Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht? (5 von 7) Warum Sex schlecht für die Seele ist.


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Menschen, die aus der Welt kommen, aber auch die Mehrheit der Katholiken, Geistliche leider eingeschlossen, verstehen die traditionelle Einstellung zum Sex nicht, welche da lautet:

So wenig wie möglich, am Besten gar nicht.

Diese Einstellung ist dermaßen unweltlich und kontraintuitiv, da sexuelle Handlungen besonders bei ihrem Höhepunkgt mit einer großen Lust verbunden sind, welche nach neuesten Untersuchungen, nur noch vom Kokain-Kick im Gehirn übertroffen werden.

Warum also auf etwas verzichten, was so lustvoll ist?

Weil es vergänglich ist.

Ihr Körper, mit seinen Genitalien, ist vergänglich, liebe Leserinnen und Leser. Ihre Seele ist unvergänglich und ewig. Nachdem Sie diese 80 bis 90 Jahre gelebt haben, werden Sie sterben und die ganze Ewigkeit lang die Konsequenzen Ihrer im Leib begangenen Taten tragen. Ewig: stellen Sie ist eine Zahl mit einer unendlichen Anzahl von Nullen vor, welche niemals endet. Das also, was Sie jetzt in diesem Augenblick, im Moment der Niederschrift dieses Eintrags ist es am 4.08.2017 (St. Dominik) um 11:55, Ihnen wichtig erscheint, wird schon in ein paar Stunden belanglos sein. Abhängig von Ihrem Alter werden Sie feststellen, dass sich Ihre Prioritäten geändert haben:

  • Säugling – von der Mutter gesäugt werden,
  • Kleinkind – spielen, kuscheln, Kuscheltiere
  • Schulkind – Freunde, Schule
  • Erwachsener – Familie, Beruf, Häuslebauen etc.

Sie werden doch mit 35 über die Prioritäten gelacht haben, die Sie mit 4 gehabt haben, und mit 70 über die Ihres 35. Lebensjahres. Dies sind aber alles weltliche oder sinnliche Prioritäten. Gott ist transzendent, überweltlich, geistlich und heilig und vor Ihm werden Sie überhaupt erst bestehen können, wenn Sie ihm in Ihrem Leben gleichförmig geworden sind. Sie müssen also:

  • entweltlich
  • geistig
  • heilig

werden. In der spirituellen Literatur wird Gott oft mit Feuer verglichen, der alles vertilgt, was aus einem anderen Material als er selbst besteht (Stroh, Holz, Gummi etc) oder es umwandelt (Metall und Edemetall). Deswegen wird Christus die Welt durch Feuer richten und im Fegefeuer, mit Betonung auf „Feuer“ werden Sie so lange gereinigt werden, bis Sie auf die Energiestufe Gottes, sozusagen, kommen.  Sollten Sie aber überhaupt keine Heiligkeit und Geistigkeit aufgebaut haben, so kommen Sie in die Hölle, wo Sie ewig gemartert werden.

Ist das wirklich wahr?

Ja, es ist wahr.

Was stört aber bei der geistlichen Entwicklung am Meisten? Sex, weil er so körperlich, körperfixiert und körperbetont ist, weil er so schnell süchtig macht, weil er zu so vielen anderen Sünden führt, weil so sehr die Konkupiszenz, die Begierlichkeit, die von der Erbsünde resultiert freisetzt. Sie werden durch Sex wirklich nicht heiliger, auch in der Ehe nicht!

Wie kann man sich diese Konkupiszenz vorstellen?

Wie ein Infektionsherd, der ständig latent vorhanden ist, welcher aber durch bestimmte Tätigkeiten freigesetzt wird. Der Schreiber dieser Zeilen leidet an einer Stauballergie und immer, wenn er an seinem Rechner sitzt und in die Tasten haut, wie jetzt, setzt er eine kleinere oder größere Staubwolke frei, die er einatmet. Ja, sooft er schreibt wird seine Allergie schlimmer. Es genügt in seinem Falle die Tastatur mit einem Handstaubsauger gründlich abzusaugen, damit es besser wird, aber im Falle der Erbsünde und ihrer Konsequenz der Konkupiszenz ist dies nicht möglich. Die Konkupiszenz kann zwar durch Gnadenleben gemindert werden, sie bleibt leider bis zum Tod da. Wenn man aber das tut, was sie am meisten, wie eine Staubwolke födert, wäre man die ganze Zeit umnebelt. Der Schreiber dieser Zeilen könnte also nicht Tätigkeiten ausführen, welche mit viel Staubkontakt verbunden sind, da dies bei ihm ein Asthma und Schlimmeres verursachen würde.

Nichts setzt also die Konkupiszenz, die Vernebelung der Seele so frei, wie Sex. Danach kommen andere sinnlichen Genüsse wie Essen und Trinken, welche natürlich auch zum Sex führen. Daher die Keuschheit, das Fasten und die Mäßigkeit.  Sex dient dazu Kinder zu zeugen, in die Welt zu setzen, diese christlich zu erziehen und somit den Himmel zu bevölkern. Je mehr Kinder, desto mehr Plätze nach den gefallenen Engeln können eingenommen werden. Deswegen hasst der Teufel die Fortpflanzung, denn je weniger Menschen geboren werden, desto länger kann er wüten und der Endbestrafung entgehen. Daher leitet er zum Sex, Sex, Sex ohne Fortplanzung und Konsequenzen, am Besten natürlich zum: Gay Sex.

Da Sie also in Ihrer Todesstunde danach und ausschließlich danach beurteilt werden, wie Sie Ihre Seele Gott entsprechend entwickelt haben, so ist es doch sehr konsequent und vernünftig all das zu meiden, was ihrer Seele schadet und am meisten ist es Sex.  Die Kirche verteufelt Sex nicht, in der Ehe hat er sogar stattzufinden, aufgrund der gegenseitigen Gerechtigkeit, aber die Kirche weiß, dass Sex das Haupteinfallstor des Feindes ist. Warum? Weil vom Erlaubten zum Unerlaubten nur ein kleiner Schritt ist, auch in der Ehe.

 

Sex in der Ehe

Wenn, wie es leider in der nachkonziliaren Kirche der Fall ist, Sex als Selbtzweck und nicht zum Zweck der Fortpflanzung betrachtet wird, dann stellen sich konsequent die Fragen, warum man nicht verhüten soll, um noch mehr Sex, als Selbstzweck, zu haben. Die natürliche Verhütung ist auch eine Verhütung, denn die Intention zählt. Verhütung oder jegliche Art der Unterbindung der Forpflanzung ist aber eine schwere Sünde. Ein Ehepaar, das im Einklang mit der nachkonziliaren Lehre natürlich verhütet, indem es in ausschließlich den unfruchtbaren Tagen Sex, verhütet ja auch. So kommt man dazu, dass katholische Eheleute höchstens zwei Kinder haben, weil sie all die Kinder verhütet oder noch schlimmer abgetrieben haben (, wieder eine schwere Sünde), welche Gott ihnen schenken wollte. Eine Leserin unseres polnischen Blog hat ausgerechnet, dass beim Praktizieren der natürlichen Methode man höchstens auf zwei bis drei Tage im Monat kommen kann, wo man Sex haben darf, wozu die Frau meistens keine Lust hat. Das ist aber wirklich wenig! Wohingegen das Brustgeben eine natürliche Unfruchtbarkeit bedient, falls das Kind mit der Mutter schläft, welche in ihrem Fall ganze zwei Jahre dauerte, andere Quellen sprechen von drei Jahren. Sie stellte fest, dass die Natur schon weiß, was sie tut und Gott auch sehr freigiebig ist, da man während der Laktanz theoretisch zwei Jahre lang täglich Sex haben kann, ohne zu verhüten. Das ist wirklich viel! Bedeutet das 14 Kinder im Eheleben? Nein, höchstens 6, abhängig von der Fruchtbarkeit der Frau. Und da Sex zum Zeugen der Kinder dient, darf eine Schwangerschaft niemanden überraschen. Unsere „islamischen Mitbürger“ praktizieren es ja auch und gewinnen so die Oberhand, Frau Noch-Kanzlerin Merkel!

Wie sieht also ein katholisches Sexleben in der Ehe aus?

  • Sex haben ohne zu verhüten und ohne auf den Kalender zu schauen
    • jedoch nicht öfter als dreimal pro Woche (was kaum jemand auf die Dauer schafft)
  • ein Kind zeugen
  • während der Schwangerschaft Sex haben, falls keine Gefahr für das Kind droht
  • Kind zur Welt bringen
  • Kind mit der Brust stillen, solange es will, mit der Mutter schlafen lassen
    • eine Frau ist mindestens 6 Monate lang während der Stillzeit unfruchtbar
    • bei manchen dauert es bis 3 Jahren
  • wenn die Frau wieder fruchtbar ist, mit dem Zeugen des nächsten Kindes anfangen
  • mit der Zeit sinkt die Fruchtbarkeit der Frau und die Abstände zwischen den nächsten Kindern werden größer
  • nach den Wechseljahren können Sie theoretisch rund um die Uhr Sex haben, da keine Schwangerschaft eintritt

Wie Sie sehen, kommt man sexuell in einer katholischen Ehe durchaus auf seine Kosten und hat auch viele Kinder, wobei viel relativ ist. Ja, die Frau darf da nicht arbeiten, wodurch wirklich niemand verliert und vom Kindergeld lässt sich auch leben. Nochmals für alle zum Mitschreiben:

Sex dient dazu Kinder zu haben!

also

Sex dient nicht dazu keine Kinder zu haben!

Wenn Sie keine Kinder wollen, dann haben Sie keinen Sex, vorausgesetzt, dass Sie fruchtbar oder zeugunsfähig sind. Dennoch dient Sex in einer katholischen Ehe nicht dem Lustgewinn, sondern ist nur als remedium concupiscentiae als ein Abwehrmittel gegen die Konkupiszenz zu betrachten, denn wenn Sie Sex haben, auch in der Ehe, dann entwickelt sich das Geistige nicht.

Dennoch hat es Gott so geplant, dass sexuelles Interesse mit dem Alter abnimmt und falls man lange genug lebt, man noch an seiner seelischen Entwicklung arbeiten kann, welche natürlich viel niedriger ausfällt, hätte man keusch gelebt und sein ganzes Leben lang an der geistigen Entwicklung gearbeitet. Ein sinnlicher Mensch ist in allen Bereichen sinnlich. Das Geistige stört ihn, er kann es nicht fassen, begreifen, fühlen. Es ist so als hätten Sie 30 kg Übergewicht. In solch einem Zustand können Sie auch bestimmte Bewegungen nicht ausführen und passen nicht in manche Kleidungsstücke, dies ist nur möglich, wenn Sie abnehmen. Dieses Übergewicht ist das Nicht-Geistige, das Irdische, das Weltliche, welches Sie an Ihrem geistigen Fortkommen behindert, am meisten durch Sex. Amen.

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12 Gedanken zu “Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht? (5 von 7) Warum Sex schlecht für die Seele ist.

  1. „Natürliche Empfängnisregelung“ ist wirklich ein Musterbeispiel, wie der Teufel seine Ziele erreicht.

    Nun ist es zwar selbst nach der „neuen Kirchenlehre“ so, dass natürliche Empfängnisregelung nur bei schwerwiegenden Gründen medizinischer, ökonomischer oder sozialer Art erlaubt ist, aber welcher Priester weist schon darauf hin und wer hält sich daran? Und es liegen bei fast niemandem solche Gründe vor. Ein medizinischer Grund wären vielleicht schwere Depressionen oder eine medikamentöse Behandlung, die sich mit einer Schwangerschaft nicht verträgt. Ein ökonmischer Grund wäre eine auf absehbare Zeit nicht endende Hungersnot. Ein sozialer Grund wäre eine Ein-Kind-Politik, bei der jedes weitere Kind zwangsabgetrieben wird.

    Aber welchen „Grund“ bringen Ehepaare in aller Regel vor?

    „Wir (nicht Gott) planen unsere Familie so, wie es unseren (fleischlichen) Wünschen entspricht.“

    Uns so häufen sie Todsünde auf Todsünde.

    Es ist schlimm, dass viele eigentlich traditionell eingestellte Katholiken diese Irreführung nicht durchschauen, ja schlimmer noch: dass sie meinen, dadurch ganz besonders fromm zu sein. Es gilt eben auch in diesem Fall: Sex sells …

    Dabei sind schon die ganz unmittelbaren, weltlichen Folgen haarsträubend, wie im Text bereits erwähnt:

    1. Die Ehepaare müssen medizinische Bücher lesen und Kurse belegen.
    2. Die Ehefrau muss jeden Tag Messungen an sich vornehmen, Tabellen ausfüllen und ihren Zyklus bestimmen.
    3. Wenn die Ehefrau körperliches Begehren ihrem Ehemann gegenüber verspürt, muss sie sich zurückhalten. Wenn sie kein oder kaum Begehren verspürt, will der Ehemann aber trotzdem zu seinem Eherecht kommen.
    4. Es kommen nur wenige Kinder zur Welt, die christlich erzogen würden. Stattdessen sind die Kindergärten voll mit Kindern, die atheistisch sind oder „Allahu akbar“ rufen, und die Klöster werden auch immer leerer.

    Natürliche Empfängnisregelung ist nur das angeblich katholische Gegenüber zur „sexuellen Befreiung“, welche von der Welt beziehungsweise vom Teufel stammt. Aber jede Befreiung durch den Teufel führt am Ende in Knechtschaft und in die Hölle, oft schon in dieser Welt.

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  2. Ich habe eine Frage an den Verfasser dieses Artikels.
    Wie ordnet er die von Abraham und Sara gepflegte körperliche Zweisamkeit bis ins hohe Alter ein? Wenn sie sich über Jahrzehnte im Bewusstsein ihrer Unfähigkeit zu zeugen der körperlichen Zweisamkeit enthalten hätten, wären sie meiner Meinung nach unfähig gewesen dem Hinweis Gottes zu folgen, der sie sogar würdig fand sie persönlich zu besuchen.
    So haben sie einen Sohn geboren dem sie den Namen Isaak (Übersetzung: Das ist ein Witz) gegeben haben.
    Oder wie ist die körperliche Zweisamkeit von den Eltern des Johannes des Täufers einzuordnen? Elisabeth gebar im hohen Alter. Auch hier muß man davon ausgehen, dass sie regelmäßig die körperliche Zweisamkeit gepflegt haben.
    Dasselbe betrifft die Eltern der Gottesmutter Maria. Maria wurde natürlich gezeugt. (Band I Seite 30 in „Der Gottmensch“ von Maria Valtorta)
    Sind diese Eltern jetzt weniger geistig und müßen erst nach ihrem Ableben brennen, wie Sie das so drastisch ausdrücken, weil sie eventuell zu viel Sex gehabt haben?

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    1. @ Leo Stratz

      „Körperliche Zweisamkeit“ für Kopulation, eine schöner poetischer Begriff.

      Zu Ihrer Frage: Das war Altes Testament und all diese Menschen hatten eine bestimmte Aufgabe von Gott erhalten.

      Ähnlich argumentiert irgendwo der Kirchenvater St. Hieronymus, dass die Menschen im Alten Testament die Aufgabe hatten die Erde zu bevölkern, siehe die Vielweiberei vieler Patriarchen, wir aber im Neuen Testament die Keuschheuit hoch halten, weil sich die Menschheit schon ausreichend vermehrt hat. Für das Alte Testament galten andere Regeln. Das waren die Vorboten der Vollkommenheit. Alle von Ihnen erwähnten Personen gehören dem Alten Testament an und Maria Valtorta war auf dem Index, was auch zu berücksichtigen ist.

      Sex ist in der Ehe keine Sünde, sondern eine Pflicht, aber an sich frommt er nicht. Das Ziel ist die Fortpflanzung.

      Maria und Joseph haben keusch gelebt, was auch etwas zu sagen hat.

      Man muss zwischen Erlaubtem und Heiligenden unterscheiden.

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      1. Woher wissen Sie, welche Wünsche Gott hat?

        Ich bin auf der Welt, so hat Gott seinen Willen bekommen.

        Wir sind nicht für ehe Josephsehe, aber nach der vorgeschriebenen Anzahl der Kinder, die man:
        a. in die Welt gesetzt
        b. zu Gott geführt hat

        kann man sich doch eine Auszeit nehmen. Oder?

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    2. Wenn Sie nur die Auslassungen der Valtorta kennen dann kommt man natürlich nicht weiter.
      Schon deren Aussage,Maria wurde „natürlich “ gezeugt stellt eine klare Häresie dar,denn Maria wurde laut katholischem Dogma auch selbst sündelos empfangen.
      Wenn Sie wirkliches Interesse an diversen Details haben dann lesen Sie die Visionen der Anna Katharina Emmerick,diese wurde nicht nur selig gesprochen sondern ihre Visionen hatten und haben die ausdrückliche Druck-und Verbreitungserlaubnis der katholischen Kirche.
      Die Sexualität ist tatsächlich NICHT gottgewollt,die “ Vermehrung“ der Menschheit sollte asexuell und letzten Endes auch ohne Schmerzen der Frau beim Gebären vonstatten gehen.
      „ich will dir viel Mühsal schaffen wenn du schwanger wirst…usw.“ist der FLUCH Gottes an die Frau,das scheinen viele Christen vergessen zu haben.

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      1. @ Stella

        Um ganz genau zu sein, weiß man nicht, ob Katharina Emmerick überhaupt etwas geschrieben hat, da Brentano dermaßen viel hinzugefügt hatt, dass das im Jahre 1928 ihren Seligsprechungsprozess, der 1892 begonnen wurde, torpedierte. https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Katharina_Emmerick#Clemens_Brentanos_Emmerick-Schriften

        Man soll sehr kritisch allen Privanoffenbarungen gegenüber sein. Mir ist nicht bekannt, dass Emmericks Schriften ein imprimatur oder nihil obstat tragen. Ich halte auch ihre Seligsprechung für problematisch, da gleichzeitig de facto ihre Schriften ebenfalls selig gesprochen im Sinne anerkannt wurde, obwohl Vatikan etwas anderes behauptet, wird es so wahrgenommen. Zitat Wiki:

        Am 3. Oktober 2004 wurde sie von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Die zuständige Kommission erklärte, die Seligsprechung betreffe lediglich die Heiligkeit der Person Emmerick und gebe kein Urteil über den Wahrheitsgehalt der Bücher von Clemens Brentano ab.

        Ob und welche Sexualität Gott gewollt war, werden wir niemals herausfinden, da die Erbsünde alles in Mitleidenschaft gezogen hat.

        Nach der Lehre der Kirche waren Adam und Eva jungfräulich, von sexueller Begierde frei, welche erst nach dem Sündenfall sich entwickelte.

        Die Kirche spricht von der Gabe der Integrität (Ott, Grundriss der Dogmatik, Bonn 2010, 164)

        a) das donum rectitudinis oder integritatis [die Gabe der Rechtschaffenheit oder der Integrität] im engeren Sinne, d.i. die Freiheit von der Konkupiszenz (Begierlichkeit) Sententia fidei proxima

        Die Konkupiszenz im dogmatischen Sinne ist das spontane sinnliche und geistige Streben, das der Überlegung des Verstanden und der Entscheidung des Willens vorauseilt und gegen die Entscheidung des Willens beharrt.
        […]
        Die Hl. Schrift bezeugt die vollkommene Harmonie zwischen Vernunft und Sinnlichkeit. Gen 2, 25: „Beide waren nackt .. und sie schämten sich nicht“. Das Schamgefühlt erwachte erst durch die Sünde (Gen 3, 7.10)

        Danach erst wurden auch Kain und Abel gezeugt.

        Hätte es keine Erbsünde gegeben, dann wäre das Geschlechtliche sicherlich der Vernunft unterordnet und weniger zerstörerisch als jetzt der Fall ist. Siehe Don Leone: Theologie des Leibes.

        Im Gegensatz dazu, was JP2 in seiner Theologie des Leibes behauptet und was leider die Lehre der Gnosis und aller Esoterik ist. Es gab im Paradies keinen paradisischen Sex, weil es keinen Sex überhaup gab. Sex war die Konsequenz der Erbsünde. Wie sollten sie sich ohne Sex vermehren? Wir wissen es nicht, aber dieser Sex wäre sicherlich nicht der Begierde (concupiscentia) unterordnet.

        Viele Kirchenväter haben über den Zustand der natura elevata, also den Zustand vor dem Sündenfall geschrieben oder spekuliert. Wenn ich etwas finde, schreibe ich darüber.

        PS.

        Dieser Kommentar war dem Teufel nicht genehm. Ich habe versucht ihn fünf mal zu speichern, die Internetverbindung riss ab, ich musste eine Brückenverbindung errichten, dann ging es. Also er wird furchtbar sein. Umsonst gibt’s nichts!

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  3. Glauben Sie nicht dass der Begriff „Kopulation“ für die eheliche Sexualität unangemessen ist? Das ist ein Begriff aus dem Karnickelstall, so ähnlich wie Bergoglio die Eltern als Karnickel beschimpft hat. Das entspricht ja auch seinem Verständnis von Mensch=dummes Tier.
    Da der Mensch ein körperliches Geistwesen ist, muß man die Bedeutung der ehelichen Sexualität für den Erhalt der familiären Bindung einordnen.
    Ihre abfällige Einordnung der ehelichen Sexualität als reines Lustgewinnen und Kindergebähren ist lebensfremd.
    Die körperliche Intimität hat eine hohe Bedeutung für den Erhalt der Ehe, wenn sie im gegenseitigem Respekt und Liebe praktiziert wird.
    Dass im Laufe der Zeit, wenn der körperliche Zerfall bewußt wird, die Bedeutung der Intimität abnimmt und das gemeinsame Gebet und der gemeinsame Besuch der Liturgie einen noch höheren Stellenwert bekommt, ist natürlich.
    Aber die körperliche Zärtlichkeit endet nie, solange man lebt

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    1. @ Leo

      Aber technisch ist es da. Ja, es ist lebensfremd, denn von der Transzendenz der Seele betrachtet.

      Sie lassen aber nicht locker oder …

      Lesen Sie den Rest von Don Leone, dann wird vielleicht manches klarer.

      Morgen kommt der Beitrag von Don Leone: „Überhöhung der ehelichen Liebe“, womit ehelicher Sex = copula carnalis = Kopulation gemeint ist. Don Leone gibt die traditionelle katholische Lehre wieder, etwas verhaltener als wir es tun, sodass sich keine aufregt. Daher meine kurze polemischen Einführengen. Wenn sich jemand aufregt, dann fühlt er sich angesprochen und wir haben unser Ziel erreicht.

      Wenn Sie es ins Fegefeuer schaffen sollten, so versichere ich Ihnen, dass es dann für Sie völlig unerheblich sein wird, wieviel ehelichen Sex Sie hatten, denn ich hoffe, dieser ist hier gemeint, und wie „gut“ er war. Es wird der Grad ihrer Gottesähnlichkeit gemessen werden, der Grad ihrer Transzendenz, nicht der Körperlichkeit, denn der Körper wird ja tot sein.

      Lesen Sie den Traktat über das Fegefeuer von hl. Katharina von Genua, dass sich, meines Wissens, die einzigen Privatoffenbarungen zu diesem Thema mit imprimatur. Einer der Kardinäle hat bei ihrem Seligsprechungsprozess gesagt, dass allein diese Schrift gereicht hätte, um sie heilig zu sprechen. Sehr heilig, sehr rein, sehr transzendent, von Sex keine Spur natürlich und sie wußte Bescheid, war lange sehr unglücklich verheiratet.

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      1. Das stimmt es ist keine Anwort, die lautete: Lesen Sie bitte noch einige Seiten darüber, bevor Sie eine Aussage treffen.

        Der Mensch ist ein animal rationale – eine vernunfbegabtes Tier und viele seiner Tätigkeiten, wie die Fortpflanzung, sind auch anderen Tieren, insbesondere den Säugetieren eigen.

        Kopulation, Geschlechtsakt, Fortpflanzung wie wir es auch nennen wollen, stellt nichts besonders Menschliches dar. Entgegen dem, was Johannes Paul II in seiner „Theologie des Leibes“ behauptet.

        Das Wort ist nicht unangemessen, denn der menschiche Geschlechtsakt stellt eine Kopulation dar, welche den Oberbegriff bildet.

        Sex macht weder den Menschen aus, noch seine Menschenwürde, noch sein Menschenrecht. Das ist Freudismus und 1968-Ansichten.

        Die Ebenbildlichkeit Gottes im Menschen stellt seine: Vernunft und freier Wille dar, samt der unsterblichen Seele. Nicht Sex, nicht Essen nicht Trinken, nicht Schlafen, nicht Verdauen, nicht Ausscheiden. All das ist uns und Tieren gemeinsam, obwohl wir es ein wenig kultivierter tun.

        Wenn Sie nichts von einem Internetforum entwarten, warum wenden Sie sich an eins und verschwenden die Zeit dessen, der Ihnen antwortet.

        Lesen Sie was anderes.

        Gottes Segen!

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