Bischofsperlen: Bischof Jaschke „Natürlich gibt es Homosexuelle unter Priestern …“


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Der Hamburger Weihbischof Jaschke, der immer für eine Bischofsperle gut ist, gab Folgendes von sich:

„Natürlich gibt es Homosexuelle unter Priestern. Wahrscheinlich unter Bischöfen, unter Päpsten – unter Männern generell. Aber wir sind keine homosexuelle Bande, die in Frauenkleidern herumläuft!“

Man kann, falls man es möchte, um sich noch mehr Sühne- und Bußübungen aufzuerlegen, die ganze Sendung, in der dieser Worte gefallen sind, hier einsehen.[1] Bei manchen Bischofsperlen bleibt sogar uns der Mund offen und wir wissen nicht, was es dort noch zu kommentieren gäbe. Wir versuchen es dennoch und zwar von der logisch-semantischen Seite. Diese Aussage ist doch widersprüchlich, denn wenn:

a) wenn Homosexuelle unter Priestern usw. gibt,

b) dann sind wir eine homosexuelle Bande.

Gäbe es kein a), dann gäbe es kein b) oder das b) wäre nicht ausgeschlossen. Man müsste hier natürlich statistisch und terminologisch definieren, wie viele

(i) Priester,

(ii) Bischöfe,

(iii) Kardinäle

(iv) Päpste

prozentual homosexuell sind.

             Ad (iv) Haben wir homosexuelle Päpste?

Der Punkt (iv) lässt sich am einfachsten beantworten, denn wir haben zurzeit wie es scheint zwei Päpste, einen regierenden und einen Emeritus, sodass hier die Maximalzahl an homosexuellen Päpsten zwei lautet und wir prozentuell von 0%, 50% oder 100% an homosexuellen Päpsten sprechen können. Wie viel ist es denn wirklich? Wir glauben, dass mindestens 50%, denn Papst Franziskus macht aus seiner Homophilie keinen Hehl, da er sich nachweislich sehr gerne mit homosexuellen Prälaten umgibt.[2] Leider kann Papst Benedikt wenigstens von einer möglichen Neigung nicht freigesprochen werden. In dem Interviewbuch mit Peter Seewald „Gott und die Welt“ aus dem Jahre 2000 nach dem Sinn des Lebens gefragt, stimmt Kardinal Ratzinger Seewald zu, dass es die Liebe ist.[3] Ratzinger sagt wörtlich Folgendes:

„Daß unser Leben letzten Endes darauf hinausläuft, Liebe zu entdecken, zu empfangen und zu geben […] Die menschliche Liebe enthält immer einen Ewigkeitsanspruch in sich. […]“[4]

„Ich erfülle sozusagen meine Sendung auch als Liebender erst ganz, wenn ich ganz der werde, der ich sein kann.“[5]

„Seewald: Fragen wird konkret: Wie ist es denn bei einem Kardinal? Konnten Sie die Kunst des Liebens lernen?

[…] Später lernt man sie in den Begegnungen, die einem das Leben zuspielt. Man lernt sie in einer Freundschaft, lernt sie mit einer Aufgabe, die mich mit dem anderen verbindet, mit einem Auftrag. Es geht in all dem darum, nicht in erster Linie sich selbst zu suchen, sondern den Weg des Gebens und damit auch das richtige Empfangen zu erfahren.“[6]

Nun ja, das ist natürlich alles sehr schön und richtig, aber gleichzeitig auch sehr griechisch und leider ein wenig homophil. Der Schreiber dieser Zeilen hat auch viele Freundschaften gepflegt und pflegt sie immer noch, aber er würde sie niemals als Liebe bezeichnen und sagen, dass er dadurch „die Kunst des Liebens“ lernt. Lieben hat ja, auch nach Aristoteles, der diesen Überlegungen auch Pate steht, mit sexueller Anziehung zu tun: man möchte besitzen und gefallen. Wenn jemand aber Priester ist und fast in ausschließlich männlicher Umgebung jahrzehntelang lebt und dann anschließend diese Ansichten von sich gibt, dass der Lebenssinn, verkürzt formuliert, in einer Beziehung besteht und diese dann sublimiert und auf Gott überträgt, dann ist es doch erstens höchst modern, im Sinne der unseligen Philosophie des Dialogs (Buber und andere), andererseits mutet es aber auch ziemlich homophil an. Auch die erste Enzyklika von Benedikt XVI „Gott ist Liebe“ ist mit dem platonischen Eros wirklich durchsetzt und zwar wirklich mehr als alle platonisierenden, griechischen Kirchenväter zusammengenommen es tun. In der Enzyklika lesen wir die folgenden Sätze:

„2. Die Liebe Gottes zu uns ist eine Grundfrage des Lebens und wirft entscheidende Fragen danach auf, wer Gott ist und wer wir selber sind.“[7]

Existentiell übersetzt heißt es: Wen und wie darf ich lieben? Was sagt Gott dazu?

„ 3. […] Stellt sie [die Kirche] nicht gerade da Verbotstafeln auf, wo uns die vom Schöpfer zugedachte Freude ein Glück anbietet, das uns etwas vom Geschmack des Göttlichen spüren lässt?“

„Verbotstafeln“ – keine Homosexualität.

„4. Aber ist es denn wirklich so? Hat das Christentum tatsächlich den Eros zerstört? […]“

Aha.

„ 5. Zweierlei ist bei diesem kurzen Blick auf das Bild des Eros in Geschichte und Gegenwart deutlich geworden. Zum einen, dass Liebe irgendwie mit dem Göttlichen zu tun hat: Sie verheißt Unendlichkeit, Ewigkeit – das Größere und ganz andere gegenüber dem Alltag unseres Daseins. Zugleich aber hat sich gezeigt, dass der Weg dahin nicht einfach in der Übermächtigung durch den Trieb gefunden werden kann. Reinigung und Reifungen sind nötig, die auch über die Straße des Verzichts führen. Das ist nicht Absage an den Eros, nicht seine „Vergiftung“, sondern seine Heilung zu seiner wirklichen Größe hin.“

Wenn das nicht autobiographisch zu lesen ist, was dann? Es erinnert ein wenig an die letzten Passagen aus „Der Tod in Venedig“ von Thomas Mann, der, wie man weiß, wenigstens homophil, obwohl glücklich verheiratet war.

Kurz und gut zeigt uns hier Papst Benedikt XVI den Weg des Verzichts und der Sublimierung an. Soweit so gut, dass ist auch der Weg des Zölibats, welcher sich jedoch gegen das Begehren von Frauen richtet, da die ganze priesterliche Existenz darauf praktisch ausgerichtet ist, dass die Geistlichen einfach wenig Zeit in Gesellschaft von Frauen verbringen oder wenigstens verbringen sollten. Da man davon ausgeht, dass entweder sie sich zu den Frauen oder Frauen zu ihnen sexuell hingezogen fühlen könnten. Der Zölibat setzt aber auch voraus, dass sich Männer nicht zu Männern sexuell hingezogen fühlen und daher Männer im gleichen Haus wohnen, leben, arbeiten und eigentlich permanent voneinander umgeben sein können, ohne dass dort eine Gefahr für ihre Keuschheit droht. Will man seine Ruhe, so bleibt man allein und erholt sich dadurch. Bei Homosexuellen oder Homophilen (also nur die Neigung, keine Taten, hoffentlich) sind diese Gegebenheiten nicht vorhanden, sodass das ganze zölibatäre Leben eigentlich auf einer Lüge basiert. Denn der Zölibat beruht auf Reinheit vom sexuellen Begehren (concupiscentia) jeglicher Art, nicht nur vom Begehren von Frauen. Ist man aber sein ganzes Leben lang von jungen, attraktiven Männern umgeben, die man begehrenswert findet, in die man sich vielleicht verliebt, auch wenn keine Taten folgen sollten, so fragt man sich wirklich, ob man da noch zölibatär lebt.

Reinheit oder Keuschheit, wie sie von den Geistlichen gefordert wird, durch welche Christus in persona wirkt, setzt nicht nur die Enthaltsamkeit von Taten, sondern auch von Phantasien, Gefühlen und Intentionen voraus. Man soll ganz frei von Gefühlen für andere Menschen sein, um ganz für Gott frei zu sein. Vacare Deo – „leer sein für Gott“, sagen die Karthäuser. Das Du ist letztendlich Gott und kein Mensch, da der Gott-Mensch Christus durch den Priester in den Wandlungsworten auf die Erde hinabgezogen wird, wie es Martin von Cochem formuliert hat. Also durch einen unreinen Priester erhalten wir alle viel weniger Gnaden. Dies ist der spirituelle Background oder Hintergrund des Zölibats oder der Keuschheit im christlichen Sinnen, damit die Gebete reiner werden und bei Gott mehr erreichen. Hält man seinen Leib vielleicht rein, seine Gedanken oder Gefühle nicht, so ist man geteilt. Sich selbst aber dauernd in diese Situation zu bringen, ist doch Betrug an Gott, den Menschen und der Kirche und man kann sehr schnell fallen. Außerdem ist ein ein Leben in der Lüge, welche einem Wissenschaftler als Wahrheitssucher zuwider laufen sollte. In Ratzingers  Werken gibt es wirklich sehr gute Passagen, die manchmal von der Qualität an Kirchenlehrer erinnern, aber auch schwache Stellen und Anbiederung an den Zeitgeist. Es gibt dort wenig Einfachheit und wenig ist aus einem Guß. Ratzinger versteckt sich oft hinter der wissenschaftlichen oder literarischen Sprache, die er meisterhaft beherrscht. Vielleicht ist seine Neigung und das ewige Versteckspielen der Grund, aber Gott ist einfach und die Wahrheit ist einfach und so sollte man von Gott, falls man ihn kennt, schreiben. Es tut uns wirklich weh diese Vermutungen zu äußern, aber dadurch wird die Lage im Vatikan verständlich. Christus hat Ratzinger solch eine große Gnade und Ehre erwiesen sein, also Christi, Stellvertreter sein zu dürfen. Und Ratzinger hat hingeworfen. Schrecklich! Welche Verantwortung, welche Schuld!

Wie man aus dem gemischtsexuellen Arbeitsumfeld weiß, bringt der Eros nur Chaos in eine Firma, da der Chef, der nach einer Sekretärin schmachtet leider von ihr emotional abhängig ist, sie ihn, oft zum Schaden des Betriebs steuern kann, wenn sie ihn ablehnt, rächt er sich an ihr oder an allen Mitarbeitern gleich mit. Die verliebten Mitarbeiter bilden ihre Klüngel, wenn sie miteinander Schluss machen, hassen sie einander und gehen einander aus dem Weg und daher lautet die Regel: „Man liebt nicht dort, wo man arbeitet“. Diese Regel ist aber innerhalb eines „Priesterbetriebs“ nicht zu verwirklichen, sollten dort homosexuelle Taten oder homophile Neigungen bestehen, weil man ja permanent „auf der Arbeit“ ist.

Der Schreiber dieser Zeilen kannte einmal einen Priester, der wenigstens homophil war und bei dem wahrscheinlich keine Taten folgten, wenigstens nicht mit dem Schreiber dieser Zeilen. Es war ein guter, warmherziger, frommer und altruistischer Mensch, bei dem genau der gleichen „griechischen Eros-Argumentation“ folgte, sprich die Sublimierung durch den Intellekt, wie sie bei Ratzinger/Benedikt XVI. vorhanden ist. Dieser Priester war auch in der Priesterausbildung tätig. Leider konnte er die Kleriker nicht richtig disziplinieren, sie tanzten ihm auf der Nase herum, nutzten seine Güte und vielleicht die Neigung schamlos aus, er war ihnen mehr eine alleinerziehende Mutter als ein Vater. Fast alle, die er geleitet hatte, haben aus verschiedenen Gründen das Seminar verlassen, unter anderem deswegen, weil er ein Machtvakuum zuließ, welche weniger gute Priester und Menschen zu ihrem Vorteil ausnutzten. Er ließ ein Trümmerfeld zurück und zog sich selbst zurück, ohne an die Hinterbliebenen zu denken. Er kämpfte weder für seine Leute noch für sich selbst. Die Parallelen zu Benedikt XVI sind deutlich, deswegen vermuten wir bei dengleichen Symptomen auch diegleichen Gründe. Diese wahre Geschichte zeigt, dass auch eine homosexuelle Nur-Neigung, hier Homophilie genannt, wirklich keinen guten Priester macht und langfristig sehr viel Schaden anrichtet. Die Frage „haben sie oder haben sie nicht“ tut hier nichts zur Sache, denn auch wenn „sie es nicht getan haben“, so lebten sie an ihrer eigentlichen Berufung vorbei: ein reines und allein auf Gott ausgerichtetes Gefäß der Gnade zu sein.

Deswegen halten wir die unter Papst Benedikt XVI. herausgegebene Instruktion über Kriterien zur Berufungsklärung von Personen mit homosexuellen Tendenzen im Hinblick auf ihre Zulassung für das Priesteramt und zu den heiligen Weihen für nicht ausreichend und verfehlt.[8] Die uns interessierenden Passagen lauten wie folgt:

Im Licht dieser Lehre hält es dieses Dikasterium im Einverständnis mit der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung für notwendig, mit aller Klarheit festzustellen, daß die Kirche – bei aller Achtung der betroffenen Personen [9] – jene nicht für das Priesterseminar und zu den heiligen Weihen zulassen kann, die Homosexualität praktizieren, tiefsitzende homosexuelle Tendenzen haben oder eine sogenannte homosexuelle Kultur unterstützen.[10]

Dies bedeutet im Klartext, dass diejenigen Kandidaten, welche:

  • keine Homosexualität praktizieren,
  • keine tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen haben,
  • und keine sogenannte homosexuelle Kultur unterstützen,

zur Weihe zugelassen werden können und sie werden auch zugelassen. Dies bedeutet „die Neigung allein“ oder eine schwache Neigung ist kein Hindernis. Aber ist überhaupt eine Neigung vorhanden, wenn auch schwach, dann wird sie, wenn man sich ausschließlich in reinen Männerkreisen aufhält, stärker bis sehr stark, es folgen die Taten und dann haben wir die Homo-Lobby, die wir haben. Auch die Aussage von Bischof Jaschke wird verständlich, weil sie leider wahr ist. Dass diese Instruktion im Jahre 2005 folgte, nach all den zahlreichen zu fast 90% homosexuell gearteten Missbrauchskandalen, ist nur dann nachvollziehbar, wenn man annimmt, dass Benedikt XVI. in dieser Angelegenheit selbst befangen war und sich vielleicht dachte „bei mir hat es mit der Enthaltsamkeit von Taten geklappt, so kann es bei anderen auch klappen“. Nun ja. Dies sind natürlich starke Worte und wir rechnen damit, dass uns manche der bisherigen Leser verlassen. Dennoch ist dies nicht ausgeschlossen und unsere Argumentation scheint uns stringent. Wie sagte doch jemand: „Die Biographie lügt immer, die Fiktion nie“. Bei Ratzinger/Benedikt ist doch sein Ouevre die Fiktion, beziehungsweise seine Taten und Unterlassungen sprechen auch für sich. Was er bei der römischen Kurie, wie sie ist, hätte anders machen können, entzieht sich unserer Kenntnis, aber all die zitierten Passagen hat er entweder gesagt, autorisiert oder geschrieben. Und dies sind Tatsachen. Natürlich tut es einem weh, wenn es mit Benedikt stimmen sollte, aber die Wahrheit ist wichtiger als persönliche oder nationale Vorlieben: amicus Plato, sed magis amica veritas („Plato ist mir ein Freund, aber mehr ist die Wahrheit mir eine Freundin“), sagte angeblich Aristoteles, als er die platonische Lehre verließ, um bei den Griechen zu bleiben. Dies alles bedeutet, dass Bischof Jaschke tatsächlich die Wahrheit sagen kann, wenn er von „homosexuellen Päpsten“ in der Mehrzahl spricht, auch wenn er vielleicht hier homosexuell mit homophil gleichsetzt.

 Ad (i) bis (iii) Wie viele homosexuelle Geistliche gibt es?

Dass es auch auf unteren Rängen von Homosexuellen wimmelt, ist längst bekannt. Wie hoch ist die Anzahl? Wir können nur mutmaßen:

  • Priester 20% bis 40%,[9]
  • Bischöfe, Erzbischöfe einschließlich Kurienbischöfe 40% bis 60%,[10]
  • Kardinäle, Gott gebe, dass es nur 50% bis 70% sind.

Vielleicht kann uns einer unserer italienischen oder vatikanischen Leser seine Zahlen schicken. Auch wenn manche von uns zitierten Aussagen vom kompromittierten David Berger stammen, so muss er nicht automatisch in diesem Kontext lügen. Er hat ja gerade durch seine Homosexualität in Vatikan Karriere gemacht. Peinlich, peinlich für beide Seiten.

Bischof Jaschke sagt also die Wahrheit. Aber was ist daran natürlich? Es ist gegen die natürliche Ordnung, es ist gegen die philosophisch-theologisch aufgefasste Natur (natura) des Menschen, es ist eine schwere Sünde, es ist eine himmelschreiende Sünde! Wir haben also auf allen Hierarchiestufen Priester, die in einer himmelschreibenden Sünde leben! Das ist doch nicht natürlich, lieber Herr Bischof Jaschke! Bei dieser Besetzung ist die jüngste Entwicklung der Kirche, also so seit 1962 wirklich kein Wunder. Wir haben darüber bereits geschrieben und Bischof Jaschke bestätigt es noch. [11]

Was ist die Lösung?

Erstens Weiheverbot für jegliche homosexuelle Tendenzen, zweitens Laizisierung aller homosexuellen Priestern. Wunschdenken? Dies hat es doch tatsächlich schon gegeben und zwar unter Pius V. im Jahre 1568, welcher in der apostolischen Konstitution Horrendum illud scelus alle homosexuellen Kleriker aus dem Klerikerstand entlässt und der weltlichen Gewalt zur Bestrafung übergibt.[12] Wie es praktisch bewerkstelligt wurde, wissen wir noch nicht, aber wir werden diese Fragen irgendwann einmal untersuchen. Also dieses Problem hat es schon gegeben, es hat es im erschreckenden Ausmaß gegeben und ein starker Papst, ein Asket und ein Heiliger wusste, wie er vorzugehen habe. Wir hätten kurzfristig einen noch größeren Priestermangel besonders in Rom, aber andere Priester könnten wieder frei aufatmen, weil sie nicht durch die homosexuelle Hydra gewürgt werden würden. Dies ist also die Lösung, liebe Leser aus dem Vatikan, die ihr uns hier besucht. Carry on! Ihr werdet sagen, dass diese Lösung jetzt nicht mehrheitsfähig ist, dies ist wohl wahr, aber in Rom wäre die Lösung von Pius V. vor Sacco di Roma 1527 auch nicht mehrheitsfähig gewesen,[13] wohl aus denselben Gründen wie jetzt. Da Gott als unveränderlich denselben modus operandi an den Tag legt, so wird es auch diesmal nicht anders werden: zuerst ein neues Sacco di Roma und danach die Bekehrung, auch an der römischen Kurie und in allen Ordinariaten. Warten wir es ab.

[1] http://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/29-nachtcafe-expriester-charamsa-schwulen-paranoia-im-vatikan/-/id=10563098/did=16875478/nid=10563098/1bqi474/index.html

[2] http://www.katholisches.info/2016/01/29/papst-franziskus-laedt-bischof-der-homo-lobby-zu-vertraulichem-treffen/ http://www.katholisches.info/2015/09/29/paepstliche-appeasement-strategie-gegenueber-homosexualitaet-homo-star-mit-franziskus-auf-papstbuehne-im-madison-square-garden/ http://www.katholisches.info/2015/05/30/was-denkt-man-im-freundeskreis-papst-franziskus-homosexualitaet-synode-abtreibung/ http://www.katholisches.info/2013/07/29/papst-franziskus-ricca-und-die-homo-lobby-wovon-sprach-der-papst-im-flugzeug-wirklich/

[3] Ratzinger, Joseph Kardinal, Gott und die Welt. Glauben und Leben in unserer Zeit. Ein Gespräch mit Peter Seewald, DVA: München 2000, 157-168.

[4] Ebd. 158.

[5] Ebd. 159.

[6] Ebd. 164.

[7] Benedikt XVI, Gott ist Liebe. Deus caritas est. Die Enzyklika, Sankt Ulrich Verlag: Augsburg 2006, 26. 28.30

[8] http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccatheduc/documents/rc_con_ccatheduc_doc_20051104_istruzione_ge.html

[9] http://www.huffingtonpost.de/david-berger/schwule-priester-katholische-kirche_b_5927836.html https://www.youtube.com/watch?v=G8-E_lbdslM

[10] http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.dieser-theologe-behauptet-theologe-jeder-zweite-priester-ist-schwul.c3dcfd78-ee1c-411f-b65b-a25ede53ca68.html

[11] https://traditionundglauben.wordpress.com/2015/08/19/worum-es-bei-der-herbstsynode-wirklich-geht-3-herbssynode-und-damonologie/

[12] http://wdtprs.com/blog/2006/11/official-document-from-rome-on-homosexual-activity-by-clerics/ http://www.traditioninaction.org/religious/n009rp_HomosexualPriests.htm

[13] http://www.katholisches.info/2015/12/02/der-sacco-di-roma-eine-barmherzige-strafe/

Bischofsperlen: Kardinal Woelki „weiß nicht, wo die Reise hingeht“ oder wie die Bischofsernennungen vor sich gehen


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Obwohl wir uns hier fest vorgenommen haben wirklich katholische Aussagen der Bischöfe, wohl nicht der deutschsprachigen, zu veröffentlichen, so stehen diese noch aus, weil sie so schwer zu finden sind. Und wir meinen nicht das übliche: „Bla-Bla-jedoch-aber-wenn-die-pastoralen-Gründe-dafür-sprechen“, sondern richtig katholische Lehre. Die deutschsprachigen Bischöfe benehmen sich aber, als hätten sie von unserer Rubrik gehört und überbieten sich in „Perlenaussagen“, um einen möglichst guten Platz in der Hitparade zu ergattern.

So gibt gloria.tv an, dass Kardinal Woelki nachdem er einen Diözesanpastoralrat konstituiert hat einerseits von einem neuen Aufbruch sprach, andererseits aber zugab nicht zu wissen, wohin die Reise geht.[1] Obwohl die Zuverlässigkeit von gloria.tv vielleicht von einigen Lesern hinterfragt werden kann, so kann Kardinal Woelki diese Worte tatsächlich gesagt haben, da er damit die Rede zu seiner Amtseinführung wiederholt,[2] wo er es auch nicht wusste. Es sind aber die Worte, welche uns auch von domradio.de übermittelt werden, so dass wir davon ausgehen können: er hat es wirklich gesagt.[3] Wir nehmen an, dass die 70 Mitglieder, vergütet oder auch nicht, es ebenfalls nicht wissen, wohin die Reise geht und der Priesterrat, der den Kardinal nicht mehr berät, wohl auch nicht. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass der arme Kardinal Woelki auf Anweisungen aus dem KanzlerInnenamt wartet oder auf das Dictum der Medien. Aber sehen wir das Problem auf einer tieferen Ebene: Bischof Woelki wurde doch aufgrund seiner Orientierungslosigkeit, der fehlenden Ansichten zuerst zum Weihbischof und dann zum Kardinal von Berlin und anschließend von Köln gewählt und ernannt. Und zwar von seinen „Freunden“ oder „Gönnern“ in der vatikanischen Kongregation für Bischöfe, welche die Bischofsernennungen vornimmt, beziehungsweise die beschönigten Lebensläufe den Päpsten vorliegt. Bei Franziskus braucht man nichts vorzulegen, der wählt gleich die Schlimmsten. Ein ängstlicher Mann ohne Eigenschaften, wie Kard. Woelki, ist sehr leicht zu beeinflussen und zu lenken. Und er steht der größten Diözese Deutschlands und der reichsten der Welt vor. Eine Schande! Woher wissen wir denn, wie es bei der Bischofskongregation zugeht, wenn wir ihr nicht angehören? Weil es direkt beschreiben worden ist und es indirekt Erzbischof Jan Pawel Lenga, den wir hier anführten, bestätigte.[4]

Wo wurde es denn schon beschrieben? Im Buch Wir klagen an. Zwanzig römische Prälaten über die dunklen Seiten des Vatikans, einem Buch, unter dem Sammelnamen I Millenari im Jahre 1999 verfasst. Auf Deutsch nur im Antiquariat zu finden. Diese traurige Beschreibung der Endzeit des Pontifikats von Johannes Paul II. nahmen tatsächlich mehrere Mitglieder der Kurie vor, welchen das Wohl der Kirche am Herzen lag. Manche Ansichten sind von einer bemerkenswerten geistigen und intellektuellen Tiefe geprägt, andere sind weltlicher und „sozialistischer“ Natur, z. B. die Forderung nach Gewerkschaften für die Mitarbeiter der Kurie, die keine Rechte gegenüber ihren Vorgesetzten haben. Es ist durchaus lesenswert und da der Vatikan intensive Nachforschungen angestellt hat, um die Schuldigen zu finden und zu bestrafen, was weitgehend nicht gelungen ist, so kann man davon ausgehen, dass diese Informationen wahr sind. Wir wollen hier von der chronique scandaleuse, in der die immer größere Homosexualisierung der Kurie beschrieben wird, absehen, sondern uns nur auf die Bischofsernennungen, denen wir unsere „Perlenbischöfe“ verdanken, konzentrieren. Im Kapitel VII von Wir klagen an, welches „Das Dikasterium, wo die Bischöfe geformt werden“ lesen wir:

„Die Kongregationen für die Bischöfe ist nach dem Staatssekretariat das wichtigste Dikasterium der Kurie, seinerzeit gänzlich in der Macht des Kardinals Sebastiano Baggio. Sie schlägt dem Papst die Kandidaten für das Bischofsamt vor – zumindest dem Papier nach, da das Kirchenoberhaupt in der Regel fast unbesehen den Namen, der zuoberst auf der Liste mit den drei Vorschlägen steht, mit seinem Siegel bestätigt. Welcher das ist, haben die Führer der Seilschaft schon längst unter sich ab gemacht. Diese Behörde ist folglich von größter Bedeutung, ein Knotenpunkt kirchlicher Macht – mehr denn je in der augenblicklichen Situation, in der die Bischofssynode dazu tendiert, dem Papst so viel Macht wie möglich zu entziehen. Wie die Praxis sich zurzeit darstellt, gibt es drei Arten von Anwärter auf die Bischofssynode:

a) die Exzellenten, eine Bezeichnung, die sich auf ausgesprochen kirchentreue und fromme Persönlichkeiten bezieht, sowohl was ihre Lebensführung als auch ihre Bildung und seelsorgerische Tätigkeit angeht; Priester, die einem Bischof ebenbürtig sind, verdienstvoll an Diözese und Kurie. Sie werden von ihren Vorgesetzten oft als störend empfunden und von vielen für wahre Heilige und daher untauglich gehalten; manche von ihnen folgen dem Ruf nicht, um nicht dem Hochmut zu verfallen;

b) die Exzellenzen, Würdenträger, die ein Bischofsamt erhalten, obwohl sie wenig oder gar nicht darum bemüht haben, eine sehr kurze Liste; viele von ihnen besitzen sogar die Bescheidenheit, sich der ihnen anvertrauten Aufgabe für nicht gewachsen zu halten;

  1. c) und schließlich die lange Liste der exzellenten Diebe, die auf ganz besondere, verstohlen-diebische Art zu Amt und Würde gelangt sind, nämlich nach dem Motto do tu des, ich gebe, damit du gibst: liebenswürdige Aufmerksamkeiten für jene, die an der Spitze stehen eigennützige Schenkungen und Prälaten, hier mal großzügig über etwas hinweg sehen und dort mal einen Gefallen tun, goldene Kreuze zu Geburtstagen hin und wieder auch kostspielige Geschenke an einflussreiche Freude des Freundes. Sie sind aufgeblasen und voller Stolz es geschafft zu haben, quo modo cumque [auf welche Art auch immer]. Selbst auf Kosten ganzer Lieferwagen von Lebensmittel für die päpstliche Fürsprache, dank derer der Bischof an die Ernennung kommt wie die Jungfrau zum Kinde – wenn auch manchmal mit etwas Verzögerung.“[5]

Dies war die Lage im Jahre 1999. Heute ist sie wohl viel schlimmer, da uns scheint, dass Kardinal Woelki keiner der oben angeführten Beschreibungen entspricht. Er ist einfach ein absolut farbloser, leicht steuerbarer, ängstlicher Mensch, der entweder durch die vatikanische Homo-Lobby, an die Macht gehievt wurde, siehe seine Homo-Äußerungen,[6] oder ihr wenigstens nicht im Wege steht. Die Amerikaner bezeichnen solch einen Menschen als empty suit – „einen leeren Anzug“. Es ist aber sehr wohl möglich, dass Kardinal Marx, bei so viel Machtbewusstsein, der Kategorie c) angehört. Aber lesen wir weiter im Unterkapitel „Viele Mitren ohne Köpfe“:

„Die derzeit geltenden nachkonziliaren Bestimmungen [der Bischofsernennungen TuT] erweisen sich immer wieder als unzureichend, da die Wahrheit über einen Kandidaten allzu leicht verschwiegen oder verfälscht werden kann, je nachdem, ob man ihn befördern will oder nicht. Solche Manipulationen müssen eingedämmt und der Informationsprozess besser kontrolliert werden.

Mit der neuen Vorschrift bleibt im lockeren Ballwechsel zwischen Bischofskonferenzen, Nuntius und römischer Behörde die persönliche Verantwortlichkeit oft auf der Strecke. Zumal manche nationale Episkopate so pedantisch auf ihre Autonomie und Unabhängigkeit in jeder einzelnen Entscheidung bedacht sind, dass die Nuntien ihre Hände in Unschuld waschen, um nicht ihre Karriere zu riskieren. Denn manchmal stellt sich die Wahrheit über einen von bestimmten Bischöfen vorgeschlagenen Kandidaten am Ende als eine ganz andere heraus.

Seit über 30 Jahren [seit 1969] also wählt sich die Kirche die Bischöfe, die sie verdient. Dementsprechend sind viele Mitren im Umlauf, unter denen sich keine Köpfe befinden, sondern nur Leere und Anmaßung; gleichzeitig werden viele Köpfe ohne Mitren in das Dunkel des Vergessens abgedrängt. […]

Wie sich die Praxis zurzeit gestaltet, wird der Papst nicht über das ganze Auswahlverfahren informiert, sondern bekommt lediglich die Präferenz mitgeteilt, die fast immer mit dem ersten Kandidaten auf der Liste übereinstimmt. In seiner Akte wird er als geradezu prädestiniert für den Posten beschrieben, auch wenn dies nicht der oder nur sehr bedingt der Wahrheit entspricht. Außerdem sind die Akten, die man dem Papst vorliegt, derartig umfangreich, dass er kaum Gelegenheit hat, sich auch nur einen groben Überblick zu verschaffen, zumal man ihm seine Zeit absichtlich knapp bemisst. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als in blindem Vertrauen Siegel und Datum unter den Namen zu setzen, was dann auch als Einverständnis des Papstes zur Ernennung des neuen Bischofs gilt. Das macht es natürlich unmöglich festzustellen, ob der Erwählte des Amtes, das man ihm anvertrauen will, oder des Bistums oder der Kurie überhaupt würdig ist. Und noch unmöglicher, sicherzugehen, dass der Beförderte keiner Freimaurerloge oder mafiösen in Verbindung angehört.“[7]

Diese Beschreibung macht deutlich, warum wir solche und nicht andere Bischöfe bekommen. Weil das ganze System der nachkonziliaren Bischofsernennung falsch ist und wahrscheinlich von den „Machern“ so gestaltet worden ist, damit es der Kirche möglichst schadet. Dieses sagt auch, obgleich mehr durch die Blume, Erzbischof Lenga aus Kasachstan:

Meiner Meinung nach ist die schwache Stimme vieler Bischöfe eine Folge der Tatsache, dass in dem Prozess der Ernennung neuer Bischöfe die Kandidaten nicht ausreichend geprüft werden hinsichtlich ihrer zweifellosen Standhaftigkeit und Furchtlosigkeit in der Verteidigung des Glaubens, im Hinblick auf ihre Treue zu den jahrhundertealten Traditionen der Kirche und im Hinblick auf ihre persönliche Frömmigkeit. In der Frage der Ernennung neuer Bischöfe und sogar Kardinäle wird es immer offensichtlicher, dass manchmal solche bevorzugt werden, die eine bestimmte Ideologie teilen, oder dass einigen Gruppierungen der Vorzug gegeben wird, die der Kirche fremd sind und die die Ernennung eines bestimmten Kandidaten in Auftrag gegebenen haben.[8]

Es scheint, dass die Nuntien sich seit 1999 immer fester in den Händen der Homo-Lobby oder der „Macher“ im Vatikan befinden, was man daraus schlussfolgern kann, dass Papst Franziskus den Dienst in der römischen Kurie auf fünf Jahre beschränken und das Rotationsprinzip einführen möchte, wobei diese Regelung die päpstlichen Nuntien nicht betreffen soll.[9] Warum nicht sie? Weil die Letzteren schon längst entsprechend ausgewählt und auf den Kurs gebracht worden sind, siehe das traurige Beispiel des polnischen Nuntius auf der dominikanischen Republik Wesolowski, der recht schnell und unerwartet gestorben ist, ohne dass er vorher vielleicht hätte etwas sagen können. Sicherlich tut die Reform der römischen Kurie Not, aber im Sinne der Wiedereinrichtung all der vorkonziliaren Schutzmechanismen. Sonst haben wir einen Kardinal Woelki, der nicht weiß, wohin die Reise geht.

Da wir an diesem Freitag wieder einmal für die deutschsprachigen Bischofskonferenzen die Bußpsalmen beten werden so schließen wir auch ihn in unser Gebet mit ein.

[1] https://gloria.tv/media/pm5qEiDeLnV

[2] http://www.domradio.de/themen/rainer-maria-kardinal-woelki/2014-09-18/hirtenbrief-von-kardinal-woelki-zur-amtseinfuehrung http://www.welt.de/politik/deutschland/article132471020/Wohin-geht-die-Reise-der-Katholischen-Kirche.html

[3] https://www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/2016-01-23/beratungsgremium-fuer-kardinal-woelki-mit-laien-vertretern

[4] https://traditionundglauben.wordpress.com/2015/12/28/offener-brief-des-emeritierten-erzbischofs-jan-pawel-lenga-von-karaganda-kasachstan/

[5] I Millenari, Wir klagen an. Zwanzig römische Prälaten über die dunklen Seiten des Vatikans, Aufbau Taschenbuch Verlag: Berlin 20002, 93-94.

[6] https://traditionundglauben.wordpress.com/2015/11/22/was-konnen-wir-fur-die-kirche-tun-die-sieben-buspsalmen-beten-2-bischofskonferenz-und-die-gauss-kurve/

[7] Milenari, Wir klagen an, 95-97.

[8] https://traditionundglauben.wordpress.com/2015/12/28/offener-brief-des-emeritierten-erzbischofs-jan-pawel-lenga-von-karaganda-kasachstan/

[9] http://www.katholisches.info/2015/07/29/roemische-kurie-dienstbeschraenkung-auf-fuenf-jahre/

Bischofsperlen: Erzbischof Koch kümmert sich um homosexuelle und transsexuelle Flüchtlinge


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Bei manchen unserer Bischofsperlen kann man zu Recht den Verdacht hegen, dass wir uns sie ausdenken, um sich über die deutschsprachigen Bischöfe lustig zu machen. Manchmal muss man sich wirklich zwicken und fragen: Passiert das wirklich? Ja, es passiert wirklich und manche Taten sagen mehr als tausend Worte. So berichtet kath.net:

Berlin (kath.net/KNA) Der neue katholische Hauptstadtbischof Heiner Koch besucht am Donnerstag das Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule (MILES) in Berlin-Charlottenburg. Dabei wolle der Erzbischof sich im persönlichen Gespräch über die Lage von homosexuellen und transgeschlechtlichen Flüchtlingen informieren, kündigte der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) an. Sie würden auch in Deutschland, etwa in ihren Unterkünften, mit Gewalt konfrontiert.[1]

Diese Meldung stammt vom Mittwoch 13.01.2016 und da sie vom Donnerstag spricht, so ist damit wahrscheinlich Donnerstag der 14.01.2016 gemeint. Ein katholischer Bischof besucht also:

um sich zu vergewissern, dass es ihnen gut geht. Weiter berichtet kath.net.

Das LSVD-Projekt MILES bietet gleichgeschlechtlich orientierten Flüchtlingen und ihren Angehörigen psychosoziale Beratung, leistet erste Hilfe in Krisensituationen und vermittelt an andere Beratungseinrichtungen weiter. Weitere Angebote sind Rechtsberatung, Vortragsreihen und Kulturabende. Darüber hinaus hilft MILES beim Aufbau von Selbsthilfegruppen und deren Vernetzung.

Koch ist seit vergangenem September Berliner Erzbischof. Auch sein Vorgänger Rainer Maria Woelki traf vor gut vier Jahren kurz nach seinem Amtsantritt mit Vertretern des LSVD auf deren Initiative zusammen. Die Begegnung fand im Erzbischöflichen Ordinariat, der Verwaltungszentrale des Erzbistums Berlin, statt. Themen waren damals die Beschäftigung homosexueller Mitarbeiter im kirchlichen Dienst und die kirchenkritische Demonstration während des kurz danach stattfindenden Berlinbesuchs von Papst Benedikt XVI. am 22. September 2011. Der LSVD gehörte zu den Organisatoren der Anti-Papst-Demonstration.

Ein katholischer Erzbischof hat also 14 Tage nach den Exzessen von Köln nichts Besseres zu tun als zu fragen, ob es in den meisten Fällen islamischen Homosexuellen und Transsexuellen auch wirklich gut geht. Was geht ihn das an? Ist das Verkündigung? Ist das Seelsorge? In den Flüchtlingsunterkünften werden Frauen und Kinder vergewaltigt[3], deutsche Frauen auch außerhalb[4] und Christen werden verprügelt.[5] All das interessiert Erzbischof Koch scheinbar nicht. Interessant! Wir erinnern hier ganz zaghaft, dass ein katholischer Bischof vor allem sich um Katholiken zu kümmern hat, die in Berlin kaum vorhanden sind und nach solchen Besuchen immer weniger werden. Also nicht um Heiden, nicht um Todsünder und nicht um Menschen mit einer sexuellen Identitätsstörung, die zwar keine Sünde ist, aber sicherlich nicht im Vordergrund zu stehen hat. Hat denn Erzbischof Koch von Frau Dr. Merkel ein Aufgabenheft erhalten, dessen Inhalt er abzuarbeiten hat oder ist es seine eigene Initiative? Wir wissen es nicht. Noch politisch korrekter geht es kaum. Wir können nur hoffen, dass diese Flüchtlinge noch schwarz sind, Frauen und im Rollstuhl sitzen und dass der Erzbischof Koch auf dem Weg zum Flüchtlingheim wenigstens einen Wal gerettet hat, nachdem er gejoggt, Joga gemacht und ein veganes Frühstück zu sich genommen hatte. Wir hoffen jetzt keine Zielgruppe ausgelassen zu haben. Falls ja, so bitten wir um Nachsicht und der Erzbischof Koch wohl auch.

Wir sind jetzt hoffentlich motiviert auch für ihn am letzten Freitag des Monats die Bußpsalmen zu beten.

[1] http://www.kath.net/news/53569

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Transsexualit%C3%A4t

[3] http://www.welt.de/regionales/hamburg/article147461333/Wie-Frauen-in-Fluechtlingslagern-zu-Freiwild-werden.html http://www.huffingtonpost.de/2015/09/28/uebergriffe-vergewaltigungen-situation-vergewaltigung-frauen_n_8206072.html

[4] http://de.gatestoneinstitute.org/6547/vergewaltigungen-migranten

[5] http://www.focus.de/politik/deutschland/kritische-entwicklung-in-fluechtlingsunterkuenften-kann-mich-nicht-zum-glauben-bekennen-wie-es-christen-in-fluechtlingsheimen-ergeht_id_4988213.html http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/gewalt-gegen-christen-in-fluechtlingsunterkuenften-nimmt-zu-83593.html

Bischofsperlen: Bischof Schwaderlapp „Gott braucht keine volkskirchlichen Strukturen“.


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Dank kath.net, unserem Bischofperlenlieferanten, können wir diesmal eine Aussage vom Kölner Weihbischof Schwaderlapp vorstellen, welche in seiner Predigt vom 6.01.2016 vorkommt und wie folgt lautet:

Gott bahnt sich seinen Weg zu den Menschen: Er braucht dazu kein katholisches Milieu, und er braucht dazu keine volkskirchlichen Strukturen, und er schafft es sogar ohne katholische Einrichtungen und Institutionen, selbst ohne religionspädagogische Konzepte. So wichtig das alles ist – Gott ist stärker und er geht seinen Weg zu den Menschen. Jeder Mensch hat eine Offenheit für Gott. Jeder Mensch ist gottfähig, wie der Katechismus der katholischen Kirche sagt, jeder hat eine Möglichkeit Gott zu entdecken. Gott bahnt sich seinen Weg![1]

Bischof Schwaderlapp fängt mit der Beschreibung der Situation der Waisen aus dem Morgenland an bevor er diese Worte sagt. Wir wollen hier nicht die ganze Predigt rezensieren, wo sich noch sicherlich weiter Bischofsperlen finden, wir wollen dieses Jahr den Weihbischof nicht beschämen, indem wir die Predigten der Kirchenväter aus der Oktave der Epiphanie, welche leider 1955 abgeschafft wurde, übersetzen, sondern warten ein Jahr bis sich diese Texte auf Deutsch auf divinum officium einfinden. Soviel Bequemlichkeit darf ab und zu sein.

Wir wollen hier nur vermerken, dass sich zwar Gott vor der Geburt Christi und seinem öffentlichen Wirken zwar tatsächlich verschieden den Weg bahnte, aber er seit Pfingsten es durch die Kirche tut. Die Begebenheit mit den Heiligen Drei Königen oder mit den Waisen aus dem Morgenland ist tatsächlich historisch und zwar nicht historisch-kritisch, sondern nur historisch. Die Kirchenväter sagen:

„Die Heiden kommen zu Christus. Nicht Christus zum Stern, sondern der Stern zum Christus. Nicht Christus richtet sich astrologisch nach dem Stern, sondern der Stern führt zu ihm und bleibt stehen. Die ganze Weisheit des Morgenlandes kommt zum Erlöser und die Heiden entdecken den, den die Hohepriester entdecken sollten.“

(Wir haben doch etwas aus der Epiphanie-Oktave zitiert, obwohl wir uns zurückhalten wollten.) Aber seit der Entstehung der Kirche kann man doch nicht sagen, dass „Gott sich auch so seinen Weg bahnt“.

Dies sagt wohlbemerkt nicht ein pfingstlerisch-evangelikaler Prediger, nach dem Motto: „Christus ja, Kirche nein“, sondern ein katholischer Weihbischof, der als offen, dialogbereit, beliebt etc. irgendwann zu einem Diözesanbischof wird. Diese Aussage des kirchlich-klerikalen Antiklerikalismus ist doch eine kirchliche Bankrotterklärung, denn was heißt es übersetzt?

  • Gott bahnt sich seinen Weg zu den Menschen also scheinbar direkt, ohne den Mittler Christus, seine Menschwerdung und Kreuzestod. Was hat denn Gott vor 6.01.2016 getan, dass er sich jetzt erst den Weg bahnt?
  • Er braucht dazu kein katholisches Milieu also Katholizismus ist nutzlos, das „Milieu“ auch. Aufgrund aber seiner fehlenden Katholizität oder der Direktoffenbarung Gottes, der „sich seinen Weg bahnt?“
  • er braucht dazu keine volkskirchlichen Strukturen, weil sie keine Verkündigung leisten oder weil die Kirche an sich nutzlos ist?
  • er schafft es sogar ohne katholische Einrichtungen und Institutionen, ja in Deutschland muss er wohl, denn die taugen ja nichts.
  • selbst ohne religionspädagogische Konzepte siehe oben, da sie zum Atheismus führen.
  • Jeder Mensch hat eine Offenheit für Gott. Jeder Mensch ist gottfähig, ja das wissen wir wenigsten seit Philo von Alexandrien, Justin und Athenagoras, aber sie alle schrieben an die Heiden.

Bischof Schwaderlapp scheint sich in einer Zeit der noch vorjüdischen Uroffenbarung zu befinden, also noch vor Abraham, wo, wie Justin oder Clemens von Alexandrien schrieben „die Samenkörner der Wahrheit“ bei allen Völkern ausgestreut wurden, bevor Gott sich für Abraham und seine Nachkommen entschied. Diese „Uroffenbarung“ war aber keine richtige Offenbarung, weil sich da die Dämonen verfälschend einmischten und zur Idolatrie führten und die Menschen vor der Offenbarung der Wahrheit durch und in Christus schrecklich irrten. Seit 2000 Jahren haben wir aber den sicheren Heilsweg der Kirche oder wir hatten ihn ungefähr bis zum letzten Konzil, wo der Spruch von der „Gottfähigkeit“ des Menschen, nach Rahner, die Runde machte und jegliche Offenbarung, Mission, Bekehrung, Taufe, Kirche etc. unnötig zu sein scheinen. Bischof Schwaderlapp sagt aber nicht: „Gott braucht keine Kirchensteuer“. Interessant. Dieser Logik zufolge ist die Existenz des Bischofs Schwaderlapps sinnlos, denn Gott bahnt sich sowieso seinen Weg, auch ohne die Weihbischöfe und ohne ihn. Sind die Aussagen des Bischofs absolut falsch? Nein, aber sie sind sehr irreführend. Denn direkte Privatoffenbarungen Gottes, der „seinen Weg zu den Menschen geht“, sind extrem selten. Vielleicht rechnet der Bischof mit dieser Sonderoffenbarung, da er nichts verkündet und die Erzdiözese Köln auch nicht. Möglich wäre es. Da diese Predigt einige Bischofsperlen mehr bietet, so wollen wir unser Pulver nicht zu schnell verschießen.

Man kann uns natürlich Bosheit und tendenziöse Auswahl vorwerfen. Alle Auswahl ist tendenziell und tendenziös, aber eine gute Predigt oder einen guten Text, der ja kolportiert und veröffentlich wird, macht gerade das aus, dass er solche Passagen, besonders am Anfang, als man noch zuhört, nicht enthält. Denn was ist es wieder? Jawohl, die Miss-Wahl und der Weltfrieden.[2] Man redet dem Volk nach dem Mund und fängt antiklerikal an, wahrscheinlich, weil man selbst so empfindet. Wenn man bedenkt, welch eine Corporate Identity manche Menschen haben, welchen Stolz gerade in diesem und nicht jenem Betrieb zu arbeiten, der natürlich der Wichtigste auf der ganzen Welt ist. Und ein katholischer Bischof sagt, dass seine Kirche völlig nutzlos ist, weil sich Gott „seinen Weg zu den Menschen auch so bahnt“. Ist doch betrüblich.

Wird irgendwo ein neuer Weihbischof geweiht, so hoffen die verbliebenen katholischen Katholiken in Deutschland:

Na, vielleicht diesmal.

Wie in dem berühmten Lied der Sally aus dem Film „Cabaret“:

Maybe this time, I’ll be lucky, maybe this time he will stay?[3] [in unserem Fall bei der Lehre der Kirche]

Und dann hört man die eine Predigt, die andere und es ist genauso, wie es war. Für die Bildungshungrigen unter uns sei angefügt, dass der Film Cabaret nach dem autobiographischen Buch eines amerikanischen Homosexuellen, Christopher Isherwood, gedreht wurde, sodass der weibliche und männliche Hauptpart die Erlebnisse des Autors selbst widerspiegeln.[4] Leider ist keiner geblieben und Isherwood war unglücklich, wie es bei Sünde immer so ist. Auf Bischof Schwaderlapp zurückkommend, lässt sich sagen, dass leider diese Predigt eine Enttäuschung begründet und deswegen sollten wir auch für ihn am letzten Freitag dieses und jeden Monats beten.

[1] http://www.kath.net/news/53528

[2] https://www.youtube.com/watch?v=AfhVRAA4oGM https://www.youtube.com/watch?v=3st-Hai1y54

[3] https://www.youtube.com/watch?v=udmjmfp98Sw

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Leb_wohl,_Berlin

Bischofsperlen: Bischof Schwarz „Auch Jesus musste Vielfalt lernen“.


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Wir freuen uns hiermit auch unsere österreichischen Leser bedienen zu können, die sich völlig übergangen fühlen müssten und wohl bei sich dachten:

Wir haben auch Bischöfe, die Irrlehren verbreiten. Warum keine österreichische Bischofsperle?

Ja, hier ist sie und gleich von der Kategorie hard, ein Chartstürmer mit einer Platzierung in den Top Ten. Wir werden irgendwann einmal diese Bischofsperlen per Abstimmung auswerten und die Redaktion ahnt schon, dass der Österreicher, Bischof von Gurk-Klagenfurt Alois Schwarz wirklich gute Chancen auf eine hohe Platzierung hat. Tu autem felix Austria nube – beziehungsweise tu autem infelix Austria plange. Das erste ist natürlich der Wahlspruch der Habsburger „Du aber glückliches Österreich heirate“, anstatt Kriege zu führen, unser Spruch lautet hingegen: „Du unglückliches Österreich weine“ über solche Bischöfe. Womit haben sich die Österreicher so etwas verdient? Die wissen schon womit.

Was sagt Bischof Schwarz, nach kath.press.at[1]?

Auch Jesus musste Vielfalt erst aushalten lernen: Der Kärntner Bischof Alois Schwarz erinnerte zum Auftakt der diesjährigen Pastoraltagung an die Begegnung Jesu mit der als Heidin geltenden Syrophönizierin, die für den menschgewordenen Sohn Gottes zum Anstoß geworden sei, sich über die Grenzen des erwählten Volkes Israel hinaus auch „Fremden“ gegenüber zu öffnen und ihren Zugang zum Heil anzuerkennen.

Wir halten hier erst mal empört inne. Erstens:

  1. Jesus Christus musste als Gott-Mensch nichts lernen, da er als Gott schon alles wusste.
  1. Er musste sicherlich keine Vielfalt aushalten, da er im Israel, also ausschließlich unter Juden, wirkte.
  1. Christus, der Heiland, sagt ja ausdrücklich zu der Syrophönizierin, dass er nur zu den Schafen aus dem Hause Israel gesandt sei (Mt 15, 24). Die Zeit der Heidenmission steht noch bevor. Sie wird durch die Apostel mit der Aussendung des Heiligen Geistes eintreten.
  1. Die Aufgabe: Heidenmission wird durch die Wirkung Christi an Heiden (römischer Hauptmann, Syrophönizierin, Besessene aus Gerasa etc.) angedeutet und vorgelebt, aber auch den Aposteln, hauptsächlich durch Paulus, musste diese Richtung erstmals klar werden.
  1. Christus musste sich auf nichts öffnen oder von jemand etwas empfangen, da er und nur er der Heils-und Wahrheitsträger war und ist. Er heilt ihre Tochter ja doch vom Dämon und sagt durch die Blume auch, warum es zu dieser Besessenheit gekommen ist. Durch die Teilnahme an den orgiastischen Kybele-Kulten, wo die Mysten als Hunde verkleidet, sakrale Prostitution trieben. Wahrscheinlich ist dabei die Tochter gezeugt worden. Ansonsten ist der Text Mt 15, 26-27 unverständlich:

„Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.“

Also beide, Christus und die Syrophönizierin wissen Bescheid und sie gibt es auch zu. Ja, es stimmt, aber habe Mitleid mit mir!

Die Punkte 1. Bis 4. stellen die überlieferte, katholische Lehre dar, der Punkt 5 ist unsere, patristisch untermauerte Exegese. Christus hat nämlich nicht „die kulturelle Eigenständigkeit“ der:

  • Israeliten,
  • Pharisäer,
  • Sadduzäer,
  • Zeloten,
  • Römer,
  • und anderer

anerkannt, dass es in ihnen auch „gottet“, sonst wäre er zuhause geblieben, sondern er hat ja die Israeliten bekehrt, was mit seinem Kreuzestod geendet ist. Mit welcher also, lieber Bischof Schwarz, „Anerkennung der Vielfalt“ haben wir es hier zu tun? Mit keiner. Wir lesen die Meldung weiter:

Gott bestärke darin, „Vielfalt auszuhalten“, sagte Schwarz am Donnerstag beim Eröffnungsgottesdienst der traditionsreichen Bildungsveranstaltung von 7. bis 9. Jänner 2016 im kirchlichen Bildungszentrum Salzburg-St.Virgil. Tagungsthema ist diesmal „Pluralität in Gesellschaft und Kirche“.

Unsinn, antworten wir! Dann gäbe es gar keine Offenbarung, keine Menschwerdung, Kreuzigung, Aussendung des Heiligen Geistes, keine Kirche, keine Kirchensteuer und Sie auch nicht, lieber Herr Bischof. Wir lesen aber weiter:

Alois Schwarz, in der Bischofskonferenz für das veranstaltende Österreichische Pastoralinstitut (ÖPI) zuständig, untermauerte den genannten „Lernprozess“ Jesu mit biblischen Berichten über wundersame Brotvermehrungen: Die Evangelien nach Matthäus und Markus erzählen von zwei Brotwundern. Das erste Mal reichen fünf Brote und zwei Fische zur Speisung von fünftausend Menschen, und es bleiben zwölf Körbe übrig, das zweite Mal ist die Rede von sieben übriggebliebenen Körben. In den zwölf – eine Analogie zu den zwölf Stämmen Israels – ist nach den Worten des Bischofs „Jesu eigene Tradition abgebildet“. Die Siebenzahl dagegen stehe für mehr – nämlich für die sieben Völker der biblischen Lebenswelt. Jesus habe somit durch die Syrophönizierin, deren Heilungsbitte er zunächst brüsk zurückwies und dann doch von ihrer Beharrlichkeit beeindruckt war, gelernt, „für alle dazusein“ und „Vielfalt zuzulassen“, wie Schwarz sagte.

Das ist doch ebenfalls Unsinn! Christus hat durch die Brotvermehrung keine „eigene Tradition“ irgendwelcher Stämme bestärkt, sondern seine Gottheit bewiesen und das Wunder der Eucharistie angedeutet. So die Tradition der Kirche, der Sie, lieber Herr Bischof, widersprechen.

Wir lesen aber weiter:

Wie heute „im Uneindeutigen leben“?

Was es bedeutet, heute „im Uneindeutigen zu leben“ und mit der kulturprägend gewordenen Pluralität zurechtzukommen, beleuchtete im Eröffnungsreferat Wilhelm Guggenberger vom Institut für Systematische Theologie der Uni Innsbruck. Um diese Aufgabe positiv bewältigen zu können, sei eine gelungene Orientierung und Identitätsfindung der einzelnen Mitglieder der Gesellschaft Voraussetzung. Religiöse Traditionen könnten dazu einen großen Beitrag leisten, sofern sie selbst pluralitätsoffen sind, betonte Guggenberger. Katholischerseits sei hier durch das Zweite Vatikanische Konzil „die Pluralitätsfähigkeit der eigenen Tradition entdeckt“ worden.

Dies ist zwar keine Aussage des Bischofs, sondern „katholischerseits“ die Vorbereitung auf die weitere Islamisierung und die Aufgabe der katholischen Mission, mit der Berufung, ja, wir ahnen es schon, auf das Zweite Vatikanische Konzil, welches angeblich „die Pluralitätsfähigkeit der eigenen Tradition entdeckt“ hat. Man kann das Konzil so deuten, dass heißt zersetzend und häretisch, man muss es aber nicht so deuten. Und was weiter?

Konfliktpotenzial ergebe sich freilich daraus, dass für nichtreligiöse Menschen der Glaube an Gott gesellschaftlich möglichst wenig oder kaum in Erscheinung treten soll, für religiöse Menschen jedoch alle Lebensbereiche durchdringt.

Und was heißt das übersetzt? Katholiken, seid still und unauffällig, um die kulturelle Eigenständigkeit des Islams nicht zu stören, welcher alle Lebensbereiche durchdringt, siehe Köln.

Was macht Bischof Schwarz? Er bereitet „katholischerseits“ die Einheits-Multi-Kulti-Religion vor, welche keine christliche oder gar katholische mehr ist, sondern entweder islamisch oder gnostisch. Wahrscheinlich wird es auf einen gnostischen Islamismus, eine quasi Neo-Sufismus, hinauslaufen, Stichwort: die noahdischen Religionen, zu denen Judentum, Christentum und Islam gehören und welche angeblich auf Noah zurückgehen, was ein kompletter Unsinn ist. Dies ist leider das Programm von Papst Franziskus, welches die deutschsprachigen Bischöfe und Bischofskonferenzen durchsetzen und ihre think tanks auch.

Beten wir also, am letzten Freitag dieses Monats die Bußpsalmen auf Lateinisch und auf den Knien für unsere Bischofskonferenzen und die Österreicher für ihre eigene, denn sie haben es bitter nötig.

[1] http://kathpress.at/goto/meldung/1335683/bischof-schwarz-auch-jesus-musste-vielfalt-erst-lernen

Bischofsperlen: Bischof Schick geht joggen


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Da die Fortsetzung unserer Acedia-Reihe noch auf sich warten lassen wird, so wollen wir wieder eine kleine Bischofsperle publizieren, um unsere Leser bei der Stange zu halten. Es ist wieder eine Perle der Kategorie Light, für die Kategorie „gewichtig“ werden wir uns den Aussagen von Kardinal Marx widmen, dennoch Bischofsperle ist Bischofsperle. Wie die Medien berichten, sowohl die weltlichen als auch die katholisch-lobhudlerischen geht Bischof Schick von Bamberg, im Alter von 66 Jahren, jeden Tag um fünf Uhr eine halbe Stunde joggen, wobei er so schnell läuft, dass ein jüngerer Sportreporter Mühe hatte den Bischof einzuholen. Der Morgen des Bischofs sieht wie folgt aus:

  1. Joggen
  2. Duschen
  3. Kaffetrinken
  4. Beten[1]

Die kna, die selten gelesene Nachrichtenagentur mit einem Budget von 2 Milionen Euro pro Jahr, weiß außerdem noch zu berichten:

Nicht fehlen durfte hinterher [im bischöflichen Palais] dann das Bild der erzbischöflichen Laufschuhe. Nicht nur die morgendlichen Jogging-Runden durch die Bamberger Altstadt verlangen von dem Sportabzeichen-Träger und bekennenden Fan des 1. FC Nürnberg Ausdauer, sondern auch sein Terminkalender. Der nämlich ist immer gut gefüllt, dank des großen Erzbistums und der weiten Welt.[2]

Ja, was wollen wir denn? Ist das nicht eine gute Nachricht? Ein Bischof, aber sportlich, weltoffen, dialogbereit, etc. etc. Würde es sich um einen Beitrag in der Men‘s Health handeln zum Thema: „Meine tägliche Laufeinheit“, dann könnte der Bischof mit gutem Beispiel sportlich vorangehen. Aber bei unserem Blog geht es um das innere Leben und die Theologie. Was ist die erste Amtshandlung eines Geistlichen? Wann ist die Seele am aufnahmefähigsten? Wo ist sie noch vom Schlaf benommen, aber neuer Eindrücke ledig? Wann haben die Ordensleute ihre Betrachtung zu machen? Jawohl, am Morgen und zuerst am Morgen. So wurde es in jedem Priesterseminar, in jedem Noviziat und bei allen Exerzitien gelehrt. Der Schreiber dieser Zeilen ging auch morgens zuerst joggen, obwohl nicht täglich, manchmal auch eine halbe Stunde, manchmal auch mehr. Er stellte aber fest, dass ohne das morgendliche Gebet er irgendwie gereizt und unausgeglichen war, auch wenn das Gebet nach dem Joggen und nach dem Frühstück folgte. Man kann sich dann zwar etwas besser konzentrieren, aber die geistliche Aufnahmefähigkeit ist wirklich schlechter. Deswegen gleich nach dem Aufstehen und Duschen, falls dieses Detail erwähnt werden muss und danach sogleich beten. Man lädt sich auf und erhält Inhalte über die man zum Beispiel beim Joggen oder im Auto oder Bus zur Arbeit nachdenken kann. Bei vorkonziliaren Brevieren sind es wirklich viele Inhalte, die man den ganzen Tag lang mit sich herumträgt. Deswegen ist auch das erste Gebet, die Matutin, falls man sie als erstes Tagesgebet betet, das längste. Im Falle des Tridentinischen Breviers dauert es 40 Minuten beim zügigen Lesen, die Meditationszeit nicht eingeschlossen. Ja, das ist recht viel und das Joggen kann dann, besonders im Winter zu kurz kommen. Man wird aber geistlich und intellektuell bereichert und gibt weniger Plattitüden von sich. Denn was hatte Bischof Schick bei der Silvesterpredigt zu sagen:

„Familie hat in unserer Gesellschaft nicht den Stellenwert, den sie haben müsste“, sagte er am Silvesterabend im Bamberger Dom.

Er rief die Politik auf, Familien beim Steuerrecht und bei den Rentenansprüchen besser zu berücksichtigen. Auch im Arbeitsrecht müsse mehr Rücksicht auf Familien genommen werden. Im Grundgesetz werde die Familie unter den besonderen Schutz des Staates gestellt, weil sie für die Gesellschaft einzigartige Bedeutung habe.


„Ohne Familie ist kein Staat zu machen“

„Dem muss die Politik auch heute entsprechen, denn ohne Familie ist kein Staat zu machen“, sagte Schick. Ein großes Anliegen sei ihm die Besserstellung kinderreicher Familien. „Kinderreichtum darf kein Armutsrisiko bedeuten“, sagte Schick und fügte hinzu: „Die Politik muss sich mehr anstrengen, um Ehe und Familie zu unterstützen, muss Vertrauen in sie setzen und die entsprechenden Entscheidungen treffen.“

Jede Familie solle ein Ort der Liebe, der Freude, des Wohlwollens und des Wohlbefindens, der Solidarität und der Hilfsbereitschaft sein, sagte der Erzbischof. Dazu brauche jede Ehe und jede Familie auch Barmherzigkeit und Vergebung. Ohne Versöhnung, die die Anerkennung, Böses getan und Gutes unterlassen zu haben, voraussetze, könne ein Familienleben nicht bestehen. Der Unschuldswahn in der heutigen Gesellschaft sei ein großes Problem.[3]


Bevor wir hier noch fragen, was ein „Unschuldswahn“ ist und warum es wahnsinnig ist unschuldig zu sein oder sein zu wollen, brechen wir lieber ab. Handelt es sich hier um eine Homilie, also um eine theologische Vertiefung des Wortes Gottes und die Darstellung der Lehre der Kirche oder um eine politische Rede an einem CDU, SPD, Grüne […beliebig einsetzen]- Parteitag? Schreibt Bischof Schick seine Texte selber? Oder werden sie ihm von dem großen Gleichstellungszentrale zur Verfügung gestellt? Es fehlt noch der Gedanke über den notwendigen Weltfrieden, wie bei jeder Misswahl, siehe den Film „Miss Undercover“ mit Sandra Bullock[4] und die Aufforderung zur Rettung der Wale. Für alle, die diesen Film nicht kennen, geht es in dieser Szene darum, dass die Kandidatinnen bei einer Miss-Wahl dem Publikum diesen Auftritt präsentieren, welches das Publikum erwartet. Das Publikum erwartet von einer Miss-Kandidatin, dass sie nett, hübsch, dümmlich ist und über den Weltfrieden spricht und dementsprechend sprechen die Kandidatinnen vom Wunsch nach Weltfrieden. Bei den deutschsprachigen Bischöfen gibt es seit mindestens 50 Jahren eine Miss-Wahlen-Mentalität es der Politik nach dem Mund zu reden, jedoch aber so, dass es in den Medien „mutig“ rüberkommt. Politisch korrekter geht es kaum, langweiliger und platter auch nicht. Hat man nichts zu sagen, dann liest man Zeitungen, um sich danach zu richten, was die Menschen gewohnt sind, um ihnen das Gewohnte zu präsentieren.

Denn jahrzehntelanges zuerst Joggen und am Ende beten, wahrscheinlich auch weniger als eine halbe Stunde, hinterlässt doch seine Spuren. Nicht wahr, Herr Bischof Schick? Wir beten trotzdem für Sie, die Sie der „gewissermaßen Außenminister der katholischen Kirche Deutschlands“ sind, wie Sie schön die kna bezeichnet.[5] Bisher wussten wir zwar nicht, dass es eine katholische Kirche Deutschlands gibt, wir dachten immer, dass es sich um die römisch-katholische Kirche in Deutschland handelt, aber die kna weiß es sicherlich besser und ganz offen kann sie ja noch nicht über die deutsch-katholische Kirche Deutschlands schreiben, im Sinne der Weg-von-Rom-Bewegung mit denen die deutschen Bischöfe naaatüüürlich nichts zu tun haben. Die „katholische Kirche Deutschlands“ ist eine Regierung mit einem eigenen Außenminister und der ist Bischof Schick, der täglich am Tagesanfang eine halbe Stunde joggt. Gut, dass wir jetzt Bescheid wissen.

[1] http://www.donaukurier.de/lokales/hilpoltstein/Joggen-Um-5-Uhr-joggt-der-Bischof;art596,3164272

[2] http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/der-dauerlaufer#

[3]http://www.infranken.de/regional/bamberg/Erzbischof-Schick-will-Vertrauen-in-die-Familie-staerken;art212,1490862

[4] Hier das englische Original https://www.youtube.com/watch?v=B1ZOWwW2agQ Und hier die deutsche Version: https://www.youtube.com/watch?v=AfhVRAA4oGM

[5] http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/der-dauerlaufer

Bischofsperlen: Bischof Oster „Priester müssen abgeben lernen“


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Hier kommt eine Bischofsperle der Kategorie Light, welche auf den ersten Blick nicht in unsere Kategorie hineinzugehören scheint. Sie stammt vom Bischof Oster von Passau, dem jungen nicht Wilden, sondern natürlich Konservativen. Interessanterweise haben alle Neu-Bischöfe in Deutschland den Ruf konservativ zu sein, dann aber treten sie entweder als nichtsagende Pauschalurteile-Verbreiter oder als Befürworter der Homo-Ehe oder ähnlichen modernen „Errungenschaften“ auf, welche nichts mit Christentum, Katholizismus oder Konservatismus zu tun haben. Die Bischofsernennung scheint daher zu resultieren, dass man (1) sich jahrelang als „Konservativer“ verstellt hat oder (2) aufgrund der eigentlichen unkatholischen Ansichten durch seine „Freunde“ in der Bischofskongregation hochgepusht wird. Der emeritierte Bischof Jan Paweł Lenga aus Kasachstan erzählt ein wenig, wie die Bischofernennungen vor sich gehen.[1] Bischof Oster ist vielleicht nicht die schlechteste Wahl, aber die Anpassung an den Zeitgeist macht auch nicht vor ihm Halt oder sagen wir es richtig, er passt sich an, um nicht aufzufallen. Wie wieder unsere Hauptquelle der Bischofsperlen, d.h. kath.net berichtet,[2] meint Bischof Oster von Passau, dass die Priester

nicht alles bei sich halten, sondern auch etwas abgeben können.

Nun, ja das ist natürlich schön und die Wiederholung der nachkonziliaren Aussagen, wonach

die Gemeinde der Zukunft wird Gemeinschaft von Gemeinschaften sein soll

und die Priester «noch mehr fähig sein, Gruppen zu animieren, zu begleiten, aber auch selbstständig ihren Weg gehen zu lassen» müssten.

Alls das ist wirklich alles andere als originell oder neu.

Ebenso der Ausspruch:

Sie [die Priester] müssten befähigt werden, «Menschen wachsen zu lassen in der Teilhabe am gemeinsamen Priestertum des Volkes Gottes».

ist althergebrachtes nachkonziliares und evident nicht funktionierendes Gerede. Es stellt sich aber allen die Frage: Was die Priester eigentlich noch mehr abgeben sollen, da sie aber wirklich, außer den Wandlungsworten selbst und selbst die werden in manchen Gemeinden „miteinander“ gesprochen, abgegeben haben.

  • Die Priester führen keinen Katechismusunterricht, weil es erstens veraltet ist und zweitens es „Religionsunterricht“ in der Schule gibt.
  • Die Priester führen keine Sakramentenkatechese, weil es dafür PastoralassitenInnen, Firmhelfer, Tischmütter etc. gibt.
  • Die Priester verteilen natürlich so gut es geht bei den Novus Ordo Messen wirklich alle liturgischen Funktionen.
  • Die Priester leiten keine Gemeindegruppen, weil es dafür auch Laien gibt.
  • Die Priester hören so gut wie keine Beichte, weil es keine Beichtwilligen gibt.
  • Die Priester leiten keine Mai- oder Rosenkranzandachten, weil die aufgrund der fehlenden Helfer ausfallen.
  • Die Priester führen kein Gebetsleben, weil sie dafür keine Zeit haben.

Was machen Sie eigentlich? Eine gute Frage. Beobachtet man den hoch angesehenen Pfarrer des Schreibers dieser Zeilen, so betreiben sie:

  • religiöse Touristik, d.h. mit der XY-Gruppe von A nach B fahren,
  • Vermietung von kirchlichen Räumen für verschiedene Zwecke,
  • stundenlanges Herumsitzen in verschiedenen Gremien.

Diese Tätigkeiten scheinen sehr erschöpfend zu sein, wonach man sich wieder durch neue Reisen erholen muss. Was hat das mit katholischem Priestertum zu tun? Gar nichts. Der Schreiber dieser Zeilen hat wirklich sehr wenige Priester in seinem Leben getroffen, welche tatsächlich über eine priesterliche Identität verfügten im Sinne „ich wirke an Christi statt“. In Deutschland ausschließlich innerhalb der Piusbruderschaft, in der Amtskirche niemals.

Wer ist ein Priester? Er ist jemand, der Christus seinen Leib zur Verfügung stellt, damit es Christus ist, der durch ihn:

  • weiht,
  • segnet,
  • wandelt
  • die Sünden losspricht
  • liest
  • verkündet etc.

Der Alte Ritus macht es liturgisch sehr deutlich, da im Vetus Ordo in der Hl. Messe die Epistel ab Sudiakonatsweihe, also der ersten Weihestufe aufwärts, gelesen werden kann. Alle Tätigkeiten am Altar sind eigentlich priesterliche Tätigkeiten und sogar die Ministranten brauchten historisch gesehen wenigstens die Niederen Weihen, um ministrieren zu dürfen. Aufgrund der Keuschheitsverpflichtung der Gottesdiener wurden beim Ministrieren junge Knaben bevorzugt, da sie noch rein sein konnten. Das Heilige durften nur Geweihte handhaben. Um überhaupt leere heilige Gefäße bei der Messe oder in der Sakristei anzufassen, brauchte man wenigstens die Weihe des Akolythen. Ein Sakristan, der diese nicht hatte, brauchte eine Sondererlaubnis des Bischofs, wie eindrucksvoll Martin Mosebach berichtet. Warum? Damit man das Heilige durch die nicht geweihten Hände nicht entheiligt und durch die eigene Sündhaftigkeit auch nicht. Sakramententheologisch und auch gnadentheologisch macht es einen Unterschied aus, ob ein Priester etwas tut oder ein Laie. Und deswegen haben die „Reformer“ den Laien das Presbyterium überlassen, damit es entheiligt wird und die Messe als solche weniger Gnade verströmt. Wer ist denn ein Priester? Eine Fensterscheibe, durch welche Gott durchscheint. Ein Ventilator, der die Luft umsetzt. Je reiner, desto besser. Kann ein Laie es nicht besser machen? Nein, weil ein Laie nicht geweiht ist und diese ontische, sakramentale Christusförmigkeit besitzt, um wirklich in persona Christi – wörtl. „in der Person Christi“ oder an Christi statt zu handeln. Persönliche Heiligkeit ist doch etwas anderes als ein Sakrament. Sowohl die Würde eines Priesters ist höher, als auch die Strafen, die auf ihn warten, wenn er ihr nicht gerecht wird. Zwei Seiten der Medaille eben. Deswegen werden in der Alten Liturgie die Hände des Bischofs oder des Abtes geküsst, weil Christus in der Liturgie durch diese Hände handelt. Wahrscheinlich erfordert es ebenso viel Demut zu küssen als auch diese Küsse anzunehmen.

Durch die sogenannte „Aufwertung des allgemeinen Priestertums“ gibt es keine Priesterberufungen mehr, denn wenn jeder das kann, dann ist es, psychologisch gesehen, nichts wert. Natürlich sehnen sich Menschen weiterhin nach Unterweisung und geistlicher Leitung und da sie diese nicht bei den Priestern finden, da diese „alles abgegeben haben“, so landen sie letztendlich bei einem esoterischen Guru, der endlich die Antworten hat, aber halt die falschen. Die katholischen Priester in Deutschland wissen es gar nicht, was wir hier schreiben. Bischof Oster weiß es auch nicht, sonst würde er so etwas nicht von sich geben. Die Seminare stehen leer, die Gemeinden werden zusammengelegt, immer weniger Menschen gehen zur Novus Ordo Messe, denn ein bisschen schunkeln im „Miteinander-Takt“ kann man auch im Fußballstadion und alles verödet. Es ist hier wichtig die Ursache nicht mit der Wirkung zu vertauschen. Denn zuerst erfolgte die Laizisierung der Liturgie und danach der Ausfall der Priesterberufungen. Nicht umgekehrt. Jetzt sagen natürlich die Fortschrittlichen, dass aufgrund des Priestermangels noch mehr priesterliche Aufgaben an die Laien verteilt werden sollte, siehe Bischof Oster, aber das ist gerade der falsche Weg. Dies führt zu noch weniger „Priester im Priester“ und zu noch weniger Berufungen. Die Kirche muss tatsächlich attraktiver gemacht werden, aber doch dadurch, dass sie geistlicher wird. Vetus Ordo eben. Die Kernkompetenz des Geistlichen ist das Geistliche. Wenn er dies nicht hat, so hat er gar nichts. Wenn nicht einmal die Bischöfe in Deutschland katholische Sicht der Priestertums haben, was sollen wir denn erwarten? Also beten wir am 25.12.2015 für unsere Bischofskonferenzen, sonst kommen wir alle nicht auf den grünen Zweig.

[1] https://gloria.tv/media/n589FYNV2qr

[2] http://www.kath.net/news/53341