Benedikts Brief oder How I abandoned Your mother


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Ausgangslange – die Kinder verlassen

Für alle, die sich nicht in modernen Fernsehserien auskennen. Der obige Titel ist eine Anspielung auf die amerikanische Sitcom How I met Your mother (HIMYM)– „Wie ich eure Mutter kennenlernte“, in der ein Vater in vielen, vielen Sitzungen und wohl Jahren (die Serie lief 9 Jahre lang) seinen Kindern erzählt, wie er deren Mutter traf. Die Serie HIMYM ist absolut nicht zu empfehlen und man muss junge Leute bedauern, die mit ihr aufwachsen und dann solch eine Vorstellung von Liebe, Freundschaft und Ehe hegen werden. How I abandoned Your mother bedeutet im o.a. Titel „Wie ich Eure Mutter verlassen habe“. Der Text von Ann Barnhardt „Der Brief eines abwesenden Vaters an seine Kinder“, den wir bald in der deutschen Übersetzung von davillatollkuehn vorstellen werden, ist dermaßen treffend und ergreifend, dass er wirklich Tränen in die Augen treibt.

Ja, die Kirche – die Braut Christi wird von Bergoglio und seinen Mannen vergewaltigt und geschändet. Ihre Kinder, Katholiken, werden ebenfalls vergewaltigt, geschlagen, vergiftet und missbraucht und das Schlimmste dabei ist, dass man ihnen einredet, dass es sich beim Gift um eine Arznei handelt. Dennoch hinkt der Vergleich von Ann Barnhardt ein wenig, weil der eigentliche Bräutigam der jungfräulichen Kirche und Mutter Christus und nicht der Papst ist. Christus wird seine sichtbare Kirche nicht verlassen, obwohl er sie schon jetzt durch Bergoglio bestraft und weiterhin bestrafen wird, wie damals 1527 bei Sacco di Roma, so glauben wir.

Wer ist an diesem Zustand schuld? Benedikt XVI. / Ratzinger: er ist weggelaufen. Fühlt er sich schuldig? Nein.

„Benedikt XVI. ist mit sich selbst in Frieden“,

sagt Gänswein, sein Privatsekretär. Benedikt sagt es in seinem unsäglich banalen Interviewbuch auch selbst. Er scheint ein wenig die jetzige Situation zu bedauern, siehe der Brief zum Begräbnis von Kardinal Meisner:

[Zeiten] in der die Kirche besonders dringend überzeugender Hirten bedarf, die der Diktatur des Zeitgeistes widerstehen und ganz entschieden aus dem Glauben leben und denken.

[…] dass der Herr seine Kirche nicht verlässt, auch wenn manchmal das Boot schon fast zum Kentern angefüllt ist.

Was ist das? Ein Wunschkonzert? Sollte denn Benedikt selbst nicht ein solcher Hirte gewesen sein? Warum hat sich denn das Boot „schon fast zum Kentern angefüllt“? Womit hat es sich den angefüllt? Mit den islamischen „Flüchtlingen“, die Franziskus nach Europa lockt?

 Theologie Ratzingers

Benedikt ist nicht nur mitschuldig an dieser Misere. Er ist der Hauptgrund, er ist die Ursache! Zuerst hat er sein ganzes Leben solch eine Theologie betrieben, welche diesen Zusammenbruch und diese Apostasie möglich machte. Dann ist er zurückgetreten, um Bergoglio Platz zu machen. Wurde er dazu gezwungen? Das ist mehr als sicher, aber er muss ja in der Vergangenheit etwas getan haben, was ihn dermaßen erpressbar machte, dass er (1) zurückgetreten ist und (2) jetzt still hält. Hat denn Benedikt Gewissensbisse? Nein. Warum nicht? Weil er sich eine „Theologie“ zurrechtkonstruiert hat, welche ihm ein ruhiges Gewissen verschafft und die Schuld anderen zuschiebt. Das Gewissen aber ist nicht die letzte Norm der ethischen Handlung. Die ist nur die subjektive Norm, die irren kann. Die eigentliche und objektive Norm ist das Gesetz Gottes, das jeder Psychopath seine Taten mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Wir haben uns schon hier mehr als einmal gefragt, ob Benedikt wirklich gläubig gewesen ist und zwar gläubig im Sinne der Übereinstimmung des Verstandes mit der geoffenbarten Wahrheit. Die Antwort fiel leider negativ aus. Schon in seiner Habilitationsschrift, die aufgrund des Häresieverdachts in der ersten Fassung nicht angenommenen wurde, untersucht er den Offenbarungsbegriff von Bonaventura oder eher das, was er dafür hält. Darin stellt Ratzinger die These auf, dass der Mensch kein Empfänger der Offenbarung ist, sondern dass er diese selbst macht oder mitgestaltet. Ganz platt und einfach formuliert, natürlich. Dieser Offenbarungsbegriff aber entspricht nicht der katholischen Lehre und deswegen musste Ratzinger seine Habilitationsschrift umschreiben, sodass sie endlich angenommen wurde.[1] Wir haben zwar weder die erste noch die zweite Fassung dieser Habilitation gelesen, nehmen aber stark an, dass die zweite Fassung verklausuliert dasselbe enthielt wie die erste, was aber auch im Sinne des Lehramtes auszulegen war (Einerseits-Andererseits, Jedoch-aber-wenn-pastorale-Gründe-etc, Sowohl-als-Auch). Wenn sich aber der Mensch seine Offenbarung selbst schafft und seinen „Gott“ gleich mit, dann kann doch dieser „Gott“ von einem Menschen nichts verlangen, was dem Menschen gegen den Strich geht. Oder? Deswegen gibt es bei Benedikt keine Spur von Reue. Schuldig ist der Zeitgeist, nicht er selbst. Zurecht schreibt Ann Barnhardt, dass Benedikt vielleicht auch die geschundenen Kinder der Kirche bedauert, aber sich keinen Deut um sie kümmert, geschweige denn für sie kämpft, weil er ja sich selbst, „den Mozart der Theologie“, in Frage stellen müsste und sein „Lebenswerk“ auch. Finis coronat opus – Das Ende/Ziel krönt das Werk, sagt der Lateiner. Und der Rücktritt Benedikts krönt sein theologisches Opus, was somit nichts wert ist. Weder intellektuell, noch moralisch, noch spirituell. Nicht intellektuell, weil Benedikt in seinem Handeln inkonsistent gewesen ist (Papsttum angenommen, Papsttum niedergelegt. Papa emeritus). Nicht moralisch, weil er wahrscheinlich aufgrund von Immoralität erpressbar ist und der bergolianischen Unmoral mit seinem Rücktritt Tor und Tür öffnete. Nicht spirituell, weil er doch jeglichen sensus fidei bar ist, wenn er so gehandelt hat, wie er handelte. Ist denn Benedikt ein Atheist? Das wohl kaum. Er ist ein Agnostiker, der sich in jahrzehntelangen Kleinstarbeit einen „Gott“ konstruiert hat, der „der Moderne“ entspricht und den ratzingerianischen intellektuellen Ansprüchen natürlich auch. Nur dieser „Gott“ ist kein wahrer Gott. Es ist kein dreieiniger Gott der Kirche und der objektiven Offenbarung.

Verantwortung des Theologen und Kirchenlehrers

Vor kurzem, am 14 Juli, feierten wir im Alten Kalender das Fest des Kirchenlehrers hl. Bonaventura, welcher wirklich nichts dafür kann, dass Ratzinger ihn zu seinem Habilitationsthema wählte. In der Matutin des Tridentinischen Breviers gibt zu den Worten Christi: „Ihr seid das Salz der Erde“ eine Predigt von hl. Johannes Chrysostomus, wie sie bei den Festen der Kirchenlehrer gelesen wird. Der hl. Johannes schreibt:

Attendite quid dixerit, Vos estis sal terrae: per quod ostendit quam necessario ista praecipiat. Non enim de vestra, inquit, tantummodo vita, sed de universo orbe vobis ratio reddenda est.

Achtet darauf, was er gesagt hatte: „Ihr seid das Salz der Erde“, dadurch zeigt er wie notwendig dieses [Salz] doch ist. Denn nicht nur für Euer Leben, sondern für die ganze Welt werdet ihr zur Rechenschaft gezogen.

Schrecklich Worte! Die Kirche und insbesondere ihre Theologen werden für die ganze Welt, welche aufgrund der verkehrten Theologie verlorengegangen ist, Rechenschaft abgeben. „Ihr seid das Salz der Erde“, also der Welt auch, nicht nur der Kirche. Wie ein Kirchenlehrer ein Licht der Kirche und damit der Welt ist, weil er die Dunkelheit der Sünde erleuchtet, so ist ein Häretiker ein Dunkelmann und ein „Verlöscher“. Wie lächerlich ist es, was katholisches.info nicht lassen kann, Benedikt als den orthodoxen Konservativen hochzuhalten, als einen quasi modernen „Kirchenvater“. Er ist es nicht! Er ist es nie gewesen! Er hat die Karre in den Dreck gefahren als: Theologe, Konzils-Peritus, Bischof, Kardinal, Papst und papa emeritus. Wir ließen uns blenden und haben es lange nicht gesehen, weil sich wirklich kaum jemand die Mühe machte, all seine Schriften durchzulesen und außerdem hat der, der an der Macht ist, ja immer Recht. Ferner muss man sich an jemandem emotional aufbauen können, weil es schwer anzunehmen ist, dass alle an der Kirchenspitze verkommene Atheisten sind, die diesen Bullshit nicht glauben. Glaubte denn Ratzinger „diesen Bullshit“? Wohl kaum. Lesen Sie doch sein Standardwerk Einführung in das Christentum, legen Sie einen Denzinger (Dogmensammlung der Kirche) daneben und Sie werden sehen, wie er die Glaubenswahrheiten verändert und mutiert, damit sie „für den modernen Menschen annehmbar werden“. Ja, es bleibt von der Glaubenslehre ein wenig übrig und das Gefährliche ist dabei, dass dieses Etwas einen katholischen Eindruck macht. Es ist aber bei näherem Hinsehen leider nicht katholisch. Warum hat es niemand entdeckt? Doch, dass haben verrückte Traditionalisten in der Vergangenheit schon getan,[2] aber im theologischen Mainstream, auch bei den Neokonservativen, hat niemand die katholischen Lehre ausreichend gekannt, um es wirklich analysieren zu können oder man war zu feige sich mit dem Konzils-Peritus, dem Startheologen, dem Kardinal von München und dem Präfekten der Glaubenskongregation, der natürlich „stockkonservativ“ und „reaktionär“ gewesen ist, anzulegen. Wer macht sich schon die Mühe, Tausende von Seiten der Ratzinger-Schriften auf ihre Übereinstimmung mit der überlieferten Lehre zu untersuchen? Dazu wäre eine Zwangsneurose nötig, welche selten mit intellektueller Objektivität Hand in Hand geht. Wem hätte man denn diese Untersuchung schicken sollen? Ratzinger selbst als dem Präfekten der Glaubenskongregation? Den Ratzinger-Schülern und Nachfolgern: Levada und Müller? Dem „hl.“ Papst Johannes Paul II, der Ratzinger ernannt hatte, weil er von seinem Buch Einführung in das Christentum dermaßen begeistern war? Vielleicht hat es schon jemand getan und wir wissen es nicht, weil es in den Archiven der Glaubenskongregation verschwunden ist. Menschen, die jetzt die Welt nicht verstehen, wobei neo-konservative Katholiken gemeint sind, also jene, die ihren Katholizismus anhand des „konservativen“ Pontifikats von Johannes Paul II definieren und natürlich das Vat. II befürworten,[3] haben ein falsches Bild vom Ratzinger. Er war immer progressiv, d.h. modernistisch und er ist es geblieben. Das Charisma des Petrusamtes hat ihn vor größerem Unfug geschützt und schützt ihn immer noch, denn er ist immer noch Papst, aber unter dem Strich bleibt nichts außer Summorum Pontificum übrig, welches ein Aufheben der liturgischen Reformen des Vat. II über die Hintertür ist. Auch wenn es sehr schmerzlich ist: man muss sich der Wahrheit stellen.

  • Ratzinger war ungläubig, d.h. er hat die Realität der katholischen Dogmen indirekt geleugnet.
  • er konstruierte sich seine eigene „Theologie“, welche ihn berühmt machte und
  • ihm die höchsten Ämter der Kirche sicherte
  • welche er durch seinen Rücktritt, vom Papstamt, zerstörte.
  • Ratzinger/Benedikt ist mit sich selbst im Reinen, weil seine Tat seinem „Glaubensbegriff“ entspricht.
  • Er wird für uns beten, vielleicht, dass wir zur Abwechslung nicht „vor den Wölfen weglaufen“.

[1] http://www.institut-papst-benedikt.de/fileadmin/user_upload/Presseschau/borMedia1067405.pdf https://www.domradio.de/themen/benedikt-xvi/2009-09-12/ratzingers-habilitationsschrift-nach-53-jahren-publiziert-ueberbringer-bischof-mueller-im-domradio https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Offenbarungsverst%C3%A4ndnis_und_die_Geschichtstheologie_Bonaventuras

[2] http://www.traditioninaction.org/RevolutionPhotos/A099rcRahner_JosephRatzinger.htm

[3] Sie werden hier sehr treffend beschrieben: https://traditionundglauben.wordpress.com/2016/06/01/steve-skojec-raus-aus-dem-kaninchenloch/ https://traditionundglauben.wordpress.com/2016/12/02/hilary-white-die-bischoefe-treten-in-den-krieg-ein/ https://traditionundglauben.wordpress.com/2016/11/28/hilary-white-ein-neues-schisma-fuer-eine-neue-kirche-2-von-3

Der Fall Müller oder warum „die Wirklichkeit beißt“? (3 von 3)


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Nachtrag, Umkehr und Welt-Interview

All diejenigen, die meinen wir hätten zu scharf und dazu noch anonym über Kardinal Müller geurteilt, mögen sich sein neuestes Interview in der Welt durchlesen. Noch weltlicher geht es wirklich nicht, obgleich Müller jetzt wirklich nichts zu verlieren hat. Aber vielleicht gelangt er durch diese Auszeit oder eher Verbannung zur Besinnung und entdeckt das Katholische am Katholischen. Der Schreiber dieser Zeilen war schon immer recht konservativ gewesen, für deutsche Verhältnisse viel zu konservativ und wunderte sich, warum ihn Gott so züchtigte, was Er auch weiterhin tut. Es stellte sich heraus, dass er zwar an weltlichen Maßstäben gemessen rechtgläubig, konservativ und fromm gewesen ist, aber nicht nach den Maßstäben Gottes. Diese sind viel strenger und viel höher. Deswegen wünschen wir Kardinal Müller, dass er auf dem Umweg des Leidens, denn sein Rausschmiss ist ja Leiden, Gottes Maßstäbe entdeckt und erreicht und auf diese Weise nicht verloren geht. Man sieht leider nicht die Matrix, wenn man in ihr steckt. Man braucht einen Außenblick und deswegen hatten so viele Heilige eine Einsiedlerphase oder eine Phase der Krankheit, wo das Bisherige völlig für sie zusammenbrach.

Bekehrung ist immer schwierig. Intellektuelle Bekehrung noch mehr, weil man sein ganzes intellektuelles Koordinatensystem und Weltbezug verändern muss. Der Schreiber dieser Zeilen lernt in der letzten Zeit, dass deswegen so wenige Menschen an intellektuellen Fragen interessiert sind und nach diesen ihr Leben und nicht umgekehrt ausrichten, weil die Meisten das Intellektuelle, d.h. die Bildung, die Titel, die Bücher, die eigene Wirkung als eine Art Zierde ihrer Persönlichkeit betrachten, als einen Teil ihrer selbst. Wie eine teure Uhr oder ein teures Auto, welche der eigenen Persönlichkeit einen Glanz verleiht. Ein Titel ist also ein schönes Kleid oder ein teurer Anzug.  Müller verdankt ja seinen Novus Ordo Ansichten alles: sein Priestertum, das bequeme Leben eines steuerfinanzierten Geistlichen, seine akademische Laufbahn, sein Bischofsamt und sein Kardinalat.  Jetzt versteht er die Welt nicht mehr, da er ja alles richtig gemacht habe und es nach hinten losgegangen ist. Er versteht Gott nicht, denn es war nicht Gott, der ihn führte, sondern die eigene müllersche Novus Ordo Gottesvorstellung. Es ist wahrscheinlich, dass Müller eher dem Atheismus verfällt, als das Vat. II in Frage stellt. Warum? Weil Vat. II dieses weltliche Klerikerleben sanktioniert und empfiehlt. Sonst wäre es ja viel härter und man käme gar nicht auf die Idee sich bei der Welt zu beschweren, dass man die Wohnung auf eigene Kosten renoviert hat. Ein deutscher Bischof verdient 11.000 EUR im Monat, nicht im Jahr! Es ist wahrscheinlich, dass die vermeintlich „konservativen“ Hierarchen viel mehr Schaden anrichten als progressive, weil sie die Restkatholiken verleiten immer weiter von Gott abzufallen, Restkatholiken, welche einem Progressiven nicht gefolgt wären. Deswegen hat man nach dem Vat. II immer ein Paar Vorzeigekonservative gehalten. Just in case! Beten wir für Müller, dass er sehend werde, dass er Buße tut, dass er endlich etwas für die Kirche und Christus und nicht für seine eigene Karriere tut. Noch ist er am Leben, noch kann er gerettet werden. Amen.

 

Heute am 19.07 das Fest des Hl. Vinzenz a Paulo (1581-1660)


Vincent de Paul

Aus gegebenen Anlass des heutigen Festes des Hl. Vinzenz a Paulo wollen wird einen älteren Beitrag nochmals vorstellen und zwei Zitate von ihm beifügen, welche zur derzeitigen kirchlichen Situation passen. Nehmen wir einfach an, dass Heilige es besser wissen.

Es soll sowohl für Einzelpersonen als auch für Ordenshäuser und Ordenskongregationen als großes Unglück betrachtet werden, wenn alles gemäß ihren Wünschen verläuft; wenn sie in aller Ruhe ihre Werke verrichten können und nichts, um der Liebe Gottes willen, zu leiden haben. Ja, wir sollen es als sicher betrachten, dass wenn eine Person oder eine Ordenskongregation nicht leidet und von aller Welt bejubelt wird, ihr Fall nicht weit ist.[1]

 

Es ist unmöglich in der Schlechtigkeit verstockte Priester zu bessern, denn ein schlechter Priester bekehrt sich fast nie. Um ein Mittel zur finden den Klerus zu erneuern, muss bei denen anfangen, die erst geweiht werden sollen und nicht bei denen, die bereits geweiht worden sind.[2]

Woran können wir erkennen, dass wir Gottes Willen tun? An der Verfolgung durch:

a. die Welt

b. das Fleisch

c. den Satan

Wenn einmal am Tag wenigstens nicht ein Punkt eintrifft, dann sollten Sie in Sorge sein. Der Schreiber dieser Zeilen ist in der letzten Zeit zu der Überzeugung gekommen, dass wir uns alle viel zu sehr beschweren. Wir sind im Krieg – wir sind die kämpfende Kirche. Im Krieg wird man beschossen, angegriffen, verraten, man hat keine Bequemlichkeit, kein Essen, keinen Nachschub und es sterben und fallen Kameraden. Es ist Krieg! Deswegen gab es so viele Heilige, welche zuvor Soldaten waren. Sie mussten nur umswitchen. Wir sind aber jetzt alle durch Novus Ordo verweichlicht und verweiblicht, sodass wir gar nicht in diesen Kategorien denken können. Mit der jetzigen Novus Ordo Priestergeneration ist wirklich nichts mehr zu machen, deswegen können wir nur auf die Priester hoffen, die noch geboren, zum Glauben kommen und geweiht werden müssen und danach müssen sie sich natürlich im Kampf bewähren. Hl. Vinzenz a Paolo hat ja vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil gelebt und hatte es auch nicht einfach. Beschweren wir uns also nicht!

 

[1] Zitiert nach: http://www.barnhardt.biz/2016/07/19/starting-tuesday-off-right-applauded-by-all-the-world-edition/

[2] Zitiert nach: http://bog-w-moim-balaganie.blog.onet.pl/2014/09/27/kilka-mysli-swietego-wincentego-a-paulo/

Der Fall Müller oder warum „die Wirklichkeit beißt“? (2 von 3)


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Der Fall Müller

Die o.a. Punkte 1. (ungläubig), 2. (kein spirituelles Leben) und 3. (Machtinteresse) lassen sich im Falle von Gerhardt Ludwig Müller gut belegen. Er promovierte 1977, also am nachkonziliaren Höhepunkt des Chaos‘ bei Lehmann zum Thema: Kirche und Sakramente im religionslosen Christentum. Bonhoeffers Beitrag zu einer ökumenischen Sakramententheologie, was wirklich alles sagt.[1]  Dann habilitierte er zum Thema Gemeinschaft und Verehrung der Heiligen. Geschichtlich-systematische Grundlegung der Hagiologie und wurde 1986 Dogmatiker in München, wo wohl Ratzinger, der mittlerweile in Rom angekommen ist, ein gnädiges Auge auf ihn warf. Müller setzte sich für die damals Moderne und häretische Befreiungstheologie ein[2] und wurde 2002 Bischof von Regensburg.

Seine Häresien

In seinem Buch Die Messe aus dem Jahre 2005 bezweifelt er als katholischer Bischof die Wesensverwandlung, indem er schreibt:

„… In Wirklichkeit bedeuten Leib und Blut Christi nicht die materiellen Bestandteile des Menschen Jesus während seiner Lebenszeit oder in der verklärten Leiblichkeit. Leib und Blut bedeuten hier vielmehr Gegenwart Christi im Zeichen des Mediums von Brot und Wein, die im Hier und Jetzt sinnengebundener menschlicher Wahrnehmung kommunizierbar wird.“

Dies geht auf die Leugnung des historischen Christus im sakramentalen Christus hinaus, wogegen die Lehre der Kirche in dem Berengar vorgeschriebenen Glaubensbekenntnis (Synode von Rom 1059) behauptet:

„Ich, Berengar, … erkenne den wahren und apostolischen Glauben und belege jede Häresie mit dem Anathema, insbesondere jene, derentwegen ich bisher beschuldigt wurde: sie wagt zu behaupten, das Brot und der Wein, die auf den Altar gelegt werden, seien nach der Konsekration lediglich ein Sakrament und nicht der wahre Leib und das wahre Blut unseres Herrn Jesus Christus; auch könnten sie nicht sinnenhaft – es sei denn allein im Sakrament – mit den Händen der Priester berührt oder gebrochen oder mit den Zähnen der Gläubigen zerrieben werden. […] Autorität festzuhalten überliefert und mir bestätigt hat: daß nämlich das Brot und der Wein, die auf den Altar gelegt werden, nach der Konsekration nicht nur ein Sakrament, sondern auch der wahre Leib und das wahre Blut unseres Herrn Jesus Christus sind und sinnenhaft – nicht nur im Sakrament, sondern in Wahrheit – mit den Händen der Priester berührt und gebrochen und mit den Zähnen der Gläubigen zerrieben werden […];“ (DH 690)

„Ich, Berengar, glaube von Herzen und bekenne mit dem Mund, daß das Brot und der Wein, die auf den Altar gelegt werden, durch das Geheimnis des heiligen Gebetes und die Worte unseres Erlösers substanzhaft in das wahre, eigene und lebendig machende Fleisch und Blut unseres Herrn Jesus Christus verwandelt werden und nach der Konsekration der wahre Leib Christi, der von der Jungfrau geboren wurde, der, für das Heil der Welt geopfert, am Kreuze hing und der zur Rechten des Vaters sitzt, und das wahre Blut Christi sind, das aus seiner Seite vergossen wurde, nicht nur durch das Zeichen und die Kraft des Sakramentes, sondern in der Eigentlichkeit der Natur und der Wahrheit der Substanz. […]“   (DH 700)

Ferner schreibt Papst Clemens VI. (1351): im Brief an Mekhithar, dem Katholikos der Armenier folgende katholische Glaubenssätze vor:

  1. Der Leib Christi ist nach den Worten der Konsekration der Zahl nach derselbe wie der Leib, der von der Jungfrau geboren und am Kreuz geopfert wurde. (DH 1083), vgl. (DH 1253, 1640, 1651, 1866, 2535)

In den nachfolgenden Worten wird die Anwesenheit Christi in der Eucharistie von Müller nur symbolisch oder metaphorisch verstanden:

„… so haben wir jetzt Gemeinschaft mit Jesus Christus, vermittelt durch das Essen und Trinken des Brotes und des Weines. Schon allein im zwischenmenschlichen Bereich vermag etwa ein Brief die Freundschaft zwischen Menschen darzustellen und beim Empfänger sozusagen die Zuneigung des Adressaten zu veranschaulichen und zu verleiblichen.“

„Dieses natürliche Wesen von Brot und Wein wird von Gott verwandelt in diesem Sinn, dass das Wesen von Brot und Wein nun darin besteht, die Heilsgemeinschaft mit Gott anzuzeigen und zu realisieren….“[3]

Dagegen sprechen die Kanones über das Sakrament der Eucharistie des Konzils von Trient eine andere Sprache:

Kan. 1. Wer leugnet, daß im Sakrament der heiligsten Eucharistie wahrhaft, wirklich und substanzhaft der Leib und das Blut zusammen mit der Seele und Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und daher der ganze Christus enthalten ist, vielmehr sagt, er sei lediglich wie in einem Zeichen bzw. Abbild oder der Wirkkraft nach in ihm: der sei mit dem Anathema belegt [vgl. *1636 *1640].

Kan. 8. Wer sagt, man esse den in der Eucharistie dargereichten Christus nur geistlich und nicht auch sakramental und wirklich: der sei mit dem Anathema belegt [vgl. *1648].

Papst Pius XII. stellt in Humani generis (1950) fest:

„Es fehlen auch nicht solche, die behaupten, die Lehre von der Transsubstantiation müsse, da sie sich auf einen veralteten philosophischen Begriff von Substanz stütze, so verbessert werden, daß die wirkliche Gegenwart Christi in der heiligsten Eucharistie auf einen gewissen Symbolismus zurückgeführt werde, da ja die konsekrierten Gestalten nur wirksam Zeichen der geistigen Gegenwart Christi und seiner innigsten Verbindung mit den gläubigen Gliedern im mystischen Leibe seien.“…  (DH 3891) (vgl. DH 4411)

Dies schreibt aber keine ungebildete „Unschuld vom Lande“, sondern ein katholischer Theologieprofessor und der Bischof von Regensburg. Verbreitet Müller Häresien? Ja, das tut er wenigstens im Sinne einer sententia haeresim proxima. Warum hat man denn einem Mann mit solchen Ansichten trotzdem zum Bischof von Regensburg und später zum Präfekten der Glaubenskongregation berufen? Nicht trotzdem, sondern deswegen, damit er schön die nachkonziliare Linie hält.

In seinem Buch Katholische Dogmatik für Studium und Praxis aus dem Jahre 2003 leugnet Müller die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens,[4] indem er schreibt:

„Es geht nicht um abweichende physiologische Besonderheiten in dem natürlichen Vorgang der Geburt (wie etwa die Nichteröffnung der Geburtswege, die Nichtverletzung des Hymen und der nicht eingetretenen Geburtsschmerzen), sondern um den heilenden und erlösenden Einfluss der Gnade des Erlösers auf die menschliche Natur, die durch die Ursünde ‚verletzt’ worden war. … Der Inhalt der Glaubensaussage bezieht sich also nicht auf physiologisch und empirisch verifizierbare somatische Details[5]

Müller leugnet hier expressis verbis die Jungfräulichkeit Mariens während der Geburt (in partu), welche eine fordauernde Lehre der Kirche ist. So schreibt Leo I. der Große in seinem Brief Brief »Licet per nostros« an Julian von Kos, 13. Juni 449:

Obwohl nämlich die Geburt des Herrn dem Fleische nach gewisse Eigentümlichkeiten hat, durch die sie die Anfänge der menschlichen Verfaßtheit übersteigt, sei es, weil er allein [aus dem Heiligen Geist] von der unversehrten Jungfrau ohne Begehrlichkeit empfangen und geboren wurde, sei es, weil er so aus dem Schoße der Mutter hervorgebracht wurde, daß sowohl die Fruchtbarkeit gebar als auch die Jungfräulichkeit fortdauerte, (DH 299)

Der Papst Hormidas schrieb in seinem Brief »Inter ea quae« an Kaiser Justin, 26. März 521 wie folgt:

(Kap. 10) Die Eigentümlichkeit des Sohnes Gottes aber Christi, daß … in den letzten Zeiten das Wort Fleisch wurde und unter uns wohnte [vgl. Joh 1,14], wobei sich die beiden Naturen ohne irgendeine Vermischung im Schoß der heiligen Jungfrau und Gottesgebärerin Maria so einten, daß er, der vor den Zeiten Sohn Gottes war, Sohn des Menschen wurde und in der Zeit nach Art des Menschen geboren wurde, indem er bei der Geburt den Schoß der Mutter öffnete und die Jungfräulichkeit der Mutter kraft der Gottheit nicht versehrte. (DH 368)

Diese Lehre wird außerdem noch woanders bestätigt (DH 571, 572,  619, 681, 801, 852)

In der jüngeren Zeit in der Konstitution »Cum quorumdam hominum«, 7. Aug. 1555, welche sagt:

[In der Absicht,] alle und die einzelnen zu ermahnen, die bisher behaupteten, lehrten oder glaubten, […] oder daß dieselbe seligste Jungfrau Maria nicht wahre Gottesmutter sei und nicht immer in der Unversehrtheit der Jungfräulichkeit verblieben sei, nämlich vor der Geburt, in der Geburt und fortwährend nach der Geburt, (DH 1880)

Eine Verwerfung der Jungfräulichkeit während der Geburt (in partu) ist doch eine Verwerfung der immerwährenden Jungfräulichkeit Mariens, da sie, hätte sie während der Geburt die Jungfräulichkeit verloren, keine Jungfrau nach der Geburt geblieben wäre. Und jemand mit solchen Ansichten wurde zum Präfekten der Glaubenskongregation gewählt! Sicherlich könnte man die Aufzählung der müllerschen Häresien fortsetzen, denn es ist unmöglich, dass jemand in solch wichtigen Bereichen wie Mariologie und Eucharistie-Lehre irrt, in anderen Bereichen völlig orthodox ist. Wir lassen es jedoch, denn solche Expertisen anzustellen wäre die Aufgabe der Glaubenskongregation gewesen und zwar vor der Berufung Müller auf Bischofsamt oder vor seiner Berufung zum Präfekten der CDF. Vielleicht hat es sogar jemand gemacht, die Expertise ist jedoch im Papierkorb verendet.

Seine Persönlichkeit

Während seiner Zeit in Regensburg zeigte er sich als ein Machtpolitiker, der dann zuschlug, wenn es ihn nichts kostete. Siehe das Seminar der Piusbruderschaft in Zaitzkofen. Er hat auch einen verurteilten pädophilen Priester erneut eingesetzt, wobei er nachweislich um dessen Vergangenheit wusste.[6]

Es folgte im Jahre 2011, ein Jahr vor der Beförderung nach Rom also, eine interessante Aussage. In einer Laudatio für den protestantischen Landesbischof Dr. Johannes Friedrich sagte Bischof Müller am 11. Oktober 2011:

„Auch die Christen, die nicht in voller Gemeinschaft der Lehre, der Heilsmittel und der apostolisch-bischöflichen Verfassung mit der katholischen Kirche stehen, sind durch Glaube und die Taufe gerechtfertigt und in die Kirche Gottes als Leib Christi voll eingegliedert.“[7]

Die letztere Aussage widerspricht dem katholischen Kirchenverständnis und sogar dem konziliaren Lumen Gentium. Nicht einmal nach Vat. II kann man so etwas behaupten, denn, logisch gefragt, wie können sie „in die Kirche voll eingegliedert sein“, wenn sie „nicht in voller Gemeinschaft … stehen“. Entweder sie stehen und sind eingegliedert oder sie sind nicht eingegliedert und stehen nicht.  Es ist doch sowohl logisch als auch theologisch Unsinn. Wir haben also einen Geistlichen, der Häresien verbreitet, Pädophile schützt und über keine Gradlinigkeit verfügt, sowie im Umgang mit Menschen sehr ungeschickt ist, ganz gelinde formuliert. Der Schreiber dieser Zeile lernte einen Priester aus Regensburg kennen, welcher ihm erzählte, dass Müller extrem zickig und launisch reagiert, völlig ich-zentriert und unberechenbar ist, alles persönlich nimmt und dadurch regiert, dass er seine Leute leidvoll anschreit. Ja, Müller sieht recht cholerisch aus und zusammen mit seiner imposanten Körpergröße von fast 2 Meter, kann er schon bedrohlich wirken. Wie aber alle großen Männer kann er nicht kämpfen, weil er sich wohl niemals körperlich durchsetzen musste. Es stellt sich die Frage, warum Benedikt ihn überhaupt berief. Wir haben die folgende Hypothese:

  • er war ein Deutscher,
  • er war einigermaßen „orthodox“, im postkonziliaren Sinn natürlich,
  • er ist eine imposante, körperlich-männliche Erscheinung,
  • er kann laut schreien,
  • er wird Benedikt gegenüber loyal gewesen sein,
  • er ist recht aggressiv.

Da Ratzinger selbst eine recht feminine Erscheinung war und ist, so kann er sich durchaus zu großen, starken Männern hingezogen fühlen, da er sich von ihnen eine Stärke erhofft, über die er selbst nicht verfügt. Diese Rechnung ging aber für Benedikt nicht auf, weil er unerwartet, wohl auch für sich selbst, am 28. Februar 2013 zurücktrat, so konnte Müller nur ein Jahr von der Gunst Benedikts profitieren. Was danach folgte war nur Feigheit, Schweigen und Katzbuckeln und deswegen sind wir immer amüsiert und irritiert, wenn unsere Freunde oder wenigstens (noch?) nicht Feinde von katholisches.info gerade Müller als den deutschen Helden darstellen, den guten, orthodoxen „Konservativen“, der dem dahinscheidenden Benedikt die Nibelungentreue hält. Hilary White ist derselben Meinung, siehe die beigefügten Bilder. Es werden noch sicherlich viele Resümees von Müllers Amtszeit folgen, aber unter dem Strich lässt sich sagen, dass er wirklich nichts tat, um Franziskus zu stoppen. Man erzählt sich, dass er es war, der die vier Dubia Kardinäle zum Schweigen überredete, denn keine weiteren Schritte sind ihrerseits gefolgt, indem er mit dem Schisma drohte.[8] Steve Skojec meinte sogar, dass Müller an einem Stockholm Syndrom leide und deswegen nichts gegen Franziskus unternimmt. Wir glauben jedoch, dass Müller keine katholischen Ansichten hatte, Karriere machen wollte und wie andere in der Kurie erpressbar war und ist, wovon seine jüngste Aussage bei einem Klassentreffen zeugt:

Differenzen zwischen mir und Papst Franziskus gab es nicht“, sagt Kardinal Müller, der in Finthen geboren und aufgewachsen ist. Auch in Sachen „Amoris Laetitia“, dem Schreiben, in dem Franziskus mehr Spielraum im Umgang mit wiederverheiraten Katholiken eingeräumt hatte, und in dem er nicht in allen Punkten die Zustimmung des Kurienkardinals Müller fand, habe es keinen Streit gegeben, so Müller. Bedauerlich allerdings sei es gewesen, dass Papst Franziskus vor wenigen Wochen drei seiner Mitarbeiter entlassen habe. „Das waren kompetente Leute“, sagt er.

Vielleicht sagt er sogar die Wahrheit. Differenzen zwischen ihm und Bergoglio gibt es nicht, weil sie beide „an diesen Bullshit nicht glauben“, um es mit Ann Barnhardt zu formulieren. Es ist doch wirklich wundersam, wie die konservativen Katholiken die Wirklichkeit leugnen. „Benedikt der Gute“, Müller „der Konservative“, siehe katholisches.info und nicht nur sie, fast die gesamte prolife Bewegung denkt wie sie. Ist es wirklich die Sehnsucht nach dem starken Mann, der alles ins Lot bringt? Sind es finanzielle Interessen seine Spender und Unterstützer nicht zu vergraulen, welche die Ratzinger/Müller Bücher verlegen oder kaufen? Wir glauben das Letztere. Denn, wenn der hart arbeitende Kirchensteuer zahlende deutsch-österreichische Katholik nicht einmal Ratzinger/Benedikt und Müller hat, dann hat er wirklich nichts. Ja, dies stimmt leider, es gibt nichts nur eine häretische Einöde soweit das Auge reicht. Wäre man vielleicht gleich nach dem Konzil auf die Strassen gegangen, hätte die säkularisierten Kirchen beschützt, nach dem Motto:

„Ich zahle die Kirchensteuer, ich verlange!“

dann wäre es vielleicht anders geworden, nicht nur in Deutschland. Ja, ja, hätte, wäre, sollen sein….

Nicht feige sein: kämpfen!

Und was können wir daraus lernen? Dass Müller wirklich alles verloren hat. Keine Ansichten, keine Karriere, keine Arbeit, keine Würde. Wir wollen auch nicht andeuten, welchen Körperteil Müller Bergoglio hingehalten hatte, denn nach den jüngsten Vorgängen im Gebäude der Glaubenskongregation,[9] könnte man diese Metapher durchaus wörtlich nehmen. Ist dieser Ausdruck nicht zu stark? Nein, weil Abertausende von Menschen buchstäblich den Glauben verlieren, vielleicht in die Hölle kommen werden und es war Müllers Aufgabe für diese zu kämpfen. Er hat nichts getan! Er hat sich dem häretischen Papst nicht entgegengestellt! Das ewige wohlergehen der Seelen ist ihm gleichgültig! Weil er wohl an keine Hölle und keine Unsterblichkeit der Seele glaubt! Er ist schuld an dieser Misere, wenigstens sehr mitschuldig. Warum wurde er denn entlassen? Weil eine neue Fassade aufgebaut wird. Es wurde kein Ricca, Tagle oder Paglia an die Spitze der Glaubenskongregation berufen, weil man immer noch den Schein wahren möchte, indem man von Innen heraus alles aushöhlt. Es wird Schicht für Schicht abgebaut werden, wie in den 50 Jahren zuvor. Bergoglio wird auch nicht ex cathedra verkünden, dass es keinen Gott gibt. Er wird hin und her wedeln, verwirren, Sand in die Augen streuen, ab und zu etwas fast Frommes sagen, damit die Restkatholiken, während sie abgeschlachtet werden, immer noch zweifeln und sich fragen, ob er nicht doch Recht hat. Die Stalin-Ära kommt da einem in dem Sinn und die Sonnenfinsternis von Arthur Koestler, wo exakt dieselbe Thematik: Mut angesichts der Tyrannei, besprochen wird. Viele Weggefährten Stalins stellten sich kurz vor der Exekution oder im Lager die Frage, ob Stalin doch nicht Recht hatte und ihre Konsequenzen gerade so aussehen. Bergoglio zeigt uns die Konsequenzen des Konzils und seien wir ihm dafür dankbar.

Ja, Mut kostet es immer und Sie sind meistens allein. Der Schreiber dieser Zeilen hatte freiwillig einige einträgliche und durchaus mit Prestige verbundene Stellen wegen seiner unnachgiebigen moralischen Haltung selbst quittiert, von anderen ist er wegen derselben Haltung rausgeworfen worden. Ja, das ist ihm mehr als einmal passiert, es wird ihm auch wieder passieren. Er hatte sich jedoch immer dabei als Sieger gefühlt und seine feigen Kollegen oder andere Beobachter haben ihm im Nachhinein zu seinem Mut gratuliert. Eine neue Anstellung hat sich immer gefunden, Gott sorgte für ihn und tut es auch jetzt. Es gibt also wirklich keinen Grund, nicht für die Wahrheit mannhaft einzutreten und die Konsequenzen dafür zu tragen, anstatt sich dauernd mit „Weib und Kindern“ zu entschuldigen. (Müller hat ja keine, wenigstens offiziell nicht.) Diese Konsequenzen gibt es immer, sie sind schmerzlich und unangenehm. Aber unter dem Strich zahlt es sich aus. Was wir in der Kämpfenden Kirche wirklich brauchen, sind Krieger, kämpfende Männer, welche sich für die Wahrheit einsetzen und wie David gegen Goliath stellen. Er war kleiner, er war jünger, er hat es dennoch getan und gewonnen. Der Novus Ordo hat aber alle verweiblicht und verweichlicht. Dieses stromlinienförmige Gerede, dieses Nett-sein-Wollen, dieses Jedoch-aber-Wenn, es ist zum Verzweifeln. Es ist ein Fehler zu denken, dass, falls wir immer klein beigeben werden, wenn es zum eigentlichen Gefecht kommt, wir den Mut aufbringen, um etwas zu kämpfen. Nein, wir werden es gerade dann nicht, weil wir niemals gekämpft haben. Kriegsführung muss man lernen, die geistige sowieso. In der heutigen Kirche haben wir es mit dermaßen verkommenen Menschen zu tun (Bergoglio und seine Mannen), die sich vor absolut nichts scheuen und keine Gegenwehr zu erwarten haben, weil es keine Männer gibt, welche Frauen und Kinder schützen wollen und können. Man kann, nach Origenes, das Männliche durchaus spirituell verstehen. Als eine erwachsene, mannhafte Seele, während das Weibliche, das Schwache und das Kindliche das Unreife ist.

 

 

 

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ludwig_M%C3%BCller#Akademische_Laufbahn

[2] http://www.traditioninaction.org/ProgressivistDoc/A_167_TL-OR-2.html

[3] https://gloria.tv/article/1iubRUKiKnWR3X9Djn2EycVq7 http://www.traditioninaction.org/ProgressivistDoc/A_160_Muller_Trans.html

[4] http://www.traditioninaction.org/ProgressivistDoc/A_161_Muller_Virgin.html

[5] Katholische Dogmatik für Studium und Praxis, Freiburg 2003, S. 498 Deutsch nach: https://gloria.tv/article/2GMoRAngfyyP1XgzZrNWfZ1CU Der ganze Text ist hier einzusehen.

[6] http://www.traditioninaction.org/HotTopics/a01z_002_Kramer.html https://www.welt.de/politik/deutschland/article142520193/Papst-Franziskus-macht-den-Bock-zum-Gaertner.html http://www.podles.org/case-studies/files/Kramer-Case-Study.pdf

[7] http://www.traditioninaction.org/ProgressivistDoc/A_159_Muller-Prot.html

[8] https://onepeterfive.com/beleaguered-cardinal-muller-to-exit-cdf-july-2nd/

[9] https://gloria.tv/article/rXCrvWc3scF72DsggvCnmARSZ http://www.katholisches.info/2017/06/gendarmerie-beendet-homo-orgie-im-vatikan-alkohol-drogen-luxus/

Der Fall Müller oder warum „die Wirklichkeit beißt“? (1 von 3)


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Infolge der Podcasts von Ann Barnhardt und onepeterfive wird dem Schreiber dieser Zeilen deutlich, dass er noch klarer, einfacher und direkter seine Ansichten formulieren sollte, damit die Menschen verstehen, wie es um die Wirklichkeit bestellt ist und wie sie langfristig ihre Seelen retten können. Reality bites – wörtl. “ Wirklichkeit beißt“, hieß einer der ersten Filme mit Wynona Ryder. Die kirchliche Wirklichkeit des Jahres 2017 ist auch wirklich schwer zu ertragen, nichtsdestotrotz muss man sich ihr stellen, was wir hiermit auch tun.

Was ist das Ziel unseres Lebens auf Erden?

Unser Seelenheil zu retten, also nicht für die Ewigkeit verdammt zu werden und zur beseligenden Anschauung Gottes (visio beatifica) zu gelangen. Das Ziel des irdischen Lebens ist also nicht:

  • Gesundheit,
  • Familie,
  • weltliches Wohlergehen
  • Absicherung des Lebensabends,
  • Karriere,
  • Geld,
  • anderes.

Das Ziel ist die Rettung der Seele. Dieses Ziel ist aber heutzutage schwerer erreichbar als je zuvor, weil wir:

  1. keine katholische Lehre gelehrt bekommen,
  2. keine ausreichenden sakramentalen Gnadenmittel erhalten,
  3. auf keine Vorbilder schauen können, die wirklich das halten, was sie versprechen.

In Rom herrscht Häresie, Novus Ordo Sakramente wirken wenig, manchmal werden sie aufgrund der fehlenden Intention des Priesters gar nicht gespendet, sie werden kaum von den Gläubigen im Gnadenstand empfangen und die Alte Messe ist sehr schwer erreichbar. Man muss leider sagen, dass die jetzige kirchliche Hierarchie alles dafür tut, damit wir alle direkt in die Hölle kommen oder wirklich sehr lange im Fegefeuer sitzen werden. Wenn wir davon ausgehen, dass Gott die Objektivität schlechthin ist, dass wir nackt vor ihm stehen werden, dass es keine Ausflüchte geben wird und wir auch dafür gerichtet werden, was wir alles nicht getan haben, was Gott für uns vorgesehen hat, dann sieht unsere Lage wirklich schlecht aus. Und was ist mit der unbesiegbaren Ignoranz? Damit also, dass man es wirklich nicht besser weiß? Dies kann nicht aus Ausflucht dienen, da ansonsten der Sendungsbefehl Christi lauten würde:

Bleibet da, wo ihr seid. Und lasset alle in der Ignoranz verbleiben. Wenn sie es nicht besser wissen, dann können sie nicht gerichtet werden.

Christus sagt aber stattdessen:

Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. (Mk 16, 15-16)

Warum aber auch taufen und nicht nur verkünden? Damit die Menschen die Gnade empfangen, am Leben der Hl. Dreifaltigkeit teilzunehmen und in der Lage sind die Gesetze Christi zu erfüllen. Katholizismus ist, entgegen dem, was Bergoglio sagt, kein Pelagianismus. Man ist durch die Erbsünde lädiert und man braucht die Gnade.

Novus Ordo ist nicht Katholizismus

Wenn Sie sich das alles vor die Augen stellen, dann wird Ihnen bewusst, wie schrecklich weit sich die nachkonziliare Kirche vom Auftrag Christi auf allen Ebenen entfernt hat. Deswegen hat Hilary White Recht, indem sie ständig wiederholt: „Novus Ordo ist nicht Katholizismus“. Man kann keine wahre Schlussfolgerung treffen, wenn man von einer falschen Prämisse ausgeht. Die falsche Prämisse lautet:

  1. Novus Ordo ist katholisch.
  2. Das Zweite Vatikanische Konzil war katholisch.
  3. Die Lehren des Konzils sind mit der vorkonziliaren Kirchenlehre zu vereinbaren.

Dies stimmt leider nicht und die persönliche Rücktrittsentscheidung von Benedikt XVI. zeigt, dass es keine „Hermeneutik der Kontinuität“ geben kann. Der Wunsch Novus Ordo, womit wir verkürzt das Konzil, seine Reformen und die nachkonziliare Entwicklung meinen, mit dem vorkonziliaren Katholizismus zur versöhnen, gleicht einer Quadratur des Kreises. Es geht nicht. Man verliert nur Zeit. Man hat jahrzehntelang Berge von Papier dafür verschwendet auf schwammig-nebulöse Weise eine Versöhnung herbeizuschreiben. Dies ist aber nicht möglich und der um sich greifende Verfall der Kirche spricht eine deutliche, faktische Sprache. Alles verfällt seit 1962 und seit Bergoglio wird der Verfall beschleunigt.[1] Wie immer wieder die Amerikaner Steven Skojec, Ann Barnhardt und die Kanadierin Hilary White sagen:

Seit dem Einschlag des Meteoriten (1962-1965) sterben und verenden die Tiere, d.h. die Katholiken, an einer unheilbaren Novus Ordo Seuche.

Wie viele Menschen sind seit dem in die Hölle gekommen? Kaum auszudenken. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass jetzt eine Agenda in der Kirche zum Ausdruck kommt, welche nicht zufällig ist, sondern wenigstens seit 1958, wahrscheinlich noch viel früher, geplant worden ist. Denn:

  • ohne Johannes XXIII. gäbe es kein Konzil und keinen Paul VI.,
  • ohne Paul VI. gäbe es keinen Johannes Paul II.,
  • ohne Johannes Paul II. gäbe es keinen Benedikt XVI.,
  • ohne Benedikt XVI. gäbe es keinen Franziskus.

All das ist eine konsequente und notwendige Nachfolge, immer tiefer in die Apostasie hinein.

Der Verfall der Glaubenskongregation

Man hat nach und nach die Hierarchen ersetzt, die Mitarbeiter der Kurie und die Glaubenskongregation nach und nach ausgehöhlt. Aber dieser Prozess dauert wenigstens seit Paul VI. Schauen wir uns die nachkonziliaren Präfekten der Glaubenskongregation kurz an:

  1. Alfredo Kardinal Ottaviani (1959-1968), noch alte Garde, rettete, was zu retten war, dennoch zu unergiebig.
  1. Franjo Kardinal Šeper (1968-1981), angesichts des nachkonziliaren Chaos‘ sehr ineffizient.
  1. Joseph Kardinal Ratzinger (1981-2005), „Konzilstheologe“ vor dem Konzil unter Häresieverdacht.
  1. William Joseph Kardinal Levada (2005-2012), ein No-Name Amerikaner, führte zur großen Homosexualisierung der Glaubenskongregation und wurde nach seiner Emeritierung wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet.
  1. Gerhard Ludwig Kardinal Müller (2012-2017), dem wir uns widmen werden.
  1. Luis Ladaria SJ (2017 -), ein postkonziliarer Jesuit, womit alles gesagt ist.[2]

Zu den Persönlichkeiten  Šeper und Levada fehlen uns zurzeit fundierte Informationen, sie können aber weder rechtgläubig noch wirklich konservativ gewesen sein, wenn der Verfall der Glaubenssubstanz dermaßen fortgeschritten ist.  Es scheint, dass man sich im Vatikan seit 1962 im Vatikan der Mär vom guten Bullen und bösen Bullen bedient. Der gute Bulle ist natürlich der Papst, menschennah, freundlich, nachkonziliar und so populär, der böse Bulle ist der Präfekt der Glaubenskongregation, der immer „konservativ“ und „reaktionär“ ist und deswegen als ein angeblich solcher, von den konservativen „Dunkelkatholiken“ verehrt, wenn nicht angebetet wird, zumal er ein Landsmann ist. Dabei ist die Grundprämisse einfach falsch. In der postkonziliaren Kirche gilt das Barnhardt-Axiom, welches lautet:

The fact that a given person is holding or seeking high-level public office is, in and of itself, proof that said person is morally and/or psychologically UNFIT to hold public office.

Die Tatsache, dass eine konkrete Person ein hohes öffentliches Amt inne hat oder anstrebt, beweist an sich und durch sich, dass die besagte Person moralisch und/oder psychologisch UNFÄHIG ist, dieses öffentliche Amt zu bekleiden.

Für die Kirche übersetzt, bedeutet dies, dass im Falle, dass jemand in der Kirche ein hohes Amt bekleidet, er per se:

  1. ungläubig ist und an diesen Bullshit nicht glaubt,
  2. kein spirituelles Leben führt,
  3. nur an Macht und/oder Vergnügen interessiert ist.

Sollte es anders sein, so ist er längst rausgeworfen worden, siehe Kardinal Burke oder lebt irgendwo in Kasachstan, wie Weihbischof Schneider, denn noch weiter weg können sie ihn nicht schicken.

[1] Siehe den Beitrag Motus in fine velocior von Roberto de Mattei.

[2] Mehr zu seiner Person findet sich hier: https://whatisupwiththesynod.com/index.php/2017/07/04/muller-and-ladaria-are-both-conservatives-is-this-getting-through-yet/

Dämonologie hilft die Kirche zu verstehen: Eine Einführung zum Text von Ann Barnhardt


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Als follow up oder Nachfolgebeitrag nach unserer, leider wenig gelesenen Reihe Am deutschen Wesen mag die Welt genesen, bringen wir wieder einen Text von Ann Barnhardt in der kongenialen Übersetzung von davillatollkuehn.  Für alle, die unsere „deutsche“ Reihe nicht gelesen, nicht zu Ende gelesen oder nicht verstanden haben, hier eine Zusammenfassung:

  1. Joseph Görres stellt in seiner, mit deutscher Gründlichkeit, dargestellten Christlichen Mystik quellenfundierte Fälle von Besessenheit dar.
  1. Aus diesen Fällen geht hervor, dass Menschen und vor allem Geistliche durch folgende Sünden besessen werden können:
    1. Apostasie, d.h. Glaubensabfall und Verbreitung von Häresien
    2. Sakrilegischer Kommunionempfang
    3. Sakrilegische Sakramentenspendung
    4. Blasphemie
    5. Verfolgung der Heiligen, d.h. der gläubigen Katholiken
    6. Kirchenraub
    7. Laster vor allem sexuelles Laster
  1. Da sich die Vorgehensweise der Dämonen oder die Zulassung Gottes nicht geändert haben, so können wir davon ausgehen, dass sehr viele Geistliche besessen sind.
  1. Ihre Besessenheit, d.h. die freiwillige Übergabe durch die Sünde, aber auch durch den Satanskult an die Mächte der Finsternis verursacht einen sehr guten negativen sensus fidei.
  1. Dieser fand in der Entwicklung der Novus Ordo Liturgie seinen Ausdruck, welche wie nichts desakralisierend wirkt und wirkte, zum allgemeinen Glaubensabfall führte und in Antipapst Franziskus ihren bisherigen Höhepunkt fand. 

Soweit die Ergebnisse unserer Görres-Reihe, wie sie in ihrem vierten Teil zusammengefasst wird. Schauen Sie sich doch in der Kirche um! Sie finden die Punkte 2. 1. bis 2.7. bei Ihrem Pfarrer um die Ecke, bei Ihrem Bischof, in Ihrem Ordinariat, bei fast allen Priestern Ihrer Diözese, bei denjenigen, welche Theologie lehren. Seit Amoris Laetitia und ihrer Umsetzung seitens der DBK[1] wurden die Punkte 2 2. und 2 3. amtlich. Wir lesen in dem DBK-Dokument Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche (Seite 6) folgendes:

Anmerkung 351 (zu AL Nr. 305) weist zudem darauf hin, dass man auch in einer Situation, die objektiv irregulär, subjektiv aber nicht oder zumindest nicht völlig schuldhaft ist, „in der Gnade Gottes leben kann, dass man lieben kann und dass man auch im Leben der Gnade und der Liebe wachsen kann“ (AL Nr. 305), wenn man die Hilfe der Kirche und in gewissen Fällen auch die Hilfe der Sakramente bekommt. Auch dies spricht für die Möglichkeit des Sakramentenempfangs in diesen Situationen. Nicht alle Gläubigen, deren Ehe zerbrochen ist und die zivil geschieden und wiederverheiratet sind, können ohne Unterscheidung die Sakramente empfangen. Erforderlich sind vielmehr differenzierte Lösungen, die dem Einzelfall gerecht werden und dann zum Tragen kommen, wenn die Ehe nicht annulliert werden kann. Wir ermutigen in diesem Zusammenhang alle, die begründete Zweifel daran haben, dass ihre Ehe gültig zustande gekommen ist, den Dienst der kirchlichen Ehegerichte in Anspruch zu nehmen, damit ihnen ggf. eine neue kirchliche Heirat ermöglicht wird. Allen, die an den kirchlichen Gerichten arbeiten, danken wir an dieser Stelle für ihren diskreten und seelsorgerischen Einsatz.

[…]

Amoris laetitia geht von einem Prozess der Entscheidungsfindung aus, der von einem Seelsorger begleitet wird. Unter der Voraussetzung dieses Entscheidungsprozesses, in dem das Gewissen aller Beteiligten in höchstem Maß gefordert ist, eröffnet Amoris laetitia die Möglichkeit, die Sakramente der Versöhnung und der Eucharistie zu empfangen.

[…]

Am Ende eines solchen geistlichen Prozesses, dem es immer um das Eingliedern geht, steht nicht in jedem Fall der Empfang der Sakramente von Buße und Eucharistie. Die individuelle Entscheidung, unter den jeweiligen Gegebenheiten nicht oder noch nicht in der Lage zu sein, die Sakramente zu empfangen, verdient Respekt und Achtung. Aber auch eine Entscheidung für den Sakramentenempfang gilt es zu respektieren. […]

Was geht aus diesem widersprüchlichen, nachkonziliaren Gewusel hervor? In der Praxis wohl dies, dass sich die Ehebrecher mit einer bürstenhaarigen Pastoralassistentin zusammensetzen werden, welche sie in dem „Prozess der Unterscheidung“ begleitet, am Ende dessen sie „für sich entscheiden können“, dass sie zu einer sakrilegischen Kommunion gehen können, weil ihr Gewissen sie nicht dabei hindert. So muss man diese Leitlinien, wie Maike Hickson auf onepeterfive angibt,[2] lesen, zumal der Pressesprecher der DBK sich dazu nicht äußern wollte. Erzbischof Koch sagt stolz: „Wir halten an der kirchlichen Lehre fest“, indem wir sie aushebeln. Sowohl-als-Auch, jedoch-aber-wenn-die-pastoralen-Gründe-dafür sprechen, ja, wir kennen es zu Genüge.[3]

Wenn wir also von der Prämisse ausgehen, dass:

  1. es Dämonen gibt,
  2. sie durch die o.a. Sünden in die Menschen einfahren können,

dann

3. müssen wir durch die Umsetzung von AL mit einer Plage von Besessenheit  und Umsessenheit rechnen,

4. welche die Menschen für das nachfolgende Zeitalter der satanischen Religion vorbereiten wird.

Wir haben diese Zusammenhänge schon woanders dargestellt und Amoris Laetitia macht sie verpflichtend. Fassen wir nochmals zusammen:

  • ein Priester (oder Gott sei’s geklagt ein Kommunionhelfer), der wissentlich einem schweren Sünder die Kommunion spendet begeht selbst eine schwere Sünde: Einfallstor für den Satan,
  • ein schwere Sünder, der die hl. Kommunion empfängt, begeht eine schwere Sünde der sakrilegischen Kommunion: Einfallstor für den Satan.

So sieht es objektiv nun mal aus, ganz gleich, wie es die Betroffenen selbst sehen. Gott ist eine objektive Wirklichkeit, der Teufel ist eine objektive Wirklichkeit, die Sünde ist eine objektive Wirklichkeit. Was ist ein sicheres Zeichen der Besessenheit? Odium Dei – Hass auf Gott und alles Heilige, siehe Antipapst Franziskus. Die Zeichen der Besessenheit (possessio) und der Umsessenheit (circumsessio) werden in dem noch vormodernistischen Kirchenlexikon von Wetzer und Welte,[4] wie folgt angegeben:

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Wir lesen also von der Abscheu von allem Heiligen, von Gotteshass, weil diese Personen die Eigenschaften des Dämons annehmen, welcher in ihrem Innern waltet. Nach dieser kurzen Einführung schreiten wir zu dem Text von Ann Barnhardt, welche diesen Zustand beschreibt, sowie die Motive von Bergoglio und seinen Mannen darlegt. Nein, es ist nicht nur Unglauben und der Wunsch nach einem bequemen Leben, für was man keinen Preis zahlen will, siehe die jüngsten Orgien in Rom.[5] Es ist auch der Wunsch durch Gotteshass motiviert die irdische Kirche ein für allemal zu zerstören. Ja, leider ist die Lage der Dinge so, wie sie ist. Gehen Sie selbst nicht unter.

[1] http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2017/2017-015a-Wortlaut-Wort-der-Bischoefe-Amoris-laetitia.pdf http://www.katholisches.info/2017/02/kardinal-marx-und-die-dbk-richtlinien-zu-amoris-laetitia-ich-glaube-dass-einstimmigkeit-herrschte/

[2] https://onepeterfive.com/chaos-german-church-wake-new-pastoral-guidelines/ vgl. https://onepeterfive.com/german-bishops-allow-holy-communion-remarried-now/

[3] Vgl. https://onepeterfive.com/?s=German+Bishops

[4] Wetzer und Weltes Kirchenlexikon oder Encyklopädie der katholischen Theologie und ihrer Hülfswissenschaften, Zweite Auflage, Freiburg 1883, Band II: Basilianer bis Censuren, Kol. 524-525. Online hier zu finden.

[5] http://www.katholisches.info/2017/06/gendarmerie-beendet-homo-orgie-im-vatikan-alkohol-drogen-luxus/ https://whatisupwiththesynod.com/index.php/2017/06/30/we-have-a-winnah/ https://gloria.tv/article/7TARxk47WiPn2P1ZkcGdrPRBQ  https://gloria.tv/article/8nUBmy99EUGX49gnjdjzpmqWy

 

Spendenaufruf – Juli 2017


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Der Schreiber dieser Zeilen hat kürzlich Podcasts von Ann Barnhardt und Steven Skojec von onepeterfive gehört und ist tief beindruckt. Diese Gradlinigkeit, dieser Mut, diese Frömmigkeit, dieses es einfach fassen können, weil man weiß, wie es geht. Es ist zugleich tief befreiend wie auch tief beschämend solche Menschen zu finden, die wirklich Gott und seine Kirche so sehr lieben, dass sie alles für Ihn aufgegeben haben und sich ausschließlich dieser Tätigkeit widmen.  Man sieht, dass noch Glauben in Israel ist und man fühlt sich weniger verrückt und allein. Als der Schreiber dieser Zeilen mit Bloggen angefangen hat, konnte er noch von seinem Restvermögen leben und dementsprechend mehr und vielleicht auch fundierter schreiben. Jetzt geht er einem Brotberuf nach, der wirklich für ihn in seiner Lage zurzeit optimal ist, dennoch aber einige Zeit in Anspruch nimmt und zeitweise und wenig Schlaf verbunden ist, wodurch leider die kognitiven Fähigkeiten kurzzeitig, so hoffen wir, leiden. Andere Mitarbeiter und Autoren gehen auch ihrem Beruf nach und somit werden wir leider nicht mehr Zeit für Sie haben. Es sei denn jemand von uns wird arbeitslos oder landet im Gefängnis wegen „Hassrede“, „Homophobie“ oder „Beleidigung des Islams“ oder „hassenden, homophoben Islambeleidigung“, wo er wohl mehr Zeit, aber andere Sorgen hätte.

Es ist dennoch gut im Tiefen des Internets geistliche Lichtoasen zu finden, welche von Laienkatholiken betrieben werden, die wirklich auf Gott hören, was immer viel Heroismus und Leidensbereitschaft mit sich bringt, wovon z.B. das Leben von Hilary White zeugt. Aber so ist es nun mal. Jemand muss leiden und von Gott vielfältig geprüft werden, um den anderen davon, „was er dort gesehen hat“ mitteilen zu können. Warum machen es keine Priester? Weil wir keine haben. Deswegen.

Im Gegensatz aber zu Ann Barnhardt, Hilary White oder Steven Skojec wollen wir weder nur unsere persönlichen Erlebnisse oder Ansichten mitteilen, noch ein Nachrichtenportal starten, sondern vor allem katholische Glaubenslehre weitergeben mit allen Fußnoten, Zitaten, Quellenangaben und Finessen, die notwendig sind. Denn im deutschsprachigen Raum ist die traditionelle, unverkürzte Lehre der Kirche wirklich kaum irgendwo anzutreffen und schon gar nicht im Internet. Die englischsprachigen Katholiken haben es da wirklich viel leichter.

Um die Lehre der Kirche mitteilen zu können, muss man jedoch verschiedene Bücher kaufen, vieles aus USA oder Großbritanien importieren, manches antiquarisch erwerben, um alls dies hier auf diesem Blog verarbeiten und mitteilen zu können.  Deswegen brauchen wir Ihre Unterstützung, um es verwirklichen zu können.

Der Schreiber dieser Zeilen spürt seit längerer Zeit den Ruf sich mehr diesem Blog zu widmen und außer den polemischen Beiträgen und Hiobsbotschaften aus Rom auch Beiträge aus dem geistlichen Leben, zur Herzenserwärmung zu posten. Wie man aus den Diskussionen z.B. auf katholisches.info entnehmen kann, gibt es dort Poster, welche theologisch überragend gebildet sind, andere urteilen nur ihrem Gefühl nach, weil sie nirgendwo nachlesen können, wie es um die Lehre der Kirche wirklich steht. Nicht jeder ist wirklich in der Lage, durch Selbststudium sich alles anzulesen. Man braucht schon eine Anleitung und Begleitung.

Bei all unseren Unternehmungen zählt letztendlich unser eigenes Seelenheil. Nicht das von Papst Franziskus, den Gott schon richten wird. Die gängige Einstellung eines Laienkatholiken hingegen lautet:

„Die [Geistlichen] sollen es machen!“

Der deutsche oder österreichische Katholik fügt noch hinzu:

„Die leben ja von meiner Kirchensteuer!“

Ja, das tun sie. Ja, Sie haben wirklich nichts davon, aber schminken Sie es sich ab, dass sie etwas für Ihr Seelenheil tun werden. Sie werden es nicht, denn sie sind fast alle ungläubig oder schlechthin zu feige. Siehe die Haltung der DBK zur Homo-Ehe. Wenn Sie als Kardinal oder Bischof ein „Mann ohne Eigenschaften“ sind, ohne Ansichten und/oder sehr erpressbar, dann schauen Sie nur woher der Wind weht. Politisch wie kirchlich. Und warum gibt es keine anderen Prälaten? Weil die nachkonziliare Kirche eine Negativselektion betrieben hat. Männer, die fromm, integer, heterosexuell, rechtschaffen und intelligent waren, kamen gar nicht weiter. Viele haben freiwillig das Seminar verlassen oder suchten nach dem Theologiestudium woanders Arbeit. Womit musste man den fehlenden Bestand aufstocken? Mit Quotenfrauen und Quotenschwulen (sorry!), im Falle der Priester mit den Letzteren. Wir haben es also mit einer multi-kulti-rosa-roten Gremienrepublik der Berufskatholiken geistlichen Standes oder auch nicht zu tun, welche uns alle immer tiefer in die Apostasie führen und letztendlich für den Untergang so vieler Seelen verantwortlich sind. Von diesen Menschen haben Sie wirklich keine katholische Wahrheit zu erwarten, denn erstens kennen sie diese nicht, wie denn? Rahner, Ratzinger, Küng, Congar, de Lubac und wie sie alle heißen, vermitteln kein depositum fidei. Und sollten da Spuren von Verständnis vorhanden sein, wohin der nachkonziliare Katholizismus führte, dann sind sie alle viel zu sehr in all das verstrickt, um integer zu sein. Denn sie müssten alles aufgeben, Buße tun, sich als Einsiedler irgendwo niederlassen und hoffen, dass Gott sich ihrer doch am Ende erbarmt. Was ist Häresie? Ermordung von Seelen und ihr Verderbnis im ewigen Höllenfeuer. Diese Menschen, der auf diesen Leim des nachkonziliaren Relativismus und der Allerlösung reingefallen sind, werden doch spätestens in der Todesstunde wissen, wie falsch das alles war und wie falsch sie gelebt haben, auch wenn ein katholischer Bischof, selbst schwul, ihre „Homo-Ehe“ segnete Sie werden in der Hölle landen, in den ewigen Qualen, weil sie auf solch einen Pfarrer, Bischof, Theologieprofessor etc. gehört haben. Der letztere, der Theologe ist aber primär schuld und er wird die Konsequenzen seiner Lehre in aller Ewigkeit tragen. Daher die Heiligkeit der Kirchenväter und Kirchenlehrer, daher die Verderbnis der Heresiarchen, d.h. der Erfinder von Häresien. Gott ist sehr gerecht und auch sehr streng.  Dass er uns aber alle noch am Leben lässt, zeugt von seiner Güte.

Deswegen ist die Chance, dass Sie jetzt 50 Jahre nach dem großen Meteoriteneinschlag, auch Vat. II genannt, irgendwo katholische Lehre vermittelt bekommen, sehr gering.

Unterstützen Sie uns, dann haben Sie etwas davon. In diesem Leben und in der Ewigkeit. Amen.

Wir bitten Sie um Ihre Spende!

 

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Zusatz: Tradition und Glauben