Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (5 von 7) „Überhöhung der ehelichen Liebe“.


asmodeus

B. Die Überhöhung der ehelichen Liebe

 1. Vergöttlichung und Zielsetzung

       Wir haben erklärt, wie die eheliche Liebe durch ihre Vergöttlichung erhöht wurde, durch ihre Angleichung an die göttliche Liebe der Barmherzigkeit.

        Durch die Angleichung der ehelichen Liebe an die Nächstenliebe, vergöttlicht sie der Papst nicht nur, sondern legt sie auch dadurch fest, dass er sie als einen Weg zur Verwirklichung des Sinns des menschlichen Lebens präsentiert. Denn da Gott die Summe alles Guten und Vollkommenen ist, ist die raison d’être (die Daseinsberechtigung) jedes gegebenen Dinges durch die Nachahmung des Gutseins und der Vollkommenheit Gottes selbst bestimmt. Die Vollkommenheit Gottes, zu deren Nachahmung der Mensch imstande ist, ist sein (Gottes) Wissen über und vor allem die Liebe zu sich selbst. Diese Liebe, wie wir oben erklärt haben, ist eine totale sich selbst hingebende Liebe. Indem er behauptet, dass die eheliche Liebe einer total sich selbst hingebenden Liebe gleich kommt, behauptet der Papst dann, dass der Mensch seine raison d’être, Daseinsberechtigung,  durch die eheliche Liebe (einschließlich des dazugehörigen Aktes) erfüllen kann. Tatsächlich behauptet der Papst ausdrücklich, dass die totale Selbsthingabe in der Ehe (dem Menschen (Anm. d. Übers.) die „Verwirklichung des eigentlichen Sinns seines Seins und seiner Existenz“ (16 Jan. 1980) ermöglicht.

2. Konsequenzen der unangemessenen Überhöhung der ehelichen Liebe

Es gibt zwei Arten von Konsequenzen, die aus dieser unangemessenen Überhöhung der ehelichen Liebe fließen: eine interne, das heißt eine Art von Konsequenz für andere Lehren, die die Theologie des Leibes ausmachen, und eine externe, für die Art und Weise, wie dieses System generell im Ganzen verstanden wird.

a) Interne Konsequenzen 

Wenn nun die eheliche Liebe auf das Niveau erhoben wird, das wir beschrieben haben, so kann sie klarerweise in keinerlei Weise als negativ dargestellt werden, sei es wegen der Begierde (im Sinne der inhärenten Störung des sinnlichen Begehrens) oder in ihrer Beziehung zu Jungfräulichkeit und Zölibat.

i) Begierde

     Die sexuelle Begierde wird mit der Tugend der Keuschheit bekämpft: das bedeutet totale Abstinenz außerhalb der Ehe oder Mäßigung innerhalb der Ehe. Die totale Abstinenz, die mit der Wachsamkeit über den Willen und die Phantasie verbunden ist, reicht aus,  um den Makel der Begierde in unserem Handeln zu vermeiden. Mäßigung bei der Verwendung der sexuellen Befähigung innerhalb der Ehe ist im Gegensatz dazu unzureichend, um diesen Makel vollständig zu vermeiden, wegen der der Natur innewohnenden Unordnung dieser Befähigung als Folge der Erbsünde. Die Ehe bietet jedoch einen Kontext für die nicht-sündhafte Ausübung der sexuellen Fakultät, trotz ihrer inhärenten Störung. Dies ist, was der Begriff „Abhilfe oder Heilmittel der Begierde“ bedeutet (siehe oben).

    Papst Johannes Paul II. leugnet natürlich nicht die Existenz der Begierde als Quelle der Sünde, sondern vernachlässigt, dass sie dem ehelichen Akt innewohnt, wenn auch nicht in sündhafter Weise. Aus diesem Grund kann er sagen (Diskurs 29. Oktober 1980):

„Durch die Gnade durchtränkt der Heilige Geist das sexuelle Verlangen mit allem, was edel und schön ist“,

und (26. September 1979) kann von „ursprünglicher Unschuld“ sprechen als etwas, das in gewissem Sinne dem Menschen (heute) noch zugänglich ist.

ii) Ehe in Beziehung zu Jungfräulichkeit und Zölibat

Das Konzil von Trient erklärt dogmatisch (Sitzg. 24 Can. 10):

Wer sagt, … es sei nicht besser und seliger, in der Jungfräulichkeit und dem Zölibat zu bleiben, als sich in der Ehe zu verbinden der sei mit dem Anathema belegt.

Si quis dixerit… non esse melius ac beatius manere in virginitate aut caelibatu, quam matrimonio: Anathema sit.

    In Übereinstimmung mit dieser Lehre referiert Johannes Paul II. die Worte des Heiligen Paulus (Diskurs, 7. Juli 1982), dass: derjenige, der sich für die Ehe entscheidet, „gut handelt”, während der, der die Jungfräulichkeit wählt, “besser” handelt. (1 Kor 7, 38) Das “dem Herrn gefallen” hat als Hintergrund die Liebe. Dieser Hintergrund wird an einer weiteren Gegenüberstellung sichtbar: Der Unverheiratete sorgt sich darum, wie er dem Herrn gefallen könne, während der verheiratete Mann sich auch darum sorgen muss, wie er seine Frau zufriedenstellen kann.”

     Der gleiche Papst erklärt in einer weiteren Passage (Diskurs 14. April 1982), während er die Aussage unseres Herrn (Mt 19. 12):

“Es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreiches willen”, referiert, dass diese Worte “weder einen Grund dafür liefern, die “Minderwertigkeit“ der Ehe zu behaupten, noch dafür, die “Überlegenheit” der Jungfräulichkeit bzw. des Zölibats zu vertreten, weil diese ihrer Natur nach darin bestehen, sich der ehelichen leiblichen Vereinigung zu enthalten … einzig allein um des “Himmelreiches” willen.“

In dieser zweiten Passage gibt er die Überlegenheit der Jungfräulichkeit oder des Zölibats wieder zu, und zwar um des „Himmelreiches“ willen (was eindeutig eine Entsprechung der Liebe Gottes ist). Aber er präzisiert dahingehend, dass der Grund für deren Überlegenheit genau das ist und nicht die Enthaltung vom ehelichen Akt. Und doch ist es unmöglich, das eine Motiv von dem anderen zu trennen. Die Jungfräulichkeit oder der Zölibat um des Himmelreiches/um der vollkommenen Gottesliebe willen besteht wesentlich in der Enthaltung von der ehelichen Liebe, welche buchstäblich das ist, was diesem Lebensstand seinen Charakter des übernatürlichen Opfers verleiht, in dem seine Überlegenheit liegt.

Diese Zurückhaltung, den ehelichen Akt in irgendeiner Weise zu erniedrigen, entspricht einer Tendenz, die beiden Lebensstände ein und derselben Ebene zuzuordnen. Und der Papst erklärt (Familiaris Consortio § 11) in der Tat:

„Die christliche Offenbarung kennt zwei besondere Weisen, die Berufung der menschlichen Person zur Liebe ganzheitlich zu verwirklichen: die Ehe und die Jungfräulichkeit“.[1]

     Diese dritte Passage präsentiert beide Lebensstände als Berufungsziele, als Wege, in einem totalen Sinn zu lieben, die dann folglich ein und denselben moralischen Wert haben. Folglich kann man sagen, wird beiden Ständen die selbe Ebene zugewiesen. Das steht sowohl im Widerspruch zum Konzil von Trient als auch zu der zweiten oben genannten Passage. Diese (die 2. og Passage (Anm. d. Übers.)) hatte den Stand der Jungfräulichkeit oder des Zölibates als dem verheirateten Stand auf der Grundlage  einer Verschiedenheit der Liebe als überlegen präsentiert, während die 3. Passage (aus Familiaris Consortio) beiden Ständen dieselbe Ebene aufgrund einer Gleichwertigkeit der Liebe zuweist.

Abschließend verzeichnen wir die Zusammenhanglosigkeit in der Art und Weise, wie der Papst die beiden Lebensstände zu einander in Beziehung setzt: Einmal die Jungfräulichkeit / den Zölibatsstand als überlegen; andererseits die beiden Stände als gleichwertig anzusehen. Die letztgenannte Sichtweise muss, wegen ihrer Grundlegung in einem zentralen Grundsatz seines Denkens, nämlich der sich total hingebenden Liebe, als die vorherrschende Ansicht angesehen werden.[2]

b) Externe Konsequenzen der Überhöhung der ehelichen Liebe 

      Die Überhöhung der ehelichen Liebe hat ebenfalls Konsequenzen für die Art und Weise, wie die Theologie des Leibes grundsätzlich zu verstehen ist.

     Papst Johannes Paul II. vergöttlicht die eheliche Liebe, wie wir erklärt haben, indem er sie als “sich total selbst hingebende Liebe” bezeichnet. Aber während die eheliche Liebe von der Welt als sexuelle Liebe verstanden wird und auch so vom jüngsten Lehramt (s.o.) präsentiert wird, wird diese Vergöttlichung generell als Vergöttlichung der sexuellen Liebe aufgefasst.

Derselbe Papst vergöttlicht gleichermaßen den Akt der ehelichen Liebe, indem er ihn als „totale Selbsthingabe“ bezeichnet, aber da die totale Selbsthingabe des ehelichen Aktes (insoweit er von den Ehegatten in gegenseitiger Hingabe und Zuwendung verwirklicht wird, siehe oben) auch außerhalb der Ehe bestehen kann, wird diese Vergöttlichung grundsätzlich als Vergöttlichung der sexuellen Liebe verstanden.

   Die Vergöttlichung des Eheaktes (in der Lehre des Papstes), die Vergöttlichung des sexuellen Aktes und der sexuellen Liebe im allgemeinen (wie die Lehre des Papstes generell verstanden wird) ist mit dem katholischen Empfinden eindeutig unvereinbar und stimmt weniger mit dem Katholischen Glauben und dem Katholischen Gefühlen als mit den verwirrten Launen der gefallenen Natur überein, wenn eine solche Liebe als ein Ausdruck des inneren Lebens der Allerheiligsten Dreifaltigkeit dargestellt wird.[3]

   Die Tatsache, daß diese Vergöttlichung auf Kosten der wahren göttlichen Liebe, der Caritas, erfolgte, stellt eine Ersetzung oder Verdunkelung der Caritas (und deren Vervollkommnung, der Heiligkeit) durch die Sexualität dar. Das entspricht auch dann der Wahrheit, wenn der Papst keinen solchen Effekt beabsichtigte, und selbst wenn er der Sexualität in seinem Pontifikat weniger Gedanken und Worte als der Heiligkeit widmete.

 

C. Der Wurzelfehler der Theologie des Leibes

     Wir haben behauptet, daß das formale Prinzip der Theologie des Leibes das Konzept der ehelichen Liebe als »totale Selbsthingabe« sei. Das ist ein personalistisches Prinzip der moralischen Ordnung. Es ist in einem personalistischen Grundsatz der ontologischen Ordnung begründet, nämlich dem, dass die Liebe die Persönlichkeit ursächlich bestimmt.[4]

   Diese Prinzipien leiten sich offensichltich von der trinitarischen Theologie her, die lehrt, dass:

  1. innerhalb der Allerheiligsten Dreifaltigkeit die Beziehungen die Personen konstituieren (so formt zum Beispiel die göttliche Vaterschaft den himmlischen Vater);
  2. die Liebe zwischen den göttlichen Personen eine sich total selbst hingebende ist.

   Wenn wir diese beiden Prinzipien auf die eheliche Ethik anwenden, sehen wir, wie Papst Johannes Paul II. behaupten kann, dass die Liebe zwischen den Ehegatten eine der totalen Selbsthingabe sei und dass diese Liebe ihre Persönlichkeit konstituiert: und sie zu dem macht, was sie als Personen sind.

   Jedoch müssen wir einwenden, dass das, was für die Allerheiligste Dreifaltigkeit wahr ist, weder für die Eheethik, noch für zwischenmenschliche Ethik im allgemeinen gilt. Was den ersten Punkt angeht, so haben wir oben argumentiert, daß die eheliche Liebe keine totale Selbsthingabe ist, zum zweiten Punkt, dass die Liebe die menschliche Person nicht ontologisch, sondern nur moralisch bestimmt. Ontologisch ist die Person eine Einheit aus Leib und Seele und ihre Handlungen (wie ihre Liebe) sind eine Folge ihrer Natur (agere sequitur esse), anstatt ihre Natur bestimmend.

In der Zusammenschau ist der Grundirrtum der Theologie des Leibes die missbräuchliche Anwendung der trinitarischen Theologie auf die Eheethik.

   Vom theologischen Standpunkt aus folgt dieser Irrtum der Verwirrung der übernatürlichen und natürlichen Ordnung, philosophisch gesehen ist er ein Irrtum des Subjektivismus: eine Missachtung der objektiven Ordnung – der konkreten objektiven Wirklichkeit der Dinge – sei es des Glaubens oder der Vernunft, zugunsten des Subjekts.

Weiter oben haben wir die Beweise dafür gesehen, dass dieser Subjektivismus die Person (nur) im Sinne ihrer  Liebe unter Missachtung ihrer menschlichen leib-seelischen Natur versteht, die Ehe sich im Sinne der totalen Selbsthingabe unter Missachtung des Sakramentes, des Bundes und der Gnade erdenkt; in ihrer Überhöhung ohne Berücksichtigung der Begierde oder ihrer Unterlegenheit gegenüber dem Zölibat/der Jungfräulichkeit; und in seiner Vereinnahmung der Liebe Christi zur Kirche in einer untraditionellen uind erotisierenden Art und Weise.

                                                           *

Bevor wir die Enzyklika von Papst Franziskus untersuchen, werden wir kurz den Einfluß des Geistes der Welt auf die Eheethik im jüngsten Lehramt im Lichte unserer kurzen Zusammenschau dieses Geistes oben erforschen.

Im ersten Teilabschnitt, bei Gaudium et Spes und im angepassten Kodex des Kanonischen Gesetzes, sahen wir, wie der Begriff der Zielsetzung der Ehe unterdrückt und wie die „Fortpflanzung“ dann in den Hintergrund und die „eheliche Liebe“ in den Vordergrund gerückt wurde. Wir haben dann beobachtet, wie diese Liebe einen erotischen Inhalt erwarb, der sich in den folgenden Jahren verstärken sollte.

    Im zweiten Abschnitt über die liturgischen Veränderungen und einen neuen Kodex des Kanonischen Rechts erkannten wir, wie die Schwere der Todsünde (indirekt) verniedlicht wurde.

      Im dritten Teil über die »Theologie des Leibes«, sahen wir, wie die eheliche Liebe und besonders der Eheakt verherrlicht und die »negative« Begierde heruntergespielt wurde. Wir haben eine völlige Offenheit, oder Bereitschaft seitens des Papstes erlebt, über diese Dinge zu sprechen, gleichzeitig hörten wir in seinen Worten nichts, was die Schwere der Unreinheit zu vermindern suchte. In der Tat – eine der großen Stärken des moralischen Lehre dieses Papstes ist seine Aufrechterhaltung des Naturrechts und sein konsequentes Beharren auf der Tugend der Reinheit.[5]

[1] In ähnlicher Weise lesen wir von einer „Berufung zur Ehe“ im Katechismus der Katholischen Kirche (1603).

[2] In Zusammenhang mit diese Sichtweise nehmen wir die Initiative Johannes Paul II. zur Kenntnis, einzelne verheiratete Personen und Ehepaare zu Ehren der Altäre zu erheben.

[3] Etwa vor einem Dutzend Jahren gab ein Angestellter der Kongregation für die Glaubenslehre gegenüber dem Autor informell und wortreich den Irrtum der „Theologie des Leibes“ in einer Konversation im Heiligen Offizium zu. Die Tatsache, dass dieses theologische System eine trinitarische Doktrin von der Art enthält, die wir eben erwähnt haben, genügt, um jedem, der eine katholische Sensibilität besitzt, ihren Irrtum zu zeigen, auch wenn er von unserer Kritik ihr gegenüber nicht überzeugt ist. Solche Konzepte im Katholischen Lehramt zu finden und aus dem Mund des Vikars Christi zu hören, ist ein Zeugnis für die bemerkenswerte Ausweitung der Erotik im Schoß der Katholischen Kirche  in den zwanzig Jahren nach der Verkündung von Gaudium et Spes.

[4] Vgl. unsere Diskussion des ethischen Personalismus in “Angriff auf die Ehe”

[5] Wir leugnen nicht, daß Johannes Paul II. vieles schrieb, das katholisch und wahr war, und zur Verteidigung der Nächstenliebe und Reinheit (beitrug), auch in seinen Diskursen zur Theologie des Leibes.

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Ältere Beiträge oder Aufgewärmtes schmeckt manchmal besser


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Jede Hausfrau, aber auch jeder Koch, weiß, dass es Speisen gibt, die erst aufgewärmt ihren Geschmackt voll entfallten, sodass etwas Aufgewärmtes nicht unbedingt mit etwas Schlechtem gleichbedeutend ist. Da auf unserem Blog wir seid 15.05.2015 610 meistens originelle Beiträge veröffentlicht haben, so ist es durchaus möglich, dass nicht alle Leser alle Beiträge gelesen haben und sich ausschließlich auf die letzten, polemischen Aufsätze konzentrieren. Weiterlesen!

Spendenaufruf – Juli 2017


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Der Schreiber dieser Zeilen hat kürzlich Podcasts von Ann Barnhardt und Steven Skojec von onepeterfive gehört und ist tief beindruckt. Diese Gradlinigkeit, dieser Mut, diese Frömmigkeit, dieses es einfach fassen können, weil man weiß, wie es geht. Es ist zugleich tief befreiend wie auch tief beschämend solche Menschen zu finden, die wirklich Gott und seine Kirche so sehr lieben, dass sie alles für Ihn aufgegeben haben und sich ausschließlich dieser Tätigkeit widmen.  Man sieht, dass noch Glauben in Israel ist und man fühlt sich weniger verrückt und allein. Als der Schreiber dieser Zeilen mit Bloggen angefangen hat, konnte er noch von seinem Restvermögen leben und dementsprechend mehr und vielleicht auch fundierter schreiben. Jetzt geht er einem Brotberuf nach, der wirklich für ihn in seiner Lage zurzeit optimal ist, dennoch aber einige Zeit in Anspruch nimmt und zeitweise und wenig Schlaf verbunden ist, wodurch leider die kognitiven Fähigkeiten kurzzeitig, so hoffen wir, leiden. Andere Mitarbeiter und Autoren gehen auch ihrem Beruf nach und somit werden wir leider nicht mehr Zeit für Sie haben. Es sei denn jemand von uns wird arbeitslos oder landet im Gefängnis wegen „Hassrede“, „Homophobie“ oder „Beleidigung des Islams“ oder „hassenden, homophoben Islambeleidigung“, wo er wohl mehr Zeit, aber andere Sorgen hätte.

Es ist dennoch gut im Tiefen des Internets geistliche Lichtoasen zu finden, welche von Laienkatholiken betrieben werden, die wirklich auf Gott hören, was immer viel Heroismus und Leidensbereitschaft mit sich bringt, wovon z.B. das Leben von Hilary White zeugt. Aber so ist es nun mal. Jemand muss leiden und von Gott vielfältig geprüft werden, um den anderen davon, „was er dort gesehen hat“ mitteilen zu können. Warum machen es keine Priester? Weil wir keine haben. Deswegen.

Im Gegensatz aber zu Ann Barnhardt, Hilary White oder Steven Skojec wollen wir weder nur unsere persönlichen Erlebnisse oder Ansichten mitteilen, noch ein Nachrichtenportal starten, sondern vor allem katholische Glaubenslehre weitergeben mit allen Fußnoten, Zitaten, Quellenangaben und Finessen, die notwendig sind. Denn im deutschsprachigen Raum ist die traditionelle, unverkürzte Lehre der Kirche wirklich kaum irgendwo anzutreffen und schon gar nicht im Internet. Die englischsprachigen Katholiken haben es da wirklich viel leichter.

Um die Lehre der Kirche mitteilen zu können, muss man jedoch verschiedene Bücher kaufen, vieles aus USA oder Großbritanien importieren, manches antiquarisch erwerben, um alls dies hier auf diesem Blog verarbeiten und mitteilen zu können.  Deswegen brauchen wir Ihre Unterstützung, um es verwirklichen zu können.

Der Schreiber dieser Zeilen spürt seit längerer Zeit den Ruf sich mehr diesem Blog zu widmen und außer den polemischen Beiträgen und Hiobsbotschaften aus Rom auch Beiträge aus dem geistlichen Leben, zur Herzenserwärmung zu posten. Wie man aus den Diskussionen z.B. auf katholisches.info entnehmen kann, gibt es dort Poster, welche theologisch überragend gebildet sind, andere urteilen nur ihrem Gefühl nach, weil sie nirgendwo nachlesen können, wie es um die Lehre der Kirche wirklich steht. Nicht jeder ist wirklich in der Lage, durch Selbststudium sich alles anzulesen. Man braucht schon eine Anleitung und Begleitung.

Bei all unseren Unternehmungen zählt letztendlich unser eigenes Seelenheil. Nicht das von Papst Franziskus, den Gott schon richten wird. Die gängige Einstellung eines Laienkatholiken hingegen lautet:

„Die [Geistlichen] sollen es machen!“

Der deutsche oder österreichische Katholik fügt noch hinzu:

„Die leben ja von meiner Kirchensteuer!“

Ja, das tun sie. Ja, Sie haben wirklich nichts davon, aber schminken Sie es sich ab, dass sie etwas für Ihr Seelenheil tun werden. Sie werden es nicht, denn sie sind fast alle ungläubig oder schlechthin zu feige. Siehe die Haltung der DBK zur Homo-Ehe. Wenn Sie als Kardinal oder Bischof ein „Mann ohne Eigenschaften“ sind, ohne Ansichten und/oder sehr erpressbar, dann schauen Sie nur woher der Wind weht. Politisch wie kirchlich. Und warum gibt es keine anderen Prälaten? Weil die nachkonziliare Kirche eine Negativselektion betrieben hat. Männer, die fromm, integer, heterosexuell, rechtschaffen und intelligent waren, kamen gar nicht weiter. Viele haben freiwillig das Seminar verlassen oder suchten nach dem Theologiestudium woanders Arbeit. Womit musste man den fehlenden Bestand aufstocken? Mit Quotenfrauen und Quotenschwulen (sorry!), im Falle der Priester mit den Letzteren. Wir haben es also mit einer multi-kulti-rosa-roten Gremienrepublik der Berufskatholiken geistlichen Standes oder auch nicht zu tun, welche uns alle immer tiefer in die Apostasie führen und letztendlich für den Untergang so vieler Seelen verantwortlich sind. Von diesen Menschen haben Sie wirklich keine katholische Wahrheit zu erwarten, denn erstens kennen sie diese nicht, wie denn? Rahner, Ratzinger, Küng, Congar, de Lubac und wie sie alle heißen, vermitteln kein depositum fidei. Und sollten da Spuren von Verständnis vorhanden sein, wohin der nachkonziliare Katholizismus führte, dann sind sie alle viel zu sehr in all das verstrickt, um integer zu sein. Denn sie müssten alles aufgeben, Buße tun, sich als Einsiedler irgendwo niederlassen und hoffen, dass Gott sich ihrer doch am Ende erbarmt. Was ist Häresie? Ermordung von Seelen und ihr Verderbnis im ewigen Höllenfeuer. Diese Menschen, der auf diesen Leim des nachkonziliaren Relativismus und der Allerlösung reingefallen sind, werden doch spätestens in der Todesstunde wissen, wie falsch das alles war und wie falsch sie gelebt haben, auch wenn ein katholischer Bischof, selbst schwul, ihre „Homo-Ehe“ segnete Sie werden in der Hölle landen, in den ewigen Qualen, weil sie auf solch einen Pfarrer, Bischof, Theologieprofessor etc. gehört haben. Der letztere, der Theologe ist aber primär schuld und er wird die Konsequenzen seiner Lehre in aller Ewigkeit tragen. Daher die Heiligkeit der Kirchenväter und Kirchenlehrer, daher die Verderbnis der Heresiarchen, d.h. der Erfinder von Häresien. Gott ist sehr gerecht und auch sehr streng.  Dass er uns aber alle noch am Leben lässt, zeugt von seiner Güte.

Deswegen ist die Chance, dass Sie jetzt 50 Jahre nach dem großen Meteoriteneinschlag, auch Vat. II genannt, irgendwo katholische Lehre vermittelt bekommen, sehr gering.

Unterstützen Sie uns, dann haben Sie etwas davon. In diesem Leben und in der Ewigkeit. Amen.

Wir bitten Sie um Ihre Spende!

 

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Zusatz: Tradition und Glauben

Eugenie Roth, Das Mantilla-Experiment (4 von 4)


Mantilla with me

Mantillageschichten

Tag 7:

Weiterer Verlauf: An weiteren Tagen (für die Zähnung „Tag 7“) – scheinen die anderen Gottesdienstbesucher erst „richtig“ auf die Mantilla aufmerksam zu werden. Jemand, der sich auskennen sollte meint, sowas sei doch überhaupt nicht nötig (die Mantilla ist meines Wissens ein Sakramentale, ebenso wie der Rosenkranz und das Weihwasser, und eine Kopfbedeckung war für Frauen bis zum Vatikanum II verpflichtend während des Gottesdienstes zu tragen), jemand anders, ich solle doch die Mantilla unter dem Kinn binden, weil die Enden beim Gehen hin und her schwanken …

Und: Nein, ich werde mich dadurch nicht davon abbringen lassen, die Mantilla zu tragen. Und ich werde die Mantilla auch nicht unter dem Kinn binden, obwohl mir ein orthodoxer Christ gesagt hat, dass das die Frauen bei ihnen wohl tun. Aber ob die eine so feine Mantilla tragen oder einfach ein Kopftuch? – Vermutlich schon, denn dieser Mann hat mir früher einmal eine Mantilla gezeigt, die er für eine Frau aus seiner Gemeinde besorgt hatte. …

Tag 8:

Und dennoch überlege ich mir bei der nächsten Gelegenheit, ob ich denn überhaupt noch Lust(!!!) habe, die Mantilla zu tragen. Nein. Zu dem Zeitpunkt definitv nicht.

Aber: Die Mantilla ist ein Sakramentale. Der Teufel hasst so etwas. Also: AUFLEGEN!!! Das war dann gleich ein Mantilla-„Marathon“, da nach dem Gottesdienst noch Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten war. Zwischendurch immer wieder der Gedanke, nach der Heiligen Messe die Mantilla abzunehmen. Was? Wirklich? – Nein, das kommt gar nicht in Frage! – Und es war gut, dass ich die Mantilla aufbehalten habe. Der innere Kampf hat sich gelegt …

Tag 9 (gewissermaßen):

Ich sitze im Novus-Ordo-Gottesdienst. Da heute ausnahmsweise ein anderer Priester die Heilige Messe hält als sonst*, sitze ich an meinem ansonsten üblichen Platz, nicht vorne, von wo man aus in wenigen Schritten an den Ambo treten kann. Da spricht mich nach dem Gottesdienst eine Frau aus der Bank hinter mir an, was ich denn hier hinten zu suchen hätte und ich bräuchte gar nicht so zu frömmeln und mich (im Vetus Ordo-Gottesdienst) zu verschleiern, diese Messe sei kein Automatismus, bessern müsse man sich schon selbst. Nachdem sie auf meine Frage erklärt hat, wie sie zu dieser Anschuldigung kommt (sie ist völlig unbegründet, die Frau hat falsche Rückschlüsse gezogen), vermute ich zu wissen, warum ich immer wieder dazu geneigt bin, die Mantilla im Vetus-Ordo-Gottesdienst weg zu lassen. Habe ich ihre Abneigung und Vorurteile gespürt? Ich versuche, das Missverständnis aufzuklären, aber sie hält an ihrer Behauptung fest. Warum quält sie sich selbst?

* Der „übliche“ hat eine Stimmbanderkrankung, und deshalb habe ich mich entschlossen, für ihn die Lesung zu lesen – sebstverständlich nachdem ich ihm das angeboten hatte, ansonsten halte ich mich an die Regel aus dem Vetus Ordo, dass der Chorraum den Männern vorbehalten ist. Das hier zu erklären reicht mein Verständnis dessen noch nicht aus und würde auch zu weit führen.

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


Evangelium des Festes der heil. Dreifaltigkeit (zugleich 1. Sonntags nach Pfingsten)

Mt 28, 18 – 20

Jesus trat auf seine Jünger zu und sprach zu ihnen: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und lehret alle Völker: Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe. Seht, ichbin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“

Betrachtung zum Evangelium des Festes der heil. Dreifaltigkeit

Allerheiligste Dreieinigkeit! ich, dein unwürdigster Diener und geringstes Mitglied deiner Kirche, bekenne Dich, -Vater, Sohn und heiliger Geist. Ich glaube an Gott den Vater, der von Ewigkeit her von sich selbst ist; ich glaube an Gott den Sohn, der von Ewigkeit her von dem Vater gezeuget und in der Zeit Mensch geworden ist; ich glaube an den heiligen Geist, der von Ewigkeit her vom Vater und vom Sohne ausgeht und mit beiden angebetet und verherrlichet wird. Ich glaube an Dich, heiligste Dreieinigkeit! und bekenne, daß du dreifach bist in den Personen, einig aber in der Wesenheit, als wahrer, allmächtiger Gott in einer einfachen, geistigen, unsichtbaren und unendlichen Natur; daß Du ohne Mängel vollkommen, ewig ohne Zeit, das Leben ohne Tod, die Wahrheit ohne Irrthum bist; daß Du, überall gegenwärtig, ohne Ausdehnung Alles einschliessest, ohne Bewegung Alles übersteigest, ohne Anfang allen Dingen den Anfang gibst, ohne Veränderung alle veränderlichen Dinge erschaffest; daß Du in der Größe unendlich, in der Macht allmächtig, in der Güte der Höchste, in der Weisheit unschätzbar, erschrecklich in den Rathschlüssen, gerecht in den Urtheilen, in den Gedanken der Geheimste, wahr in den Worten, in den Werken heilig, in Barmherzigkeit überströmend, gegen Sünder der Geduldigste, gegen Büßende der Gütigste, daß Du unsterblich bist und in Dir selig. Den die Größe der Räume nicht vergrößert, die Enge nicht einschränket, dessen Wille nicht verändert, den weder Trauriges noch Freudiges verwirret, dem weder Vergessenheit etwas nimmt, noch Gedächtniß etwas gibt; dem das Vergangene nicht entgeht, noch das Zukünftige neu ist; dem weder der Ursprung einen Anfang, noch die Zeiten ein Zunehmen, noch ein Zufall ein Ende bringen kann; der vor immerwährenden, in immerwährenden und durch immerwährende Zeiten und in Ewigkeit lebet: Dir, o dreieiniger Gott, ist stetes Lob und ein ewiges Reich! Amen.

Kirchengebet

Allmächtiger, ewiger Gott! Der Du uns, deinen Dienern, die Gnade verliehen hast, die Herrlichkeit der heiligen Dreieinigkeit im Bekenntniße des wahren Glaubens zu erkennen und in der Macht der Herrlichkeit die Einigkeit anzubeten: wir bitten Dich, daß wir Kraft dieses Glaubens von allen Widerwärtigkeiten allzeit geschützt werden, durch Christus unsern Herrn. Amen.

Kirchengebet

(für den 1ten Sonntag nach Pfingsten.)

Gott, du Stärke derer, die auf Dich hoffen, sey gnädig unsern Bitten! und weil ohne Dich die sterbliche Schwäche nichts vermag, sende die Hilfe deiner Gnade, daß wir in Ausübung deiner Gebote Dir durch Gesinnung und Handlung gefallen! Amen.

Andacht zu Gott dem Vater.

Dir, o Herr und heiligster Vater! Der Du mich aus Nichts zu deinem Ebenbilde erschaffen hast, opfere ich mich auf; denn der Leib ist das Werk deiner Hände und die Seele athmet von deinem Geiste. Was ich immer Gutes thun kann, thue ich nicht ohne Dich; thue ich aber etwas Böses, dieses ist allein mein. Weil Du mir aber einen freien Willen gegeben hast, opfere auch ich diesen Dir, o Vater! Es walte in mir dein göttlicher Wille, den ich nie übertreten will. Du, o Vater! willst, daß die an deinen Sohn glauben, nicht zu Grunde gehen, sondern das ewige Leben haben. Richte daher unsere Schritte auf die Wege, die uns durch deine Gebote vorgezeichnet sind, und verleihe uns die Gnade, daß Du allezeit mit uns seyest und uns zu Dir ziehest. Herr, ich bin zur Strafe bereit; dein Wille geschehe! Nimm meine Sünden von mir und züchtige meinen Leib! Gieb mir das Kreuz zu tragen, nicht welches ich will sondern das Du willst. Tödte ab alle meine Sinne nach dem Wohlgefallen deines göttlichen Willens, und bessere mich so, daß ich Dich nie mehr beleidige! Nimm auf, o Herr, heiligster Vater, diese meine Aufopferung, die ich Dir mit vertrauendem Herzen darbringe und gib, daß ich allzeit in dir sey, weil Dir außer Dir Nichts gefällig ist. Amen.

Litanei zu Gott dem Vater.

Herr, erbarme Dich unser!

Christe, erbarme Dich unser!

Herr, erbarme Dich unser!

Gott Vater vom Himmel,

Gott Sohn, Erlöser der Welt,

Gott heiliger Geist,

Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott,

Vater, der Du bist in den Himmeln,

Du Vater unsers Herrn Jesus Christus,

Du Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes,

O Vater! wir haben gesündigt in dem Himmel und vor Dir,

O Vater, ein gebenedeiter Gott in Ewigkeit,

O Vater, der Du im Geist und in der Wahrheit anzubeten bist,

O Vater, ohne welchen keiner den Sohn erkennt!

O Vater der Herrlichkeit, Herr des Himmels und der Erde,

Der Du den Sohn in die Welt gesendet hast,

Der Du uns zu Kindern aufgenommen vor dem Anfange der Welt,

Der Du die Geheimnisse den Selbstweisen und Stolzen verborgen und sie den Kleinen geoffenbaret hast.

Der Du uns gesegnet hast mit allem geistlichen Segen in den himmlischen Gaben,

Der Du uns die Sünden vergibst,

Der Du uns erwählet hast, daß wir heilig und unbefleckt seyen vor deinem Angesichte,

Der Du den guten Geist vom Himmel gibst denjenigen, die Dich um denselben bitten,

O Vater des Lichts, von welchem alles Gute kommt,

Der Du die Sonne über die Guten und Bösen aufgehen lassest,

Der Du den Regen über die Felder der Gerechten und Ungerechten herabträufeln lassest,

Der Du alle Haare unsers Hauptes gezahlet hast,

Der Du die Welt so geliebt, daß Du deinen eingebornen Sohn dahin gegeben hast.

Der Du mit feierlicher Stimme vom Himmel Jesum als deinen geliebten Sohn verkläret hast,

Dessen Angesicht allzeit die Engel im Himmel anschauen,

Der Du uns eine so große Liebe gegeben hast,

daß wir deine Kinder heißen und sind,

Der Du über Alle, und durch Alles, und in uns Allen bist,

Der Du deinen Auserwählten vor Anfang der Welt das Reich zubereitet hast,

O Vater der Waisen und Beschützer der Wittwen,

Der Du ohne Ansehung der Person nach eines Jeden Werken richtest.

In dessen Hause viele Wohnungen sind,

O gütigster Vater, der Du geduldig bist und von großer Erbarmung,

Sey uns gnädig, verschone uns, o Herr!

Sey uns gnädig, erhöre uns o Herr!

Von allem Uebel, erlöse uns, o Herr!

Von der Gewalt des Teufels, – erlöse uns, o Herr!

Von aller Gelegenheit der Sünde,

Von Zorn, Haß und allen bösen Willen,

Von den nahenden Gefahren der Sünde,

Von allen Feinden des Leibes und der Seele,

Von Geringschätzung deiner Gnade,

Von der ewigen Verdammniß,

Durch deine allerhöchste Erkenntniß, mit der Du die Abgründe überschauest,

Durch deine unermeßliche Allmacht, mit welcher Du Alles aus Nichts erschaffen.

Durch deine huldreiche Vorsehung, mit welcher Du alle Dinge regierest,

Durch deine ewige Liehe, mit welcher Du die Welt geliebt hast.

Durch deine unendliche Barmherzigkeit, mit der Du alle Dinge erfüllest,

Wir armen Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns!

Daß dein Name allzeit und überall geheiliget werde.

Daß Du uns dein Reich zukommen lassest,

Daß allzeit dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden,

Daß Du unser tägliches Brod uns heute geben wollest,

Daß Du uns von allem Uebel befreien wollest,

Daß wir, was wir getreu bitten, kraftig erlangen mögen,

Vater! im Namen deines Sohnes,

O Du Lamm Gottes, (dreimal.)

Versöhne uns den Vater!

Gib uns den Zugang zum Vater!

Nach diesem Elend zeige uns den Vater!

Heiliger Vater, erhöre uns!

Gerechter Vater, erhöre uns!

Herr, erbarme Dich unser!

Christus, erbarme Dich unser!

Herr! erbarme Dich unser!

Vater unser etc.

Gebet

O Gott! der Du die Gemüther der Gläubigen Eines Willens machest; gieb uns jenes zu lieben, was Du gebietest, jenes zu verlangen, was Du versprichst, damit unter diesen irdischen Veränderungen unsere Herzen dahin verlangen mögen, wo die wahren Freuden sind! Durch unsern Herrn Jesus Christus. Amen.

Andacht zu Gott dem Sohne.

O Jesus! Du ewiger Sohn Gottes, in der Zeit aber auch Sohn der Jungfrau Maria! erbarme Dich meiner nach deiner großen Barmherzigkeit und wasche ab meine Sünden und Missethaten durch dein kostbares Blut und wende deine Augen auf mich, sündigen Menschen, der ich demüthig um Verzeihung meiner Sünden bitte!

Gieße mir ein deine Gnade, deine Weisheit, Liebe, Keuschheit, Geduld, Demuth und Sanftmuth, damit ich Dich vollkommen lieben und loben, Dir dienen, in Dir mich rühmen und freuen könne, mit allen denen, welche auch deinen heiligen Namen anrufen, der da ist Jesus, Heiland, Amen.

Litanei.

Herr, erbarme Dich unser!

Christus, erbarme Dich unser!

Herr, erbarme Dich unser!

Jesus Christus, höre uns!

Jesus Christus, erhöre uns!

Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser!

Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser!

Gott heiliger Geist, erbarme dich unser!

Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser!

Jesus, Du Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich unser!

Jesus, Du Sohn der Jungfrau Maria,

Du vollkommenster und heiligster Jesus,

Du mächtigster und wunderbarster Jesus,

Du holdseligster und liebenswürdigster Jesus,

Jesus, glänzend über alle Sterne,

Jesus, klarer als die Sonne,

Du demüthigster und sanftester Jesus,

Du gehorsamster und geduldigster Jesus!

Jesus, unsere Freude und Liebe,

Jesus, Du König des Friedens,

Jesus, Du Spiegel heiligen Lebens,

Jesus, Du Eiferer für alle Seelen,

Jesus, unsere Zuflucht,

Jesus, Du Helfer der Armen,

Jesus, Du Tröster der Angefochtenen,

Jesus, Du Schatz der Gläubigen,

Jesus, Du guter Hirt,

Jesus, Du wahres Licht der Welt,

Jesus, Du ewige Weisheit,

Jesus, Du unendliche Güte,

Jesus, Du unendliche Gerechtigkeit

Jesus, der Du uns liebest,

Jesus, Du Heitand der Welt,

Jesus, Du Mittler zwischen Gott und den Menschen,

Jesus, Du Freude der Engel,

Jesus, Du König der Patriarchen,

Jesus, Du Erleuchter der Propheten,

Jesus, Du Meister der Apostel,

Jesus, Du Lehrer der Evangelisten,

Jesus, Du Starke der Martyrer,

Jesus, Du Licht der Beichtiger,

Jesus, Du Freude der Jungfrauen,

Jesus, Du Krone aller Heiligen,

Sey uns gnädig, verschone uns, O Jesus!

Sey uns gnädig, erhöre uns, O Jesus!

Bon allem Uebel, erlöse uns, O Jesus!

Von aller Sünde,

Von aller Gefahr,

Von deinem Mißfallen,

Von den Nachstellungen des Teufels,

Von Pest, Hunger und Krieg,

Von Übertretung deiner Gebote,

Von dem ewigen Tode,

Durch deine reinste Empfangniß,

Durch deine heilige Menschwerdung,

Durch deine heilige Geburt,

Durch deine heilige Beschneidung,

Durch deine Taufe und dein heiliges Fasten,

Durch deine heilige Mühe und Arbeit,

Durch deine schmerzhafte Geißlung und Krönung,

Durch deinen heiligen Tod,

Durch deine heilige Auferstehung,

Durch deine wunderbare Himmelfahrt,

Durch deine Glorie und Herrlichkeit,

Durch die Fürbitte der seligsten Jungfrau, deiner heiligen Mutter,

Durch die Fürbitte aller deiner Heiligen,

O Du Lamm Gottes, (dreimal.)

Christus, höre uns!

Christus, erhöre uns!

Herr, erbarme Dich unser!

Christus, erbarme Dich unser!

Herr, erbarme Dich unser!

Vater unser etc. etc.

Gebet.

Allmächtiger, ewiger Gott! der Du durch den glorwürdigsten Namen deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, die Herzen aller Gläubigen mit Trost und Süssigkeit erfüllest und alle bösen Geister erschreckest; verleihe gnädig, daß alle, die diesen heiligen Namen allhier auf Erden andächtig verehren, die unaussprechliche Freude und Seligkeit erlangen in den Himmeln! Durch eben diesen Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn. Amen.

Andacht zu Gott dem heiligen Geiste.

Wir bitten Dich, o Herr, allmächtiger Gott, laß die Kraft des heiligen Geistes bey uns seyn, welche sowohl unsere Herzen gütig reinige, als uns vor allen Widerwärtigkeiten beschütze! Amen.

Litanei.

Herr, erbarme Dich unser!

Christus, erbarme Dich unser!

Herr, erbarme Dich unser!

Christus, höre uns!

Christus, erhöre uns!

Gott Vater vom Himmel,‘

Gott Sohn, Erlöser der Welt,

O Geist der Wahrheit, der Weisheit und des Verstandes,

O Geist der Stärke und der Gottseligkeit,

O Geist des guten Rathes und der Wissenschaft,

O Geist der heiligen Furcht,

O Geist der Liebe und des Friedens,

O Geist der wahren Freude,

O Geist der Milde und Güte,

O Geist der Geduld, der Langmut und Sanftmut,

O Geist des Glaubens und der Hoffnung,

O Geist der Eingezogenheit und Keuschheit,

O Geist des Gewissens,

O Geist der Demuth und Bescheidenheit,

O Geist des Lebens und des Heiles,

O Geist der manigfaltigen Gnade zur Aufnahme und Auferstehung der Kinder Gottes,

Du Erneuerer unserer Seelen,

Du Regierer und Heiligmacher der katholischen Kirche,

Der Du, o Gott! Herzen und Nieren durchforschest,

Du Erwecker guter Gedanken, Gefühle und Entschlüsse,

Du sicherer Schutz in aller Widerwärtigkeit,

Du Süßigkeit derer, die deinen Dienst beginnen,

Du Kraft derer, die in demselben zunehmen,

Du Freude der Engel,

Du Erleuchter der Patriarchen,

Du Mund und Weisheit der Apostel,

Du Sieg der Märtyrer,

Du Wissenschaft der Beichtiger,

Du Reinigkeit der Jungfrauen,

Du Salbung aller Heiligen,

Sey uns gnädig, verschone uns, o heiliger Geist!

Sey uns gnädig, erhöre uns, o heiliger Geist!

Von allem Uebel, erlöse uns, o heiliger Geist!

Von aller Sünde,

Von allen Versuchungen des Teufels,

Von aller Vermessenheit und Verzweiflung,

Von Widerstrebung gegen die erkannte Wahrheit,

Von dem Neide wegen fremder Gnade,

Von aller Halsstarrigkeit und Unbußfertigkeit,

Von aller Trägheit und Verdruß im göttlichen Dienste,

Von aller Unreinigkeit des Leibes und der Seele,

Von aller Trennung und allem Irrthum,

Von dem ewigen Tode,

Durch dein ewiges Hervorgehen aus dem Vater und dem Sohne,

Durch die wunderbare Empfängniß des Sohnes Gottes,

Durch dein Herniederschweben vom Himmel über Jesus bei seiner Taufe,

Durch deine gnadenvolle Ankunft über die Jünger des Herrn,

Am Tage des Gerichtes,

Wir armen Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns!

Daß Du unser schonest,

Daß Du alle Glieder der Kirche in Gott beleben und heiligen wollest,

Daß Du uns mit deiner Gnade zum Guten anregen, unterstützen und vollenden wollest,

Daß Du uns die Gabe der wahren Gottseligkeit, des Gebetes und der Andacht geben wollest.

Daß Du alle unsere Gedanken, Worte und Werke zu Dir richten und heiligen wollest,

Daß Du uns wahre Demuth und Festigkeit in allen Tugenden geben wollest,

Daß Du in uns die Liebe der Armuth vermehren wollest,

Daß Du die Gabe der Sanftmut in uns einpflanzen wollest.

Daß Du uns die Gabe der Thränen über unsere Sünden geben wollest,

Daß Du uns stets nach der wahren Gerechtigkeit zu streben verleihest,

Daß Du in uns wahre Antriebe der Liebe und Barmherzigkeit erwecken wollest,

Daß Du einen neuen Geist und ein reines Herz in uns erschaffen wollest,

Daß Du uns in Leiden wegen der Gerechtigkeit stärken mögest,

Daß Du uns in deiner Gnade bestätigen wollest,

Daß Du uns erhören wollest,

Heiliger Geist Gottes!

O Du Lamm Gottes, «. (dreimal.)

Gieße über uns aus den heiligen Geist

Sende uns den versprochenen Geist des Vaters!

Gieb uns den guten Geist!

O heiliger Geist, höre uns!

O Geist, Du Tröster, erhöre uns!

Herr, erbarme Dich unser!

Christus, erbarme Dich unser!

Herr, erbarme Dich unser!

Vater unser.

Gebet.

O Gott! der Du durch Erleuchtung des heiligen Geistes die Herzen der Glaubigen gelehret hast; gieb, daß wir durch denselben heiligen Geist verstehen, was recht ist, und seines Trostes uns allzeit erfreuen.

Allmächtiger, ewiger Gott! durch dessen Geist die ganze Kirche geheiligt und regieret wird, erhöre uns, die wir demüthig bitten, damit durch die Gabe deiner Gnade Dir von allen Standen getreu gedienet werde. Amen.

Ehre sey Gott dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste!

Der gläubigen Abgestorbenen Seelen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden! Amen.