Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (22) Bin ich es oder kommt es von Außen?


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Viertes Kapitel.

Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln.

 

Die Grundlage einer guten Geistesunterscheidung ist eine gute Selbsterkenntnis. Wenn ich mich kenne, dann weiß ich, was mir fremd ist. Das Problem mit unseren ungebildeten, psychologisierenden und in der spirituellen Literatur unbelesenen Beichtvätern ist dies, dass sie, laut Psychologie und Psychoanalyse („Papa“ Freud und „Onkel“ Jung), das Fremde in uns dem Unbewußten oder dem Unterbewußtsein zuschreiben, statt den Dämonen, die auf uns wirken. Wenn sich ein normaler Mensch fragt:

Woher habe ich denn nur solche Gedanken oder solche Träume? Das bin ja nicht ich.

Dann lautet die Antwort:

Ja, es sind die Dämonen, die auf Dich einwirken, indem sie ihr eigens Wesen dir aufdrücken.

Dies ist die klassische Spiritualität der Wüstenväter, des Evagrius Ponticus und Johannes Cassianus. Nicht alles, was wir denken oder spüren ist unser. Dies spielt insbesondere bei der Umsessenheit (obssessio) eine große Rolle, denn die Stufe der dämonischen Angriffe sieht wie folgt aus:

  1. Versuchung (tentatio)
  2. Bedrängung (vexatio, circumsessio)
  3. Umsessenheit (obssessio)
  4. Besessenheit (possessio)

ad 1.

Dies Erfahren alle.

ad 2.

Dies sind äußere Angriffe auf Hab und Gut, sowie die Gesundheit. Plötzlicher Autodiebstahl, Problemen am Arbeitsplatz, unerwartete Krankheit, Schreiben von Behörde etc. Man könnte sagen, äußerer Pech, doch der Kontext zählt. Solches passiert nicht allen, sondern nur manchen vor positiven geistlichen Ereignissen.

 

ad 3.

Dies sind quälende Gedanken oder Emotionen, die zu uns sozusagen von Außen kommen und unserer eigenen Psyche unähnlich sind. Es ist als würde sich etwas unserer Psyche bedienen. Noch seltener als 2.

 

ad 4.

Kommt sehr selten vor. Der Dämonen bedient sich des menschlichen Körpers, was für den Betroffenen mit Bewußtseinsausfällen Hand in Hand geht. Man weiß also nicht, was man getan hat, wo man war, wie man an diese Stelle gelangt ist.

Erfährt jemand Umsessenheit (obssessio), dann muss er sich selbst kennen, um zu sehen woher diese Gedanken kommen. Woher weiß man denn, ob es nicht psychisch bedingt ist? Weil diese Gedanken und Gefühle nach dem Kontakt mit dem Sacrum verschwinden. Sie sind auch nicht ständig präsent und verschwinden nach Gebet. Der Schreiber dieser Zeilen hatte gestern ungefähr zwei Stunden lang diese Erfahrung, dass sich sozusagen in ihm etwas fürchtete, wovor er selbst sich nicht fürchtet. All diese Gedanken verschwanden nach der Messe und nach Kommunionempfang, obwohl sich äußerlich nichts verändert hat. Wir werden diese Thematik noch mehr als einmal vertiefen. Sollten Sie aber Probleme im Bereich 2. bis 4. haben, dann schauen Sie hier vorbei. Die deutsche Fassung der Auxilium Christianorum Gebete wird von uns vorbereitet. Sehr gut und erhellend sind auch die Konferenzen von Father Ripperger zu dämonologischen Problemen.

 

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 6. Vor dem Breviergebet.


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Diarium aspirationum – Tagebuch der Stoßgebete

Vor dem Breviergebet

Da wir hoffen, dass Sie alle wenigstens ein Morgengebet, wenn nicht gar das Breviergebet (divinum officium) verrichten, so ist es gut dazu mit dem folgenden Stoßgebet zu schreiten.  Mit dem „Werk Deiner Hände“ ist hier der betende Mensch selbst gemeint, welcher darum bittet von Gott durch seine Gnade beim Beten unterstützt zu werden. Das Werk der Schöpfung – der Mensch – bittet seinen Schöpfer um Hilfe, um dieses Werk der Gerechtigkeit – das Gebet – verrichten zu können. Sehen Sie, es steckt immer bei Kardinal Bona Theologie dahinter und Sie kommen schnell in die Betrachtung.

 

Ante divinum officium
Vocabis me, Domine, et ego respondebo tibi, operi manuum tuarum porrige dexteram tuam.
Vor dem divinum officium

Du wirst mich rufen, Herr und ich werde Dir antworten, erstrecke
Deine Rechte auf das Werk Deiner Hände.

 

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (21) Gutes kommt von Gott, Böses vom Teufel.


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Wie so Vieles bekommt auch der Begriff „Unterscheidung“ (discretio) unter Bergoglio einen schlechten Touch. Katholisch bedeutet es, dass man zwischen objektiv Guten und Bösen unterscheidet, bei Bergoglio bedeutet es, wie man die Gebote Gottes aushebelt, um „frisch drauf los zu sündigen“, um es mit Luther zu formulieren. Aber irgendeine Unterscheidung ist erst dann möglich, wenn ich ein objektives, unveränderliches Kriterium habe, das nicht mit mir selbst identisch ist. Denn es alles, was ich mache, weil es mir Lust bereitet und „gut für die Umwelt ist“, um es mit Amoris Laetitia zu sagen, gut ist, dann braucht ja nichts unterschieden zu werden. Kardinal Bona schreibt, dass alles Gute von Gott und alles Böse entweder vom Teufel direkt oder vom Teufel durch unsere gefallene Natur kommt. Das ist natürlich keine große Überraschung, aber dieser Satz wird erst dann sinnvoll, wenn ich weiß, was das Gute und Böse an sich ist. Ich brauche Offenbarung, welche sich auf Metaphysik stützt, diese wiederum auf Logik. Wenn der Jesuit Spandaro schreibt, dass 2 und 2 in Theologie auch 5 ergeben können, dann argumentiert er diabolisch und ist ein Dummkopf. Ja, der Teufel hasst die Logik, Mathematik hasst er auch und deswegen werden Sie bei den Novu Ordo Leuten keinen stringenten Beweis erleben, sondern das hegelianische Sowohl-als-Auch-Gewusel, bei dem es nichts zu unterscheiden gibt.

Viertes Kapitel.

Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln.

 

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 5. Beim Sonnenaufgang.


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Diarium aspirationum – Tagebuch der Stoßgebete

Beim Sonnenaufgang

Da Mönche und viele Berufsgruppen sehr früh aufstehen, erleben Sie oft den Sonnenaufgang, den man auch mit einem Stoßgebet würdigen kann. Es ist Christus selbst, der die „Sonne der Gerechtigkeit“ genannt wird und der an jedem Tag alle unsere Werke beleuchtet um sie später am Ende unseres Lebensabends zu richten.

 

In ortu solia
Exorere, exorere sol iustitiae, et illustra splendoribus tuis animam meam
Beim Sonnenaufgang
Gehe auf, gehe auf Sonne der Gerechtigkeit und erleuchte meine Seele mit deinen Strahlen.

 

 

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (20) Geistesunterscheidung ist schwierig.


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In einer wirklich langen Vorrede zum vierten Kapitel stellt Kardinal Bona fest, dass die Unterscheidung unserer Antriebe: Gott, Teufel oder ich schwierig ist. Das ist wirklich nichts Neues und man fragt sich, warum er sich wiederholt. Um es klarer zu machen. Kardinal Bona schreibt nämlich nicht, dass die Geistesunterscheidung an sich unmöglich ist, sondern dass der Unterscheidende selbst Schwierigkeiten dabei haben wird. Warum? Weil er in Bewegung ist und keine Außenansicht hat, die sein subjektives Empfinden objektiviert. Der Schreiber dieser Zeilen nimmt seit einem Jahr wieder einmal Gesangsunterricht, welcher darin besteht, dass er singt und seine Lehrerin in dauernd kritisiert. Warum ist das notwendig? Weil Sie selbst, als die Schallquelle, sich objektiv nicht hören. Sie emittieren Laute, welche durch Schallwellen erst jemanden erreichen. Bei bestimmten Lagen ist man objektiv nicht in der Lage sich selbst zu hören und deswegen hat jeder Opernsänger seinen Korrepetitor  der ihm sagt, ob er zu hoch oder zu tief ist. Da das Singen darin besteht bestimmte Bewegungen auswendig zu lernen, wie beim Tanz, so ist es möglich, dass wenn Sie einen Part falsch einstudieren Sie dann diesen Ton immer zu tief oder zu hoch singen werden, ohne sich dessen bewußt zu sein. Dies sind aber keine Fragen des Talents oder stimmlichen Voraussetzungen, sondern Fragen der Physik und der Mechanik. Genauso ist es bei der Geistesunterscheidung bei einem selbst. Man weiß es selbst manchmal nicht und braucht die Außenansicht und eine Korrektur, die leider nicht erfolgt, weil wir keine gläubigen, betenden und ein asketisches Leben führende Priester haben. Sie müssten ja jemanden finden, der Ihnen nicht nur wohlgesonnen ist, sonder der selbst um diese ganze Thematik weiß. Da es solche nicht gibt, publizieren wir hier Kardinal Bona und jammern nicht weiter darüber.  Da das nächste Kapitel von der Ergründung des Herzens handelt, werden wir es mit den Bildern vom Hl. Herzen Jesu illustrieren.

 

Viertes Kapitel.

Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln.

 

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 4. Beim Händewaschen.


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Diarium aspirationum – Tagebuch der Stoßgebete

Beim Händewaschen

Es gibt Berufe, in denen man sich beinahe pausenlos die Hände wäscht, was die meisten Hauttypen gar nicht vertragen. Man kann diese Tätigkeit, die man wirklich mehrmals am Tag verrichtet mit diesem Gebet verknüpfen, wo man sowohl um Kraft als auch um Reinheit bittet. Denn nur diese Gnaden werden uns zuteil, um die wir wirklich bitten.

Cum manus abluis

Da virtutem, Domine, manibus meis ad abstergendam omnem maculam, ut sine pollutione mentis et corporis valeam tibi servire.

Beim Händewaschen

Gib Kraft, o Herr, meinen Händen, damit ich jeden Makel wegwische und so ohne Verunreinigung des Geistes und des Körpers Dir zu dienen vermöge.

 

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (19) Menschliche Antriebe.


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Kardinal Bona schreibt, dass der menschliche Geist einem jeden Menschen angeboren ist. Ein ungetaufter Heide hat also nur einen Geist auf sechs mögliche Geister, die Kardinal Bona beschreibt und hält das für die Welt. Der Schreiber dieser Zeilen lebt und arbeitet unter lauten Atheisten. „Aber gute Menschen“, würde ein Novus Ordo Pfarrer zufügen. Nein, leider keine guten, sehr schlechte Menschen. Es ist die gefallene Natur – natura lapsa, welche von der Erbsünde lädiert und von anderen Sünden wurmstichartig zersetzt ist, wie ein wurmstichiger Pilz, den man im Wald findet. Interessanterweise halten sich all diese Menschen für den Mittelpunkt der Welt und fordern einen quasi-göttlichen Kult für sich, den der Schreiber dieser Zeilen natürlich nicht entgegenbringt. Nein, liebe Leserinnen und Leser, es ist wirklich nicht dasselbe, denn ein Atheist:

  • nimmt die Welt anders war,
  • hat eine ganz andere Hierarchie der Werte,
  • und benimmt sich dementsprechend,
  • es geht die ganze Zeit nur im IHN.

Der menschliche Geist ist also sogut wie nichts, er kann sehr leicht vom bösen Geist aufgrund der Affinität angetrieben werden. Woher also die Aufforderung „des Dialogs mit der Welt“? Daher, dass diese Theologen selbst Atheisten oder noch besser Apostaten sind und mit ihresgleichen schnell eine gemeinsame Ebene finden. Ein Apostat, also ein vom Glauben abgefallener Getaufter, ist in einer schlimmeren Situation als ein ungetaufter Heide. Denn ihm wurd die Gnade gegeben, er hat wenigstens ganz kurz am göttlichen, innertrinitären Leben Anteil gehabt, bevor er wie ein gefallener Engel niederstürzte. Wenn er gar noch ein Priester ist, dann wurde er wirklich mit allen Sakramenten ausgestattet. Der eine gefallene Engel wird von einem anderen gefallenen Engel geleitet. Diese Menschen sind sehr gefährlich. Sie bevölkern Bischofskonferenzen, die römische Kurie, Ordinariate und fast alle Pfarrereien, sie hassen Gott und hassen alle, die sich zu Gott bekennen. Wenn sie Sie auch hassen, dann haben Sie alles richtig gemacht.

 

Drittes Kapitel

Wie weit sich die Unterscheidung der Geister erstrecke. – Mancherlei Bewegungen und Neigungen der Menschen. – Bedeutung des Wortes „Geist“. – Was und wievielerlei der Geist sei. – Es gibt hauptsächlich einen dreifachen Geist, einen in uns, einen zweifachen außer uns.

 

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