Der Seiko-Mariensamstag (5 von 5): Mariensamstag im Brevier


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Mariensamstag im Brevier

Aber die Messe am Mariensamstag ist nur ein Kennzeichen dessen, dass der Samstag Maria gewidmet ist. Ein anderes Kennzeichen ist das Marienoffizium am Samstag im Brevier. Die Grundregel für alle vorkonziliaren Breviere lautet:

An Samstagen, an welchen kein Fest der höheren Klasse zelebriert wird, beten man das Offizium vom Mariensamstag.

Was „ein Fest der höheren Klasse“ bedeutet, werden wir noch erläutern. An dieser Stelle bleibt festzuhalten, dass natürlich das nachkonziliare Brevier mit dieser Tradition bricht, wie mit vielen anderen auch, und einen Mariensamstag bloß zu einer Option macht, nach dem berühmten Spruch: „Alles kann nichts muss“. Wie wir nämlich in der Institutio generalis de Liturgia Horarum des Breviers von Paul VI. im Punkt 240 nachlesen können:

c) Über das Gedächtnis der Heiligen Maria am Samstag

An Samstagen im Jahreskreis, an welchen ein Gedächtnis ad libitum erlaubt ist, kann nach demselben Ritus das Gedächtnis ad libitum der Heiligen Maria mit ihrer eigenen Lesung zelebriert werden.[1]

Dies bedeutet im Klartext, dass man ein Offizium von der Hl. Jungfrau Maria am Samstag aufsagen kann, aber nicht muss.  Wahrscheinlich tut es kaum jemand. Der Schreiber dieser Zeilen hatte es in seinen Novus Ordo-Brevier-Tagen auch nicht getan, weil er es schlichtweg nicht wusste. Er hatte zwar etwas über den Mariensamstag klingen hören, die Übertragung auf das Brevier war ihm aber nicht bekannt. Im Gegensatz dazu ist man in allen vorkonziliaren Brevieren zum Gedenken des Mariensamstages mit einem Marien-Offizium verpflichtet.  So sprechen bspw. die Rubriken des Breviers von Johannes XXIII., welches nach Summorum pontificum wieder legal ist, eine klare Sprache. Wir lesen im Kapitel IX De Sancta Maria in Sabbato folgendes:

  1. An Samstagen, in welchen ein Offizium der Tage der IV. Klasse eintrifft, wird das Offizium von der Heiligen Maria am Samstag aufgesagt.[2]

Diese Regelung gilt mutatis mutandis für das Brevier des Pius XII., für das Divino afflatu-Brevier des Pius X. und für das Tridentinische Brevier. Wenn an einem Samstag kein höheres Fest stattfindet, soll das Samstags-Marienoffizium rezitiert werden und zwar immer. Natürlich sind die Rubriken viel genauer, wir wollen an dieser Stelle diese Details ersparen, welche u.a. woanders nachgelesen werden können.[3] Kurz und gut: Wenn Sie das vorkonziliare Brevier, am Besten in der Form des Tridentinischen Breviers beten, dann erfahren Sie wirklich sehr oft, dass Samstag ein Marientag ist, weil Sie sehr oft, obzwar nicht immer, das Marien-Samstagsoffizium beten. Fängt man den Tag mit Brevierbeten an, so weiß man, dass man es mit einem Mariensamtag zu tun hat, vorausgesetzt, dass tatsächlich einer ist. Betet man am Handy, so zeigt die divinum officium Seite diesen Tag in Blau an. Obwohl außer schwarz die Rubriken sowohl im Missale als auch im Brevier rot gekennzeichnet werden, so kann sich der Schreiber dieser Seiten daran erinnern irgendwo den Mariensamstag auch im Brevier in Blau gekennzeichnet gesehen zu haben.

Die erste Farbe, die man in der Buchdruckkunst angewandt hatte und zwar im Kontext der Messbücher war rot, daher auch die Bezeichnung „Rubrizistik“. Wahrscheinlich kommt die rote Kennzeichnung von irgendetwas, bspw. in den Kalendern oder aber der rote Sonntag bei den meisten Uhren von ebendiesen roten Rubriken.

Der blauen Samstag kommt aber, wie schon erwähnt wurde, fast ausschließlich bei Seiko-Uhren vor. Wenn man auch frühmorgens den Mariensamstag im Brevier nicht beten sollte, was dies wirklich die Wenigsten tun, dann erinnert trotzdem die Seiko-Uhr einen den ganzen Tag lang durch ihren blauen Wochentag an den Mariensamstag. Da der Schreiber dieser Zeilen zurzeit auch am Wochenende arbeitet, so verliert er schnell die Orientierung, welcher Wochentag es ist, da er nicht den üblichen Arbeitswoche- Wochenende-Rhythmus lebt. Diese Uhr erinnert ihn aber nicht nur an den Wochentag, sondern auch an den liturgischen Wochentag, an den blauen Samstag-Marientag und an den roten Christus-Auferstehungssonntag. Auf diese Art und Weise kann er sich auch bei seinen Tagespflichten an die marianischen Geheimnisse am Samstag oder auch an das Sonntagsevangelium erinnern, wenn er auf seine Uhr schaut. Es ist gut sich innerhalb des Tagesablaufs Fixpunkte einzubauen, welche uns an die Gegenwart Gottes oder an die göttliche Liturgie erinnern. Im Himmel hat man einen anderen Rhythmus – die Ewigkeit. Und deswegen erinnert uns die liturgische Fülle, die wir bis zum letzten Konzil mehr oder weniger hatten, an diese Fülle der Ewigkeit, weil wir nacheinander das erleben, was dort wohl auf einmal erlebt wird. Seit der Schreiber dieser Zeilen des Marien-Samstags liturgisch gedenkt also so ca. seit 2012, ist seine Kenntnis der marianischen Geheimnisse gewachsen, aber mehr nach Innen als nach Außen. Wir wollen aber diese inneren liturgischen Inhalte woanders behandeln und wollen hier nur beim äußeren Impuls der Seiko-Uhr bleiben. Ist es nicht verwunderlich, dass eine heidnisch-japanische Uhr uns das liturgische Lob Mariens singt, welcher nach dem Konzil in der allumfassenden – katholischen – Kirche verebbte? Ja, die göttlichen Vorsehung hat manch ein Ass im Ärmel oder Uhr am Handgelenk metaphorisch gesprochen natürlich. Wenn der Schreiber dieser Zeilen den blauen Mariensamstag in seiner Seiko-Uhr betrachtet, dann weiß er, dass alles gut wird, dass das Unbefleckte Herz Mariens triumphieren wird, dass nach der Dunkelheit der Kreuzigung der Kirche ihre Auferstehung stattfinden wird, auf die er mit Maria warten wird. Die Seiko-Uhr hat also eine theologische Durchhalte-Aussage.

Sollten Sie eine Uhr tatsächlich brauchen, die liturgisch orientiert ist, dann ist Seiko eine gute Wahl. Nein, dieser Beitrag ist nicht von dieser Firma gesponsert, was von Nachteil für Seiko, nicht für uns ist, da Seiko an der breitgefassten Mission teilnehmen könnte, dennoch sind diese Uhren sehr zu empfehlen und sie werden auch von Kennern, Sammlern und Fachleuten was ihre Zuverlässigkeit und Robustheit anbelangt hoch gelobt. Da sich die Uhren mit Tages-und Datum-Anzeige im unteren Preissegment bewegen, können Sie sich auf einen Preis zwischen 70 € bis max. 350 € einstellen, die meisten mit einem blauen Mariensamstag kosten um die 150 €, was in der europäischen Uhrenwelt, wenn man deutsche oder schweizerische Marken berücksichtigt, sehr moderat ist. Für ein europäisches Fabrikat dieser Qualität müssten Sie mindestens das Vierfache bezahlen. Die Auswahl bei den Herrenuhren mit Tagesanzeige scheint ein wenig größer als bei Damenuhren zu sein.  So kann Sie eine simple Uhr näher zu Maria und durch Maria zu Jesus führen. Ist das nicht schön?

[1] Liturgia horarum iuxta Ritum Romanum editio typica latera, Vol. I, Libreria Editrice Vaticana 1985, 84.

[2] Breviarium Romanum, T. I, Rubricae Breviarii Romani, 20*, Nova & Vetera 2012.

[3] http://divinumofficium.com/www/horas/Help/Rubrics/R08.txt http://divinumofficium.com/www/horas/Help/rubrics.html

Der Seiko-Mariensamstag (4 von 5): Votivmesse am Samstag und Maria


Votivmesse an Samstag ist Maria gewidmet

Schon im VIII Jhdt. sind Votivmessen zur Ehren der Mutter Gottes nachweisbar. Im 9. Jahrhundert verbreitete sich die Gewohnheit, den Samstag ganz Maria zu weihen.[1] Es war aber der Hl. Alkuin (735-804), der Benediktiner, welcher am Hof Karls des Großen wirkte und die karolingische Liturgiereform vorantrieb, diesmal zur Abwechslung eine positive, welcher wir den Mariensamstag verdanken. Wie der Seite Marian Catechist Apostolate, die wir hier fast wörtlich zitieren zu entnehmen ist:

„Alkuin verfasste verschiedene Formeln für Votivmessen für jeden Tag der Woche, darunter zwei zur Ehren Mutter Gottes am Samstag. Diese Praxis wurde schnell und begeistert sowohl von Klerus und Laien angenommen, die Messe [Alkuins] zur Ehre der seligen Jungfrau Maria am Samstag wurde wahrscheinlich zum Commune[2] zur Ehre der seligen Jungfrau Maria der nachfolgenden Messbücher.

Es gab mehrere theologische Gründe diesen Tag Maria zu widmen. Ein Missale aus dem XV. Jhd. gibt mehrere dieser Gründe in einem Hymnus an: Samstag ist der Tag, an dem die Schöpfung vollendet wurde; daher wird er auch als Tag der Erfüllung des Heilsplans gefeiert, dessen Verwirklichung durch Maria stattfand. Sonntag ist der Tag des Herrn, so schien es angebracht, den Vortag als den Tag Mariens zu begehen. Darüber hinaus, wie Genesis beschreibt, Gott ruhte am siebten Tag, Samstag. Der siebte Tag, und der jüdische Sabbat ist Samstag; wir ruhen am Sonntag, weil wir die Auferstehung als unseren Sabbat feiern. Parallel dazu ruhte Jesus im Schoß Mariens und anschließend in ihren liebenden Armen von der Geburt an bis zu dem Zeitpunkt, als sie seinen leblosen Körper am Fuße des Kreuzes hielt; so lässt sich sagen, dass Christus-Gott in Maria ruhte.

Die großen Theologen des 12. und 13. Jahrhunderts, Hl. Bernhard von Clairvaux , Thomas von Aquin und Bonaventura, erklärten die Widmung des Samstags an Maria durch die Grabesruhe  Christi. An diesem ersten Karsamstag, während alle anderen Christus verlassen hatten, hielt Maria an ihrem Glauben fest, indem sie nicht für einen Moment am Versprechen ihres Sohnes aufzuerstehen zweifelte. Wie in dem päpstlichen Dokument Direktorium zur Volksfrömmigkeit und Liturgie angegeben wurde, wird der Samstag als Gedenken der Jungfrau Maria gefeiert als „eine Erinnerung an das mütterliche Vorbild und Jüngerschaft der Seligen Jungfrau Maria, welche, durch Glauben und die Hoffnung gestärkt, am Karsamstag an dem unser Herr im Grabe lag, die einzige unter den Jüngern Jesu war, welche eine Wache in der Erwartung der Auferstehung des Herrn hielt; Samstag ist also ein Auftakt und Einführung in die Feier des Sonntags, welcher das wöchentliche Gedenken der Auferstehung Christi ist; der Samstag ist ein Zeichen dafür, dass die „Jungfrau Maria ständig gegenwärtig und wirksam im Leben der Kirche ist.“

Der Brauch Samstagsmessen Maria zu widmen, wurde vor allem in den Klosterkirchen von verschiedenen Ordensgemeinschaften gefördert und  konnte sich schnell in der ganzen Kirche verbreiten. Daher erhielt in den frühen christlichen Jahrhunderten  der Samstag einen marianischen Unterton und gerade dieser Tag wurde mit Maria verbunden.

Während des zweiten Jahrtausend des Christentums, haben andere große Seelen diese frommen Andachten gefördert und verfeinert. Kardinal Petrus Damiani († 1072) förderte die Feier der Marien-Samstage. Während der Zeit der Kreuzzüge, startete Petrus von Amiens mit einer Vortruppe der Kreuzritter Richtung Konstantinopel an einem Samstag, dem 8. März 1096, wobei er sich  unter den Schutz der seligen Jungfrau stellte. Papst Urban II (1088-1099) ermahnte die Gläubigen die kleinen Horen zu Ehren der allerseligsten Jungfrau für die Kreuzfahrer zu beten.

In den folgenden Jahrhunderten wurden die Mariensamstage in mehreren Andachten der Partikularkirchen zum Ausdruck gebracht. Dies war der Tag, an dem die Gläubigen zu pilgern anfingen. Sodalitäten tagten an Samstagen und nannten es die Bruderschafts-Samstage oder Kongregations-Samstage. Die sieben Farben oder Schmerzen Mariens wurden an einigen Orten an sieben aufeinander folgenden Samstagen bedacht. Die 15 Samstage zu Ehren von Maria der Rosenkranz-Königin, welcher vor dem Fest am 7. Oktober gehalten wurden, erinnerten an die fünfzehn Absätze des Rosenkranzes; in einigen Gegenden war dies der Tag, an dem die Pflanzen und die Ernte gesegnet wurde. Eine irische Version der Samstag-Andachten zu Maria ist unter der Bezeichnung fünfzehn Samstage des Rosenkranzes bekannt. Die Andacht besteht darin die heilige Kommunion zu empfangen und mindestens fünf Gesätze des Rosenkranzes irgendwann im Laufe des Tages oder am Abend an fünfzehn aufeinander folgenden Samstagen aufzusagen oder in anderer Weise diese Geheimnisse zu betrachten. Die Drei Golden Samstage, die auf das Fest des heiligen Michael folgten und festlich in Österreich, Böhmen und Bayern gefeiert wurden hingen mit dem Empfang der Sakramente zusammen und wurden feierlich, meistens an Pilgerstätten, begangen. Die Spuren der Feste sind immer noch heute in diesen Kulturkreisen zu finden.

Die wachsende Andacht zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis, welche durch die Franziskaner eingeführt wurde, trug auch dazu bei die Marien-Samstage zu fördern. Im Jahr 1633 bestimmt das Kapitel dieses Ordens, dass eine heilige Messe zu Ehren dieses Geheimnis gefeiert werden sollte.

Vatikanum II mit seinen liturgischen Reformen hat die Praxis der Messen zu Ehren Unserer Lieben Frau nicht abschafft. Ein neues Sacramentar und Lektionar wurden mit 46 Optionen für Votivmessen zu Ehren Unserer Lieben Frau veröffentlicht. […]“[3]

Zwar stimmt es, dass das Vat. II die Mariensamstage nicht abgeschafft hatte, sie kommen aber kaum vor, besonders nicht in deutschsprachigen Ländern. Sie haben Samstag eine Sonntagsvorabendmesse. Das war’s dann schon. In anderen Ländern gibt es am Samstag einen „liturgischen Pluralismus“, denn Sie treffen Priester, welche:

  1. Eine normale Samstagsmesse zelebrieren nach ihrem Gutdünken.
  2. Eine Messe zum nichtobligatorischen Heiligenfest, der auf diesen Samstag fallen kann.
  3. Eine Mariensamstags-Messe.
  4. Eine Sonntagvorabendmesse.

All das ist legal und verstößt nicht gegen die Novus Ordo Rubriken, da sich der Priester, nach den „pastoralen Bedürfnissen“ ausrichten sollte, was meistens seiner eigenen Faulheit gleichkommt, denn die gefallene Natur wählt den Weg des geringsten Widerstandes, wenn sie partout nicht zu etwas gezwungen wird. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass kaum ein Katholik oder ein katholischer Priester, der U-70 Generation, weiß, dass Samstag der Marientag ist und warum er es ist. Wir hoffen auf diesem Wege diese Lücke zu schließen.

[1] http://mariadichlieben.blogspot.de/2011/11/mariensamstag.html

[2] Unter Commune (lat. gemeinsam) versteht man die gleichbleibenden Teile einer Messe, welche zum Ehren bspw. eines Bekenners, einer Jungfrau, der Hl. Jungfrau Maria zelebriert werden. Dies gilt für die kleineren Feste von Heiligen, welche keine eigene Messtexte, des Propriums, haben.

[3] http://www.mariancatechist.com/formation/mary/saturdays/

Der Seiko-Mariensamstag (3 von 5): Permutationen des Novus Ordo


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Permutationen der NOM

Warum ist es bei NOM nicht möglich in die Tiefe zu gehen? Aus zweierlei Gründen. Es ist entweder immer dasselbe: Zweiter Messkanon oder es ist ein permanentes Chaos bzw. zu viele neue Informationen auf einmal, da man auch ganz genau nach den nachkonziliaren Rubriken zelebrierend, schier eine unendliche Permutation- oder Optionsmöglichkeit hat. Ein polnischer Blogger hat es doch tatsächlich ausgerechnet wie viele legale, also rubrizistisch-korrekte, Optionen es für die Novus Ordo Messe gibt.[1] Das Adjektiv „polnisch“ ist insofern wichtig, dass es in anderen Ländern auch mehr oder weniger Optionen geben kann, welche von den jeweiligen Bischofskonferenzen zugelassen wurden und von der Ritenkongregation approbiert worden sind. Es hat noch kein begnadeter Mathematiker errechnet wie viele legale Novus Ordo Optionen es für die ganze Kirche gibt, wozu wir jetzt anstiften. Für Polen gibt es sage und schreibe 516.096.000fünfhundertsechzehn Millionen sechsundneuzigtausend Optionen, welche sich wie folgt zusammensetzen:

  • Begrüßung – 5 Varianten
  • Bußakt –
    • 4 Varianten
    • Dritte Variante des Bußaktes – 11 verschiedene Anrufe zur Wahl (+ Möglichkeit eigene zu kreieren)
    • Insgesamt: 14 Varianten
  • Kyrie – 2 Varianten
    • Sogar 3, denn wenn die 3 und 4 Variante des Bußaktes gewählt wurde, so entfällt das Kyrie
  • Credo – 2 Varianten
    • Sogar 3, wenn eine Taufmesse stattfindet
  • Fürbitten – 4 Varianten (man kann eigene kreieren)
  • Gabenbereitung – 2 Varianten
  • Präfation – 10 Varianten
  • Hochgebet – 18 Varianten (in Polen)
  • Doxologie [„Durch Ihn und mit Ihm etc.“] – 2 Varianten
  • Einführung zum Vater unser – 8 Varianten
  • Domine, qui dixisti [„meinen Frieden etc.“] – 5 Varianten
  • Gebet vor der hl. Kommunion – 2 Varianten
  • Aussendung – 2 Varianten

All dies ergibt die staatliche Zahl der möglichen Permutationen von: 5x4x14x2x2x4x2x10x18x2x8x5x2x2 = 516.096.000.

Und deswegen, lieber deutschsprachiger Leser, aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehen andere katholische Nationalitäten, die in Ihrem Land leben, wie Portugiesen, Kroaten, Polen, Filipinos oder andere ausschließlich oder vorwiegend in ihre eigene quasi nationale oder muttersprachliche Messe. Es ist nicht nur deswegen, weil sie kein Deutsch können, Sie und ihr Land ablehnen oder bei dieser Messe ein wenig Heimatgefühl vorfinden wollen. Die Ausländer haben einfach bei den NOM-Messen in ihrer Landessprache denselben liturgischen Rhythmus, der ihnen beim Beten hilft! Bei osteuropäischen Messen werden alle festen Teile wie Kyrie, Gloria, Credo etc. entweder ganz rezitiert oder ganz gesungen und zwar nach denselben Melodien und nicht wie in Deutschland oder in Österreich der Fall ist nach verkürzten, schrecklichen Liedfassungen, die ständig abwechseln und keine liturgische Handlung im eigentlichen Sinne darstellen sowie gegen die NOM-Rubriken verstoßen. Diese bestimmen nämlich wie folgt:

„Der Text dieses Hymnus kann nicht gegen einen anderen ausgetauscht werden. […] Wird es nicht gesungen, ist es von allen gemeinsam oder von zwei sich abwechselnden Gruppen zu sprechen.“ (53)[2]

Aber sollten Sie exakt nach den Rubriken zelebrieren, so bieten Ihnen diese einfach sehr viele legale Möglichkeiten, sodass die Messe vom Priester X immer legalerweise anders sein kann als die vom Priester Y. Spaltung, Neid und Feindschaft sind da vorprogrammiert. Aber Novus Ordo macht es möglich, sodass es kaum möglich ist, dass auf der ganzen Welt an demselben Tag exakt dieselbe katholische Messe zelebriert wird. Deswegen ist auch keine „Reform der Reform“ möglich, weil die Ausgangsprämissen der Liturgiereform, pardon, der Liturgierevolution Zerstörung und Entkatholizisierung waren! Bei der Einheit des Kultes ist eine Einheit des Glaubens möglich, bei der Spaltung oder beim Schisma des Kultes kommt es zu keiner Einheit des Glaubens, was uns jetzt mehr als deutlich Papst Franziskus vor Augen führt. Vor dem Konzil war alles durchreguliert und Sie hatten die Votivmessen, welche jetzt theoretisch auch möglich sind, dennoch praktisch kaum stattfinden.

[1] http://www.traditia.fora.pl/zmiany-po-svii-nom-novus-ordo-missae,6/na-ile-sposobow-mozna-odprawic-nowa-msze,10136.html

[2] Missale Romanum Editio Typica Tertia 2002, Grundordnung des römischen Messbuchs, Vorabpublikation

zum  Deutschen Messbuch (3.Auflage), Hsg. Deutsche Bischofskonferenz 2007.

Der Seiko-Mariensamstag (2 von 5): Votivmessen an Wochentagen


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Samstag der Marientag oder die Votivmessen an Wochentagen

Warum ist eigentlich Samstag Maria gewidmet? Dies hängt mit den Rubriken des Missale und des Breviers zusammen. Da das Jahr 365 Tage hat und nicht jeder Tag einem Heiligen gewidmet war, je früher die Zeit z.B. IX Jhdt. desto weniger Heiligenfeste, so entstand wenigstens sei dem VIII Jhdt. der Brauch Messen an bestimmten Wochentagen, an denen kein Christus- oder Heiligenfest fiel und es sich natürlich um keine hohen Feste wie Ostern, Weihnachten etc. handelte, die sog. Votiv-Messen zu zelebrieren.[1] Unter Votiv-Messen (vom lat. votum – „Gelübde, Anliegen, Bitte“) versteht man Messen, die in besonderen Anliegen an einen speziellen Fürsprecher zelebriert werden. Ohne jetzt im Detail auf die Entwicklung der Votivmessen innerhalb der ganzen Kirchengeschichte eingehen zu wollen, so lässt sich sagen, dass vor dem letzten Konzil an bestimmten Wochentagen Votivmessen zelebriert werden konnten und sollten. Dies bedeutet klipp und klar, da in der vorkonziliaren Liturgie wirklich alles durchreguliert war, was nicht nur ein japanisches Herz erfreute, dass ein Priester an einem Wochentag, an dem kein Fest der I. oder II. Klasse fällt, an einem liturgischen Wochentag der III. oder IV. Klasse eine Votivmesse zelebrieren sollte. Soweit die Rubriken des letzten vorkonziliaren Missale aus dem Jahre 1962,[2] wie es in den früheren Messbüchern angeordnet wurde, entzieht sich zurzeit unserer Kenntnis. Es wird aber ähnlich gewesen sein, obwohl sich die rubrizistische Terminologie änderte, da man z. B. von Duplex oder Simplex-Festen sprach. Votivmessen für die Wochentage sehen aber wie folgt aus:

Montag

Zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit

Dienstag

Zu Ehren der heiligen Engel

Mittwoch

Zu Ehren des heiligen Joseph

Zu Ehren des heiligen Apostel Petrus und Paulus

Zu Ehren aller Apostel

Donnerstag

Zu Ehren des Heiligen Geistes

Zu Ehren des Allerheiligsten Altarsakramentes

Zu Ehren des ewigen Hohenpriesters Jesus Christus

Freitag

Zu Ehren des Heiligen Kreuzes

Zu Ehren der Passion des Herrn

Zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu

Samstag

Zu Ehren der Heiligen Mutter Gottes

Da uns im Moment nur die Votivmessen an bestimmten Wochentagen interessieren, so lassen wir andere Votivmessen, also Messen in besonderen Anliegen, an dieser Stelle aus.[3] All diejenigen, welchen im Religionsunterricht oder im Studium gesagt wurde, dass die vorkonziliare Liturgie „langweilig“ war, weil „immer dasselbe“ kam, wird hier eines Besseren belehrt. Es war natürlich umgekehrt: jeden Tag kam etwas anderes, von den festen Teilen der Messe abgesehen und Sie wurden durch die Liturgie immer tiefer in das Geheimnis der Kirche eingeführt. Heute hören Sie nur den Zweiten Messkanon, weil der kürzeste ist, manche basteln sich ihre eigenen Kanones zurecht, meistens sind schlohweiße Alt-Jesuiten, die mit einem eigenen Ordner, statt des Missale auf dem Altar erscheinen, sodass Sie geistlich gesehen immer an den Rändern der Oberflächlichkeit bleiben, ob Sie wollen oder nicht, seitdem es die Priester sind, welche „die Liturgie machen“ und nicht mehr die Kirche.  Wir werden uns an dieser Stelle auch nicht der Frage widmen: wann, welche Votivmesse wo, durch wen und warum eingeführt worden ist, obwohl diese Informationen durchaus eruierbar sind und manche unserer Leser es auch sicherlich wissen. Wir wollen nur sagen, dass auch an den Tagen, an denen es kein Heiligengedenken gab, was am Anfang des XX Jhdts. immer seltener wurde, die Gläubigen an jedem einzelnen Wochentag auf eine andere Art und Weise geheiligt wurden. Da es sich zyklisch wiederholte, so ging man in die Zeit in die Tiefe, wozu uns die nachkonziliare Liturgie wirklich keine Chance gibt.

[1] http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/schottintro/index.html#SECTION02240000000000000000

[2] http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/schottintro/index.html#SECTION02240000000000000000

[3] Nachzulesen z.B. hier. http://www.peterskirche.at/messbuch/Messen.htm http://www.praxis-gottesdienst.net/lexikon/lexikon_detail.html?k_beitrag=3443264&bstabe=3382095

Der Seiko-Mariensamstag (1 von 5): Seiko und Katholizismus


Da heute am 18.03.2017, dem Fest des Hl. Cyrill von Jerusalem, eine Schreckensmeldung aus Rom die nächste jagt, so wollen wir hier ab und zu praktische Tipps zur eigenen Frömmigkeit und zur Herzenserwärmung vorstellen, welche, da sie an den deutschprachigen Leser gerichtet sind, informativ und praktisch gehalten werden. Die arianische Krise, welche kirchenintern startete, wie das Vat. II, konnte erst dann beendet werden, als die römischen Kaiser katholisch wurden und aufhörten die Arianer zu unterstützen. So verbrachte auch der Hl. Cyrill eine Großzeit seines Pontifikats im Exil bevor er erst unter Theodosius nach Jerusalem zurückkehrte. Leider haben wir jetzt keinen katholischen Kaiser, der Franziskus und seine Mannen absetzen könnte. Vielleicht ist Hoffnung bei Trump? Die Zeit wird es zeigen. Wenn wir metaphorisch und wörtlich in die Wüste ziehen, um dort Einsiedler zu werden, wie es während der von Klerikern verursachten arianischen Krise der Fall war, so hoffen wir auch praktische Tipps:

„Wie baue ich mir eine Einsiedelei?“

oder

„Wie flechte ich Körbe?“

irgendwann einmal vorstellen zu können. Nein, es ist kein Witz. Geistliches Leben hat etwas mit Praxis zu tun und es kann von denen erlernt werden, welche es praktizieren. Ansonsten erhalten Sie diese Art von Ratschlägen wie bei Ihrer letzten Beichte. Seufz. Wir haben es derzeit leider mit keiner „Kirchenkrise“ zu tun, wie es die Piusbruderschaft euphemistisch formuliert, wir haben es mit einer massenweisen Apostasie zuerst des Klerus und dann der Gläubigen zu tun, welche 1962 angefangen hatte und jetzt eine destruktive Beschleunigung erfährt. Manche sprechen ganz im Ernst vom geplanten Vatikanum III., welches wohl die Existenz Gottes abschaffen wird, unsere Vermutung, aus pastoralen Gründen, wie üblich. Und was taten die Gläubigen als die Arianer die Macht übernahmen? Sie zogen in die Wüste, wie der hl. Paulus der erste Einsiedler und unterwiesen auf diese Art und Weise die kommenden Generationen. Wir haben auf Vieles kein Einfluß und sollten bemüht sein unsere eigene Seele zu retten.

„Was nutzt es mir für die Ewigkeit?“, fragte sich der hl. Aloysius.

Lernen wir von den japanischen Katholiken, welche viele Jahrhunderte ohne Priester durchhielten. Wie sind praktisch in derselben Lage, weil wir kaum welche haben und die, die wir haben, taugen nichts. Suchen wir uns Gebetshilfen im Alltag, damit wir unsere eigene Seele retten können.

Seiko und Katholizismus

Der Schreiber dieser Zeilen trägt eine Seiko-Uhr, welche schon unter anderen Gesichtspunkten beschrieben worden ist. Seiko-Uhren zeichnen sich aber dadurch aus, dass sie in ihrer Day-Date Version,[1] also bei denjenigen Uhren, welche sowohl den Tag als auch das Datum anzeigen, den Samstag blau, den Sonntag rot anzeigen, andere Tage hingegen schwarz. Das Seiko-Blau ist aber nicht irgendein blau, sondern ein marianisches Blau. Eine heidnisch-japanische Uhr zeigt demnach nicht nur den blauen Mariensamstag, sondern auch den quasi rubrizistischen (vom lat. rubrum – „rot“) roten Sonntag an. Und all das immerhin 50 Jahre nach dem Vatikanum II, wovon die japanische Uhrenindustrie augenscheinlich unberührt geblieben ist. Ist das nicht schön? 20160514_163740_resized(1)Es gibt auch andere Uhrenmarken, welche auch den Sonntag rot zeigen, der blaue Samstag ist aber fast ausschließlich eine Seiko-Spezialität. Der Schreiber dieser Zeilen weiß nicht, wann die Seiko-Uhren damit anfingen und woher die Inspiration dazu stammte, denn es gibt alle mögliche Farben, welche dem Samstag zugeeignet hätten werden können, außer dem katholisch-marianischen Blau. Seiko hat sich dennoch für diese Farbe entschieden, was davon zeugen kann, dass sich der langjährige, japanische Untergrundkatholizismus durch das marianische Blau präsent zeigt. Ein Katholizismus, der mindestens zwischen 1640 und 1865 ohne Priester auskommen mussten. Wie die deutschsprachige Wikipedia informiert:

Am 22. Januar 1863 begann in Nagasaki zum ersten Mal nach dem Verbot von 1613 der Bau einer christlichen Kirche (大浦天主堂, Ōura tenshudō, englisch The Church of the 26 Martyrs Catholic Oura Church) für die dort anwesenden Franzosen, die am 29. Dezember 1864 vollendet wurde. Am 17. März 1865 bekam Bernard Thadee Petitjean, der Seelsorger der Kirche, Besuch von fünfzehn Japanern. Eine Frau mit dem Namen Yuri Sugimoto teilte ihm mit, sie seien Christen – mehr als 250 Jahre nach dem offiziellen Verbot und über 200 Jahre nach dem Verlust aller Kontakte nach außen.[2]

Wie erhielten sich die japanischen Katholiken ihren Glauben? Sie tauften Erwachsene oder Kinder, unterwiesen sie im Glauben, beteten den Rosenkranz, verehrten die Heilige Jungfrau Maria und warteten auf bessere Zeiten, die dann nach nur 250 Jahren für sie auch eintraten. Lernen wir also von den Japanern, denn vielleicht kommt nach Franziskus dasselbe auf uns zu. Da im Jahre 1873 das Christentum offiziell in Japan zugelassen wurde, im Jahre 1891 das japanische Erzbistum Tokio entstand, welches im Jahre 1937 an japanische Geistliche, denn es gab schon oder wieder welche, übergeben wurde,[3] so ist es durchaus möglich, dass die Firma Seiko, welche im Jahre 1881 in Tokio gegründet worden ist sich irgendwie an der katholischen Liturgie orientieren konnte. Der richtige, also vorkonziliare Katholizismus und all seinen Regeln und Rubriken muss doch auf die Japaner einen großen Reiz ausgeübt haben, da in der damaligen Zeit Konversionen durchaus stattfanden. Es erübrigt sich zu sagen, dass nach dem Vat. II die katholische Kirche in Japan zusammenbrach und die modernen Jesuiten, welche theoretisch für die Japan-Missionen zuständig sind, keinen Sinn in der Mission sehen, wie neulich der Ex-Jesuitengeneral bekannte, es sei denn:

„Evangelisierung Japans nur durch Allianz mit Buddhismus und Shintoismus“ (sic!)[4]

Ja, ja der Kreis schließt sich. Es waren die Jesuiten, welche die Japaner zu Christus brachten und es sind die Jesuiten, welche sie in die Apostasie führen. Da wir uns aber vorgenommen haben in diesem Beitrag etwas Positives zu schreiben, so wollen wir uns bei dem traurigen Thema: nachkonziliare Jesuiten nicht aufhalten, sondern wollen zum Mariensamstag übergehen.

[1] Gilt tatsächlich für alle Seiko-Uhren mit Ausnahme der Seiko 5 mit schwarzer Scheibe: https://uhrforum.de/zeigt-her-euren-blauen-samstag-t75272-2

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum_in_Japan#R.C3.B6misch-Katholische_Kirche_in_Japan

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum_in_Japan#R.C3.B6misch-Katholische_Kirche_in_Japan

[4] http://www.katholisches.info/2017/02/13/ex-jesuitengeneral-evangelisierung-japans-nur-durch-allianz-mit-buddhismus-und-shintoismus-keine-jesuiten-mehr-als-bischoefe/

Bergoglio zerstört die Kirche und keiner tut was. Eine vorläufige Bestandsaufnahme.


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Der Stand der Dinge

Wie heute gloria.tv in Berufung auf anonimi della croce informierte, wird es keine öffentliche Ermahnung des Papstes geben, weil sich keine ausreichende Mehrheit der unterstützenden Kardinäle gefunden hat. Im Klartext bedeutet das, dass sich niemand traut öffentlich oder auch nicht gegen Bergoglio vorzugehen. Da der Blog anonimi della croce von römischen Priestern mit Insider-Informationen geleitet wird, so ist davon auszugehen, dass es sich um Kurienmitarbeiter handelt oder um jemanden, der Kontakte zu ihnen hat. Laut anonimi hat vor drei Wochen ein Treffen in Rom stattgefunden, währenddessen die Dubia-Kardinäle sich ihre Machtlosigkeit eingestehen mussten. Diese Entwicklung ist mehr als wahrscheinlich, da die angedrohte formelle Korrektur des Papstes wegen der Häresien von Amoris Laetitia, von der Kardinal Burke noch Mitte Dezember 2016 sprach auf sich warten lässt. Burke ist auf den Guam-Gulag verbannt worden und als Patron des Malteserordens praktisch entmachtet, der Orden und ein souveräner Staat gleich mit. Der Bergoglio Antipapst macht weiter, denn in der nächsten Zeit, so wird berichtet, kommt:

Nein, liebe Leserinnen und Leser, dies ist kein Witz und keine Übertreibung unserer Redaktion. Dies berichten seriöse Nachrichtenseiten wie onepeterfive oder Journalisten mit guten Quellen im Vatikan, wie Hilary White. Die Letztere gibt an, dass innerhalb der nächsten neun Monate die folgenden Änderungen, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, eintreffen werden:

  • irgendein nicht-kanonisches „Frauendiakonat“, welches nicht so genannt werden wird;
  • Wiedereinstellung von Priesters, welches sich laizisieren ließen, um später zu heiraten;
  • Formelle Erlaubnis der Interkommunion mit Nicht-Katholiken;
  • Dekrete, welche doktrinelle Entscheidungen den nationalen Bischofskonferenzen überlassen werden;
  • Erklärung einer konzilsähnlichen Versammlung von Anführern aller Weltreligionen, das eine vorher angefertigte Deklaration über ein globales, humanistisches, christenfreies Christentum verabschieden soll.

Und was ist das? Die Zerstörung der katholischen Kirche und zwar nicht, „wie wir sie kennen“, wie Ihre Pastoralassistentin um die Ecke es ausdrücken würde, sondern die Zerstörung der Kirche als solche. Genauso wie die Massenimmigration von Muslimen Europa zerstört und dies in der eigentlichen christlichen Identität dieses Kontinents, denn ohne Christentum kein Europa, sondern West-Orient. Die Massenimmigration wird, wie alles Destruktive, von Papst Franziskus befürwortet. Das Problem besteht zurzeit nicht nur darin, dass wir einen schlechten häretischen Antipapst –  Bergoglio – haben, welcher mit seinen Mannen Vatikan besetzt hält, sondern dass wir überhaupt über keine guten Kardinäle, Bischöfe oder Priester verfügen, die sich ihm wiedersetzen. Und wir schreiben nicht „widersetzen würden“, denn gäbe es welche, so  hätten sie es bereits getan, inter esse et posse est illatio.  Warum gibt es keine? Weil, wie Ann Barnhardt berichtet, die auch über Kontakte im Vatikan verfügt, Franziskus die Kardinäle, Kurienbischöfe und Bischöfe erpresst und zwar mit schmutzigen homosexuellen Geschichten. Da jeder Bischof und höher, wenn er nicht gerade selbst homosexuell ist und viele sind es, in seiner Diözese Pädophile Priester hat, die er nicht rechtzeitig absetzte oder andere Skandale vorweisen kann, so ist buchstäblich jeder erpressbar, da die Leute Bergoglios Zugang zu den Daten der Bischofskongregation oder der Glaubenskongregation haben und einfach wissen, wer sich wo, wann, über wen beschwert hatte. Sie wissen auch wieviele Pädophilen-Delikte wo strafrechtlich verfolgt werden. Daher ist es ihnen ein Leichtes den Hebel dort anzusetzen, wo es weh tut. Leider passiert es gerade unter Franziskus, dass diejenigen Mitarbeiter der Glaubenskongregation, welche die Pädophilen im Franziskus-Umkreis zu streng verfolgten, nach Hause geschickt wurden und Strafen gegen verurteile pädophile Priester reduziert worden sind. Es findet also eine Zerstörung der Kirche auf allen Ebenen statt, welche uns klar macht, dass das Novus-Ordo-Gift dermaßen jegliches Rückgrat aufgeweicht und zersetzt hat, dass wir keine Geistlichen haben, denn andernfalls hätten sich welche gemeldet, besonders jene in den Machtpositionen.

Deswegen sind solche Versuche der konservativen Portale wie katholisches.info oder onepeterfive starke katholische Hierarchen als Beispiele des wahren Glaubens zu konstruieren, bei katholisches.info ist es erstaunlicherweise immer wieder Kardinal – der Feigling – Müller oder natürlich der gute, alte Benedikt XVI., der dieses Schlamassel erst möglich gemacht hat. Onepeterfive oder lifesitenews handeln verhaltener, doch nicht anders. Wie richtigerweise Ann Barnhardt feststellt, muss man von der richtigen Prämisse ausgehen, dass Franziskus kein Papst ist und zwar nicht deswegen, weil die dämonische Prophetie der Mary of Divine Mercy es voraussagte, liebe Leser aus der Schweiz, sondern weil Benedikt nicht gültig zurückgetreten ist. Unserer Meinung nach spielte außer dem wesentlichen Irrtum auch der Zwang eine Rolle, da wir davon ausgehen, dass er zu seinem Rücktritt erpresst worden ist, eine These, die neuerdings andererseits wie es scheint bestätigt wurde. Und was hatte Benedikt getan? Etwas Unehrenhaftes, was ihn erpressbar machte. Wir wissen es nicht und sind froh darüber, da es recht ekelhaft sein gewesen muss. Deswegen hat Franziskus keine Standesgnade, weil er kein Papst ist, da Benedikt immer noch der Papst ist, ob er will oder nicht. Deswegen sind Entscheidungen von Franziskus nicht gültig und bindend, zumal viele, siehe Amoris Laetitia, häretisch sind. Er hat uns also nichts zu sagen!

Warum sagt es keiner laut? Aus Angst um sein Einkommen, wie bei kommerziellen Internetseiten und Blogs, wo man fürchtet, dass keine Anzeigen mit bspw. Benedikt-Memoiren oder dem Müller-Buch geschaltet werden, siehe katholisches.info oder die Spenden ausbleiben, wie bei fast allen, da die Leser wenigstens an Benedikt hängen und eine Kritik an ihm und die Darstellung der Ungültigkeit seines Rücktritts die Spendengelder verebben lassen würde. Theologen und Priester fürchten nicht nur um ihr Einkommen und das „akademische Ansehen“, was es auch sein mag, siehe Hitler-Deutschland und die Stalin-Ära, wer da alles angesehen war, sie fürchten auch als „fundamentalistische Spinner“ gebrandmarkt zu werden, sodass sie ihre Thesen dermaßen vage, schwammig und verklausuliert formulieren, siehe Klaus Obenauer oder Markus Büning, dass wirklich kein Mensch weiß, was sie wirklich meinen. Man weiß es nicht deswegen nicht, weil man zu ungebildet und dumm ist, sondern weil der Text missverständlich formuliert ist, siehe Amoris Laetitia, dass er für jede Interpretation offen bleibt und sich der Schreiber immer herauswinden kann.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wir derzeit in der Kirche:

  • Keine Männer in leitenden Positionen mit katholischen Ansichten haben.
  • Keine Männer in leitenden Positionen mit Mut haben (No balls, sorry!).

Die Verweiblichung der Männer, über die sich Ann Barnhardt aber auch der Blogger mundabor ständig beklagen, ist eine Tatsache. Novus Ordo hat durch die hegelianische Dialektik des sowohl-als-auch des dennoch-aber-wenn-die-pastoralen-Gründe-Sie-wissen-schon-etc. nicht nur die Hirne, sondern auch das Rückgrat der Kirchenmänner aufgeweicht, da die meisten leider auch in Sünde leben, so sehen sie vieles theologisch und geistlich auch nicht. Wir müssen aber sagen, dass alle Päpste seit dem Konzil, obwohl sie gültige Päpste waren, immer mehr von der Wahrheit abirrten, dennoch versuchten sie den Zick-Zack-Kurs zwischen der überlieferten Lehre und der Neuen Religion zu wahren. Wenige haben es gemerkt, weil es dermaßen verklausuliert formuliert war und vieles auf dem Papier einen rechtgläubigen Eindruck machte. Wie verkaufte uns die Presse, aber vor allem der Vatikan, diese Päpste?

  • Johannes XXIII. war „der Gute“
  • Paul VI. war der humanistische „Konzilspapst“
  • Johannes Paul II. war „der Populäre“
  • Benedikt XVI. war „der Intellektuelle“
  • Franziskus wird auf dem Cover des Rolling Stones-Magazins abgebildet, was jeden Kommentar erübrigt.

Sie haben alle auf Franziskus hin gearbeitet, am meisten leider Johannes Paul II. und es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie demselben Netzwerk angehörten oder wenigstens von diesem gefördert wurden. Welchem Netzwerk? Einer Mischung aus Geheimgesellschaften, siehe die Pecorelli-Liste, welche viele hochstehende Hierarchen zeigt, die der Freimaurerei angehörten, aus Geheimdiensten und anderen einflussreichen Leuten, darunter sicherlich auch Satanisten und Okkultisten, denn solche gibt es auch unter den Hierarchen, wie glaubwürdige Quellen angeben: Rorate Caeli, Eponymous Flower oder Ann Barnhardt.

Das Ziel der „Franziskus-Revolution“

Was ist ihr Ziel? Die Schädigung des mystischen Leibes Christi hier auf Erden. Was ist die Kirche? Sie ist der mystische Leib Christi mit Christus als Haupt. Da Christus als Gott-Mensch nicht leidensfähig ist, da er verklärt zur rechten Vaters sitzt, so kann ihm der Teufel nichts anhaben. Deswegen wütet er gegen die irdische Präsenz des Erlösers:

  1. Gegen die irdische Kirche,
  2. Gegen die Eucharistie
  3. Gegen die Priester
Ad 1. Gegen die irdische Kirche

Da die katholische Kirche die Arche ist, welche die sündige Menschheit durch die wahre Lehre und die Sakramente retten soll, so stürzt die Versenkung dieser Arche, welcher seit dem Vat. II alle Schleusen geöffnet wurden, nicht nur Katholiken, sondern auch die ganze Welt ins Chaos, da sehr viele Seelen dadurch in die Hölle gehen, siehe Fatima, und es keine spirituelle Wehr gegen den Ansturm Satans, den Fürsten dieser Welt, gibt. Daher der enorme Anstieg des Satanismus und Okkultismus sein 1965. Die Church of Satan wurde 1966 gegründet, was kein Zufall ist.

Ad 2. Gegen die Hl. Eucharistie

Wie wir bereits schrieben, führt die Umsetzung von Amoris Latitia, wie sie, Gott sei’s geklagt, schon von der DBK vorgenommen wurde, dazu, dass unzählige sakrilegische Kommunionen gespendet und sakrilegische Beichten gehört werden, sodass:

  1. Die Empfänger dieser Sakramente eine Todsünde begehen und zwar des Sakrilegs.
  2. Die Spender dieser Sakramente, sprich die Priester, ebenfalls die Todsünde des Sakrilegs begehen.

Aber auch der eucharistische Christus, welcher wirklich, tatsächlich, wesentlich, real, substantiell und sakramental in jeder gültigen Messe unter den eucharistischen Gestalten anwesend ist, wird dadurch verunehrt und geschändet. Er wird durch die dreckigen Pfoten des sündigen Priesters in die Kloake des Gewissens des sündigen Kommunionempfängers geworfen. Es ist eine satanistische Messe mit Hostienschändung im Kleinformat.

Ad 3. Gegen die Priester

Durch das Sakrament der Priesterweihe ist Christus ontisch, d.h. seinsmäßig, mit jedem gültig geweihten Priester verbunden. Der Priester wird zu einem alter Christus – zu einem anderen Christus. Es ist Christus, welcher in diesem Priester wirkt, predigt, segnet, opfert, die Sünden vergibt. Die Priester verlängern quasi die körperliche Anwesenheit Christi in der Welt, wie sehr schön die Exerzitiengedanken oder gar eine Privatoffenbarung des belgischen Redemptoristen Pater Schrijvers CSSR Message de Jésus à son prêtre. Pensées de retraite. (Bruxelles, Ed. Universelle, 1933) theologisch korrekt darlegen. Deswegen soll ja ein Priester heilig und keusch leben, damit er dieser Ehre würdig wird, da jede seiner Sünden Christus beleidigt und verunehrt, der sich ontisch mit dem Priester vereinigt hat. Daher ist die sexuelle Sünde eines Priesters gleichzeitig ein Sakrileg, d.h. ein Gottesraub, da man Gott sein Eigentum – den Priester – raubt. Die Gnade, welche Gott durch den Priester leitet und die hauptsächlich durch die sakramentale Gnade der gespendeten Sakramente anderen, nicht dem Priester selbst, zugutekommt, lässt sich mit einem kristallklaren Bergwasser vergleichen, welches in eine Kloake gepumpt wird. Das Wasser kommt schon durch, wird aber verunreinigt durch die Sünde des Priesters. Ähnlich stellt es hl. Thomas dar (Summ. Theol. III, q. 64, a. 5, corp.):

Ich antworte, die Diener der Kirche seien wie Werkzeuge beim Spenden der Sakramente. Das Werkzeug aber wirkt nicht vermöge der eigenen Kraft, sondern auf Grund der Kraft desjenigen, von dem aus es in Bewegung oder Tätigkeit gesetzt wird. Dies ist also dem Werkzeuge unwesentlich, was es außer der Kraft, die demselben als einem Werkzeuge entspricht, an sich hat; wie es unwesentlich ist, ob der Leib des Arztes als Werkzeug der die Kunst besitzenden Seele krank oder gesund und ob die Röhre, durch die das Wasser geht, von Silber oder von Blei sei. Also wenn auch die Diener der Kirche schlecht sind, können sie gültig die Sakramente spenden.[2]

Das Sakrament ist gültig, es findet also statt, aber es ist gleichsam verdreckt. Stellen Sie sich vor Ihnen würde jemand eine Oblate mit dermaßen vor Schmutz verkrusteten Fingern reichen, dass diese Oblate selbst schmutzbeladen und verkrustet wird. Sie genießen die Oblate trotzdem, aber den Dreck gleich mit. So in etwa sind Sakramente der in Sünde lebenden Priester zu betrachten: gültig, aber nicht würdig. Wenn die Priesterehe über eine Hintertür eingeführt werden wird, wenn die Priester ihre Konkubinate legalisieren oder wenn verheiratete Männer zu Priestern geweiht werden, dann werden wir es ständig mit einer Dreckkruste zu tun haben, obwohl Christus möchte, dass seine Priester rein sind und nur ihm gehören, was die Kirche immer so sah. Diese Lösung oder eher die „Endlösung“ würde dazu führen, dass noch mehr Priester ihr Amt aufgeben würden, weil die Gläubigen nicht für „Priesterfamilien“ zahlen würden, der „Markt würde es verifizieren“ und zwar dadurch, dass die Gläubigen zu den wenigen zölibatär lebenden Priestern reisen würden. Die anderen würden über kurz oder lang Pleite gehen und sich weltliche Berufe suchen müssen, „um die Familie zu ernähren“, die sie gezeugt haben.  Wir schätzen, dass nach solch einer Änderung wohl 90% aller Katholiken die Sonntagspraxis aufgeben werden, denn verheiratet sind die meisten selbst und wollen nicht für die „Priesterfrauen“ zahlen. Die vorhandene Priesterschaft würde sich weltweit wohl um 90% reduzieren und dadurch reinigen.

Wem haben wir aber paradoxerweise die geistliche Erneuerung im nachrevolutionären Frankreich des 19 Jhdts. zu verdanken? Denjenigen Priestern, welche zuerst, entgegen der Weisung des Papstes, den Eid auf die Zivilkonstitution des Klerus (1790) geschworen hatten und dadurch zum clergé assermenté wurden. Dies betraf 24.000 von 29.000 Priestern und 21 Bischöfe von 83, wobei 10 Bischöfe sogar heirateten, wie Romano Amerio angibt.[3] Anders ausgedrückt nur 5.000 Priester und 62 Bischöfe fielen nicht vom Glauben ab, d.h. 17,3% aller Priester und immerhin 75,6% Bischöfe blieben dem Glauben treu. Durch die Revolution und die nachfolgende Kirchenverfolgung schrumpfte sich die katholische Kirche in Frankreich gesund, da die humanistischen Revolutionäre viele guillotinierte Schrumpfköpfe hinterließen, was der späteren Entwicklung der Kirche bis zum unseligen Vat. II zugutekam. Diesmal wird es viel drastischer werden und die gesamte Kirche betreffen.

Was tun?

Wie soll man diesen Beitrag positiv beenden? Halten Sie sich im Gnadenstand, opfern Sie und sühnen Sie für die Sünden, denn jemand muss das ja tun, trösten Sie den Herrn bei der Eucharistischen Anbetung, denn er ist verraten und einsam. Vielleicht wird sich Gott der gläubigen  Seelen erbarmen und die Zeit der Prüfung abkürzen? Hilary White phantasiert über die Ermordung Caesars, deren Übertragung auf Franziskus unwahrscheinlich erscheint, denn die Römer waren Männer, unsere Kardinäle sind verweiblichte Weicheier, zu keinem Kampf fähig. Zitieren wir dennoch das witzige Zitat, das Hilary White anführt, welches im Original angeführt werden wird, damit es seine Würze nicht verliert:

People are losing the spirit of the Ides of March. It’s not about just stabbing. It’s about coming together to stab in groups.

Iden des März

Sie müssen selbst etwas schreiben. Schreiben Sie Beschwerdebriefe an Ihre Ordinariate, Bischöfe, den päpstlichen Nuntius, die vatikanischen Kongregationen. Diese feigen Kirchenmänner wissen, dass Franziskus nicht ewig ist und sich irgendwann alles zum Guten ändern wird, obwohl sie nichts dazu beigetragen haben. Dann werden sie als „die heimlichen Verteidiger des Glaubens“ vor uns treten und uns vorjammern, wie schwer sie es hatten und welchen Widerstand sie im Geheimen übten. Deswegen werden sie Ihre Briefe nicht zerstören, um für die Zukunft etwas in der Hand zu haben, um sich verteidigen zu können. Ändert sich die kirchliche Wetterlage, dann werden sie von diesen Informationen Gebrauch machen, aber diese müssen erst vorliegen. Also schreiben Sie! Sie werden sich Ihren Frust vor der Seele schreiben, was schon an sich nicht schlecht ist. Sie können aber auch an die weltliche Presse schreiben. „Die Sorgen eines Katholiken“ an Peter Seewald oder Matussek vom Spiegel. Journalisten sind immer auf der Suche nach einer interessanten Human interest story, weil echte Emotionen verkaufsfördernd wirken. So hatte die New York Times zum Erhalt der Tridentinischen Messe in Holy Innocent beigetragen, da sie sinngemäß schrieb: Die Leute zahlen dafür und wollen es. Lass sie!  Schreiben Sie Leserbriefe an Die Zeit nach dem letzten Franziskus-Interview und kündigen Sie die Kündigung Ihres Abos an, falls Sie welches besitzen oder damit, dass Sie diese Zeitung nie wieder kaufen werden. Es geht darum, dass diese Leute sehen, dass man Ihnen Ihr Heiligstes mit den Füssen zertrampelt, dass man ihr Ich schädigt. Sie müssen subjektivistisch argumentieren, nach dem Motto:

„Mir ist es wichtig und ich zahle meine Kirchensteuer, ohne dass ich dafür eine Leistung erhalte“.

Falls Sie ein pensionierter Beamter sind, so haben Sie viel Zeit und den richtigen Wortschatz. Tun Sie es. Jemand muss ja. Wir sind auf uns selbst gestellt. Amen.

[1] http://www.katholisches.info/2017/03/falscher-kult-im-petersdom-oekumene-strategie-von-franziskus-welche-konfession-oder-religion-ist-nicht-wichtig/  http://www.katholisches.info/2017/03/historisch-erste-anglikanische-vesper-im-petersdom-geruechte-um-neue-liturgiekommission/

[2] http://www.unifr.ch/bkv/summa/kapitel770-5.htm

[3] Amerio, R., Iota Unum. Eine Studie über die Veränderungen in der katholischen Kirche im XX. Jahrhundert, Stuttgart 2011, 189.

Tridentinische Messe (für Februar) für alle Wohltäter am 17. März um 6.30.


Le Barroux Msza

Am 17. März findet in der Abtei Le Barrou um 6.30 wieder eine Messe für unsere Wohltäter statt:

Herr J.C.

Herr R. A.

Frau K. H. de C.

Herr U.M.

Herr M.S.

Herr T. R.

Herr F.A.

Herr G.F.

Frau G.M.

Frau K.W.B.

Frau S. H.

J.S.Y

Frau C-M R. S.

Frau G.S.

Frau M.G.

Schwester M.E.

Wenn Sie erfahren wollen, wie gut Sie bei Gott angeschrieben sind bzw. wie es um Ihre derzeitige Heiligkeit steht, dann spenden Sie uns etwas und warten ab. Die Diagnostik verläuft wie folgt:

  • Große unerwartete Probleme mit Menschen, Geld, Elektronik, Unfälle etc. – sieht gut aus.
  • Mittlere unerwartete Probleme s.o. – noch ausbaufähig.
  • Keine Probleme, alles läuft glatt – Sie sollten sich langsam Sorgen machen.

Es ist wirklich genau umgekehrt als Calvin sagte: das fehlende Wohlergehen in den weltlichen Dingen kann ein Zeichen der Auserwählung sein, nicht umgekehrt. Anders formuliert, wenn Sie, wie bei einer Radarfalle, eine bestimmte Geschwindikgeit überschreiten und Sie der Heiligkeit sich zu nähern beginnen, lässt Gott dem Teufel den Raum, dass er Sie züchtigt. Theologische Begründung? Bitte sehr! In der Summ. Theol. q. 64, a.4 können wir folgendes nachlesen:

[Respondeo dicendum:] Ich antworte, daß die Engel in der Mitte stehen zwischen Gott und den Menschen. Die göttliche Vorsehung aber schließt dies in sich ein, daß sie das Wohl der niedrigeren Geschöpfe durch die höheren besorgt. Das Wohl des Menschen nun wird von Gott gefördert: 1. Dadurch daß der Mensch zum Guten angetrieben, und 2. dadurch daß er vom Übel abgehalten wird; und das thut Gott schicklicherweise durch die guten Engel. Dann wird das Wohl des Menschen jedoch auch mittelbar gefördert, nämlich durch die Übung im Kampfe mit den Gegnern; und das besorgt Gott durch die bösen Engel, indem dadurch sogleich dargethan wird, wie die Natur selber der Teufel in der Hand Gottes noch zu etwas nützen kann. […] Da nun die Menschen bis zum letzten Tage um ihr Heil kämpfen, so stehen ihnen die guten Engel hier auf Erden bei und die bösen bekämpfen sie bis zum Gerichte. Das hindert aber nicht, daß schon jetzt einige der Teufel ihre Wirksamkeit betreffs der Menschen in der Hölle ausüben, indem sie jene quälen, die sie verführt haben; sowie einige Engel zum Troste der Guten im Himmel thätig sind. […].

Die bedeutet, dass Gott den Teufel als unseren Sparring-Partner zulässt, damit wir dadurch wachsen und je mehr wir uns geistlich entwickeln und je mehr Gnade von Gott erhalten, desto mehr wachsen unsere geistlichen Gegner, im Sinne der ausgleichenden Gerechtigkeit. Denn nicht jeder Amateur-Boxer kämpft gleich gegen einen Klitschko.  Deswegen widerfahren guten Menschen schreckliche und unverhoffte Dinge, wobei die Heiden um uns herum immer sagen können: „Wo ist ihr Gott“ und wir uns manchmal dasselbe fragen, die Frage: „Wofür das schon wieder“ vorangestellt. Aber so ist es nunmal: Viel Feind, viel Ehr! Sie wollen doch nicht wie ihr Pfarrer um die Ecke enden oder wie die DBK entscheiden. Und umsonst gibt es nichts in diesem Leben und im geistigen Leben schon gar nicht. Die Gnade ist zwar frei, aber wir müssen mit ihr zusammenarbeiten, sonst gäbe es nur Prädestination und keinen freien Willen, wie bei Calvin.

Es ist also demnach möglich, dass Sie nach einer Spende an uns irgendwelche Widrigkeiten erfahren werden und am Tag oder im Augenblick der Messe auch.  Natürlich nicht alle, nicht immer und Sie erfahren auch sehr viel Gnade. Anfänger und Sünder schüttet Gott gleichsam mit seinen Gnaden zu, wenn man fortschreitet wird es härter, da wir erwachsen werden. So ist es nun mal und Sie sind hiermit gewarnt.

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