Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht? (6 von 7) Der Untergang oder Amoris Laetitia als Ziel.


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Wenn man sich die nachkonziliare Ehe- und Sexuallehre näher anschaut, wird einem im Nachhinein deutlich, dass seit mindestens 50 Jahren auf Amoris Laetitia hingearbeitet wurde. Wer konkret hat darauf hingearbeitet?

  1. Vat. II mit Gaudium et Spes 48 und 49: Gleichstellung des ersten (Kinder) und zweiten (gegenseitige Hilfe) Ehezweckes
  2. Paul VI. Humanae vitae: Anerkennung und Zulassung der natürlichen Verhütung, deren Anwendung so ausgeweitet wurde, dass sie zu einer legitimen Verhütung avansierte.
  3. Johannes Paul II. Theologie des Leibes: Ehelicher Sex als Selbstzweck und als Weg zu Gott
  4. Johannes Paul II. Familiaris consortio (1981): Zusammenleben von Ehebrechern wird zwecks Erziehung der Kinder geduldet, wenn sie keusch leben. (84)
  5. Johannes Paul II. Codex iuris canonici (1983): Umkehrung des ersten und zweiten Ehezweckes im Canon 1055 § 1:

Der Ehebund, durch den Mann und Frau unter sich die Gemeinschaft des ganzen Lebens begründen, welche durch ihre natürliche Eigenart auf (1) das Wohl der Ehegatten und (2) auf die Zeugung und die Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet ist, wurde zwischen Getauften von Christus dem Herrn zur Würde eines Sakramentes erhoben.“ (Can. 1055 § 1)

  • Da also laut dem nachkonziliaren Eherecht (CIC 1983, Can. 1055 § 1) die Ehe hauptsächlich Sex wegen geschlossen wird und die Kinder als eine Beigabe erscheinen, so steht Amoris Laetitia  – der „Freude am Sex“ nichts mehr im Weg. Sex erscheint also als das, was er für die Welt ist: das Höchste auf Erden, ein Menschenrecht, etwas Unabdingbares, das niemand missen sollte.
  • Da Johannes Paul II in Familiaris Consortio 84 erlaubte, dass:
    • Ehebrecher zusammen wohnen dürfen,
    • zur Kommunion gehen dürfen, obzwar nicht in der eigenen Gemeinde, wenn sie sich vor ihrem Pfarrer verpflichtet haben, keusch zu leben,
    • da sie sich aus wichtigen Gründen nicht trennen können, falls sie
    • beispielsweise gemeinsame Kinder haben.

Diese Erlaubnis ist widersinnig und stellt wieder einmal ein trojanisches Pferd und eine Zeitbombe da. Denn:

  • Wenigstens einmal wurde schon die Ehe gebrochen, denn wenigstens einer der „wiederverheirateten Geschiedenen“ begingt Ehebruch und begeht ihn mit dem „neuen Partner“ immer wieder.
  • Wenn diese Menschen zusammen wohnen, sorgern sie für Ärgernis, da alle annehmen, dass sie Sex haben und zwar ehebrecherischen Sex.
  • Kinder sind entweder aus der ersten Ehe da und fragen: „Wo ist Mutti?“ „Wo ist Vati?“, falls es gemeinsame Kinder sind, lernen Sie, dass Ehen nicht ewig dauern und haben ihr ganzes Leben lang Angst verlassen zu werden.
  • Inwieweit Keuschheit bei Menschen praktizierbar ist, die zusammen wohnen, gemeinsame Kinder haben und miteinander Sex hatten, sodass wenigstens in der Vergangenheit sexuelle Anziehung vorhanden war, sei dahin gestellt, wahrscheinlich bleibt sie in den meisten Fällen auf dem Papier. Keuschheit ist nur dann praktizierbar, wenn man Gelegenheit meidet und nicht mit der „Gelegenheit“ zusammenwohnt.
  • Entweder man kommuniziert in einer Gemeinde, wo man unbekannt ist, als müsste man sich für etwas schämen oder man geht zur Kommunion, hoffentlich im Gnadenstand, in der eigenen Gemeinde, wo alle annehmen, dass man im Ehebruch lebt, sollte man auch keusch leben.

Und was haben wir? Jawohl, Skandal und Verwirrung. Johannes Paul II hat mit Familiaris consortio eine de facto kirchlichen Anerkennung der „Zweit-“ oder „Drittehe“ geschaffen, sodass Franziskus und seine Mannen oder dieselben Mannen, welche hinter Johannes Paul II standen nur einen weiteren Schritt zu gehen brauchten. Amoris Laetitia fiel nicht vom heiteren Himmel, liebe Nachkonzilsbrüder.  Es ist doch wirklich unsinnig, Menschen, die im Ehebruch leben mit Familiaris consortio 84 zu einer Josephsehe im Ehebruch zu zwingen. Nur eine Handvoll von Heiligen, ja Heiligen, hat die Josephsehe, also Ehe ohne Sex praktiziert, aber sie haben nicht zusammen mit dem Ehepartner gelebt. So legte die hl. Elisabeth von Thüringen, welche bevor sie sich zur keuschen Ehe entschied, mit ihrem Ehegatten sechs Kinder hatte, großen Wert darauf nicht mit ihm alleine zu bleiben und sah ihn nur in Begleitung ihrer Hofdamen und zwar recht selten. Das waren aber meistens Adelige mit großen Häusern, die als Heilige die Josephsehe praktizierten, was wirklich nicht jedem gegeben ist, und sie lebten nicht mit zwei Kindern in einer Drei- oder Vierraumwohnung.

Wahrscheinlich kommt bei den Ehepaaren, welche dennoch „der Kinder wegen“ zusammenwohnen doch regelmässig zum Sex, was sie vielleicht beichten, bevor sie zur Kommunion gehen, obwohl der Vorsatz recht zweifelhaft ist. Ein Beichtvater, der es richtig machen wollte, könnte Menschen, die Unverheiratet sind oder im Ehebruch leben, Sex haben und zusammenwohnen, keine Absolution erteilen, da sie wieder fallen werden. Nach Familiaris consortio 84 darf er aber dies tun, da diese Ehebrecher oder Konkubinarier „der Kinder wegen“ zusammenbleiben und Familiaris consortio diese Lösung erlaubt. Schauen wir uns hier zwei hypothetische Fälle an:

Fall 1:

Zwei Studenten, wohnen zusammen, beide unverheiratet, haben vorehelichen Sex. Lösung des Beichtvaters na dem geltenden Kirchenrecht: während sie zusammenwohnen, keine Absolution, da fehlender Vorsatz.

Fall 2:

Ein geschiedener Mann, ehemals kirchlich verheiratet, nennen wir ihn z.B. Mulff und eine ledige Frau, seine ehemalige Sekräterin, nennen wir sie. z.B. Armina. Angenommen Sie würden sich zu einer katholischen Ehe nach Familiaris Consortio entscheiden:

  • sie wohnen zusammen, „der Kinder wegen“, ein gemeinsames und eins aus der „vorigen Beziehung“,
  • sie geben sich Mühe kein Sex zu haben, haben aber doch welchen,
  • Mulff will zur Kommunion, da er auf seinen katholischen Schützenverein einen katholischen Eindruck machen möchte, damit sie ihn wiederwählen,
  • Armina will auch zur Kommunion, weil sie dann ein schönes Kleid tragen kann,
  • ein katholischer, nachkonziliarer Beichtvater muss diesen Fall, anhand der „Unterscheidung“ ganz anders wägen, als es beim Studentenpärchen der Fall ist,
  • denn Mulff und Armina können sich, „aus wichtigen Gründen“ (FC 84), „der Kinder wegen“ (FC 84) nicht trennen, sie geben sich Mühe, wollen „es“ seltener tun,
  • der nachkonziliare Beichtvater gibt die Absolution „bis zum nächsten Mal“.

Ist diese Lossprechung gültig? Unserer Meinung nach nicht, da der Vorsatz der Besserung fehlte. Ist das eine sakrilegische Beichte? Ja, der dann eine sakrilegischen Kommunion folgt. Wir gehen hier vom Idealfall aus, dass die Menschen ihren Fall beichten, was kaum der Fall ist. Was tut also Amoris Laetitia auf der doktrinellen Ebene? Jawohl, sie legalisiert eine überkommene Praxis. Also jetzt nicht mehr „unter der Hand“, sondern offiziell. Ehebruch wird geduldet, denn es gibt keine Sünde. Die zwei oben genannten Fälle unterscheiden sich nur darin, dass der Fall von Mullf und Armina Ehebruch (adulterium) ist, denn er ist immer noch kirchlich verheiratet und bleibt so bis zum Tod seiner Ehefrau, bei den Studenten ist es Unzucht (fornicatio), weil beide miteinander nicht verheiratet ist. Wessen Sünde ist schlimmer? Die von Mulff und Armina, weil es Ehebruch ist. Weil sie zusammenleben und ein gemeinsames Kind haben, er aber immer noch gebunden ist, verursacht es mehr Sünden als im Falle der Studenten, denn die können sich jederzeit trennen, haben sich gegenüber keine Verpflichtungen, können zwar nicht rein in die sakramentale Ehe eingehen, aber es ist nicht so schlimm. Mulff und Armina geben vor eine „normale“ Ehe zu führen und eine katholische noch dazu, die keine ist: weder Ehe, denn er ist verheiratet, noch katholisch, da in Todsünde.  Dies war der Zustand bis Amoris Laetitia, welche jede Unterscheidung zwischen Ehe und Konkubinat, Ehe und Ehebruch, Ehe und Unzucht aufhob, „aufgrund der pastoralen Unterscheidung“. Aber Amoris Laetitia wurde durch das Konzil und die nachkonziliare Entwicklung vorbereitet.

Es spielt wirklich keine Rolle, ob Armina und Mulff es bequem haben, ob ihr Pfarrer sie segnet und ob alle so leben. Es spielt eine Rolle ob sie in der Hölle landen werden, weil sie objektiv gegen das objektive Gesetz Gottes:

Du sollst nicht ehebrechen!

verstoßen haben. Es spielt auch keine Rolle, ob Franziskus es mit Amoris Laeitita absegnet, denn ein Papst macht das göttliche Gesetz nicht. Und deswegen ist Amoris Laetitia und das jetzige Pontifikat so verheerend, weil es so viele Seelen in die Hölle leitet.

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Die Kardinäle sterben aus oder immer noch vom guten Tod


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Auf eine providentielle, d.h. von der göttlichen Vorsehung vorgesehene, Weise fällt der heutige Beitrag vom 13.09.2017 Gebet um einen guten Tod, der vor mehreren Wochen verfasst wurde, mit Nachrichten über die Todesumstände von Kardinal Caffara zusammen. Kardinal Caffara ist der zweite der vier Dubia-Kardinäle, der innerhalb von wenigen Monaten verstorben ist. Zur Erinnerung Kardinal Meisner starb unerwartet am 5. Juli 2017, Kardinal Caffarra am 6. September 2017. Auf frommen Seiten wie katholisches.info  oder gloria.tv, ebenso wie bei onepeterfive.com wird mehr oder weniger verdeckt spekuliert, hauptsächlich in den Kommentaren, dass es sich vielleicht um keine normalen Todesfälle gehandelt hat, sondern, dass klipp und klar, diese „guten, unerschrockenen, katholischen Männer“ umgebracht wurden.

Kann man das ausschließen? Nein, man kann es nicht ausschließen, wie man unter Bergoglio nichts ausschließen kann, aber wir halten es für recht unwahrscheinlich. Warum? Weil diese vier Kardinäle, davon drei emeritiert und wirklich in jeglicher Hinsicht abgesichert, für Franziskus keine Bedrohung darstellen. Was haben Sie denn bewirkt? Sie haben fünf Dubia, d.h. Zweifel vorgetragen, ob Amoris Laetitia mit der restlichen Lehre der Kirche übereinstimmt. Mehr kam nicht. Bevor wir dies analysieren, wollen wir an dieser Stelle unterlassen fromme Kommentare über „den beispiellosen Mut“, „engagierte Courage“ und wie auch immer der Kardinäle zu zitieren, wie sie bspw. auf katholisches.info und woanders erschienen sind. Was gibt es denn in den Dubia zu zweifeln? Können die Kardinäle nicht lesen? In Amoris Laetitia stehen Häresien im eigentlichen Sinne des Wortes, wie schön u.a. der Brief der 45 Theologen es herausgearbeitet hat. Was haben die Kardinäle gemacht, dass sie Franziskus so gefährlich wurden?

Haben sie den Papst der Häresie angeklagt? Nein.

Haben sie ihn formal zurechtgewiesen? Nein.

Haben sie eine Pressekonferenz zusammengerufen und erzählt, dass sie bedroht werden? Nein.

Haben sie eine Palastrevolution angezettelt? Nein.

Haben sie eine Großmacht (z.B. USA) zur Hilfe gerufen, um den Papst zu entmachten? Nein.

Haben sie ihn in der Engelsburg eingesperrt? Nein.

Warum sollte man sie denn umbringen? Sie sind doch völlig harmlos. Ein bisschen Schaum schlagen, aber keine Taten folgen lassen. Mundabor nennt die vier Kardinäle zu Recht die „miauenden Kätzchen“. Sie sind doch nicht gefährlich, denn wären sie es, dann hätten sie in der Zeit seit Amoris Laetitia, von der sie ja früher wussten, als der Rest von uns, etwas unternommen. Sie müssen doch viel genauer wissen, was Franziskus noch alles vorhat, um die kämpfende Kirche zu zerstören. Welche Kirche? Ja, genau, es gibt sie kaum, die kämpfende Kirche, weil kein Mensch kämpft, am wenigsten die Kardinäle. In der langen Geschichte der Kirche hat es im Vatikan immer schon Morde oder zweifelhafte Todesfälle gegeben. Da der Vatikan, wie jeder Staat, einen Geheimdienst besitzt, der  sich natürlich ganz anders nennt, so ist es auch möglich, dass er auch über professionelle Killer verfügt oder dass man sich dazu fremder Geheimdienste oder der Mafia bedient. Hat es schon alles in der letzten Zeit gegeben, Stichwort: Banco Ambrosiano. Technisch ist es natürlich möglich jemanden umzubringen und es gibt Mittel seinen Tod natürlich aussehen zu lassen. Kardinal Caffarra meinte, dass er überwacht werde, was durchaus möglich sein kann, aber wenn man jemanden wirklich überwacht, dann macht man es professionell so, dass das Opfer nichts merkt. Man muss ein ausgebildeter Spion sein, um Beobachter überhaupt feststellen zu können, was eindrucksvoll bspw. Wiktor Suworow in seinem autobiographischen Buch Aquarium beschreibt. Normale Menschen merken es nicht und deswegen ist ein Durchschnittsbürger beim Kampf gegen Geheimdienste recht machtlos. Wenn das Opfer etwas bemerkt, dann will man ihm Angst einjagen oder es bildet sich einfach etwas ein. Menschen in einer dauernden Stresssituation entwickeln einen mehr oder stärker ausgeprägten Verfolgungswahn, wie viele Gefängnisinsassen, und sehen sich umzingelt, obwohl alles völlig normal ist. Man weiß auch, dass bei der ersten Schlacht 25% aller Soldaten völlig kampfunfähig ist, weil sie vor Angst gelähmt sind, was sich auch körperlich recht unangenehm äußert. Wer Kriegsliteratur kennt, weiß Bescheid. Aber mit jeder kommenden Schlacht oder Gefechtssituation härtet man sich ab bis man tadellos und fehlerfrei auch in Lebensgefahr handeln kann. Übung ist halt alles und wenn man die erste Angst überwindet, dann ist der Rest halb so schlimm.

Es ist aber sehr einfach jemanden zu bedrohen, der sich immer gefürchtet hatte, immer zurückgewichen ist, immer gehorchte. Unsere Geistlichen, wie wir hier permanent feststellen, sind es nicht gewohnt zu kämpfen. Der nachkonziliare Kuschelkurs mit dem JP2-Triumphalismus hat sie wirklich entmannt. Jetzt, wo wir es wirklich mit einem häretischen, die Kirche zerstörenden Papst zu tun haben, gibt es niemanden, buchstäblich niemanden, der ihm trotzt. Es geht jetzt wirklich ans Eingemachte und niemand ist da. Jeder, der im Leben mit einem Uniformdienst zu tun hatte, sei es Militär, sei es Polizei, weiß, dass diese Arbeit  vorwiegend von Menschen gesucht und ausgeübt wird, die in einem sicheren System abgesichert sein wollen und dazu mehr oder weniger Macht ausüben möchten. Kämpfer? Fehlanzeige. Bei denjenigen Truppen, die wirklich Krieg führen mag es anders sein, aber diese stellen höchstens 10% einer, jeden Berufsarmee dar. Der Rest gammelt herum, unterhält sich, wartet auf Feierabend und ist finanziell gut abgesichert. Und was ist der Unterschied zur Kirche? Gar keiner, es ist genauso. Man kann auch nicht behaupten, dass die kämpfende Kirche auch vor dem Konzil besonders kämpferisch war, nach Vat. II ist sie es überhaupt nicht. Nachdem die Kirche seit Vat. II wirklich in allen Bereichen das Feld geräumt hat und so vieles, was „früher“ heilig war für unerheblich erklärte, um den „Dialog“ mit der Welt nicht zu gefährden, ist jetzt buchstäblich nichts geblieben, wofür es sich zu kämpfen lohnt und zwar gegen einen Antipapst, der keine Skrupel hat. Es ist wirklich wie im Fußball. Der Gegner spielt so, wie sie ihn lassen. Sie lassen ihn spielen, weil sie feige sind und hoffen, dass er stirbt, dabei sterben sie vor ihm.

Der Schreiber dieser Zeilen glaubt nicht, dass die beiden Kardinäle eines unnatürlichen Todes gestorben sind, Kardinal Meisner war 84, Kardinal Caffarra war 79. Menschen sind sterblich und so sterben sie. Es waren alte Männer, die ihm Leben kaum Stress erlebt hatten und deren Organismus dem Bergoglio-Druck vielleicht nicht gewachsen war. Aber sollten sie auch umgebracht worden sein, dann hat Gott es zugelassen. Warum? Um zu zeigen, dass er sie abstraft, weil sie seinen heiligen Willen, die Kirche wirklich zu retten, nicht erfüllt hatten.

Was hätten sie noch tun können?

Und was haben sie getan? Nichts.

Formelle Anklage, eine Pressekonferenz halten und dem Hinweis, wenn wir uns nicht melden, dann wisst ihr Bescheid. Tausende Menschen fallen vom Glauben ab, weil sie niemanden sehen, dem sie glauben könnten, der eine wirkliche Autorität ist. Auch wenn sich die katholischen Medien bemühen künstlich einen katholischen Helden aufzubauen, so ist dieses Unterfangen erfolglos, weil es keine gibt. Es bringt nichts die Menschen anzulügen und ihnen ein X für ein U vorzumachen. Bergoglio verursacht einen Skandal nach dem anderen und es gibt niemanden, dessen Standespflicht es gewesen wäre, ihn zurückzuhalten. Ein Kardinal schwört doch die Treue der Kirche und nicht der Person des jeweiligen Papstes, dem nur so viel zu gehorchen ist, wie dieser Papst die Kirche repräsentiert und diese nicht zerstört. Fakten sprechen eine klare Sprache. Gott spricht eine klare Sprache. Wenn Gott gewollt hätte, dass Kardinal Meisner und Kardinal Caffarra unter den Lebenden weilen würden, dann hätte er sie am Leben erhalten. Punkt. Er hat es nicht und es ist gleich, ob sie auf natürliche Weise gestorben sind oder nicht.  Eine körperliche Unsterblichkeit hat ihnen ja nicht gedroht. Gott hat sie, so glaubt der Schreiber dieser Zeilen, deswegen abberufen, weil sie versagt haben und seinen Willen nicht erfüllten. Woher wissen denn die Blogs katholisches.info und onepeterfive.com, dass diese Kardinäle uns vom Himmel aus beistehen werden? Woher wissen sie, dass sie es überhaupt ins Fegefeuer geschafft haben? Gott ist sehr gerecht und auf ein maximales Versagen folgt eine maximale Strafe, siehe der Engelssturz.

Sie haben getan, was sie konnten, sagen Sie.

Nein, sie haben kaum etwas getan.

Manches können nur manche Menschen tun, weil sie diese Gewalt besitzen. Manches kann nur eine Mutter oder ein Vater tun, manches kann nur ein Richter oder Polizist tun, manches kann nur ein Kardinal tun, kein katholischer Blogger, leider. Man hört in der letzten Zeit aus Rom, dass viele Leute unter Bergoglio Angst um ihr Leben haben. Dies mag sein, aber haben diese Leute keine Angst um ihre Ewigkeit, dass in der Hölle landen werden? Das ist doch viel schlimmer, denn ewig lebt keiner und sterben werden wir doch alle. Was sagt die Schrift?

Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen. (Lk 12, 47)

Das sind die Worte Christi. Kennt denn ein Kardinal den Willen Christi nicht? Gut, viele sind ungläubig, glauben an diesen Bullshit nicht und hassen Gott. Aber doch nicht die Dubia-Kardinäle, so hoffen wir. Ihr Versagen muss Christus doch besonders schmerzen. Der Verrat des Judas hat ihn doch mehr geschmerzt als die Schläge der Soldaten, doch noch mehr geschmerzt hat ihn die Verleumdung Petri. Je näher man jemandem ist, desto mehr kann man ihn verletzen. Es ist möglich, dass durch all diese Todesfälle samt den jüngsten Naturkatastrophen Gott uns allen noch eine Warnung zukommen lassen möchte, denn:

Denn jetzt ist die Zeit, in der das Gericht beim Haus Gottes beginnt; wenn es aber bei uns anfängt, wie wird dann das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?

Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird man dann die Frevler und Sünder finden?

Darum sollen alle, die nach dem Willen Gottes leiden müssen, Gutes tun und dadurch ihr Leben dem treuen Schöpfer anbefehlen. (1 P 4, 17-19)

Man sagt, dass Gott den Menschen in einem Augenblick zu sich ruft, an dem dieser Mensch am meisten auf den Tod vorbereitet ist, also in einem Augenblick des Gnadenstandes. Sehr viele Heilige haben richtig den Augenblick ihres Todes vorausgesagt und sich auf diesen vorbereitet. Der Teufel, mit Gottes Zulassung, holt aber eine Seele dann, wenn der Mensch am wenigsten darauf vorbereitet ist. Daher ist ein jäher und unvorbereiteter Tod kein Segen. Und was hat der Teufel damit zu tun? Dies, dass ein schwerer Sünder dem Teufel zur Bestrafung übergeben wird, auch in diesem Leben. Der Spruch: „der Teufel soll ihn holen“, kann durchaus wörtlich aufgefasst werden. Auch eine Unterlassungssünde kann eine schwere Sünde sein und unseres Erachtens ist das fehlende Vorgehen gegen Bergoglio eine schwere Unterlassungssünde aller Kardinäle, insbesondere der Dubia-Kardinäle. Starke Worte? Ja, durchaus. Aber aus dieser Perspektive wird ersichtlich, warum die Kardinäle so unerwartet sterben. Denn so unerwartet ist es gar nicht. Leben wir im Gnadenstand und beten wir um einen guten Tod. Amen.

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (19) Menschliche Antriebe.


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Kardinal Bona schreibt, dass der menschliche Geist einem jeden Menschen angeboren ist. Ein ungetaufter Heide hat also nur einen Geist auf sechs mögliche Geister, die Kardinal Bona beschreibt und hält das für die Welt. Der Schreiber dieser Zeilen lebt und arbeitet unter lauten Atheisten. „Aber gute Menschen“, würde ein Novus Ordo Pfarrer zufügen. Nein, leider keine guten, sehr schlechte Menschen. Es ist die gefallene Natur – natura lapsa, welche von der Erbsünde lädiert und von anderen Sünden wurmstichartig zersetzt ist, wie ein wurmstichiger Pilz, den man im Wald findet. Interessanterweise halten sich all diese Menschen für den Mittelpunkt der Welt und fordern einen quasi-göttlichen Kult für sich, den der Schreiber dieser Zeilen natürlich nicht entgegenbringt. Nein, liebe Leserinnen und Leser, es ist wirklich nicht dasselbe, denn ein Atheist:

  • nimmt die Welt anders war,
  • hat eine ganz andere Hierarchie der Werte,
  • und benimmt sich dementsprechend,
  • es geht die ganze Zeit nur im IHN.

Der menschliche Geist ist also sogut wie nichts, er kann sehr leicht vom bösen Geist aufgrund der Affinität angetrieben werden. Woher also die Aufforderung „des Dialogs mit der Welt“? Daher, dass diese Theologen selbst Atheisten oder noch besser Apostaten sind und mit ihresgleichen schnell eine gemeinsame Ebene finden. Ein Apostat, also ein vom Glauben abgefallener Getaufter, ist in einer schlimmeren Situation als ein ungetaufter Heide. Denn ihm wurd die Gnade gegeben, er hat wenigstens ganz kurz am göttlichen, innertrinitären Leben Anteil gehabt, bevor er wie ein gefallener Engel niederstürzte. Wenn er gar noch ein Priester ist, dann wurde er wirklich mit allen Sakramenten ausgestattet. Der eine gefallene Engel wird von einem anderen gefallenen Engel geleitet. Diese Menschen sind sehr gefährlich. Sie bevölkern Bischofskonferenzen, die römische Kurie, Ordinariate und fast alle Pfarrereien, sie hassen Gott und hassen alle, die sich zu Gott bekennen. Wenn sie Sie auch hassen, dann haben Sie alles richtig gemacht.

 

Drittes Kapitel

Wie weit sich die Unterscheidung der Geister erstrecke. – Mancherlei Bewegungen und Neigungen der Menschen. – Bedeutung des Wortes „Geist“. – Was und wievielerlei der Geist sei. – Es gibt hauptsächlich einen dreifachen Geist, einen in uns, einen zweifachen außer uns.

 

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Gebet um einen guten Tod


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Alles in unserem Leben läuft auf den Moment des Todes hinaus, nach dem das persönliche Gericht stattfindet, in welchem wir unser Leben im Lichte der Gerechtigkeit Gottes passieren und alle unsere Taten und ihre Konsequenzen sehen. Die Nahtoderlebnisse berichten davon, verschiedene Legenden auch, denn es sind dieselben Erlebnisse. Lesenswert, faktisch, wissenschaftlich und seriös stellt der holländische Arzt Pim van Lommel in seinem Buch Endloses Bewusstsein. Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung (Patmos: 20115) die Nahtoderlebnisse dar. Wie man es dreht und wendet, das persönliche Gericht wartet, und da uns die nachkonziliare Kirche insbesondere „Papst“ Franziskus die Allerlösungslehre und die allumgreifende Barmherzigkeit Gottes predigt, so können wir davon getrost ausgehen, dass sehr viele Menschen verdammt werden, dass sehr viele täglich in die Hölle eingehen, da sich kaum jemand von der Hölle fürchtet, die es, ja nach Novus Ordo-Theologie:

  1. nicht gibt,
  2. falls doch, dass sie leer ist,
  3. falls doch nicht leer mit ein paar Schwerverbrechern gefüllt ist (Hitler, Stalin, Ted Bundy und all jenen, die den Müll nicht trennen)
  4. ein normaler Mensch, der nach seinem Gewissen lebt und sich bemüht „in der Liebe“ zu leben vor der ewigen Verdammnis sicher sein kann.

Weitgefehlt. Die Hölle gibt es, sie füllt sich täglich neu, weil so viele Menschen in Todsünde sterben, weil so viele Menschen die Todsünde Euthanasie wählen, weil so viele Menschen ungetauft sind, falls doch sie ihre Taufgnade nicht bis zum Tod bewahrt haben, weil so viele Menschen nicht katholisch sind und falls doch sie ebenfalls in der Todsünde leben, weil so viele Katholiken nicht die Lehre vom guten Tod kennen und durch keine Sterbesakramente auf den Tod vorbereitet werden.

Was sind die Sterbesakramente?

Es ist die Beichte, die Letzte Ölung und die Sterbekommunion, das Viatikum. Warum so viele? Um sich auf den Tod, den Übergang und die Konfrontation mit dem strengen, aber hoffentlich gnädigen Richter vorzubereiten. All das können Sie aber erst dann erleben, wenn Sie keines jähen und unvorbereiteten Todes sterben. Es ist die Welt, vom Teufel verführt, welche sich wünscht „gleich auf einem Schlag“ zu sterben. Kaum ein Gläubiger ist auf einen jähen Tod vorbereitet, weil beim persönlichen Gericht alles offenbart wird, auch das, was Sie selbst nicht als Sünde gesehen haben. Sünde ist Sünde. Es ist etwas Objektives. Ein objektiver Verstoß gegen die Gesetze Gottes. Es gibt Schuldminderung, falls es sich wirklich um unbesiegbare Ignoranz gehandelt haben könnte, die wirklich sehr selten ist. Die meisten Menschen wollen es wirklich nicht besser wissen und werden von ihren Priestern darin bestätigt, die es ebenfalls nicht besser wissen wollen. Durch den Prozess des Sterbens trennen Sie sich langsam von allem Irdischen, sehen Ihr Leben in einer anderen Perspektive, vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben ahnen Sie, was auf Sie zukommen wird: das schreckliche Gericht und Sie beginnen sich zu fürchten.

Der Schreiber dieser Zeilen war beim Tod einer nahen Angehörigen, welche drei Tage lang im Sterben lag und nicht mehr sprechen konnte (Herzinfarkt, Gehirnschlag), welche sich aber sehr fürchtete, ständig in eine Ecke sah, wo niemand Sichtbares stand, viel Trost darin fand, dass man bei ihrem Todesbett betete und erst wirklich erleichtert aufatmete als sie die Letzte Ölung, leider im Novus Ordo Ritus, erhielt. Sie seufzte gleichsam auf als wollte sie sagen:

„So, geschafft. Jetzt bin ich über den Berg.“

Sie hatte also einen halbwegs guten Tod, obwohl sie nicht beichten und kein Viatikum empfangen konnte.  Da die Beiträge beim spirituellen Mittwoch leichter und praktisch gehalten werden sollen, so wollen wir an dieser Stelle die theologische Lehre von der Letzten Ölung nicht darlegen, was woanders erfolgen wird. An dieser Stelle wollen wir sagen, dass man um einen guten Tod beten sollte, da dieser von der Gnade Gottes zeugt. Schauen wir uns doch die Todesfälle der Konzilsperiti und der berühmten Theologen der letzten Jahre und Jahrzehnte an:

„Pierre Teilhard de Chardin verstarb am Ostersonntag des Jahres 1955, mitten aus einer Diskussion heraus. “

„Rahner fell ill from exhaustion and died on 30 March 1984 at the age of 80, after a birthday celebration that also honoured his scholarship.”

„Er starb am 20. Mai 1974 an einem Herzinfarkt im Treppenhaus eines Pariser Bordells, welches er in Ausübung seiner seelsorgerischen Tätigkeit besuchte, [so, so Red.]“

  • Hans Urs von Balthasar es SJ, jäher und unerwarteter Tod.

Der Tod soll ihn bei der morgendlichen Rasur ereilt haben.

„Döpfner starb völlig unerwartet am 24. Juli 1976 in der Pförtnerloge des Erzbischöflichen Palais[7] in München im Alter von 62 Jahren an einem Herzinfarkt,“

Diese Reihe ließe sich sicherlich noch weiter fortsetzen. Ein jäher und unerwarteter Tod zeugt nicht von der Gnade Gottes und kann auf eine ewige Verdammnis verweisen, weil man nicht weiß, in welchem Zustand jemand verstorben ist, da ihm das zusätzliche Licht, die man beim Sterbeprozess erhält, fehlte. Deswegen sollte man Gott um einen guten Tod bitten, da wir den Augenblick unseres Todes wirklich nicht selbst bestimmen können. Auch im Falle eines Selbstmordversuchs wissen Sie nicht mit Sicherheit, ob Sie es nicht doch überleben, ob Sie nicht gerettet werden, ob Sie Gott nicht noch einmal runter schickt, wovon viele Nahtoderfahrungen berichten. Selbstmord ist aber eine Todsünde, ein sicheres Ticket in die Hölle.

Daher sollten wir mit dem nachfolgenden Gebet um einen guten Tod beten, welches im Brevier des Pius X. Divino afflatu gefunden wurde und bis zur unseligen „Reform“ des Ablasswesens durch Paul VI. mit 100 Tage Ablass einmal täglich verbunden war. Der Schreiber dieser Zeilen betet dieses Gebet in letzter Zeit immer abends, seit ein Bekannter von ihm eines jähen und unerwarteten Todes gestorben ist und die Chancen, dass er es ins Fegefeuer geschafft hat sehr schlecht stehen. Wir leben in den Zeiten einer schrumpfenden Kirche, die Priester gehen uns aus, diejenigen, die da sind, taugen nichts, es besteht die Möglichkeit, dass der Pfarrer bei Ihrem Tod Ihnen eine bürstenschnittige Pastoralassistentin schicken wird, die „ganz, ganz lieb“ sein wird, aber keine Vollmacht haben wird Ihnen die Sakramente zu spenden. Vielleicht werden Sie auch in der Nähe einer Vetus Ordo Gemeinde mit anständigen Priestern wohnen. Sie wissen es nicht, obwohl Ann Barnhardt allen, die es können, dorthin zu ziehen, empfiehlt, wo man sich wenigstens in einer Fahrtdistanz von der Alten Messe befindet. Beten Sie also regelmäßig dieses gnadenreiche Gebet auf Lateinisch, das Deutsche dient nur der Orientierung, damit sich Gott Ihrer in Ihrer Todesstunden annimmt. Amen.

 

Oratio ad impetrandam bonam mortem
O Maria, sine labe concépta, ora pro nobis, qui confúgimus ad te; o Refúgium peccatórum, Mater agonizántium, noli nos derelínquere in hora éxitus nostri, sed ímpetra nobis dólorem pérfectum, sincéram contritiónem, remissiónem peccatórum nostrórum, sanctissimi Viátici dignam receptiónem, extrémae Unctiónis Sacraménti corroboratiónem, quátenus secúri praesentári valeámus ante thronum justi, sed misericórdis Júdicis, Dei et Redemptóris nostri. Amen.
Das Gebet, um einen guten Tod zu erbitten
O Maria, ohne Makel empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir fliehen; Du Zuflucht der Sünder, Mutter der Sterbenden, verlasse uns nicht in der Stunde unseres Ausgangs, aber erbitte uns den vollkommenen Schmerz, die ehrliche Liebesreue, die Vergebung unserer Sünden, den würdigen Empfang des Sakraments der Letzten Ölung, damit wir uns sicher vorstellen können vor dem Thron des gerechten, aber barmherzigen Richters, Gottes und unseres Erlösers. Amen.

 

Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (2 von 10). Häresien bei Vat. II?


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Was ist Häresie?

Eine Häresie im eigentlichen Sinne ist in der Theologie sehr eng umrissen. Wir haben dazu bereits folgendes geschrieben.

Ad 1. Häretische Meinung (sententia haeretica) oder Häresie

Dies ist die schwerstwiegende Zensur. Eine häretische Meinung (sententia haeretica) ist diejenige Meinung, welche sich direkt (directe) und unmittelbar (immediate) der geoffenbarten katholischen Glaubenswahrheit widersetzt und zwar

  • (i.) als ihr entgegengesetzt (contrarie) oder
  • (ii.) ihr widersprechend (contradictorie).

Im Falle, dass die Glaubenswahrheit lautet:

            „alle Menschen werden auferstehen“

lautet (i.) die entgegengesetzte Meinung (propositio contraria):

            „kein Mensch wird auferstehen“

die (ii.) widersprechende Meinung (propositio contradictoria) hingegen lautet:

            „ein bestimmter Mensch wird nicht auferstehen“.

Sowohl (i.) als auch (ii.) sind häretisch, denn sie negieren die oben angeführte Glaubenswahrheit, prädikatenlogisch ausgedrückt mit Hilfe (ii) eines Existenzquantors ( oder ˅) „es gibt mindestens einen Menschen, der nicht aufersteht…“ oder mit Hilfe (i) eines Allquantors (“ oder ˄)  „Für alle (Menschen) gilt: sie werden nicht auferstehen.“[2]

Besteht eine Glaubensaussage aus mehreren Elementen wie z.B.:

„Christus ist (A) wahrer Gott, (B) wahrer Mensch, (C) geboren von der (D) Jungfrau Maria“

dann ist die Negierung nur eines Element die Negierung der ganzen Aussage, denn man kann nicht behaupten, dass (A) bis (C) zwar stimmen, aber (D) nicht, dass Maria keine Jungfrau war.

Der Gegenstand einer Häresie ist also die direkte Verneinung dessen, was lehramtlich als verbindlich definiert wurde und vereinfacht ausgedrückt eine Häresie richtet sich dagegen, was im Denzinger-Hünermann (Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen) steht. Es muss also etwas explizit definiert worden sein, um explizit als Häresie, im Sinne von (i.) und (ii.), verneint zu werden. Nur dann kann man von einer Häresie oder einer häretischen Meinung (sententia haeretica) sprechen.[1]

Häresien in den Dokumenten des Vat. II?

Bei der Bestimmung einer Häresie muss man logisch-juristisch vorgehen und zuerst nachprüfen, ob es ein katholisches Dogma gibt, gegen die sich die vermeintliche häretische Aussage (sententia haeretica) richtet. Anders formuliert, muss man untersuchen, ob die zu untersuchende Aussage (sententia) eine Lehraussage de fide betrifft.[2] Betrifft die zu untersuchende Meinung eine niedrigere Kategorie der Notae theologicae, dann ist es keine Häresie (sententia haeretica), sondern sie erfüllt, juristisch ausgedrückt, ein kleineres Strafmaß, da die Reihenfolge derjenigen Aussagen, welche die Glaubenslehre selbst (doctrina ipsa) betreffen wie folgt lautet:

  1. Häretische Meinung (sententia haeretica) oder Häresie
  2. Der Häresie nahe Meinung (sententia haeresi proxima)
  3. Nach Häresie schmeckende Meinung (sententia haeresim sapiens)
  4. Die Häresie begünstigende Meinung (sententia haeresi favens)
  5. Irrige Meinung (sententia erronea)
  6. Leichtfertige Meinung (sententia temeraria)

Um es noch anders zu formulieren: „Häresie“ ist ein theologischer und kirchenrechtlicher Fachbegriff, welche die höchste Verfehlung gegen die kirchliche Lehre bezeichnet, der aber höchst sparsam verwendet werden sollte, weil er wirklich höchst selten zutrifft. Daher zeugt der inflationäre Gebrauch des Häresie-Begriffes, wie z. B. hier angeführt,  leider von geringen theologischen Fachkenntnissen. Unsinn und Häresie sind zwei verschiedene Paar Schuhe, denn nicht alles, was den Glauben schädigt und die Gläubigen verwirrt, was natürlich schlimm ist, erfüllt den Tatbestand der Häresie.

Untersuchen wir in diesem Zusammenhang eine Leserzuschrift, die wir hier abschnittsweise anführen:

Also das hier ist doch eine Häresie der höchsten Kategorie:

Dogmatische(!) Konstitution Lumen Gentium 16:

„Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.“

Dieser Satz ist keine Häresie, denn die Kirche lehrt: „Der Heilswille Gottes umfasst alle Menschen“. Wir zitieren hier ausschließlich zwei Aussagen des vorkonziliaren Lehramts, welche diese Lehre dogmatisch bestätigen:

So sagt die Synode von Quiercy, Mai 853

Kap. 3. Der allmächtige Gott »will, daß alle Menschen« ohne Ausnahme »gerettet werden« [1 Tim 2,4]; gleichwohl werden nicht alle gerettet. Daß aber manche gerettet werden, ist das Geschenk dessen, der rettet; daß aber manche zugrunde gehen, ist die Schuld derer, die zugrunde gehen. (DH 623)

 

Synode von Arles, i. J. 473: Unterwerfungsschreiben des Priesters Lucidus

„Auch hat Christus, unser Gott und Erlöser, was den Reichtum seiner Güte anbelangt, das Lösegeld des Todes für alle dargebracht; er will auch, daß keiner zugrunde gehe, er, der Erlöser aller Menschen ist, vor allem der Gläubigen, reich gegenüber allen, die ihn anrufen [Röm 10,12]. Und weil in so wichtigen Dingen dem Gewissen Genüge zu tun <ist>, erinnere ich mich, zuvor gesagt zu haben, daß Christus nur für die gekommen sei, von denen er vorherwußte, daß sie glauben werden [unter Berufung auf Mt 20,28; 26,28; Hebr 9,27]. Jetzt aber bekenne ich gerne aufgrund der Autorität der heiligen Zeugnisse, die sich im Bereich der göttlichen Schriften überreich finden und aufgrund der Lehre der Alten erschlossen sind, daß Christus auch für die Verlorenen gekommen ist; denn sie gingen zugrunde gegen seinen Willen. Es ist nämlich nicht recht, daß der Reichtum unermeßlicher Güte und die göttlichen Wohltaten nur auf die eingeschränkt werden, die offensichtlich gerettet sind. Denn wenn wir sagen, Christus habe nur denen Heilmittel gebracht, die erlöst sind, werden wir den Eindruck erwecken, die nicht Erlösten freizusprechen, die bekanntlich für die Verschmähung der Erlösung zu bestrafen sind.“ (DH 340)

Also, da der Heilswille Gottes alle Menschen umfasst, so umfasst er auch die Bekenner anderer Religionen. Gott möchte, dass sich alle zu Christus bekehrten und sich seiner Heiligen und einzigen Kirche, der katholischen Kirche anschließen. Natürlich umfasst der Heilswille Muslime, wie auch Vodoo-Anhänger oder Zoroastierner, denn er umfasst alle Heiden.

Also:

  1. Gott will, von seiner Seite aus, dass alle Menschen gerettet werden.
  2. Christus ist auch „für die Verlorenen“ gekommen, also auch für die, die, aufgrund ihrer eigenen Sünden, in der Hölle landen werden.

Dies bedeutet natürlich nicht, dass alle gerettet werden, weil Menschen einen freien Willen haben, nach dem sie sich richten. Denn „umfassen“ bedeutet nicht „zum Heil“ oder zur visio beatifica (beglückende Anschauung) gelangen. Kein Mensch ist von vornherein von Gott ausgeschlossen, also jeder hat eine Chance, es liegt an ihm, was er damit macht. Wir wissen aber nicht, wen der Heilswille Gottes „besonders“ umfasst, denn das vorkonziliare Lehramt lehrt es nicht, und ob es Muslime sind oder es nicht sind. Die Kirche lehrt, dass die Vorauswahl Gottes, Seine freie Entscheidung ist (DH 1540, 1565, 1567, 628), die wir nicht kennen können, sodass jede Spekulation darüber obsolet ist.  Da es vor Vat. II keine dogmatische Aussage über Muslime gab, so kann der obige Satz keiner Lehre widersprechen, welche ausdrücklich als verbindlich zum Glauben vorgelegt wurde. Der o.a. Satz ist demnach keine Häresie.

Der Schreiber dieser Zeilen würde sich am meisten am Adverb „besonders“ stören, denn wir wissen nicht, warum ausgerechnet die Muslime, die von Anbeginn an zu den größten Feinden des Christentums gehörten „besonders vom Heilswillen Gottes umfasst werden“. An dieser Stelle scheinen die folgenden Zensuren angebracht:

I. Was die Glaubenslehre selbst (doctrina ipsa) anbelangt:

6. Leichtfertige Meinung (sententia temeraria)

II. Was die Art und Weise (modum) der Darstellung der Glaubenslehre anbelangt:

  1. Trügerische Meinung (captiosa)
  2. Verdächtige Meinung (suspecta)
  3. Übel klingende Meinung (male sonans)
  4. Fromme Ohren verletzende Meinung (piarum aurium offensiva)
  5. Wenigstens irrige Meinung (ad minus erronea)

III. Was die Auswirkung (effectum), welche diese Meinung auf die Gläubigen ausüben könnte, betrifft.

  1. Ärgernis erregende Meinung (scandalosa)

Fahren wir mit der Leserzuschrift fort:

Das wird sogar innerhalb der Konzilstexte selbst widerlegt:

Erklärung Nostra Aetate 3:

„Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, …“

Die Muslime glauben eben nicht nur an den einen Schöpfergott, von dem sie sonst nichts wissen; sondern sie sagen ausdrücklich in Bezug auf Jesus Christus, dass Gott keinen Sohn hat und dass Jesus Christus nicht Gott ist. Sie leugnen also ausdrücklich die Heilige Dreifaltigkeit.

Aber der oben zitierte Satz

„Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.“ (Lumen gentium 18)

sagt aber gar nichts über den Glauben an Jesus Christus aus und deswegen ist er nicht auf die Erklärung aus Nostra Aetate 3 zu beziehen. Diese Erklärung ist auch richtig, Muslime glauben nicht an Jesus und verehren ihn als Propheten. Fahren wir weiter mit der Zuschrift fort:

Lumen Gentium behauptet aber, Katholiken und Muslime beten zum selben Gott. Lumen Gentium behauptet also, Gott wäre sowohl dreifaltig und nicht dreifaltig.

Das ist eine Verleugnung eines Glaubensdogmas. Zensur: Häresie.

Aber Lumen Gentium behauptet nirgends, dass sie es tun, was oben dargelegt wurde. Ebenso wenig wird in Lumen gentium die Heiligste Dreifaltigkeit in Frage gestellt.

[1] https://traditionundglauben.wordpress.com/2016/05/24/was-ist-eine-haresie-die-kirchlichen-zensuren-2-zensuren-welche-die-glaubenslehre-selbst-betreffen/

[2] Siehe: https://traditionundglauben.wordpress.com/2017/08/11/notae-theologicae-oder-die-dogmatische-gewissheit-3-von/  https://traditionundglauben.wordpress.com/2017/08/14/notae-theologicae-oder-die-dogmatische-gewissheit-4-von/

Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht? (5 von 7) Warum Sex schlecht für die Seele ist.


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Menschen, die aus der Welt kommen, aber auch die Mehrheit der Katholiken, Geistliche leider eingeschlossen, verstehen die traditionelle Einstellung zum Sex nicht, welche da lautet:

So wenig wie möglich, am Besten gar nicht.

Diese Einstellung ist dermaßen unweltlich und kontraintuitiv, da sexuelle Handlungen besonders bei ihrem Höhepunkgt mit einer großen Lust verbunden sind, welche nach neuesten Untersuchungen, nur noch vom Kokain-Kick im Gehirn übertroffen werden.

Warum also auf etwas verzichten, was so lustvoll ist?

Weil es vergänglich ist.

Ihr Körper, mit seinen Genitalien, ist vergänglich, liebe Leserinnen und Leser. Ihre Seele ist unvergänglich und ewig. Nachdem Sie diese 80 bis 90 Jahre gelebt haben, werden Sie sterben und die ganze Ewigkeit lang die Konsequenzen Ihrer im Leib begangenen Taten tragen. Ewig: stellen Sie ist eine Zahl mit einer unendlichen Anzahl von Nullen vor, welche niemals endet. Das also, was Sie jetzt in diesem Augenblick, im Moment der Niederschrift dieses Eintrags ist es am 4.08.2017 (St. Dominik) um 11:55, Ihnen wichtig erscheint, wird schon in ein paar Stunden belanglos sein. Abhängig von Ihrem Alter werden Sie feststellen, dass sich Ihre Prioritäten geändert haben:

  • Säugling – von der Mutter gesäugt werden,
  • Kleinkind – spielen, kuscheln, Kuscheltiere
  • Schulkind – Freunde, Schule
  • Erwachsener – Familie, Beruf, Häuslebauen etc.

Sie werden doch mit 35 über die Prioritäten gelacht haben, die Sie mit 4 gehabt haben, und mit 70 über die Ihres 35. Lebensjahres. Dies sind aber alles weltliche oder sinnliche Prioritäten. Gott ist transzendent, überweltlich, geistlich und heilig und vor Ihm werden Sie überhaupt erst bestehen können, wenn Sie ihm in Ihrem Leben gleichförmig geworden sind. Sie müssen also:

  • entweltlich
  • geistig
  • heilig

werden. In der spirituellen Literatur wird Gott oft mit Feuer verglichen, der alles vertilgt, was aus einem anderen Material als er selbst besteht (Stroh, Holz, Gummi etc) oder es umwandelt (Metall und Edemetall). Deswegen wird Christus die Welt durch Feuer richten und im Fegefeuer, mit Betonung auf „Feuer“ werden Sie so lange gereinigt werden, bis Sie auf die Energiestufe Gottes, sozusagen, kommen.  Sollten Sie aber überhaupt keine Heiligkeit und Geistigkeit aufgebaut haben, so kommen Sie in die Hölle, wo Sie ewig gemartert werden.

Ist das wirklich wahr?

Ja, es ist wahr.

Was stört aber bei der geistlichen Entwicklung am Meisten? Sex, weil er so körperlich, körperfixiert und körperbetont ist, weil er so schnell süchtig macht, weil er zu so vielen anderen Sünden führt, weil so sehr die Konkupiszenz, die Begierlichkeit, die von der Erbsünde resultiert freisetzt. Sie werden durch Sex wirklich nicht heiliger, auch in der Ehe nicht!

Wie kann man sich diese Konkupiszenz vorstellen?

Wie ein Infektionsherd, der ständig latent vorhanden ist, welcher aber durch bestimmte Tätigkeiten freigesetzt wird. Der Schreiber dieser Zeilen leidet an einer Stauballergie und immer, wenn er an seinem Rechner sitzt und in die Tasten haut, wie jetzt, setzt er eine kleinere oder größere Staubwolke frei, die er einatmet. Ja, sooft er schreibt wird seine Allergie schlimmer. Es genügt in seinem Falle die Tastatur mit einem Handstaubsauger gründlich abzusaugen, damit es besser wird, aber im Falle der Erbsünde und ihrer Konsequenz der Konkupiszenz ist dies nicht möglich. Die Konkupiszenz kann zwar durch Gnadenleben gemindert werden, sie bleibt leider bis zum Tod da. Wenn man aber das tut, was sie am meisten, wie eine Staubwolke födert, wäre man die ganze Zeit umnebelt. Der Schreiber dieser Zeilen könnte also nicht Tätigkeiten ausführen, welche mit viel Staubkontakt verbunden sind, da dies bei ihm ein Asthma und Schlimmeres verursachen würde.

Nichts setzt also die Konkupiszenz, die Vernebelung der Seele so frei, wie Sex. Danach kommen andere sinnlichen Genüsse wie Essen und Trinken, welche natürlich auch zum Sex führen. Daher die Keuschheit, das Fasten und die Mäßigkeit.  Sex dient dazu Kinder zu zeugen, in die Welt zu setzen, diese christlich zu erziehen und somit den Himmel zu bevölkern. Je mehr Kinder, desto mehr Plätze nach den gefallenen Engeln können eingenommen werden. Deswegen hasst der Teufel die Fortpflanzung, denn je weniger Menschen geboren werden, desto länger kann er wüten und der Endbestrafung entgehen. Daher leitet er zum Sex, Sex, Sex ohne Fortplanzung und Konsequenzen, am Besten natürlich zum: Gay Sex.

Da Sie also in Ihrer Todesstunde danach und ausschließlich danach beurteilt werden, wie Sie Ihre Seele Gott entsprechend entwickelt haben, so ist es doch sehr konsequent und vernünftig all das zu meiden, was ihrer Seele schadet und am meisten ist es Sex.  Die Kirche verteufelt Sex nicht, in der Ehe hat er sogar stattzufinden, aufgrund der gegenseitigen Gerechtigkeit, aber die Kirche weiß, dass Sex das Haupteinfallstor des Feindes ist. Warum? Weil vom Erlaubten zum Unerlaubten nur ein kleiner Schritt ist, auch in der Ehe.

 

Sex in der Ehe

Wenn, wie es leider in der nachkonziliaren Kirche der Fall ist, Sex als Selbtzweck und nicht zum Zweck der Fortpflanzung betrachtet wird, dann stellen sich konsequent die Fragen, warum man nicht verhüten soll, um noch mehr Sex, als Selbstzweck, zu haben. Die natürliche Verhütung ist auch eine Verhütung, denn die Intention zählt. Verhütung oder jegliche Art der Unterbindung der Forpflanzung ist aber eine schwere Sünde. Ein Ehepaar, das im Einklang mit der nachkonziliaren Lehre natürlich verhütet, indem es in ausschließlich den unfruchtbaren Tagen Sex, verhütet ja auch. So kommt man dazu, dass katholische Eheleute höchstens zwei Kinder haben, weil sie all die Kinder verhütet oder noch schlimmer abgetrieben haben (, wieder eine schwere Sünde), welche Gott ihnen schenken wollte. Eine Leserin unseres polnischen Blog hat ausgerechnet, dass beim Praktizieren der natürlichen Methode man höchstens auf zwei bis drei Tage im Monat kommen kann, wo man Sex haben darf, wozu die Frau meistens keine Lust hat. Das ist aber wirklich wenig! Wohingegen das Brustgeben eine natürliche Unfruchtbarkeit bedient, falls das Kind mit der Mutter schläft, welche in ihrem Fall ganze zwei Jahre dauerte, andere Quellen sprechen von drei Jahren. Sie stellte fest, dass die Natur schon weiß, was sie tut und Gott auch sehr freigiebig ist, da man während der Laktanz theoretisch zwei Jahre lang täglich Sex haben kann, ohne zu verhüten. Das ist wirklich viel! Bedeutet das 14 Kinder im Eheleben? Nein, höchstens 6, abhängig von der Fruchtbarkeit der Frau. Und da Sex zum Zeugen der Kinder dient, darf eine Schwangerschaft niemanden überraschen. Unsere „islamischen Mitbürger“ praktizieren es ja auch und gewinnen so die Oberhand, Frau Noch-Kanzlerin Merkel!

Wie sieht also ein katholisches Sexleben in der Ehe aus?

  • Sex haben ohne zu verhüten und ohne auf den Kalender zu schauen
    • jedoch nicht öfter als dreimal pro Woche (was kaum jemand auf die Dauer schafft)
  • ein Kind zeugen
  • während der Schwangerschaft Sex haben, falls keine Gefahr für das Kind droht
  • Kind zur Welt bringen
  • Kind mit der Brust stillen, solange es will, mit der Mutter schlafen lassen
    • eine Frau ist mindestens 6 Monate lang während der Stillzeit unfruchtbar
    • bei manchen dauert es bis 3 Jahren
  • wenn die Frau wieder fruchtbar ist, mit dem Zeugen des nächsten Kindes anfangen
  • mit der Zeit sinkt die Fruchtbarkeit der Frau und die Abstände zwischen den nächsten Kindern werden größer
  • nach den Wechseljahren können Sie theoretisch rund um die Uhr Sex haben, da keine Schwangerschaft eintritt

Wie Sie sehen, kommt man sexuell in einer katholischen Ehe durchaus auf seine Kosten und hat auch viele Kinder, wobei viel relativ ist. Ja, die Frau darf da nicht arbeiten, wodurch wirklich niemand verliert und vom Kindergeld lässt sich auch leben. Nochmals für alle zum Mitschreiben:

Sex dient dazu Kinder zu haben!

also

Sex dient nicht dazu keine Kinder zu haben!

Wenn Sie keine Kinder wollen, dann haben Sie keinen Sex, vorausgesetzt, dass Sie fruchtbar oder zeugunsfähig sind. Dennoch dient Sex in einer katholischen Ehe nicht dem Lustgewinn, sondern ist nur als remedium concupiscentiae als ein Abwehrmittel gegen die Konkupiszenz zu betrachten, denn wenn Sie Sex haben, auch in der Ehe, dann entwickelt sich das Geistige nicht.

Dennoch hat es Gott so geplant, dass sexuelles Interesse mit dem Alter abnimmt und falls man lange genug lebt, man noch an seiner seelischen Entwicklung arbeiten kann, welche natürlich viel niedriger ausfällt, hätte man keusch gelebt und sein ganzes Leben lang an der geistigen Entwicklung gearbeitet. Ein sinnlicher Mensch ist in allen Bereichen sinnlich. Das Geistige stört ihn, er kann es nicht fassen, begreifen, fühlen. Es ist so als hätten Sie 30 kg Übergewicht. In solch einem Zustand können Sie auch bestimmte Bewegungen nicht ausführen und passen nicht in manche Kleidungsstücke, dies ist nur möglich, wenn Sie abnehmen. Dieses Übergewicht ist das Nicht-Geistige, das Irdische, das Weltliche, welches Sie an Ihrem geistigen Fortkommen behindert, am meisten durch Sex. Amen.

Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (4 von 7) „Theologie des Leibes“.


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Da wir der „Theologie des Leibes“ schon eine Reihe samt unseren Kommentaren gewidment haben, so verzichten wir an dieser Stelle auf eine erneute Einführung. Kurz und knapp: Papst Johanne Paul II hatte Unrecht, Sex ist nicht alles, Ehe ist nicht wegen Sex da und Sex stört am meisten das spirituelle Fortkommen, weswegen man auch in der Ehe die ehelichen Akte zurückhaltend zu genießen hat, traditionelle Moraltheologie spricht von maximal dreimal pro Woche, was gar nicht so sparsam erscheint.

 

3. „Theologie des Leibes“

Der treue Besuch der Angelus – Ansprachen des Papstes Johannes Paul II. vom September 1979 bis November 1984 in der Hoffnung auf eine Schulung oder fromme Abhandlungen, wäre sicherlich enttäuscht worden. Stattdessen waren seine von ihm in aller Freiheit vorgelegten persönlichen Theorien der sexuellen Sittlichkeit zu hören. Wir werden hier kurz zwei Grundsätze der personalistischen „Theologie des Leibes“[1] untersuchen, nachdem wir diese Theorie in unserem Buch ausführlich besprochen haben. Über folgendes werden wir jetzt nachdenken:

A. Ihr (Theologie des Leibes Anm. d. Übers.) formaler Grundsatz: das Konzept der ehelichen Liebe als totale Selbsthingabe

B. Die Überhöhung der ehelichen Liebe als ihr bemerkenswertestes Kennzeichen

C. Ihr Wurzelfehler

 

A. Die total sich hingebende Liebe

Es ist unsere Behauptung, dass das formale Prinzip (oder die zentrale Konzeption) der Theologie des Leibes die Konzeption der ehelichen Liebe als „totale Selbsthingabe“ ist. Während das jüngste Lehramt die eheliche Liebe als sexuelle Liebe darstellt, präsentiert Papst Johannes Paul II. die eheliche Liebe als „totale Selbsthingabe“ und unterscheidet zwei Arten davon: eine „totale persönliche Selbsthingabe“, die die eheliche Liebe im ständigen Sinn ist, und eine „totale körperliche Selbsthingabe“, die der Akt der ehelichen Liebe ist, „das Zeichen und die Frucht“ der erstgenannten Liebe (Familiaris Consortio §11).

Im Weiteren kritisieren wir die Konzeption der ehelichen Liebe als »totale Selbsthingabe«; und dann den Vergleich der ehelichen Liebe (als Vorstellung) mit der  Liebe Gottes.

 

  1. Die totale sich selbst hingebende Liebe als eine Definition der ehelichen Liebe

Es gibt verschiedene Schwierigkeiten mit dieser Definition, von denen wir hier aber nur drei präsentieren.

a) Die eheliche Liebe als „totale Selbsthingabe“ zu definieren heißt, sie schlussendlich zu vergöttlichen; um sie so zu definieren, muss man sie mit der Liebe der Caritas (Nächstenliebe) identifizieren, die in Wirklichkeit die einzige totale sich selbst hingebende Liebe ist, die existiert. Wir erinnern uns an das Gebot unseres Herrn, Gott mit einer totalen Liebe zu lieben (ex toto corde tuo …), aber den Nächsten mit einer kleineren Liebe, das heißt, ‚wie sich selbst‘

b) In der Tat ist es für eine menschliche Person unmöglich, sich einer anderen menschlichen Person, sei es auf der metaphysischen oder auf der physischen Ebene, völlig hin zu geben.

c) Wenn wir den Inhalt der total sich selbst hingebenden Liebe auf das reduzieren, was einem Ehepaar praktisch möglich ist, nämlich ein Leben gegenseiteigen Engagements und Hingabe, so sehen wir, dass die so verstandene Form der Liebe für die Zwecke des Papstes zu weitgefasst ist. Das ist so, weil sie nicht allein auf die sakramentale Ehe beschränkt ist, wie er es beabsichtigt, sondern vielmehr eine Eigenschaft jeder gültigen Form der Ehe und sogar von gewissen außerehelichen Beziehungen, vorausgesetzt, daß die beiden fraglichen Personen (die sogar Ehebrecher sein können) sich verpflichten, für das Leben mit den entsprechenden Gefühlen der gegenseitigen Hingabe zusammenzuleben.

 

2) Sich totale selbsthingebende Liebe in Beziehung zu Gottes Liebe zum Menschen und zu sich selbst

 

Der Papst hört nicht auf, den Akt der ehelichen Liebe zur menschlichen Liebe zu Gott in Beziehung zu setzen[2], sondern sucht ihn noch weiter zu vergöttlichen, indem er ihn sowohl auf die Liebe Gottes zum Menschen als auch auf die Liebe Gottes zu sich selbst bezieht. Infolgedessen nähert sich sein Konzept der ehelichen Liebe der kirchlichen Lehre  der Nächstenliebe immer mehr an.

 

Die Liebe Gottes zum  Menschen, die der Papst im Sinn  hat, ist die Liebe Christi für seine Kirche. Er bezieht diese Liebe auf den Akt der ehelichen Liebe in verschiedener Art und Weise, von denen wir nur drei erwähnen müssen.

a) Die Unterwerfung der Kirche unter Christus

Dieses Konzept ist in Epheser 5  ausgedrückt:

„22. Die Frauen seien ihren Männern untertan wie dem Herrn; 23 denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt ist der Kirche, er, als Erretter des Leibes. 24 Wie aber die Kirche Christus untertan ist, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allem.“

Es ist klar und so wurde es immer von der Heiligen Mutter Kirche gelehrt, dass der hl. Paulus damit lehrt, dass der Mann die Autorität über die Frau hat.

Im Gegensatz dazu interpretiert der Papst diesen Satz als die gegenseitige Unterwerfung der Ehegatten im allgemeinen (Diskurs vom 11. August 1982[3]); und in deren sexueller Entsprechung im besonderen (4. Juli 1984[4])

Im ersteren Diskurs akzeptiert der Papst, dass die Frau dem Mann unterworfen ist, ergänzt aber:„Die Liebe bringt es mit sich, dass gleichzeitig auch der Mann seiner Frau und damit dem Herrn selber untergeordnet ist, so wie die Frau dem Mann.“ Im zweiten versteht er die Unterwerfung der Ehegatten wieder als eine gegenseitige und in diesem Fall auch in einer sexuellen Art und Weise, denn so „gelangt  die wechselseitige Anziehung der Männlichkeit und Fraulichkeit zu geistlicher Reife“

 

Abschließend dann versucht der Papst,  die Unterwerfung der Frau unter ihren Ehemann als eine Form der gegenseitigen Unterordnung zu fassen. Warum aber besteht der Heilige Paulus an nicht weniger als 3 Stellen auf der einseitigen Unterordnung der Frau unter ihren Mann (in den oben zitierten Versen 22-24)? In keinem seiner Diskurse zitiert der Papst Vers 23, der den Mann als „Haupt der Frau“ beschreibt, der besonders deutlich seine Autorität über sie zeigt. Der Grund, den er für diese Innovation gibt, ist die Andersartigkeit „unseres heutigen Empfindens“, „unserer Mentalität und Sitten“, und der „sozialen Stellung der Frau gegenüber dem Mann“ (Diskurs, 11. August  1982). Aber ist der Mann dann nicht mehr “ Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist“? Wurden der Heilige Paulus und die Tradition auf den zweiten Platz hinter die moderne Welt gesetzt? Und Wahrheit hinter das Empfinden?

 

b) Die Einheit in einem Fleisch als ein Zeichen der Einheit Christi mit seiner Kirche

Der Papst versteht diesen Satz als die fleischliche Vereinigung der Ehegatten. Im Gegensatz dazu versteht das Konzil von Trient diesen Satz als die Einheit des geistigen Bandes der Ehegatten.

 

c) Das Ausdrucksmittel der Agape

Der Papst stellt den ehelichen Akt als „den tiefsten Ausdruck von „Agape“ dar. Hier vermischt er zwei radikal verschiedene Formen der Liebe: natürliche Sinnesliebe und übernatürlich rationale Liebe (d.h. Agape oder Nächstenliebe). Die erstgenannte Liebe ist zu verschieden von der letztgenannten, um als deren Ausdruck dienen zu können[5].

*

Ein ähnlicher Einwand kann gegenüber der päpstlichen Vision des Eheaktes als Ausdruck der innertrinitarischen Liebe gebracht werden, der sicherlich die kühnste Behauptung in seiner ganzen Theologie der Ehe ist. Als ein Beispiel dieser Lehre zitieren wir (Diskurs 14. Nov. 1979): „Der Mensch ist nicht nur durch sein Menschsein als solches, sondern auch durch die personale Gemeinschaft, die Mann und Frau von Anfang an bilden, zum „Abbild und Ebenbild“ Gottes geworden“ und (Diskurs vom 25. Juni 1980): „“Ein Fleisch werden“ (ist ein) „sakramentaler“ Ausdruck,… der der Gemeinschaft der Personen… entspricht“

 

*

Zusammenfassend sehen wir, wie der Papst sich bemüht, die eheliche Liebe mit der Liebe Gottes in neuartiger und erotisierender Weise zu verknüpfen, ohne jede Grundlage in der Heiligen Schrift[6] oder in der Tradition.

[1] Die „Theologie des Leibes“ kann so verstanden werden, daß sie aus diesem Korpus der Diskurse besteht, aber wir werden sie in einem weiteren Sinne verstehen, um auch die Ehelehre des Papstes Johannes Pauls einzubeziehen,  die auch anderswo ausgedrückt ist, z.B. in Familiaris Consortio, welche, als Enzyklika eine größere Autorität, als die Ansprachen, beansprucht.

[2] Die unmittelbare Liebe des Menschen zu Gott (anstatt seiner Liebe durch den Nächsten mittelbar zu Gott)

[3] Vgl. auch Mulieris Dignitatem 1988

 

[4] in Familiaris Consortio §19 und §22 bietet er eine ethische Grundlegung für diese Gegenseitigkeit in gleicher Würde

[5] Natürlich kann sie der Nächstenliebe gleichkommen, wenn der Handelnde im Zustand der Gnade ist.

 

[6] Natürlich ist eine Lehre nicht einfach deshalb katholisch, weil sie in der Heiligen Schrift gründet, was der Papst hier tut. Luther begründete seine Lehre durch die Heilige Schirft, war aber ein Häretiker. Es ist notwendig, Lehren in der Heiligen Schrift so zu begründen, wie sie durch die Kirche und die Tradition ausgelegt wird. Aus diesem Grund sprechen wir oben über die „persönlichen Theorien des Papstes.