Buchempfehlung: Don Pietro Leone, Angriff auf die Ehe


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Wir freuen uns wirklich sehr ein Buch auf Deutsch vorstellen zu können, welches von einem der wenigen katholischen Theologen stammt, die international publizieren und international bekannt sind. Wir sprechen hier von einem italienischen Priester, der unter dem Pseudonym Don Pietro Leone publiziert und dessen Aufsatz über die „Theologie des Leibes“ von Johannes Paul II in der Übersetzung von Eugenia Roth bereits bei uns veröffentlicht haben. Don Pietro Leone publiziert vornehmlich auf Englisch auf Rorate Caeli und seine Beiträge zeichnen sich durch die folgenden Kriterien aus, welche in der heutigen Kirche sehr selten sind:

  1. Gute Kenntnis der vorkonziliaren – traditionellen – Theologie.
  2. Fähigkeit selbständige Vergleiche und Analysen anzustellen.
  3. Einfachheit der Sprache und der Darstellung.
  4. Subtile, wenn auch fundierte Kritik.
  5. Frömmigkeit und Liebe zur Kirche.

Da Don Leone ein Priester ist, der ausschließlich im Alten Ritus zelebriert, so erlebt er harte Zeiten in jeglicher Hinsicht. Wir stehen mit ihm in Kontakt, können ihn als unseren eigenen Autor begrüßen und werden seiner bisherigen Aufsätze ins Deutsche übertragen, weil sie es wert sind. Der Aufsatz über die Theologie des Leibes  war für uns selbst ein „Augenöffner“, denn er erklärt klar und deutlich all die unkatholischen Aporien der wojtyllanischen Theologie, welcher leider vom Ansatz her gnostisch ist. Das einzige Manko, dass wir bei Don Pietro Leone sehen, ist der Umstand, dass er seine Rückschlüsse dermaßen sanft und subtil formuliert, dass manch ein Leser nicht weiß, worin das Skandalöse eigentlich besteht. Dann kommen wir, mit der Axt im Walde und hauen den Weg frei.

angriff-auf-die-eheNichtsdestotrotz gehört Don Pietro Leone zu den besten katholischen Theologen und Autoren, die wir in der traurigen Zeit des Pontifikats von Papst Franziskus haben und die gefördert werden sollten. Sein 320 Seiten langes Buch „Angriff auf die Ehe“ stellt die deutsche Übersetzung seines Werkes „Family under attack“ und zeigt sehr deutlich und konsequent, wie die nachkonziliare Ehelehre von der traditionellen Ehelehre abgeirrt ist, sodass, so meinen wir, Amoris Laetitia über die Umwege von Familiaris consortio und der „Theologie des Leibes“ nicht vom Himmel gefallen ist. Das Buch wurde recht unfreundlich auf kathnews besprochen, was Angesichts der theologischen Ansichten von kathnews ein Qualitätsmerkmal des Buches von Don Leone darstellt. Wir empfehlen den Kauf, der bei Patrimonium-Verlag zu tätigen ist und werden uns selbst auch damit eindecken. In der nahen Zukunft werden wir auch die Zusammenfassung des Buches publizieren, wie sie uns vom Autor selbst zugesandt wurde, damit wir alle wissen, worauf wir uns freuen können.

Seien wir Gott für Don Pietro Leone dankbar und beten wir für ihn, denn viele katholische Theologen unter katholischen Theologen haben wir auf der Welt leider Gottes nicht.

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Buchempfehlung: Romano Amerio, Iota unum.


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Unsere bisherigen Buchempfehlungen machte der Umstand aus, dass die Bücher, die wir empfehlen nicht auf Deutsch veröffentlicht wurden. Dies geschah nicht aus Gründen der Bosheit oder der Überheblichkeit der Blog-Redaktion, sondern es trifft sich einfach so, dass Autoren, die dem Konzil kritisch gegenüber stehen auf Deutsch kaum veröffentlicht werden. Es gibt auch glorreiche Ausnahmen, wie das Buch von Romano Amerio: Iota Unum. Eine Studie über die Veränderungen in der Katholischen Kirche im XX. Jahrhundert, welches im Jahre 1985 auf Italienisch und im Jahre 2000 auf Deutsch veröffentlicht wurde. Der Schreiber dieser Zeilen besitzt die zweite Ausgabe aus dem Jahre 2011, die beim Sarto-Verlag der Piusbruderschaft, für die wir keine Werbung machen wollen, aber manche Bücher sind fast nur dort zu finden.[1]

1728_0Das Buch ist wirklich ein Must have für jeden, der die nachkonziliare Krise von der Warte der thomistischen Philosophie und des gesunden Menschenverstandes nachvollziehen will. Romano Amerio stellt ausschließlich anhand der vatikanischen Dokumente, hauptsächlich des l’Osservatore Romano die Änderungen oder die Neuinterpretationen der katholischen Lehre samt ihren Konsequenzen dar. Da er das Werk 1985 verfasste, obgleich er bis 1997 lebte, so konnte er viele Negativentwicklungen noch nicht vorhersehen, obwohl er die Weichenstellung gut erkannt hat. Dennoch sind in seinem Werk vorhandenen Analysen dermaßen scharf und treffend, dass man sich fragt, warum man selbst vorher nicht darauf gekommen ist, dass der König leider nackt ist. Weil man intelligent und ein guter Beamter sein wollte, so sagten es doch die Betrüger mit den unsichtbaren Fäden im Märchen „Des Königs neue Kleider“: „Ausschließlich intelligente Menschen und gute Beamte konnten sie sehen.“ Es hat sich wirklich seit Grimm-Märchen nichts geändert.

Das Buch besteht in der deutschen Ausgabe aus 738 Seiten und 20 Seiten Indices in 41 Kapiteln, in welchen fast jeder Bereich des kirchlichen Lebens untersucht wird. Wir haben nicht vor diese Kapitel hier zusammenzufassen, wollen aber an dieser Stelle andeuten sagen, dass Iota unum sich eher an Menschen mit einer akademischen und philosophischen Vorbildung richtet, da Amerio sehr viele thomistische und philosophische Termini als bekannt voraussetzt. Der deutsche Herausgeber hat sich leider nicht mit Ruhm bekleckert, denn das Deutsch der Übersetzung ist manchmal sehr gewöhnungsbedürftig, es gibt Tippfehler, nicht ganz exakte Übersetzung der philosophischen Termini und eine insgesamt recht lieblose Herausgabe ohne jegliche Informationen zum Autor. Es lohnt sich aber trotzdem diese Mühen in Kauf zu nehmen, um die Analysen Amerios kennenzulernen.

1994 - Romano AmerioRomano Amerio (1905-1997) war ein schweizerisch-italienischer Philosoph und Konzilsperitus des damaligen Bischofs von Lugano, sowie ein Berater von Kardinal Siri, was eine Empfehlung für sich darstellt.[2] Nach dem Konzil machte er natürlich keine nennenswerte Karriere, wie es scheint, sodass sich hier und da in seinem Werke eine verärgerte Bitterkeit breitmacht. Dennoch tut es dem Iota unum keinen Abbruch, da es von jemanden geschrieben wurde, der eine Leidenschaft für die Wahrheit und die Kirche an den Tag legt, statt des üblichen gelangweilten „sowohl-als-auch-wenn-aber-die-pastoralen-Gründe-dafür-sprechen“-Gesülzes der deutschsprachigen Theologen, die etwas sagen, ohne etwas zu sagen zu haben. Ja, ja, der Teufel ist halt steril. Ein Buch wie Iota unum zeigt auch, wie tief Amerio in der mediterranen Antike, deren gute Elemente in die Kirche Eingang fanden und der romanità bewandert, aber eigentlich beheimatet ist. Das Römische und das Katholische, das für die Nordeuropäer als das Fremdländische den Heiligen Gral darstellt, dies gilt besonders für die deutschen Romantiker, denn fast jeder hatte – wie Goethe – seine Römische oder Italienische Reise, ist für Amerio etwas Selbstverständliches und Gegebenes. Das römische Reich und Italien wurde halt viel früher christianisiert und hat bislang die meisten Märtyrer. Davon zehrt man heute noch, sogar nach Vatikanum II.

Iota unum ist ohne jedes wenn und aber empfehlenswert, es kann tatsächlich mehrmals gelesen und als ein Nachschlagewerk verwendet werden. Beten wir für die Seele von Romano Amerio, denn das Fegefeuer wird er wohl erreicht und vielleicht es noch nicht verlassen haben, da sein Schreibstil von viel Polemik, einer spitzen Zunge und recht viel Zorn zeugt. Da aber sein Werk uns bereichert, so können wir für ihn beten: dreimal Herr gibt ihm den ewigen Frieden …

[1] http://www.sarto.de/product_info.php?info=p1728_Iota-Unum.html Auf Englisch gibt es größere Fragmente umsonst hier: http://www.sspxasia.com/Documents/books/Iota_Unum/index.htm

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Romano_Amerio https://en.wikipedia.org/wiki/Romano_Amerio http://chiesa.espresso.repubblica.it/articolo/45538?eng=y http://www.lms.org.uk/news-and-events/archive/romano-amerio-champion-of-truth

Buchempfehlung: Louis Bouyer „Tagebücher“


Purgatorio[7

 

Wenn der Schreiber dieser Zeilen bei der Sonntagsmesse in seiner Gemeinde anwesend ist und wieder einmal die nicht nach den Rubriken zelebrierte Novus Ordo Messe über sich ergehen lässt, in welcher, so spürt er, außer der Wandlung und Teilen des Eucharistischen Hochgebetes wenig Heiligkeit ausströmt, so fragt er sich unbewusst und verärgert, wem wir das alles zu verdanken haben. Die Schuldigen sind schnell ausgemacht und genannt. Diejenigen, die die Neue Messe konzipiert haben, waren:

  • Anibale Bugnini CM,
  • Carlo Braga CM,
  • Joseph Jungmann SJ
  • G. Marimort,
  • Vagagini O.S.B.,
  • Schmidt A. P., SJ,
  • P. -M. Gy, OP,
  • B. Botte, OSB,
  • Louis Bouyer.

Alles mit der tatkräftigen Unterstützung von kard. Montini, des späteren Paul VI. Die oben genannte Liste ist nicht ganz vollzählig. [1] Denn seit der Konstituierung des Conciliums am 11 bis 12 Oktober 1961 – der Kommission also, welche die liturgische Reform in Angriff nehmen sollte – sind einige Namen hinzu- andere wiederum weggekommen. Dies soll uns aber an dieser Stelle nicht weiter interessieren. Ebenso wenig interessieren uns näher die Namen der protestantischen Beobachter, welche ebenfalls an den Arbeiten des Conciliums teilnahmen. Wir wollen sie dennoch nennen. Es waren:

  • Ronald Jasper,
  • Massey Shepherd,
  • Raymon George,
  • Friedrich Künneth,
  • Eugene Brand,
  • Max Thurian.[2]

Wir werden diese Themen irgendwann einmal aufgreifen und vertiefen. Man muss sich fragen, warum gerade es diese Männer wagten die Hand an die Heilige Messe zu legen. An die Messe, das Wertvollste und Heiligste, was die Kirche besitzt, deren Grundstruktur ins VI. Jahrhundert zurückreicht, deren Kanon aus der Apostelzeit überliefert wurde, welche vom Konzil von Trient dogmatisiert wurde, damit ja nichts verändert wird. Sie haben dieses Verbot dadurch umgangen, indem sie ihre eigene Messe machten und zwar eine solche, welche die eventuell anwesenden Protestanten nicht beleidigt. Die neu-katholische Liturgie wird also nach dem Geschmack der nicht-anwesenden Protestanten (Denn wieviele Protestanten sind schon bei einer katholischen Messe zugegen?) ausgerichtet. Eine Kommission traut sich also den Kanon der Messe selbst zu konzipieren und all das „nicht mehr Zeitgemäße“ rauszuwerfen. Man muss sich wirklich fragen, ob diese Geistlichen überhaupt ein geistliches Leben führten, wenn sie so etwas in Angriff nahmen. Wohl kaum. Benn bisher hat es niemand in der Kirchengeschichte gewagt die Messe, das Heiligste, was die Kirche besitzt, umzuschreiben und neu zu entwerfen. Es wurde höchstens kodifiziert. Spürten diese Männer nicht die Gnade, welche aus all den Teilen der Tridentinischen Messe ausströmt? Die Heiligkeit dieser Texte? Waren sie jeglichen sensus fidei bar? Wie kommt es, dass es andere im Vatikan es nicht erkannten? Gab es schon damals dort keine Heiligkeit mehr?

41WHUufQEEL._SX331_BO1,204,203,200_Vor einiger Zeit schrieb uns ein Leser, dass wir über die Absichten des Conciliums zu positiv schreiben, worauf wir entgegneten, dass ohne ein Quellenstudium über diese Absichten sich nichts Bestimmtes sagen lässt. Ein Quellenstudium ist aber durchaus möglich, weil seit kurzem die Tagebücher von Loius Bouyer, eines Concilium-Mitglieds, ins Englische übersetzt worden sind.[3] Auf Französisch waren sie schon länger erhältlich. Bouyer selbst, der über eine spitze Feder verfügt, wollte diese Memoiren nicht zu seinen Lebzeiten veröffentlichen. Die Übersetzung ins Englische scheint, aufgrund der sprachlichen Schwierigkeiten des französischen Originals, eine translatorische Meisterleistung zu sein. Denn die Memoiren Bouyers scheinen der Gattung der Literatur anzugehören.

Der Schreiber dieser Zeilen wird wohl kaum in der nächsten Zeit dazu kommen sich diese Tagebücher auf Englisch durchzulesen, denn sein Französisch ist zu schwach, um diesem Text tatsächlich genießend gerecht zu werden. Es interessiert uns hier aber nicht die literarische Hülle, sondern der theologische Inhalt und zwar stellt sich die Frage: Welche spirituelle Grundstruktur hatte ein Mensch, der das Zweite Eucharistische Hochgebet[4] an einem Abend am Tisch einer römischen Taverne mit dem Benediktiner Botte geschrieben hatte?[5] Er schreibt über dieses Vorkommnis angeblich selbst in seinen Memoiren. Er schrieb also den Kanon der Heiligen Messe nicht in einer Verzückung, nach langem Fasten, sondern an einem Abend bei Wein und Pizza. Und das wird in den Kirchen gebetet. Vergleichen wir doch irgendwann einmal dieses Hochgebet mit dem römischen Kanon. Das ist doch kein Vergleich: menschengemacht gegen göttlich.

Die Tagebücher geben uns nähere Auskunft über Pater Boyuer und diejenigen, die sie gelesen und auf amazon.fr kommentiert haben, sind wenig von seiner Spiritualität begeistert.[6] Der Kommentator Par johan schreibt:

„Ein Buch, das Unbehagen verbreitet und wirklich betrüblich ist. […] Wenn „ein Mann Gottes“ seine Biographie veröffentlich, so ist es normalerweise kein sehr gutes Zeichen (Ich-Kult, Sünde des Stolzes), es sei denn dieses Buch ist erbaulich. Aber in den Memoires von Loius Bouyer gibt es keine Spur von Nächstenliebe, Vergebung nach dem Maß des Evangeliums, Dienst an Kleinen und Armen. Kein inneres Leben, welches ja, an die vorher genannten Tugenden gebunden würde. Es ist ein Buch, welches völlig den Bekenntnissen von Augustinus, den autobiographischen Schriften der beiden Theresas oder gar denen von Thomas Merton entgegensteht. Bei Bouyer ist es das „Ich“, egotisch oder grausam, es werden bittere Urteile oder Bosheiten (insbesondere dort deplatziert, wo sie körperliche Gebrechlichkeit von Menschen betreffen) fallen gelassen. War eigentlich Pater Bouyer in einem normalen Geisteszustand als er dies geschrieben hat? […]“

Dieser Kommentator beschreibt das Leben eines Intellektuellen, der nach dem Konzil verschiedene Reisen zu amerikanischen Universitäten unternimmt, von seinem Ruhm zehrt und sich ästhetischen Betrachtungen hingibt. Solche Biographien gibt es von Literaten zu Genüge, aber Bouyer ist der Mann, welcher die Messe verändert hat und dessen „Kanon“ die Kirche vor der Wandlung betet!!! War er ein gotterfüllter Heiliger? Sicherlich nicht. Warum also sollte er für uns die Liturgie machen? Welche Kompetenzen hatte er diesbezüglich. Anscheinend keine oder gerade die falschen: laizistisch – zerstörerisch. Er war einfach, als ein Konvertit vom Protestantismus und ein späterer Orionist, zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle. Ein ästhetisierender Geistlicher, ein bisschen Schriftsteller, ein bisschen Philosoph, ein bisschen Dies-und-Das, ein bisschen Theologe auch noch. Ein bequemes weltliches Leben unter dem Deckmantel des geistlichen Standes führend. Wie viele andere auch. In der Ostkirche haben nur Heilige die heilige Liturgie verfasst: der Heilige Chrysostomus und der Heilige Basilios, beide große Kirchenväter und sog. Magni Egregii. Die Tridentinische Messe reicht bis in die Apostelzeit zurück und ist größtenteils anonym entstanden, unter der tatsächlichen Eingebung des Heiligen Geistes. Ist es nicht möglich, dass diese menschengemachte Messe und der Kanon von Louis Boyuer Gott beleidigt? Warum schreibt denn nicht jeder von uns eine Messe? Was einmal möglich war, kann man doch wiederholen.

Jeder möge sich selbst auch diese Frage antworte und falls er mag die Memoiren von Bouyer durchlesen, damit wir wissen, wer uns dies eingebrockt hat.

[1] Zusammengestellt nach Cekada, A., Work of Human Hands. A theological Critique of the Mass of Paul VI, Ohio 2010, 70. http://www.newliturgicalmovement.org/2014/02/the-consilium-ad-exsequendam-at-50_12.html#.Vjhsnm5_Sss

[2] Cekada, Work, 75 Fußnote 80.

[3] http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/08/louis-bouyers-memoirs-available-again.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/08/a-long-awaited-publishing-event-full.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/07/the-catholic-church-in-crisis-1978.html http://www.amazon.de/Memoirs-Louis-Bouyer-Conversion-Liturgical/dp/1621381420/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1446544014&sr=8-1&keywords=bouyer

[4] http://www.kathpedia.com/index.php?title=Hochgebet_II

[5] http://www.newliturgicalmovement.org/2014/09/fr-louis-bouyer-on-liturgical-reform.html#.Vjh1GW5_Sss

[6] http://www.amazon.fr/M%C3%A9moires-Jean-Duchesne/product-reviews/2204098752/ref=dpx_acr_txt?showViewpoints=1

Buchempfehlung: Obras raras do Catolicismo Datenbank


bannercampanhadigitalizDank der Information auf Rorate Caeli können wir eine weitere, diesmal portugiesische Datenbank Obras Raras do Catolicismo – Seltene Werke des Katholizismus empfehlen, welche alte, seltene katholische Bücher digitalisiert und kostenlos zur Verfügung stellt.  Außer auf Portugiesisch, finden sich dort Materialien auf Lateinisch, Französisch, Englisch, leider (noch?) nicht auf Deutsch. Man kann alles kostenfrei downloaden, spenden sind erwünscht.

Die Adresse lautet: http://www.obrascatolicas.com/

Buchempfehlung: Documenta Catholica Omnia


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Viele Menschen fragen sich heute, was ist wirklich katholisch und wo kann ich diese Quellen finden. In der Datenbank: Documenta Catholica Omnia – Alle katholischen Dokumente, vorrausgesetzt, dass ich gut Latein kann, da die meisten Dokumente in dieser Sprache verfasst sind. Es handelt sich also eher um eine Datenbank für Fachleute  oder gute Lateinkenner, die es noch vielleicht abseits der akademischen Welt irgendwo gibt.

Man kann die Quellen downloaden und sich teilweise ausdrucken, wass der Schreiber dieser Zeilen mit der Moraltheologie vom Hl. Alfons von Liguori neulich gemacht hat. Es gibt auch Dokumente, die auf Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Deutsch vorhanden sind, was man beim längeren Durchklicken findet. Die Webpage ist optisch vielleicht nicht sehr ansprechend, aber dafür gut strukturiert und daher ist alles auffindbar. Und dies ist die Antwort auf die Frage, die sich manch einer im Lateinunterricht stellte: „Werde ich es jemals gebrauchen können?“ Die Antwort lautet: „Ja, und wie!“

Die Adresse lautet: http://www.documentacatholicaomnia.eu/_index.html

Buchempfehlung: Bibliothek der Kirchenväter online


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Im Zuge der Buchempfehlungen möchten wir unsere Definition des Buches erweitern und unter diesem Begriff auf digitale Publikationen vorstellen, von denen wir annehmen, dass sie vielleicht nicht allen bekannt, doch den meisten nützlich sein können.

Zu dieser Kategorie gehört die Bibliothek der Kirchenväter (BKV), eine Reihe mit Übersetzungen der Kirchenväter, Kirchenschriftsteller und kirchlicher Autoren, welche Anfang des XX Jhds. heraugegeben worden ist.  Sie ist unter dieser Adresse zu finden: https://www.unifr.ch/bkv/ und wird von der Universität Fribourg ständig aktualisiert.  Alle Werke aller Kirchenväter sind dort zwar nicht zu finden, aber wirklich mehr als reichlich. Für die wissenschaftliche Arbeit sind diese Übersetzungen zu 90% zu empfehlen, da manche Werke später neu und tatsächlich besser übersetzt worden sind. Da aber die Deutschen fast immer sehr kompetente und sprachlich gewandte Philologen und Theologen hatten, so lesen sich die meisten Werke wirklich sehr gut, wenn man mit der Sprache von Anfang des XX Jhds. vertraut ist. Man kann sich sicherlich manches ausdrucken und meditieren, da die Buchausgabe der BKV nicht so leicht auffindbar ist.

 

Buchempfehlungen: Cekada, Work of Human Hands


work-of-human-hands-cover-for-webIn dieser Kategorie wollen wir empfehlenswerte Bücher vorstellen, von denen wir annehmen, dass sie unseren Lesern das Verständnis der heutigen kirchlich-theologischen Situation erleichtern. Wir werden uns bemühen hauptsächlich deutsch- oder englischsprachige Bücher vorzustellen, da dies ein deutschsprachiger Blog ist, auf dem man die Kenntnis dieser zwei Sprachen bei den meisten Lesern wohl voraussetzen kann. Andere westeuropäische Sprachen wie Französisch oder Italienisch werden seltener vorkommen.

Das erste Buch dieser Reihe stammt von Anthony Cekada und heißt Work of Human Hands: A Theological Critique of the Mass of Paul VI zu Deutsch in etwa Das Menschenwerk: Eine theologische Kritik der Messe des Pauls VI. Es ist eine theologische, dennoch aber allgemein verständlich gehaltene Abhandlung über die Entstehung und Theologie der Neuen Messe, welche wirklich allen wissenschaftlichen Standards entspricht und, wie es bei amerikanischen Autoren oft der Fall ist, die Einfachheit der sprachlichen Ausdrucksmittel mit Gelehrsamkeit und Kommunikativität verbindet. Es findet also etwas statt, was einen nach der nachrahnerischen, verklausulierten Theologensprache wirklich aufatmen lässt. Der Autor ist ein Priester, ehemals gehörte er als einer der Oberen der Piusbruderschaft, er wandte sich aber schon Anfang der 1980-ger Jahre dem Sedisvakantismus zu und stellt seitdem eine recht bekannte Gestalt in diesen Kreisen dar. Er unterrichtet u.a. Liturgik im sedisvakantistischen Seminar auf Florida und ist Autor mehrere Abhandlungen und Bücher. Trotz dieses Hintergrunds ist Work of Human Hands von jeglichem sedisvakantistischen und übertriefen polemischen Geist (fast?) frei und wer andere Schriften von Father Cekada kennt, der weiß, wie sehr er sich in dieser Publikation zusammennehmen musste.

Die zusammengetragene Literatur und die ausgearbeitete theologisch-liturgische Tiefe dieses Werkes, von welchem der Autor behauptet es über 30 Jahre geschrieben zu haben, ist in der bisherigen Vatikanum kritischen Literatur beispiellos. Auch ein Leser, der die Thematik der Neuen Messe seit langem verfolgt, findet bei Cekada Neues und Interessantes. Das Buch erhielt sehr gute Rezensionen auf Rorate Caeli,[1] sowie bei New Liturgical Movement[2] und diesem Lob kann sich der Schreiber dieser Zeilen, der es zu ¾ durchgearbeitet hat vorbehaltlos anschließen. Wir glauben zwar, dass die Neue Messe richtig zelebriert gültig sein kann und die neue Form den Vollzug des Sakraments ermöglicht. Nichtdestotrotz findet wirklich, wie detailliert der Autor dieses Buches darlegt, durch die Neue Messe die Schwächung der katholischen Doktrin statt, deren Auswirkungen wir heute alle beobachten können. Wir werden Work of Human Hands hier oft, zusammen mit anderen Werken, zitieren und anwenden, sodass es nach und nach unseren Lesern bekannt sein wird. Will man es selbst lesen, so muss man es leider direkt in den USA bestellen. Die Lieferung dauert in etwa 4 bis 6 Wochen, doch diese Zeit sollte man sich schon nehmen. Es ist wirklich ein Must have für alle, die an liturgischen Fragen interessiert sind und daher empfehlen wir es herzlich.

[1] http://rorate-caeli.blogspot.com/2010/07/work-of-human-hands.html

[2] http://www.newliturgicalmovement.org/2011/07/book-review-work-of-human-hands.html