Von der Gefahr und Notwendigkeit theologisch Okkultismus zu studieren


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Da ein jeder Mensch sich zwischen dem personenhaften Gott und dem personenhaften Teufel entscheiden kann, wobei der Letztere nur ein untergeordnetes Geschöpf und kein Gott ist, so wächst man mit der Zeit entweder in der Kenntnis des Theologischen oder in der Kenntnis des Okkulten. Mit Kenntnis ist nicht nur ein intellektuelles Erfassen, sondern ein geistliches Durchdrungen-Werden gemeint. Wenn Sie Heiliges lesen und Heiliges praktizieren, so „färbt“ das Heilige auf sie ab. Ebenso ist es mit Bösen, wenn Sie okkulte oder esoterische Literatur lesen, wirkt diese negativ auf Sie, was bis zur Besessenheit führen kann. Obwohl viele Menschen dies für lächerlich halten werden, so wird oft die Master Copy, also diejenige Kopie, von welcher die CDs gepresst werden, einem okkulten oder satanischen Ritual unterzogen, sodass mit der gekauften CD man sich eine okkultes „Anti-Sakramentale“ holt, was manchmal ebenfalls zu Besessenheit führen kann.[1] Ebenso verhält es sich bei den okkulten Büchern.[2] Wie ein ehemaliger Okkultist sagte:

„Man kauft sich ein Buch und bekommt einen Dämon gratis dazu“,

weil diese Bücher besprochen werden, was der Erzähler wusste, da seine eigene Mutter dieses Handwerk der „schwarzen Kunst“ praktizierte. Daher sind okkultistische Bücher mit radioaktiven Gegenständen zu vergleichen, welche ihren Besitzern, falls richtig angewandt, okkulte Macht vermitteln, aber auch nicht angewandt Böses verstrahlen. Deswegen sind sie oft handgeschrieben, schwer zugänglich und teuer, was der Film „Die neuen Pforten“ von Roman Polanski, der leider diese Thematik aus eigener Erfahrung kennt, deutlich darstellt.

Deswegen ist es für einen Christen und Theologen fast unmöglich sich ein okkultes Wissen anzueignen, weil schon das Lesen dieser Bücher samt ihrem Besitz wirklich gefährlich für das eigene Seelenheil sein kann. Es gibt wohl Menschen, die dazu eine spezielle Berufung und einen speziellen Schutz Gottes haben, wozu der Schreiber dieser Zeilen sich selbst nicht rechnet. Dennoch ist es unmöglich die Bedeutung des Bergoglio-Pontifikats und der damit verbundenen Symbolik zu verstehen, wenn man keinen Okkultismus studiert hat. Deswegen tappen wir Katholiken im Dunkeln, während für die Esoteriker, Okkultisten und Satanisten alles klar ist, weil diese Symbole wahrnehmen, welche für uns unverständlich sind. Okkultismus kommt aber vom occultum – „verborgen“, sodass es schwierig ist an diejenigen Informationen zu kommen, welche gezielt verborgen werden.

Umso erfreulicher ist jemanden zu finden, der ein wenig Einblick in diese Welt hat und als Katholik diese uns mitteilt. Der Aufsatz von H. Reed Armstrong, Der zweifelhafte Einfluss, den wir am 9.10.2017 in einer deutschen Übersetzung publizieren werden, zeigt, dass wenigstens zwei einflussreiche Konzilstheologen aus esoterischen und somit okkulten Quellen schöpften. Wenn wir also hier schreiben, dass es Dämonen waren, welche dieses unsägliche Konzil inspirierten, dann gibt uns der Aufsatz von Armstrong das Recht es weiterhin zu behaupten.  Akademisch würde man diesen Gedankengang politisch-nachkonziliar-korrekt wie folgt formulieren:

„Die Konzilstheologen standen unter dem Einfluss von einer dem Christentum fremden Spiritualität, welche sie nicht als feindlich, sondern als ergänzend und befruchtend wahrnahmen“.

 „Fremd“ ist hier als „diabolisch“, „ergänzend und befruchtend“ als „destruktiv“ zu lesen. Der Aufsatz von Armstrong ist nicht genug zu loben, weil es sich bisher um eine einzigartige Leistung handelt. Wir hoffen noch viel von diesem Autor zu lesen und zu hören, deswegen sollten wir für ihn beten. Ave Maria

[1] https://www.youtube.com/watch?v=Otti-82jEAc&list=RDOtti-82jEAc&t=15  https://books.google.de/books?id=4colfroukf8C&pg=PA15&lpg=PA15&dq=satanism+in+the+music+industry+master+copy&source=bl&ots=MD-2oxebeG&sig=jlhDyFRUHoDvwZhGEe6Ez52CVUc&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwj0x4bXj7bWAhWiBsAKHVMYCo4Q6AEIODAD#v=onepage&q=satanism%20in%20the%20music%20industry%20master%20copy&f=false

[2] https://www.youtube.com/watch?v=m2UisZ7EN-s

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11 Gedanken zu “Von der Gefahr und Notwendigkeit theologisch Okkultismus zu studieren

  1. Lesen von okkulter Literatur birgt immer enorme Risiken, aber durchaus auch Chancen. Geschieht ein unkritischer Konsum, geistlich unbegleitet und nicht solide vorbereitet, besteht die signifikante Gefahr, der Faszination schwarzmagischer Rituale zu erliegen. Der Hinweis auf den Film „Die 9 Pforten“ ist in dieser Hinsicht gut gewählt. Der satanische Kern ist gleichsam von konzentrischen Kreisen umgeben, so „Besprechen“, Horoskope, Wahrsagen, Spiritismus. Auch „softe Esoterik“ wie Yoga etc. hat eine unterschätzte Tiefenwirkung, gilt aber heute als harmlose „Wellness“-Form.

    Allerdings sehe ich auf der anderen Seite durchaus die Chance, durch die textkritische Lektüre z.B. der „Satanischen Bibel“ von LaVey deutlicher wahrzunehmen, dass sich unsere gesellschaftlichen Strukturen zunehmend an deren Grundsätzen orientieren. Als da wären der ungezügelte Hedonismus ohne jegliche Verantwortung, das schrankenloses Ausleben der Sexualtriebe (bis zur Forderungen nach Abschaffung des Inzest- und Nekrophilieverbotes) und das bedenkenlose Beseitigen allen, die eigene Selbstentfaltung störenden Lebens (Abtreibung, „Euthanasie“). Alles in allem ist bei dieser Literatur aber äußerte Vorsicht angeraten, im Zweifel lieber „Hände weg“.

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    1. Ich habe wirklich in glaubwürdigen Quellen gelesen, dass das Lesen der Satanischen Bibel bei vielen zu Besessenheit führte. Ja, das Lesen allein. Es ist nicht nur ein Buch, es wirkt.

      Wenn Sie harte Pornographie schauen sollten, so wird diese Sie auch verändern, weil sie wirkt.

      Wenn ich Polonium trinke oder Quecksilber esse, so werde ich mich vergiften. An der Stärke meines Organismus und der Mengen des Giftes wird es liegen, wann ich daran sterben werde. Genauso ist es mit okkulter Literatur.

      Ich Thesen sind sehr gefährlich.

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  2. Sehe ich auch so,es ist eine Gratwanderung.
    Einerseits bin ich durch Esoterik zum wahren Glauben gekommen aber es war ein weiter und nicht ungefährlicher Weg.
    Mit Satanismus habe ich mich zum Glück nie befasst,da hatte ich immer eine Scheu davor.
    Der Einstieg hier dürfte der Hang zur Macht und zur Kontrolle über andere Menschen liegen und das war,Gott sei Dank,nie mein Anliegen.

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    1. @ Stella

      Sie müssen viel Umsessenheit erfahren. Der Teufel lässt die ehemalige Beute nicht so einfach los. Sie müssen sehr aufpassen, denn besonders Sie sind für alles paranormale und pseudo-mystische anfällig. Wir haben mehrere Leser, die dieselben Erfahrungen haben, deswegen wissen wir Bescheid.

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  3. Ein Pfarrer in meiner Nähe, der von Papst Franziskus ganz begeistert ist, hat einmal dazu eingeladen, gemeinsam die Enzyklika Laudato Si in Auszügen zu lesen. Ich bin mit einem Freund hingegangen, ein paar weitere Leute sind auch noch gekommen.

    Schließlich kamen wir an folgende Stelle der Enzyklika (207):

    „Die Erd-Charta lud uns alle ein, eine Zeit der Selbstzerstörung hinter uns zu lassen und neu anzufangen, doch wir haben noch kein universales Bewusstsein entwickelt, das dies möglich macht.“

    Da mein Feund und ich uns in Esoterik einigermaßen auskennen, haben wir bei dem Begriff „universales Bewusstsein“ unser Lachen ziemlich verkneifen müssen. Die anderen haben einfach darüber hinweggelesen, den Begriff vielleicht sogar als Bereicherung empfunden. Jedenfalls sah ich keine Reaktion darauf.

    Ich habe mir damals aber nicht viel dabei gedacht, weil ich die Novus-Ordo-Kirche für katholisch hielt.

    Inzwischen musste auch ich feststellen, dass die Theologie der Novus-Ordo-Kirche von esoterischen Glaubenssystemen völlig durchdrungen ist, vor denen ich selbst vor einigen Jahren erst geflohen bin. Der obige Satz aus Laudato Si ist da nur ein kleiner Teil der Spitze des Eisbergs.

    Ein anderes Beispiel, diesmal aus dem neuen Gotteslob:

    Andacht 680,4:

    „ … die Erde ist voll von deinen Geschöpfen. (Ps 104,24)

    Die Sterne, Planeten und Sonnensysteme,
    von dir gesegnet, guter Gott.

    Die Lebensenergie, die allem innewohnt,
    von dir gesegnet, guter Gott. …“

    Das habe ich mit dem selben Freund in meiner Novus-Ordo-Zeit einmal in einer Kapelle gebetet. Bei dem Begriff „Lebensenergie“ mussten wir uns das Lachen wieder sehr verkneifen.

    Das sind jetzt nur Kleinigkeiten. Um die zu bemerken, braucht man eigentlich noch gar kein okkultes Wissen. Es genügt, einmal einem Esoteriker zugehört zu haben, sodass man seine Ausdrucksweise kennt. Ein traditioneller Katholik wird die Ausdrucksweise zumindest als nicht katholisch wahrnehmen und sich darüber wundern, auch wenn er es nicht weiter versteht. Für den normalen Novus-Ordo-Katholiken ist natürlich alles völlig in Ordnung, sozusagen im Einklang mit der Natur und dem Leben …

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    1. Richtig beobachtet, aber Esoterik, d.h. Lehre für die Eingeweihten, die „drinnen“ sind, ist doch eine Art Okkultismus-Light, welcher das verborgene Wissen weitergibt. Die beiden Worte sind zumindest synonimisch zu gebrauchen.

      Ich verstehe unter Okkultismus ein willentliches Beschwören der Dämonen, okkulte Praktiken, Satanismus.

      Unter Esoterik verstehe ich das Herumschweifen Richtung Einheits-Universum, den universellen Geist, hinter dem sich Satan verbirgt.

      Aber es kommt ungefähr aufs selbe raus.

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      1. Leider nicht. Damals habe ich das noch als ungeschickten Sprachgebrauch abgetan und nicht gedacht, dass hinter diesen Begriffen auch der entsprechende falsche Glaube steht.

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  4. Mir persönlich vergeht bei solchen Begriffen das Lachen. Ich bin nämlich auf grossen Umwegen von der Esoterik zum Glauben gekommen. Und das geht – wie Tradition et Fides sehr richtig sagt – nicht einfach so. So schnell lässt einen der Feind nicht aus den Klauen. Von der heutigen Priesterschaft kommt nicht viel Hilfe in dieser Hinsicht, man wird vielleicht noch ermahnt, nicht so skrupulös zu sein und mehr Vertrauen zu haben.

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  5. @ Neukatholikin

    Ja, genau,die Priesterschaft hat keine Ahnung. Wir habe hier Leserinnen, welch Ihren Weg durchschritten haben, die sehr starke dämonische Umsessenheit erleben, deren Kinder besessen sind (nein, kein Witz) und die sehr froh wären in Polen kompetente Exorzisten zu treffen, denn dort gibt es welche, im Gegensatz zu DE, aber nicht alle sind kompetent. Es begann alles mit Esoterik. Das ist kein Spass.

    Wir werden in der nächsten Zeit konkrete Mittel gegen Umsessenheit angeben, bereiten aber zurzeit etwas dafür vor.

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