Christopher A. Ferrara, (2 von 3) Das  nächste Stadium im Bergoglio Debakel: Das Coming Out der Homo Kirche.


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Eine wachsende Besetzung der „Homo Kirchen“ – Untestützer und – Aktivisten

Martin

LGBT-Mainstreamer James Martin, SJ. Das Foto spricht für sich selbst

Der ärgerliche, überempfindliche Pater James Martin, der es liebt, oft und öfter „Was zur Hölle“ zu sagen, ist ein unerbittlicher Förderer des homosexuellen Priestertums und der „Homo“ Ehe. Er ist nicht nur allen kirchlichen Sanktionen durch seine Unterordnung unter die unfehlbare moralische Lehre der Kirche entgangen, Bergoglio macht ihn zum Konsultor des Vatikanischen Sekretariats für Soziale Kommunikation. Offensichtlich begrüßt Bergoglios Vatikan seinen pro-homosexuellen Aktivismus., einschließlich einem Buch über „eine zu errichtende Brücke zwischen der Kirche und der imaginären LGBT-Gemeinschaft“, in dem Martin die Lehre der Kirche, die auch im aktualisierten Katechismus von Johannes Paul II. sagt, dass homosexuelle Veranlagung in sich selbst ungeordnet sind (Maritn würde es lieber „anders geordnet“ nennen),  und dass homosexuelle Handlungen schwerwiegend verdorben sind und dass Sodomie eine Sünde ist, schlicht ablehnt.

Martin fördert eifrig die Vorstellung, dass Gott Homosexuelle und „Transgender“ als solche „geschaffen“ hat, was nur bedeuten kann, dass er sie mit wirklich wesentlichen Erkrankungen positiv begabt hat, die sie zu Taten schwerer Verderbtheit neigen lassen.

In einem Video, in dem er sein Buch verteidigt, zitiert Martin die Lehre der Kirche über die intrinsische Unmoral der Sodomie und verwirft sie dann sofort, weil sie von der „LGBT-Gemeinschaft“ nicht „angenommen“ worden sei. „Der Rest des Videos, mit Bildern von glücklichen“ Homosexuellen “ In ihren glücklichen „homosexuellen“ Beziehungen, argumentiert für das „Hineinströmen (mainstreaming)“ der „LGBT-Gemeinschaft“ in die Kirche.

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Walter Kasper: Vom waschechten Modernisten zum „Hof-Theologen“ des Bergoglioanischen Barmherzigkeitszeitalters.  Entspann dich!

Kardinal Walter Kasper, Bergoglios Lieblings-Theologe, dessen modernistische Vorstellung von „Barmherzigkeit“ das gesamte Bergoglianische Programm der moralischen Revolte belebt hat, verteidigte die Legalisierung der  „Homo-Ehe“ in Irland im Jahr 2015: „Ein demokratischer Staat hat die Pflicht, den Willen des Volkes zu respektieren; Und es scheint klar, dass, wenn die Mehrheit der Leute solche homosexuellen Gemeinschaften will, der Staat die Pflicht hat, solche Rechte anzuerkennen. „

Marx

Reinhard Marx: Pro-Homo Symbol einer wohlhabenden, aufgeblähten und korrupten deutschen Hierarchie

Kardinal Reinhard Marx, der der Weltpresse mitteilte, dass Bergoglio seine Freude über die bischöfliche Genehmigung der Heiligen Kommunion für Ehebrecher Amoris Lätitia folgend ausdrückte, sieht bei der jüngst erfolgten Legalisierung der „Homo Ehe“ in Deutschland kein Problem. Das eigentliche Problem, sagt er, ist, dass „die Kirche kein dezidierter Wegbereiter gewesen ist, was die Rechte der Homosexuellen betrifft.“ In Bezug auf die „Homo Ehe“ erklärte Marx: „Die christliche Position ist eine Sache. Eine andere Sache ist es zu fragen, ob man aus allen christlichen Moralkonzepten Gesetze machen kann. Wer nicht versteht, dass das eine nicht automatisch zum anderen führt , hat das Wesen der modernen Gesellschaft nicht verstanden.“

Schönborn

Christoph Schönborn:
„Offizieller“ Interpret von Amoris Laetitia und falsch konservativer Mainsteamer der „Homo Ehe“ und der „Homo Adoption“

Kardinal Christoph Schönborn, den Franziskus unter dem peinlich falschen Eindruck, er sei „Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre“, einen „großen Theologen“ genannt hat, ist der Anführer des Weges zur kirchlichen Anerkennung der „Homo Ehe“ „-Adoption“ und „LGBT-Familien „.

We are Family, Georg Urbanitsch

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Wie Life Site News berichtete, erklärte Schönborn in einem Interview von 2015 in La Civiltà Cattolica, dessen Inhalt von Bergoglios Vatikanischen Staatssekretär Kardinal Parolin geprüft wurde, „Wir können und müssen die Entscheidung, eine Beziehung mit einer Person gleichen Geschlechts einzugehen respektieren, (und) zivilrechtliche Mittel suchen, um ihr Zusammenleben mit solchen Gesetzen zu schützen, die diesen Schutz sichern. Bergoglio hat Schönborn als seinen vertrauten „Interpreten“ von AL bezeichnet.

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Christopher A. Ferrara, (1 von 3) Das  nächste Stadium im Bergoglio Debakel: Das Coming Out der Homo Kirche


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Der vorliegende ausgezeichete und ausgezeichnet übersetzte Text von Christopher A. Ferrara betrifft die USA, welches sich von D, A und CH darin unterscheidet, dass es dort noch katholische also rechtgläubige Bischöfe gibt. Ferrara befasst sich also mit denen, bei welchen die Homophilie, um es so vorsichtig zu formulieren, aufällig ist. In Deutschland ist es umgekehrt, denn uns kommt kein einziger Bischof in den Sinn, der Homosexualität als Sünde bezeichnet hätte, wenigstens seit Bischof Dyba nicht. Unsere Homo-Bischöfe, diejenigen also, welche die katholische Lehre über die Sünde der Sodomie nicht richtig wiedergeben, entnehmen Sie bitte unserer kurzen Reihe über die Bischofsperlen, die wir deswegen eingestellt haben, um nicht gezwungen zu sein auch noch in diesem Dreck zu wühlen. Sicherlich wäre es gut eine deutsche, österreichische oder schweizer Version des u.a. Artikels zu verfassen, wozu uns leider die Leute und die Mittel fehlen. Aber es ist wirklich sehr einfach:

Ein jeder, der behauptet, dass Homosexualität keine Sünde ist, ist selbst ein Sodomit.

Und was ist so schlimm daran?,

würde uns vielleicht jemand fragen, der kein Katholik ist und sich hierhin verirrt hat.

Das, dass solch ein Bischof in der Lüge lebt, etwas vorgibt, was er nicht ist und  seine „Partner“ von unser aller Steuergelder finanziert!

Und dafür wollen wirklich die wenigsten Katholiken zahlen. Will er „seinem Herzen folgen“ oder „sich outen“, dann soll er sein Amt niederlegen, sich in den Laienstand versetzen lassen, all das Geld zurückzahlen, das er durch das Vorheucheln des Priestertums erschwindelt hatte, sowie seine „Partner“ von seiner Hände Arbeit finanzieren, nachdem er die Schulden abgestottert hat. Jeder kann sich leider selbst für die Ewigkeit zu Grunde richten, aber nicht für unser Geld und nicht unter der Fassade etwas zu sein, was man nicht ist und etwas zu vertreten, was man nicht vertritt. Punkt.

Verfasst von  Christopher A. Ferrara

Joseph Tobin hebt Gewichte und heißt „Homo Paare“ in seiner Kathedrale willkommen

 Joseph Tobin

 Ein Bergoglio Kardinal für die neue Homo Kirche

 

Einführung

Wie ich auf diesen Seiten mehr als einmal bemerkt habe, ist der sorgfältig geplante und unerbittlich ausgeführte Angriff auf das Sechste Gebot in der Gestalt der „begleiteten“ und „integrierten“ öffentlichen Sünder, die in „Zweitehen“ und anderen „irregulären Gemeinschaften“ in einem vagen Prozess der „Unterscheidung“ ihrer „konkreten Situationen“ die wesentliche Neuheit des Bergoglianischen Pontifikats, selbst inmitten des turbulenten Meeres der Neuheiten, welches die nachkonziliäre Epoche darstellt. Mit anderen Worten, eine Form der Situationsethik in der sexuellen Thematik . Diese Entwicklung ist schlicht apokalyptisch. Es gibt für das, was wir erleben, kein anderes Wort.

Von Anfang an war dieser Angriff auch darauf ausgerichtet, die praktizierenden Sodomiten und ihre „homosexuellen Verbindungen“ zu etablieren. Wir dürfen nicht vergessen, dass es Bergoglio war, der den Homo Ball dadurch ins Rollen brachte, dass er ein Dokument genehmigte und beauftragte, das der Welt fälschlich als die veröffentlichte Relatio der Synodenväter im Jahr 2014 präsentiert wurde, obwohl diese es nicht gesehen hatten und es später mit überwältigender Mehrheit ablehnten. Darin lesen wir:

„Homosexuelle haben Gaben und Qualitäten, die sie der christlichen Gemeinschaft anbieten: Sind wir in der Lage, diese Menschen zu begrüßen und ihnen einen brüderlichen Platz in unseren Gemeinden zu garantieren? Sie wünschen sich oft, einer Kirche zu begegnen, die ihnen ein einladendes  Zuhause bietet. Sind unsere Gemeinden fähig, ihre sexuelle Orientierung zu akzeptieren und zu würdigen, ohne die katholische Lehre über die Familie und die Ehe zu gefährden?“

Die Schaffung eines „einladenden Zuhauses“ für Homosexuelle qua (als) Homosexuelle müsste die Anerkennung  ihres diabolischen Spotts über die Ehe beinhalten. Darum erklärt dasselbe Dokument, dass „gleichgeschlechtliche Gemeinschaften nicht mit der Ehe zwischen Männern und Frauen gleichgesetzt werden können…es gibt (aber) Fälle, in denen die gegenseitige Unterstützung bis hin zum Punkt des Opfers eine kostbare Unterstützung für das Leben der Partner darstellt.“

Es war Bergoglio, der darauf bestand, dass dieser abscheuliche Text in das Verfahren der Synode 2015 aufgenommen wurde, als hätten die Väter es „trotz ihrer Ablehnung dieses „schockierendsten Dokuments in der Geschichte Roms“ verabschiedet. Die betrügerische Veröffentlichung „ihres“ Berichtes hat geholfen, eine offene Rebellion gegen Bergoglios ungeschickte Manipulation des Synoden-Verfahrens zu entfachen. (Anmerkung: Die englische, französische und spanische Übersetzung des ursprünglich italienischen Dokuments scheint von der Vatikanischen Website gelöscht worden zu sein, nur die italienischen und portugiesischen Versionen bleiben bestehen.)

Betrachten wir die folgenden Anzeichen, in denen Papst Bergoglio den Eroberungsmarsch des militanten Homosexualismus in Kirche und Staat respektiert:

  • Am Anfang seines Pontifikats ernannte Bergoglio einen berüchtigten Homosexuellen, Msgr. Battista Ricca, zum Prälaten des eigenen päpstlichen Haushaltes und der sogenannten Vatikanischen Bank.
  • Mit dem Skandal der Ricca-Berufung während einer Luftfahrt-Pressekonferenz konfrontiert, äußerte Bergoglio sein berüchtigtes „Wer bin ich, zu urteilen?“, um „eine Person, die schwul ist und Gott sucht und guten Willes ist …“ nicht zu respektieren – damit auf einen aktiven Homosexuellen hindeutend, dem unbestritten bewiesen ist,  in zahlreiche sodomitische Beziehungen involviert zu sein und dabei auch mit einem jungen Mann in einem Aufzug erwischt wurde.
  • Den Ton für das gesamte Projekt der aufkommenden Homo Kirche justierend, spottete Papst Bergoglio in dem berüchtigten Interview im America Magazin von September 2013 über die Idee der Missbilligung homosexuellen Verhaltens: „Einst fragte mich jemand in einer provozierenden Art und Weise, ob ich Homosexualität billige. Ich antwortete mit einer Gegenfrage: „Sagen Sie mir; wenn Gott einen Homosexuellen ansieht, billigt er die Existenz dieser Person mit Liebe, oder weist er sie zurück und verdammt sie?“ Wir müssen immer die Person betrachten. Hier treten wir in das Geheimnis des Menschen ein. Hier im Leben begleitet Gott die Menschen, und wir müssen sie begleiten, ausgehend von ihrer Situation … „
  • Seitdem hat Bergoglio eine große Show veranstaltet aus persönlichen Begegnungen mit körperlichen Umarmungen mit einer Auswahl von Menschen, die von der (sexuellen) Norm abweichen, und akzeptierte sogar die „Ehe“ einer Frau, die vorgab, ein Mann zu sein und mit einem anderen Mann „verheiratet war“ als gegeben.
  • Bergoglio hat es zurückgewiesen sich gegen die Legalisierung von „Homosexuellen Partnerschaften“, „Homo Ehen“ oder sogar „Homo Adoption“ in Italien, Irland, den Vereinigten Staaaten, und Malta auszusprechen. Für diese Verletzung seiner Pflicht führt er die Entschuldigung an, dass „der Papst sich nicht in die konkrete Politik eines Landes einmischt“, während es exakt das ist, was er tut, wenn es um politische Fragen wie „Klimawandel“ und Einwanderungspolitik geht,  die über seine Kompetenz hinausgehen.
  • Einer der wenigen direkten Gegenspieler der drohenden „Homo Kirche“ im Bischofsamt ist Erzbischof Charles Chaput, von Papst Benedikt zum Erzbischof ernannt, der als US-Delegierter zu der aufgetaktelten Synode gewählt wurde. Er verabschiedete pastorale Leitlinien, die die Heilige Kommunion sowohl für sexuell aktive „Homo Paare“ als auch für „wiederverheiratete“ Paare, die in ihren ehebrecherischen sexuellen Beziehungen verbleiben, verbieten. Erzählenswert ist, dass Bergoglio zurückwies, Chaput zum Kardinal zu kreieren, obwohl Philadelphia ein traditioneller Kardinalssitz ist.

Nun – mit Bergogios schwerer Hand auf dem Steuerruder des Petrus-Schiffes, das er immer heftiger nach links zerrt, kommt es überall und oft mit Begolgios direkter Hilfe zum „Coming out“ der Homosexuellen, die die Kirche inmitten der schlimmsten Krise in 2000 Jahren befallen.

Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (7 von 7) Schlussfolgerung und status quo.


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Schlussfolgerung

Die Absicht, diesen Aufsatz zu schreiben, war es, zu untersuchen, wie die fleischliche Begierde, oder deutlicher der Geist der Hurerei oder Unreinheit in der Lage war, in das Innere der zeitgenössischen Kirche einzudringen. Wir haben uns die Mühe gegeben, sie/ihn durch verschiedene Kanones des Neuen Kirchenrechts und verschiedene Lehren des jüngsten Lehramtes im Zweiten Vatikanische Konzil zurückzuverfolgen, in denen der Geist der gefallenen Welt offiziell in die katholische Kirche einbrach.

Dieser unreine Geist  stimmt mit der Weltvision der Sexualität überein. Unsere frühere Analyse dieser Vision zitierend und kurz auf den Zeitraum vom letzten Vatikanischen Konzil bis zum gegenwärtigen Pontifikat hinweisend, sollten wir fortfahren zu untersuchen, inwieweit dieser Geist die Enzyklika Amoris Laetitia formt.

A. „Sexualität hat keine besondere Zielsetzung. Ihr Gebrauch ist angenehm und ein Mittel, um Liebe zwischen zwei Personen auszudrücken, die nicht unbedingt miteinander verheiratet sind.“

     Wir haben gesehen, wie Gaudium et Spes den Begriff  „Zielsetzung“ unterdrückte, umso deutlicher unterdrückt im im Neuen Kirchenrecht,  wenn man die alten und die neuen Kanones vergleicht. Anschließend, bis hin zu Amoris Laetitia, hat die Fortpflanzung und Erziehung der Kinder nie wieder ihren bisherigen, traditionellen Status wiedergefunden.

Die Unterdrückung dieses Begriffs, entweder durch Isolierung oder in Verbindung mit der Bezeichnung „primär“, markiert sicherlich den Einbruch des Dämons Asmodeus[1] in die Bastion der beständigen kirchlichen Ehelehre.

     Es ist diese Unterdrückung, die einer undefinierten „Liebe“ erlaubt hat, sich in den Vordergrund einer Eheethik zu drängen, in der zeitgenössische Kirchenmänner nicht einzig und allein die Sexualität als angenehm ansehen (in Übereinstimmung mit den oberflächlichen weltlichen Einstellungen).

In dem von Gaudium et Spes eröffneten Zeitraum deutete das kirchliche Lehramt mehr und mehr an, dass diese „Liebe“ mit erotischem Inhalt tatsächlich der primäre Ehezweck sei,  bis die Enzyklika Amoris Laetitia endlich beide Lehren explizit aussagte (siehe oben).

Bis zu diesem Punkt stellt die Enzyklika nur eine Entwicklung der jüngsten ehelichen Heterodoxie dar; in ihrer Befürwortung des Ehebruchs dagegen stellt sie ein Novum besonderer moralischer Schwere dar, sich immer enger an den Geist der Welt in all seiner eigensinnigen und unverschämten Kühnheit[2] schmiegend.

B. „Die Sexualität ist uneingeschränkt gut und kann mit vollkommener Zulassung benutzt und besprochen werden“

Das unqualifizierte Gutsein der Sexualität wurde seit dem Konzil durch die Unterdrückung der kirchlichen Lehre über die Begierde der gefallenen Natur angedeutet. Diese Unterdrückung zeigte sich besonders im Kirchenrecht und in der Theologie des Leibes.

Ihr  vermeintliches Gutsein wurde von Papst Johannes Paul II. auf eine göttliche Ebene gehoben, wenn auch im Kontext der ehelichen Liebe als Ganzes.[3] In Übereinstimmung mit dieser Ansicht wurde die Ehe nicht mehr als der Jungfräulichkeit oder dem Zölibat untergeordnet angesehen. Papst Franziskus folgte seinem Vorgänger, zumindest bei letzterem.

    Beide Päpste, während sie die kirchliche Lehre über die Sünden gegen die Reinheit[4] aufrechterhielten, sprechen über solche Themen mit völliger Zulassung[5], Papst Franziskus empfiehlt diese Erlaubnis auch öffentlich, da er die Schulprogramme der „Sexualerziehung“ unterstützt.

C. „Sexualmoral wird durch die Grundsätze des Hedonismus festgelegt“

    Während die Kirche ihre Position der Schwere der Sünden gegen die Reinheit offiziell weiterhin beibehält, beobachten wir, wie die jüngsten Veränderungen im Kirchenrecht und im Lehramt die Tür zum Empfang der heiligen Kommunion im Stand der Todsünde unter bestimmten Bedingungen geöffnet haben. Die Vorkehrungen von Papst Franziskus für die Kommunion für Ehebrecher (auch unter bestimmten Bedingungen), muss im Einklang mit dieser Entspannung der eucharistischen Disziplin gesehen werden.

   Wie oben erwähnt, ist die große Neuheit von Amoris Laetitia die Befürwortung des Ehebruchs. Angesichts dieser Laxheit kann man sich nicht nur über die päpstliche Analyse der Sexualität der zeitgenössischen Jugend in ausschliesslich soziologischer und psychologischer Hinsicht ohne jeden Hinweis auf Moral beunruhigen, sondern auch über das völlige Fehlen einer Verurteilung der Unkeuschheit, ob allein oder mit einem anderen. In der Tat, wie wir oben beobachtet haben, scheint er aktiv dazu ermutigen, wie in der Phrase:

„Das Wichtigste ist, ihnen die Sensitivität gegenüber verschiedenen Ausdrücken der Liebe zu lehren …“ in Vorbereitung „für die sexuelle Vereinigung in der Ehe als Zeichen einer allumfassenden Verpflichtung durch alles bereichert, was dem vorausging.“

Was ist die Natur der Liebe, die die „sexuelle Vereinigung“ bereichern soll, wenn es nicht sexuelle Liebe ist? Aber wenn der Verfasser des Textes das nicht beabsichtigt, weil es der kirchlichen Lehre widerspricht, warum sagt er das nicht?

      Kurzum, obwohl die Enzyklika den sexuellen Hedonismus nicht explizit fördert, befürwortet sie die Unkeuschheit in einem besonders schweren Fall (das heißt Ehebruch); Sie analysiert die Sexualität in Begriffen der Psychologie, die typischerweise mit einer hedonistischen Weltanschauung verbunden sind; Sie installiert einen freizügigen Geist unter den Gläubigen; und übergeht in vollständigem Schweigen die beständige kirchliche Verurteilung der Unkeuschheit.

                                                              *

Mit einem Wort, was wir immer deutlicher hören, vom Zweiten Vatikanischen Konzil an bis zur Enzyklika Amoris Laetitia, ist die Stimme der Welt. Diese Stimme verkündet die folgende Botschaft:

„Sexualität ist Liebe; Sie ist uneingeschrankt gut; und sollte für das Streben nach Glück verwendet werden“.

Kardinal Browne OP erwiesenermaßen korrekter Hinweis war, dass die im Konzil vorgeschlagenen Neuerungen den gesamten Sinngehalt der Ehe pervertieren würden.

   Man könnte sich vorstellen:

„Die Kirche hat mit der Zeit ihre Ansichten auch über  diese Angelegenheiten geändert.“

Worauf wir antworten würden: Die Kirche in ihren Verlautbarungen ist nicht wie eine Regierung oder eine Firma, die ihre Politik nach veränderten Umständen anpasst. Vielmehr ist sie Wächter und Lehrer: Wächter und Lehrer des Glaubens und der Moral. Glaube und Moral bilden die übernatürliche Wahrheit, die Offenbarung, das Depositum Fidei. Die Wahrheit in sich selbst ändert sich nicht, nur in der Fülle und der Tiefgründigkeit ihres Zeugnisses; die Offenbarung ist eine Offenbarung von x und nicht von y; Das Depositum Fidei ist so hinterlegt wie es ist und nicht wie alles mögliche.

   Angesichts der Wahrheit, die in letzter Instanz Gott selbst ist, sind die für den Menschen notwendigen Tugenden Demut, Gelehrigkeit, Gehorsam, Unterordnung und Unterwerfung. Der Mensch ist auf dieser Erde um zu dienen, er ist ein „nutzloser Knecht“ mit den Worten unseres Allerheiligsten Herrn, ein bloßes Instrument, ob er gleich Papst, König oder Laie ist. Wenn Konzilien oder Päpste es auf sich nehmen, das Unberührbare, Unveränderliche und Unreformierbare zu berühren, zu verändern oder zu reformieren, dann werden die Konsequenzen gravierend sein

                                                      

 Postscript

 Der Status quo

Unter den verschiedenen Demütigungen, die Amoris Laetitia folgten, wollen wir nur noch erwähnen: „Der Treffpunkt, Projekt zur affektiven und sexuellen Bildung für junge Leute“, der aus dem Päpstlichen Rat für die Familie stammt und unter den Jugendlichen auf dem „Weltjugendtag“ in Polen im vergangenen Jahr großzügig verteilt wurde. Hier begegnet der Personalismus von Papst Johannes Paul II. der sexuellen Amoralität von Papst Franziskus, in einer Verherrlichung der Liebe, in der nicht ein einziges Mal die Todsünde, noch die elterliche Verantwortung erwähnt wird. Das Dokument ist mit Erotik aufgeladen, die auch mit Pornografie nicht spart, was völlig verwerflich ist.

   Die Glorifizierung der Erotik hat einen Schleier der Dunkelheit über die Ehe und die (vollkommene) Keuschheit geworfen: über die Ehe, indem sie ihre Zielsetzung – die Zeugung von Kindern verdeckt, bis hin zur (vollkommenen) Keuschheit, deren Realisierbarkeit verdunkelt wird. Das Ergebnis ist, dass verheiratete Paare in die Ehe eintreten, ohne zu wissen, was sie ist, um dann mit dem Versagen des Vorhabens zu enden, während immer weniger junge Menschen in den geistlichen Stand treten[6]. Denn die Ordensleute legen ein Gelübde vollkommener Keuschheit ab, aber wenn die Kirche nicht mehr erklärt, was dieses Gelübde ist oder was es bedeutet, warum sollte es ein junger Mensch ablegen? Und wenn die Ehe auf dem gleichen Niveau ist wie der geistliche Stand (welcher Jungfräulichkeit / Zölibat in seiner kirchlichen Form darstellt), warum dann die Mühe, den letzteren anzunehmen?

   Die Hierarchie und der Klerus versagen in ihrer Pflicht, den Glauben zu diesen Themen bekanntzumachen. Eine Anzahl ihrer Mitglieder scheinen durch denselben Geist der Erotik gesättigt, den sie predigen. Sie fordern die Befreiung vom Zölibat, und ihre Skandale[7] setzen sich von Tag zu Tag so monoton wie ekelerregend fort. Hier sehen wir Asmodeus wieder am Werk, in dieser seiner für ihn erfreulichsten und endgültigen Aufgabe: der Verseuchung der Kirchenmänner und der kirchlichen Lehre.

   Gott wird übergangen und ignoriert, mitsamt seiner der menschlichen Natur eingeschriebenen Bestimmung, der Zeugung von Kindern für die Bevölkerung des Himmels; mitsamt der Liebe zu Ihm, die die totale sich selbsthingebende Liebe ist, welche in der Eucharistie im Stand der heiligmachenden Gnade empfangen wird, oder in der Liebe der vollkommenen Keuschheit, der Liebe der Reinheit, der übernatürlichen Liebe der Barmherzigkeit in ihrer vollkommenen Hinordnung auf Ihn, der Liebe des ungeteilten Herzens, der Liebe, die gesegneter und erhabener und ein vollkommeneres Zeichen der Vereinigung Christi mit seiner Kirche ist als selbst die Ehe[8], der Liebe von der unser Allerheiligster Herr sagte:  Selig sind die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen“.     

                      

 Sancta Maria, ora pro nobis

Mater purissima, ora pro nobis

Mater castissima, ora pro nobis

Sancte Joannes Evangelista, ora pro nobis

Sancte Aloisi Gonzaga, ora pro nobis

Sancte Dominice Savio, ora pro nobis 

Sancte Joannes Baptista, ora pro nobis

Sancte Joannes Fisher, ora pro nobis

Sancte Thoma More, ora pro nobis 

A spiritu fornicatione, libera nos, Domine.

[1] Dementsprechend haben wir als Frontseite für dieses Essay ein Detail aus dem Isenheimer Altar von Matthäus Gruenewald gewählt, der einen androgynen Dämon darstellt, der eine Kirche stürmt.

[2]  In Verbindung damit stellen wir die intellektuelle Verlogenheit der Argumentation für den Ehebruch (wie oben analysiert) fest. Was kann eine Argumentation gegen das Naturrecht und den Glauben anderes sein? Solch eine Verlogenheit war ein Merkmal des Konzils (siehe das Buch über das Zweite Vatikanische Konzil von Professor de Mattei) aber das hier ist sicher das erste Beispiel in einem päpstlichen Dokument.

[3] wenn auch in das theologische Problem eingeschlossen, siehe oben.

[4] Obwohl zweifelhaft im Falle von Papst Franziskus, siehe den nächsten Abschnitt.

[5] Papst Franziskus zögert nicht, mit großer Lässigkeit öffentlich von Perversionen in diesem Bereich zu sprechen

[6] Es scheint, dass die jüngsten vatikanischen Dokumente über das geweihte Leben dazu neigen, weiter zu seiner „Wertminderung“ beizutragen

[7] Lasst sie über die Schmerzen meditieren, die sie für sich selbst ansammeln, entweder im Fegefeuer, in dem eine strenge und gründliche Wiedergutmachung selbst für ein einziges Kreuzzeichen, welches ohne Ehrfurcht gemacht wurde, erzwungen wird, oder in den tiefsten Abgründen der Hölle, die für den verdammten Klerus reserviert sind. Oder falls sie kein Erbarnmen mit ihren eigenen Seelen haben, lasst sie wenigstens Mitleid mit den Opfer-Seelen bekommen,  die ihr Leben zur Sühne für die Sünden des Klerus angeboten haben.

[8] Vgl. Sacra Virginitas, Papst Pius XII

Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (6 von 7) Amoris Laetitia.


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III.  AMORIS LAETITIA

Wie können wir daran zweifeln, dass diese Enzyklika, die von demselben Kardinal Caffara, dem Schwester Lucia geschrieben hatte, öffentlich in Frage gestellt wurde, keinen Anteil hat am Zusammenprall zwischen der Kirche und Satan, wie wir oben erwähnt haben?

In diesem kurzen Blick auf Amoris Laetitia betrachten wir Ehe, Ehebruch und „Sexualerziehung“.

          1)    Ehe

a) Ehe in sich selbst

         Die Exhortation Amoris Laetitia

Die Exhortation Amoris Laetitia sagt in § 80: Die Ehe ist an erster Stelle eine »innige Gemeinschaft des Lebens und der Liebe«, die ein Gut für die Ehegatten selbst darstellt, und die Geschlechtlichkeit ist »auf die eheliche Liebe von Mann und Frau hin geordnet … Trotzdem ist diese Vereinigung »durch ihre natürliche Eigenart auf die Zeugung ausgerichtet.«.

      In den Fußnoten sind für diesen Text vier Referenzen angegeben: Gaudium et Spes § 48 in Bezug auf die „intime Gemeinschaft“; Der Kodex des kanonischen Rechts (1983) c.1055 im Hinblick auf das „Wohl der Ehegatten“[1]; Der Katechismus der katholischen Kirche § 2360 im Hinblick auf die Ordnung der Sexualität in der  ehelichen Liebe; Gaudium et Spes § 48 wieder im Hinblick auf die Hinordnung der Ehe auf die Fortpflanzung.

    Es gibt zwei Dinge zu beachten beim Vergleich dieser Passage der Exhortation mit dem jüngeren Lehramt:

    1)  Es stellt einen „Schritt nach vorn“ dar, insofern es nun explizit die eheliche Liebe als das primäre Ziel der Ehe darstellt („Heirat ist erstens … eheliche Liebe“);

    2)  Diese Lehre ist ein weiteres Beispiel für die erotisierende Tendenz des jüngsten Lehramtes, die sich hier auch in der Wiederholung dreier Lehrsätze (die wir oben behandelt haben), die die Ehe als „intime Partnerschaft des Lebens und der Liebe“ und ein „Gut“ für die Ehegatten bezugnehmend auf die Hinordnung der Sexualität zur ehelichen Liebe beschreibt. Der Vorschlag, daß die eheliche Liebe im Wesentlichen sexuellen Inhaltes ist, wird in der Folge auch in § 150 mit dem Titel „Die erotische Dimension der Liebe“ in ausschliesslich weltlichen Begriffen ausgearbeitet.

 

b) Ehe im Bezug zu Jungfräulichkeit oder Zölibat

Gerade haben wir gesehen, wie Papst Franziskus das jüngste Lehramt einen Schritt weiter gehen lässt, indem er ausdrücklich “Liebe” als primäre Zielsetzung der Ehe bezeichnet und und dieser „Liebe“ ausdrücklich einen erotischen Inhalt verleiht.

Im folgenden werden wir sehen, wie er die Ehe jetzt genau so und explizit auf die gleiche Ebene setzt wie Jungfräulichkeit und Zölibat (Exhortation § 159 Papst Johannes Paul II aus seinem Diskurs vom 14. April 1982 zitierend: „…dass die biblischen Texte »weder einen Grund dafür [liefern], die „Minderwertigkeit“ der Ehe zu behaupten, noch dafür, die „Überlegenheit“ der Jungfräulichkeit bzw. des Zölibats zu vertreten.«

   Dadurch, dass er das Zitat hier enden lässt und durch die Einsetzung von Anführungszeichen um die Worte Minderwertigkeit und Überlegenheit vermittelt Papst Franziskus den Eindruck, dass sowohl die Heilige Schrift als auch Papst Johannes Paul II. diese beiden grundlegenden Lebensweisen auf die gleiche Ebene setzen, mit anderen Worten sie als gleichwertig betrachten. Das aber ist nicht wahr. Die Heilige Schrift und die Tradition, die im Konzil von Trient ihren Höhepunkt finden (wie wir oben zeigten), lehren, dass die letztgenannte Lebensweise überlegen ist.

        Unter Bezugnahme auf Johannes Paul II. erkennt er hier die letztere Wahl als überlegen an, wie wir oben gesehen haben, und erklärt am Ende des fraglichen Absatzes, dass der Herr: „…seinen Jüngern das Ideal der Mäßigung und die Berufung dazu schenkt, weder wegen der Minderwertigkeit noch wegen Vorurteilen gegen die ehelich leibliche Vereinigung, sondern allein um des Himmelreiches willen.“[2]

Es ist wahr, daß Papst Franziskus später in diesem Abschnitt von der Vollkommenheit des geweihten Lebens spricht, aber er tut dies nicht im absoluten Sinne, in dem diese Vollkommenheit von der Tradition verstanden wird, sondern nur in einem relativen Sinn in einer kurzen Betrachtung der jeweiligen Stärken und Schwächen der beiden verschiedenen Stände, welche, wie er behauptet, sich der Gleichwertigkeit erfreuen.

   Kurz gesagt, Papst Johannes Paul II. neigt dazu, die beiden Lebensstände als gleichwertig zu betrachten, während Papst Franziskus diese These ausdrücklich feststellt. Das entspricht sicher der Bedeutung, die er auch der ehelichen Liebe zukommen lässt.

2. EHEBRUCH

   Es ist sicherlich der Geist der Erotik, der sich bereits in den obigen Zitaten manifestiert, die hinter der nachsichtigen Haltung des Papstes gegenüber dem Ehebruch steht.

a) Die Befürwortung des Ehebruchs

             In dem Dokument Amoris Laetitia § 298 spricht der Papst von „geschiedenen und wiederverheirateten“ Paaren wie folgt: „Die Kirche weiß um Situationen, in denen »die beiden Partner aus ernsthaften Gründen – zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder – der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen können«. (Familiaris Consortio § 84) Und er fügt in der Fußnote 329 an: „Viele, welche die von der Kirche angebotene Möglichkeit, „wie Geschwister“ zusammenzuleben, kennen und akzeptieren, betonen, dass in diesen Situationen, wenn einige Ausdrucksformen der Intimität fehlen, »nicht selten die Treue in Gefahr geraten und das Kind in Mitleidenschaft gezogen werden [kann].« (Zweites Vatikanisches Konzil, Past. Konst. Gaudium et spes über die Kirche in der Welt von heute).

    Kommentar

   ‘Ausdrucksformen der Intimität’ bezieht sich auf sexuelle Beziehungen wie aus einer Lektüre der vollständigen Passage von Gaudium et Spes hervorgeht, und aus der Tatsache, dass die „Ausdrucksformen der Intimität“ dem Zusammenleben als Bruder und Schwester gegenübergestellt werden. Folglich kann der Text wie folgt zusammengefasst werden: Viele geschiedene und wiederverheiratete Paare, die zum Wohle ihrer Kinder zusammenleben, finden, dass die sexuellen Beziehungen (d.h. der Ehebruch) für ihre Beziehung und für das Wohl ihrer Kinder fruchtbar sind.

Wir sehen, dass dann:

i) Ehebruch gerechtfertigt ist; und zwar:

ii) als Mittel zum Zweck: nämlich wegen der Treue des Paares und wegen des Wohls der Nachkommenschaft;

iii) in einer bestimmten Situation, ja insbesondere in einer Situation, die von „vielen“ erfahren wird;

iv) in der angeblichen Kontinuität mit dem vorangehenden kirchlichen Lehramt

.
Wir können auf jeden der Punkte wie folgt antworten:

i) Ehebruch wird expressis verbis im Alten Testament im 6. Gebot und von unserem Herrn Jesus Christus selbst im Neuen Testament verurteilt (Mt 19,9, Mk 10,11-12). Darüber hinaus spezifiziert Unser Heiland den Ehebruch als eine der Sünden, die den Sünder vom ewigen Leben ausschließen (Mt. 19,17-18), also als Todsünde. Von daher ist er ein intrinisches (in sich selbst bestehendes (Anm. d. Übers.)) Übel, das in keiner Weise gerechtfertigt sein kann.

ii) Der hl. Paulus (Röm 3,8) erklärt ausdrücklich, dass ein Übel nicht als Mittel zum Guten getan werden kann;

iii) Hier ist die Situationsethik mit dem Grundsatz am Werk, dass das Gewissen eine Norm nach der Situation erschaffe, in der sich das Individuum befindet. Die Kirche hat im Gegensatz dazu die Situationsethik verurteilt, und versteht das Gewissen als Urteilsvermögen, das objektive moralische Prinzipien auf bestimmte Handlungen anwendet.

iv) Der Papst (oder seine Mitarbeiter) unterdrücken wesentliche Teile der Passagen, aus denen er zitiert.  In der ersten Passage erklärt Papst Johannes Paul II., wenn er von den „wiederverheiratet Geschiedenen“ spricht, die aus Motiven zusammenleben, die das Wohl ihrer Kinder einschließen, dass sie in vollkommener Keuschheit leben müssen: wenn sie es nicht tun, können sie die Heilige Kommunion nicht empfangen. In der zweiten Passage befürwortet das Konzil die sexuellen Beziehungen aus Gründen der Treue und dem Wohl der Kinder, aber nur bei denen, die sakramental verheiratet sind.

Mit anderen Worten, sagt Papst Johannes Paul II., dass  „wiederverheiratet Geschiedene“ als Paar für das Wohl ihrer Kinder zusammen leben können, jedoch in vollkommener Keuschheit; Das Konzil sagt, dass die sexuellen Beziehungen die Treue eines Paares und das Wohl ihrer Kinder in der Ehe fördern können. Durch die Kombination beider Passagen, unter Ausschluss der Verweise auf Keuschheit und Ehe, behauptet Papst Franziskus, den Ehebruch auf der Grundlage des vorangegangenen Lehramtes zu rechtfertigen.

b) Der kirchliche Status der Ehebrecher

     Die Ermahnung besagt in § 299, dass die „wiederverheiratet Geschiedenen“ als lebendige Glieder der Kirche leben und reifen können, „und schlägt vor, dass sie in das öffentliche Leben der Kirche integriert werden, zum Beispiel als Paten. Die Tradition der Kirche zusammen mit dem hl. Thomas von Aquin auf der anderen Seite betrachten sie als tote Mitglieder der Kirche, wie abgestorbene  Zweige eines lebendigen Baumes. Aus diesem Grunde und wegen ihres schlechten Beispiels ist es eindeutig unangebracht, daß Ehebrecher im öffentlichen Leben der Kirche Positionen übernehmen noch war es ihnen je erlaubt, dies zu tun.

c) Die Zulassung der Ehebrecher zur Heiligen Kommunion

    Wir können aus § 298 und Fußnote 329, die wir oben analysierten, schlussfolgern, dass, wenn Ehebruch nicht mehr als Todsünde gilt, die Ehebrecher das Recht haben, in das Leben der Kirche integriert zu werden, auch wenn es um die heilige Kommunion geht. Lassen Sie uns nun eine der Passagen des Dokuments untersuchen, das ausdrücklich sagt: „[…] dass die Konsequenzen oder Wirkungen einer Norm nicht notwendig immer dieselben sein müssen. […] Auch nicht auf dem Gebiet der Sakramentenordnung, da die Unterscheidung erkennen kann, dass in einer besonderen Situation keine schwere Schuld vorliegt. (§ 300 mit Fußnote 336).

     Welche Art von Rechtfertigung für den Zugang zur heiligen Kommunion hat der Papst hier im Auge? „Situationsethik“? Aber diese Ethik ist, wie wir bereits erklärt haben, null und nichtig. Oder ist es vielleicht die Unwissenheit seitens des Paares, dass Ehebruch eine Todsünde ist oder dass (der Empfang der… (Anm. d. Übers.) die heilige Kommunion im Stand der Todsünde eine weitere Todsünde ist? Es ist wahr, dass eine Todsünde einem Sünder dann nicht angerechnet wird, wenn er nicht wusste, dass es eine solche war; dennoch ist die fragliche Sünde objektiv eine Todsünde und ein schweres Vergehen gegen Gott. Aus diesem Grunde muß jede Form von geistlicher Hilfe, Unterscheidung, Unterrichtung oder Intervention seitens der Kirche darauf gerichtet sein, das Paar über das objektive natürliche und göttliche Gesetz zu unterrichten und sie dazu zu führen, in der Gnade Gottes zu leben, und sie nicht aus Angst, ihre Empfindungen zu beleidigen, in Unwissenheit und Sünde zurückzulassen. Kurzum, die Aufgabe der Kirche ist es nicht zu vermeiden, die Gläubigen zu kränken, sondern zu vermeiden, dass Gott beleidigt wird.

3. Sexualerziehung

    Jetzt, wo die europäischen Schulen mit „Sexualerziehungs“-Programmen einer unmoralischen und rein hedonistischen Ordnung überschwemmt worden sind (und wir fürchten, dass es noch schlimmer kommen wird), wird ein Eingriff der Heiligen Mutter Kirche mit jedem Tag, der vergeht, zunehmend dringender und notwendiger. Mit der Veröffentlichung von Amoris Laetitia hätte man vielleicht gehofft, dass die Hierarchie eine wahrhaft katholische Haltung in Bezug auf die Frage eingenommen hätte, zum Beispiel:

i) Einen Vorschlag (zu unterbreiten), neue und wirklich katholische Schulen zu gründen oder zumindest neue Institute, um die katholische Lehre in den vorhandenen Schulen zu lehren;

ii) ein Appell an die Eltern, die Kinder selbst zu unterrichten oder zumindest die Ausbildung ihrer Kinder dahingehend zu überwachen, dass dieser Unterricht tatsächlich in Übereinstimmung mit dem primären Ziel der Ehe (d. h. der Fortpflanzung und der Erziehung der Kinder) stattfindet.

iii) Eine klare Darstellung der katholischen Lehre über die Ehe, über die ihr entgegengesetzten Handlungen, über die Reinheit, über die Unreinheit und über die Tatsache, dass alle Sünden gegen die Reinheit Todsünden sind.

Stattdessen fehlen dem Abschnitt § 280-286 mit dem Titel „Die Notwendigkeit der Sexualerziehung“ seltsamerweise all diese Punkte.

i) Weit davon entfernt, Alternativen zu den gegenwärtigen „Sexualerziehungs“-Programmen aufzuzeigen, beschränkt sich das Dokument darauf, bestimmte Modifikationen oder Abänderungen einiger Akzente (innerhalb dieser Programme) vorzuschlagen

ii) Die erzieherische Rolle der Eltern wird nicht einmal erwähnt, im markanten Gegensatz zu dem Dokument „Die Wahrheit und Bedeutung der menschlichen Sexualität“, das der Vatikan etwa 20 Jahre zuvor (1995) promulgiert hat, welches angesichts der Gefahren, dieses Thema in der Schule zu behandeln, streng die Sexualerziehung innerhalb der Familie anordnet.[3] In der fraglichen Passage ignoriert Amoris Laetitia tatsächlich die primäre Zielsetzung der Ehe und konzentriert sich (mit Ausnahme eines einzigen Verweises auf das „natürliche Ziel der Sexualität: die Fortpflanzung“) auf den sekundären Ehezweck, d.h. auf die Liebe: ja auf eine Liebe exklusiv verstanden in einem emotionalen und vor allem sexuellen Sinne. Man liest zum Beispiel über die „Erziehung zur Liebe, zum gegenseitigen Sich-Schenken“ (§ 280); Über die „Liebesfähigkeit“ (§ 281-2) und die Art und Weise, wie „junge Menschen Liebe zeigen“ (§ 284)

iii) In Bezug auf die katholische Lehre über Ehe und Reinheit[4] wird überhaupt gar nichts gesagt. Die Sexualität wird in einer ausschließlich psychologischen Weise behandelt, ohne die klitzekleinste Anspielung auf Moral. Das Übel, das vermieden werden soll, ist keine Sünde mehr, sondern es sind eher soziale oder psychische Probleme wie: „Banalisierung und Verarmung“ (§ 280) „die außer Kontrolle geratene Pornographie und die auf Krankhaftigkeiten herabgewürdigte Sexualität, die unsere Liebesfähigkeit entstellt“ (§ 281-2) „narzissitische Aggressivität“, „mit ihrem Körper und ihren Begierden zu spielen“ (§ 283); „Unreife“ (§ 284) „die Einschließung in die eigenen Grenzen“ (§284-5), „den eigenen Körper nicht zu akzeptieren aus Angst vor der Verschiedenheit“ (§ 285).

   Wir sehen, dass Sexualität außerhalb der Ehe nicht verurteilt wird. Vielmehr wird, so scheint es, dazu aktiv ermutigt, so dass der Abschnitt in seiner endgültigen Analyse mit Sexualerziehungsprogrammen kompatibel ist, die bereits stattfinden und mit solchen, die den Kindern noch übergestülpt werden sollen: „Der Sexualtrieb kann geschult werden in einem Weg der Selbsterkenntnis und der Entwicklung einer Fähigkeit zur Selbstbeherrschung, die helfen können, wertvolle Fähigkeiten zur Freude und zur liebevollen Begegnung zu Tage zu fördern.“ (§ 280) „Es ist hingegen wichtig, ihnen einen Weg aufzuzeigen zu verschiedenen Ausdrucksformen der Liebe, zur gegenseitigen Fürsorge, zur respektvollen Zärtlichkeit, zu einer Kommunikation mit reichem Sinngehalt[5] zu kommen”, in der Vorbereitung „für die sexuelle Vereinigung in der Ehe als Zeichen einer allumfassenden Verpflichtung durch alles bereichert, was dem vorausging“ (§ 283, siehe auch § 284).

   Tatsächlich ist der Abschnitt auch mit „Gender[6]“ kompatibel, da der Verfasser die Sexualerziehung nicht nur für Jugendliche, sondern auch für „Kinder“ in Betracht zieht (§ 280 und 281); und er sich freut zu behaupten: „Wir können auch nicht ignorieren, dass die Gestaltung unserer eigenen Seinsart, sei es männlich oder weiblich, nicht einfach das Ergebnis biologischer oder genetischer Faktoren[7] ist, sondern von mehreren Elementen, die mit Temperament zu tun haben, Familiengeschichte, Kultur usw. […]; Aber es ist auch wahr, dass Männlichkeit und Weiblichkeit keine starren Kategorien sind […]. Der Abschnitt endet mit einer Warnung vor der „legitimen Freiheit und der Verstümmelung der echten Entwicklung der konkreten Identität der Kinder oder ihrer Möglichkeiten“ (§ 286)[8]

[1] Vgl. die Fußnote 9 oben

[2] Die Schwierigkeiten dieses Statements haben wir weiter oben ausgeführt

[3] Dieses Dokument atmet einen authentischen katholischen Geist, abgesehen von einem übermäßigen persönlichen Beharren auf die „Liebe“.

[4] Wiederum in einem markanten Gegensatz zu „der Bedeutung und Wahrheit der menschlichen Sexualität“

[5] Es ist unklar, worüber hier gesprochen wird. Sicherlich hätten sich die griechischen und römischen „Liebesdichter“ z.B. vorgestellt, in solch eine Kommunikation mit einbezogen zu werden, allerdings in völliger Abwesenheit von Keuschheit.

[6] Einer Ideologie – so dumm, wie verabscheuungswürdig

[7] Aber in welchen Fällen und warum ist das Gebet ein Problem, „den eigenen Körper nicht zu akzeptieren“ (vgl. § 285)?

[8] Die schädliche Wirkung dieser Passage wird nicht durch die päpstliche Missbilligung von „Gender“ bei anderen Gelegenheiten vermindert, da die letztgenannten Aussagen nur einen verwirrenden Effekt haben und nicht die Korrektur früherer Aussagen bewirken.

Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (5 von 7) „Überhöhung der ehelichen Liebe“.


asmodeus

B. Die Überhöhung der ehelichen Liebe

 1. Vergöttlichung und Zielsetzung

       Wir haben erklärt, wie die eheliche Liebe durch ihre Vergöttlichung erhöht wurde, durch ihre Angleichung an die göttliche Liebe der Barmherzigkeit.

        Durch die Angleichung der ehelichen Liebe an die Nächstenliebe, vergöttlicht sie der Papst nicht nur, sondern legt sie auch dadurch fest, dass er sie als einen Weg zur Verwirklichung des Sinns des menschlichen Lebens präsentiert. Denn da Gott die Summe alles Guten und Vollkommenen ist, ist die raison d’être (die Daseinsberechtigung) jedes gegebenen Dinges durch die Nachahmung des Gutseins und der Vollkommenheit Gottes selbst bestimmt. Die Vollkommenheit Gottes, zu deren Nachahmung der Mensch imstande ist, ist sein (Gottes) Wissen über und vor allem die Liebe zu sich selbst. Diese Liebe, wie wir oben erklärt haben, ist eine totale sich selbst hingebende Liebe. Indem er behauptet, dass die eheliche Liebe einer total sich selbst hingebenden Liebe gleich kommt, behauptet der Papst dann, dass der Mensch seine raison d’être, Daseinsberechtigung,  durch die eheliche Liebe (einschließlich des dazugehörigen Aktes) erfüllen kann. Tatsächlich behauptet der Papst ausdrücklich, dass die totale Selbsthingabe in der Ehe (dem Menschen (Anm. d. Übers.) die „Verwirklichung des eigentlichen Sinns seines Seins und seiner Existenz“ (16 Jan. 1980) ermöglicht.

2. Konsequenzen der unangemessenen Überhöhung der ehelichen Liebe

Es gibt zwei Arten von Konsequenzen, die aus dieser unangemessenen Überhöhung der ehelichen Liebe fließen: eine interne, das heißt eine Art von Konsequenz für andere Lehren, die die Theologie des Leibes ausmachen, und eine externe, für die Art und Weise, wie dieses System generell im Ganzen verstanden wird.

a) Interne Konsequenzen 

Wenn nun die eheliche Liebe auf das Niveau erhoben wird, das wir beschrieben haben, so kann sie klarerweise in keinerlei Weise als negativ dargestellt werden, sei es wegen der Begierde (im Sinne der inhärenten Störung des sinnlichen Begehrens) oder in ihrer Beziehung zu Jungfräulichkeit und Zölibat.

i) Begierde

     Die sexuelle Begierde wird mit der Tugend der Keuschheit bekämpft: das bedeutet totale Abstinenz außerhalb der Ehe oder Mäßigung innerhalb der Ehe. Die totale Abstinenz, die mit der Wachsamkeit über den Willen und die Phantasie verbunden ist, reicht aus,  um den Makel der Begierde in unserem Handeln zu vermeiden. Mäßigung bei der Verwendung der sexuellen Befähigung innerhalb der Ehe ist im Gegensatz dazu unzureichend, um diesen Makel vollständig zu vermeiden, wegen der der Natur innewohnenden Unordnung dieser Befähigung als Folge der Erbsünde. Die Ehe bietet jedoch einen Kontext für die nicht-sündhafte Ausübung der sexuellen Fakultät, trotz ihrer inhärenten Störung. Dies ist, was der Begriff „Abhilfe oder Heilmittel der Begierde“ bedeutet (siehe oben).

    Papst Johannes Paul II. leugnet natürlich nicht die Existenz der Begierde als Quelle der Sünde, sondern vernachlässigt, dass sie dem ehelichen Akt innewohnt, wenn auch nicht in sündhafter Weise. Aus diesem Grund kann er sagen (Diskurs 29. Oktober 1980):

„Durch die Gnade durchtränkt der Heilige Geist das sexuelle Verlangen mit allem, was edel und schön ist“,

und (26. September 1979) kann von „ursprünglicher Unschuld“ sprechen als etwas, das in gewissem Sinne dem Menschen (heute) noch zugänglich ist.

ii) Ehe in Beziehung zu Jungfräulichkeit und Zölibat

Das Konzil von Trient erklärt dogmatisch (Sitzg. 24 Can. 10):

Wer sagt, … es sei nicht besser und seliger, in der Jungfräulichkeit und dem Zölibat zu bleiben, als sich in der Ehe zu verbinden der sei mit dem Anathema belegt.

Si quis dixerit… non esse melius ac beatius manere in virginitate aut caelibatu, quam matrimonio: Anathema sit.

    In Übereinstimmung mit dieser Lehre referiert Johannes Paul II. die Worte des Heiligen Paulus (Diskurs, 7. Juli 1982), dass: derjenige, der sich für die Ehe entscheidet, „gut handelt”, während der, der die Jungfräulichkeit wählt, “besser” handelt. (1 Kor 7, 38) Das “dem Herrn gefallen” hat als Hintergrund die Liebe. Dieser Hintergrund wird an einer weiteren Gegenüberstellung sichtbar: Der Unverheiratete sorgt sich darum, wie er dem Herrn gefallen könne, während der verheiratete Mann sich auch darum sorgen muss, wie er seine Frau zufriedenstellen kann.”

     Der gleiche Papst erklärt in einer weiteren Passage (Diskurs 14. April 1982), während er die Aussage unseres Herrn (Mt 19. 12):

“Es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreiches willen”, referiert, dass diese Worte “weder einen Grund dafür liefern, die “Minderwertigkeit“ der Ehe zu behaupten, noch dafür, die “Überlegenheit” der Jungfräulichkeit bzw. des Zölibats zu vertreten, weil diese ihrer Natur nach darin bestehen, sich der ehelichen leiblichen Vereinigung zu enthalten … einzig allein um des “Himmelreiches” willen.“

In dieser zweiten Passage gibt er die Überlegenheit der Jungfräulichkeit oder des Zölibats wieder zu, und zwar um des „Himmelreiches“ willen (was eindeutig eine Entsprechung der Liebe Gottes ist). Aber er präzisiert dahingehend, dass der Grund für deren Überlegenheit genau das ist und nicht die Enthaltung vom ehelichen Akt. Und doch ist es unmöglich, das eine Motiv von dem anderen zu trennen. Die Jungfräulichkeit oder der Zölibat um des Himmelreiches/um der vollkommenen Gottesliebe willen besteht wesentlich in der Enthaltung von der ehelichen Liebe, welche buchstäblich das ist, was diesem Lebensstand seinen Charakter des übernatürlichen Opfers verleiht, in dem seine Überlegenheit liegt.

Diese Zurückhaltung, den ehelichen Akt in irgendeiner Weise zu erniedrigen, entspricht einer Tendenz, die beiden Lebensstände ein und derselben Ebene zuzuordnen. Und der Papst erklärt (Familiaris Consortio § 11) in der Tat:

„Die christliche Offenbarung kennt zwei besondere Weisen, die Berufung der menschlichen Person zur Liebe ganzheitlich zu verwirklichen: die Ehe und die Jungfräulichkeit“.[1]

     Diese dritte Passage präsentiert beide Lebensstände als Berufungsziele, als Wege, in einem totalen Sinn zu lieben, die dann folglich ein und denselben moralischen Wert haben. Folglich kann man sagen, wird beiden Ständen die selbe Ebene zugewiesen. Das steht sowohl im Widerspruch zum Konzil von Trient als auch zu der zweiten oben genannten Passage. Diese (die 2. og Passage (Anm. d. Übers.)) hatte den Stand der Jungfräulichkeit oder des Zölibates als dem verheirateten Stand auf der Grundlage  einer Verschiedenheit der Liebe als überlegen präsentiert, während die 3. Passage (aus Familiaris Consortio) beiden Ständen dieselbe Ebene aufgrund einer Gleichwertigkeit der Liebe zuweist.

Abschließend verzeichnen wir die Zusammenhanglosigkeit in der Art und Weise, wie der Papst die beiden Lebensstände zu einander in Beziehung setzt: Einmal die Jungfräulichkeit / den Zölibatsstand als überlegen; andererseits die beiden Stände als gleichwertig anzusehen. Die letztgenannte Sichtweise muss, wegen ihrer Grundlegung in einem zentralen Grundsatz seines Denkens, nämlich der sich total hingebenden Liebe, als die vorherrschende Ansicht angesehen werden.[2]

b) Externe Konsequenzen der Überhöhung der ehelichen Liebe 

      Die Überhöhung der ehelichen Liebe hat ebenfalls Konsequenzen für die Art und Weise, wie die Theologie des Leibes grundsätzlich zu verstehen ist.

     Papst Johannes Paul II. vergöttlicht die eheliche Liebe, wie wir erklärt haben, indem er sie als “sich total selbst hingebende Liebe” bezeichnet. Aber während die eheliche Liebe von der Welt als sexuelle Liebe verstanden wird und auch so vom jüngsten Lehramt (s.o.) präsentiert wird, wird diese Vergöttlichung generell als Vergöttlichung der sexuellen Liebe aufgefasst.

Derselbe Papst vergöttlicht gleichermaßen den Akt der ehelichen Liebe, indem er ihn als „totale Selbsthingabe“ bezeichnet, aber da die totale Selbsthingabe des ehelichen Aktes (insoweit er von den Ehegatten in gegenseitiger Hingabe und Zuwendung verwirklicht wird, siehe oben) auch außerhalb der Ehe bestehen kann, wird diese Vergöttlichung grundsätzlich als Vergöttlichung der sexuellen Liebe verstanden.

   Die Vergöttlichung des Eheaktes (in der Lehre des Papstes), die Vergöttlichung des sexuellen Aktes und der sexuellen Liebe im allgemeinen (wie die Lehre des Papstes generell verstanden wird) ist mit dem katholischen Empfinden eindeutig unvereinbar und stimmt weniger mit dem Katholischen Glauben und dem Katholischen Gefühlen als mit den verwirrten Launen der gefallenen Natur überein, wenn eine solche Liebe als ein Ausdruck des inneren Lebens der Allerheiligsten Dreifaltigkeit dargestellt wird.[3]

   Die Tatsache, daß diese Vergöttlichung auf Kosten der wahren göttlichen Liebe, der Caritas, erfolgte, stellt eine Ersetzung oder Verdunkelung der Caritas (und deren Vervollkommnung, der Heiligkeit) durch die Sexualität dar. Das entspricht auch dann der Wahrheit, wenn der Papst keinen solchen Effekt beabsichtigte, und selbst wenn er der Sexualität in seinem Pontifikat weniger Gedanken und Worte als der Heiligkeit widmete.

 

C. Der Wurzelfehler der Theologie des Leibes

     Wir haben behauptet, daß das formale Prinzip der Theologie des Leibes das Konzept der ehelichen Liebe als »totale Selbsthingabe« sei. Das ist ein personalistisches Prinzip der moralischen Ordnung. Es ist in einem personalistischen Grundsatz der ontologischen Ordnung begründet, nämlich dem, dass die Liebe die Persönlichkeit ursächlich bestimmt.[4]

   Diese Prinzipien leiten sich offensichltich von der trinitarischen Theologie her, die lehrt, dass:

  1. innerhalb der Allerheiligsten Dreifaltigkeit die Beziehungen die Personen konstituieren (so formt zum Beispiel die göttliche Vaterschaft den himmlischen Vater);
  2. die Liebe zwischen den göttlichen Personen eine sich total selbst hingebende ist.

   Wenn wir diese beiden Prinzipien auf die eheliche Ethik anwenden, sehen wir, wie Papst Johannes Paul II. behaupten kann, dass die Liebe zwischen den Ehegatten eine der totalen Selbsthingabe sei und dass diese Liebe ihre Persönlichkeit konstituiert: und sie zu dem macht, was sie als Personen sind.

   Jedoch müssen wir einwenden, dass das, was für die Allerheiligste Dreifaltigkeit wahr ist, weder für die Eheethik, noch für zwischenmenschliche Ethik im allgemeinen gilt. Was den ersten Punkt angeht, so haben wir oben argumentiert, daß die eheliche Liebe keine totale Selbsthingabe ist, zum zweiten Punkt, dass die Liebe die menschliche Person nicht ontologisch, sondern nur moralisch bestimmt. Ontologisch ist die Person eine Einheit aus Leib und Seele und ihre Handlungen (wie ihre Liebe) sind eine Folge ihrer Natur (agere sequitur esse), anstatt ihre Natur bestimmend.

In der Zusammenschau ist der Grundirrtum der Theologie des Leibes die missbräuchliche Anwendung der trinitarischen Theologie auf die Eheethik.

   Vom theologischen Standpunkt aus folgt dieser Irrtum der Verwirrung der übernatürlichen und natürlichen Ordnung, philosophisch gesehen ist er ein Irrtum des Subjektivismus: eine Missachtung der objektiven Ordnung – der konkreten objektiven Wirklichkeit der Dinge – sei es des Glaubens oder der Vernunft, zugunsten des Subjekts.

Weiter oben haben wir die Beweise dafür gesehen, dass dieser Subjektivismus die Person (nur) im Sinne ihrer  Liebe unter Missachtung ihrer menschlichen leib-seelischen Natur versteht, die Ehe sich im Sinne der totalen Selbsthingabe unter Missachtung des Sakramentes, des Bundes und der Gnade erdenkt; in ihrer Überhöhung ohne Berücksichtigung der Begierde oder ihrer Unterlegenheit gegenüber dem Zölibat/der Jungfräulichkeit; und in seiner Vereinnahmung der Liebe Christi zur Kirche in einer untraditionellen uind erotisierenden Art und Weise.

                                                           *

Bevor wir die Enzyklika von Papst Franziskus untersuchen, werden wir kurz den Einfluß des Geistes der Welt auf die Eheethik im jüngsten Lehramt im Lichte unserer kurzen Zusammenschau dieses Geistes oben erforschen.

Im ersten Teilabschnitt, bei Gaudium et Spes und im angepassten Kodex des Kanonischen Gesetzes, sahen wir, wie der Begriff der Zielsetzung der Ehe unterdrückt und wie die „Fortpflanzung“ dann in den Hintergrund und die „eheliche Liebe“ in den Vordergrund gerückt wurde. Wir haben dann beobachtet, wie diese Liebe einen erotischen Inhalt erwarb, der sich in den folgenden Jahren verstärken sollte.

    Im zweiten Abschnitt über die liturgischen Veränderungen und einen neuen Kodex des Kanonischen Rechts erkannten wir, wie die Schwere der Todsünde (indirekt) verniedlicht wurde.

      Im dritten Teil über die »Theologie des Leibes«, sahen wir, wie die eheliche Liebe und besonders der Eheakt verherrlicht und die »negative« Begierde heruntergespielt wurde. Wir haben eine völlige Offenheit, oder Bereitschaft seitens des Papstes erlebt, über diese Dinge zu sprechen, gleichzeitig hörten wir in seinen Worten nichts, was die Schwere der Unreinheit zu vermindern suchte. In der Tat – eine der großen Stärken des moralischen Lehre dieses Papstes ist seine Aufrechterhaltung des Naturrechts und sein konsequentes Beharren auf der Tugend der Reinheit.[5]

[1] In ähnlicher Weise lesen wir von einer „Berufung zur Ehe“ im Katechismus der Katholischen Kirche (1603).

[2] In Zusammenhang mit diese Sichtweise nehmen wir die Initiative Johannes Paul II. zur Kenntnis, einzelne verheiratete Personen und Ehepaare zu Ehren der Altäre zu erheben.

[3] Etwa vor einem Dutzend Jahren gab ein Angestellter der Kongregation für die Glaubenslehre gegenüber dem Autor informell und wortreich den Irrtum der „Theologie des Leibes“ in einer Konversation im Heiligen Offizium zu. Die Tatsache, dass dieses theologische System eine trinitarische Doktrin von der Art enthält, die wir eben erwähnt haben, genügt, um jedem, der eine katholische Sensibilität besitzt, ihren Irrtum zu zeigen, auch wenn er von unserer Kritik ihr gegenüber nicht überzeugt ist. Solche Konzepte im Katholischen Lehramt zu finden und aus dem Mund des Vikars Christi zu hören, ist ein Zeugnis für die bemerkenswerte Ausweitung der Erotik im Schoß der Katholischen Kirche  in den zwanzig Jahren nach der Verkündung von Gaudium et Spes.

[4] Vgl. unsere Diskussion des ethischen Personalismus in “Angriff auf die Ehe”

[5] Wir leugnen nicht, daß Johannes Paul II. vieles schrieb, das katholisch und wahr war, und zur Verteidigung der Nächstenliebe und Reinheit (beitrug), auch in seinen Diskursen zur Theologie des Leibes.

Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (3 von 7) Todsünde und heilige Kommunion.


asmodeus

2. Todsünde und Heilige Kommunion

Die traditionelle Lehre

Die Kirche hat immer gewissenhaft und treu davor gewarnt, die heilige Kommunion im Zustand der Todsünde zu empfangen. In der Liturgie des Gründonnerstags und des Fronleichnamsfestes präsentiert uns die Kirche in ihrer Liturgie des Alten Ritus für unsere Meditation den Abschnitt des ersten Briefes des hl. Paulus an die Korinther im Kapitel 11, der vor dem Empfang der Heiligen Kommunion, der zur Verdammnis führt, warnt. Im Fronleichnamsfest wiederholte der Autor (des Messtextes (Anm. d. Übers.)) selbst, der hl. Thomas von Aquin, pointiert die Passage im Communio-Gebet; In der Sequenz Lauda Sion erklärt er unmissverständlich:

Sumunt boni sumunt mali,

sorte tamen İnaequalis,

vitae vel interitus.

Mors est malis, vita bonis:

vide paris

Sumptionis quam sit dispar exitus.

 

Gute kommen, Böse kommen

Doch nicht jedem will es frommen

Leben bringts und Todesbann

Bösen: Tod, den Guten: Leben

Sieh das Gleiche wird gegeben

Doch nicht Gleiches man gewann.

 

Die Kirche lehrt traditionell, dass jemand im Stand der Todsünde verpflichtet ist, zu beichten, bevor er die Heilige Kommunion empfängt. Wenn er andererseits (ohne Beichte (Anm. d. Übers.) die Messe besucht, muss er auf die sakramentale Kommunion verzichten und kann nur die geistliche Kommunion empfangen. Es ist wahr, daß ein Akt der vollkommenen Reue außerhalb des Bußsakramentes genügt, um einen Menschen von der Todsünde zu befreien, aber da es unmöglich ist zu wissen, ob die Reue in jedem gegebenen Fall vollkommen ist, würde die betreffende Person in der Tat riskieren, eine weitere Todsünde zu begehen, indem sie unter solchen Umständen die heilige Kommunion empfängt; deshalb ist es falsch, so zu handeln.

Dementsprechend lesen wir im Katechismus des hl. Pius X. (§ 630):

„Wer weiß, dass er im Stand der Todsünde ist, muss vor der Kommunion eine gute Beichte ablegen, denn der vollkommene Reueakt ohne Beichte genügt für den, der im Stand der Todsünde ist, nicht, um würdig zu kommunizieren[1].“

 

Die neue Lehre 

Sowohl in der Neuen Liturgie als auch im jüngeren Lehramt der Kirche entdecken wir, dass die oben beschriebene traditionelle Doktrin verwässert wurde.

Im Novus Ordo[2]  ist die Ermahnung des Heiligen Paulus gegen den Empfang der Heiligen Kommunion im Stand der Todsünde in der Liturgie sowohl des Gründonnerstages als auch des Fronleichnamsfestes (an zwei Stellen bei letzterem (siehe oben)) entfernt worden. Darüber hinaus wurde die Sequenz Lauda Sion optional; alternativ ist eine kürzere Version vorgesehen (siehe z.B. die Seite der Ameriaknischen Bischöfe), die nicht mehr die oben genannten Verse enthält.

Wie im jüngeren Lehramt lesen wir im Codex des Kirchenrechts:

„Wer sich einer schweren Sünde bewußt ist, darf ohne vorherige sakramentale Beichte die Messe nicht feiern und nicht den Leib des Herrn empfangen, außer es liegt ein schwerwiegender Grund vor und es besteht keine Gelegenheit zur Beichte; in diesem Fall muß er sich der Verpflichtung bewußt sein, einen Akt der vollkommenen Reue zu erwecken, der den Vorsatz miteinschließt, sobald wie möglich zu beichten.“ (CIC 1983 can. 916 [3]).

Der Kanon bezieht sich in erster Linie auf Priester, gilt aber auch für Laien. Er rechtfertigt (den Empfang der HK ohne Beichte nur mit Erweckung vollkommener Reue (Anm. d Übers.)) die heilige Kommunion bei einem „schwerwiegenden Grund“, aber was könnte dieser schwerwiegende Grund sein? Für einen Priester könnte er z.B. die Verpflichtung sein, eine Messe für eine vorhandene Gemeinde zu zelebrieren[4], aber was könnte er für einen Laien sein? Was könnte einen Grund darstellen, der schwer genug ist, eine sakrilegische Kommunion zu riskieren? Verlegenheit, was andere denken oder sagen könnten? Menschlicher Respekt? „Solidarität“ mit dem Ehepaar, dessen Hochzeit er zum Beispiel besucht? Der Gedanke, dass die heilige Kommunion ihm irgendwie helfen könnte, seine Sünde zu überwinden?

Wir beobachten, daß dieser bereits in sich schon fragwürdige Kanon im Katechismus der katholischen Kirche wie folgt zitiert wird (§ 1457):

„Wer sich bewußt ist, eine Todsünde begangen zu haben, darf selbst dann, wenn er tiefe Reue empfindet, die heilige Kommunion nicht empfangen, bevor er die sakramentale Absolution erhalten hat, außer wenn ein schwerer Grund vorliegt zu kommunizieren, und es ihm nicht möglich ist zu beichten.“

Hier werden nur zwei der im Kanon aufgeführten Bedingungen ausdrücklich zitiert, nämlich die Unmöglichkeit eines sakramentalen Bekenntnisses und der „schwerwiegende Grund“; Der Akt der Reue wird erwähnt, aber nicht ausdrücklich als Bedingung; während die vierte Bedingung, nämlich die Entschlossenheit, so bald wie möglich nach der Heiligen Kommunion zu beichten, völlig ausgelassen worden ist.

Der moderne Klerus scheint dagegen typischerweise nur auf den vierten Zustand zu insistieren, denn allzu oft kommen die Laien einem Beichtvater mit der unbekümmerten Ankündigung, ein Priester habe ihnen gesagt, daß es genügte, nach dem Empfangen der Kommunion zu beichten. Was hier am bemerkenswertesten ist, ist der Mangel an logischer Kohärenz seitens aller Beteiligten.

Wenn wir noch in der glücklichen Zeit und auf dem Territorium des Heiligen Römischen Reiches lebten und der Kaiser seine Absicht geäußert hätte, uns in unserem Haus zu besuchen, wäre es dann ausreichend, ihn in einer stickigen Wohnung mit zugezogenen Vorhängen zu begrüßen, mit ungewaschener Kleidung und Tellern, Staub, Schmutz und einem Haufen Müll überall, und ihm zu versichern, dass wir am nächsten Tag den ganzen Platz für seinen Besuch reinigen würden?

Die tolerantere Haltung der Kirche in Bezug auf den Empfang der heiligen Kommunion ist relevant für die Frage der Sexualität, insoweit sie die Schwere des Empfangs der heiligen Kommunion im Zustand der Todsünde herabsetzt, Sie verniedlicht die Schwere der Todsünde selbst, bei der die Unkeuschheit traurigerweise eine der häufigsten Arten ist.

So sehr auch diese liturgischen und lehramtlichen Neuerungen inzwischen das Verständnis der Gläubigen hinsichtlich der Schwere der Unkeuschheit beeinträchtigt hat, müssen wir in aller Ehrlichkeit zugeben, daß der Klerus in jüngster Zeit weit davon entfernt war, die wahren christlichen Werte, welche die dieser Sünde  entgegengesetzte Tugend betreffen, zu vermitteln.

Wann, oh aufmerksamer Leser; hast du in der letzten Zeit eine Predigt über die Herrlichkeit der Reinheit oder den Gräuel der Unkeuschheit gehört? Wann hast du gehört, daß ein Priester die Gemeinde warnte, die heilige Kommunion zu empfangen, nachdem sie eine Tat der Unkeuschheit begangen hat, sogar alleine? Wann hat er dich zuletzt im Beichtstuhl auf die Gefahr der Unkeuschheit für die Rettung deiner ewigen Seele ermahnt oder wann hat er dich jemals ermutigt, Gott das Opfer eines Lebens vollkommener Keuschheit anzubieten[5]?

[1] [1] Chi sa di essere in peccato mortale, che cosa deve fare prima di comunicarsi? Chi sa di essere in peccato mortale, deve, prima di comunicarsi, fare una buona confessione; non bastando l’atto di contrizione perfetta, senza la confessione, a chi è in peccato mortale per comunicarsi come conviene (n. 630).

[2] Wie wir in unserem Booklet ‘Die Zerstörung des Römischen Ritus’ bemerkten

[3] (Zitiert in Redemptoris Sacramentum, Kapitel 4, 81) Der Codex Iuris Canonici ist weder unfehlbar, noch stellt eine nachfolgende Version notwendigerweise eine Verbesserung gegenüber einer früheren Version dar. Darin ähneln die Kanones den nicht-unfehlbaren Erklärungen eines Konzils.

[4]    Er ist mit einem choix corneillien (schwierigen Wahl) konfrontiert, aber wie kommt es, dass er nicht mehr Respekt für das heilige Priestertum hat, aus dem heraus er den unauslöschlichen und ewigen Charakter in seiner Seele trägt? Hat er solche Lehren nie studiert? Hat sein Beichtvater im Seminar nie die Schwere solcher Sakrilegien abgewehrt?

[5] Wir erwähnen in diesem Zusammenhang die Unterdrückung der Initiative durch einen Teil der vatikanischen Hierarchie, den Heiligen Aloysius Gonzaga zum Schutzherrn der Jugend zu machen. Auch wenn diese Aktion, deren Nachweis wir nicht liefern können, nicht stattgefunden hätte, so ist sie doch typisch für die zeitgenössische kirchliche Sicht auf die Reinheit.

Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (2 von 7) Ehelehre der modernen Kirche.


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II. Die Ehelehre der Modernen Kirche bis zu Papst Franziskus

 

Seit Anbeginn Ihrer Geschichte lehrte und praktizierte die Kirche das asketische Leben. Tatsächlich ist dies eines der Merkmale, das sie von der Welt unterscheidet und das die wirkliche Authentizität Ihres Glaubens[1] bestätigt. Denn wie konnte sie das Leben so vieler in Demut und Keuschheit verwandeln, was im Widerspruch zur gefallenen Natur steht, wenn der Glaube, den Sie predigte, unwahr gewesen wäre?

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