Meine Auxilium christianorum – Ecke (2 von 2)


auxilium christianorum 3

Nachdem Sie sich jetzt die Marien- und die St. Erzengelstatue sowie die notwendigen Kerzen oder Teelichter gekauft haben, kommen Sie zum schwierigeren Teil des Programms. Sie müssen nämlich einen Priester dazu bringen Ihnen diese Andachtsgegenstände auf Lateinisch nach den Segenstexten aus dem Rituale romanum segnen zu lassen. Die Tricks und Kniffe, wie man es machen kann, haben wir schon hier dargestellt, die Segensgebete sind hingegen hier u finden.

Bevor wir die Schwierigkeiten darstellen zuerst die gute Nachricht. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich doch tatsächlich seine Statuen samt ein paar Kerzen von einem jungen Novus Ordo Priester auf Lateinisch segnen lassen, seinen gesamten Kerzenvorrat hingegen, ebenfalls auf Lateinisch von einem älteren Priester, bei dem er regelmäßig beichtet. Es ist also möglich. Dennoch haben unsere Leser, auch die polnischen Leser, denen diese Tipps zuerst präsentiert wurden, eine Heidenangst davor sich mit dem eigenen Pfarrer anzulegen, aus der Sakristei rausgeworfen zu werden und anderen Unangenehmlichkeiten zu erfahren. Der Teufel schürt diese Ängste, aber man muss sich auch darauf einstellen, dass die Sache auch so verlaufen kann.

Kirchenrechtliche Argumente

Deswegen ein paar kirchenrechtliche Argumentationshilfen für den Härtefall:

  1. Sie haben als ein Gläubiger Recht darauf Ihre Sakramentalien segnen zu lassen, so sagt das Kirchenrecht (CIC 1983):

Kann. 213 – Die Gläubigen haben das Recht, aus den geistlichen Gütern der Kirche, insbesondere dem Wort Gottes und den Sakramenten, Hilfe von den geistlichen Hirten zu empfangen.

  1. Sie haben das Recht Ihre Rechte, bspw. das Recht sich die Sakramentalien segnen zu lassen, geltend zu machen:

Kann. 221 § 1  – Den Gläubigen steht es zu, ihre Rechte, die sie in der Kirche besitzen, rechtmäßig geltend zu machen und sie nach Maßgabe des Rechts vor der zuständigen kirchlichen Behörde zu verteidigen.

  1. Das Segnen der Sakramentalien ist eine priesterliche Aufgabe, die Segnung durch Laien lassen wir außen vor, denn diese wirken nicht:

Kan. 1168 – Spender der Sakramentalien ist der Kleriker, der mit der erforderlichen Vollmacht ausgestattet ist; einige Sakramentalien können gemäß den liturgischen Büchern nach dem Ermessen des Ortsordinarius auch von Laien gespendet werden, welche die entsprechenden Eigenschaften haben.

  1. Den Sakramentalien, auch wenn sie den Laien gehören, gebührt Respekt:

Kan. 1171 – Heilige Sachen, die durch Weihung oder Segnung für den Gottesdienst bestimmt sind, sind ehrfürchtig zu behandeln und dürfen nicht zu profanem oder ihnen fremdem Gebrauch verwendet werden, selbst dann nicht, wenn sie Eigentum von Privatpersonen sind.

Kurz und gut: Sie haben das Anrecht darauf sich ihre Sakramentalien vom Priester, den Sie durch Ihre Kirchensteuer bezahlen, segnen zu lassen.

Aber auch nach Rituale romanum auf Lateinisch?

Ja, durchaus, denn in der INSTRUKTION über die Ausführung des als Motu proprio erlassenen Apostolischen Schreibens Summorum Pontificum von PAPST BENEDIKT XVI., welche von der Kommission Ecclesia Dei verfasst wurde, lesen wir folgendes:

Pontificale Romanum und Rituale Romanum

  1. Der Gebrauch des Pontificale Romanum und des Rituale Romanum wie auch des Caeremoniale Episcoporum, die 1962 in Geltung waren, ist nach Nr. 28 dieser Instruktion erlaubt, unbeschadet der Vorschrift in Nr. 31.

Dies bedeutet allen Priestern ist der Gebrauch des Rituale Romanum und der darin stehenden Segensgebete erlaubt. Das Pontificale Romanum, welches uns hier nicht interessiert, ist in Ecclesia Dei Instituten erlaubt.

  1. Nur in den Instituten des geweihten Lebens und in den Gesellschaften des apostolischen Lebens, die der Päpstlichen Kommission Ecclesia Die unterstehen, und in jenen, die weiterhin die liturgischen Bücher der forma extraordinaria verwenden, ist der Gebrauch des Pontificale Romanum von 1962 für die Spendung der niederen und höheren Weihen erlaubt.

Anders formuliert: ein Priester, der sich weigert Ihnen Ihre Andachtsgegenstände auf Lateinisch zu weihen, verstößt gegen das geltende Kirchenrecht.

Ist er denn rechtlich verpflichtet sie nach dem Rituale romanum zu weihen?

Dies wohl nicht, aber hier gilt der obere Grundsatz salus animarum suprema lex – „das Heil der Seelen ist das oberste Gesetz“. Sie haben ein pastorales Anliegen, er, als Hirte, hat dieses zu erfüllen. Sollte es nicht so sein, so beschweren Sie sich über ihn schriftlich bei seinem Ordinariat, schreiben Sie gleichzeitig eine Anfrage an die Ecclesia Dei, ob ein Priester sich weigern kann auf den Wunsch eines Gläubigen das Rituale Romanum zu benutzen. Die Adresse der Kommission lautet wie folgt:

Pontifical Commission Ecclesia Dei

Palazzo della Congr. per la Dottrina della Fede,

00120 Citta del Vaticano

Wenn sich also der Priester weigern sollte, so drohen Sie ihm die folgenden Konsequenzen an:

  1. Schriftliche Beschwerde beim Ordinariat. (Er wird lachen, denn dort hat er Kumpels)
  2. Gleichzeitige schriftliche Anfrage bei Ecclesia Dei, wovon das Ordinariat in Kenntnis gesetzt wird. (Er wird die Schultern zucken, denn Rom ist weit und die können ihn mal)
  3. Sie informieren die Presse. (Da wird er hellhörig, denn davor hat er Angst)

Muss es immer so hart auf hart kommen?

Nein, aber es ist besser, dass Sie vorbereitet erscheinen und Ihre Ängste überwinden. Wir sind die kämpfende Kirche, wir müssen mit unseren Pfarrern kämpfen, damit sie das tun, wozu sie eigentlich da sind. Der Schreiber dieser Zeilen bereitete sich entsprechend geistlich und intellektuell vor und rechnete in einer unbekannten Gemeinde, die nahe an seiner ehemaligen Arbeitsstelle lokalisiert war, mit einer Auseinandersetzung wegen der Weihe der Andachtsgegenstände. Es kam aber anders und positiv. Es kam ein sehr junger, neugeweihter Priester, der auch als solcher gekleidet war, der vom Sakristan informiert wurde, dass jemand seine Devotionalien weihen lassen möchte. Der  Schreiber dieser Zeilen brachte sein Rituale mit, sagte dem Priester, dass er den Segen auf Lateinisch möchte, dass er selbst Latein könne und dem Priester helfen werde. Der Priester wurde noch von ihm angewiesen eine weiße Stola anzulegen, was er auch tat und er begann recht ungeübt vorzulesen, wobei der Schreiber dieser Zeilen ihm vorhersagte, was er wann einzusetzen hatte. Am Ende gratulierte er dem Jungpriester und dankte ihm, dass er es gut gemacht habe. Der Jungpriester war glücklich und erleichtert. Der Schreiber dieser Zeilen auch. Geht doch.

Weihe der Figuren – Übersetzung

Das Haupthindernis für willige Novus Ordo Priester besteht darin, dass sie kein Latein können, nicht wissen, was sie da lesen und Angst haben sich lächerlich zu machen. Ein junge polnische Leserin kaufte sich die ACH-Statuen, hatte aber Angst sie weihen zu lassen, weswegen sie die Segnung vor sich hin schob. Sie fasste sich aber ans Herz und bekannte in der Beichte in einer fremden Gemeinde, dass Sie aus Angst unterlassen hatte sich die Andachtsgegenstände weihen zu lassen. Es stellte sich aber heraus, dass ein emeritierter Exorzist ihre Beichte hörte (ja, es war in Polen), der ihr selbst anbot die Gegenstände zu segnen, was er auch mühevoll, aber auf Lateinisch tat. Die Segensgebete hatte sie von unserem polnischen Blog. Gott belohnt also die Treue und die Treuen. Dadurch ermutigt, beschloss sie sich die Kerzen in ihrer eigentlichen Heimatgemeinde von einem jungen Kaplan, von dem sie weniger Angst als vor dem Pfarrer hatte, weihen zu lassen. Sie dachte sich, dass auch im Falle, dass sie weggejagt werden sollte, sie sich in Tapferkeit üben werde. Der Kaplan war freundlich bis er hörte, dass der Segen auf Lateinisch stattfinden sollte. Er stellte das Weihwasser zurück und sagte, dass er nichts weihen werde, was er nicht versteht. Die Leserin, statt Krach zu schlagen, bot dem Kaplan an eine polnische Übersetzung des Segenstextes zu bringen, ebenfalls von unserem polnischen Blog, was er akzeptierte. Sie verabredeten sich auf einen anderen Tag, er verglich mühevoll das Original mit der Übersetzung und segnete noch mühevoller auf Lateinisch, aber er segnete. Die Leserin war überglücklich, sprach von künftigen Kerzensegnungen und das Eis war gebrochen. Eine success story von ihr selbst beschrieben. Um unseren deutschsprachigen Lesern ebenfalls solche Erfolgserlebnisse bescheren zu können, zeigen wir zuerst die Segensgebete als jpg-Datei und übersetzen sie anschließend mit ein paar Worten Kommentar. Die Quelle lautet: Rituale Romanum, Pauli V Pontifixis Maximi jussu editum Aliorumque Pontificum cura recognitum atque Auscoritate Pii Papae XI ad normam codicis juris canonici accommodatum, Editio juxta typicam vaticanam, Roma 1944, 247-248. Für Neulinge: das Schwarze ist zu tun, das Rote nur zu lesen.

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Solemnis Benedictio Imaginis Feierlicher Bildersegen
Jesu Christi Domini nostri vel B. Mariae Virginis vel alius Sancti Unseres Herrn Jesus Christus oder der Seligsten Jungfrau Maria oder eines anderen Heiligen

Si imagine, publicae venerationi expositae, solemniter benedicantur, haec benedictio Ordinario reservatur, qui tamen potest eam cuilibet Sacerdoti commettere.

Privatim autem haec benedictio a quolibet Sacerdote fieri potest sine ulla Ordinarii licentia.

Wenn das Bild zur öffentlichen Verehrung ausgestellt werden sollte, so muss es feierlich gesegnet werden. Dieser Segen ist dem Ortsbischof vorbehalten, der ihn an einen jeden Priester delegieren kann.

Ist das Bild zum Privatgebrauch vorgesehen, dann darf dieser Segen von einem jeden Priester erteilt werden, ohne irgendwelche Erlaubnis des Ortsbischofs.

V. Adjutorium nostrum in nomine Domini.

R. Qui fecit caelum et terram.

V. Dominus vobiscum.

R. Et cum spiritu tuo.

V. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.

R. Der Himmel und Erde geschaffen hat.

V. Der Herr sei mit Euch.

R. Und mit deinem Geiste.

Oremus.

Oratio

Omnipotens sempiterne Deus, qui Sanctorum tuorum imagines (sive effigies) sculpi, aut pingi non reprobas, ut quoties illas oculis corporis intuemur, toties eorum actus et sanctitatem ad imitandum memoriae oculis meditemur: hanc, quaesumus, imaginam (seu sculpturam) in honorem et memoriam unigeniti Filii tui Domini nostri Jesu Christi (vel beatissimae Viriginis Maria, matris Domini nostri Jesu Christi, vel beati N. Apostoli tui, vel Martryris, vel Pontificis, vel Confessoris, vel beatae N. Virginis, vel Martyris) adaptatam bene+dicere, et santi+ficare digneris: et praesta; ut quicumque coram illa unigenitum Filium tuum (vel beatissimam Virginem, vel gloriosum Apostolum, vel Martyrem, vel Pontificem, vel Confessorem, vel gloriosam Virginem, vel Martyrem) suppliciter colere et honorare studuerit, illius meritis et obtentu a te gratiam in praesenti, et aeternam gloriam obtineat in futurum, Per (eumdem) Christum Dominum nostrum.

R. Amen.

Et aspergatur aqua benedicta.

Lasset uns beten

Gebet

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du es nicht verwirfst Deiner Heiligen Bilder (oder Statuen) zu schnitzen oder zu malen, damit wir, wie oft wir jene [Bilder, Skulpturen] mit den Augen unseres Körpers anschauen, sooft wir ihre Taten und Heiligkeit zur Nachahmung mit den Augen unseres Gedächtnisses erwägen: so bitten wir Dich für dieses Bild (oder für diese Skulptur), dass Du es [diese], welches [welche] zur Ehre und zur Erinnerung an Deinen eingeborenen Sohn Jesus Christus unseren Herrn (oder an die seligste Jungfrau Maria, der Mutter unseres Herrn Jesus Christus, oder an den seligen Apostel N., oder an den Märtyrer, oder an den Bischof, oder an den Bekenner, oder an die selige Jungfrau N., oder an den Märtyrerer) gemacht wurde seg+nen und hei+ligen mögest: und gewähre uns, dass jeder, der vor diesem Bild [dieser Skulptur] Deinen eingeborenen Sohn (oder die seligste Jungfrau Maria, die Mutter unseres Herrn Jesus Christus, oder den seligen Apostel N., oder den Märtyrer, oder den Bischof, oder den Bekenner, oder die selige Jungfrau N., oder den Märtyrerer) demütig heilig zu halten und zu verehren sich müht, dass er durch dessen Verdienste und Schutz von Dir Gnade und jetzigen Leben und ewige Ehre im kommenden Leben erhalten möge, durch (diesen) Jesus Christus unseren Herrn.

R. Amen.

Und er soll es mit Weihwasser besprengen.

Wie wir sehen ist dieses Segensgebet recht fakultativ, d.h. es deckt alle Möglichkeiten ab ein Bild oder eine plastische Darstellung (effigies) Christi, der Mutter Gottes oder eines Heiligen zu segnen. Bei unserem Segen bereiten wir dem Priester einen Zettel vor auf dem es steht:

  • Erste Klammer: effigies
  • Zweite Klammer: sculpturam
  • Dritte Klammer: beatissimae Viriginis Maria, matris Domini nostri Jesu Christi und beati Michaeli Archangeli
  • Vierte Klammer: beatissimam Virginem und beatum Michaelum Archangelum

Da man für ACH kein Christus-Bild zu segnen hat bleibt die erste Anrufung aus.  Wir können leider nicht sagen, dass der Priester es schon wissen wird, denn ein Novus Ordo Priester, der zum ersten Mal das Rituale liest und der zum letzten Mal Latein im vierten Semester hatte, wird es sicherlich nicht wissen. Ein Priester der Tradition (Pius oder Ecclesia Dei) wird es schon eher wissen. Damit auch der letzte Zweifel ausgeräumt ist, hier nochmals der Segen der Maria- und St. Erzengel Michael – Figur wie er in unserem Falle zu halten ist:

V. Adjutorium nostrum in nomine Domini.

R. Qui fecit caelum et terram.

V. Dominus vobiscum.

R. Et cum spiritu tuo.

Oremus.

Oratio

Omnipotens sempiterne Deus, qui Sanctorum tuorum effigies sculpi, aut pingi non reprobas, ut quoties illas oculis corporis intuemur, toties eorum actus et sanctitatem ad imitandum memoriae oculis meditemur : hanc, quaesumus, sculpturam in honorem et memoriam beatissimae Viriginis Maria, matris Domini nostri Jesu Christi et beati Michaeli Archangeli adaptatam bene+dicere, et santi+ficare digneris: et praesta; ut quicumque coram illa beatissimam Virginem et beatum Michaelem Archangelum suppliciter colere et honorare studuerit, illius meritis et obtentu a te gratiam in praesenti, et aeternam gloriam obtineat in futurum, Per Christum Dominum nostrum.

R. Amen.

Wozu dienen also diese Statuen oder Bilder?

Dazu, dass wir uns an die Verdienste dieser Heiligen erinnern und wir durch die Verehrung an ihren Verdiensten und ihrem Schutz teilnehmen mögen. Die Verdienste und die Heiligkeit der zu verehrenden Personen werden diesen Gegenständen sozusagen eingegossen, wodurch diese dem weltlichen Gebrauch entzogen werden.

Weihe der Kerzen – Übersetzung

kerzen-haus

Benedictio Candelarum Segnung der Kerzen
V. Adjutorium nostrum in nomine Domini.

R. Qui fecit caelum et terram.

V. Dominus vobiscum.

R. Et cum spiritu tuo.

V. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.

R. Der Himmel und Erde geschaffen hat.

V. Der Herr sei mit Euch.

R. Und mit deinem Geiste.

Oremus.

Oratio

Domine Jesu Christe, Filii Dei vivi, bene+dic candelas istas supplicationibus nostris: infunde eis, Domine, per virtutem sanctae Cru+cis, benedictionem caelestem, qui eas ad repellandas tenebras humano generi tribuisti; talemque benedictionem signaculo sanctae Cru+cis accipiant, ut quibuscumque locis accensae, sive positae fuerint, discedant prinpices tenebrarum, et contremiscant, et fugiant pavidi cum omnibus ministris suis ab habitationibus illis, nec praesumant amplius inquietare, aut molestare servientes tibi omnipotenti Deo: Qui vivis et regnas in saecula saeculorum.

R. Amen.

Et aspergatur aqua benedicta.

Lasset uns beten

Gebet

Herr Jesus Christus, Sohn des Lebendigen Gottes, seg+ne diese Kerzen auf unsere Bitten hin: gieße ihnen, o Herr, durch die Kraft des heiligen Kreu+zes den himmlischen Segen, der Du sie zum Vertreiben der Dunkelheit dem menschlichen Geschlecht gewährt hast; durch diesen Segen mögen Sie das Siegel [Zeichen] des heiligen Kreu+zes empfangen, damit sie, an welchen Orten auch immer entzündet oder aufgestellt werden, von diesen Behausungen die Fürsten der Finsternis zurückweichen, erzittern und erschrocken mit allen ihren Dienern fliehen. Noch mögen sie [Mächte der Finsternis] es wagen weiterhin jene, die Dir allmächtiger Gott dienen, zu beunruhigen oder zu belästigen: Der du lebst und herrschst in Ewigkeit.

R. Amen.

Und er soll es mit Weihwasser besprengen.

Warum wirken also die geweihten Kerzen?

Weil sie tätige Exorzismen sind. Ihnen wird das siegreiche Zeichen des Kreuzes gleichsam eingemeißelt, wovon sich die Mächte der Finsternis fürchten. Die Kerzen werden also mit dem Zeichen des Kreuzes besiegelt (ein Kreuzzeichen für die ganze Packung reicht, jede einzelne Kerze braucht nicht mit dem Kreuzeszeichen bezeichnet werden). Nicht nur die Dämonen werden diese Orte scheuen, sondern auch „all ihre Diener“ also schlechte Menschen. Der Schreiber dieser Zeilen stellt fest, dass seit er die Kerze auch Nachts brennen lässt, er viel besser schläft, seit er aber zuhause viele Gegenstände im Alten Ritus weihen ließ, viele Menschen von sich aus den Kontakt mit ihm abgebrochen haben, was er nicht bedauert, wofür jedoch keine rationalen Gründe vorliegen. Es ist wirklich so, wie das Rituale schreibt. Sie werden Ruhe von den Dämonen und ihren Helfershelfer haben, zwar keine völlige, aber im Falle des Schreibers dieser Zeilen sind die Anfechtungen um ca. 80% zurückgegangen, von zwei Wochen abgesehen, welche mit der Kündigung und den Anwaltsproblemen zu tun hatten.

Praktisches Vorgehen

  1. Sie finden einen Priester Ihres Vertrauens.
  2. Sie drucken sich die Scans aus dem Rituale romanum aus, damit er sieht, dass es offizielle Texte sind.
  3. Sie drucken sich die Übersetzung aus oder den vorbereiteten Segen der Figuren aus.
  4. Sie kämpfen um Ihre Rechte.
  5. Habe fertig!

Die geweihten Gegenstände werden Ihnen helfen, aber sie sind nur ein Beiwerk und sie „reißen es nicht raus“, wenn Sie selbst nicht im Gnadenstand leben und die übrigen Verpflichtungen von Auxilium christianorum nicht erfüllen. Dennoch empfiehlt sich allen sowohl ihre heiligen Figuren als auch die Kerzen weihen zu lassen. Wir müssen in unseren Häusern heilige Räume schaffen, denn unter Franziskus verschwinden sie immer mehr von der Bildfläche oder werden entweiht, wie bei dem unseligen „Kathedralessen“ in Bologna. Gott wird sich das nicht lange gefallen lassen und wenn er dreinschlägt werden wir vielleicht, aufgrund der geweihten Gegenstände milde behandelt werden. Amen.

Bitte zeigen Sie uns allen Ihre Auxilium christianorum-Ecke, beschreiben Sie Ihre Einkäufe und die Segnung. So könnnen wir von einander lernen und uns gegenseitig auferbauen.

 

Anlagen:

1. Rituale – Bildersegnung Original auf Lateinisch als pdf

Rituale – Bildersegen 1

Rituale – Bildersegen 2

2. Bildersegnung Übersetzung Lateinisch-Deutsch

Rituale – Bildersegnung lat-dt

3. Segnung der Marien- und St. Erzengel Michael Figuren Lateinisch

Rituale Segnung der Maria und St. Michael Statue lat

4. Rituale – Kerzensegnung Original auf Lateinisch als pdf

Rituale – Kerzenweihe

5. Kerzensegnung Übersetzung Lateinisch-Deutsch

Rituale Kerzenweihe lat-dt

 

 

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