Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


 

Evangelium am Feste Himmelfahrt Christi

Mk 16, 14 – 20

Zuletzt erschien der den Elf, wie sie bei Tische waren. Er verwies ihnen ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, dass sie denen nicht geglaubt hatten, die ihn, den Auferstandenen, gesehen hatten. Dann sprach er zu ihnen: „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium allen Geschöpfen. Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Die Gläubigen sollen folgende Wunder begleiten: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Sprachen reden, Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.“

Nachdem der Herr [Jesus] so zu ihnen gesprochen hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte ihr Wort durch Wunder, die es begleiteten.

Betrachtung zum Evangelium des Festes Christi Himmelfahrt

Mein Gott und mein Heiland! Du Sieger der Welt! Du fuhrest gegen Himmel und sitzest nun zur Rechten deines Vaters, und zum Schemel deiner Füße hast Du alle deine Feinde gelegt, die Sünde,

den Tod, den Teufel, die Hölle und die Welt. —

Wie soll, wie kann ich nun diesen deinen herrlichen Triumph preisen? Du bist unser Hohepriester, der da salbet jeden mit seinem heiligen Geiste; Du gibst uns Evangelisten, Apostel, Propheten, Hirten und Lehrer, damit dein geistlicher Leib erbaut werde. Du Siegesfürst! Du allein kannst allezeit selig machen und das Gebet derer erhören, die zu Dir kommen. Du hast durch deine Himmelfahrt den Weg gebahnt, und uns Wohnungen im Himmel bereitet.

Wer kann Dir würdig dafür danken und Dich genug rühmen? Du unser Haupt, bist nun im Hinmel; und so werden auch gewiß deine Glieder nicht draussen bleiben; Du wirst uns alle nachholen, damit wo Du bist, auch wir seyen und deine Herrlichkeit sehen.

O mein Heiland! ziehe mich nach Dir, daß ich mit meinem Gemüthe an deiner Seite, im Reiche der Macht, der Herrlichkeit und des ewigen Segens wandle; daß ich da mein Herz habe, wo Du, mein Schatz, bist; daß ich suche, was droben, und nicht was da unten ist! — O wann werde ich dahin kommen, daß ich dein Angesicht sehe, und den Vater, deinen und meinen Vater mit dem heiligen Geiste? Komm her Jesus, und nimm mich zu Dir!

Kirchengebet

Verleih, wir bitten allmächtiger Gott! Daß wir, die wir glauben, daß dein Eingeborner Sohn, unser Erlöser, an dem heutigen Tage gegen Himmel aufgefahren sey, mit unserm Geiste im Himmlischen wandeln! Amen.

Laura Calister, 50 einfache Schritte, einen Schleier bzw. eine Mantilla zu tragen


Wir stellen hiermit einen Beitrag von Laura Calister, den wir hier gefunden haben in der erfrischenden und lebendigen Übersetzung von Eugenia Roth vor. Es handelt sich hier um die Mantilla-Frage. Bevor einige unserer intellektuell ausgerichteten männlichen Leser sich die Frage stellen, wie man einen katholischen Blog für solchen Unsinn verschwenden kann, da es gilt die hegelianische Dialektik in den Dokumenten des letzten Konzils zu entlarven und auszumerzen, so antworten wir, dass die Welt  nicht nur aus intellektuellen Problemen besteht und wir hier bei Tradition und Glauben auch Leserinnen haben für welche Hegel eine kleinere Rolle spielt. Frauen sind halt anders, liebe Herren, was wir schon an anderer Stelle bemerkt haben. Da Gott aber die Menschen in zwei Geschlechtern geschaffen hatte, welche einander sowohl nerven als auch ergänzen, so sollten wir auch danach trachten das andere Geschlecht, soweit es geht, zu verstehen.

Für eine Frau aber ist es sehr WICHTIG, wie sie aussieht, da ihr das Aussehen und die dazugehörige Kleidung das Gefühl

  • der Sicherheit,
  • der Zugehörigkeit,
  • der sozialen Anerkennung gibt.

Bei Männern ist das weniger stark ausgeprägt, obzwar auch vorhanden.  Für eine Frau ist die Kleidung ein Teil ihrer selbst und nicht nur etwas, was sie auf sich trägt. Ja, es bestehen emotionale Bande zwischen der Frau und ihrem Kleid, welches sozusagen sowohl die Verlängerung des eigenen Ich also auch die beste Freundin darstellt. Solche Frauenserien wie Sex and the City oder auch der Film Requiem for a dream stellen dieses Phänomen ganz richtig dar, Der Mantel von Gogol in der Männerversion allerdings auch.

Da Frauen leider recht solipsistisch sind, so glauben sie wirklich, dass durch den Kauf eines neuen Kleides, durch eine neue Frisur oder ein neues Parfüm die Welt an sich anders sein wird. Ja, das wird sie, wenigstens für sie, wenigstens für einen Augenblick. Wenn Sie als Mann Ihrer Frau mal sagen:

„Mein Gott, stell Dich nicht so an! Es ist nur ein Kleid!“

dann argumentieren Sie am Wesentlichen vorbei. Es ist nicht NUR ein Kleid. Das ist SIE, Ihre Frau, wie sie leibt und lebt, wie sie die Welt sieht und empfindet, wie sie sich der Welt darstellen möchte, es ist ihre innere Welt, welche nach Außen gekehrt wird und welche die eigentliche Welt an sich ausmacht. Ja, ja, ja, es ist kein Wunder, dass sowohl Kant als auch Fichte bei den Damen beliebt waren, weil sie dem weiblichen Subjektivismus Zucker gaben. Nein, wir machen uns nicht über Frauen lustig. Wir versuchen durch diese Hilfskonstruktion zu verstehen, warum das Aussehen und die Kleidung für eine Frau so wichtig ist. Das ist es und daher stellt für eine Frau die Absicht oder die Tatsache etwas zu tragen, was aber auch wirklich kein Mensch trägt, einen Akt des höchsten Heroismus dar. Dazu braucht man ein sehr großes Selbstbewußtsein, denn es gleicht innerlich einem Martyrium. Und erst von dieser Warte aus wird das weibliche Mantilla-Problem verständlich.

Denn wenn Sie als Frau eine Mantilla tragen, dann geben Sie Folgendes über sich selbst preis:

  • Ich bin katholisch..
  • Ich bin traditionell-katholisch.
  • Ich vertrete die Unterordnung der Frau unter Christus – das Haupt der Kirche.
  • Ich befürworte eine festliche, frauengerechte Kleidung bei der Heilige Messe.
  • Ich gebe meinen inneren Ansichten eine äußere Form, die für jeden erkennbar ist.

Sie werden aber mit folgenden Gedanken konfrontiert:

  • Wie sehe ich aus?
  • Was werden die anderen Frauen sagen?
  • Sieht es verrückt aus?
  • Ist es ein Kopftuch und bin ich eine Muslima?
  • Sehe ich wirklich gut aus oder nur lächerlich?
  • Werde ich dafür aus der Kirche verbannt werden, weil der Pfarrer schon so guckt.
  • Wie sehe ich aus?

Wenn Sie, meine Herren, erfahren wollen, wie sich eine Frau, die als einzige ein Mantilla trägt, fühlt, dann ziehen Sie eine Wehrmachtsuniform an (SS- oder SA-Uniformen sind wahrscheinlich in Deutschland verboten) und gehen Sie zu einer Parteiversammlung der Linken oder zu einer Demonstration der Grünen. Aufmerksamkeit wird Ihnen garantiert sein, eine Schlägerei wohl auch.  Sie werden in eine Situation kommen, die sehr schön im Film Blues Brothers abgebildet wurde. Nein, der Schreiber dieser Zeilen ist kein Nazi und auch kein Kommunist, aber eine konservative, traditionelle Mantilla-Trägerin sieht sich selbst, wenigstens in ihren Gedanken, in genau solch einer Situation, wie sie in den Blues Brothers darstellt wird. Alleine auf der weiten Flur vor einer schreienden Meute der kurzgeschorenen Bürsten-Schnitt-Trägerinnen der lokalen nachkonziliaren Frauengruppe, welche mit Wir-sind-die-Kirche sympathisiert und sich für die Frauenweihe engagiert. Denn, meine Damen, mit ihrer Mantilla stellen Sie die „Errungenschaften des Vat. II“ in Frage, zumal Sie die Neue Messe kaum besuchen.  Ja, es ist ein Fashion-Statement!

Weil wir hier den katholischen Glauben wiederaufrichten wollen, so wollen wir dies samt allem, was dazu gehört, tun. Eine Mantilla gehört dazu, obwohl Sie nördlich der Alpen auch vor dem Konzil kaum getragen wurde. Aber wir können diese Tradition wiedereinführen oder einfach etablieren. Denn die Mantilla geht:

  • gegen das nachkonziliare Establishment der Kurzhaar-Bürstenschnitt-Trägerinnen der TheologInnen und Pastoral-wie-auch-immer-Innen,
  • gegen den Anthropozentrismus und Horizontalismus der nachkonziliaren Liturgie,
  • gegen die Gleichmacherei zwischen Mann und Frau,
  • gegen die Islamisierung Europas, denn Mantilla ist kein Kopftuch,
  • gegen die Trivialisierung und Banalisierung des Sonntags und der Sonntagspflicht,
  • gegen vieles mehr.

Eine Mantilla ist zwar nicht heilsnotwendig, aber es ist ein Sakramentale, welches, wie wir noch darstellen werden, Ihnen zusätzliche Gnaden (gratia actualis) auch bei der bloßen Verwendung sichert. Ja, es stimmt, Mantilla an – mehr Gnade. Eine Mantilla wird höchstwahrscheinlich mit der Segnung der Kleidung (Benedictio Vestis in honorem Beatae Mariae Virginis, Rituale romanum, Appendix Nr. 49, 431) gesegnet, wo es heißt:

Bene†dic, Domine, vestem istam, in honorem et sub protectione beatissimae Virginis Mariae summendam: et praesta per invocationem sancti tui nominis: ut qui (quae) eam induerit, corporis sanitatem et animae tutelam percipiat.

Seg†ne, Herr, dieses Kleid, welches zur Ehre der Seligen Jungfrau Maria verwendet wird und welches unter ihren Schutz fällt: und gewähre, dass durch die Anrufung Deines heiligen Namens, dass derjenige (diejenige), der (die) sie anziehen wird die Gesundheit des Körpers und den Schutz der Seele erhalten wird.

Die männliche Form ist hier deswegen vorhanden, weil es verschiedene Kleidungsstücke zu Ehren der Mutter Gottes gibt bzw. vor dem Konzil z.B. in verschiedenen marianischen Vereinigungen oder Bruderschaften üblich waren. Sie erhalten also durch das bloße Tragen der Mantilla, welche natürlich vorher gesegnet werden muss, so Gott will, die Gesundheit der Körpers und den Schutz der Seele. Wenn das nichts ist! Sie können sich also eine Mantilla zulegen, diese segnen lassen und uns davon berichten.

Wir hoffen, dass durch diese Vorbemerkungen die nachfolgenden Mantilla-Beiträge auch für unsere männlichen Leser erträglicher sein werden, denn, meine Herren, für die Frauen ist es WICHTIG und wir wollen doch auch Frauen in der Kirche haben oder?

Um es nochmals prägnant auf den Punkt zu bringen, so antworten wir auf die Frage, die sich vielen stellt:

Ist eine Katholikin, die eine Mantilla trägt besser als eine ohne?

ohne Relativieren, der Frage ausweichen und Herumeiern (denn wir sind hier keine katholische Akademie des Novus Ordo) wie folgt:

Ja, das ist sie. Denn:

  1. Sie trägt ein Sakramentale, hat damit zusätzliche Gnade und größeren Schutz Gottes.

  2. Sie bezeugt faktisch und „modisch“ ihren Glauben!

  3. Sie muss wegen der Anfeindungen und Anfechtungen leiden!

  4. Sie wird vom Herrn, Jesus Christus, als seine Braut für diesen Mut sicherlich belohnt werden!

Und wenn Sie, werte Leserin, jetzt vor Wut aufspringen und Schnappatmung bekommen, dann haben wir Sie mit diesem Beitrag erreicht. Amen.

11 December, 2013 64 Comments

Sie könnten denken, der einzige Schritt, während der Heiligen Messe eine Mantilla zu tragen sei der, … Sie wissen schon …, sie zu tragen (und eine zu besorgen, falls Sie keine haben).

Bah! Unsinn! Humbug!

Welch eine Ignoranz! Aber keine Sorge, deshalb bin ich hier.

Ich  habe diesen unglaublich komplexen Prozess in 50 einfache Schritte zusammengefasst. Ich kann Ihnen keinen Erfolg versprechen, aber wenn Sie meinen 50 Schritten folgen, wird es Ihnen gelingen!

  1. Denken Sie darüber nach, einen Schleier oder eine Mantilla zu tragen.
  2. Häufig.
  3. Lassen Sie es niemand wissen, denn das wäre sehr seltsam.
  4. Stellen Sie fest, dass Sie das nicht aus dem Kopf bekommen.
  5. Beten Sie darüber.
  6. Erwähnen Sie das gegenüber Ihrer Familie oder Ihren Freunden, natürlich ganz hypothetisch!
  7. Bringen Sie es wieder zur Sprache.
  8. Seien Sie überrascht, dass sie nicht beunruhigt darüber sind — manche sind sogar enthusiastisch! (Verrückte …)
  9. Entscheiden Sie, dass es gar nicht so schlimm sein kann, einige Mantillas unter die Lupe zu nehmen, z. B. bei The Catholic CompanyVeils by LilyLiturgical Time Veil ShopDesigns by BirgitSilver Tree Treasures, oder Peter’s Bride oder sogar Amazon, die wirklich einige schöne Mantillas im spanischen Stil haben!   (Anmerkung: Für Deutschland und womöglich auch Europa ist es preiswerter, in Polen zu bestellen: http://mantylki.pl/mantylki/ … klicken Sie sich durch das Menü in der linken Spalte, die Bilder sprechen für sich! Vergrößern der Bilder durch Klick und/oder Maus auf das Bild halten … Wenn Sie dort bestellen möchten: man spricht dort auch englisch)
  10. Stellen Sie fest, dass der Wunsch, einen Schleier zu tragen, nicht verschwindet, und es auch nicht scheint, als würde er demnächst verschwinden.
  11. Beten Sie mehr darüber.
  12. Schauen Sie wieder mal bei diesen Geschäften rein.
  13. Nehmen Sie Ihre beste Freundin, die Kreditkarte mit.
  14. Suchen Sie sich eine Länge für den Schleier aus: Lang, mittel, oder kurz.
  15. Suchen Sie eine Farbe für den Schleier aus: weiß, schwarz, Elfenbein, Purpur, Gold, oder diese tollen pinkfarbenen Punkte auf lindgrünem Grund.
  16. Zerbrechen Sie sich den Kopf, ob Sie lieber französische oder spanische Spitze möchten (das ist sicherlich der schwerste Punkt).
  17. Bestellen Sie.
  18. Bereuen Sie sofort Ihre Entscheidung und denken Sie, Sie seien ein Idiot.
  19. Warten Sie.
  20. Ärgern Sie sich.
  21. Das Paket ist da!
  22. Kreischen Sie!
  23. Probieren Sie den Schleier vor dem Spiegel an!
  24. Kreischen Sie noch mehr!!!
  25. Laden Sie ein Bild bei Facebook hoch …
  26. Erwarten Sie gespannt den nächsten Gottesdienst, den Sie besuchen werden.
  27. Stellen Sie fest, dass Sie es nicht erwarten können.
  28. Gehen Sie mit Ihrem Schleier zur Anbetung.
  29. Beten Sie darüber.
  30. Fühlen Sie sich ein wenig schlecht, weil Sie möglicherweise nur deshalb zur Anbetung gegangen sind, um Ihren Schleier zu tragen.
  31. Erinnern Sie sich daran, dass Jesus glücklich war, Sie überhaupt zu sehen.
  32. Nehmen Sie ihren Schleier mit zur Sonntagsmesse.
  33. Atmen Sie tief und regelmäßig, während Sie ihn auf Ihren Kopf legen.
  34. Sichern Sie ihn mit Nadeln oder Clips.
  35. Oder riskieren Sie es, ob er herunterfällt (manche fallen, manche nicht).
  36. Gehen Sie nervös in die Kirche.
  37. Machen Sie eine Kniebeuge und knien Sie nieder, um zu beten.
  38. Fühlen Sie sich sehr unsicher.
  39. Ziehen Sie an Ihrer Mantilla um sicherzugehen, dass sie sicher sitzt, aber tun Sie es heimlich (WAS, WENN JEMAND ES SIEHT???)
  40. Schauen Sie um sich um zu sehen, ob die Leute Sie nun vollends verurteilen.
  41. Seien Sie überrascht, dass sie es nicht tun.
  42. Seien Sie ein wenig enttäuscht, dass es die Leute nicht einmal berührt.
  43. Ich meine, Sie sind die einzige! Verdient das nicht wenigstens einige geflüsterte Tadel?
  44. Blicken Sie fast zufällig auf zu Unserem Herrn am Kreuz.
  45. Versuchen Sie, Ihr Lächeln zu unterdrücken.
  46. Erinnern Sie sich, dass dies der Grund ist, warum Sie dies tun: für Ihn.
  47. Danken Sie Gott für die Freude, Ihren Schleier zu tragen.
  48. Beten Sie, dass es Ihnen nur hilft, Ihn mehr zu lieben.
  49. Lächeln Sie.
  50. Und stellen Sie fest, dass Er bereits Ihre Gebete beantwortet.

Idiotensicher, richtig? 😉

Quelle: http://www.lauramcalister.com/2013/12/11/50-simple-steps-start-wearing-veil-mantilla/

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


Evangelium des fünften Sonntags nach Ostern

Joh 16, 23 – 30

An jenem Tage werdet ihr mich nichts mehr fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, so wird er es euch geben. Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr empfangen, und eure Freude wird vollkommen sein.

Dies habe ich in Bildern zu euch geredet. Es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildern zu euch reden, sondern offen euch vom Vater Kunde geben werde. An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch, dass ich dann den Vater nicht mehr für euch bitten brauche. Denn der Vater liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“

Da sprachen seine Jünger: „Siehe, jetzt redest du offen und sprichst nicht mehr in Bildern. Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und niemand dich erst zu fragen braucht. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.“

Betrachtung zum Evangelium des fünften Sonntags nach Ostern

Es ist eine sehr löbliche, dem Geiste des Christenthum’s angemessene Gewohnheit, die. Gebete zu Gott dem Vater mit den Worten: „durch Jesum Christum, unsern Herrn“ das ist, durch die Verdienste unsers Erlösers zu schließen. Gott wird uns gewiß um der Verdienste Jesu willen alles geben, was uns heilsam ist. Wenn uns aber Gott nicht erhört; so haben wir entweder nicht recht, nicht mit Reue, Demuth, Gottes- und Nachstenliebe gebetet; oder, das, um was wir gebeten, würde uns jetzt nicht nützlich, sondern schädlich seyn. Durch das Gebet erlangen wir alles, was wir heilig wünschen, die Tugend hier und dort die ewige Freude. Laßet uns, wie heute, wie an den folgenden drei Bitttagen, so immer und in allen Anliegen des Leibes und der Seele mit einander und für einander beten.

Kirchengebet

O Gott, von dem alles Gute herkömmt; verleih unsern demüthigen Bitten, daß wir deinen Einsprechungen gemäß recht denken und unter deiner Leitung auch recht handeln! Amen.

Mantilla – die katholische Eleganz und ein Abglanz der Schönheit Gottes


Mantilla young women

Um unseren Blog noch frauenfreundlicher zu gestalten, veröffentlichen wir einen Beitrag in der Übersetzung von Eugenie Roth, den wir hier, auf einer amerikanischen traditionsverbundenen Seite gefunden haben. Wir wollen hiermit bei uns eine kleine Lanze für die Entdeckung einer Mantilla im deutschen Sprachraum brechen, wo sie wohl innerhalb der letzten 200 Jahre kaum verbreitet war (Vielleicht weiß jemand etwas mehr darüber?), was aber niemanden daran hindern sollte sie wieder oder zum ersten Mal zu tragen. Nein, meine Damen, es ist kein Kopftuch und keine Burka. Es ist eine Mantilla, denn Sie sind katholisch. Wir wollen dennoch keine jahrzehntelang dauernden Grabenkämpfe zwischen den Mantilla-Befürworterinnen und Mantilla-Gegnerinnen auslösen, wie sie leider immer wieder vorkommen. Tja, Frauen sind da wirklich unerbittlich, was Mode anbelangt.

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Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


Evangelium des vierten Sonntags nach Ostern

Joh 16, 5 – 14

Nun gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? Sondern weil ich euch das gesagt habe, ist euer Herz vol Traurigkeit. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe. Denn wenn ich nicht hingehe, kommt der Beistand nicht zu euch; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt zum Bewusstsein bringen, dass es eine Sünde gibt, eine Gerechtigkeit und ein Gericht: eine Sünde, weil sie an mich nicht glaubt; eine Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; ein Gericht, weil der Fürst dieser Welt schon gerichtet ist.

Nich vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit einführen. Denn er wird nicht aus sich reden, sondern was er hört, wird er reden, und was zukünftig ist, euch verkünden. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem Meinigen nehmen und es euch verkünden.

Betrachtung zum Evangelium des vierten Sonntags nach Ostern

Niemals dürfen wir vergessen, daß auch wir sterben müssen, und zu Gott kommen sollen. Wodurch aber kommen wir dahin, als durch den Tod Jesu am Kreuze, der schon den Aposteln das jüdische Vorurtheil von einem irdischen Messias nahm und sie hinleitete, ein geistliches Reich, ein Reich der Tugend und der Wahrheit, zu erwarten; der sie fähig machte, den heiligen Geist zu empfangen, um tiefere Einsicht in den Religionswahrheiten zu erreichen und Wunderkraft und Muth zu erlangen, das heil. Evangelium zu verkünden, das allein uns zum ewigen Heile führet? Unterwerfen wir uns jeder Zeit den Anordnungen Gottes, und nehmen wir auch Widerwärtigkeiten aus seiner Vaterhand willig an! Entziehen wir uns bisweilen sinnlichen Tröstungen; so werden wir einst die ewige Freude genießen. Doch um dieses Alles einsehen und vollbringen, um das Gute von dem Bösen unterscheiden zu können, bedürfen wir einer höhern Einsicht, die uns der heil. Geist verleihen kann. Darum laßt uns auch Diesem dieselbe göttliche Ehre erweisen, wie dem Vater und dem Sohne! und er wird sein Licht auf uns herabsenden.

Kirchengebet

O Gott! der Du machest, daß dein Volk nur Eines Sinnes und Herzens wird; laß dasselbe deine Gebote lieben und nach deinen Verheißungen trachten, damit unsere Herzen dort eine bleibende Stätte finden, wo wahre Freude wohnt! Amen.

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


Evangelium des dritten Sonntags nach Ostern

Joh 16, 16 – 22

Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr; und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder [, denn ich gehe zum Vater].“

Da sagten einige seiner Jünger zueinander: „Was will er uns damit sagen: Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr; und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder? Und: Ich gehe zum Vater?“ Sie sagten also: „Was meint er mit den Worten: Noch eine kleine Weile? Wir verstehen nicht, was er sagt.“

Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: „Darüber fragt ihr einander, dass ich gesagt habe: Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr, und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Trauer wird sich in Freude verwandeln. Wenn eine Frau gebiert, hat sie Trauer, weil ihre Stunde gekommen ist; hat sie aber das Kind geboren, so gedenkt sie nicht mehr der Not, aus Freude darüber, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. So habt auch ihr jetzt Trauer; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude wird niemand von euch nehmen.

Betrachtung zum Evangelium des dritten Sonntags nach Ostern

Jesus entzieht sich seinen treuen Anhängern nicht auf lange Zeit. Das Leben selbst ist kurz, kurz alle Leiden und Freuden desselben, die stets mit einander wechseln. Man sieht sich; man trennt sich, im Tode auf immer hienieden. Jenseits aber, in der ewigen Seligkeit, die uns Christus durch sein Leiden und Sterben bereitet hat, werden wir nimmer getrennt werden. Doch bevor wir das erreichen, haben wir so manchen Kampf zu kämpfen, den wir nur durch die unendliche Gnade Gottes überwinden können. Gott verläßt uns nie, wenn wir treu ihm und seinem Gesetze in Liebe anhängen. Gewiß wird dann auch das Versprechen Jesu an uns in Erfüllung gehen: Euer Herz wird sich freuen, und euere Freude wird euch Niemand nehmen. —

Kirchengebet

Gott! der Du denjenigen, die von dem Wege der Tugend abgewichen sind, das Licht deiner Wahrheit hast leuchten lassen; verleih allen denen, die sich zum Christentum bekennen, die Gnade, daß sie das, was deinem heiligen Namen entgegen ist, verabscheuen, und nach dem streben, was ein so heiliges Bekenntniß von ihnen fordert.

Amen.

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern

Joh 10, 11 – 16

Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht, und der Wolf fällt die Schafe an und versprengt sie. Der Mietling flieht, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne. Ich gebe mein Leben für meine Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstall sind. Auch sie muss ich herbeiführen; sie werden auf meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirt sein.

Betrachtung zum Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern

Eines der schönsten Bilder, unter denen man Vorgesetzte und Untergebene vorstellen kann, ist jenes von Christus gebrauchte Gleichniß von dem Hirten und den Schafen. Der gute Hirt setzt sein eigenes Leben der Gefahr aus, um seiner Heerde Sicherheit zu verschaffen. Und in welchem erhabenen Sinne erfüllt nicht Jesus die Pflichten eines guten Hirten! Wie großmüthig gab er, zur Behauptung seiner Lehre, zur Rettung und Beglückung der Menschen, sein Leben in den schmerzhaftesten und schmachvollsten Tod hin! Er hat uns durch seinen Tod am Kreuze erlöst. Wie sehr sollen wir ihn für seine unendliche Liebe wieder lieben! Und lieben können wir ihn nur, wenn wir seine Gebote beobachten. Darum laßt uns seine Stimme hören, jede Sünde verabscheuen und so in seiner heilige Kirche durch Tugend der ewigen Seligkeit entgegen gehen!

Kirchengebet

O Gott, der Du durch die Erniedrigung deines Sohnes die gefallenen Menschen wieder aufgerichtet hast; verleih deinen Gläubigen eine immerwährende Fröhlichkeit, damit diejenigen, welche Du dem ewigen Tode entrissen hast, durch deine Gnade die ewigen Freuden genießen. Amen.