Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (2 von 10). Häresien bei Vat. II?


774f84c41c06465ccf9c848fee76047b

Was ist Häresie?

Eine Häresie im eigentlichen Sinne ist in der Theologie sehr eng umrissen. Wir haben dazu bereits folgendes geschrieben.

Ad 1. Häretische Meinung (sententia haeretica) oder Häresie

Dies ist die schwerstwiegende Zensur. Eine häretische Meinung (sententia haeretica) ist diejenige Meinung, welche sich direkt (directe) und unmittelbar (immediate) der geoffenbarten katholischen Glaubenswahrheit widersetzt und zwar

  • (i.) als ihr entgegengesetzt (contrarie) oder
  • (ii.) ihr widersprechend (contradictorie).

Im Falle, dass die Glaubenswahrheit lautet:

            „alle Menschen werden auferstehen“

lautet (i.) die entgegengesetzte Meinung (propositio contraria):

            „kein Mensch wird auferstehen“

die (ii.) widersprechende Meinung (propositio contradictoria) hingegen lautet:

            „ein bestimmter Mensch wird nicht auferstehen“.

Sowohl (i.) als auch (ii.) sind häretisch, denn sie negieren die oben angeführte Glaubenswahrheit, prädikatenlogisch ausgedrückt mit Hilfe (ii) eines Existenzquantors ( oder ˅) „es gibt mindestens einen Menschen, der nicht aufersteht…“ oder mit Hilfe (i) eines Allquantors (“ oder ˄)  „Für alle (Menschen) gilt: sie werden nicht auferstehen.“[2]

Besteht eine Glaubensaussage aus mehreren Elementen wie z.B.:

„Christus ist (A) wahrer Gott, (B) wahrer Mensch, (C) geboren von der (D) Jungfrau Maria“

dann ist die Negierung nur eines Element die Negierung der ganzen Aussage, denn man kann nicht behaupten, dass (A) bis (C) zwar stimmen, aber (D) nicht, dass Maria keine Jungfrau war.

Der Gegenstand einer Häresie ist also die direkte Verneinung dessen, was lehramtlich als verbindlich definiert wurde und vereinfacht ausgedrückt eine Häresie richtet sich dagegen, was im Denzinger-Hünermann (Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen) steht. Es muss also etwas explizit definiert worden sein, um explizit als Häresie, im Sinne von (i.) und (ii.), verneint zu werden. Nur dann kann man von einer Häresie oder einer häretischen Meinung (sententia haeretica) sprechen.[1]

Häresien in den Dokumenten des Vat. II?

Bei der Bestimmung einer Häresie muss man logisch-juristisch vorgehen und zuerst nachprüfen, ob es ein katholisches Dogma gibt, gegen die sich die vermeintliche häretische Aussage (sententia haeretica) richtet. Anders formuliert, muss man untersuchen, ob die zu untersuchende Aussage (sententia) eine Lehraussage de fide betrifft.[2] Betrifft die zu untersuchende Meinung eine niedrigere Kategorie der Notae theologicae, dann ist es keine Häresie (sententia haeretica), sondern sie erfüllt, juristisch ausgedrückt, ein kleineres Strafmaß, da die Reihenfolge derjenigen Aussagen, welche die Glaubenslehre selbst (doctrina ipsa) betreffen wie folgt lautet:

  1. Häretische Meinung (sententia haeretica) oder Häresie
  2. Der Häresie nahe Meinung (sententia haeresi proxima)
  3. Nach Häresie schmeckende Meinung (sententia haeresim sapiens)
  4. Die Häresie begünstigende Meinung (sententia haeresi favens)
  5. Irrige Meinung (sententia erronea)
  6. Leichtfertige Meinung (sententia temeraria)

Um es noch anders zu formulieren: „Häresie“ ist ein theologischer und kirchenrechtlicher Fachbegriff, welche die höchste Verfehlung gegen die kirchliche Lehre bezeichnet, der aber höchst sparsam verwendet werden sollte, weil er wirklich höchst selten zutrifft. Daher zeugt der inflationäre Gebrauch des Häresie-Begriffes, wie z. B. hier angeführt,  leider von geringen theologischen Fachkenntnissen. Unsinn und Häresie sind zwei verschiedene Paar Schuhe, denn nicht alles, was den Glauben schädigt und die Gläubigen verwirrt, was natürlich schlimm ist, erfüllt den Tatbestand der Häresie.

Untersuchen wir in diesem Zusammenhang eine Leserzuschrift, die wir hier abschnittsweise anführen:

Also das hier ist doch eine Häresie der höchsten Kategorie:

Dogmatische(!) Konstitution Lumen Gentium 16:

„Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.“

Dieser Satz ist keine Häresie, denn die Kirche lehrt: „Der Heilswille Gottes umfasst alle Menschen“. Wir zitieren hier ausschließlich zwei Aussagen des vorkonziliaren Lehramts, welche diese Lehre dogmatisch bestätigen:

So sagt die Synode von Quiercy, Mai 853

Kap. 3. Der allmächtige Gott »will, daß alle Menschen« ohne Ausnahme »gerettet werden« [1 Tim 2,4]; gleichwohl werden nicht alle gerettet. Daß aber manche gerettet werden, ist das Geschenk dessen, der rettet; daß aber manche zugrunde gehen, ist die Schuld derer, die zugrunde gehen. (DH 623)

 

Synode von Arles, i. J. 473: Unterwerfungsschreiben des Priesters Lucidus

„Auch hat Christus, unser Gott und Erlöser, was den Reichtum seiner Güte anbelangt, das Lösegeld des Todes für alle dargebracht; er will auch, daß keiner zugrunde gehe, er, der Erlöser aller Menschen ist, vor allem der Gläubigen, reich gegenüber allen, die ihn anrufen [Röm 10,12]. Und weil in so wichtigen Dingen dem Gewissen Genüge zu tun <ist>, erinnere ich mich, zuvor gesagt zu haben, daß Christus nur für die gekommen sei, von denen er vorherwußte, daß sie glauben werden [unter Berufung auf Mt 20,28; 26,28; Hebr 9,27]. Jetzt aber bekenne ich gerne aufgrund der Autorität der heiligen Zeugnisse, die sich im Bereich der göttlichen Schriften überreich finden und aufgrund der Lehre der Alten erschlossen sind, daß Christus auch für die Verlorenen gekommen ist; denn sie gingen zugrunde gegen seinen Willen. Es ist nämlich nicht recht, daß der Reichtum unermeßlicher Güte und die göttlichen Wohltaten nur auf die eingeschränkt werden, die offensichtlich gerettet sind. Denn wenn wir sagen, Christus habe nur denen Heilmittel gebracht, die erlöst sind, werden wir den Eindruck erwecken, die nicht Erlösten freizusprechen, die bekanntlich für die Verschmähung der Erlösung zu bestrafen sind.“ (DH 340)

Also, da der Heilswille Gottes alle Menschen umfasst, so umfasst er auch die Bekenner anderer Religionen. Gott möchte, dass sich alle zu Christus bekehrten und sich seiner Heiligen und einzigen Kirche, der katholischen Kirche anschließen. Natürlich umfasst der Heilswille Muslime, wie auch Vodoo-Anhänger oder Zoroastierner, denn er umfasst alle Heiden.

Also:

  1. Gott will, von seiner Seite aus, dass alle Menschen gerettet werden.
  2. Christus ist auch „für die Verlorenen“ gekommen, also auch für die, die, aufgrund ihrer eigenen Sünden, in der Hölle landen werden.

Dies bedeutet natürlich nicht, dass alle gerettet werden, weil Menschen einen freien Willen haben, nach dem sie sich richten. Denn „umfassen“ bedeutet nicht „zum Heil“ oder zur visio beatifica (beglückende Anschauung) gelangen. Kein Mensch ist von vornherein von Gott ausgeschlossen, also jeder hat eine Chance, es liegt an ihm, was er damit macht. Wir wissen aber nicht, wen der Heilswille Gottes „besonders“ umfasst, denn das vorkonziliare Lehramt lehrt es nicht, und ob es Muslime sind oder es nicht sind. Die Kirche lehrt, dass die Vorauswahl Gottes, Seine freie Entscheidung ist (DH 1540, 1565, 1567, 628), die wir nicht kennen können, sodass jede Spekulation darüber obsolet ist.  Da es vor Vat. II keine dogmatische Aussage über Muslime gab, so kann der obige Satz keiner Lehre widersprechen, welche ausdrücklich als verbindlich zum Glauben vorgelegt wurde. Der o.a. Satz ist demnach keine Häresie.

Der Schreiber dieser Zeilen würde sich am meisten am Adverb „besonders“ stören, denn wir wissen nicht, warum ausgerechnet die Muslime, die von Anbeginn an zu den größten Feinden des Christentums gehörten „besonders vom Heilswillen Gottes umfasst werden“. An dieser Stelle scheinen die folgenden Zensuren angebracht:

I. Was die Glaubenslehre selbst (doctrina ipsa) anbelangt:

6. Leichtfertige Meinung (sententia temeraria)

II. Was die Art und Weise (modum) der Darstellung der Glaubenslehre anbelangt:

  1. Trügerische Meinung (captiosa)
  2. Verdächtige Meinung (suspecta)
  3. Übel klingende Meinung (male sonans)
  4. Fromme Ohren verletzende Meinung (piarum aurium offensiva)
  5. Wenigstens irrige Meinung (ad minus erronea)

III. Was die Auswirkung (effectum), welche diese Meinung auf die Gläubigen ausüben könnte, betrifft.

  1. Ärgernis erregende Meinung (scandalosa)

Fahren wir mit der Leserzuschrift fort:

Das wird sogar innerhalb der Konzilstexte selbst widerlegt:

Erklärung Nostra Aetate 3:

„Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, …“

Die Muslime glauben eben nicht nur an den einen Schöpfergott, von dem sie sonst nichts wissen; sondern sie sagen ausdrücklich in Bezug auf Jesus Christus, dass Gott keinen Sohn hat und dass Jesus Christus nicht Gott ist. Sie leugnen also ausdrücklich die Heilige Dreifaltigkeit.

Aber der oben zitierte Satz

„Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.“ (Lumen gentium 18)

sagt aber gar nichts über den Glauben an Jesus Christus aus und deswegen ist er nicht auf die Erklärung aus Nostra Aetate 3 zu beziehen. Diese Erklärung ist auch richtig, Muslime glauben nicht an Jesus und verehren ihn als Propheten. Fahren wir weiter mit der Zuschrift fort:

Lumen Gentium behauptet aber, Katholiken und Muslime beten zum selben Gott. Lumen Gentium behauptet also, Gott wäre sowohl dreifaltig und nicht dreifaltig.

Das ist eine Verleugnung eines Glaubensdogmas. Zensur: Häresie.

Aber Lumen Gentium behauptet nirgends, dass sie es tun, was oben dargelegt wurde. Ebenso wenig wird in Lumen gentium die Heiligste Dreifaltigkeit in Frage gestellt.

[1] https://traditionundglauben.wordpress.com/2016/05/24/was-ist-eine-haresie-die-kirchlichen-zensuren-2-zensuren-welche-die-glaubenslehre-selbst-betreffen/

[2] Siehe: https://traditionundglauben.wordpress.com/2017/08/11/notae-theologicae-oder-die-dogmatische-gewissheit-3-von/  https://traditionundglauben.wordpress.com/2017/08/14/notae-theologicae-oder-die-dogmatische-gewissheit-4-von/

Advertisements

20 Gedanken zu “Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (2 von 10). Häresien bei Vat. II?

  1. Das überzeugt mich nicht. Es geht völlig an der Sache vorbei.

    Hier noch einmal der relevante Teil im lateinischen Original:

    „nobiscum Deum adorant“

    Es heißt nicht, dass die Muslime WIE wir einen Gott anbeten, der einzig, barmherzig usw. ist. Nein, es heißt sie beten MIT uns an. Das geht aber nur, wenn sie den selben Gott anbeten. Diesen unseren Gott leugnen die Muslime aber ausdrücklich, indem sie die Gottessohnschaft Jesu Christi leugnen. Wenn ein Muslim die Gottessohnschaft Jesu Christi nicht leugnet, dann ist er kein Muslim.

    Gefällt mir

    1. Aber es steht nicht nobiscum idem Deum, mit uns denselben Gott anbeten, sondern, es ist möglich, dass sie ihre Gottesvorstellung anbeten.

      Wie alle Konzilstexte lässt sich diese Aussage auch retten. Vat. II sagt nirgends ausdrücklich, dass Christen und Muslime dieselbe Gottesvorstellung oder Gotteslehre haben. Man kann es herauslesen, man muss es aber nicht.

      Diese Dokumente haben Fachleute produziert: Ratzinger, Rahner und Co.

      Die haben sich dermaßen stark vorher in nebulöser Verklausurierung geübt, dass es nicht leicht ist, sie zu erwischen. Wenigstens nichts bei diesem Zitat.

      Gefällt mir

      1. Das ist aber nicht explizit. Es zählt nicht, was gemeint ist, sondern, was dort steht!

        Erster Schrift der Analyse lautet:
        „Was sagt der Text?“

        durch die Aufgabe der juristisch-thomistischen Sprache wurde jeder Interpretation Tor und Tür geöffnet und man überlegt seit 50 Jahren: „Was hat das Konzil wirklich gemeint?“

        Es wollte so schwammig formulieren, dass jeder das Seine herauslesen kann, aber keine Häresie nachgewiesen werden kann, im fachgerechten, theologischen Sinne dieses Wortes.

        Gefällt mir

    2. Dem kann ich mich nur anschließen, NOBISCUM steht im Originaltext. Den Nebensatz kann man auch zum Hauptsatz machen und der heißt dann. Die Muslime beten mit uns (den einen) Gott an.

      Implizit wird hier die Dreifaltigkeit Gottes geleugnet..

      Muss die Häresie explizit sein?
      Gibt es Formfehler?

      Ich kann hier nur Häresie erkennen.

      Wenn die „Konzils“ väter geschrieben hätten, sie glauben, mit uns den einen Gott anzubeten…Ja das wäre okay, aber so…

      Gefällt mir

      1. Ja, Häresie muss explizit sein, nicht implizit.

        Aber nobiscum kann auch im Sinne eines Immanentismus, wie ihn JP2 vertrat, interpretiert werden. Dazu wird es noch etwas kommen. Nicht alles auf einmal.

        Häresie ist die Höchststrafe, dafür reicht dieser Satz nicht aus. Deswegen die zweitstärkste Zensur.

        Gefällt mir

  2. Naja, also wenn man so argmentiert, dann könnte man auch behaupten, dass in den gesamten Konzilstexten nirgends explizit vom wahren Gott die Rede ist, oder dass es zumindest an fast jeder Stelle fraglich ist, welcher Gott das jetzt sein soll.

    Gefällt mir

    1. Mir scheint diese Argumentation doch eher von dem Wunsch getragen zu sein, die Päpste nach Vaticanum II bis zu Benedikt XVI. irgendwie zu retten, damit die Position „Franziskus = Antipapst, Benedikt XVI. = wahrer Papst“ nicht ins Wanken gerät.

      Die Häresie in Amoris laetitia ließe sich auf diese Weise noch viel leichter zurechtbiegen und das wäre genausowenig in Ordnung.

      Gefällt mir

      1. Dass wir hier Vat. II bis Benedikt retten wollen, ist uns neu. Aber Sie haben sachlich unrecht. Das sind keine Häresien. Warten Sie den Rest des Zyklus ab, der Abschnitt über JP2 entsteht gerade.

        Der Grund warum außer den ungelernte Hard-Core Sedisvakantisten niemand Vat. II einer Häresie bezichtigte ist, dass es keine enthält, Häresien nicht umgangssprachlich, sondern im theologischen Sinne.

        Man begann um 1962 den Frosch langsam zu kochen und die Wassertemperatur zu erhitzen und mit Amoris Laetitia hat man den Siedepunkt erreicht. Deswegen war man so achtsam keine Häresien reinzuchreiben, weil sie hätten entdeckt werden können. So einfach ist.

        Jetzt aber nach 50 Jahren der zersetzten und verwässerten Lehre, des feigen Klerus sowie von Leute, die kaum die katholische Lehre kennen, weil man sie nirgendswo, aber fast nirgendswo erlenen kann, kommt die Zeit für Amoris Laetitia und die „Keule der Barnherzigkeit“. Langsam, langsam, damit die Leute es schlucken oder sich wenigstens nicht so starkt wehren.

        Gefällt mir

  3. Letzten Endes geht die Politik doch genau so vor.
    Erst „sexuelle Revolution“ (interessanterweise ab den Sechzigern),dann Erleichterung der Scheidung,gefolgt von Abtreibung bis hin zur „Ehe für alle“.
    Erst mussten sich die Deutschen schämen,dann die „Weißen“ überhaupt (Kolonialisierung,Kreuzzüge),nun Barmherzigkeit und Asyl für alle ( „nehmt sie alle,die Guten und die Bösen“)-O-Ton Franziskus.
    Nun wächst zusammen,was zusammengehört,antigöttliche Kirche,antigöttliche Politik.

    Gefällt mir

  4. Das Konzil sagt nicht, daß die Moslems dieselben Aussagen über Gott machen wie wir, sondern daß sie denselben Gott anbeten wie wir. Mit anderen Worten: Sie beten den dreifaltigen Gott an, aber behaupten fälschlicherweise, daß Er nicht dreifaltig sei.

    Diejenigen, die dem Konzil hier eine Häresie (z.B. Leugnung der Dreifaltigkeit) vorwerfen, nehmen wohl an, daß man auf Gott sprachlich nicht Bezug nehmen und Ihn daher auch nicht anbeten kann, wenn man irgendeine falsche Aussage über Ihn macht. Diese Annahme ist aber unbegründet; sie ist auf jeden Fall keine katholische Lehre und erst recht kein Dogma.

    Hier verteidigen die Patres Recktenwald und Prosinger (beide von der Petrusbruderschaft) die Aussage des Konzils:
    http://www.kath-info.de/monotheismus.html

    P. Prosinger zitiert den hl. Papst Gregor VII., der an den muslimischen Fürsten von Mauretanien folgendes schrieb:

    „Daher schulden wir [Christen] und ihr [Muslime] diese Liebe uns gegenseitig mehr als den übrigen Völkern, da wir an einen Gott, wenn auch auf verschiedene Weise, glauben und ihn bekennen, und wir ihn als Schöpfer der Zeiten (Jahrhunderte) und Lenker dieser Welt täglich loben und verehren.“

    Ähnliches sagt der Thomist Edward Feser:
    http://edwardfeser.blogspot.de/2015/12/christians-muslims-and-reference-of-god.html

    Gefällt mir

    1. „Das Konzil sagt nicht, daß die Moslems dieselben Aussagen über Gott machen wie wir, sondern daß sie denselben Gott anbeten wie wir. Mit anderen Worten: Sie beten den dreifaltigen Gott an, aber behaupten fälschlicherweise, daß Er nicht dreifaltig sei.“
      Ich hab den Koran gelesen und es zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Werk.
      Allah hat keinen Sohn und ist sich selbst Genüge. Und wer behauptet das Allah einen Sohn hat ist ein Ungläubiger der der Hölle geweiht ist. Ja an dem Sohn Gottes Jesus Christus scheiden sich eben die Geister bis zum Anschlag. Wer glaubt das die Moslems den dreifaltigen Gott anbeten ohne es zu Wissen sollte es ihnen mal in Mekka sagen und ich beobachte dann wie schnell er laufen kann. Der Erzengel Gabriel erscheint der Mutter Gottes und verkündet ihr die frohe Botschaft und ungefähr 600 Jahre später erscheint er Mohammed und erzählt ihm das alles ganz anders ist. Gehts noch!
      Übrigens den Schöpfer von „Nostra Aetate“ Josef Neuner SJ kann ich weniger leiden als Mohammed.
      Das Konzil sagt dieses und dann wieder was anderes es ist für mich nur noch zum Lachen.
      Per Mariam ad Christum.

      Gefällt mir

    2. Gemäß dieser Argumentation könnte ich jeden beliebigen Götzen oder Dämon anbeten, der von sich behauptet, der Schöpfer zu sein, und würde damit angeblich auch den wahren Gott anbeten.

      Zu behaupten, die Anhänger Mohammeds beten den wahren Gott an und befinden sich in Bezug auf Jesus Christus bloß in einem Missverständnis, mag zur Zeit von Gregor VII. noch gegolten haben, ist aber heute nach 1400 Jahren Islam nur noch lächerlich.

      Nach den Päpsten Eugen IV. und Kalixt III. ist der Islam eine abscheuliche, diabolische Sekte des ruch- und glaubenslosen Mohammed, auch wenn Hoffnung besteht, dass viele aus dieser Sekte zum katholischen Glauben bekehrt werden können.

      Ein Muslim mag den Willen haben, den wahren Gott anzubeten. Im Islam tut er das aber nicht.

      Gefällt mir

      1. „Gemäß dieser Argumentation könnte ich jeden beliebigen Götzen oder Dämon anbeten, der von sich behauptet, der Schöpfer zu sein, und würde damit angeblich auch den wahren Gott anbeten.“

        So etwas Ähnliches steht in der Catholic Encyclopedia im Artikel „Idolatry“ (Imprimatur 1910 von John Farley, dem Erzbischof von New York, der vom St. Pius X. zum Kardinal ernannt wurde):

        „It is reasonable, Christian, and charitable to suppose that the ‚false gods‘ of the heathen were, in their conscience, the only true God they knew, and that their worship being right in its intention, went up to the one true God with that of Jews and Christians to whom He had revealed Himself.“

        Ich möchte mich dem nicht anschließen, aber es zeigt, daß die Aussage des Konzils keinen Bruch mit der vorkonziliaren Theologie darstellt. Daß Moslems nicht den wahren Gott anbeten, ist keine kirchliche Lehre oder gar Dogma und nicht einmal ein Theologenkonsens, sondern nur eine Meinung.

        „Nach den Päpsten Eugen IV. und Kalixt III. ist der Islam eine abscheuliche, diabolische Sekte des ruch- und glaubenslosen Mohammed, auch wenn Hoffnung besteht, dass viele aus dieser Sekte zum katholischen Glauben bekehrt werden können.“

        Ich stimme zu, daß der Islam dämonischen Ursprungs ist, aber daraus folgt nicht, daß die Moslems einen Dämon anbeten. Ein Dämon kann Menschen dazu verleiten, Gott auf falsche Weise anzubeten, ohne daß dadurch der Dämon zum Gegenstand der Anbetung wird.

        „Ein Muslim mag den Willen haben, den wahren Gott anzubeten. Im Islam tut er das aber nicht.“

        Das Objekt eines Aktes der Anbetung hängt von der Intention des Anbetenden ab.

        Gefällt mir

      2. Ich möchte es einmal mit folgendem Vergleich veranschaulichen:

        Wenn ich einen Brief an A senden möchte, aber die Adresse von B darauf schreibe, dann kommt der Brief auch bei B an. Natürlich könnte A von dem Brief erfahren und feststellen, dass er eigentlich an ihn gerichtet ist. Das ändert aber nichts an der objektiven Tatsache, dass auf dem Brief der falsche Adressat angegeben ist.

        In einer Moschee zum islamischen Allah zu beten ist objektiv an den falschen Adressaten gerichtet. Denn der Islam hat sich in seinen 1400 Jahren Geschichte als extrem antichristlich erwiesen, sodass man nicht mehr sagen kann: Der Adressat ist richtig, nur der Inhalt, also die Art der Anbetung, ist versehentlich falsch.

        Als Mohammed in seiner Anfangszeit in Mekka gegen die Götzen angepredigt hat, stand es noch gut um seinen Glauben. Er war den Christen gegenüber freundlich gesinnt und hätte zum christlichen Glauben finden können. Ab seiner Zeit in Medina hat er aber definitiv den Satan an die Stelle Gottes gesetzt und wurde dann auch extrem antichristlich.

        Wenn Anhänger Mohammeds angeblich den wahren Gott anbeten und das nur versehentlich auf falsche Weise tun, wie konnten sie dann so extrem antichristlich werden?

        Nein, wer wie der Satan geworden ist, der hat ihn auch angebetet.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s