen jemals wissen könne, ob Christus Gott sei oder nicht, und dass die Frage den künftigen Generationen überlassen bleiben sollte, und dass es daher unmöglich sei, den Missionsauftrag Christi zu erfüllen, geschweige denn, als Märtyrer zu sterben.

Frage 20: Mehrere traditionelle Blogger, die ich gelesen habe, argumentieren, dass das, was in der Kirche gerade geschieht, und das mit Bergoglio tatsächlich keine große Sache ist. Kann das richtig sein?

Nein, das ist sehr, sehr, sehr falsch. Unzählige Seelen gehen jeden Tag in der Hölle verloren und werden weiter in die Hölle verloren gehen, bis unser Herr in der Herrlichkeit zurückkehrt. Das ist vielleicht das wichtigste, was seit dem (apostolischen) Pfingstfest passiert ist. Um die Bedeutung der Kirche zu minimieren, die infiltriert wurde und in der ein Gegenpapst installiert wurde, der die Kirche systematisch und rasch bis auf ihre Fundamente zerstört, ist es unabdingbar wichtig, unzählige Seelen in die ewige, unendliche Verdammung zu stürzen, in der sie niemals Gott sehen werden. Wer anders argumentiert, ist über alle Maßen verweichlicht.

Frage 21: Mehrere traditionelle Blogger, die ich gelesen habe, argumentieren, dass dies alles schon früher passiert ist. Ist das richtig?

Nein, das ist absolut falsch. Nie zuvor in der Geschichte der Kirche gab es einen Gegenpapst, der die Existenz von objektiven sittlichen Normen bestritten hat, der die Existenz der Wahrheit verleugnete, und effektiv versuchte, die Zehn Gebote und die Sieben Sakramente aufzuheben, der die Existenz der Hölle leugnete, der den Missionsauftrag Jesu als sündhaft bezeichnete, der aktiv den Ehebruch und das Sakrileg schürte und dazu ermutigte. Niemals. Nicht annähernd. Nicht einmal das Arianische Schisma nähert sich dem. Wer anders argumentiert, verstellt sich.

Frage 22: Warum hat Papst Benedikt nichts gesagt oder getan?

Es ist eine Kombination aus Stolz, Schwäche und möglicher Erpressung / Zwang. Weiter: würde Papst Benedikt seine Autorität in irgendeiner Weise beanspruchen, muss er die Illegitimität seiner Resignation anerkennen und das würde ihn auf das Abstellgleis schieben.

 Frage 23: Ist  Bergoglio der Traditionellen Messe hinterher? Einige traditionelle Blogger, die ich gelesen habe, sagen Bergoglio kümmere sich weder um die eine noch um die andere Liturgie.

Ja, Bergoglio ist der Traditionellen Messe hinterher [und will sie zerstören]. Die Triebfeder hinter Bergoglio ist Satan, und Satan kümmert sich sehr, sehr, sehr stark um Liturgie, und will verzweifelt den ehrwürdigen Gregorianischen Ritus und schließlich die Liturgie des Johannes Chrysostomus und alle anderen ehrwürdigen katholischen Riten des Heiligen Opfers vom Antlitz der Erde tilgen. Die Behauptung, Gegenpapst Bergoglio kümmere sich darum nicht, ist insbesondere im Licht seiner rücksichtslosen Angriffe auf traditionelle Orden und seiner unaufhörlichen Beschimpfungen, die offensichtlich traditionellen Katholiken gelten eine Position, die die bewusste Aussetzung des Zweifels erfordert.

Frage 24: Wenn Bergoglio Summorum Pontificum aufhebt und die Messe Aller Zeiten abrogiert, was sollen die Priester tun?

Warum soll ein Priester einem Gegenpapst gehorchen? Bergoglio hat genauso viel Autorität, Summorum Pontificum  zu kippen, wie ich – nämlich KEINE. Auch hier wird die Frage aufgrund einer falschen Prämisse gestellt, nämlich dass Bergoglio der Papst sei. BERGOGLIO IST NICHT DER PAPST.

Frage 25: Welcher Weg nach vorne, von einer übernatürliche Intervention abgesehen, ist uns möglich?

Der einzige nach vorn gerichtete Weg ist es, Bergoglio als Gegenpapst zu deklarieren, ihn gewaltsam zu entfernen und dann ZU WARTEN, BIS PAPST BENEDIKT XVI. STIRBT. Falls nach der Beseitigung von Bergoglio vor dem Tod Papst Benedikts ein Konklave einberufen werden würde, wäre der darin Gewählte genau so ein Gegenpapst wie Bergoglio, egal wie rechtgläubig er auch sein mag. Der einzige Weg, dieses Chaos aufzuräumen ist, zu warten, bis Papst Benedikt XVI verstirbt. Das war es, was die Kirche nach dem Rücktritt von Papst Gregor XII. tat. Und so endete das Große Abendländische Schisma.

Frage 26: Welche Chancen gibt es, dass das ohne übernatürlichen Eingriff passiert?

Keine über Null.

Frage 27: Wie konnte das geschehen? Warum erlaubt Gott das? Liebt Er uns nicht?

Dies geschieht, weil Gott sehr wütend ist, und wir es verdient haben. Natürlich liebt er uns, aber was uns diese Situation bietet, ist die Chance, für Jesus Christus, für seine Heilige Kirche und für seinen Vikar auf Erden aufzustehen und die Wahrheit unter diesen Umständen zu erläutern, die niemals zuvor in der Geschichte der Kirche zu sehen waren. Dies ist die Chance für den Rest der Gläubigen, aufzustehen und herauszuschreien, dass die Kirche infiltriert wurde, dass der Novus Ordo aufgehoben werden muss und dass das 2. Vatikanische Konzil ein gefälschtes Konzil war, das zu Asche verbrannt und auf den Müllhaufen der Geschichte gehört.

Gott hat auch das erlaubt, weil es uns ganz genau die logische Schlussfolgerung des Modernismus, des Deuterovatikanismus und des Novusordoismus aufzeigt, ohne die das Papsttum nicht in die Hände eines offensichtlichen Apostaten gefallen wäre.

Frage 28: Ist es möglich, dass Gegenpapst Bergoglio der Antichrist oder der Falsche Prophet, der Vorläufer des Antichristen ist?

Der Antichrist? Nein. Der Vorläufer des Falschen Propheten, ja das scheint nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich.

Frage 29: Ist es möglich, dass Bergoglio ein Satanist ist?

Ja, es ist möglich.

Frage 30: Ist es möglich, dass Bergoglio dämonisch besessen ist?

Es ist eine ausgewiesene Schlussfolgerung, dass Bergoglio dämonisch bedrängt wird. Besessenheit ist möglich, aber unwahrscheinlich, da Satan keine Notwendigkeit hat, eine Person zu besitzen, die vollständig mit ihrem eigenen freien Willen an Bord der satanischen Agenda wirkt, wie es bei Bergoglio eindeutig der Fall ist.

Frage 31: Sollten wir dazu nicht schweigen? Nicht darüber sprechen, was Menschen aus der Kirche treibt? Wer möchte einer Kirche beitreten, die von Satan angegriffen wird?

Nein. Die Wahrheit, auch wenn sie schrecklich hässlich ist, ist immer authentisch attraktiv. Was Menschen (aus der Kirche Anm. d. Übers.) treibt, ist die Verweichlichung und die offensichtliche Verstellung, nicht anzuerkennen, dass Bergoglio ein Gegenpapst ist. Weiterhin führt die falsche Prämisse, dass Bergoglio der Papst sei, sofort zu der logischen Schlussfolgerung, dass die Kirche, dass Jesus Christus, und dass alles und ich meine – ALLES – falsch und irrelevant ist.

Gerade dadurch, dass die Kirche, die Messe, die Eucharistie, die Sakramente, das Papsttum und das Gesetz von Satan angegriffen werden, beweisen sie, dass sie alle wahr, gut und schön sind. Nicht nur treibt die Wahrheit der Situation die Menschen nicht weg, sondern sie inspiriert sie dazu, sich anzuschließen.

Wir aber verkündigen Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Anstoß, den Heiden aber eine Torheit, den Berufenen dagegen, Juden sowohl als Griechen, Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit; weil das Törichte, was von Gott kommt, die Weisheit des Menschen übertrifft; und das Schwache, was von Gott kommt, mehr vermag als die Menschen. 1. Korinther 1; 23-25 Allioli

Frage 32: Soll ich aufhören, zur Messe zu gehen?

ABSOLUT NICHT. Was Sie tun sollten, ist, Himmel und Erde in Bewegung zu setzen, um eine traditionelle Messe oder die Göttliche Liturgie zu besuchen und dann jeden einzelnen Tag, soweit menschenmöglich zu gehen, so viel Zeit, wie möglich vor dem Allerheiligsten Sakrament zu verbringen und häufig zur Beichte zu gehen. Tun Sie alles, was dazu nötig ist, eine gute Pfarrei oder Kapelle zu finden genau jetzt. Wenn Sie warten, bis die Rest Kirche in den vollständigen Untergrund gezwungen wird, werden Sie eine viel härtere Zeit haben. Leute, dies ist genau das, was das Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen aussagt. Irgendwann wird die Tür geschlossen, und wenn Sie eine der törichten Jungfrauen sind, die ohne Öl in Ihrer Lampe erwischt wurden und die sich, um etwas zu finden, darum kämpfen müssen, wird es irgendwann zu spät sein, und der Bräutigam wird die Tür schließen. Sie wurden gewarnt. Es ist offensichtlich, was geschieht. Niemand wird eine Entschuldigung haben.

Gehen Sie zu Unserem Herrn, knien Sie sich vor IHN und FLEHEN SIE IHN AN, dass Sie und Ihre Familie immer in der Lage sein werden, zur Messe zu gehen. Bitten Sie Ihn, Ihnen den Weg zu zeigen und den Weg für Sie zu erleuchten, während er den Weg der Weisen beleuchtet. Flehen Sie Ihn an, Ihre Lampe mit Öl zu füllen, und halten Sie sie immer gefüllt. Bitten Sie Maria, die Mutter der Kirche, sich für Sie einzusetzen. Bitten Sie den hl. Josef, den Schutzpatron der Universalen Kirche, Sie in die Sicherheit zu führen, wie er unseren Herrn und die Gottesmutter auf der Flucht nach Ägypten führte.

Ich hoffe das hilft

Christus, erbarme dich unser.

Benedikt XVI revisited oder spielt das „Privatleben“ eine Rolle?


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Orthodoxie und Orthopraxie

Warum das schreiben? Warum nicht die Benedikt-Legende hochhalten, wie viele unserer Kollegen? Weil sie keinen Sinn macht und den jetzigen Zustand der Kirche nicht erklärt. Es ist doch unmöglich, dass ein „guter, konvervativer Papst“ ein „Mozart der Theologie“ von einem „heiligmäßigen Lebenswandel“ überhaupt von den Wölfen davonlaufend zurücktreten würde und bei den Aktionen von Papst Franziskus, welche eine öffentliche Apostasie und eine Häresie darstellen, schweigen würde! Es ist einfach nicht möglich, daher ist die Ausgangsprämisse:

  • gut-katholisch,
  • gläubig,
  • konservativ
  • Mozart der Theologie

schlichtweg falsch.

Ja, man braucht Vorbilder und Helden, wenn sie allerdings das halten, was sie versprechen. Andernfalls ist es Idolatrie und Lüge. Es war uns klar, dass unser Artikel War Benedikt gläubig? uns „viel Feind“ bescheren wird, „viel Ehr“ hält sich in Grenzen. Interessanterweise können es manche konservativen gloria.tv Leser eher akzeptieren, dass wir Ratzinger einer unorthodoxen Theologie oder gar des Unglaubens anklagen, sie dulden aber nicht, wenn wir homophile (hoffentlich nur diese) Tendenzen bei ihm mutmaßen. Was ist aber schlimmer? Häresie oder Homosexualität? Die Erstere vergiftet doch mehr Menschen, während die Letztere nur diejenigen betrifft, die involviert sind oder davon wissen und Ärgernis leiden. Es sind aber zwei Seiten derselben Medaille, denn wie das Leben, so die Theologie und wie die Theologie, so das Leben, wobei mit unheiligem Lebenswandel nicht nur Homosexualität gemeint ist. Der Schreiber dieser Zeilen, obwohl nicht homosexuell und auch in anderen Lebensbereichen nicht einer schweren Sünde schuldig, merkt bei sich selbst, dass seine Theologie mit der Zunahme des asketischen und Gebetslebens immer orthodoxer wurde und wiederum die immer mehr wachsende Rechtgläubigkeit, durch die Entdeckung der Tradition, zu einem immer mehr an Gott ausgerichteten Leben führt. Dies passiert wirklich automatisch, wie das, dass Sportler aufgrund ihres vorteilhaften Insulinspiegels sehr wenig Lust auf Süßigkeiten haben und sich insgesamt gesünder ernähren, weil sie Lust auf Gesundes haben.

Wir können also als Faustregel gelten lassen, dass sich hinter der Unorthodoxie Sünde oder die fehlende Orthopraxie verbirgt und dass Sünde zur Unorthodoxie führt. Warum ist es so? Weil Gott, das höchste Licht und die höchste Weisheit, niemals in einem Menschen weilen wird, in welchem die Dunkelheit der Sünde weilt. So spricht die Schrift:

„Denn in eine boshafte Seele geht die Weisheit nicht ein noch nimmt sie Wohnung in der einem Leibe, der ein Sklave der Sünde ist“. (Weish 1,4 Alioli)

Kennzeichen von Falschmystik

Der Schreiber dieser Zeilen interessiert sich seit geraumer Zeit für die Falschmystik, womit mystische Erlebnisse (Visionen, Locutionen, Extasen, Wunder etc.) gemeint sind, welche tatsächlich übernatürlich sind, aber vom Teufel stammen. Es gibt wirklich Menschen und zwar nicht nur in der Esoterik, welche Übernatürliches erfahren. Es gibt auch Katholiken, meistens aus der charismatischen Bewegung kommend, welche jahre- oder jahrzehntelang glauben vom Heiligen Geist geführt zu werden, obwohl sie in Wirklichkeit vom Geist der Finsternis geleitet werden. Ja, es scheint so etwas wie eine natürliche Veranlagung für mystische Erlebnisse zu geben, obwohl die Zusammenstellung von „mystisch“ und „natürlich“ paradox klingt. Wenn diese Personen Glück haben, die dämonische Herkunft dieser Erlebnisse erkennen und das zusätzliche Glück haben in einem Land zu leben, wo es Exorzisten gibt, so landen sie schließlich beim Exorzisten und erfahren dort Hilfe. Einer dieser Exorzisten liest bei seinen Konferenzen die Zeugnisse dieser Personen durch, welche sehr aufschlussreich sind. Natürlich sind ca. 90% aller Besessenen durch Okkultismus oder Esoterik in diesen Zustand gelangt, aber es gibt doch tatsächlich eine Minderheit von ca. 10% oder noch weniger, die sich als besessen herausstellen, obwohl sie immer fromm waren. Woran erkennt man aber diese dämonisch inspirierte Falschmystik?

Grundsätzlich an zwei Aspekten:

  1. Ex cauda cognoscitur inimicus – Den Feind erkennt man am Schweif

Nach der übereinstimmenden Meinung all derjenigen Theologen, welche sich mit Privatoffenbarungen oder Mystik befassten,[1] ist es mit der göttlichen Allmacht und Güte unvereinbar, wenn eine Falschoffenbarung zu 100% einer wahren Privatoffenbarung oder einem von Gott stammenden mystischen Erlebnis gleichen würde. Bei Falschoffenbarung wird es immer ein Detail geben, an dem man den Teufel als den eigentlichen Autor dieser Offenbarung erkennen kann. Den berühmten Hinkefuß oder Schweif, wie er häufig abgebildet wird.  Dieses Detail ist entweder lehrmäßiger Natur, es stimmt also mit der Lehre der Kirche nicht überein oder es ist ein Detail, beim Aussehen der Erscheinung, welches sich nicht schickt. Der Hinkefuß oder der Schweif ist also erkennbar.

  1. Falschmystik ist immer von Sünde begleitet

Da der Teufel die Falschmystik verursacht, so ist es nur verständlich, dass er den Falschmystiker an sich dadurch binden möchte, was sein eigentliches Metier darstellt und zwar die Sünde. Daher argumentieren alle Falschmystiker und Gnostiker aller Zeiten, dass die Sünde nicht schadet, dass sie eigentlich etwas Gutes ist, dass man zum Licht ausschließlich durch die Dunkelheit kommt etc. Man kann diese teuflische Argumentation sehr deutlich in den verurteilten Sätzen des verurteilten Quietisten Miguel de Molinos (DH 2201-2269) nachlesen. Um die Verurteilung deutlich zu machen, werden die u.a. verurteilten Sätze mit [Es ist nicht so, dass] eingeleitet:

[Es ist nicht so, dass]

  1. Gott erlaubt und will, um uns zu demütigen und zur wahren Umgestaltung zu führen, dass bei einigen vollkommenen Seelen – auch nicht entrückten – der Dämon ihren Leibern Zwang antut und sie – auch im Wachen und ohne Verdunkelung des Geistes – fleischliches Handlungen begehen lässt, in der er die Hände und andere Glieder von jenen gegen ihren Willen [so, so Red.] physisch bewegt. Dasselbe gilt auch für anderen Handlungen, die an sich sündig sind; in diesem Fall sind es keine Sünden [wie bei Amoris Laetitia Red.], weil bei ihnen keine Zustimmung vorliegt [aha! Red.]. (DH 2241)

[Es ist nicht so, dass]

  1. Es kann den Fall geben, dass solche Zwänge zu fleischlichen Handlungen zur selben Zeit auf seiten zweier Personen auftreten, nämlich eines Mannes und einer Frau [oder zweier Männer Red.], und seitens beider der Akt folgt. (DH 2242)

[Es ist nicht so, dass]

  1. Wenn solche Zwänge kommen, soll man den Satan gewähren lassen, ohne irgendeine Mühe oder eine eigene Anstrengung aufzuwenden; vielmehr soll der Mensch in seinem Nichts [falschmystischer Fachterminus der völligen Passivität Red.] verbleiben; und auch wenn Pollutionen und unzüchtige Handlungen mit eigenen Händen und sogar noch schlimmere Dinge folgen, ist es nicht nötig, sich zu beunruhigen, sondern Ängste, Zweifel und Befürchtungen sind über Bord zu werden; denn die Seele wir erleuchteter, gestärkter und glänzender, und es wird die heilige Freiheit [angeblich von der Sünde Red.] erlangt; und vor allem ist es nicht nötig, dies zu beichten [so, so Red.], und am heiligsten handelt man, wenn man nicht beichtet; denn auf diese Weise besiegt man den Dämon und erwirbt einen Schatz des Friedens. (DH 2247)

[Es ist nicht so, dass]

  1. Durch die erworbene Kontemplation gelangt man zu einem Zustand, in dem man keine Sünden mehr begeht, weder Todsünden noch verzeihliche Sünden. (DH 2257)

Wenn sich manche von uns die Fragen stellen, wie man sich die Sünde falschmystisch schönreden kann, dann sieht er oben wie es geht. Die Sünde wir zur Nichtsünde umetikettiert und schon klappt es mit der „Mystik“, wobei das Sexuelle immer das Lieblingsmetier des Teufels darstellt. Die Sünde begleitet also immer den falschen mystischen Weg. Interessanterweise geschieht es ab und zu, dass der Schreiber dieser Zeilen von Lesern kontaktiert wird, welche im von einem solchen falschmystischen Weg berichten. Es handelt sich meistens um Frauen und die Anzahl dieser Zuschriften liegt im mittleren einstelligen Bereich, aber solche Begebenheiten sind real, obzwar selten. Wir haben dort:

  • Die Sehnsucht nach Gott und die Überzeugung Gott nachzufolgen,
  • Übernatürliche Erlebnisse,
  • Sünde und schwere Sünde als Begleiterscheinung, von der man nicht loskommt.

Es gibt also Falschmystik, welche vom Teufel stammt und für den Betroffenen selbst, welcher meint Gott nachzufolgen, nicht sogleich als solche unterscheidbar ist. Über die Qualität unserer Beichtväter schweigen wir uns besser aus, denn die Wahrscheinlichkeit, dass man im Beichtstuhl richtig diagnostiziert wird, ist wirklich äußerst gering.

War die Theologie von Ratzinger jemals orthodox?

Was hat das alles mit Benedikt/Ratzinger zu tun? Einiges. Wenn Menschen jahrzehntelang mystische, im Sinne der falschmystischen also übernatürliche Erfahrungen haben, die vom Teufel stammen, so ist es doch mehr als wahrscheinlich, dass jemand, der jahrzehntelang eine wenig orthodoxe Theologie mit viel Breitenwirkung betreibt, ebenfalls dazu vom Teufel inspiriert wird. Die Sünde, im Sinne des Verbleibens in einer schweren Sünde (bpsw. Priesterkonkubinat etc.) oder das nicht heiligmäßige persönliche Leben doch ein Kriterium darstellen, von dem man geleitet wird. Es ist demnach unmöglich orthodoxe und heilige Theologie zu betreiben, wenn man in schwerer Sünde lebt.

Wissen wir denn, ob Benedikt in Sünde lebte oder lebt? Nein, das wissen wir nicht. Wir können nur mutmaßen, dass jemand, der zur Zerstörung der Kirche durch seinen Rücktritt und das darauffolgende Schweigen zu Häresien von Papst Franziskus beitrug, auch vorher nicht vom Heiligen Geist geleitet werden konnte und kein großer, konservativer Theologe war. Und da bei fehlender Orthodoxie, welche auch Sünde ist, immer noch andere Sünde vorkommt, so kann es bei Ratzinger auch nicht anders gewesen sein. Zusammenfassend lässt sich sagen:

  1. Wir kennen das Privatleben von Joseph Ratzinger nicht.
  2. Er hatte, seinen eigenen Aussagen zufolge, keine mystischen oder falschmystischen Erlebnisse.
  3. Wir können höchstens seine Schriften und seine Amtshandlungen auf die Übereinstimmung mit dem Magisterium untersuchen, also Denzinger links – Ratzinger rechts.

Während Mystik selten ist und die Falschmystik eigentlich auch, genügt im Falle von theologischen Schriften ihre Untersuchung, inwieweit sie mit dem Lehramt übereinstimmen. Viele der Benedikt-Fans werden jetzt vielleicht einräumen:

„Na, gut, anhand der Denzinger-Aussagen sind seine Schriften vielleicht nicht 100% orthodox, aber an der nachkonziliaren Entwicklung gemessen, sind sie noch gut-katholisch. Besser ein bisschen als gar nicht!“

Der Schreiber dieser Zeilen hatte lange Jahre auch so gedacht und argumentiert, zumal er den Denzinger viel weniger als jetzt kannte.

„An der vorkonziliaren Theologie gemessen – ist es nicht orthodox, an der nachkonziliaren Theologie gemessen – schon“.

Es ist aber falsch, denn es geht hier um die zweiwertige Logik und Wahrheit. Entweder ist etwas falsch oder es ist richtig. Wenn die Lösung 1 lautet, dann ist 189,78 genauso falsch wie 0,89. Theologie ist ein System von Glaubenssätzen, womit man mit einem Satz eine wahre Aussage im formallogischen Sinn meint. Also sogar eine Falschaussage bringt das ganze System zum Fall, was uns die Informatiker unter unseren Lesern sicherlich bestätigen werden, die Ingenieure auch.

„Aber, das ist doch Integrismus!“, wird ein nachkonziliar theologisch Gebildeter sagen.

„Genauso ist es!“, antworten wir.

Papst Franziskus macht uns allen deutlich, wohin der fehlende Integrismus und das Fehlen der zweiwertigen Logik führt: geradeaus in die Apostasie!

Eine Analyse von Msgr. Spadafora

An dieser Stelle sollte eine an Denzinger gestützte Analyse aller Ratzinger-Werke folgen, welche aus ersichtlichen Gründen (ein Leben, Besseres zu tun) nicht erfolgen wird. Dies ist aber auch nicht notwendig, weil eine solche Analyse teilweise schon andere vorlegten. Wir haben auf Anraten des Lesers Daniel Specht, dem wir an dieser Stelle herzlich danken, ein spendenfinanziertes Buch Die „neue Theologie“ oder „Sie glauben gewonnen zu haben“ von Mgr. Francesco Spadafora erstanden, welches, was die theologische Qualität der Analyse anbelangt, unserer nach Einschätzung, gleich nach Gethsemani von Kardinal Siri kommt. Msgr. Spadafora, ein Priester und emeritierter Professor der Bibelwissenschaft an der Päpstlichen Lateran-Universität, verfasste sein Buch im Jahre 1993, am wahrscheinlichen Höhenpunkt des Pontifikats von Johannes Paul II.  Msgr. Spadafora (1913-1997) war kein Spinner, kein Sedisvakantist und kein Mitglied der Piusbruderschaft, welche heute sein Buch verkauft, sondern ein gläubiger Priester und Theologe, sowie der Beichtvater der Mystikerin und Stigmatikerin Ellena Aiello, der katholisch dachte und schrieb und heute als „Traditionalist“ bezeichnet werden muss, also etwas darstellte, was früher einfach „Katholik“ genannt worden ist. Msgr. Spadafora nahm als Peritus am Vat. II teil und war Mitglied der Kommission für Studien und Seminare in der Vorbereitungsphase (1960-62) des Konzils,[2] sodass man schlussfolgern kann, dass er zu den rechtgläubigen, konservativen Kurientheologen gehörte. Er war mit dem Ausgang des Konzils nicht einverstanden, kam ins Abseits, schreib ein paar empfehlenswerte Bücher,[3] die leider nur noch auf Italienisch erhältlich sind. Sein Buch Die „neue Theologie“ in der er sich mit der Nouvelle théologie kritisch auseinandersetzt, hat es in sich. Während die Lektüre des Artikels „Raus aus dem Kanninchenloch“ von Steven Skojec und Hillary White für den Schreiber dieser Zeilen einem Atomschlag oder einem Erdbeben der Stärke 9 auf der Richterskala glich, so gleicht das Buch von Msgr. Spadafora einer konventionellen Bombardierung oder einem Nachbeben der Stärke 6, welche all das, was nach dem Erstschlag übrigblieb in Schutt und Asche legt.

Warum? Weil Spadafora beweist, dass all die Theologen des Konzils, welche der Strömung der  Nouvelle théologie – also derjenigen „neuen Theologie“ angehörten, die in Frankreich in den 1930-gern aufkam, vom Thomismus weg wollte, auf dem Philosophen Blondel fußte und von Pius XII ohne Namensnennung in Humani generis verurteilt wurde – dass also all diese Theologen nicht nur Neomodernisten waren, sondern auch über ein überaus fragwürdiges „Privatleben“ führten, welches wirklich nicht heiligmäßig war. Warum spielt es eine Rolle? Weil diese Männer nicht nur der bisherigen Kirchengeschichte ein Korrektiv geben wollten, was viele Heilige auch taten, sondern eine neue Wende herbeiführen wollten. Dann muss man sich doch die Frage stellen: war diese Wende von Gott oder vom Teufel? In dem Buch von Spadafora, welches ein theologisches Werk darstellt, das sich entweder an sehr gut vorgebildete Laien oder an Fachtheologen richtet, werden die folgenden Theologen besprochen, wobei die u.a. Kapitelüberschriften Spadafora selbst entstammen:

  • „Maurice Blodel „neue“ Philosophie (Kap. 3);
  • Henri de Lubac S.J., ein „Lehrer“, der nie Schüler war (Kap. 4);
  • Hans Urs von Balthasar, der Vater der ökumenischen Apostasie (Kap. 5)
  • Paul VI. und Satans Meisterstück (Kap. 6)
  • Ratzinger, ein Theologe ohne Glaube, Präfekt der Kongregation für den Glauben (Kap. 7)
  • Das Papsttum Karol Wojtylas, eine Zeit schwerster Prüfung für die Kirche (Kap. 8).

Der Schreiber dieser Zeilen erfuhr deswegen den Schock, weil die o.a. Autoren zwar nicht die „Helden seiner Jugend“ waren, da keiner von ihnen ihn je intellektuell angesprochen hatte, am Ehesten schon Ratzinger, sondern weil sie als theologische und orthodoxe Vorbilder während seines recht konservativen Theologiestudiums gehandelt wurden. Dem Schreiber dieser Zeilen waren diese Autoren zu ungeistlich, zu wenig konkret und zu schwammig, aber er dachte eher in ästhetischen Kategorien als in der Kategorien der Rechtgläubigkeit, da ihm einfach nicht der Gedanke kam, dass „die theologischen Väter“ des Vatikanum II neomodernistische Häretiker waren und all das, was wirklich explicite und implicite als häretisch und für den Glauben schädlich verurteilt wurde, subkutan als orthodox und für den Glauben nützlich in die Konzilsdokumente, wenn auch verklausuliert, Eingang fand. Msgr. Spadafora zeigt, wie und warum dies stattfand und er tut es so überzeugend, dass es einem nach dem Konzil ausgebildeten Theologen, wie der Schreiben dieser Zeilen nolens volens einer ist, den Boden unter den Füssen wegzieht. Er fühlt sich wie ein Chirurg, der den Körper immer weiter öffnet und immer mehr Metastasen vorfindet, wobei das, was als eine oberflächliche Hautveränderung zuerst wahrgenommen wurde, von einem langjährigen, zersetzenden Prozess zeugt. Papst Franziskus ist nicht vom Himmel gefallen. Er wurde intellektuell sehr lange vorbereitet unter anderem durch die Nouvelle théologie.

Da der Schreiber dieser Zeilen den Beitrag „War Benedikt gläubig?“ vor der Lektüre des Buches von Spadafora verfasste und lediglich anhand seiner Benedikt-Lektüre Joseph Ratzinger den Unglauben bescheinigte („Wie kann er es wagen?“ Er kann, weil er es gerade tut. Ab esse ad posse valet illatio, sagt die Scholastik.), so ist er sehr froh seine Einschätzung bei jemand anderem vorzufinden und zwar eine Einschätzung, die unsere negative Sicht der Theologie von Ratzinger um einiges übertrifft. Msgr. Spadafora nimmt auf 21 Seiten, sich auf Gethsemani von Kard. Siri stützend, die Christologie Ratzingers auseinander, da er sich kurz fassen möchte und sich desewegen nur auf diese beschränkt. Wir haben nicht vor all diese Argumente an dieser Stelle wiederzugeben und verweisen zum zitierten Werk selbst. Einiges muss aber genannt werden:

„Was soll man aber sagen, wenn wir gezwungen sind festzustellen, dass der gegenwärtige Präfekt der Glaubenskongregation in seinen Büchern der „Theologie“ […] bekennt, dass nämlich in Jesus nicht Gott Mensch geworden, sondern ein Mensch Gott geworden ist? Wer ist demnach Jesus Christus für Ratzinger? Er ist jener Mensch, „in welchem das Definitive des Menschseins in Erscheinung tritt und der eben darin [sic! F.S.] zugleich Gott selber ist“ (Einführung in das Christentum, München: dtv 1971, S. 136) Das besagt eigentlich, dass der Mensch in seinem „Definitiven des Menschseins“ Gott ist! Folglich wäre Jesus Christus allein durch das Faktum, dass in ihm das „Definitive des Menschseins in Erscheinung tritt“, „Gott selber“ gewesen![4]

Was heißt das im Klartext? Dass das eigentliche Wesen jedes Menschen göttlich ist, dass es in jedem „gottet“, das jeder Mensch per se ein Gott-Mensch ist und in Christus, als dem vollkommenen Menschen in seinem „Definitiven des Menschseins“, so Ratzinger, das Göttliche oder Gott besonders gut zum Durchbruch kam. Dies ist aber die jegliche Aufhebung zwischen Natur und Übernatur, was schon Henri de Lubac, zum Leidwesen unser aller bewerkstelligte und was in einen Pantheismus führt. Wenn jeder Mensch in nuce Gott ist und es „gottet“ überall, dann brauchen wir keine Kirche und keine Bekehrung, weil es sowieso „gottet“. Und erst aus diesem Denken heraus lässt sich die deuterovatikanische Ökumenitis begreifen. Wenn es „gottet“, dann „gottet“ es, auch bei den Walen und der Homo-Ehe. Bleiben wir also entspannt und verprassen die Kirchensteuer, solange es noch die gibt, da die Katholiken aussterben.

Sagt das Ratzinger tatsächlich selbst? Ja, das tut er und so schreibt Msgr. Spadafora im Absatz unter dem Titel „Gott ist Mensch, der Mensch ist Gott“ folgendes:

Das Problem ist übrigens von Ratzinger selbst klar gestellt und wird durch ihn bejahend beantwortet. Er fragt sich in der Tat: „Dürfen wir denn überhaupt Christologie (= Rede von Christus) in Theologie (= Rede von Gott) auflösen; müssen wir dann nicht viel eher Jesus leidenschaftlich als Menschen reklamieren, Christologie als Humanismus und als Anthropologie betreiben? Oder sollte der eigentliche Mensch gerade dadurch, dass er es ganz und eigentlich ist, Gott sein und Gott eben der eigentliche Mensch sein? Sollte es sein können, dass radikalster Humanismus und Glaube an den offenbarenden Gott hier aufeinandertreffen, ja ineinander übergehen?“ (Ratzinger, Einführung S. 149/150, Hervorhebung laut Originaltext).[5]

Au, weia! Das ist aber ein hard core Arianismus mit einigen neuzeitlichen Zusätzen, wie Ontologismus und Immanentismus, Begriffe, die wir später in anderen Beiträgen noch ausführlich erklären werden.

Weiter lesen wir bei Msgr. Spadafora:

Für Ratzinger ist Jesus also nicht Gott, weil er natürlicher Sohn Gottes ist, aus dem Vater geboren vor aller Zeit, „gezeugt, nicht geschaffen, wesensgleich mit dem Vater“, weil seine Person seit Ewigkeit die unendlich göttliche Natur teilt und daher die unendliche Vollkommenheit besitzt, sondern ist jener Mensch, der gekommen ist, „um mit Gott ineinanderzufallen“ und der am Kreuze „das Sein für die anderen“ verkörpert hat, ein „Altruist durch Antonomasie“. Folglich unterscheidet er sich von uns und den anderen Menschen nur durch den Grad der menschlichen Entwicklung, die er erreicht hat, nicht durch den Abgrund, welche Gott vom Menschen, den Schöpfer vom Geschöpf trennt. Die Christologie der Kirche weist Ratzinger zurück als eine „triumphalistische Verherrlichungschristologie .. die etwas mit dem gekreuzigten und dienenden Menschen nichts anfangen könnte und statt dessen sich wieder einen ontologischen Gottmythos [sic! Red.] erfinden würde (S. 161). Anstelle der „triumphalistischen Verherrlichungschristologie“, welche „einen ontologischen Gottmythos“ schafft, setzt Ratzinger eine „Dienstchristologie“, die er behauptet, beim hl. Johannes zu finden, und in der „Sohn“  einzig „das Sein-vom-andern-her“ (S. 129) bedeutet.[6]

Oh weh, o weh! Kommt ihr Töchter, helft mir klagen! Diese Ansichten hat Ratzinger niemals widerrufen, mit diesen Ansichten ist er groß geworden, aufgrund der „Einführung ins Christentum“ ist er vom Johannes Paul II, der dieses Buch sehr schätzte, zum Präfekten der Glaubenskongregation berufen worden. Es ist schrecklich! Man hat Lust sich auf einen Misthaufen zu setzen und die Wunden mit einer Tonscherbe zu kratzen. Wenn man aber die Glaubenswahrheit leugnet, dass Christus wirklich Gott war, dann fällt das katholische System überhaupt zusammen. Dann haben alle nachfolgenden Wahrheiten wie Erlösung, Wesenswandlung, Jungfrauengeburt, Aufnahme Mariens in den Himmel keine Bedeutung oder sie müssen „uminterpretiert“ werden, was Ratzinger in seiner „Einführung ins Christentum“ ja tut. Die Glaubensinhalte und Dogmen werden einfach ausgehöhlt und mit neuen Nicht-Inhalten ersetzt. Es ist schrecklich! Wenn Christus nur eine besserer, evolutionistisch höher entwickelter Mensch war, dann gab es keine Erlösung. Warum sollte es eine geben? Wenn der Mensch nach de Lubac, Rahner und Ratzinger von sich aus, also ontisch, „gottfähig“ ist, dann gibt es keine Sünde und keine Erlösungsbedürftigkeit. Bloß einen soziologischen Verein mit Bratwürsten auf dem Pfarrfest und den Walen und wir sind bei Amoris Laetita. Tja, so schnell geht das!

Joseph Ratzinger hat als Präfekt der Glaubenskongregation das Patronat über die Zeitschrift Communio übernommen, welche die „konservativen“ Neutheologen gruppierte.  Es waren die Communio-Mitarbeiter, welche die Bischofsstühle besetzen und die nachfolgenden Namen hören sich für uns jetzt wie ein Who is who des Verfalls an. So schrieb die italienische Wochenzeitschrift Il Sabato (vom 6. Juni 1992):

Zwanzig Jahre sind vergangen; ‚Communio‘ hat seine Partie gewonnen. Zumindest, was den Kampf um die kirchliche Vorherrschaft anbelangt. Die Kirche gewährte den drei „Dissidenten“-Theologen [Ratzinger, de Lubac, von Balthasar Anm. Msgr. Spadaro], die an jenem Abend in der Via Aurelia am Taufbrunnen die Idee [dieser Zeitschrift Red.] hielten, die Ansehen erheischende Belohnung des Kardinalshuts.

Aber es gab Ehrenbezeugungen für alle. Die tüchtigsten Mitarbeiter von ‚Communio‘ wurden zu Bischöfen befördert: die Deutschen Karl Lehmann und Walter Kasper, der Italiener Angelo Scola, der Schweizer Eugenio Corecco, der Österreischer Christoph von Schönborn, der Belgier André-Juan Léonard, der Brasilianer Karl Romer. Eine Schar von Bischofstheologen, deren Einfluss in der Kirche viel weiter reicht als ihre Diözesan-Jurisdiktion. Ein wahres Think-tank der Kirche Karol Wojtylas.[7]

Msgr. Spadafora bemerkt, dass sich die Ultraprogressiven von Concilium mit den „Gemäßigten“ von Communio die Macht teilten. Währen den Ersteren die theologische „Forschung“ und die kulturelle Hegemonie zufiel, fiel den Letzteren die „kirchliche Vorherrschaft“ der Bischofstühle zu.[8] Dies erklärt den Umstand, warum man nirgendwo Theologie studieren kann und sich nur vier Kardinäle, davon drei in Rente, zu Amoris Laetitia-Debakel zu Wort meldeten. Ganz Rom wurde mit Neu-Theologen besetzt, was die vatikanischen Kommissionen anbelangte. [9]

Wem verdanken wir aber Papst Franziskus? Papst Benedikt XVI – Joseph Kardinal Ratzinger – dem, wie auch immer, Papst Emeritus, den es praktisch gibt, aber theoretisch, traditionell und kirchenrechtlich nicht geben kann. Er hat aufgegeben, er hat es hingeschmissen, das Amt des Vicarius Christi, er ist „von dem Wölfen davongelaufen“ und zwar „aus Gesundheitsgründen“. Es ist als würde der oberste Heeresführer mitten in der Schlacht desertieren oder sich selbst, mit einem eigenen Dekret aus dem Heeresdienst entlassen und „ins Zivil gehen“. Da spätestens seit dem Zweiten Weltkrieg der Ritterethos in Deutschland oder in den deutschsprachigen Ländern, die Schweiz ausgenommen, wenig gilt, so wird diese Ungeheuerlichkeit der Desertion nicht allen bewusst.  Kein Offizier kann sich mitten in der Schlacht selbst ins Zivil entlassen, noch weniger kann dies ein Heeresführer. Denn was ist die Folge? Der Zusammenbruch der Disziplin, keine Vorbilder mehr, kein Durchhalten. Wenn es dem obersten Heeresführer egal ist, warum soll es dem einfachen Soldaten nicht egal sein? Benedikt XVI hat mit seinem Rücktritt wenigstens genauso viel Schaden angerichtet, wie Franziskus mit seinem gesamten, bisherigen Pontifikat. Weil Benedikt gezeigt hat, dass nicht einmal der Papst den Glauben ernst nimmt und nicht einmal er Christus treu ist. Christus ist aber kein theologisches Konstrukt, sondern eine Person, die lebt und als Gott allmächtig ist. Wer hat diese Personalien bewilligt und gefördert? Joseph Kardinal Ratziner und heute ernten wir auch theologisch seine Früchte. Aber lassen wir ihn selbst sprechen. So schreibt er im Vorwort zur Einführung in das Christentum:

[Dem Nebel der nachkonziliaren theologischen Ungewissheit] kann man freilich nicht entgegenwirken durch ein bloßes Beharren auf dem Edelmetall fester Formeln der Vergangenheit [nicht die feierlichen Erklärungen des Lehramtes Anm. Msgr. Spadafora], das dann doch auch nur ein Metallklumpen bleibt: eine Last, statt kraft seines Wertes die Möglichkeit wahrer Freiheit [die so auf Schleichwegen den Platz der Wahrheit einnimmt Anm. Msgr. Spadafora] zu gewähren“. (Vorwort, S. 5)

Was heiß es im Klartext?

  • Vergangenheit zählt nicht,
  • Dogmen sind schöne Antiquitäten,
  • macht es wie ich,
  • wir brauchen Freiheit vom Lehramt.

Dies schrieb ein deutscher Startheologe, Priester und Theologieprofessor und das hat der Glaubenspräfekt nicht widerrufen. Das Lehramt, die Tradition, all das woran die Katholiken aller Zeiten geglaubt und gelitten haben, ist also „eine Last“. Ah so. Aber es wird noch besser, denn im Interview-Buch mit Vittorio Messori Zur Lage des Glaubens,[10] sagt Ratzinger

Als „ausgewogener Progressist“[11] sei er für eine „ruhige Entwicklung der Lehre“ ohne „einzelgängerische Fluchten nach vorne“[12], aber auch „ohne anachronistische Sehnsucht nach einem unwiederbringlichen vergangenen Gestern“[13] (S. 16/17) […].[14]

Wir müssen dem heute der Kirche treu bleiben, nicht dem gestern oder dem morgen.[15]

Obwohl wir diese Aussagen nach Spadafora wiedergeben, so haben wir es mit unserer Ausgabe Zur Lage des Glaubens verglichen. Ja, er hatte es tatsächlich so gesagt. Wie auch dieses:

Nicht ich habe mich geändert, sondern die anderen.[16]

Ich habe immer versucht, dem II. Vatikanum, diesem heute der Kirche, treu zu bleiben, ohne Sehnsucht nach einem unwiederbringlichen vergangenen Gestern und ohne ungeduldiges Drängen nach einem Morgen, das nicht unser ist.“[17]

Ja, Ratzinger ist sich selbst tatsächlich treu geblieben und nicht der Lehre der Kirche. Denn in seinem letzten Interviewbuch sagt er ja dasselbe, wie wir schon bereits bemerkten:

„Ich glaube, da [in unserem Denken über Gott Red.] muss man vieles verändern. Wie sich eben auch unser ganzes Menschenbild verändert hat. […] Jedenfalls stellt sich mit diesem Wissen [der heutigen Menschheit] die Struktur der Zeit, die von Geschichte, heute anderes dar. Hier muss zuallererst die Theologie noch gründlicher zu Werke gehen und den Menschen wieder Vorstellungsmöglichkeiten liefern. Da hat die Übersetzung von Theologie und Glaube in die Sprache von heute noch gewaltige Defizite; dass man Vorstellungsschemata schafft, dass man den Menschen hilft, heute zu verstehen, Gott nicht in einem Irgendwo zu suchen. Da ist viel zu tun.“[18]

Das Fazit oder warum der Rücktritt möglich war

Wir haben also einen Nouvelle Théologie-Theologen, der vor dem Konzil, wie er selbst sagt, der Häresie verdächtigt wurde und dessen Habilitationsschrift aufgrund der fehlenden Rechtgläubigkeit in der ersten Fassung zurückgewiesen wurde, welche in dem nachkonziliaren Wirrwarr zu einem Startheologen und „konservativen“ Startheologen aufstieg, Bischof, Kardinal, Präfekt der Glaubenskongregation und schließlich Papst wurde. Der aber seine theologischen Ansichten niemals geändert hat. Und deswegen hatte Gänswein vielleicht recht, wenn er sagte, dass zwischen Benedikt und Franziskus kein Blatt Papier passt, so eng sind sie einander. Vielleicht ist es schlichtweg wahr, denn das, was Ratzinger/Benedikt theoretisch ausgearbeitet hatte, das setzt Franziskus einfach praktisch um. Wenn die oberste Priorität der kulturelle Wandel und nicht der unwandelbare Gott ist, was AL 32 feststellt, warum soll sich dann nicht alles ändern und wandeln bis zu der Homo-Ehe hin. Es ist nur konsequent. Deswegen ist der Rücktritt von Benedikt XVI. weniger geheimnisvoll als man denkt und Ann Barnhardt hat mit ihrer Vermutung des „wesentlichen Irrtums“ beim Benedikt Rücktritt Recht. Benedikts theologische Ansichten sind dermaßen verworren, dass er bei seinem Rücktritt einen „wesentlichen Irrtum“ (Kan. 188) beging und somit weiterhin im Amte bleibt. Wenn wir aber mit unserer „Privatleben“-These Recht haben, dann ist dieser Rücktritt auf aufgrund der „schweren Furcht“ (Kan. 188) ungültig, die auf eine sittliche Erpressung der eigenen Person oder einer Person aus dem eigenen Umfeld folgte.[19] Wenn man etwas Unsittliches irgendwann einmal tut, dann besteht immer die Gefahr, dass man dabei gefilmt wird und solche Filme gegen einen verwendet werden können, was ein klerikaler Homo-Skandal, der noch große Wogen schlagen wird, derzeit in der Heimat des Schreibers dieser Zeilen beweist.

Der Schreiber dieser Zeilen erlebte den Rücktritt von Benedikt wie eine Desertion eines Heeresführers vor dem Feind. Wie kann aber ein Offizier (Priester) und Heeresführer (Kardinal, Papst) mitten in der Schlacht desertieren? Die alten Militärs, die es schon lange nicht mehr gibt, würden antworten:

„weil er niemals ein echter Soldat und Offizier war“.

Man wird doch im Militär geschult instinktiv und automatisch zu handeln, damit bestimmte Gedanken in bestimmten Krisensituationen gar nicht aufkommen können und zu Fehlreaktionen führen. Stellt man sich die Frage, wie ein gläubiger, „tiefgläubiger“ Mensch, der „Mozart der Theologie“, ein „künftiger Kirchenvater“ etc. etc. (alles ironisch gemeint) zurücktreten und einen solchen Unsinn in seinem letzten Interview-Buch wiedergeben konnte, so bleibt nur die logische Antwort, weil er nicht gläubig oder gar tiefgläubig war. Denn agere sequitur esse, also „das Handeln folgt dem Sein“, einfacher formuliert: „man handelt so, wie man ist“.

Welche positive Lehre resultiert für uns daraus? Geben wir Acht, dass wir weder moralisch noch intellektuell fallen, denn der Teufel wird die wenigen Übriggebliebenen noch schwerer anfechten, als diejenigen die er sowieso am Strick führt.

P.S. Nach der Niederschrift dieses Beitrags stellte sich heraus, dass Maike Hickson von onepeterfive ihren privaten Brief an Papst Benedikt XVI. veröffentlicht hatte, in welchem sie in anfleht doch das Geheimnis von Fatima zu veröffentlichen. Benedikt, der nachweislich diesen Brief erhalten hatte, hat nicht geanwortet. Uns wundert es nicht. Es passt leider in unser Profil.

[1] Man lese dazu Tanquerey, A., Précis de Théologie Ascétique et Mystique, Paris 1924, Regles pour le discernement des révélations, 937-944. Viel eingehender befasst sich mit dieser Thematik Pater Poulain SJ. So widmet er der Thematik „Wie unterscheidet man echte Offenbarungen und Visionen von falschen?“ in der deutschen Ausgabe seines Buches die Seiten 76-114 (Poulain, A., Die Fülle der Gnaden. Ein Handbuch der Mystik, Bd. 2, Freiburg im Breisgau 1910, 76-114), in der uns vorliegenden englischen Ausgabe dieses Werkes werden die Offenbarungen und Visionen auf Seiten 299-399 besprochen (Poulain, A., The Graces of Interior Prayer. A Treatise on Mystical Theology, Westmonasterii 1949 [reprint], Part IV: Revelations and Visions 299-399). Ob die anderen Ausgaben dieselbe Paginierung aufweisen, wissen wir nicht. Der Teil über die Unterscheidung von echten und falschen Visionen wurde auch als ein eigenes Buch herausgegeben.

[2] Spadafora, Francesco, Die „neue Theologie“ oder „Sie glauben gewonnen zu haben“, Sion: Verlag Les Amis de St. Francois de Sales 19962, 7.

[3] Das Katzenbuch ist natürlich nicht von ihm.

[4] Spadafora, 119-120.

[5] Zitiert nach Spadafora, 120.

[6] Spadafora, 122-123.

[7] Ebd. 131.

[8] Ebd. 132.

[9] Ebd. 132-134.

[10] Ratzinger, Joseph. Benedikt XVI., Zur Lage des Glaubens. Ein Gespräch mit Vittorio Messori, Herder 2007.

[11] Ratzinger, Lage, 18.

[12] Ebd., 19.

[13] Ebd.

[14] Spadafora. 137.

[15] Ebd. 138, Ratzinger, Lage, 31.

[16] Ratzinger, Lage, 18.

[17] Ratzinger, Lage, 19.

[18] Benedikt XVI., Letzte Gespräche mit Peter Seewald, Droemer: München 2016, 269-270.

[19] http://www.n-tv.de/panorama/Warum-Benedikt-XVI-wirklich-zuruecktrat-article12377046.html https://www.welt.de/politik/ausland/article156762772/Benedikt-XVI-spricht-von-Homosexuellen-Netzwerk-im-Vatikan.html

„Wir klagen an“ – Gericht über Papst Franziskus und andere Päpste. (3) War Benedikt gläubig?


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War Benedikt jemals gläubig?

Als der Schreiber dieser Zeilen Benedikts XVI. Buch „Letzte Gespräche“ las, so kam ihm der Satz aus der Marienerscheinung in La Salette in den Sinn: „Rom wird den Glauben verlieren“, als er an Ratzinger/Benedikt dachte. Warum? Weil Benedikt XVI., der Noch-Papst oder Papa Emeritus, wie er sich entgegen jeder Tradition nennt, eine äußerst weltliche Sicht des Papsttums vertritt und er vertritt sie als Papst! So lesen wir über seinen Rücktritt:

„[…] Aber es war mich auch klar, dass ich es tun musste und dass dies der richtige Augenblick war. Die Menschen haben das dann auch angenommen. Viele sind dankbar, dass nun der neue Papst in einem neuen Stil auf sie zugeht. […]“[1]

„Depression nicht, nein, aber es ging mir nicht so gut. Und ich habe gesehen, dass mich diese Reise nach Mexiko und Kuba doch sehr angestrengt hat. Auch der Arzt hat mir gesagt, Sie dürfen nicht mehr über den Atlantik fahren. Turnusgemäß sollte der Weltjugendtag in Rio de Janeiro eigentlich erst 2014 sein. Wegen der Fußballweltmeisterschaft wurde er aber um ein Jahr vorgezogen. Mir war klar, dass ich zeitlich so zurücktreten muss, dass der neue Papst einen Vorlauf nach Rio hat.“[2]

Was sind also die Prioritäten, eines Papstes, welcher von manchen „der Mozart der Theologie“ genannt wurde und sich als Einsiedler zurückziehen wollte, um solche Banalitäten von sich zu geben? Es sind:

  • Die eigene Gesundheit
  • Der Rat des Arztes
  • Der Weltjugendtag
  • Die Fußballweltmeisterschaft.

Denn dies waren, so sagt er selbst, sichtlich die Gründe für seinen Rücktritt. (Ja, ja, wer’s glaubt wird selig!) Es ist also wenig erstaunlich, dass manche Katholiken die Wirklichkeit leugnen wollen und Seewald unterstellen, er hätte dieses Buch alleine geschrieben und die Worte Benedikts sich ausgedacht und verdreht, da Benedikt solch ein dummes Zeug nicht von sich geben könne. Es ist dummes Zeug und er sagt sicherlich nicht alles, aber er sagt wirklich das, was er sagt. Lesen wir weiter:

„Seewald: Wie sehen Sie heute die Zukunft des Christentums?

Benedikt: Dass wir nicht mehr deckungsgleich mit der modernen Kultur sind, die christliche Grundgestalt nicht mehr bestimmend, das ist offenkundig. Heute leben wir in einer positivistischen und agnostischen Kultur, die sich gegenüber dem Christentum zunehmend als intolerant zeigt. Insofern wird die westliche Gesellschaft, jedenfalls in Europa, nicht einfach eine christliche Gesellschaft sein. Umso mehr werden sich die Glaubenden darum bemühen müssen, dass sie das Wertebewusstsein und das Lebensbewusstsein weiterhin formen und tragen. Wichtig wird eine entschiedenere Gläubigkeit der einzelnen Gemeinden und Ortskirchen. Die Verantwortung wird größer.“[3]

Und was will uns der Papa Emeritus mit diesem wenig originellen und wenig theologischen Text sagen?

  • Es wird unchristlicher und weltlicher werden.
  • Man kann dagegen nichts tun.
  • Ihr, Laien, müsst Euch dagegen wehren.

„Obwohl uns die Theologie und die Hierarchie keine Hilfe gibt?“ – fragen wir.

Genauso ist es leider, denn Benedikt sagt auch:

„Ich glaube, da [in unserem Denken über Gott Red.] muss man vieles verändern. Wie sich eben auch unser ganzes Menschenbild verändert hat. […] Jedenfalls stellt sich mit diesem Wissen [der heutigen Menschheit] die Struktur der Zeit, die von Geschichte, heute anderes dar. Hier muss zuallererst die Theologie noch gründlicher zu Werke gehen und den Menschen wieder Vorstellungsmöglichkeiten liefern. Da hat die Übersetzung von Theologie und Glaube in die Sprache von heute noch gewaltige Defizite; dass man Vorstellungsschemata schafft, dass man den Menschen hilft, heute zu verstehen, Gott nicht in einem Irgendwo zu suchen. Da ist viel zu tun.“[4]

Ja, da ist viel zu tun diesen modernistischen Unsinn aus der Theologie auszumerzen, den Benedikt hier noch einmal wiedergibt. Warum? Weil sie Sache ganz anders funktioniert. Der Mensch muss seine Wahrnehmungskategorien mit Hilfe der Gnade Gottes verändern, um Gott auch intellektuell näher zu kommen, indem er, der Mensch, sich und sein Denken nach der unveränderlichen Wahrheit Gottes verändert, da er sein Inneres nach dem Äußeren ausrichtet. Die Theologie soll gerade nicht dem Menschen „Vorstellungsmöglichkeiten liefern“, sie soll seine weltlichen Vorstellungen dermaßen verändern, damit er die theologischen Inhalte überhaupt einigermaßen adäquat begreifen kann. Und wie soll sie es tun?

  1. Zuerst durch die Reinigung des abstrakten Denkens durch:
    • Formelle Logik
    • Andere philosophische Fächer (Erkenntnislehre, Metaphysik, Geschichte der Philosophie)
  2. Durch die richtige Methode der Theologie
    • Welche hauptsächlich im Analogieschluss besteht
  3. Durch die persönliche Heiligung des Theologen
    • Da die theologischen Inhalte übernatürliche Wahrheiten sind
  4. Durch das Erlernen der scholastischen Sprache und Methode
    • Weil die Scholastik die Sprache der Theologie ist, wie die Mathematik die Sprache der Naturwissenschaften darstellt.

Dieses Programm ist nichts Neues, so ist es im Großen und Ganzen bis 1962 gewesen, bevor die Nouvelle Theologie und der „neue theologische Ansatz“, den auch Ratzinger vertrat, in die Theologie Einzug hielten. Und jetzt sehen wir die Ruinen. Benedikt hat leider nichts gelernt, denn er sagt weiter:

„Wir können zwar nicht sagen: „Ich habe die Wahrheit“, aber die Wahrheit hat uns, sie hat uns berührt. Und wir versuchen, uns von dieser Berührung leiten zu lassen“.[5]

Ist denn diese Aussage keine Verbreitung von Agnostizismus im Theologischen? Durchaus, schon. Theologie ist für Ratzinger irgendein individualistisches Projekt, eine Kunstform, in der man möglichst originell zu sein hat. Er sagt ja selbst über sich:

„Wie schon gesagt, ich wollte aus dem klassischen Thomismus heraus, wobei mir Augustin ein Helfer und Führer war. Insofern galt es auch, mit den neuen Philosophien in ein lebendiges Gespräch zu treten“.[6]

„Tatsächlich kam ich nach langem Überlegen zur Erkenntnis, dass ich meine Vision von Theologie besser im Fach Dogmatik entfalten könne als im Fach Fundamentaltheologie“.[7]

Man soll also als Theologe nicht die bisherige Lehre der Kirche weitergeben, wie der Mathematiklehrer die euklidische Geometrie, sondern „eigene Visionen von Theologie“ verwirklichen. Du meine Güte!

Was ist das für eine „Vision der Theologie“? Eine, die die Frömmigkeitsformen des 19. Jhdts. verachtet.

„Wir alle hatten, das war damals Mode, eine gewisse Verachtung für das 19. Jahrhundert. Also neue Gotik und diese etwas kitschigen Heiligenfiguren, die enge, etwas kitschige Frömmigkeit und Übersentimentalität. Das wollte man alles überwinden. Und zwar mit einer neuen Phase der Frömmigkeit, die sich gerade aus der Liturgie und ihrer Nüchternheit und ihrer Größe gestaltet, indem sie auf das Ursprüngliche zurückgriff – und gerade dadurch auch wieder neu und modern war.“[8]

Aber vielleicht war es keine Verachtung für die Frömmigkeit des 19. Jahrhunderts, sondern eine Verachtung für die Frömmigkeit überhaupt? Wie konnte ein Mensch, der am Anfang des 20. Jahrhunderts religiös sozialisiert wurde plötzlich eine Frömmigkeit bspw. des 11. Jahrhunderts schätzen und pflegen, da er sie nicht kannte? Ratzinger richtet sich doch hier gegen die überlieferte Frömmigkeit, also gegen die Frömmigkeit, weil er sie selbst nicht nachvollziehen kann. Nein, nicht deswegen, weil er intellektuell ist, sondern weil er nicht fromm  ist. Er sagt über einen seiner Lehrer:

„Er war ein frischer, neuer Denker, der uns speziell aus der verklemmten Frömmigkeit des 19. Jahrhunderts herausführen wollte, ins Offene.“[9]

Das Adjektiv „verklemmt“, das in diesem Zusammenhang fällt, ist doch ein typisches 1968-Wort, welches sich wohl ursprünglich gegen jede Sexualmoral richtet. Warum denn soll eine Frömmigkeit „verklemmt“ sein? Braucht der Fromme eine Klemme? Was „klemmt“ denn bei ihm? Welch eine weltliche Rede bei einem Papst. Aber es wird noch besser, weil Benedikt offen zugibt, dass es bei ihm mit der Marienfrömmigkeit nicht zum Besten stand und steht:

„Seewald: Kann man sagen, dass auch bei Ihnen in dieser Zeit Marienverehrung und Mariologie nicht besonders ausgeprägt waren?

Benedikt: Ich war natürlich katholisch, und insofern haben die Maiandachten, die adventliche Marienverehrung, der Rosenkranzmonat und einfach die Liebe zur Mutter Gottes zu uns gehört, aber sie war nicht so tief, nicht so emotional stark präsent […]. Die Marienverehrung hat mich geprägt, aber zusammen mit der Christozentrik – und in sie hineingenommen.

[…] Aber die theologische Formung war sehr christologisch und altkirchlich; wobei die Mariologie nicht fehlt, aber noch nicht die innere Kraft hat. Insofern waren Frömmigkeitstraditionen und das, was wir theologisch gelernt haben, noch nicht ganz ineinandergewachsen“.[10]

Was heißt das im Klartext? Weil er nicht fromm war, so konnte die theologische Bildung, die er erhielt seine Frömmigkeit nicht untermauern. Er selbst suchte sich aber gleich das „Unverklemmte“ heraus, sodass das – die Frömmigkeit – was nicht da war, nicht gestärkt werden konnte. Der Schreiber dieser Zeilen hatte auch sehr viele Jahrzehnte hindurch keinen wirklich tiefen Bezug zur Mutter Gottes gehabt und die oberen Zeilen könnten auch von ihm selbst stammen. Er hatte alle Frömmigkeitsübungen äußerlich gepflegt, marianische Dogmen anerkannt, aber die Mutter Gottes, obwohl er an einem wichtigen Marienfest geboren wurde, war ihm irgendwie emotional fremd. Er war sich dieser Distanz bewusst und litt ein wenig darunter, versuchte sich diesen Zustand nicht intellektuell schön zu reden. Und erst als sein Glauben durch das Beten der vorkonziliaren Breviere und das Kennenlernen der Alten Messe, was erst seit 2011 stattfindet, sich sehr entwickelt hatte und zwar im geistlichen nicht im intellektuellen Bereich, erst jetzt hat er eine innig-emotionale Bindung an Maria, welche noch sicherlich ausbaufähig ist, aber er hat sie überhaupt und er hat sie erst jetzt. Und daher kann er der Überzeugung zustimmen, dass im Falle, dass jemand keine Marienfrömmigkeit hat, es leider insgesamt um seinen Glauben nicht allzu gut bestellt ist. Maria als Sedes sapientiae – „Sitz der Weisheit“, als die Mutter des Inkarnierten Wortes führt uns doch in die Tiefe Christi hinein, wie auch Christus uns in das tiefere Verständnis um seine Mutter führt. Dies ist aber, wohlgemerkt, kein intellektueller Weg, sondern ein geistlicher Weg. Das Alte Brevier und die Alte Messe öffnen uns einfach geistlich die Augen. Und deswegen wurden sie verboten und deswegen sind sie so rar.

Um aber auf Ratzinger/Benedikt zurückzukommen, so macht er leider den Eindruck eines Mannes, der ungläubig war und sich ein Hilfskonstrukt aus Theologie zurechtmachte, um seinen Unglauben zu bedecken. Eine sehr häufige Vorgehensweise unter Priestern. Vielleicht war es ihm selbst nicht klar und ist es immer noch nicht, wie bei einem Farbenblinden oder stark Sehbehinderten, der nur so sieht, wie er halt sieht. Der Schreiber dieser Zeilen hatte einmal an einem recht umfangreichen Sehtest teilgenommen, bei dem man bestimmte Gegenstände anhand bestimmter Formen identifizieren sollte. Einer der Teilnehmer zeichnete sich dadurch aus, dass er manches sehr schnell erkannte, bei anderen Aufgaben leider völlig versagte und seine Erklärungen immer phantastischer wurden, was es denn auf dem dargestellten Bild sein kann. Während einer recht ausgebauten ärztlichen Untersuchung des Sehvermögens aller Teilnehmer, stellte sich zur Verwunderung aller heraus, dass dieser Teilnehmer an einer rot-grün Schwäche litt, welche weder bei seiner Bundeswehrzeit noch bei seiner Führerscheinuntersuchung aufgefallen ist, weil man nach weniger strengen Kriterien untersuchte. Weil er also objektiv gesehen die Farbe nicht eindeutig genug erkennen konnte, so musste er das, was er nicht sah, dazu erfinden. Dies war seinerseits ein unbewusster Prozess und sicherlich kein Betrug. So sagen sich auch Menschen, die nicht gut genug hören oder eine Sprache, in der man zu ihnen spricht, nicht ausreichend kennen, das, was sie nicht verstehen dazu.  Dies ist aber die Situation eines ungläubigen oder schwach gläubigen Theologen. Man sieht/hört es nicht und redet es sich schön.

Aber sollte die obere Beschreibung von fehlender Frömmigkeit und eines schwachen Glaubens oder des Unglaubens auf Ratzinger zutreffen, dann hätte jemand mit diesen Voraussetzungen sich niemals weihen lassen sollen, denn Priestertum ist kein Brotberuf für Intellektuelle. Es war Betrug von Anfang an, wenn wir Recht haben. Benedikt scheint unsere Sicht der Dinge zu bestätigen, indem er sagt:

„Seewald: Über Ihren Anfang an der Hochschule meinte Sie einmal »Als ich anfing, Theologie zu studieren, begann ich mich auch für die intellektuellen Probleme zu interessieren, und dies, weil sie das Drama meines Lebens und vor allem das Geheimnis der Wahrheit enthüllten.« Wir haben in Salz der Erde bereits darüber gesprochen, und Sie meinten damals, das wäre ein bisschen hochgestochen ausgedrückt gewesen. Um hier noch einmal ganz direkt nachzufragen: Was war denn das »Drama Ihres Lebens«?

Benedikt: Nun ja, was ich mit dem Leben anfangen kann. Soll ich Priester werden oder nicht? Werde ich dazu geeignet sein oder nicht? Und überhaupt: Wozu bin ich? Was ist mit mir los? Wer bin ich?“[11]

Vielleicht meint Ratzinger mit dem „Drama seines Lebens“ seine latente Homosexualität oder Homophilie? Wir halten dies für nicht ausgeschlossen, wie wir bereits schrieben. Nicht jeder Theologiestudent oder Priesteramtskandidat sieht seine Lage so dramatisch, manche haben eine Berufung von Kindesbeinen an und sehen die Dinge viel gelassener und nüchtern. Diese Wortwahl ist wirklich ungewöhnlich. Eine andere Aussage Benedikts darüber, dass er sich mit Prof. Johannes Auer über die Annahme der Bischofswürde beraten hatte, scheint ebenfalls unseren Verdacht zu bestätigen:

„Seewald: Ihr Beichtvater, mit dem Sie sich in dieser dramatischen Nacht [vor der Annahme der Bischofsernennung in München] beraten hatten, war Professor Johann Auer, ein Mann, so schreiben Sie in Ihren Erinnerungen, »der meine Grenzen theologischer wie menschlicher Art sehr realistisch kannte«. Was meinten Sie mit den »Grenzen menschlicher Art«?

Benedikt: Tja, er war der Meinung, dass ich, – na, was soll ich sagen? – noch viel zu lernen haben, dass ich keineswegs vollkommen bin, dass ich Probleme hab. Wir waren Freunde, aber gerade als Freund hat er mir auch brüderlichen Tadel zuteilwerden lassen – gerade weil er, ja, eben auch meine Grenzen gesehen hat.

Seewald: War damit möglicherweise Ihre Schüchternheit gemeint?

Benedikt: Das war es vielleicht nicht. Auch, aber ….

Seewald: Ihre zurückhaltende Art, sagt einer Ihrer früheren Assistenten, wäre so weit gegangen, dass es hohe Kenntnis erforderte, Sie aus dem Glaskäfig herauszuholen.

Benedikt: (Lacht.) Das ist ein bisschen übertrieben.

Seewald: Mit Auer hatten Sie jedenfalls jemanden, mit dem Sie offenbar auch sehr persönliche Dinge besprechen konnten.

Benedikt: Ja, ja.“[12]

Wir stellen fest, dass mit den nicht näher benannten Problemen nicht die Schüchternheit oder das Sitzen im vermeintlichen intellektuellen Elfenbeinturm gemeint war. Unser Verdacht scheint hier eher bestätigt als ausgeräumt, da es sich  bei den „Problemen“ Ratzinger kaum um Frauen und Alkohol, wie sehr häufig der Fall, gehandelt haben konnte. Das Priestertum scheint bei Benedikt ein Mittel zum Zweck gewesen zu sein.

„Seewald: Sie machen freilich in Ihren Erinnerungen die bemerkenswerte Aussage, Sie hätten früh gespürt, dass Gott etwas von Ihnen wollte, das nur verwirklicht werden könnten, indem Sie Priester würden.

Benedikt: Schon. Ich meine, irgendwie hatte ich das Wissen, Gott will etwas von mir, erwartet etwas von mir. Und dass das mit dem Priesterrum verknüpft ist, ist mir immer klarer geworden.

Seewald: Es geht hier aber offenbar um etwas Weiterführendes, etwas, das über die Priesterschaft hinausgeht.

Benedikt: Ja nun, von jedem Menschen verlangt Er etwas Spezifisches. Ich war überzeugt, dass Er von mir auch was will. Wobei ich allerdings schon auch dachte, dass es in Richtung Theologie liegen wird. Aber im näheren Sinne war das nicht definiert“.[13]

Wir fassen also zusammen: ein schwach gläubiger, homosexuell veranlagter junger Mann, flieht ins Seminar, wo er hauptsächlich an intellektuellen Fragen und nicht an der Frömmigkeit interessiert ist. Er hofft dort, durch das Priestertum, seinen intellektuellen Interessen nachgehen zu können und eine äußere Ordnung in sein Leben einzuführen. Der Schreiber dieser Zeilen war zwar in keinem Priesterseminar, hatte als Laie mit Laien und Priesteramtskandidaten Theologie studiert, ist selbst nicht homosexuell, stellte aber während seines Studiums und später auch fest, dass die Homosexuellen-Dichte unter Theologiestudenten, auch unter Klerikern, ca. 25% betrug und somit deutlich über dem Durchschnitt anderer Studienfächer in seiner Studienzeit lag. Ein sensibler junger Mann, mehr oder weniger verweichlicht und verweiblicht ist also kein seltener Blick unter den Theologiestudenten und stellt leider eine Art Flucht vom Regen unter die Traufe dar, weil leider einige im Studium und vielleicht durch das Studium („Gott ist die Liebe“ und love is love) von der Veranlagung zur Tat schritten, samt allen negativen Konsequenzen. Der Schreiber dieser Zeilen hatte auch einen Kommilitonen der trotz eines angefangenen Rom-Studiums aus seinem Orden, höchstwahrscheinlich aufgrund von Homosexualität, rausgeworfen wurde, und sich gleich mehrere „Freunde“, im Sinne von Sexualpartnern, zulegte. Dieser Mann hatte ein vollkommenes klerikales Gehabe, ein Oremus-Gesicht, war intelligent und theologisch gebildet und es spricht doch sehr für seinen Orden, dass er ihn trotz dieser äußeren Vorzüge doch rausgeworfen hatte. Ja, wir stellen hier mit David Berger fest: Homosexuelle werden wirklich von der Kirche und Theologie angezogen. Vielleicht deswegen, weil sie das Heilmittel suchen, vielleicht deswegen, weil sie überhaupt von männlichen Männer angezogen werden. Sollten unsere Vermutungen sich als richtig erweisen, so wäre Ratzinger kein Einzelfall gewesen im katholischen Priestertum, welches leider Gottes zurzeit von den Amerikanern als gay profession bezeichnet wird. Wenn jemand aber solche Entscheidungen wider besseren Wissens trifft, wie kann er dann sicher sein, dass es Gott ist, der etwas von ihm erwartet und nicht der Widersacher Gottes? Wenn man in Lüge lebt, so macht man sich doch für den „Vater der Lüge“ empfänglich, der den seinen auch seine Gaben erteilt. Man sagt doch, dass der Teufel die Seinen schnell in die Höhe hebt, um sie dann fallen zu lassen. Während also Gott sehr langsam baut, ermöglicht der Teufel schnelle Karrieren, um am Ende zu verderben. Denn der Rücktritt Benedikts zerstörte doch nicht nur sein Ansehen als „des“ Konzilstheologen und des fromm-konservativen Papstes, er schädigte auch den Glauben der kleinen Frommen sehr, welche bis heute nicht verstehen können, warum „ihr Benedikt“ es ihnen angetan hatte und Franziskus den Weg bahnte. Weil er als Ungläubiger sich die ganze Zeit vom Widersacher leiten ließ. Dies ist eine stringente Erklärung. Wie sehr muss es Christus beleidigt haben, als er sich mit Ratzinger durch die Priester- und Bischofsweihe, sowie durch die Papstwahl verband?

[1] Benedikt XVI., Letzte Gespräche mit Peter Seewald, Droemer: München 2016, 39.

[2] Ebd. 40

[3] Ebd. 261.

[4] Ebd. 269-270.

[5] Ebd. 272.

[6] Ebd. 101.

[7] Ebd. 169.

[8] Ebd. 101.

[9] Ebd. 92.

[10] Ebd. 106-107.

[11] Ebd. 100.

[12] Ebd. 190.

[13] Ebd. 109-100.

Benedikt XVI. – Letzte Gespräche oder banaler geht es kaum noch.


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Der Schreiber dieser Zeilen hat sich vor Kurzem die Letzten Gespräche von Benedikt XVI. gekauft, was er bereut. Es ist kaum lesbar und von dem Geld hätte man eine Messe in Le Barroux bestellen können. Es ist das Schwächste der gelesenen Ratzinger-Bücher, was nicht nur damit zusammenhängt, dass man im schon sehr fortgeschrittenen Alter intellektuell abbaut, sondern damit, dass unser Papa Emeritus wirklich kaum etwas zu sagen hat, was über die überall gepflegte political correctness hinausgehen würde. „Welt trifft Welt“, könnte man auch titeln und dieses Buch erinnert an Memoiren von Politikern, welche sich ein wenig an ihre Jugend, an dies und das erinnern und meinen im Großen und Ganzen alles ganz richtig getan zu haben. Dem Schreiber dieser Zeilen kam der Titel „Banalität des Bösen“ in den Sinn, er fragte sich auch, ob und an was Benedikt eigentlich glaubt. Gott kommt da recht am Rande vor, wie ein heiliges Bild im Hintergrund einer bayrischen Stube. Wenn er sich zurückgezogen hatte, um mehr zu beten, was er, wie er offen zugibt, nicht einhält, dann hat es wirklich nichts gebracht. Denn wir treffen einen wirklich säkularisierten älteren Herrn, der Plattitüden von sich gibt und dem die Williamson-Affäre am meisten in seinem Pontifikat zu schaffen machte. Warum gerade das? Weil es die schlechteste Presse gab. Richtet sich ein Papst an derartig weltlichen Kriterien. Ja, dieser schon. Was ist dann noch päpstlich? Gute Frage. Auf den 270 sagt Benedikt sehr wenig und man muss sich fragen, warum er dieses Buch überhaupt veröffentlichte. Seewald wird von diesen Tantiemen gut leben können, aber braucht Benedikt wirklich das Geld so nötig? Er müsste sich doch im Klaren sein, dass Menschen auf irgendwelche Worte warten, welche ihnen helfen die jetzige Situation, aus der göttlichen Sicht her, zu verstehen. Stattdessen erfahren wir, dass er mit Küng Kaffee trank, dass er gerne wanderte und Rad fuhr, dass er sich im 19 Jahrhundert unwohl fühlte und all das 270 Seiten lang. Es ist schon wirklich peinlich. Kein Schuldgefühl wegen Franziskus, der Glauben an die Kraft der Weltjugendtage, der neuen Bewegungen, als würde er irgendwelche Zeitungstexte wiedergeben.

Kann man am Rande des Grabes wirklich so banal sein? Ist da wirklich nichts mehr? Ist Benedikt noch überhaupt gläubig? War er es jemals gewesen? Gehörte er zu denen, die 245 Dogmen der Katholischen Kirche anerkannten? Nur dann, wenn man sie uminterpretierte? Warum denn? Dieses Buch hat etwas Trockenes und Staubiges, vom Eindruck her mit den Memoiren von Vorgrimler zu vergleichen. Hat der Geist Gottes Ratzinger verlassen wie damals Saul? Der Schreiber dieser Zeilen hat heute einen Eintrag über die gefallenen Engel beendet, deren Strafe u.a. darin bestand, dass ihre Erkenntnis verblendet wurde und ihre natürliche Erkenntnis des Übernatürlichen, was bei Engeln der Fall ist, nichts Lebendiges oder Beglückendes hatte. Dies ist auch der Zustand der Menschen in einer schweren Sünde. Der Schreiber dieser Zeilen musste an fast alle seine Theologieprofessoren denken, von denen diese nachkonziliare Staubigkeit ausging. Hätte er früher gelebt, so könnte er denken: es war das 19 Jhdt. und die Neuscholastik, welche diesen Staub verursachte. Aber er hat nur den nachkonziliaren Staub kennengelernt. Es geht aber nicht um Vorkonziliar- gegen Nachkonziliar, sondern um den Unglauben, welcher solch einen Staub absondert.  Man wird im Alter ursprünglicher, authentischer, man wird so, wie in seiner Jugend. War denn die Theologie Ratzingers, wie bei vielen anderen auch, nur eine intellektuelle Spielerei, wohlgemerkt, auch einem hohen Niveau, welche den eigenen Unglauben zudeckte? Man müsste unter diesem Gesichtspunkt all seine Werke durchlesen, aber kam seine Abneigung gegen die Scholastik, Thomismus, das Alte etc. nicht gerade daher, dass er keinen Sinn darin sah, weil ein Ungläubiger ihn nicht sieht. Dies sind wohlgemerkt sehr starke Worte, aber wohl kaum jemand würde sich empören, wenn man Papst Franziskus als einen Ungläubigen bezeichnen würde. Fing es nicht schon früher an? Glaube ich an den einen, lebendigen Gott oder bediene ich mich der Hilfskonstrukte? Eine gute Frage, die sich jeder selbst beantworten müsste, aber vom letzten Benedikt-Buch ist wirklich abzuraten.

Weil wir uns vorgenommen haben mehr Licht auszustrahlen, um nicht in der Dunkelheit der Nachrichtenwelt zu versinken, so versuchen wir auch diesen Beitrag irgendwie positiv zu schließen. Wir sind nicht allein, denn wir sind von Engeln umgeben, welche Gott die ganze Zeit loben und von Heiligen, die dasselbe tun. Das Tridentinische Brevier endet in der Matutin der Duplex-Feste, wie heute am Fest des Apostels Matthäus, immer mit Te Deum, natürlich in der langen, lateinischen Form. Obwohl der Schreiber dieser Zeilen es fast täglich betet und damit auch Ablässe erwirkt, denn beim Te Deum geht es auch heute, so wurde ihm er neulich klar, dass dieses Lobgesang die Freude der Himmlischen Kirche über diesen Heiligen zum Ausdruck bringt. Man freut sich die ganze Zeit in der Nähe Gottes zu stehen und feiert diesen Heiligen, wozu wir einstimmen können. Reine Freude im Himmel, kein Neid, allgemeines Wohlwollen und Glück der seligen Anschauung der Visio Beatifica. Muss das schön sein und die gute, alte Liturgie gibt uns auch Anteil daran. Na, hat es Sie ein wenig getröstet?