Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


the-annunciation-of-mary

Evangelium des dritten Sonntags in der Fastenzeit

Lk 11,14 – 28

Jesus trieb einen bösen Geist aus, der stumm war. Als der böse Geist ausgefahren war, konnte der Stumme reden. Die Volksscharen staunten darüber. Einige aber von ihnen sagten: „Durch Beelzebub, den Anführer der bösen Geister, treibt er die Geister aus.“ Andere wollten ihn auf die Probe stellen und verlangten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Er aber kannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: „Jedes Reich, das in isch selbst uneins ist, zerfällt und ein Haus stürzt über das andere. Wenn und der Satan mitsich selbst uneins ist, wie soll da sein Reich Bestand haben? Ihr sagt ja, ich triebe die bösen Geister durch Beelzebub aus. Wenn ich durch Beelzebub die bösen Geister austreibe, durch wen treiben dann eure Söne sie aus? Sie werden darum eure Richter sein. Wenn ich aber duch den Finger Gottes die bösen Geister austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.

Wenn ein Starker bewaffnet seinen Hof bewacht, so ist sein Besitz in Sicherheit. Wenn aber ein Stärkerer ihn überfällt und ihn überwindet, so nimmt er ihm die Waffenrüstung, auf die er sich verließ, und verteilt, was er bei ihm erbeutet hat. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.

Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, scsheift er durch die Steppen und sucht sich eine Ruhestätte, findet aber keine. Dann sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehrren, aus dem ich ausgezogen bin. Und er kommt und findet es ausgekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und holt noch sieben andere Geister, die schlimmer sind als er. Sie ziehen ein und wohnen dort. Und die letzten Dinge eines solchen Menschen werden ärger sein als die ersten.“

Während er so redete, rief eine Frau aus dem Volke ihm zu: „Selig der Leib, der dich getragen, und die Brust,die dich genährt hat!“ Eraber sprach: „Viel mehr noch selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen!“

Betrachtung zum Evangelium des dritten Sonntags in der Fastenzeit

Durch die herrlichsten Wunder hast Du, o Herr! deine Gottheit geoffenbaret und deine Allmacht über die Hölle bewiesen. Eröffne auch uns, wie dem Taubstummen, Mund und Herz, und treibe den

bösen Feind von uns ab, damit wir mit gestärktem Glauben den gebührenden Dank für die täglichen Wunder unserer Bewahrung und Versöhnung darbringen! Friede, Demuth und deine Gnade gib

uns, o Herr! damit wir, jeder nach seinem Stande, für Dich und die Ausbreitung deines Reiches arbeiten. Und da nur deiner Kirche auf Erden stets dein Beistand gegeben ist, so laß uns nimmermehr von Dir und deiner heiligen Kirche weichen, sondern dein und ihr Wort fleißig hören und behalten! Eröffne unsere Augen und unsern Mund, damit wir deinen göttlichen Willen erkennen, unsere Sünden beichten, uns bessern, und dein Lob ohne Unterlaß verkünden, und unser Leben selig in deiner Gnade beschließen, nach diesem Leben aber mit deinen Auserwählten an deinem Reiche Theil haben !

Kollekte zum dritten Sonntag in der Fastenzeit

Kirchengebet.

Wir bitten Dich, allmächtiger Gott! sieh gnädig auf unser demüthiges Gebet hernieder, und strecke, uns zu beschützen, die rechte Hand deiner Majestät aus! Amen.

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


the-annunciation-of-mary

Evangelium des 2. Fastensonntags

Mt 17, 1 – 9 Jesus nahm Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich und führte sie fernab auf einen hohen Berg. Da ward er vor ihnen verklärt. Sein Antlitz leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider glänzten wie das Licht. Und siehe, es erschienen ihnen Moses und Elias und redeten mit ihm. Da nahm Petrus das Wort und sprach zu Jesus: „Herr, es ist gut, daß wir hier sind. Wenn du willst, so baue ich hier drei Hütten, dir eine, Moses eine und Elias eine.“ Während er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und eine Stimme erscholl aus der Wolke: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe; auf ihn sollt ihr hören!“ Als die Jünger das vernahmen, fielen sie tieferschrocken auf ihr Angesicht nieder. Jesus trat hinzu, rührte sie an und sprach: „Steht auf, fürchtet euch nicht!“ Sie erhoben ihre Augen, sahen aber niemand als Jesus allein.

Während sie vom Berge hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: „Erzühlt niemand etwas von dieser Erscheinung, bis der Menschensoh von den Toten auferstanden ist.“

Betrachtung zum Evangelium des 2. Fastensonntags

Um mit Gott Umgang zu haben, fliehe das unnöthige Getümmel der Welt und erhebe Dich über das Irdische! denn Christus stieg zur Verklärung auf einen Verg mit Petrus, Jakobus und Johannes, und betete. Im Gebete ward der Heiland verklärt. Durch’s Gebet kömmt auch uns Licht, Stärke und Trost, daß wir nach dem heiligen Glauben unser Leben einrichten. Seliger Friede Gottes hienieden schon im Herzen des Frommen! Unendlich seliger aber, unaussprechbar wird unser Glück seyn, wenn wir einst Gott schauen von Angesicht zu Angesicht. Der Weg dahin aber geht durch Leiden.

Kollekte zum 2. Fastensonntag

Kirchengebet.

O Gott! der Du uns kraftlos und verlassen siehst, bewahre unser Inneres und Aeusseres, damit der Körper von allen Leiden befreit, und die Seele von allen bösen Gedanken gereiniget werde!

Amen.

 

 

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


the-annunciation-of-mary

Evangelium des 1. Sonntags in der Fastenzeit

Mt 4, 1 – 11 Alsdann [nach der Taufe durch Johannes den Täufer] wurde Jesus vom Geiste in die Wüste geführt, um vom Teufel versucht zu werden. Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Da trat der Versucher an ihn heran und sprach: „Wenn du der Sohn Gottes bist, so befiehl, daß diese Steine da zu Brot wreden. Er ganb ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Worte, das aus dem Munde Gottes kommt.“

Dann nahm ihn der Teufel mit in die Heilige Stadt, stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprachh zu ihm: „Wenn du der Sohn Gottes bist, so stürze dich hinab. Es steht ja geschrieben: Deinetwegen hat er seinen Engeln befohlen: Sie sollen dich auf ihren Händen tragen, damit du deinen Fuß an keinen Stein stoßest.“ Jesus entgegnete ihm: „Es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“

Sodann nahm ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: „Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“ Da gebot ihm Jesus: „Hinweg, Satan! Es steht geschrieben: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen.“

Da verließ ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm.

Betrachtung zum Evangelium des 1. Sonntags in der Fastenzeit

Allmächtiger Gott! sende deinen heiligen Geist, daß er uns hinführe zu Jesus, dem siegenden Heilande, und uns in der Wüste dieser Welt gegen die Versuchungen des bösen Geistes bewahre. — Gib, daß wir standhaft die Lüste der Welt fliehen, uns nicht selbst in Versuchung führen, die vorkommenden Versuchungen überwinden und in heiliger Stille, in aufrichtiger Buße und guten Werken unser Leben führen und vollenden! — Dazu gib uns Licht, das Wort Gottes zu verstehen, behüte uns vor falscher Lehre; verleih uns eine so starke Liebe zu Dir, daß wir stets suchen, Dir zu dienen und Dich anzubeten, wie es die heiligen Engel thaten; daß wir lieber die größte Pein, ja selbst den Tod erdulden, eher Alles verlieren wollen, als in eine schwere Sünde willigen, bis wir von allen Leiden und Versuchungen im Tode befreit, von den Engeln in das Reich der Ruhe und Freude getragen werden! Amen.

Kollekte zum 1. Sonntag in der Fastenzeit

K i r ch e n g e b e t.

O Gott! der Du deine Kirche durch die Beobachtung einer jährlichen vierzigtägigcn Fasten reinigest: verleihe deiner gläubigen Gemeinde, daß sie durch gute Werke thätig vollziehe, was sie sich durch ihre Enthaltsamkeit von Dir zu erlangen bestrebet! Amen.

 

Tridentinische Messe – eine visuelle Einführung 15


41. Placeat Tibi – Das letzte Gebet

Der Priester beugt sich über dem Altar; in der Mitte des Altares richtet er an den dreifaltigen Gott die Schlußbitte

PLACEAT TIBI — Schlußbitte

Dabei neigt er das Haupt und legt die Hände gefaltet auf den Altar.

Placeat tibi, sancta Trinitas, obsequium servitutis meae: et praesta, ut sacrificium quod oculis tuae maiestatis indignus obtuli, tibi sit acceptabile, mihique, et omnibus pro quibus illud obtuli, sit te miserante propitiabile. Per Christum Dominum nostrum. Amen. Heiliger, dreieiniger Gott, nimm die Huldigung Deines Dieners wohlgefällig an. Laß das Opfer, das ich Unwürdiger vor den Augen Deiner Majestät dargebracht habe, Dir wohlgefällig sein, und gib, daß es mir und allen, für die ich es darbrachte, durch Dein Erbarmen zur Versöhnung gereiche. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Der Segen

Der Priester küsst den Altar, erhebt Augen und Hände, verneigt sich vor dem Altarkreuz; bei dem Wort „Pater“ richtet er sich an die Gläubigen und gibt, dem Volke zugewendet, den Segen.

BENEDICAT VOS — Segen

S. Benedicat vos omnipotens Deus, Pater, et Filius (+), et Spiritus Sanctus.
M. Amen.
P. Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn † und der Hl. Geist. 
M. Amen.

Während alle aufstehen, geht der Priester zur Evangelienseite; dort liest er das Schlußevangelium

42. INITIUM SANCTI EVANGELII SECUNDUM JOANNEM — Schlußevangelium
Der Priester geht auf die Evangelienseite. Er macht ein Kreuzzeichen zuerst auf dem Altar, dann auf seiner Stirn, seinen Lippen und seinem Herz.

(Schlußevangelium (Jo. 1, 1 – 14))

In feierlichen Worten kündet das Schlußevangelium die erhabene Würde des ewigen Gottessohnes und unserer Gotteskindschaft.

S. Dominus vobiscum.
M. Et cum spiritu tuo.
S. (+) Initium sancti Evangelii secundum Ioannem.
M. Gloria tibi Domine.
P. Der Herr sei mit euch.
M. Und mit deinem Geiste.
P. (+) Anfang des hl. Evangeliums nach Johannes.
M. Ehre sei dir, Herr.
In prinicipio erat Verbum, et Verbum erat apud Deum, et Deus erat Verbum. Hoc erat in principio apud Deum. Omnia per ipsum facta sunt, et sine ipso factum est nihil, quod factum est. In ipso vita erat, et vita erat lux hominum: et lux in tenebris lucet, et tenebrae eam non comprehenderunt. Im Anfang war das Wort [der Sohn Gottes], und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Schon im Anfang war Es bei Gott. Durch das Wort ist alles geworden, und nichts, was geworden, ward ohne das Wort. In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis [der Sünde]; aber die Finsternis hat es nicht begriffen.
Fuit homo missus a Deo, cui nomen erat Ioannes. Hic venit in testimonium, ut testimonium perhiberet de lumine, ut omnes crederent per illum. Non erat ille lux, sed ut testimonium perhiberet de lumine. Da ward ein Mann von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Dieser kam als Zeuge; er sollte Zeugnis geben von dem Lichte, auf daß alle durch ihn zum Glauben gelangten. Er selbst war nicht das Licht, er sollte nur Zeugnis von dem Lichte geben.
Erat lux vera, quae illuminat omnem hominem venientem in hunc mundum. In mundo erat, et mundus per ipsum factus est, et mundus eum non cognovit. In propria venit, et sui eum non receperunt. Quotquot autem receperunt eum, dedit eis potestatem filios Dei fieri, his qui credunt in nomine eius. Qui non ex sanguinibus, neque ex voluntate carnis, neque ex voluntate viri, sed ex Deo nati sunt. Das war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt. Er [Christus] war in der Welt, und die Welt ist durch Ihn geworden. Allein die Welt hat Ihn nicht erkannt. Er kam in Sein Eigentum; doch die Seinigen nahmen Ihn nicht auf. Allen aber, die Ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, all denen, die an Seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blute, nicht aus dem Verlangen des Fleisches, noch aus dem Wollen des Mannis, sondern aus Gott geboren sind.
(hic genuflectitur) ET VERBUM CARO FACTUM EST, et habitavit in nobis et vidimus gloriam eius, gloriam quasi Unigeniti a Patre, plenum gratiae et veritatis. (Hier machen alle eine Kniebeugung) Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Und wir haben Seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit.
M. Deo gratias. M. Dank sei Gott.

GEBETE NACH DER STILLEN HEILIGEN MESSE  
Nach Papst Leo XIII.

Nach einer stillen Messe kniet sich der Priester auf den Altarstufen hin und rezitiert mit den Gläubigen die folgenden Gebete. Es empfiehlt sich, dass die Gläubigen diese Messen auch nach einem Festamt selbstständig beten.

Salutatio Angelica – Der Engelsgruß

Ave Maria (ter) Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade; der Herr ist mit dir; du bist gebenedeit unter den Weibern, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte fur uns Sünder jetzt und in der Stunde unsres Todes. Amen. (Dreimal.)

Antiphone

Salve Regina, Mater misericordiae. Vita, dulcedo, et spes nostra, salve. Ad te clamamus exsules filii Hevae. Ad te Suspiramus, gementes et flentes in hac lacrimarum valle. Eia ergo, Advocata nostra, illos tuos misericordes oculos ad nos converte. Et Iesum, benedictum fructum ventris tui, nobis post hoc exsilium ostende. O clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria. Gegrußet seist du, Königin, Mutter der Barmherzigkeit; unser Leben, unsre Süßigkeit und unsre Hoffnung, sei gegrüßt. Zu dir rufen wir elende Kinder Evas. Zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tale der Tränen. Wohlan denn, unsre Fürsprecherin! Wende deine barmherzigen Augen zu uns, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.
V. Ora pro nobis, sancta Dei Genitrix.
R. Ut digni efficiamur promissionibus Christi.
V. Bitte fur uns, o heilige Gottesgebärerin.
R. Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.
Oremus. Deus refugium nostrum et virtus, populum ad te clamantem propitius respice; et intercedente gloriosa et immaculata Virgine Dei Genitrice Maria, cum beato Iosepho eius Sponso, ac beatis Apostolis tuis Petro et Paulo, et omnibus Sanctis, quas pro conversione peccatorum, pro libertate et exaltatione sanctae Matris Ecclesiae, preces effundimus, misericors et benignus exaudi. Per eumden Christum, Dominum nostrum.
R. Amen.
Lasset uns beten. Gott, unsre Zuflucht und Stärke, sieh gnädig an das Flehen Deines Volkes, und erhöre in Deiner Barmherzigkeit und Güte, auf die Fürbitte der glorreichen und unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter Maria, ihres Bräutigams, des hl. Joseph, Deiner hll. Apostel Petrus und Paulus und aller Heiligen, die Gebete, die wir für die Bekehrung der Sünder, für die Freiheit und Erhöhung unsrer heiligen Mutter, der Kirche, flehentlich verrichten. Durch Ihn, Christus, unsern Herrn. R Amen.

Das Gebet an den Hl. Erzengel Michael (Privatexorzismus)

Sancte Michael Archangele, defende nos in proelio, contra nequitiam et insidias diaboli esto praesidium. Imperat illi Deus, supplices deprecamur: tuque, Princeps militiae caelestis, Satanam aliosque spiritus malignos, qui ad perditionem animarum pervagantur in mundo, divina virtute, in infernum detrude.
R. Amen.
Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz. ≪Gott gebiete ihm≫, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die andern bösen Geister, die in der Welt umhergehen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. R Amen.

Die Anrufung des Hl. Herzens Jesu (vom hl. Pius X hinzugefügt)

V. Cor Iesu sacratissimum
R. Miserere nobis. (ter)
V. Heiligstes Herz Jesu. 
R. Erbarme Dich unser! (dreimal)

Linkliste:

Teil 1   Teil 2   Teil 3   Teil 4   Teil 5   Teil 6   Teil 7   Teil 8  Teil 9   Teil 10   Teil 11   Teil 12 Teil 13   Teil 14 Teil 15

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


the-annunciation-of-mary

Evangelium am Aschermittwoch

Mt 6, 16 – 21 Wenn ihr fastet, so macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Die entstellen ihr Gesicht, damit die Leute es ihnen ansehen, daß sie fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben schon ihren Lohn. Wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Antlitz, damit die Leute nicht sehen, daß du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Sammelt euch nicht Schätze auf Erden, wo Motte und Rost sie vernichten, wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost sie vernichten, wo keine Diebe einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

Betrachtung zum Evangelium des Aschermittwochs

Höchst sinnvoll und rührend ist der Gebrauch, womit die heilige Kirche die Zeit der Vorbereitung auf die Feier der Auferstehung des Herrn eröffnet, indem sie durch ihre Priester das Haupt der Christen mit Asche bestreuen und ihre Stirne mit dem Kreuze bezeichnen läßt. Durch diese Sinnbilder wird die Seele aufgefordert, von dem Vergänglichen sich abzukehren, und mit Ernst dem Unvergänglichen sich zuzuwenden. Unser Leben gleicht einer Blume, die am Morgen blüht und am Abende verwelkt ist. Daher soll jeder aechte Christ sich nach dem Wunsche der Kirche die Fastenzeit besonders der Buße, der Betrachtung des Leidens und Sterbens unsers Seligmachers, den guten Werken weihen, damit unsere Sünden getilgt werden, und wir zu einem tugendhaften Leben Gnade erlangen.

Kollekte zum Aschermittwoch

Kirchengebet.

Erhöre uns, o Herr! denn deine Barmherzigkeit ist von Ewigkeit und unbegranzt; nach der Menge deiner Erbarmnisse sieh auf uns! Errette uns, o Herr! allmächtiger, ewiger Gott! verschone die Bußfertigen, sey gnädig denen, die zu Dir stehen! Neige dein Ohr gnädig herab zu unserm Flehen und gieße über deine Diener, die jetzt ihr Haupt mit Asche bestreuen lassen, den reichen Segen deiner Gnade aus! Amen.

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


the-annunciation-of-mary

Evangelium des Sonntags Quinquagesima

Lk 18, 31 – 43 In jener Zeit nahm Jesus die Zwölf beiseite und sprach zu ihnen: «Seht, wir ziehen hinauf nach Jerusalem: dort wird alles in Erfüllung gehen, was die Propheten über den Menschensohn geschrieben haben. Er wird den Heiden ausgeliefert, verspottet, mißhandelt und angespien werden; man wird Ihn geißeln und töten; aber am dritten Tage wird Er wieder auferstehen.» Allein sie verstanden nichts davon; diese Rede war für sie dunkel, und sie begriffen nicht, was damit gemeint war. – Als Er Sich dann Jericho näherte, saß ein Blinder am Wege und bettelte. Als er das Volk (das nach Jerusalem pilgerte) vorbeiziehen hörte, fragte er, was das sei. Sie sagten ihm, Jesus von Nazareth gehe vorüber. Da rief er: «Jesus, Sohn Davids, erbarme Dich meiner!» Die Vorausgehenden schalten ihn, er solle schweigen. Er aber schrie noch lauter: «Sohn Davids, erbarme Dich meiner!» Da blieb Jesus stehen und ließ ihn zu Sich bringen. Als er herangekommen war, fragte Er ihn: «Was soll Ich dir tun?» Er antwortete: «Herr, daß ich sehe!» Jesus sprach zu ihm: «Sei sehend; dein Glaube hat dir geholfen.» Sogleich sah er, pries Gott und folgte Ihm. Und alles Volk, das Zeuge davon war, lobte Gott.

Betrachtung zum Evangelium des Sonntags Quinquagesima

Daß wir dem Tode immer näher rücken, wissen wir! daher ist es auch nothwendig, oft daran zu denken, uns darauf vorzubereiten. Wie nützlich ist es, das Leiden Jesu zu betrachten ! Alle die Demüthigungen und Schmerzen Jesu, erinnern sie uns nicht, daß wir uns durch Buße und Demuth zum Tode bereiten sollen? Wie wenige Menschen aber hören in ihren gesunden Tagen gerne vom Leiden und Sterben! Doch, sind wir mit einem leiblichen Uebel behaftet, wie sind wir da aufmerksam, alles zu erforschen, was dasselbe lindern oder vertreiben könnte! Wie gleichgültig sind wir hingegen bei den Nebeln der Seele!

O, laßt uns auch mit dem Blinden am Wege ausrufen: Sohn Davids, erbarme Dich meiner! Und gewiß! ein vertrauensvolles und beharrliches Gebet wird Gott erhören; er wird uns die Gnade verleihen, daß wir das Gute und Wahre erkennen. Auch sollen wir Gott danken für unser Gesicht: die Herrlichkeit, Macht und Güte Gottes in der Natur bewundern, aber Böses zu schauen uns hüten!

Kollekte zum Sonntag Quinquagesima

K i r ch e n g e b e t.

O Herr! erhöre gnädig unser Gebet, wir bitten Dich, löse die Bande unserer Sünden auf, und beschütze uns vor aller Widerwärtigkeit ! Amen.

Tridentinische Messe – eine visuelle Einführung – 14


38. Die Danksagung

Anschließend nimmt der Ministrant die Ampulen und gießt Wein in den Kelch ein. Der Priester betet:

QUOD ORE SUMPSIMUS — Was wir mit dem Munde empfangen haben

Quod ore sumpsimus Domine, pura mente capiamus: et de munere temporali fiat nobis remedium sempiternum. Was wir mit dem Munde empfangen haben, Herr, das laß uns auch mit reinem Herzen aufnehmen, und aus dieser zeitlichen Gabe werde uns ewige Erquickung.

Sodann reinigt er, zur Epistelseite tretend, die Finger und den Kelch. Der Ministarnt gießt auf die Finger des Priesters Wasser und Wein. Der Priester betet:

CORPUS TUUM, DOMINE — Dein Leib, Herr, den ich empfangen

Corpus tuum, Domine, quod sumpsi, et Sanguis, quem potavi, adhaereat visceribus meis: et praesta, ut in me non remaneat scelerum macula, quem pura et sancta refecerunt sacramenta. Qui vivis et regnas in saecula saeculorum. Amen. Dein Leib, Herr, den ich empfangen, und das Blut, das ich getrunken habe, bleibe stets in meinem Herzen; laß keine Sündenmakel in mir zurückbleiben, da mich dieses reine, heilige Sakrament gelabt hat: der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.

Das Opfermahl schließt ab mit der Communio (Kommunionlied) und der Postcommunio (Schlußgebet). Mit dem Dank für die Himmelsspeise verbinden sie die Bitte um deren volle Auswirkung und deuten oft hin auf ihre ewige Frucht: die Glorie im Himmel.

Der Priester trocknet den Kelch ab und bedeckt ihn mit dem Velo. Der Ministrant bringt das Messbuch. 

39. Communio – Gesang Communio-Gebet  
Der Priester geht zu der Epistel-Seite und liest das Communio-Gebet-
(siehe am betreffenden Tag oder Fest) Dieses wird im Hochamt vom Chor gesungen.

40. Postcommunio – Die Gebete nach der Communio und nach der Kommunion

S. Dominus vobiscum.
M. Et cum spiritu tuo.
S. Oremus.
P. Der Herr sei mit euch.
M. Und mit deinem Geiste.
P. Lasset uns beten.

Der Priester liest das Gebet Postcommunio. Danken wir zusammen mit dem Priester Gott, dass er sich gewürdigt hat uns mit dem Leib seines Sohnes Jesus Christus zu speisen und bitten wir Gott, dass diese Heilige Kommunion uns Kraft geben möge alle unsere Standespflichten zu erfüllen und uns zum ewigen Leben führt, durch denselben Christus, unseren Herren, der mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und herrscht. An die Postcommunio des Tages schließen sich gegebenenfalls die den Kirchen- und Stillgebeten entsprechenden weiteren Schlußgebete an. Auf die erste und letzte Postcommunio antwortet jeweils der Meßdiener oder die Gemeinde:

S. Per omnia saecula saeculorum.
M. Amen.
P. von Ewigkeit zu Ewigkeit
M. Amen.

In den Werktagsmessen der Fastenzeit spricht der Priester noch die Oratio super populum – Gebet über das Volk, wobei alle sich mit dem Haupte verneigen.

ENTLASSUNG

Nachdem wir durch die hl. Opferfeier mit Christus und durch Christus Gott aufs vollkommenste verherrlicht haben, sendet uns die Kirche mit ihrem Segen wieder zurück in den Alltag. Unsere innige Verbindung mit Christus gibt uns die heilige Aufgabe, aber auch die unverbrüchliche Kraft, bei all unsern täglichen Obliegenheiten ≪Zeugnis zu geben vom Lichte≫ (Schlußevangelium), nämlich von Christus in uns, und so die in der Opferfeier dargebrachte Verherrlichung Gottes fortzusetzen während des ganzen Tages.

ITE, MISSA EST — Ankündigung der Entlassung

Nachdem er die Gebete beendet hatte, kehrt der Priester zur Altarmitte zurück, küsst den Altar und wendet sich an die Gläubigen, indem er sagt:

S. Dominus vobiscum.
M. Et cum spiritu tuo.
S. Ite, missa est. 
M. Deo gratias.
P. Der Herr sei mit euch.
M. Und mit deinem Geiste.
P. Gehet hin, ihr seid entlassen.Im feierlichen Hochamt singt der Diakon das Ite Missa est.
M. Dank sei Gott.

 Alle bisherigen Teile dieser Reiehe finden Sie in chronologischer Reihenfolge hier:

Teil 1   Teil 2   Teil 3   Teil 4   Teil 5   Teil 6   Teil 7   Teil 8  Teil 9   Teil 10   Teil 11   Teil 12 Teil 13 Teil 15