Auxilium christianorum, Lateranbasilika und heilige Räume


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Kirche als der Ort der Anwesenheit Gottes

Durch die göttliche Vorsehung herbeigeführte, obzwar nicht geplante Weise, erscheint der zweite Teil unserer Auxilium christianorum-Ecke genau am 9. November, an dem die Kirche die Weihe der Lateranbasilika (unteres Bild) begeht. Was hat es denn mit der Lateranbasilika auf sich?

Lateranbasilika

Es war die erste Kirche der Christenheit, welche nach der Konstantinischen Wende geweiht wurde. Lesen wir die Lesungen der zweiten Nokturn des Tridentinischen Breviers, der Gott sei Dank, schon auf Deutsch vorliegt:

Lesung 4

Die Gebräuche, die bei der Weihe von Kirchen und Altären die römische Kirche beobachtet, hat zuerst Papst Silvester angeordnet. Denn wenn es auch von den Aposteln an gottgeweihte Stätten gab, die von den einen Gebetshäuser, von den anderen Kirchen genannt wurden, wo die gemeinsamen Gottesdienste an den ersten Tagen nach dem Sabbat stattfanden, und das christliche Volk zu beten, das Wort Gottes anzuhören und die Eucharistie zu empfangen pflegte, so wurden sie doch nicht mit so feierlichen Gebräuchen eingeweiht und es war in ihnen noch kein mit bestimmter Benennung bezeichneter Altar errichtet, der mit Chrisam gesalbt unsern Herrn Jesus Christus, der Altar, Opferlamm und Priester ist, sinnbildlich darstellte.

Lesung 5

Als aber Kaiser Konstantin durch das Sakrament der Taufe Genesung und Heil erlangt hatte, da erst wurde durch ein von ihm erlassenes Gesetz auf der ganzen Welt gestattet, dass die Christen Kirchen bauen durften, die er nicht bloß durch den Erlass, sondern auch durch eigenes Beispiel zu der heiligen Bauarbeit ermunterte. Denn in seinem Palast auf dem Lateran weihte er eine Kirche dem Heiland und im Anschluss an diese baute er eine Basilika zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers, an der Stelle, wo er selbst vom heiligen Silvester getauft und von dem Aussatz des Heidentums gereinigt wurde, und diese weihte der genannte Papst am 9. November ein; und das Andenken an diese Einweihung wird am heutigen Tage gefeiert, wo zuerst in Rom in öffentlicher Weise eine Kirche eingeweiht und ein an der Wand gemaltes Bild des Heilands dem Volke sichtbar geworden ist.

Lesung 6

Wenn nun auch der heilige Silvester später bei der Einweihung des Altars zu Ehren des Apostelfürsten verordnete, dass in Zukunft nur steinerne Altäre errichtet werden sollten, war doch der Altar in der Lateranbasilika aus Holz hergestellt; und das ist nicht zu verwundern. Denn da vom heiligen Petrus an bis auf Silvester die Päpste wegen der Verfolgungen sich an einem bestimmten Orte nicht festsetzen konnten, feierten sie, wohin sie gerade das Bedürfnis hinlenkte, entweder in den Grabkammern oder an den allgemeinen Beerdigungsstätten oder in den Häusern der Gläubigen über jenem hölzernen, nach Art eines Kasten ausgehöhlten Altar das heilige Opfer. Als der heilige Silvester diesen Altar, nachdem der Kirche der Friede wiedergegeben war, zu Ehren des Apostelfürsten, der auf ihm das heilige Opfer dargebracht haben soll und der übrigen Päpste, die bis zur damaligen Zeit ihn bei den heiligen Feiern benutzt hatten, in der ursprünglichen Laterankirche hatte aufstellen lassen, verordnete er, dass auf ihm außer dem römischen Bischof niemand das Messopfer feiern solle. Nachdem diese Kirche durch Brände, Plünderungen und überdies durch Erdbeben auseinandergefallen und zerstört, von den Päpsten in eifriger Sorge wiederhergestellt und später mit neuem Aufwand aufgerichtet worden war, weihte sie Papst Benedikt XIII. aus dem Predigerorden am 28. April des Jahres 1726 ein und setzte fest, dass das Andenken an diese Feier am heutigen Tage zu begehen sei. Was aber schon Pius IX. auszuführen beschlossen hatte, besorgte Leo XIII., indem er den großen Rundbau, der infolge des Alters baufällig war, mit außergewöhnlichem Aufwand erweitern und geräumiger machen, und die alte, in vielen Teilen schon erneuerte Mosaikarbeit nach dem alten Muster wieder herstellen und in die neue in herrlicher, kunstvoller Weise ausgeschmückte Apsis übertragen, das Seitenschiff nach Ausbesserung der Decke und des Balkenverbandes verschönern ließ im Jahre 1884 und eine Kapelle, ein Haus für die Kanoniker und eine zusammenhängende Säulenhalle zum konstantinischen Taufbecken anbaute.

Ja, liebe Leserinnen und Leser, bei der Weihe der Lateranbasilika ist wirklich ein Christusbild auf der Wand wunderbar erschienen, weil Christus dadurch deutlich machen wollte, dass er wirklich in dieser Kirche zugegen sein wird. Die wunderbaren Lesungen der ersten Nokturn des heutigen Festes, welche vom himmlischen Jerusalem berichten, zeigen seine verschiedenen Bauteile, zu denen auch Edelsteine gehören.

Woraus wird eine Kirche spirituell gebaut?

Aus Heiligen, welche die Einwohnung Gottes auf Erden darstellen und welche mit verschiedenen Tugenden, wie mit Edelsteinen, leuchten. Eine Kirche spiegelt, nach katholischer Theologie, das himmlische Jerusalem, sprich die himmlische Kirche wieder und eine jede Messe ist eine Teilnahme an der göttlichen Liturgie, wie sie im Himmel gefeiert wird. Ja, ja, nachdem wir jetzt herzlich gelacht haben und an unsere kümmerlichen Kirchen und Novus Ordo Gottesdienste gedacht haben, kommen wir dazu festzustellen, dass seit dem Konzil die Kirchen wirklich schrecklich durch die Novus Ordo Liturgie entweiht werden. Denn diese Liturgie ist nicht mehr Gott zentriert, sondern sie konzentriert sich auf dem Menschen. Es geht ja um das „Miteinander“ und das Schunkeln, bei dem, alle „mitmachen“ sollen. Je mehr der Schreiber dieser Zeilen in seinem geistlichen Leben wächst, desto mehr stellt er fest, wie sehr Novus Ordo Gott beleidigt. Eine Kirche ist ein Ort, wo sich Gott lokal und wesenhaft im Tabernakel niederlässt, damit wir Menschen, die wir leib-geistlich sind, Ihn dort aufsuchen und finden können. Eine Kirche ist ein Haus Gottes. So spricht das Gebet am Tage der Weihe einer Kirche (II), natürlich im Alten Ritus, folgendes:

O Gott, alles hältst Du auf unsichtbare Weise umschlossen; und doch offenbarst Du sichtbar die Zeichen Deiner Macht zum Heile des Menschengeschlechts; erfülle diesen Tempel mit dem Glanze Deiner machtvollen Gegenwart und gewähre, dass alle, die sich hier zum Gebete versammeln, die Gnaden Deines Trostes erlangen, aus welcher Trübsal sie immer zu Dir rufen mögen. Durch unseren Herrn etc.[1]

Gott ist allgegenwärtig. Er braucht keine Kirchen, wir hingegen schon.

Wie wird denn ein Gebäude zu einer Kirche?

Durch sehr viele und gründliche Weihen: der Steine, des Inneren, des Äußeren etc., aller sakralen Gegenstände, Paramente etc. Eine vorkonziliare Kirchenweihe, die natürlich vom Bischof durchgeführt werden musste, dauerte bei guter Organisation und Kondition über drei Stunden. Alles Materielle wurde dem weltlichen Gebrauch entzogen und Gott übergeben, also geweiht.

Die Dynamik der Entweihung

Wie entweiht man etwas?

Genau umgekehrt, indem man etwas, was ausschließlich zum sakralen Gebraucht bestimmt wurde, weltlich gebraucht, z.B. Cola aus einem Messkelch trinkt. Es ist ein Sakrileg und eine schwere Sünde, natürlich, aber nach dem Konzil wurden die Kirchen systematisch mehr und mehr zweckentfremdet bis zu einem Restaurant hin, wie neulich in Bologna unter Papst Franziskus, wobei die Geschichte von Balthasar in den Sinn kommt mit dem Mane-Tekel-Fares. Aber auch wenn in Ihrer Kathedrale keine Tische für die „Armen“ und keine Dixie-Toiletten aufgestellt werden, dann gibt es doch sicherlich permanent irgendwelche Ausstellungen, Aktionen oder Aushänge, die immer mehr Platz einnehmen. Man lässt jeden in die Kirche rein, der seinen Sündenschmutz in den ehemals heiligen Raum mitbringt. Als der Schreiber dieser Zeilen im Kloster und der Abtei Fontgombault war, wurde ihm klar, dass auf diese heilige Atmosphäre dort alle Mönche hinarbeiten und dass die Sünde eines Einzelnen die dort „produzierte“ Heiligkeit mindert. Deswegen werden auch die Klostergäste nicht überall rein gelassen, damit sie ihren „Sündenschmutz“ nicht in den heiligen Räumen verteilen. Ein Mönch, der danach gefragt wurde, hat es spontan bestätigt, ein wenig verwundert, woher der Schreiber dieser Zeilen von dieser Dynamik weiß. Aber so ist es nun mal. Sie lassen auch nicht jemanden mit schmutzigen, von Kot beklebten Schuhen auf Ihren weißen Teppich im Wohnzimmer gehen. Er muss die Schuhe ausziehen oder kommt nicht rein. Im Geistlichen ist es genauso, obwohl wir es nicht immer spüren. Und dazu dient diese nachkonziliare „offene“ Kirche, diese Gelage des Franziskus der Profanierung des sakralen Raumes. Bei den Bußen in der Alten Kirche durften manche Büßergruppen erst ganz am Ende die Kirche überhaupt betreten, damit sie diese nicht entweihen. Es ging dabei nicht um den „sozialen Ausschluss“, wie es Ihnen die bürstenschnittige Pastoralassistentin sagen würde. Denn man verkehrte in täglichen Leben notgedrungen mit Büßern, da sie nicht exkommuniziert waren. Aber die heilige Liturgie, auf die so viele Heilige, Bekenner und Märtyrer hingearbeitet haben, durften diese nicht schänden.

Wer schändet die Kirche am meisten?

Ein in schwerer Sünde lebender Priester, Bischof, Kardinal, Papst, ein Konkubinarier, Homosexueller, Pädophiler, Satanist. Ja, in dieser Reihenfolge, denn diese Menschen sind zerstörerisch wie eine wandelnde Radioaktivität. Weil sie leider unsere Bischofskonferenzen und Ordinariate bevölkern, sieht es so aus, wie es aussieht und wir haben diese drückende Dunkelheit in unseren Kirchen, die wir haben, da sehr oft satanische Rituale unterhalb der Kirchen praktiziert werden. Um zu entweihen und die „Macht“ umzukehren.

Heiligkeit auch bei Novus Ordo

Wir müssen dennoch zur Messe, auch Novus Ordo, gehen, solange es diese noch gibt und ein wenig Heiligkeit wird uns auch dort durch die Wandlungsworte zuteil. Eine unserer Leserinnen, die selbst mystisch begabt ist, die verschiedene paranormale Erfahrungen hatte, die über einen sehr guten sensus fidei samt gesunden Menschenverstand verfügt, berichtete, dass ihre autistische Tochter im Vorschulalter im Gegensatz zu den Vetus Ordo Messen, bei Novus Ordo Messen sehr unruhig ist, ständig an etwas herumspielt und sich erst beim Eucharistischen Hochgebet, wie jetzt der Kanon heißt, und bei den Wandlungsworten beruhigt. Bei der Tridentinischen Messe ist sie hingegen sehr andächtig und ruhig. Da autistische Kinder überhaupt nicht lügen können und auch für das Spirituelle (ab 32:40) sehr empfänglich sind, so kann man davon ausgehen, dass dieses Kind die objektive Heiligkeit, welche die Messen verschieden ausstrahlen, spürt. Der Schreiber dieser Zeilen ist kein Autist, sein sensus fidei ist erst in den letzten Jahren gewachsen, seit er die Vergleichsmöglichkeiten mit der Tridentinischen Messe hat, aber er empfindet es genauso: es ist die Wandlung, falls vorhanden und gültig, welche Gott auch in Novus Ordo anwesend macht. Gehen Sie also zur Messe solange es diese noch gibt.

Heilige Räume zuhause schaffen

Aber Sie können auch bei sich zuhause heilige Räume errichten, welche Ihnen niemand entweihen wird, wenn Sie ihn nicht ins Haus lassen. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich sehr gefreut, als der den zweiten Teil der Auxilium christianorum-Ecke schrieb, weil er ahnte, dass es den Lesern helfen wird etwas Konkretes für ihr Heil zu tun und bei all den negativen Nachrichten, wie sie auf katholisches.info, bei onepeterfive.com oder auch bei uns zu finden sind, nicht zu verzweifeln. Sicherlich würden diese Portale etwas Positives schreiben wollen, wenn es etwas gäbe. Es gibt aber nichts, es ist der Niedergang. Wir können uns dennoch die Figuren kaufen, sie weihen lassen, eine geweihte Kerze brennen lassen und schon dadurch Heiligkeit zuerst für uns selbst und dann für die Kirche und die Welt generieren. Und was kann uns Bergoglio tun? Gar nichts! Wie viele Einsiedler sind erst durch die arianische Krise zu Heiligen geworden, weil sie sich, wie Paulus der erste Einsiedler, irgendwo verkrochen. So ist das monastische Leben erst entstanden, weil fast alle Geistlichen vom Glauben abgefallen sind, wie jetzt ja auch. Hätten sie mehr Angst vor den ewigen Höllenquallen als von einer zeitweiligen Suspendierung oder vom Zorn des Bischofs, der Amoris Laetitia unterstützt, dann würden sie anders handeln. Denn Gott ist sehr gerecht: er gibt eine Aufgabe, ein Amt, eine Verpflichtung und wenn man versagt, wird man entsprechend abgestraft. Direkt proportional zum unterlassenen Guten und zum gewirkten Bösen. Durch das Schweigen unserer Priester, Bischöfe, Kardinäle etc. gehen massenweise Seelen in die Hölle, „wie Schneeflocken“, sagte die echte Schwester Lucia von Fatima. Und all diese verdammten Seelen werden ihre Hirten in Ewigkeit hassen und sie bestrafen, wenn sie selbst in der Hölle landen. Wenn man sich davor nicht fürchtet, dann bedeutet es, dass man nicht an die Hölle glaubt. Wenn man an die Hölle nicht glaubt, dann glaubt man an vieles andere auch nicht und wird eine große Überraschung erleben, indem man dort landet. Es ist wirklich eine normale Entwicklung, dass die Gottesfurcht mit dem geistlichen Fortschritt wächst, weil man Gott immer mehr kennenlernt, um festzustellen, wie erhaben und heilig er ist.

Schönheit außerhalb unserer Kirchen vorhanden

Als der Schreiber dieser Zeilen die verschiedenen online-Geschäfte nach Marien-und St. Erzengel Michael Statuen durchforstete, um den Lesern etwas vorstellen zu können, so stellte er überrascht fest, dass es einen großen Markt für geschmackvolle Devotionalien gibt, da es anscheinend viele Handwerker gibt, die diese herstellen und zwar in jeder Hülle und Fülle.

Wer kauft es denn?

Ein paar kleinere Figuren werden wohl durch das Zutun unseres Blogs gekauft werden, aber die meisten Madonnen fangen bei 20 cm oder 40 cm an, manche sind über ein Meter groß und sie sind wohl alle für Kirchen, Kapellen oder katholische Einrichtungen gedacht.

Warum findet man sie denn nirgends in D, A und CH?

Der Schreiber dieser Zeilen musste noch niemals eine Kirche oder Kapelle einrichten und kennt sich dementsprechend auf dem Devotionalienmarkt nicht aus, er dachte aber bis ca. vor 3 Tagen wirklich, dass die Kirchen, Kapellen und katholische Einrichtungen deswegen so grauenhafte Figuren, Statuen etc. haben, weil es schlichtweg nichts Besseres gibt. Er dachte, dass durch „die Moderne“ die Pfarrer oder Leute, die diese Räume einrichten, keine andere Wahl haben als das am wenigsten Schlimme zu kaufen. Er war in ein paar Wahlfahrtsorten, wo überall ein grauenhafter Kitsch herum spukte und dachte, dass es wohl anders nicht geht. In seiner Heimat ist es noch kitschiger, da über 90% der Priester vom Dorf kommt und leider nicht die entsprechende ästhetische Schulung von Haus aus mitbringt. Er dachte also, dass die hässlichen Kirchen:

  1. dem Angebot des Marktes,
  2. dem ungelernten Geschmack der Priester

zu verdanken sind. Es stellt sich aber heraus, dass es durchaus schöne, wertige und sakrale Dinge und Gegenstände zu kaufen gibt, welche aber nicht den Weg in unsere Kirchen, Kapellen und katholische Einrichtungen finden und zwar nicht deswegen, weil  Leute, die sie von Amts wegen kaufen, ungelernt und ästhetisch ungebildet sind (in D, A, CH sind sie es wirklich nicht), sondern sie werden deswegen nicht gekauft, weil die Priester, Bischöfe, Akademieleiter etc., die über das entsprechende Budget verfügten, dermaßen lange in schwerer Sünde leben, dass ihnen das Schöne als das Hässliche vorkommt, weil ihr „inneres Auge“, um es mit Plato zu sagen, dermaßen vom Teufel verformt wurde, dass die wahre Schönheit, die von Gott kommt, sie gleichsam verbrennt. Joseph Sciambra (Warnung ein! Der verlinkte Aufsatz ist wirklich nichts für schwache Mägen und Nerven. Der Schreiber dieser Zeilen las ihn auch nicht zu Ende. Warnung aus!), ein ehemaliger Homosexueller und Satanist, erzählt, dass der Teufel seine Wahrnehmung dermaßen veränderte, dass das Abscheuliche und Hässliche ihm besonders begehrenswert erschien, was die Frage beantwortet, wie man solche Perversionen überhaupt praktizieren kann. Nicht jeder katholischer Akademieleiter ist, so hoffen wir, ein homosexueller Satanist, aber alle haben eine Vorliebe für das abstrakte Unsakrale, das die katholischen Akademien schmückt und sie würden sich eine Barockmadonna höchstens als ein Teil einer Installation ins Haus stellen lassen, welche die Mutter Gottes verfremdet und profaniert. Ja, Sünde, besonders Häresie die intellektuelle Sünde schlechthin, ist wie Radioaktivität, sie zersetzt Sie von innen, indem sie auch Ihre Wahrnehmung und Ihr Sinn für die Schönheit beinflußt. Oder gefällt Ihnen so etwas?

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Dresdner Märtyrer

 

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Warum muss eine Madonna, bei der Ihr Pfarrer „Na, geht gerade noch“ sagen würde so aussehen?

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Und nicht so?Madonna alt

Ist die erste, die unvollendete, bei der man viel Phantasie einsetzen muss um überhaupt eine Madonna zu erkennen wirklich „zeitgemäß“? Nein, wir schreiben 2017 und solche Skulpturen gab es in den 1920-gern, es ist also auch alt. Aber 9 von 10 gefragten Personen wird die alte Madonna mehr gefallen, insbesondere wenn sie praktizierende Katholiken danach fragen werden.

Warum ziehen die modernen, alt-liberalen Priester die Madonnen vom Typ „Ufo oder sonst was“ vor?

Weil der Teufel die Menschwerdung von der Jungfrau Maria hasst. Er hasst das Tatsächliche, das Konkrete, das Schöne, welches die Mutter Gottes – als die „Schönste aller Frauen“ -ausstrahlte. Er hat Angst vor ihr und will deswegen ihre Ehre mindern, indem er sie als etwas Abstraktes darstellen lässt. Er will keine Detailtreue, wie bei den Alten Meistern, weil jedes Detail ihres Lebens uns das Heil brachte. Da jedes Detail aus dem Leben Christi und Maria (siehe Rosenkranz) der Erlösung der Menschen diente, so möchte der Teufel diese Details uns ersparen. Welche Madonna regt denn mehr zum Betrachten der Geheimnisse des Lebens Mariä und Jesu an? Die erste oder die zweite? Vor der ersten können Sie und wollen Sie gar nicht beten und darum geht es doch. Gefallene Priester sind wirklich wie Dämonen. Sie hassen alles, was sie an die Heiligkeit Gottes und an ihren eigenen Abfall erinnert. Wir haben also dermaßen hässliche Kirchen, Paramente und Devotionalien in unseren Kirchen, Kapellen und katholischen Einrichtungen, weil diese und keine anderen dem Geschmack der abgefallenen und gefallen Geistlichen und Theologen entsprechen. So einfach ist es. Interessanterweise finden Sie bei den von uns vorgestellten Online-Shops, wir hatten nicht die Zeit alle durchzusuchen, dieses schreckliche moderne Zeug entweder gar nicht oder in einer verschwindend geringen Anzahl, was davon zeugt, dass die normalen Konsumenten für ihr eigenes Geld die grauenvollen Ufo-Madonnas gar nicht kaufen. Diese werden zu überhöhnten Preisen, denn es sind ja Staatsaufträge, von der Kirchensteuer gekauft, damit sie uns in der Kirche erschrecken und aus der Kirche vertreiben. Der Pfarrer der Heimatgemeinde des Schreibens dieser Zeile gab nach fünf Jahren Verhandlungen mit dem Pfarrgemeinderat ein Kreuz in Auftrag, welches gut versteckt in den Büschen vor der Kirche steht, kein Corpus hat, dafür im Inneren eine Art Wunde oder vulva (pardon) aufweist und welches 20.000 € gekostet hat, da es bei einem „Künstler“ in Auftrag gegeben wurde. Dieses Kreuz passt wunderbar zu einer phallischen Woge, die sich am Hauptaltar befindet.St. petrus

Der Schreiber dieser Zeilen ist kein Perverser und sieht nicht überall Genitalien, wo sie nicht sind, aber welche Assoziationen haben Sie denn bei diesem Bild, wenn Sie es außerhalb des Kirchenkontexts sehen würden? Es ist wie bei den Disneyfilmen, diese Symbole sind überall, um uns zu sexualisieren und zu desensibilisieren. Und das neue Gotteslob?

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Zeichnen Sie sich um dieses komische Kreuz weibliche Rundungen und Sie werden wissen, wofür es steht. Wir übertreiben? Ach wirklich, dann sehen Sie hier, hier und hier, sowie unten hier.  Es sind okkulte Symbole, die als Anti-Sakramentalien wirken und wofür man ein okkultes Wissen braucht, um sie so und nicht anders zu entwerfen. Wer hat dieses Wissen? Okkultisten und Satanisten in unseren Bischofskonferenzen. Auch wenn Sie meinen, dass diese Beispiele zu weit hergeholt sind, so muss man doch sagen, dass solche Kreuze absolut in der katholischen Tradition präzedenzlos sind. Warum kein normales Kruzifix reinstellen? Darum.

 

Selbsthilfe ist angesagt

Ja, wir werden überall von der dämonischen Hässlichkeit umzingelt und deswegen müssen wir in Selbsthilfe uns unsere Hausaltäre oder Auxilium christianorum– Ecken schaffen, um geistlichen Sauerstoff zu tanken. Ann Barnhardt schlägt sogar vor tragbare Altäre zu kaufen, wobei wir bei Petrus und seinem hölzernen Altar vom Anfang dieses Beitrags wären, damit mehrere Familien sich die Messe von einem verbannten Priester zelebriert, dadurch sichern können.

portable altar

portable altar 1

Ann Barnhardt ist Amerikanerin und das do it yourself gewohnt, wobei sich mehrere katholische Familien mit einem Priester, der gleich nach seiner altrituellen Weihe natürlich auf einem Pferd von den Traditionalisten entführt wurde, in den Wäldern von Oregon oder sonst wo niederlassen können, ohne dass sich ihnen jemand bis auf Schussweite nähert.  Der Schreiber dieser Zeilen kommt aus einem Land, in dem man sich in Krisenzeiten der fremden Invasion sehr gut organisieren kann und kein Problem mit der zeitweiligen Illegalität hat. Aber er hält es für ausgeschlossen, dass seine deutschen und österreichischen Leser, die Schweizer schon eher, die haben ja die Berge, auf die Idee kommen sich einen Priester zu „organisieren“ und einen tragbaren Altar zu kaufen, um sich die Alte Messe zu sichern, wenn es hart auf hart kommt. Härter als in Deutschland und in Österreich kann es gar nicht kommen, denn heute ist es so, wie es ist, weil man seit 50 Jahren der Obrigkeit vertraute und sich nicht wehrte. Ferner haben wir wirklich keine guten Priester, für die sich solch ein Kauf lohnen würde. Diese müssten sich auch trauen, was sie ja nicht tun, weil sie ungläubig sind und so schließt sich der Kreis. Aber die Bergoglio-Krise wird härter werden, die „neue ökumenische Messe“ wird kommen, sie wird höchstwahrscheinlich ungültig sein und dann wird wohl der eine oder andere konservative Priester umdenken und zu einem Traditionalisten werden. Deswegen sollten wir schon die entsprechenden Adressen haben und einen Schritt weiterdenken. Aber eins nach dem anderen zuerst richten Sie Ihre eigene Gebets-Ecke ein, ihre Auxilium christianorum-Ecke und dann sehen Sie weiter. Dominus providebit! (Der Herr wird vorsorgen!)

[1] Schott, Das vollständige Römische Meßbuch, Goldach 2006 [Nachdruck von Beuron 1961], [77].

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14 Gedanken zu “Auxilium christianorum, Lateranbasilika und heilige Räume

  1. Eine sehr interessante Website zu moderner Kirchenarchitektur in Deutschland ist diese:

    strasse-der-moderne.de

    Rechts oben auf „Kirchenbauten“ klicken, um alle Kirchen aufzurufen.

    Man kann die Kirchen dort nach dem Jahr der Einweihung ordnen, vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute. Dabei ist es interessant zu sehen, wie sich das neue liturgische Verständnis durch die unselige Liturgische Bewegung schon lange vor Vatikanum II in der Architektur niedergeschlagen hat.

    Zum Thema Marienfiguren:

    Wer furchtlos genug ist, sehe sich auf obiger Website die Marienfiguren in diesen beiden Kirchen an, die sogar ihren Namen tragen. Wenn man sich in der ersten der beiden Kirchen das dazu passende große Kreuz ansieht, verschlägt es einem wirklich die Sprache.

    Am Ohmberg-Bischofferode, St. Marien

    Kassel-Bad Wilhelmshöhe, Maria Königin des Friedens

    WARNUNG EIN!

    Zum Thema phallische Darstellungen in der Kirche:

    Auch auf obiger Website zu finden: Phallische Darstellung als(!) Kirche:

    Wetzlar, St. Bonifatius

    WARNUNG AUS!

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    1. Vielen Dank! Sehr aufschlussreich. Unsere Leser wissen aber auch alles :)))

      Ich schreibe diese Antwort zum zweiten Mal, der Feind denkt mit.

      In Wetzlar ist es tatsächlich der Grundriss der Kirche, statt des Kreuzes in der Gothik. Das entsteht doch nicht zufällig, dass man einen Phallus als Grundriss wählt. Starker Tobak.

      Das Kruzifix Am Ohmberg etc. ist der Baphomet. Erinnert stark an St. Giovanni Rotondo, siehe die Beschreibung in chiesa viva.

      http://www.chiesaviva.com/CHIESA%20VIVA.htm

      Ich halte Don Villa für nicht 100% überzeugend, weil er wenig belegt, aber in diesem Fall Ottobre 2009 und Marzo 2006 wird eine dermaßen unchristliche Zahlensymbolik dargelegt, samt architektonischen Lösungen, dass das erstmal erklärt werden sollte

      Hier ist der Link auf Deutsch: http://www.chiesaviva.com/satanischertempel%20padrepio.pdf

      Das methodologische Problem. Wenig Literaturangaben, sodass jemand, wie ich, der sich in dieser ganzen Zahlensymbolik nicht auskennt überhaupt keine Vergleichsmöglichkeiten hat zu vergleichen, ob Don Villa Recht hat oder nicht.

      Wie man es dreht und wendet: christlich und katholische ist es nicht, aber bis ins letzte Detail durchdacht. Diese kirche ist okkultes Antisakramentale, jeder der sie betritt wird verseucht.

      Dennoch der Grundriss ist die Spirale und kein Phallus, das hat die Kirche von Wetzlar überboten. Planctus Germaniae!

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      1. Ich bin mir nicht sicher, ob das Logo auf dem neuen Gotteslob überhaupt als Kreuz gedacht ist. Auch als Taukreuz würde ich es nicht durchgehen lassen. Offiziell heißt es „Dreifaltigkeitsmotiv“.

        Neben dem Ziegenkopf mit zwei Hörnern und Bart, oder der Ergänzung durch weibliche Rundungen, könnte man auch einfach drei Schlangen sehen und damit ein Bild für die unheilige Dreifaltigkeit. Besonders wenn man sich die anderen von der Künstlerin Monika Bartholomé im Gotteslob angefertigten Zeichnungen ansieht, liegt der Eindruch nahe. Denn viele Zeichnungen sind einfach nur ein paar geschlängelte Linien. Damit kriechen im neuen Gotteslob eine Menge Schlangen herum.

        In den päpstlichen Logos schlängelt es sich ja auch.

        Zum Beispiel der gnostizistische Ouroboros, die Schlange, die sich in den Schwanz beißt, beim „Mercy and Compassion“-Logo 2015 für den Papstbesuch auf den Philippinen.

        Oder das Logo des päpstlichen Gebetsnetzwerks: Ein Herz oder zwei Schlangen, die das Kreuz attackieren?

        Ganz neu und ohne Schlangen das Logo für den „Welttag der Armen“, dafür aber auch ohne Kreuz. Außerdem sieht die geöffnete Tür perspektivisch sehr seltsam aus, sie ist auch im Vergleich zum Türrahmen zu niedrig. Ähnelt eher einem Phallus.

        Einfach furchtbar!

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      2. Wenn man sich das „Welttag der Armen“-Logo genauer ansieht, dann wird es noch unheimlicher. Man kann es durchaus als Aufforderung zu Päderastie interpretieren. Links, halb versteckt ein Mann mit Phallus; rechts offenbar kein Erwachsener, sondern ein Junge; der Junge wird vom Mann beherrscht, dessen Hand oben ist und der den Jungen zu sich hineinlockt und -zieht. Dazu der Spruch: Liebt nicht in Worten, sondern in Taten.

        Ich meine, das Bild sieht doch wirklich nicht nach einer herzlichen Einladung aus! Es sieht aus wie ein Bild, mit denen man sonst Kinder vor fremden Menschen warnt.

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      3. Seltsam ist auch, dass der Welttag der Armen immer am 33. Sonntag im Jahreskreis begangen werden soll. Die Zahl 33 ist eine sehr prominente Freimaurerzahl. Ist das vielleicht eine versteckte Botschaft, dass der Tag ganz bewusst als freimaurerischer Verbrüderungstag gedacht ist?

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  2. Für alle, die es wie ich nicht wissen, gefunden bei Wiki:
    „Mit dem Namen Baphomet oder Bafomet wurde in südfranzösischen Protokollen des Templerprozesses ein angeblich von den Tempelrittern verehrtes Symbol bezeichnet.“ Wikipedia

    Besonders interessant finde ich in diesem Satz das Wort ANGEBLICH.

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  3. Nachdem ich letzte Woche an anderer Stelle leider klassischen Kalvinismus vernehmen mußte („…und Sinnlichkeit ist das, was am meisten von Gott weg führt.“ „Gott ist transzendent, unkörperlich, überweltlich also führt alles Körperliche, Sinnliche und Weltliche von ihm weg.“), bin ich umso erfreuter, hier gediegenen Katholizismus vorzufinden – bravissimo!

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  4. Abstrakte „Kunst“ ist in der Tat anthropotheistisch=gnostisch=satanisch, denn die geschaffene Welt abzubilden ist stets ein Akt der Demut.
    AbstrakteKunst ist AntiKunst, genauso wie der Naturalismus der PhotoGraphie!
    (So wie sich die gnostischen Sekten in rigoristische WeltFeinde und libertinistische Adamiten teilen.)

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  5. Frage zum Reisealtar:
    Das was den Altar ´zum Altar macht (ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt), ist ja eine steinerne Platte, in die Reliquien mehrerer Heiliger eingelassen sind.

    Hat ein Reisealtar das? (Ich hab‘ da in der Mitte etwas gesehen, wenn ich mich nicht täusche …)

    Wo kann man so etwas kaufen? Wissen Sie auch etwa den Preis?

    Vergelt’s Gott!

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