Der Seiko-Mariensamstag (5 von 5): Mariensamstag im Brevier


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Mariensamstag im Brevier

Aber die Messe am Mariensamstag ist nur ein Kennzeichen dessen, dass der Samstag Maria gewidmet ist. Ein anderes Kennzeichen ist das Marienoffizium am Samstag im Brevier. Die Grundregel für alle vorkonziliaren Breviere lautet:

An Samstagen, an welchen kein Fest der höheren Klasse zelebriert wird, beten man das Offizium vom Mariensamstag.

Was „ein Fest der höheren Klasse“ bedeutet, werden wir noch erläutern. An dieser Stelle bleibt festzuhalten, dass natürlich das nachkonziliare Brevier mit dieser Tradition bricht, wie mit vielen anderen auch, und einen Mariensamstag bloß zu einer Option macht, nach dem berühmten Spruch: „Alles kann nichts muss“. Wie wir nämlich in der Institutio generalis de Liturgia Horarum des Breviers von Paul VI. im Punkt 240 nachlesen können:

c) Über das Gedächtnis der Heiligen Maria am Samstag

An Samstagen im Jahreskreis, an welchen ein Gedächtnis ad libitum erlaubt ist, kann nach demselben Ritus das Gedächtnis ad libitum der Heiligen Maria mit ihrer eigenen Lesung zelebriert werden.[1]

Dies bedeutet im Klartext, dass man ein Offizium von der Hl. Jungfrau Maria am Samstag aufsagen kann, aber nicht muss.  Wahrscheinlich tut es kaum jemand. Der Schreiber dieser Zeilen hatte es in seinen Novus Ordo-Brevier-Tagen auch nicht getan, weil er es schlichtweg nicht wusste. Er hatte zwar etwas über den Mariensamstag klingen hören, die Übertragung auf das Brevier war ihm aber nicht bekannt. Im Gegensatz dazu ist man in allen vorkonziliaren Brevieren zum Gedenken des Mariensamstages mit einem Marien-Offizium verpflichtet.  So sprechen bspw. die Rubriken des Breviers von Johannes XXIII., welches nach Summorum pontificum wieder legal ist, eine klare Sprache. Wir lesen im Kapitel IX De Sancta Maria in Sabbato folgendes:

  1. An Samstagen, in welchen ein Offizium der Tage der IV. Klasse eintrifft, wird das Offizium von der Heiligen Maria am Samstag aufgesagt.[2]

Diese Regelung gilt mutatis mutandis für das Brevier des Pius XII., für das Divino afflatu-Brevier des Pius X. und für das Tridentinische Brevier. Wenn an einem Samstag kein höheres Fest stattfindet, soll das Samstags-Marienoffizium rezitiert werden und zwar immer. Natürlich sind die Rubriken viel genauer, wir wollen an dieser Stelle diese Details ersparen, welche u.a. woanders nachgelesen werden können.[3] Kurz und gut: Wenn Sie das vorkonziliare Brevier, am Besten in der Form des Tridentinischen Breviers beten, dann erfahren Sie wirklich sehr oft, dass Samstag ein Marientag ist, weil Sie sehr oft, obzwar nicht immer, das Marien-Samstagsoffizium beten. Fängt man den Tag mit Brevierbeten an, so weiß man, dass man es mit einem Mariensamtag zu tun hat, vorausgesetzt, dass tatsächlich einer ist. Betet man am Handy, so zeigt die divinum officium Seite diesen Tag in Blau an. Obwohl außer schwarz die Rubriken sowohl im Missale als auch im Brevier rot gekennzeichnet werden, so kann sich der Schreiber dieser Seiten daran erinnern irgendwo den Mariensamstag auch im Brevier in Blau gekennzeichnet gesehen zu haben.

Die erste Farbe, die man in der Buchdruckkunst angewandt hatte und zwar im Kontext der Messbücher war rot, daher auch die Bezeichnung „Rubrizistik“. Wahrscheinlich kommt die rote Kennzeichnung von irgendetwas, bspw. in den Kalendern oder aber der rote Sonntag bei den meisten Uhren von ebendiesen roten Rubriken.

Der blauen Samstag kommt aber, wie schon erwähnt wurde, fast ausschließlich bei Seiko-Uhren vor. Wenn man auch frühmorgens den Mariensamstag im Brevier nicht beten sollte, was dies wirklich die Wenigsten tun, dann erinnert trotzdem die Seiko-Uhr einen den ganzen Tag lang durch ihren blauen Wochentag an den Mariensamstag. Da der Schreiber dieser Zeilen zurzeit auch am Wochenende arbeitet, so verliert er schnell die Orientierung, welcher Wochentag es ist, da er nicht den üblichen Arbeitswoche- Wochenende-Rhythmus lebt. Diese Uhr erinnert ihn aber nicht nur an den Wochentag, sondern auch an den liturgischen Wochentag, an den blauen Samstag-Marientag und an den roten Christus-Auferstehungssonntag. Auf diese Art und Weise kann er sich auch bei seinen Tagespflichten an die marianischen Geheimnisse am Samstag oder auch an das Sonntagsevangelium erinnern, wenn er auf seine Uhr schaut. Es ist gut sich innerhalb des Tagesablaufs Fixpunkte einzubauen, welche uns an die Gegenwart Gottes oder an die göttliche Liturgie erinnern. Im Himmel hat man einen anderen Rhythmus – die Ewigkeit. Und deswegen erinnert uns die liturgische Fülle, die wir bis zum letzten Konzil mehr oder weniger hatten, an diese Fülle der Ewigkeit, weil wir nacheinander das erleben, was dort wohl auf einmal erlebt wird. Seit der Schreiber dieser Zeilen des Marien-Samstags liturgisch gedenkt also so ca. seit 2012, ist seine Kenntnis der marianischen Geheimnisse gewachsen, aber mehr nach Innen als nach Außen. Wir wollen aber diese inneren liturgischen Inhalte woanders behandeln und wollen hier nur beim äußeren Impuls der Seiko-Uhr bleiben. Ist es nicht verwunderlich, dass eine heidnisch-japanische Uhr uns das liturgische Lob Mariens singt, welcher nach dem Konzil in der allumfassenden – katholischen – Kirche verebbte? Ja, die göttlichen Vorsehung hat manch ein Ass im Ärmel oder Uhr am Handgelenk metaphorisch gesprochen natürlich. Wenn der Schreiber dieser Zeilen den blauen Mariensamstag in seiner Seiko-Uhr betrachtet, dann weiß er, dass alles gut wird, dass das Unbefleckte Herz Mariens triumphieren wird, dass nach der Dunkelheit der Kreuzigung der Kirche ihre Auferstehung stattfinden wird, auf die er mit Maria warten wird. Die Seiko-Uhr hat also eine theologische Durchhalte-Aussage.

Sollten Sie eine Uhr tatsächlich brauchen, die liturgisch orientiert ist, dann ist Seiko eine gute Wahl. Nein, dieser Beitrag ist nicht von dieser Firma gesponsert, was von Nachteil für Seiko, nicht für uns ist, da Seiko an der breitgefassten Mission teilnehmen könnte, dennoch sind diese Uhren sehr zu empfehlen und sie werden auch von Kennern, Sammlern und Fachleuten was ihre Zuverlässigkeit und Robustheit anbelangt hoch gelobt. Da sich die Uhren mit Tages-und Datum-Anzeige im unteren Preissegment bewegen, können Sie sich auf einen Preis zwischen 70 € bis max. 350 € einstellen, die meisten mit einem blauen Mariensamstag kosten um die 150 €, was in der europäischen Uhrenwelt, wenn man deutsche oder schweizerische Marken berücksichtigt, sehr moderat ist. Für ein europäisches Fabrikat dieser Qualität müssten Sie mindestens das Vierfache bezahlen. Die Auswahl bei den Herrenuhren mit Tagesanzeige scheint ein wenig größer als bei Damenuhren zu sein.  So kann Sie eine simple Uhr näher zu Maria und durch Maria zu Jesus führen. Ist das nicht schön?

[1] Liturgia horarum iuxta Ritum Romanum editio typica latera, Vol. I, Libreria Editrice Vaticana 1985, 84.

[2] Breviarium Romanum, T. I, Rubricae Breviarii Romani, 20*, Nova & Vetera 2012.

[3] http://divinumofficium.com/www/horas/Help/Rubrics/R08.txt http://divinumofficium.com/www/horas/Help/rubrics.html

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


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Evangelium des vierten Sonntags in der Fastenzeit

Joh 6, 1 – 15

Jesus fuhr über den Galiläischen See, den See von Tiberias. Eine große Volksmenge folgte ihm, weil sie die Wunder sah, die er an den Kranken wirkte. Da stieg Jesus auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Ostern, das Fest der Juden, war nahe. Als nun Jesus die Augen erhob und die herbeigeströmte Volksmenge überblickte, sprach er zu Philippus: „Woher sollen wir Brot kaufen, daß die Leute essen können?“ – Das sagte er, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er wußte, was er tun wollte. – Philipus antwortete ihm: „Für zweihundert Denare Brot reicht nicht für sie, selbst wenn jeder auch nur ein wenig erhalen soll.“ Einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: „Hier ist ein Knabe, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Allein was ist das für so viele?“ Jesus sprach: „Laßt die Leuge sich lagern.“ Es war nämlich viel Gras an der Stelle. So lagerten sich denn die Männer, etwa fünftausend an der Zahl. Jesus nahm nun die Brote, dankte und ließ sie an alle austeilen, die sich gelagert hatten; ebenso auch die Fische, soviel sie davon wollten. Als sie gesättigt waren, sprach er zu seinen Jüngern: „Sammelt die übriggebliebenen Stücklein, damit sie nicht verderben.“ Da sammelten sie von den fünf Gerstenbroten zwölf Körbe voll Stücklein, die beim Essen übriggeblieben waren.

Als die Leute das Wunder sahen, das Jesus gewirkt hatte, sprachen sie: „Das ist wahrhafdtig der Prophet, der in die Welt kommen soll.“ Da Jesus erkannte, daß sie kommen und ihn mit Gewalt zum König machen wollten, zog er sich wieder ganz allein auf den Berg zurück.

Betrachtung zum Evangelium des vierten Sonntags in der Fastenzeit

O Herr! wie wunderbar ist deine Macht, wie grenzenlos deine göttliche Liebe! Speise auch mich Armen mit dem Worte des Lebens und mit dem Wunderbrode deiner Güte, so wie Du 5000 Menschen mit deiner heilsamen Lehre und mit fünf Broden und zwei Fischen gespeiset hast, die sich unter deinem Segen also gemehret haben, daß noch zwölf Körbe mit dem Uebriggebliebenen konnten gefüllt werden. —

Lieber, getreuer Gott! Du wirkest das Wunder, das Du vor Tausenden von Jahren gewirket hast, noch täglich unter uns, indem deine Güte eine so große Menge Getreides wachsen läßt, daß davon Millionen von Menschen gespeiset werden. Und dennoch, o Gott! gibt es so viele, die deiner Güte nicht den schuldigen Dank zollen! Darum verleihe, Allmachtiger, daß Alle deine segensreichen Wunderthaten recht erkennen und dafür immer dankbar seyn, Dir nachfolgen und dein heiliges Wort gerne anhören mögen, damit sie hier und dort durch Dich gespeiset werden, der Du die rechte Ersättigung der Auserwählten bist. Amen.

Kollekte zum vierten Sonntag in der Fastenzeit

Verleihe, wir bitten Dich, allmächtiger Gott! daß wir, die wir aus eigenem Verschulden für unsere Handlungen gezüchtiget werden, durch den Trost deiner Gnade Erleichterung finden. Amen.

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


Evangelium des Festes Mariä Verkündigung

Lk 1, 26 – 38 Im sechsten Monate ward der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa mit Namen Nazareth zu einer Jungfrau, die verlobt war mie einem Manne namens Joseph, aus dem Hause Davids. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sprach: „Gegrüßt seist du, voll der Gnade; der Herr ist mit dir. [Du bist gebenediet unter den Weibern.]“ Bei diesen Worten erschrak sie und dachte nach, was dieser Gruß bedeute. Der Engel sprach zu ihr: „Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast Gnade gefunden bei Gott. Siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären. Dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und der Sohn des Allerhöchsten genannt wrden. Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird herrschen über das Haus Jakob in Ewigkeit, und seines Reiches wird kein Ende sein.“ Maria sprach zu dem Engel: „Wie wird das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“ Der Engel erwiderte ihr: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das [aus dir] geboren wird, Sohn Gottes genannt werden. Siehe, auch Elisabeth, deine Verwandte, hat in ihrem Alter noch einen Sohn empfangen, und sie, die für unfruchtbar gilt, zählt schon den sechsten Monat. Denn bei Gott ist nichts unmöglich.“ Da sprach Maria: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Worte.“ Und der Engel schied von ihr.

Betrachtung zum Fest Mariä Verkündigung

Allerseligste Jungfrau Maria! Dein Erschrecken und deine Verwirrung über die Botschaft des Engels lehren mich, in dir das schönste Beispiel der Demuth und Schamhaftigkeit zu verehren; denn du würdest aus Liebe zur Reinigkeit sogar die Ehre der Mutterschaft Gottes ausgeschlagen haben, wenn du dieselbe nicht anders, als mit Verlust deiner Jungfrauschaft hättest erhalten können.

O Maria! die du voll der Gnaden Gottes, die du ob deiner vielen Tugenden aus allen Weibern zu der Mutter des Allerhöchsten bist erwählt und mit der Gnade des Vaters des Allmachtigen, mit der kindlichen Zuneigung des Sohnes, des Menschgewordenen, und mit der heiligen Liebe des Geistes, des Seligmachers, bist begabt worden; o du höchste Zierde, du Königin des Himmels und der Erde! bleibe meine liebevolle Fürsprecherin, beschütze und schirme mich auf allen meinen Lebenswegen, und sey mir in den Tagen der Gesundheit, in den Stunden des Krankenlagers und in den Augenblicken des irdischen Absterbens eine gnädige und huldvolle Mutter.

Kollekte zum Fest Mariä Verkündigung

Kirchengebet.

O Gott! der Du gewollt hast, daß dein Wort auf die Verkündung des Engels vom Leibe der seligsten Jungfrau Fleisch annehmen sollte; verleihe unsern flehentlichen Bitten, daß uns, die wir sie wahrhaft als Gottesgebärerin erkennen, durch ihre Fürbitte bei Dir geholfen werde durch eben denselben unsern Herrn Jesum Christum. Amen.

 

 

 

 

 

 

Der Seiko-Mariensamstag (4 von 5): Votivmesse am Samstag und Maria


Votivmesse an Samstag ist Maria gewidmet

Schon im VIII Jhdt. sind Votivmessen zur Ehren der Mutter Gottes nachweisbar. Im 9. Jahrhundert verbreitete sich die Gewohnheit, den Samstag ganz Maria zu weihen.[1] Es war aber der Hl. Alkuin (735-804), der Benediktiner, welcher am Hof Karls des Großen wirkte und die karolingische Liturgiereform vorantrieb, diesmal zur Abwechslung eine positive, welcher wir den Mariensamstag verdanken. Wie der Seite Marian Catechist Apostolate, die wir hier fast wörtlich zitieren zu entnehmen ist:

„Alkuin verfasste verschiedene Formeln für Votivmessen für jeden Tag der Woche, darunter zwei zur Ehren Mutter Gottes am Samstag. Diese Praxis wurde schnell und begeistert sowohl von Klerus und Laien angenommen, die Messe [Alkuins] zur Ehre der seligen Jungfrau Maria am Samstag wurde wahrscheinlich zum Commune[2] zur Ehre der seligen Jungfrau Maria der nachfolgenden Messbücher.

Es gab mehrere theologische Gründe diesen Tag Maria zu widmen. Ein Missale aus dem XV. Jhd. gibt mehrere dieser Gründe in einem Hymnus an: Samstag ist der Tag, an dem die Schöpfung vollendet wurde; daher wird er auch als Tag der Erfüllung des Heilsplans gefeiert, dessen Verwirklichung durch Maria stattfand. Sonntag ist der Tag des Herrn, so schien es angebracht, den Vortag als den Tag Mariens zu begehen. Darüber hinaus, wie Genesis beschreibt, Gott ruhte am siebten Tag, Samstag. Der siebte Tag, und der jüdische Sabbat ist Samstag; wir ruhen am Sonntag, weil wir die Auferstehung als unseren Sabbat feiern. Parallel dazu ruhte Jesus im Schoß Mariens und anschließend in ihren liebenden Armen von der Geburt an bis zu dem Zeitpunkt, als sie seinen leblosen Körper am Fuße des Kreuzes hielt; so lässt sich sagen, dass Christus-Gott in Maria ruhte.

Die großen Theologen des 12. und 13. Jahrhunderts, Hl. Bernhard von Clairvaux , Thomas von Aquin und Bonaventura, erklärten die Widmung des Samstags an Maria durch die Grabesruhe  Christi. An diesem ersten Karsamstag, während alle anderen Christus verlassen hatten, hielt Maria an ihrem Glauben fest, indem sie nicht für einen Moment am Versprechen ihres Sohnes aufzuerstehen zweifelte. Wie in dem päpstlichen Dokument Direktorium zur Volksfrömmigkeit und Liturgie angegeben wurde, wird der Samstag als Gedenken der Jungfrau Maria gefeiert als „eine Erinnerung an das mütterliche Vorbild und Jüngerschaft der Seligen Jungfrau Maria, welche, durch Glauben und die Hoffnung gestärkt, am Karsamstag an dem unser Herr im Grabe lag, die einzige unter den Jüngern Jesu war, welche eine Wache in der Erwartung der Auferstehung des Herrn hielt; Samstag ist also ein Auftakt und Einführung in die Feier des Sonntags, welcher das wöchentliche Gedenken der Auferstehung Christi ist; der Samstag ist ein Zeichen dafür, dass die „Jungfrau Maria ständig gegenwärtig und wirksam im Leben der Kirche ist.“

Der Brauch Samstagsmessen Maria zu widmen, wurde vor allem in den Klosterkirchen von verschiedenen Ordensgemeinschaften gefördert und  konnte sich schnell in der ganzen Kirche verbreiten. Daher erhielt in den frühen christlichen Jahrhunderten  der Samstag einen marianischen Unterton und gerade dieser Tag wurde mit Maria verbunden.

Während des zweiten Jahrtausend des Christentums, haben andere große Seelen diese frommen Andachten gefördert und verfeinert. Kardinal Petrus Damiani († 1072) förderte die Feier der Marien-Samstage. Während der Zeit der Kreuzzüge, startete Petrus von Amiens mit einer Vortruppe der Kreuzritter Richtung Konstantinopel an einem Samstag, dem 8. März 1096, wobei er sich  unter den Schutz der seligen Jungfrau stellte. Papst Urban II (1088-1099) ermahnte die Gläubigen die kleinen Horen zu Ehren der allerseligsten Jungfrau für die Kreuzfahrer zu beten.

In den folgenden Jahrhunderten wurden die Mariensamstage in mehreren Andachten der Partikularkirchen zum Ausdruck gebracht. Dies war der Tag, an dem die Gläubigen zu pilgern anfingen. Sodalitäten tagten an Samstagen und nannten es die Bruderschafts-Samstage oder Kongregations-Samstage. Die sieben Farben oder Schmerzen Mariens wurden an einigen Orten an sieben aufeinander folgenden Samstagen bedacht. Die 15 Samstage zu Ehren von Maria der Rosenkranz-Königin, welcher vor dem Fest am 7. Oktober gehalten wurden, erinnerten an die fünfzehn Absätze des Rosenkranzes; in einigen Gegenden war dies der Tag, an dem die Pflanzen und die Ernte gesegnet wurde. Eine irische Version der Samstag-Andachten zu Maria ist unter der Bezeichnung fünfzehn Samstage des Rosenkranzes bekannt. Die Andacht besteht darin die heilige Kommunion zu empfangen und mindestens fünf Gesätze des Rosenkranzes irgendwann im Laufe des Tages oder am Abend an fünfzehn aufeinander folgenden Samstagen aufzusagen oder in anderer Weise diese Geheimnisse zu betrachten. Die Drei Golden Samstage, die auf das Fest des heiligen Michael folgten und festlich in Österreich, Böhmen und Bayern gefeiert wurden hingen mit dem Empfang der Sakramente zusammen und wurden feierlich, meistens an Pilgerstätten, begangen. Die Spuren der Feste sind immer noch heute in diesen Kulturkreisen zu finden.

Die wachsende Andacht zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis, welche durch die Franziskaner eingeführt wurde, trug auch dazu bei die Marien-Samstage zu fördern. Im Jahr 1633 bestimmt das Kapitel dieses Ordens, dass eine heilige Messe zu Ehren dieses Geheimnis gefeiert werden sollte.

Vatikanum II mit seinen liturgischen Reformen hat die Praxis der Messen zu Ehren Unserer Lieben Frau nicht abschafft. Ein neues Sacramentar und Lektionar wurden mit 46 Optionen für Votivmessen zu Ehren Unserer Lieben Frau veröffentlicht. […]“[3]

Zwar stimmt es, dass das Vat. II die Mariensamstage nicht abgeschafft hatte, sie kommen aber kaum vor, besonders nicht in deutschsprachigen Ländern. Sie haben Samstag eine Sonntagsvorabendmesse. Das war’s dann schon. In anderen Ländern gibt es am Samstag einen „liturgischen Pluralismus“, denn Sie treffen Priester, welche:

  1. Eine normale Samstagsmesse zelebrieren nach ihrem Gutdünken.
  2. Eine Messe zum nichtobligatorischen Heiligenfest, der auf diesen Samstag fallen kann.
  3. Eine Mariensamstags-Messe.
  4. Eine Sonntagvorabendmesse.

All das ist legal und verstößt nicht gegen die Novus Ordo Rubriken, da sich der Priester, nach den „pastoralen Bedürfnissen“ ausrichten sollte, was meistens seiner eigenen Faulheit gleichkommt, denn die gefallene Natur wählt den Weg des geringsten Widerstandes, wenn sie partout nicht zu etwas gezwungen wird. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass kaum ein Katholik oder ein katholischer Priester, der U-70 Generation, weiß, dass Samstag der Marientag ist und warum er es ist. Wir hoffen auf diesem Wege diese Lücke zu schließen.

[1] http://mariadichlieben.blogspot.de/2011/11/mariensamstag.html

[2] Unter Commune (lat. gemeinsam) versteht man die gleichbleibenden Teile einer Messe, welche zum Ehren bspw. eines Bekenners, einer Jungfrau, der Hl. Jungfrau Maria zelebriert werden. Dies gilt für die kleineren Feste von Heiligen, welche keine eigene Messtexte, des Propriums, haben.

[3] http://www.mariancatechist.com/formation/mary/saturdays/

Der Seiko-Mariensamstag (3 von 5): Permutationen des Novus Ordo


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Permutationen der NOM

Warum ist es bei NOM nicht möglich in die Tiefe zu gehen? Aus zweierlei Gründen. Es ist entweder immer dasselbe: Zweiter Messkanon oder es ist ein permanentes Chaos bzw. zu viele neue Informationen auf einmal, da man auch ganz genau nach den nachkonziliaren Rubriken zelebrierend, schier eine unendliche Permutation- oder Optionsmöglichkeit hat. Ein polnischer Blogger hat es doch tatsächlich ausgerechnet wie viele legale, also rubrizistisch-korrekte, Optionen es für die Novus Ordo Messe gibt.[1] Das Adjektiv „polnisch“ ist insofern wichtig, dass es in anderen Ländern auch mehr oder weniger Optionen geben kann, welche von den jeweiligen Bischofskonferenzen zugelassen wurden und von der Ritenkongregation approbiert worden sind. Es hat noch kein begnadeter Mathematiker errechnet wie viele legale Novus Ordo Optionen es für die ganze Kirche gibt, wozu wir jetzt anstiften. Für Polen gibt es sage und schreibe 516.096.000fünfhundertsechzehn Millionen sechsundneuzigtausend Optionen, welche sich wie folgt zusammensetzen:

  • Begrüßung – 5 Varianten
  • Bußakt –
    • 4 Varianten
    • Dritte Variante des Bußaktes – 11 verschiedene Anrufe zur Wahl (+ Möglichkeit eigene zu kreieren)
    • Insgesamt: 14 Varianten
  • Kyrie – 2 Varianten
    • Sogar 3, denn wenn die 3 und 4 Variante des Bußaktes gewählt wurde, so entfällt das Kyrie
  • Credo – 2 Varianten
    • Sogar 3, wenn eine Taufmesse stattfindet
  • Fürbitten – 4 Varianten (man kann eigene kreieren)
  • Gabenbereitung – 2 Varianten
  • Präfation – 10 Varianten
  • Hochgebet – 18 Varianten (in Polen)
  • Doxologie [„Durch Ihn und mit Ihm etc.“] – 2 Varianten
  • Einführung zum Vater unser – 8 Varianten
  • Domine, qui dixisti [„meinen Frieden etc.“] – 5 Varianten
  • Gebet vor der hl. Kommunion – 2 Varianten
  • Aussendung – 2 Varianten

All dies ergibt die staatliche Zahl der möglichen Permutationen von: 5x4x14x2x2x4x2x10x18x2x8x5x2x2 = 516.096.000.

Und deswegen, lieber deutschsprachiger Leser, aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehen andere katholische Nationalitäten, die in Ihrem Land leben, wie Portugiesen, Kroaten, Polen, Filipinos oder andere ausschließlich oder vorwiegend in ihre eigene quasi nationale oder muttersprachliche Messe. Es ist nicht nur deswegen, weil sie kein Deutsch können, Sie und ihr Land ablehnen oder bei dieser Messe ein wenig Heimatgefühl vorfinden wollen. Die Ausländer haben einfach bei den NOM-Messen in ihrer Landessprache denselben liturgischen Rhythmus, der ihnen beim Beten hilft! Bei osteuropäischen Messen werden alle festen Teile wie Kyrie, Gloria, Credo etc. entweder ganz rezitiert oder ganz gesungen und zwar nach denselben Melodien und nicht wie in Deutschland oder in Österreich der Fall ist nach verkürzten, schrecklichen Liedfassungen, die ständig abwechseln und keine liturgische Handlung im eigentlichen Sinne darstellen sowie gegen die NOM-Rubriken verstoßen. Diese bestimmen nämlich wie folgt:

„Der Text dieses Hymnus kann nicht gegen einen anderen ausgetauscht werden. […] Wird es nicht gesungen, ist es von allen gemeinsam oder von zwei sich abwechselnden Gruppen zu sprechen.“ (53)[2]

Aber sollten Sie exakt nach den Rubriken zelebrieren, so bieten Ihnen diese einfach sehr viele legale Möglichkeiten, sodass die Messe vom Priester X immer legalerweise anders sein kann als die vom Priester Y. Spaltung, Neid und Feindschaft sind da vorprogrammiert. Aber Novus Ordo macht es möglich, sodass es kaum möglich ist, dass auf der ganzen Welt an demselben Tag exakt dieselbe katholische Messe zelebriert wird. Deswegen ist auch keine „Reform der Reform“ möglich, weil die Ausgangsprämissen der Liturgiereform, pardon, der Liturgierevolution Zerstörung und Entkatholizisierung waren! Bei der Einheit des Kultes ist eine Einheit des Glaubens möglich, bei der Spaltung oder beim Schisma des Kultes kommt es zu keiner Einheit des Glaubens, was uns jetzt mehr als deutlich Papst Franziskus vor Augen führt. Vor dem Konzil war alles durchreguliert und Sie hatten die Votivmessen, welche jetzt theoretisch auch möglich sind, dennoch praktisch kaum stattfinden.

[1] http://www.traditia.fora.pl/zmiany-po-svii-nom-novus-ordo-missae,6/na-ile-sposobow-mozna-odprawic-nowa-msze,10136.html

[2] Missale Romanum Editio Typica Tertia 2002, Grundordnung des römischen Messbuchs, Vorabpublikation

zum  Deutschen Messbuch (3.Auflage), Hsg. Deutsche Bischofskonferenz 2007.

Der Seiko-Mariensamstag (2 von 5): Votivmessen an Wochentagen


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Samstag der Marientag oder die Votivmessen an Wochentagen

Warum ist eigentlich Samstag Maria gewidmet? Dies hängt mit den Rubriken des Missale und des Breviers zusammen. Da das Jahr 365 Tage hat und nicht jeder Tag einem Heiligen gewidmet war, je früher die Zeit z.B. IX Jhdt. desto weniger Heiligenfeste, so entstand wenigstens sei dem VIII Jhdt. der Brauch Messen an bestimmten Wochentagen, an denen kein Christus- oder Heiligenfest fiel und es sich natürlich um keine hohen Feste wie Ostern, Weihnachten etc. handelte, die sog. Votiv-Messen zu zelebrieren.[1] Unter Votiv-Messen (vom lat. votum – „Gelübde, Anliegen, Bitte“) versteht man Messen, die in besonderen Anliegen an einen speziellen Fürsprecher zelebriert werden. Ohne jetzt im Detail auf die Entwicklung der Votivmessen innerhalb der ganzen Kirchengeschichte eingehen zu wollen, so lässt sich sagen, dass vor dem letzten Konzil an bestimmten Wochentagen Votivmessen zelebriert werden konnten und sollten. Dies bedeutet klipp und klar, da in der vorkonziliaren Liturgie wirklich alles durchreguliert war, was nicht nur ein japanisches Herz erfreute, dass ein Priester an einem Wochentag, an dem kein Fest der I. oder II. Klasse fällt, an einem liturgischen Wochentag der III. oder IV. Klasse eine Votivmesse zelebrieren sollte. Soweit die Rubriken des letzten vorkonziliaren Missale aus dem Jahre 1962,[2] wie es in den früheren Messbüchern angeordnet wurde, entzieht sich zurzeit unserer Kenntnis. Es wird aber ähnlich gewesen sein, obwohl sich die rubrizistische Terminologie änderte, da man z. B. von Duplex oder Simplex-Festen sprach. Votivmessen für die Wochentage sehen aber wie folgt aus:

Montag

Zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit

Dienstag

Zu Ehren der heiligen Engel

Mittwoch

Zu Ehren des heiligen Joseph

Zu Ehren des heiligen Apostel Petrus und Paulus

Zu Ehren aller Apostel

Donnerstag

Zu Ehren des Heiligen Geistes

Zu Ehren des Allerheiligsten Altarsakramentes

Zu Ehren des ewigen Hohenpriesters Jesus Christus

Freitag

Zu Ehren des Heiligen Kreuzes

Zu Ehren der Passion des Herrn

Zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu

Samstag

Zu Ehren der Heiligen Mutter Gottes

Da uns im Moment nur die Votivmessen an bestimmten Wochentagen interessieren, so lassen wir andere Votivmessen, also Messen in besonderen Anliegen, an dieser Stelle aus.[3] All diejenigen, welchen im Religionsunterricht oder im Studium gesagt wurde, dass die vorkonziliare Liturgie „langweilig“ war, weil „immer dasselbe“ kam, wird hier eines Besseren belehrt. Es war natürlich umgekehrt: jeden Tag kam etwas anderes, von den festen Teilen der Messe abgesehen und Sie wurden durch die Liturgie immer tiefer in das Geheimnis der Kirche eingeführt. Heute hören Sie nur den Zweiten Messkanon, weil der kürzeste ist, manche basteln sich ihre eigenen Kanones zurecht, meistens sind schlohweiße Alt-Jesuiten, die mit einem eigenen Ordner, statt des Missale auf dem Altar erscheinen, sodass Sie geistlich gesehen immer an den Rändern der Oberflächlichkeit bleiben, ob Sie wollen oder nicht, seitdem es die Priester sind, welche „die Liturgie machen“ und nicht mehr die Kirche.  Wir werden uns an dieser Stelle auch nicht der Frage widmen: wann, welche Votivmesse wo, durch wen und warum eingeführt worden ist, obwohl diese Informationen durchaus eruierbar sind und manche unserer Leser es auch sicherlich wissen. Wir wollen nur sagen, dass auch an den Tagen, an denen es kein Heiligengedenken gab, was am Anfang des XX Jhdts. immer seltener wurde, die Gläubigen an jedem einzelnen Wochentag auf eine andere Art und Weise geheiligt wurden. Da es sich zyklisch wiederholte, so ging man in die Zeit in die Tiefe, wozu uns die nachkonziliare Liturgie wirklich keine Chance gibt.

[1] http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/schottintro/index.html#SECTION02240000000000000000

[2] http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/schottintro/index.html#SECTION02240000000000000000

[3] Nachzulesen z.B. hier. http://www.peterskirche.at/messbuch/Messen.htm http://www.praxis-gottesdienst.net/lexikon/lexikon_detail.html?k_beitrag=3443264&bstabe=3382095

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


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Evangelium des dritten Sonntags in der Fastenzeit

Lk 11,14 – 28

Jesus trieb einen bösen Geist aus, der stumm war. Als der böse Geist ausgefahren war, konnte der Stumme reden. Die Volksscharen staunten darüber. Einige aber von ihnen sagten: „Durch Beelzebub, den Anführer der bösen Geister, treibt er die Geister aus.“ Andere wollten ihn auf die Probe stellen und verlangten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Er aber kannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: „Jedes Reich, das in isch selbst uneins ist, zerfällt und ein Haus stürzt über das andere. Wenn und der Satan mitsich selbst uneins ist, wie soll da sein Reich Bestand haben? Ihr sagt ja, ich triebe die bösen Geister durch Beelzebub aus. Wenn ich durch Beelzebub die bösen Geister austreibe, durch wen treiben dann eure Söne sie aus? Sie werden darum eure Richter sein. Wenn ich aber duch den Finger Gottes die bösen Geister austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.

Wenn ein Starker bewaffnet seinen Hof bewacht, so ist sein Besitz in Sicherheit. Wenn aber ein Stärkerer ihn überfällt und ihn überwindet, so nimmt er ihm die Waffenrüstung, auf die er sich verließ, und verteilt, was er bei ihm erbeutet hat. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.

Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, scsheift er durch die Steppen und sucht sich eine Ruhestätte, findet aber keine. Dann sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehrren, aus dem ich ausgezogen bin. Und er kommt und findet es ausgekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und holt noch sieben andere Geister, die schlimmer sind als er. Sie ziehen ein und wohnen dort. Und die letzten Dinge eines solchen Menschen werden ärger sein als die ersten.“

Während er so redete, rief eine Frau aus dem Volke ihm zu: „Selig der Leib, der dich getragen, und die Brust,die dich genährt hat!“ Eraber sprach: „Viel mehr noch selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen!“

Betrachtung zum Evangelium des dritten Sonntags in der Fastenzeit

Durch die herrlichsten Wunder hast Du, o Herr! deine Gottheit geoffenbaret und deine Allmacht über die Hölle bewiesen. Eröffne auch uns, wie dem Taubstummen, Mund und Herz, und treibe den

bösen Feind von uns ab, damit wir mit gestärktem Glauben den gebührenden Dank für die täglichen Wunder unserer Bewahrung und Versöhnung darbringen! Friede, Demuth und deine Gnade gib

uns, o Herr! damit wir, jeder nach seinem Stande, für Dich und die Ausbreitung deines Reiches arbeiten. Und da nur deiner Kirche auf Erden stets dein Beistand gegeben ist, so laß uns nimmermehr von Dir und deiner heiligen Kirche weichen, sondern dein und ihr Wort fleißig hören und behalten! Eröffne unsere Augen und unsern Mund, damit wir deinen göttlichen Willen erkennen, unsere Sünden beichten, uns bessern, und dein Lob ohne Unterlaß verkünden, und unser Leben selig in deiner Gnade beschließen, nach diesem Leben aber mit deinen Auserwählten an deinem Reiche Theil haben !

Kollekte zum dritten Sonntag in der Fastenzeit

Kirchengebet.

Wir bitten Dich, allmächtiger Gott! sieh gnädig auf unser demüthiges Gebet hernieder, und strecke, uns zu beschützen, die rechte Hand deiner Majestät aus! Amen.