Vom Schmutz und den Abwehrkräften


Saint_Paul_the_hermit

Bei der Durchsicht der traditionellen Seiten oder der überhaupt konservativ-religiösen Seiten macht sich Unmut und Verzweiflung breit, weil man fast ausnahmslos den Schmutz des Franziskus-Pontifikats, seine Skandale und dementsprechend scharfe Polemik findet. Das ist normal, denn auf Aktion folgt Reaktion. Der vermeintlich konservative Katholizismus schmilzt zusammen, wie der Schnee in der Frühlingssonne, der Kaiser ist nackt, was uns gar nicht fröhlich stimmt. Viele Menschen verlieren den Glauben, manche Neokonservative werden zu Traditionalisten und viele Seelen rasen auf die Hölle zu. Als der hl. Paulus der Einsiedler mit 15 in seine Hölle während der arianischen Apostasie kroch, wo er mit 105 starb, so hat er wirklich nichts verpasst, sondern seine eigene Seele gerettet und den hl. Antonius am Lebensende unterrichtet, der dieses Wissen an seine eigenen Schüler weitergab.

Wir geben uns Mühe wenig vom und aus dem Vatikan zu berichten, weil es niemandem hilft und unseren Seelen nur schadet. Ist es nicht besser für die eigene Heiligung zu sorgen und sich eine kleine, heile Welt in seiner eigenen Einsiedlerhöhle zu schaffen, wie einst der hl. Paulus der Einsiedler? Natürlich ist es das! Seien wir Gott für Franziskus dankbar, denn er ist wie eine Seuche, welche die Krankheit der nachkonziliaren Kirche offenlegt und diese jetzt konsequent zerstört. Stichwort Amazonas-Synode, Abschaffung des Zölibats, die Neue Ökumenische Messe.

Warum lässt Gott es zu?

Weil die Menschen nach 1962 oder schon früher auf seiner heiligen Kirche eine eigene Menschenmachkirche erbaut haben, welche nicht göttlich, sondern gnostisch ist. Mit eigenen Lehren, mit eigener Liturgie und Hierarchie. Diese schlitterte immer mehr in eine Apostasie, die jetzt offenbar wird. Deswegen wird die Reinigung sehr schmerzlich sein, denn diese neue Nicht-Kirche wird bis auf die Fundamente zerstört werden. Es ist wie beim Zahnarzt. Manchmal haben Sie solch eine große, verbrauchte Plombe und so wenig Zahn, dass die ganze Plombe abgetragen werden muss, um etwas Neues auf dem Zahn zu konstruieren.

Das hat es schon alles gegeben: den Abfall und die Strafe

Dann werde ich mein Urteil über sie sprechen und sie strafen für alles Böse, das sie getan haben, weil sie mich verlassen, anderen Göttern geopfert und das Werk ihrer eigenen Hände angebetet haben. (Jer 1,16)

Denn mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich hat es verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, um sich Zisternen zu graben, Zisternen mit Rissen, die das Wasser nicht halten. (Jer 2,13)

Weil dieser Abfall aber präzedenzlos ist, so wird die Strafe auch sehr hart ausfallen. Als Konsequenz des Großen Abendländischen Schismas gab es die schwarze Pest, als Konsequenz der Renaissance-Kirche die Reformation mit den nachfolgenden Religionskriege bis 1648, als Konsequenz der Verweltlichung Frankreichs und des Jansenismus die Französische Revolution, als Konsequenz der späteren Sünden den ersten und den zweiten Weltkrieg. Warum will das keiner sehen? Gott straft sehr wohl! Die schlechten Geistlichen und die schlechten Katholiken haben nicht überlebt, auch die guten kamen um, als Sühneopfer, es musste eine neue Generation heranwachsen, die Gutes schuf. So sieht es doch auch jetzt aus, insbesondere in Deutschland, überalterte Orden, keine Priesterberufungen (76 Priesterweihen in Deutschland im Jahre 2017) und 6 Milliarden Kirchensteuer im letzten Jahr. Sie und uns kann die Strafe Gottes auch treffen, wenn sie wirklich kosmisch ausfallen sollte. Warten wir es ab. Halten wir uns im Gnadenstand und arbeiten an unserer eigenen Heiligung. Richten Sie Ihre Auxilium christianorum-Ecke, schaffen Sie sich einen Hausaltar und schicken Sie uns die Bilder. Das ist doch etwas Positives!

Wir wollen hier weniger Schmutz und mehr Erbauliches präsentieren, damit wir alle nicht verzweifeln, sondern wenigstens hier im Internet uns aufladen können und von den schlechten Nachrichten fernhalten können. Aber Schmutz ist auch wichtig, denn er macht immun. Viele wissen nicht, dass Kinder die durch Kaiserschnitt zur Welt kommen ein schwächeres Immunsystem haben. Warum? Weil das Kind durch die natürliche Geburt aus dem Darmtrakt der Mutter mit dem Mund, nun ja, die Überreste des Kots aufsaugt und diese seine eigene Darmflora anregen und für ein lebenslanges, gutes Immunsystem sorgen. Es ist also nicht umsonst, nicht unhygienisch, es ist die Natur, von Gott gemacht. So soll es auch uns mit den Skandalen aus der Kirche ergehen. Ja, sie sind ekelhaft und nach Franziskus wird herauskommen, was im Vatikan wirklich passiert und woanders auch, viele werden auch deswegen den Glauben verlieren, aber manche werden härter, immuner und werden gesunden, indem sie auf Gott schauen. Seien wir Gott dankbar, dass er uns in dieser harten Zeit leben lässt, damit wir uns bewähren können. Amen.

 

Advertisements

Messandacht – Hausmesse


Hausaltar

Da uns allen passieren kann, dass wir wirklich nicht zur heiligen Messe gehen können, daher anbei eine Hausandacht für den Notfall von davillatollkuehn zusammengestellt.

(Für Kranke, und wenn man sonst verhindert ist, in die Kirche zu gehen).

O Allerheiligste Dreifaltigkeit, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. DU weißt, daß ich jetzt gerne in die Kirche gehen und die heilige Messe anhören möchte. Weil ich mich aber nicht dabei einfinden kann, so schließe ich mich in alle Messen ein, die jetzt überall gelesen werden, und verlange, mit DEINEM Priester und allen frommen Gläubigen Jesus Christus da anzubeten, aufzuopfern und zu genießen. Laß, o mein Gott, mich teilnehmen an den Verdiensten Jesu Christi der sich für alle DIR, seinem himmlischen Vater unblutigerweise opfert, und mit dessen göttlichem Opfer ich mich im Geiste vereinige. Mit IHM und durch IHN verlange ich DICH o Gott, auf die kräftigste Art und Weise zu lieben, zu loben, zu verehren, zu bitten und DIR zu danken, Genüge zu leisten für alle DIR zugefügten Beleidigungen, alle Sündenschuld abzutragen und aller SEINER Verdienste, die uns durch das Opfer der Heiligen Messe zukommen, teilhaftig zu werden. Nimm also, o gütigster Vater im Namen Jesu, dieses Opfer an zu meinem und aller Menschen Heil und gib mir um desselben willen alle nötigen Gnaden. DIR lebe ich, DIR sterbe ich, DEIN will ich sein im Leben und im Tode.

Aufopferung der heiligen Messe als ein Anbetungsopfer

O Allerheiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, ich glaube fest an DICH, und bete DICH mit tiefster Ehrfurcht und Demut an! Zu DEINEM  Lobe hast DU mich erschaffen, im heiligen Taufbunde, den ich mit DIR geschlossen habe, habe ich mich verpflichtet, DIR in beständiger Liebe zu dienen, und DU hast mir dafür die ewige Glückseligkeit versprochen. Und doch muß ich reumütig bekennen, daß ich DICH oft vergessen, DICH selten nach meiner Pflicht würdig gelobt habe, und in DEINEM Lobe und heiligem Dienste sehr nachlässig gewesen bin. Um nun diese Versäumnis meiner Pflichten wieder gut zu machen, will ich künftig eifriger in DEINEM Dienste sein, jetzt aber dieser und im Geiste allen heiligen Messen andächtig beiwohnen, und sie alle DIR durch die Hände aller Priester zu DEINEM immerwährenden Lobe aufopfern. Denn in dieser und allen heiligen Messen lobt DICH unser Herr Jesus Christus aus ganzer Macht SEINER Gottheit, aus aller Kraft SEINER  Menschheit, und aus dem innersten Grunde SEINES Herzens. Er wiederholt alles Lob, welches ER DIR einst auf Erden dargebracht hat und wodurch ER für unsere Versäumnisse Genugtuung geleistet hat. Dieses tut DEIN göttlicher Sohn für alle und auch für mich armen Sünder; aus freier Liebe schenkt er mir SEIN göttliches Lob, um es DIR aufzuopfern, als wenn es das Opfer meines eigenen Mundes wäre.

So bringe ich DIR denn das göttliche Lob meines Jesus durch SEIN süßes Herz als mein Eigentum dar, in der Kraft des Heiligen Geistes und in Vereinigung mit SEINEM höchsten Lobe, das ewig eine jede göttliche Person der anderen gibt. Ich opfere DIR also dasselbe auf zu DEINEM ewigen Wohlgefallen und zum vollkommenen Ersatze allen Lobes, welches ich DIR zu leisten unterlassen habe, sowie auch zum völligen Ersatze für alle Schmach, die wir Menschen von jeher DEINER höchsten Majestät zugefügt haben. Darum freue ich mich, daß alles Lob Jesu durch die heilige Messe mein eigen wird, und ich es DIR als meine Eigenes, doch aber als ein göttliches, unendliches darbringen kann; denn weil das Lob von einer göttlichen Person, vom Sohne Gottes geschieht, so ist es göttlich, weil es göttlich ist, so ist es unendlich, weil es aber unendlich ist, so übertrifft es das Lob der Engel und der Heiligen und preist DICH, o Gott, so hoch, als DU gelobt und gepriesen zu werden würdig bist. Ich bitte DICH vertrauensvoll und demütig, verzeihe mir meine bisherige Nachlässigkeit in Deinem Lobe und verleihe mir, daß künftig mein ganzes Leben ein beständiges Lobopfer vor DIR werde, bis ich einst im Himmel DICH ewig preisen werde. Amen.

Aufopferung der heiligen Messe als eines Lob- und Dankopfers  

Unzählbar sind, o Gott und Vater, die Wohltaten, die DU mir, DEINEM unwürdigen Geschöpfe, mein ganzes Leben hindurch an Leib und Seele erwiesen hast. Ich vermag sie nicht auszusprechen und noch viel weniger zu vergelten. Aber undankbar gegen DICH darf ich nicht sein und DEINEN Gnadenbrunnen mir nicht verstopfen. Darum höre ich jetzt geistiger Weise diese und alle heiligen Messen an, die heute auf allen Altären der Christenheit gelesen werden, und opfere sie DIR auf durch die Hände der Priester, um DIR dadurch für alle mir erwiesenen Wohltaten auf die würdigste Weise zu danken und sie zu vergelten. Zwar weiß ich wohl, daß ich durch keine Gabe dieser Welt diese DEINE liebreiche Freigebigkeit vergelten kann, aber das göttliche Messopfer ist eine solche vortreffliche Gabe, daß sie alle anderen Gaben aus DEINER Vaterhand an Wert weit übertrifft.  Denn in demselben opfere ich DIR den wahren lebendigen Gott, den wahren Sohn Gottes, welcher sich selbst durch die Hände der Priester DIR, o himmlischer Vater, darbringt, und allein reich und mächtig genug ist, DEINE unermessliche Freigiebigkeit zu vergelten.

Ich opfere DIR, o Vater, auch alle Liebe und allen Dank auf, den DEIN Sohn DIR auf Erden erwiesen hat und ewig in dem Himmel erweisen wird, und ebenso den Dank, welchen ER DIR in allen heiligen Messen von jeher dargebracht hat und in dieser gegenwärtigen heiligen Messe wieder leistet, denn diese göttlichen Danksagungen erweist DIR mein liebster Jesus für mich und schenkt sie mir als einem Gliede SEINES geistigen Leibes zum Eigentum. Darum opfere ich sie DIR durch SEINE heiligsten Hände als meine eigenen auf. Alles nämlich, was mein liebster Heiland für mich getan und mir geschenkt hat, ist ja eben sowohl mein eigen, als ob ich dasselbe verdient und erworben hätte. Darum nimmst DU allen Dank meines Erlösers so auf, als wär er aus meinem eigenen Herzen gekommen. Diese göttliche und daher in ihrem Werte unendlich reiche Danksagung, welche alle leiblichen und geistigen Gaben ohne Vergleich übertrifft, opfere ich DIR jetzt demütig auf, danke DIR zugleich auch, daß DU uns in Jesus einen so mächtigen Erlöser gegeben hast, der  für uns alle würdig vergelten kann, und bitte DICH, durch ein frommes Leben DIR allezeit so zu danken, daß ich einst in die glorreichen Danksagungen aller Heiligen und Engel im Himmel einstimmen darf. Amen.

Aufopferung der heiligen Messe als eines Sühnopfers

O himmlischer Vater, DEIN göttlicher Sohn hat sowohl im Evangelium, als auch in einer Offenbarung zu einer großen Heiligen selbst gesagt, ein jeder Sünder, sollte er auch eine noch so schwere Sündenlast auf sich haben, könne Verzeihung erlangen, wenn er nur DIR, seinem himmlischen Vater, SEIN (Jesu) unschuldiges Leben und Sterben mit bußfertigem Herzen aufopfere. Darum vertraue ich auf DEINE Güte und Barmherzigkeit, und opfere DIR ebendenselben, DEINEN Sohn, sein unschuldiges Leiden und Sterben so kräftig, als ich kann, auf, nehme es gleichsam in meine Hände und spreche: Sieh, himmlischer Vater, ich bringe Dir das größte Opfer dar, nämlich DEINEN liebsten Sohn,  SEIN heiligstes Leben und Sterben, welches alles Jesus Christus selbst in allen heiligen Messen erneuert, DIR vorstellt und uns zueignet.   Ich opfere DIR alle diese heiligen Messen auf, um dadurch DEINE göttliche Gerechtigkeit zu versöhnen, und DEINE Gnade und Liebe wieder zu erlangen. O gütigster Vater, verleihe mir durch Jesus, DEINEN Sohn,  DEINE göttliche Gnade, meine Sünden recht zu erkennen, herzlich zu bereuen und aufrichtig zu beichten.

Erinnere DICH an das blutige Opfer, das DIR Jesus am Kreuze dargebracht hat, und gedenke nicht mehr der schweren Schmach, welche ich DIR durch meine Sünden zugefügt habe. Denn dieses göttliche Opfer gefällt DIR viel mehr, als DIR meine Missetaten missfallen, und bringt DIR unendlich größere Ehre, als DIR meine Missetaten Unehre angetan haben.  

Deswegen opfere ich DIR, o Vater, DEINEN geliebten Sohn auf, der obschon glorreich im Himmel, doch auch in demütiger Gestalt auf dem Altare ist als das unschuldige Lamm, das sich neuerdings, zu DEINER Ehre und um unsere Sünden hinweg zunehmen, geistlicher Weise hinopfern lässt. ER ist da gleichsam in solcher Gestalt, in welcher ER am Ölberge blutigen Schweiß geschwitzt, wie ER seiner Kleider beraubt, an der Säule gegeißelt, wie ER mit Dornen gekrönt, wie ER mit Nägeln an das Kreuz geheftet, wie ER auf die schmerzlichste Weise getötet worden ist.        

Aufopferung der heiligen Messe als eines Bittopfers

Ewiger Gott, himmlischer Vater! DU hast mich aus lauter Barmherzigkeit erschaffen, durch das bittere Leiden und den Tod deines Sohnes von dem ewigen Tode erlöst und durch den Heiligen Geist in der Taufe geheiligt. Wie kann ich DIR für diese Wohltaten genug danken? Und doch bitte ich um dieser unendlichen Liebe und Güte willen, DU wollest meine Augen immerfort erleuchten, dass ich nicht im Tode der Unwissenheit entschlafe oder in Irrtümern zugrundegehe. Denn siehe, gar viele leugnen DEINE göttliche Offenbarung und verführen durch ihre Reden und Schriften eine große Menge DEINER Gläubigen. Darum opfere ich DIR jetzt in dieser heiligen Messe auf das allergrößte Geheimnis des Glaubens, nämlich das Fleisch und Blut Christi mit SEINER Gottheit und Menschheit, die hier verborgen sind unter den Gestalten des Brotes und Weines. Und mit IHM opfere ich DIR sein heiliges Evangelium mit allen darin enthaltenen Lehren und Wahrheiten, und mit dem kostbaren Blute meines Erlösers alles Blut auf, das von jeher alle Heiligen zur Bekräftigung der christlichen Lehre und ihrer Wahrheit vergossen haben.

Ich opfere Dir, o Vater, alles dieses auf zur Danksagung für das mir verliehene Glaubenslicht, bitte aber auch um dieses heiligen Opfers willen, erhalte in mir immer den wahren Glauben, damit ich von dem Wege des Heiles niemals abirre, sondern zu jeder Stunde erkenne und tue, was du uns durch deine christliche Kirche lehrest und befiehlst. Ach Herr, durch alle Wunder und Geheimnisse, die DEIN geliebter Sohn beständig in der heiligen Messe wirkt, gib mir einen lebendigen, wirksamen, festen und tugendreichen Glauben und leite mich in dem Lichte des wahren Glaubens durch dieses kurze Leben zum Lichte der ewigen Herrlichkeit, damit ich einst DICH dort ewig sehen, lieben und loben möge. Amen

Zur Zeit der heiligen Wandlung bete Jesus Christus in allen heiligen Messen an und sprich:

Ich bete DICH an, wahrer Gottmensch Jesus Christus, auf allen Altären, wo DU gegenwärtig bist, schlag an meine sündige Brust und sage: O Jesus, sei mir gnädig! O Jesus, sei mir barmherzig! O gütigster Jesus, verzeihe mir meine Sünden!

Schaue herab, heiliger Vater, von DEINEM himmlischen Throne, und siehe an DEINEN geliebten Sohn, wie DU IHN damals angesehen hast, da ER als ein armes Kind in der Krippe lag, und am Kreuze hing. Diesen opfere ich DIR durch die Hand aller Priester auf, die heute die Heilige Messe lesen. Ich opfere DIR auf SEINE Verdienste und Tugenden, SEIN Leiden und Sterben, SEINE Gottheit und Menschheit zu DEINER größten Verherrlichung, zur Verehrung SEINES Leidens und Sterbens, zur Freude Mariä, seiner jungfräulichen Mutter und aller Heiligen, zu meinem und aller Menschen Heil und zum Troste aller Seelen im Fegfeuer. Amen

Ich bete DICH an, o wahres Blut Jesu, auf allen Altären, wo DU gegenwärtig bist, ich schlage an meine Brust und bitte um Gnade. O Heiliges Blut, wasche mich rein von meinen Sünden. O kostbares Blut, bezahle meine verdiente Sündenschuld und Strafe! O gnadenreiches Blut, rufe für mich zu Gott um Gnade und Barmherzigkeit.

O Himmlischer Vater, alle Tropfen Blutes, die Jesus für unsere Erlösung vergossen, alle SEINE Liebe und Geduld, mit der ER Spott und Hohn, alle Pein und Schmerzen erlitten hat, opfere ich DIR durch die Hände meines Heilandes und aller Priester auf und wünsche sie DIR alle Augenblicke meines Lebens auf die kräftigste Weise aufzuopfern zu DEINER höchsten Ehre, zur Verzeihung meiner Sünden, zur Nachlassung meiner verdienten Strafen, zur Reinigung von allen meinen Makeln, zum Ersatze für alles, was ich Gutes versäumt habe, zur Heilung von aller Blindheit in geistlichen Dingen und endlich zur Begnadigung aller Sünden, Stärkung aller Sterbenden und Erlösung der Armen Seelen aus dem Fegfeuer.

Herzliche Bitte zu Jesus

Zu DIR, o gütigster Jesus, wende ich jetzt meine Augen und mein Herz. Ach, DU hast mich ja so sehr geliebt, daß DU mir zuliebe den schmachvollsten Tod erlitten hast. Siehe also auch auf meine Not und Seelengefahr herab und sei mein treuer Vermittler und mächtiger Fürsprecher bei DEINEM himmlischen Vater. In dieser und allen heiligen Messen opfere DICH selbst für mich auf und erwirb mir vollkommene Verzeihung meiner Sünden durch die Verdienste DEINES Todes. Zeige dem himmlischen Vater DEIN mit Dornen gekröntes Haupt, DEINEN verwundeten Leib, DEINE heiligen fünf Wunden, DEIN durchstochenes Herz und DEIN vergossenes Blut. Durch alles dieses erbitte mir von IHM, daß ER mich nicht ewig verloren gehen lasse, und versöhne IHN an meiner statt durch das Opfer dieser Heiligen Messe. Laß einen Teil DEINER Verdienste meiner Seele zukommen, reinige sie in DEINEM heiligen Blute von allen Makeln, und gib mir, daß ich von nun an fest an DICH glaube, kindlich auf DICH vertraue, herzlich DICH liebe und treu DIR diene. Mit DEINER allmächtigen Fürbitte vereinige ich das göttliche Gebet, welches DU selbst uns lehrtest, und bete in DEINEM heiligen Namen: Vater unser…

Gebet für Freunde und Wohltäter

Ich opfere DIR auch auf, o himmlischer Vater, diese und alle Heiligen Messen für alle meine Freunde und Guttäter und bitte DICH, daß DU in Ansehung diese kostbaren Opfers ihnen Gnade und Segen verleihest, ihre Sünden verzeihest, ihre Strafen nachlassest, ihnen in ihren Nöten beistehest und eine seliges Ende verleihest, den Abgestorbenen aber ihre Peinen linderst und durch die Verdienste des bitteren Leidens Christi  das ewige Leben mitteilest.

Gebet zur Mutter Gottes und zu den Heiligen

Optional: (Unter deinen Schutz und Schirm fliehen urir, o heilige Gottesgebärerin; verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne.)

Heilige Jungfrau Maria! Ihr meine lieben Patrone, Engel und Heiligen! Auch zu eurer Ehre, in Vereinigung mit der triumphierenden Kirche, höre ich diese Heilige Messe an und opfere sie Gott auf. Ich bitte Euch, ihr wollet mit mir bei dieser Heiligen Messe den süßesten Jesus anbeten, lieben, loben und der Heiligen Dreifaltigkeit zu meinem Heile aufopfern. Bei meinem letzten Ende erinnert euch meiner und bittet alsdann für mich. Amen.

Zum Agnus Dei

O du Lamm Gottes, das DU alle Sünden der Welt hinweg nimmst, erbarme DICH meiner und opfere DEIN Leiden Gott dem Vater auf zur Verzeihung meiner Sünden.

O DU Lamm Gottes, das DU hinwegnimmst alle Sünden der Welt, erbarme DICH meiner und opfere DEINEN Tod Gott, dem Vater auf zur Bezahlung meiner Sündenschulden.

O DU Lamm Gottes, das DU jetzt wieder geistlicher weise DEIN Blut vergießest und stirbst, ach, erbarme DICH meiner und opfere DEIN Heiliges BLUT Gott dem Vater auf zur Reinigung meiner Seele.

O barmherziger Jesus! Sowie einst DEIN himmlischer Vater alle Sünden der Welt auf DICH gelegt hat, damit DU sie durch DEINEN bitteren Tod abbüßest, ebenso lege ich jetzt auch alle Sünden meines ganzen Lebens auf DICH, o unschuldiges Lam Gottes, mit dem festen Vertrauen, DU werdest sie durch DEIN hier gegenwärtiges Blut auslöschen und vertilgen. O mein Heiland, nimm meine schwere Sündenlast auf DICH! Erzeige mir Barmherzigkeit und laß DEIN Leiden und DEIN kostbares Blut an mir nicht verloren sein. Laß meiner Seele nur einen Tropfen davon zugutekommen, damit sie, dadurch gereinigt und gestärkt, einst Deiner Verheißungen, der ewigen Freuden im Himmel würdig befunden werde. Amen

Zur Kommunion

O Herr Jesus Christus, ich verdiene zwar nicht, daß DU mir verzeihest; aber um diese mächtigen Sühneopfers willen verzeihe mir meine Sünden. O Herr Jesus Christus, ich bin zwar nicht würdig, daß DU mir gnädig seiest; aber um dieses gnadenreichen Opfers willen nimm mich wieder zu Gnaden auf. O Herr Jesus Christus, ich bin zwar nicht würdig, daß DU mich selig machest; aber um des unschätzbaren Wertes DEINES Fleisches und Blutes willen bewahre meine Seele vor der ewigen Verdammnis. Amen.

Geistliche Kommunion

Jesus, ich glaube, dass du gegenwärtig bist
im allerheiligsten Altarssakrament.
Ich liebe dich über alles,
ich sehne mich nach dir von ganzem Herzen.
Da ich dich jetzt nicht in der sakramentalen Gestalt empfangen kann, bitte ich dich,
geistiger weise in mein Herz zu kommen.
Ich bin sicher, dass du schon gekommen bist.
Darum umarme ich dich und vereinige mich ganz mit dir, halte mich fest und lass mich niemals von dir scheiden.
Mein Jesus, ich liebe dich aus ganzem Herzen,
ich bereue es, dass ich sovielmal das Vergängliche
deiner unendlichen Güte vorgezogen habe.
Mit deiner Hilfe nehme ich mir fest vor,
in Zukunft dich nie mehr zu beleidigen.
Und jetzt weihe ich mich Armseliger ganz dir.
Ich verzichte ohne Vorbehalt auf meinen eigenen Willen, mein Begehren, auf alles was ich habe.
Ich übergebe mich ganz dir.
Von heute an darfst du mit mir und mit allem,
was ich besitze, machen was du willst.
Ich suche ganz allein dich, ich verlange nach nichts anderem, als nach deiner heiligen Liebe,
nach der Beharrlichkeit bis ans Ende
und nach der vollkommenen Erfüllung deines Willens.

Seele Christi, heilige mich. Leib Christi, rette mich. Blut Christi, tränke mich. Wasser der Seite Christi, wasche mich. Leiden Christi, stärke mich.
O gütiger Jesus, erhöre mich. Birg in deinen Wunden mich. Von dir lass nimmer scheiden mich. Vor dem bösen Feind beschütze mich.
In meiner Todesstunde rufe mich
zu dir zu kommen heiße mich,
mit deinen Heiligen zu loben dich
in deinem Reiche ewiglich. Amen


oder

O hochwürdigstes Sakrament des Altares, das mein Erlöser selbst beim letzten Abendmahle eingesetzt hat; wahres Fleisch und Blut, das jetzt DEIN Priester genießt, o speise und tränke geistlicher Weise jetzt auch meine arme Seele! O wahres Himmelsbrot, komme in mein Herz und erquicke es durch DEINE göttliche Gnade. O allerheiligstes Blut meines Jesus, tränke, stärke, reinige meine Seele von allem Irdischen und ziere sie aus mit allem, was Gott gefällt. Amen.

Opfere das heilige Blut noch einmal auf und bete:

Himmlischer Vater, ich opfere DIR noch einmal das Blut DEINES göttlichen Sohnes auf, und zwar mit dem Glauben und der Andacht, als hätte ich dasselbe unter dem Kreuze meines Erlösers mit dem Kelche aufgefaßt, um DICH zu bitten, daß DU mir um seinetwillen alle meine Sünden verzeihen wollest. Gott sei mir gnädig und barmherzig; denn dieses heilige Blut aus den Wunden DEINES Sohnes hat DICH mehr versöhnt, als ich DICH erzürnt habe, es hat DIR mehr bezahlt, als ich verschuldet habe; es hat DIR größere Ehre erwiesen, als ich unehrerbietig gegen DICH gewesen bin. Darum vertraue ich auf dieses heilige Opfer und hoffe dadurch Gnade und Erbarmung zu erlangen.

Schlußgebet

Nun habe ich, o heiligste Dreifaltigkeit, den würdigsten und DIR wohlgefälligsten Gottesdienst vollbracht und durch das Aufopfern dieser heiligen Messe DIR einen so kostbare Gabe dargebracht, die an unschätzbarem Wert DIR selbst, o Allerhöchster, gleichkommt. Ich opfere Sie DIR noch einmal auf samt den Verdiensten DEINES göttlichen Sohnes, aller DEINER Auserwählten im Himmel und aller frommen Christen und zugleich auch meine Gebete und die aller  Meßhörenden. Diese alles schicke ich aus dankbarstem Herzen durch meinen heiligen Schutzengel zu DIR in den Himmel und lege es vor DEIN heiligstes Angesicht nieder, damit es dort DIR immer wohlgefälliger sei, mir aber und allen Gläubigen zur Versöhnung, zum Heile und zur Seligkeit gereiche. Nimm also o Herr, meinen Verstand, meinen Willen, mein Herz und alle meine Werke in Vereinigung mit diesem Heiligen Messopfer zur Ehre und Anbetung DEINES Namens, zur Dankbarkeit für DEINE Wohltaten und zur Genugtuung für meine Sünden gnädig auf, und erteile mir und allen, den Lebenden und Verstorbenen, DEINEN allmächtigen Segen. Wende von uns die verdienten Strafen ab, verleihe allen Menschen die Gnade, daß sie treu Jesus nachfolgen, einander brüderlich lieben und erbauen und so DIR wohlgefällige Kinder sein mögen, durch Jesus Christus, DEINEN lieben Sohn, unseren Herrn. Amen.

 

Leoninische Gebete:

Ave, Maria, gratia plena; Dominus tecum:

benedicta tu in mulieribus, et Benedictus

fructus ventris tui Jesus. Sancta Maria, Mater

Dei, ora pro nobis peccatoribus, nunc et in

hora mortis nostrae. Amen. (Ter.)

 

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade; der Herr ist mit dir; du bist gebenedeit unter den Weibern, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unsres Todes. Amen. (Dreimal.)
Salve, Regina, mater misericordiae; vita, dulcedo et spes nostra, salve. Ad te clamamus exsules filii Hevae. Ad te suspiramus gementes et flentes in hac lacrimarum valle. Eja ergo, advocata nostra, illos tuos misericordes oculos ad nos converte. Et Jesum, benedictum fructum ventris tui, nobis post hoc exsilium ostende. O clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria.

 

Gegrüßet seist du, Königin, Mutter der Barmherzigkeit; unser Leben, unsre Süßigkeit und unsre Hoffnung, sei gegrüßt. Zu dir rufen wir elende Kinder Evas. Zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tale der Tränen. Wohlan denn, unsre Fürsprecherin! Wende deine barmherzigen Augen zu uns, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.
V: Ora pro nobis, sancta Dei Genitrix.

R: Ut digni efficiamur promissionibus Christi.

 

V: Bitte für uns, o heilige Gottesgebärerin.

R: Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.

 

Oremus. Deus, refugium nostrum et virtus, populum ad te clamantem propitius respice: et, intercedente gloriosa et immaculata Virgine Die Genitrice Maria, cum beato Joseph, ejus Sponso, ac beatis Apostolis tuis Petro et Paulo et Omnibus Sanctis; quas pro conversione peccatorum, pro ubertate et exaltatione sanctae Matris Ecclesiae preces effundimus, misericors et benignus exaudi. Per eundem Christum, Dominum nostrum. Amen.

 

Lasset uns beten. Gott, unsre Zuflucht und Stärke, sieh gnädig an das Flehen Deines Volkes, und erhöre in Deiner Barmherzigkeit und Güte, auf die Fürbitte der glorreichen und unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter Maria, ihres Bräutigams, des hl. Joseph, Deiner hll. Apostel Petrus und Paulus und aller Heiligen, die Gebete, die wir für die Bekehrung der Sünder, für die Freiheit und Erhöhung unsrer heiligen Mutter, der Kirche, flehentlich verrichten. Durch Ihn, Christus, unsern Herrn. Amen.

 

Sancte Michael Archangele, defende nos in praelio; contra nequitiam et insidias diaboli esto praesidium. Imperet illi Deus, supplices

deprecamur: tuque, princeps militiae caelestis, satanam aliosque Spiritus malignos, qui ad perditionem animarum pervagantur in mundo, divina virtute in infernum detrude.

 

Ter:

V: Cor Jesu sacratsimum

R: Miserere nobis

Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz. «Gott gebiete ihm», so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die andern bösen Geister, die in der Welt umhergehen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle.

Dreimal

Heiligstes Herz Jesu

Erbarme Dich unser

 

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Dritter Sonntag nach Erscheinung des Herrn


Evangelium des dritten Sonntags nach Erscheinung des Herrn

Mt 8, 1 – 13 Als er vom Berge herabstieg, folgte ihm eine große Volksmenge. Und siehe, da kam ein Aussätziger, fiel vor ihm nieder und bat: „Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen.“ Er streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: „Ich will, sei rein!“ Sogleich war er von seinem Aussatze rein. Und Jesus sprach zu ihm: „Sieh zu, daß du es niemand sagst. Geh vielmehr hin, zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Moses vorgeschrieben hat. Das diene ihnen zum Zeugnis.“

Als er dann nach Kapharnaum kam, nahte ihm ein Hauptmann und bat: „Herr, mein Knecht liegt zu Hause gelähmt danieder und leidet große Qual.“ Er sprach zu ihm: „Ich will kommen und ihn gesund machen.“ Der Hauptmann entgegnete: „Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach; sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Auch ich, obwohl nur ein Untergebener, sage zu einem der Soldaten, die mir unterstehen: Geh! Dann geht er; zu einem andern: Komm! Dann kommt er; und zu meinem Knechte: Tu das! Dann tut er es.“ Als Jesus das hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm folgten: „Fürwahr, ich sage euch, so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden! Aber ich sage euch, viele werden von Osten und von Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreiche zu Tische sitzen; die Kinder des Reiches aber werden hinausgeworfen in die Finsternis draußen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.“ Zum Hauptmann aber sprach Jesus: „Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast.“ Zu derselben Stunde ward der Knecht gesund.

 

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus: Wo der Herr vom Berg herunterstieg, kamen ihm Menschenscharen entgegen, weil solche auf die Höhen nicht steigen können. Und als erster begegnet ihm ein Aussätziger; er konnte eben mit dem Aussatz eine so ausführliche Predigt des Heilandes auf dem Berge nicht hören. Und hier ist zu bemerken, daß dieser als erster gesondert von anderen geheilt worden ist, an zweiter Stelle der Knecht des Hauptmannes, an dritter die am Fieber kranke Schwiegermutter des Petrus in Kapharnaum; an vierter Stelle die ihm zugeführten vom bösen Geiste Gequälten, von denen er die Geister mit seinem Worte austrieb, als er auch alle mit Krankheiten Behafteten heilte.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.

R.Gott sei Dank gesagt

Kirchengebet

Allmächtiger, ewiger Gott! sieh unsere Schwachheit gnädig an, und strecke deinen machtigen Arm aus, um uns zu beschützen! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Zweiter Sonntag nach Erscheinung des Herrn


annunciation-merode 2017 2018

 

Evangelium des zweiten Sonntags nach Erscheinung des Herrn

Joh 2, 1-11

Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder faßte ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wußte nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wußten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zuviel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Augustin. Durch die Tatsache, daß der Herr auf die Einladung hin zur Eheschließung gekommen ist, hat er, abgesehen von der sinnbildlichen Bedeutung der Begebenheit, bestätigen wollen, daß er die Ehe gemacht hat. Es sollten nämlich Leute auftreten, von denen der Apostel geredet hat, die die Ehe verboten und sagten, daß die Ehe ein Übel sei, und daß der Teufel sie gemacht hätte; wo doch derselbe Herr im Evangelium auf die Frage, ob es einem Manne erlaubt sei, aus irgend einem Grunde die Frau zu entlassen, erklärte, es sei nicht erlaubt, außer im Fall, wenn sie mit einem Fremden zusammenlebt. Bei dieser Antwort sagt er auch, wie ihr euch erinnert: „Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“

Kirchengebet

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (23). Gutes kommt nur von Gott.


432ba4e1396582bf8a929e4b45d5db06--bamberg-bible-art

 

Viertes Kapitel.

Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln.

Was wir in unserer Zeit des praktischen Pelagianismus vergessen, weil wir es nicht vermittelt bekommen, ist die Tatsache, dass der Mensch von sich aus, der katholischen Erbsündenlehre zufolge nicht gut ist. Deswegen genügt es nur „menschlich“ zu bleiben, als könnte man bakteriell werden. Somit kommt alles Gute von Gott. Deswegen brauchen wir die Taufe und die Gnade. Deswegen ist es falsch von Atheisten, Heiden und schweren Sünden eine Ethik zu verlangen, die für uns Katholiken selbstverständlich ist. Deswegen werden wir in Beziehungen mit ihnen, womit wir jeglichen Kontakt meinen, immer „draufzahlen“. Es wird kaum etwas zurückkommen. Das Böse hat eine zweifache Quelle: (1) uns selbst, (2) den Dämon, das Gute kommt von Gott durch seine Gnade. Deswegen ist es so wichtig uns täglich mit der Gnade aufzufüllen, womit nicht nur die Gnade der Sakramente, sondern auch die der Sakramentalien gemeint ist: Gebet, Kreuzzeichen, Weihwasser, Verwendung der Andachtsgegenstände etc.

Dokument1(1)

 

dokument211.jpg

 

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage. Fest der heiligen Familie Jesus, Maria und Joseph


Heilige-Familie 1

Evangelium am Feste der Heiligen Familie

Lk 2, 42 – 52 Als er zwölf Jahre alt war, gingen sie der Festsitte gemäß hinauf nach Jerusalem. Nachdem die Tage vorüber waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der Knabe Jesus aber blieb in Jerusalem zurück, ohne das seine Eltern es merkten. In der Meinung, er sei bei der Reisegesellschaft, gingen sie eine Tagesreise weit und suchen ihn bei Verwandten und Bekannten. Da sie ihn aber nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn. Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel. Er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen an sie. Alle, die ihn hörten, staunten über sein Verständnis und seine Antworten. Da sie ihn erblickten, wunderten sie sich, und seine Mutter sprach zu ihm: „Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht!“ Er erwiderte ihnen: „Warum habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, daß ich dem sein muß, was meines Vaters ist?“ Doch sie verstanden nicht, was er ihnen damit sagen wollte.

Dann zog er mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan. Seine Mutter bewahrte alle diese Dinge in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, an Alter und an Wohlgefallen vor Gott und den Menschen.

Predigtext des Kirchenvaters

Erklärung vom heiligen Abt Bernard. „Und er war ihnen untertan.“ Wer? Wem? Gott – den Menschen. Ja, Gott, dem die Engel untergeben sind, dem die Engelfürsten und Engelmächte gehorchen, er war untertan Maria, und nicht bloß Maria, sondern auch Joseph wegen Maria. Staune also beides an und wähle, was du mehr bewundern sollst, ob die liebevolle Herablassung des Sohnes oder die ganz hervorragende Würde der Mutter. Auf beiden Seiten ist man sprachlos, auf beiden Seiten ist ein Wunder; daß einerseits Gott einem Menschen gehorcht, daß ist eine Erniedrigung sondergleichen, daß anderseits ein Mensch über Gott steht, das ist eine Höhe, daß niemand mitkommen kann. In dem Lobgesang auf die Jungfrauen wird besonders besungen, daß sie dem Lamm folgen, wohin es geht. Was für eines Lobes also müssen wir diejenige für würdig halten, die sogar vorangeht?

Kirchengebet

Herr Jesus Christus, Du warst Maria und Joseph untertan und hast das häusliche Leben durch unaussprechliche Tugenden geheiligt; laß uns unter dem Beistand durch das Vorbild Deiner hl. Familie unterwiesen werden und die ewige Gemeinschaft mit ihr erlangen: der Du lebst.

 

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage 1 – Erscheinung des Herrn


Evangelium am Feste der Erscheinung des Herrn, oder der Heil. Drey Könige

Mt 2, 1 – 12

Als Jesus in den Tagen des Königs Herodes zu Bethlehem in Judäa geboren war, siehe, da erschienen Weise aus dem Morgenlande in Jerusalem und fragten: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern im Morgenlande gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten.“ Da König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er versammelte alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und legte ihnen die Frage vor, wo der Messias geboren werden sollte. Sie antworteten ihm: „Zu Bethlehem in Judäa. Denn so steht beim Propheten geschrieben:

Du Bethlehem, im Lande Juda, bist keineswegs die geringste unter Judas Fürstenstädten; denn aus dir wird der Fürst hervorgehen, der mein Volk Israel regieren soll.“

Da ließ Herodes die Weisen heimlich zu sich kommen und erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern [ihnen] erschienen war. Dann wies er sie nach Bethlehem mit den Worten: „Zieht hin und forscht sorgfältig nach dem Kinde. Sobald ihr es gefunden habt, gebt mir Nachricht; dann will auch ich kommen und es anbeten.“

Nachdem sie den König angehört hatten, machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, zog vor ihnen her, bis er über dem Orte, wo das Kind war, ankam und stillestand. Als sie den Stern sahen, hatten sie eine überaus große Freude. Sie traten in das Haus und sahen das Kind mit Maria, seiner Mutter, fielen nieder und beteten es an. Dann machten sie ihre Schätze auf und brachten ihm Geschenke dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe. In einem Traum erhielten sie die Weisung, nicht mehr zu Herodes zurückzukehren. Darum zogen sie auf einem anderen Wege in ihr Land zurück.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papst Gregor. Wie ihr es in der Lesung des Evangeliums, geliebte Brüder, gehört habt, geriet, als der himmlische König geboren war, der irdische König in Schrecken, weil eben die irdische Hoheit in Verwirrung kommt, wenn die himmlische Hoheit bekannt wird. Aber wir müssen nachforschen, was der Grund ist, daß bei der Geburt des Erlösers den Hirten in Judäa ein Engel erschienen ist, und die Weisen zur Anbetung desselben vom Morgenland nicht ein Engel, sondern ein Stern hingeführt hat. Weil eben den Juden, gleichsam Wesen mit Vernunftgebrauch, ein mit Vernunft begabtes Wesen, d. h. ein Engel die Botschaft bringen sollte; die Nichtjuden aber werden, weil sie ihre Vernunft nicht gebrauchen konnten, zur Erkenntnis des Herrn nicht durch eine  lebendige Stimme, sondern durch Zeichen geleitet. Daher heißt es auch beim heiligen Paulus: „Die Weissagungen sind für die Gläubigen gegeben, nicht für die Ungläubigen; die Wunderwerke aber für die Ungläubigen, nicht für die Gläubigen.“ Daher bekommen jene die Weissagungen auch als Gläubige, nicht als Ungläubige; und diese bekommen die Wunderzeichen als Ungläubige, nicht als Gläubige.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Gott! Du hast an diesem Tage deinen Eingebornen den Heiden durch Weisung des Stern’s geoffenbaret; auch uns hast Du Dich durch den Glauben geoffenbaret. Deine Gnade sey ferner noch unsere Führerin, daß wir dahin kommen, wo wir deine Herrlichkeit von Angesicht sehen können, durch denselben Jesum Christum, unsern Herrn! Amen.