Vom Schmutz und den Abwehrkräften


Saint_Paul_the_hermit

Bei der Durchsicht der traditionellen Seiten oder der überhaupt konservativ-religiösen Seiten macht sich Unmut und Verzweiflung breit, weil man fast ausnahmslos den Schmutz des Franziskus-Pontifikats, seine Skandale und dementsprechend scharfe Polemik findet. Das ist normal, denn auf Aktion folgt Reaktion. Der vermeintlich konservative Katholizismus schmilzt zusammen, wie der Schnee in der Frühlingssonne, der Kaiser ist nackt, was uns gar nicht fröhlich stimmt. Viele Menschen verlieren den Glauben, manche Neokonservative werden zu Traditionalisten und viele Seelen rasen auf die Hölle zu. Als der hl. Paulus der Einsiedler mit 15 während der arianischen Apostasie in seine Höhle kroch, wo er mit 105 starb, so hat er wirklich nichts verpasst, sondern seine eigene Seele gerettet und den hl. Antonius am Lebensende unterrichtet, der dieses Wissen an seine eigenen Schüler weitergab.

Wir geben uns Mühe, wenig vom und aus dem Vatikan zu berichten, weil es niemandem hilft und unseren Seelen nur schadet. Ist es nicht besser für die eigene Heiligung zu sorgen und sich eine kleine, heile Welt in seiner eigenen Einsiedlerhöhle zu schaffen, wie einst der hl. Paulus der Einsiedler? Natürlich ist es das! Seien wir Gott für Franziskus dankbar, denn er ist wie eine Seuche, welche die Krankheit der nachkonziliaren Kirche offenlegt und diese jetzt konsequent zerstört. Stichwort Amazonas-Synode, Abschaffung des Zölibats, die Neue Ökumenische Messe.

Warum lässt Gott es zu?

Weil die Menschen nach 1962 oder schon früher auf seiner heiligen Kirche eine eigene Menschenmachkirche erbaut haben, welche nicht göttlich, sondern gnostisch ist. Mit eigenen Lehren, mit eigener Liturgie und Hierarchie. Diese schlitterte immer mehr in eine Apostasie, die jetzt offenbar wird. Deswegen wird die Reinigung sehr schmerzlich sein, denn diese neue Nicht-Kirche wird bis auf die Fundamente zerstört werden. Es ist wie beim Zahnarzt. Manchmal haben Sie solch eine große, verbrauchte Plombe und so wenig Zahn, dass die ganze Plombe abgetragen werden muss, um etwas Neues auf dem Zahn zu konstruieren.

Das hat es schon alles gegeben: den Abfall und die Strafe

Dann werde ich mein Urteil über sie sprechen und sie strafen für alles Böse, das sie getan haben, weil sie mich verlassen, anderen Göttern geopfert und das Werk ihrer eigenen Hände angebetet haben. (Jer 1,16)

Denn mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich hat es verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, um sich Zisternen zu graben, Zisternen mit Rissen, die das Wasser nicht halten. (Jer 2,13)

Weil dieser Abfall aber präzedenzlos ist, so wird die Strafe auch sehr hart ausfallen. Als Konsequenz des Großen Abendländischen Schismas gab es die schwarze Pest, als Konsequenz der Renaissance-Kirche die Reformation mit den nachfolgenden Religionskriegen bis 1648, als Konsequenz der Verweltlichung Frankreichs und des Jansenismus die Französische Revolution, als Konsequenz der späteren Sünden den ersten und den zweiten Weltkrieg. Warum will das keiner sehen? Gott straft sehr wohl! Die schlechten Geistlichen und die schlechten Katholiken haben nicht überlebt, auch die guten kamen um, als Sühneopfer, es musste eine neue Generation heranwachsen, die Gutes schuf. So sieht es doch auch jetzt aus, insbesondere in Deutschland, überalterte Orden, keine Priesterberufungen (76 Priesterweihen in Deutschland im Jahre 2017) und 6 Milliarden Kirchensteuer im letzten Jahr. Sie und uns kann die Strafe Gottes auch treffen, wenn sie wirklich kosmisch ausfallen sollte. Warten wir es ab. Halten wir uns im Gnadenstand und arbeiten an unserer eigenen Heiligung. Richten Sie Ihre Auxilium christianorum-Ecke, schaffen Sie sich einen Hausaltar und schicken Sie uns die Bilder. Das ist doch etwas Positives!

Wir wollen hier weniger Schmutz und mehr Erbauliches präsentieren, damit wir alle nicht verzweifeln, sondern wenigstens hier im Internet uns aufladen und von den schlechten Nachrichten fernhalten können. Aber Schmutz ist auch wichtig, denn er macht immun. Viele wissen nicht, dass Kinder die durch Kaiserschnitt zur Welt kommen ein schwächeres Immunsystem haben. Warum? Weil das Kind durch die natürliche Geburt aus dem Darmtrakt der Mutter mit dem Mund, nun ja, die Überreste des Kots aufsaugt und diese seine eigene Darmflora anregen und für ein lebenslanges, gutes Immunsystem sorgen. Es ist also nicht umsonst, nicht unhygienisch, es ist die Natur, von Gott gemacht. So soll es auch uns mit den Skandalen aus der Kirche ergehen. Ja, sie sind ekelhaft und nach Franziskus wird herauskommen, was im Vatikan wirklich passiert und woanders auch, viele werden auch deswegen den Glauben verlieren, aber manche werden härter, immuner und werden gesunden, indem sie auf Gott schauen. Seien wir Gott dankbar, dass er uns in dieser harten Zeit leben lässt, damit wir uns bewähren können. Amen.

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10 Gedanken zu „Vom Schmutz und den Abwehrkräften

  1. Ja, da haben Sie recht, über Mangel an Schmutz kann man sich nicht beklagen. Man muss aufpassen, dass dieser einen nicht schwer krank macht oder gar umbringt. Wer ein gutes Abwehrsystem hat, kann das ganze überstehen und sogar gestärkt aus dieser schrecklichen Situation herausgehen.
    Die Eremitenhöhle stellt nur für wenige eine Möglichkeit dar (familiäre Verpflichtungen). Die meisten müssen in der Welt überleben. Dazu brauchen sie gelegentlich einen rechtgläubigen Priester (weil sie nicht selber einer sind) – die Wandlung und Kommunion mag ja gültig sein trotz modernistischem Priester, aber auf die Dauer ist es sowohl ohne Heilige Messe (richtige) und auch ohne Seelenführer schon riskant, finde ich.
    Der Austausch mit Glaubensgeschwistern kann im Prinzip via Internet erfolgen, wobei es schon besser wäre, sich auch in der wirklichen Welt zu kennen. FSSP und SJM sind m.E. hier eine Möglichkeit, bedauerlicherweise sehr dünn gesät, z.B. von mir aus über 100 km entfernt. Es wäre schön, wenn hier in der Zukunft eine Breitenversorgung möglich wäre. Ich habe die Hoffnung, dass diese Gemeinschaften enger zusammenarbeiten werden.
    Ansonsten danke ich Ihnen für Ihre Mühe, und auch dafür, über die kirchlichen Katastrophen nicht berichten zu wollen – man bekommt ohnehin viel zu viel davon mit, ob man will oder nicht.

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    • @Uli,

      die Nicht-Kirche ist allgegenwärtig und wo immer katholisch draufsteht, ist, auch hier im Osten Deutschlands Modernismus drin. Alle (auch gutwilligen) Katholiken hier leben innerhalb der Bergoglio Matrix und halten das für Kirche. Dazu kommt noch das Unverständnis selbst in meiner eigenen (katholischen) Familie, in der man der traditionalistische Spinner ist(Humor ist, wenn man trotzdem lacht!!!). Aber auch das gehört zum Geschäft und ist immer wieder eine gute Möglichkeit, (kleine) Opfer zur Tröstung Gottes und Rettung der Seelen zu bringen.

      Wenn man als (wirklicher) Katholik leben will, bleibt die Einsamkeit nicht aus. Aber ohne (alte) Messe und Beichte, wie Sie richtig sagen, wenn möglich Seelenführung geht es auch nicht. Der liebe Gott wird eine inständige und „penetrant“ vorgetragene Bitte nach einem wirklich katholischen Seelenführer nicht unerhört lassen. Aus eigener Erfahrung kann ich hier die 30 tägige Andacht zum Heiligen Josef sehr empfehlen: zB: http://www.betet.info/Heiliger_Josef_Andacht.html

      Vernetzung ist auch für mich fast nur im Internet möglich. Die Grundfrage ist halt auch hier. Komfort oder Wahrheitẞ Und letzteres hat seinen Preis. Aber auch seinen Lohn.
      Man muss leben, wie man denkt, damit man nicht denkt, wie man lebt.

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      • Sehr schön!
        Um uns heilige Heiterkeit zu erwerben, sollten wir stets bedenken, dass man diesen schamlosen SpiesserZirkus intellektuell schon längst nicht mehr ernst nehmen kann.
        Nicht ärgern, nur auslachen!

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  2. Oft kommt es mir vor, als erlebte ich -was Kirche betrifft- einen Alptraum.
    Doch nächtliche Alpträume enden spätestens mit dem Aufwachen.
    Doch dieser aktuelle Alptraum dauert länger und es wird einige Zeit brauchen, sich davon zu erholen.
    Es bleibt nur, die persönliche Beziehung zu Gott zu pflegen, Ihm zu vertrauen und um Seine Hilfe und Seinen Beistand zu bitten.
    Zudem haben mir obiger Beitrag und auch die Kommentare geholfen, einigermaßen im Gleichgewicht zu bleiben.
    Neulich war ich im Glaubenskurs und ich sprach davon, dass Priester früher einmal davon gesprochen haben, dass man Leid aufopfern könne und ich erzählte, dass auch ich dies versuche, weil es mir dadurch nicht mehr ganz so schwer erscheint und es vielleicht auch einem anderen zugutekommt.
    An den Reaktionen merkte ich, dass das Thema „Aufopfern“ ihnen kaum bis gar nicht mehr bekannt war. Eine Frau sagte, dass sie davon noch nie gehört hat.
    Ich fühlte mich fast wie ein Überbleibsel aus einer anderen, vergangenen Zeit.

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    • Das fehlende Wissen um das „Aufopfern“ ist vor allem insofern schade als gerade das doch eine echte Antwort auf die sogenannte Theodizee ist. Gott lässt uns an seinem Leiden teilhaben und wir können dieses Leiden anderen Gliedern des Leibes Christi zukommen lassen. Zur Verteidigung der Priesterschaft muss ich sagen, dass ich durch einen Priester zum ersten Mal davon hörte. Manche wissen es noch…

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  3. @ Marienzweig

    Nicht aus einer anderen Zeit, sondern aus einer anderen Kirche. Bergoglio ist die Geißel Gottes. Es werden so viele abfallen, dass diejenigen, die bleiben zur Saat einer alt-neuen Kirche werden, d.h. die Traditionalisten.

    Manchmal ist es besser in solchen Momenten überhaupt nicht ins Internet zu gehen, weil die Nachrichten einen so betrüben. Mit ist es am Anfang des Bergoglio-Pontifikats so ergangen. Da habe ich diesen Blog noch nicht geführt. Aber es gibt doch so viel Positives in unserem eigenen Gebetsleben. Wenn Sie die schlechten Nachrichten nicht lesen, dann können Sie diese nicht beeiflußen. Was kann Ihnen persönlich Bergoglio schon tun? Nichts.

    Sie haben versprochen ihren Hausaltar oder die Auxilium christianorum Ecke abzulichten. Tun Sie das, schicken Sie es an die Blog-Emailadresse und wir alle haben was davon.

    Jeder Verfolgung hat die Kirche stärker gemacht, weil nur die Treusten übriggeblieben sind.

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    • Was das versprochene Foto meiner kleinen Gebetsecke betrifft – ich habe es nicht vergessen.
      Das Foto hat mein Sohn längst gemacht und ich gestehe, dass es mir etwas unangenehm ist, Sie so lange warten zu lassen.
      Ich hoffe, es klappt bald mit der Übersendung.

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    • Ein sehr wichtiger Gedanke, den ich noch weiterspinnen möchte

      Wir sind als Traditionalisten keine Überbleibsel aus einer anderen vergangenen Zeit, sonder die Vertreter einer anderen, der wirklich katholischen Kirche, des Leibes Christi. „Bergoglio ist die Geißel Gottes. Es werden so viele abfallen, dass diejenigen, die bleiben (wir traditionstreuen Katholiken) zur Saat einer alt-neuen Kirche werden.“

      Um diese Saat einer alt-neuen Kirche keimfähig zu halten, muss unser Glaube jung und fruchtbar sein und bleiben. Dazu ist täglicher Kampf gegen uns selbst, den Teufel und die Welt eine absolute Existenzvoraussetzung.

      Gott und seine Heiligste Mutter werden täglich, stündlich, minütlich, ja jede Sekunde so oft und viel beleidigt und so viele Seelen fallen in die ewige Verdammnis , weil keine mehr für sie opfert und betet.

      Frische Glaubenssaat (neue Gläubige) wird (neu) entstehen und keimfähig bleiben durch den täglichen Kampf (s.o.). Die (Kampf)mittel hierzu sind sühnendes wiedergutmachendes Gebet und Opfer.
      Allen voran gehen hier die beiden letzten Heilmitte, die uns der Himmel in Fatima gab das tägliche Rosenkranzgebet und die Andacht zum unbefleckten Herzen Mariens, diese Andacht könnte das tägliche Gebet im Geist der Sühne folgendermaßen stukurieren :
      1. Rosenkranzgebet
      2. Betrachtung ¼ Stunde lang (vorzugsweise eines Gehemnisses des Rosenkranzes aber auch anderes)
      3. tägliche geistliche Kommunion
      4. tägliche Gewissenserforschung und das Gebet der vollkommenen Reue (das in priesterlosen Situationen die Vergebung Gottes auch der Todsünden schenkt!!!! Natürlich sollte man zumindest dies so schnell wie möglich beichten!!!):
      Mein Gott, alle meine Sünden reuen mich vom Grund meines Herzens, weil ich Dich meinen besten Vater und liebenswürdigsten Erlöser, so oft und viel beleidigt habe. Ich verabscheue jede Sünde und nehme mir mit deiner Gnade vor, Cih, meinen liebenswürdigsten Gott, nie mehr zu beleidigen. O Gott sei mir armen Sünder gnädig.
      5. Gebet in den Anliegen des Heiligen Vater und für ihn (z. Zt. Papst Benedikt XVI:) Diese Anliegen sind von der Kirche wie folgt festgelegt:
      1. die Überwindung der Irrlehren
      2. die Ausbreitung des Glaubens
      3. die Bekehrung der Sünder
      4. der Friede zwischen den christlichen Völkern

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