Notae theologicae oder die dogmatische Gewissheit. (2 von 4). Gibt es Ausweg?


Bonaventura 1

Gibt es einen Ausweg?

Wenn Sie nicht durch irgendein unverdientes Privileg der Vorsehung nach der akademisch-theologischen Vorbildung an die richtigen, lateinischen Bücher zu der richtigen Zeit kommen sollten, dann werden Sie wirklich niemals intellektuell aus der nachkonziliaren Matrix herauskommen können, weil alle Ebenen Ihres theologischen Denkens durch das Theologiestudium verseucht worden sind.

  1. Keine formale Logik, auf welches sich die Philosophie stützt.
  2. Keine realistische Philosophie, auf welcher sich die Theologie samt Dogmatik stützt.
  3. Keine Apologetik, sondern „Fundamentaltheologie“, die alle Glaubenssätze untergräbt.
  4. Keine katholische Exegese, weil AT und NT „erfundene Märchen“ sind.
  5. Keine Dogmen, weil diese „Glaubensvorschläge sind, die für die damaligen Menschen in der damaligen Sprache formuliert wurden und für den modernen Menschen irrelevant sind“.
  6. Keine Moraltheologie, weil die Dogmen ja nicht gelten und wir bequem leben sollen.
  7. Keine Pastoraltheologie, welche sich ja auf die Punkte 1. bis 6. stützt.

Wenn Sie also irgendwo auf der Welt, ob in Deutschland, in den USA, in Polen, in Afrika oder auf den Philippinnen Theologie studiert haben, dann haben Sie Sie die o.a. sieben Punkte mit mehr oder weniger häretischen oder orthodoxen Abwandlungen durchgenommen und:

  • Sie sind Atheist oder Agnostiker geworden,
  • Sie haben die Fachrichtung geändert und wurden etwas Anderes und „Richtiges“,
  • Sie sind Theologe des nebulösen Sowohl-Als-Auch-Wenn-die-Pastoralen-Gründe-dafür-Sprechen geworden, indem Sie hegelianische selbstwidersprüchliche Thesen formulieren, die nicht mal Sie selbst verstehen,
  • Sie sind Priester geworden, haben ein bequemes und gut bezahltes Leben, leben in Sünde, glauben an gar nichts und es stört Sie nicht weiter
  • Sie sind Priester geworden, wollen „den Menschen nahe sein“ ohne das „lästige Dogma“ und versuchen die nachkonziliare Quadratur des Kreises zu erreichen,
  • Sie sind Priester geworden, glauben doch, sitzen irgendwo still und feige und es fehlen Ihnen theologische Argumente,
  • Sie sind Sedisvakantist oder Anhänger der diversen Privatoffenbarungen geworden, sitzen im Wald, essen Wurzeln und warten auf den Weltuntergang.

Die fehlende Reaktion auf Amoris Laetitia macht nicht nur eine Krise des Glaubens, des Mutes und der persönlichen Integrität der Theologen deutlich, insbesondere unter den Kirchenhierarchen, sie macht auch eine intellektuelle Krise deutlich. Wenn man Franziskus und Amoris Laetitia hinterfragt, muss man konsequenterweise das „Super-Konzil“ hinterfragen mit all seinen nachkonziliaren Entscheidungen, mit den Päpsten, welche die Bischöfe weihten und den eigenen Bischof, der einen selbst weihte oder einem die missio canonica verlieh. Deswegen stellen die Dubia Kardinäle Fragen, als ob sie es besser nicht wüssten. Sie zitieren auch ausschließlich, von einer St. Thomas-Stelle abgesehen, nachkonziliare Dokumente als ob es vorher nichts gäbe und die Kirche angefangen hätte im Jahre 1962 zu existieren. Es scheint wirklich heutzutage kaum Theologen zu geben, die ausreichend gut die katholische Lehre kennen, um das Nichtkatholische des Nachkonziliaren zu entdecken. Jedoch je höher ihr akademischer Grad ist, desto verseuchter ist leider ihr theologisches Wissen. Das Schlimme ist aber, dass es Ihnen gar nicht auffällt und Sie auch niemanden finden, der es darlegen kann, falls Sie überhaupt zum Licht kommen wollten.

Sollten Sie aber in einem Priesterseminar der FSSPX oder einer Ecclesia Dei  Gemeinschaft studiert haben, dann haben Sie ein gewisses Niveau der akademischen Diskussion nicht erreicht, was Sie durch Ihre „priesterliche Autorität“ zu überbrücken versuchen. Die traditionalistischen Priester, die der Schreiber dieser Zeilen kennengelernt hatte, FSSPX-Priester eingeschlossen, waren theologisch sehr ungebildet und von sich selbst, in ihrer priesterlichen Würde, leider sehr eingenommen. Da sie meistens es mit theologischen Laien zu tun hatten, fiel es nicht weiter auf und jegliche Kritik wurde mit dem Verweis auf die nachkonziliare Kirche oder die Kirchenkrise abgeschmettert. Dennoch muss festgestellt werden, dass die FSSPX und FSSP-Priester tatsächlich ein katholisches Fundament und einen katholischen Kern vorweisen konnten, wogegen andere Traditionalisten die übliche Novus Ordo Theologie mit einem traditionell- liturgischen Anstrich vertreten, ohne sich dessen klar zu sein. Das Problem mit Traditionalisten besteht leider darin, dass sie sehr oft in einer sedisvakantistischen Ecke oder ein einer anderen Denksackgasse enden, weil sie niemanden finden, mit denen sie die jetzigen Probleme: z.B. Vorgehen beim Absetzen des Papstes diskutieren können. Kurz und gut: ein Teil der Theologen ist ausgebildet, aber nicht katholisch (vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht), ein anderer ist katholisch, aber sehr ungebildet. Deswegen können Katholiken kaum irgendwo Argumentationshilfen bei der jetzigen Apostasie finden. Ausnahmen: Rorate Caeli, onepeterfive, Ann Barnhardt, Hilary White und wir, die Unwürdigen. Auf Rorate Caeli publizieren auch Theologen, bei den übrigen Blogs handelt es sich um Privatinitiativen von Nicht-Theologen, welche in bestimmte Bereiche nicht vorstoßen. Ein englischsprachiger Leser kann zu Not noch irgendwelche Antworten finden, ein deutschsprachiger aber nicht, denn außer uns bemüht sich niemand um eine theologisch durchdachte Antwort.

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15 Gedanken zu “Notae theologicae oder die dogmatische Gewissheit. (2 von 4). Gibt es Ausweg?

  1. Es ist schon ein Skandal, dass Sie von den älteren, sehr wichtigen, sehr mutigen Webseiten überhaupt nichts wissen wollen. Wie können Sie es wagen, zu behaupten, dass es ausser Ihrer LIeblings-Webseiten aus der USA keine erntszunehmende katholische Homepages gibt. Mir tun Ihre arme Leser leid. Sie sollten viel lieber z. B. die alten Artikel von http://www.einsicht-aktuell.de lesen, dort könnten Sie wirklich die Wahrheit und voll Katholisches lesen und lernen. Sie tun so, als ob in Europa Sie der Einzige wären, der katholisch denkt und schreibt. Bevor Sie andere lehren, sollten Sie bei den älteren selbst dazulernen. Vielleicht mögen Sie sie deswegen nicht, weil Sie von Anfang an ihre Schriften mit ihren Namen unterschrieben haben, also ihren Glauben mutig bekannt haben.

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    1. @ Dr. E.E.

      Was regt es Sie so auf? Ist es vielleicht Neid? Wir verbieten doch niemanden Einsicht zu lesen, welche für uns in die folgende Kategorie:

      Sie sind Sedisvakantist oder Anhänger der diversen Privatoffenbarungen geworden, sitzen im Wald, essen Wurzeln und warten auf den Weltuntergang.

      Wenn sich aber die Einsicht über uns aufregt, dann scheinen viele Leser dieser Seite bei uns zu landen.

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      1. Dem muß ich zustimmen.
        Dieses ist die einzige hompage,wo man ungefiltert seine Meinung sagen kann, wobei man natürlich nicht mit jedem Artikel konform gehen muß.
        Bei anderen,sich christlich oder gar katholisch nennenden Seiten kommt man entweder gar nicht erst rein oder es wird „moderiert“,was meistens jede lebendige Diskussion im Keime erstickt .

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  2. Gerade habe ich es selbst wieder erlebt.
    Hatte bei katholisches magazin info nur darauf hingewiesen,das die heutigen „Außerirdischen“,sprich die UFO-Szene nichts anderes sind als die Dämonen des Mittelalters,wo man auch schon „Entführungen“ kannte.
    Warum es den Moderatoren nicht genehm war,weiß ich nicht ,denn man wird nicht informiert,warum ein Beitrag nicht erscheint.
    Der auf vielen katholischen Seiten so hochbeliebte Michael Heesemann kommt auch aus der UFO-Szene und ist jetzt „Fatima-Spezialist“,ein Schelm,wer Arges dabei denkt.
    Da kann man schon so seine Schlüsse ziehen….

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  3. Ich komme oft hierher und lese die Beiträge.
    Sie sind wichtig und geben reichlich Anlaß zum Nachdenken.
    Doch irritiert mich so manches Mal der Ton, der in den Texten herrscht.
    Der nicht mehr zu leugnende Niedergang zu benennen ist dringend nötig und unerlässlich, aber oft wirken die Beiträge bzw. die in die Thematik einführenden Ausführungen herablassend und vorschnell verurteilend.
    Wir alle sehen die besorgniserrregenden Entwicklungen in unserer Kirche und leiden massiv darunter, doch sollten wir uns in unserer Beurteilung der Dinge nicht auch um Liebe und Geduld bemühen?
    Welches Schindluder die Oberen auch immer treiben, es handelt sich bei der katholischen Kirche ja immer noch um die Stiftung unseres Herrn.
    Es ist möglich, dass meine Worte als Beschönigung der Realität empfunden werden, doch dies ist nicht meine Absicht.
    Etwas schonungslos anzuschauen und darzulegen ist das eine, zu richten das andere.
    „Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet.“ (Matthäus 7,1)

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    1. @ Marienzweig

      Vielen Dank für Ihre Kritik. Sie gibt zu denken. „Herablassend“ und „vorschnell verurteilend“. Meinen Sie unsere Beiträge oder die Übersetzungen?

      Verurteilen wir vorschnell? Ich kann niemanden reinen Gewissens in meiner Diözese zum katholischen Glauben führen, weil ich keinen einzigen Priester kennen, mit dem ich diesen künftigen Konvertiten alleine lassen könnte und der ihm die katholische Lehre erläutern könnte. Ich kenne keine einzige Gruppe von Katholiken, wo man jemanden von Außen einladen könnte. Denn früher oder später wird die Frage fallen:

      „Wenn ihr Katholiken dies und das glaubt, warum tut ihr das Umkeherte? Wenn die Lehre der Kirche so und so ist, warum wurde sie geändert? Warum sagt euer Papst etwas anderes?“

      doch sollten wir uns in unserer Beurteilung der Dinge nicht auch um Liebe und Geduld bemühen?
      Welches Schindluder die Oberen auch immer treiben, es handelt sich bei der katholischen Kirche ja immer noch um die Stiftung unseres Herrn.

      Ja, es ist die Stiftung unseres Herrn und deswegen sind diese Sünde von „Papst“ Franziskus und seinen Kardinälen so schlimm? Und deswegen ist unsere Kritik so harsch. Sie zerstören die Kirche. Ist denn die, nennen wir sie, „FRanziskus-Kirche“, die Kirche nach Amoris Laetitia die Braut Christi? Nein, weil die Braut den Bräutigam liebt, weiß wieviel er für unsere Sünden gelitten hat und gibt uns keinen Freibrief zum Sündigen. Siehe das letzte Podcast von Ann Barnhardt.

      Was haben wir jetzt in der Kirche:

      1. Einen Papa Emeritus, der vier Jahre nach seinem Rücktritt immer noch den Fischerring trägt: https://nonvenipacem.com/2017/08/08/bling-bling-fishermans-ring/ Ein Insignium der päpstlichen Macht!

      2. Einen Antipapst Bergoglio, der Amoris Laetitia verfasst hat und neulich eine Kommission zur Überarbeitung von Humanae vitae errichtet hat. Im Klartext: Verhütung wird jetzt auch freigegeben, nach „Unterscheidung“ und aus „pastoralen Gründen“. Wie denn auch anders, das seit AL Ehebruch und Konkubinat legalisiert wurden.

      3. Kardinäle, Bischöfe und Priester, die nichts tun, weil es ihnen egal ist oder erpressbar sind.

      Was gibt es dort „vorschnell zu verurteilen“? Wir verurteilen ex post, nach vier Jahren Franziskus Pontifikat! Kein Mensch hätte es geahnt, dass so etwas überhaupt möglich sein wird?

      Ich hoffe Sie meinen nicht, dass die Oberen als Oberen schon wissen, was sie tun und wir arme, sündige Menschen sind zu dumm das Gute zu erkennen? Sie zerstören die Kirche. Punkt. Es ist nichts Gutes.

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      1. Sehr geehrter @Tradition und Glauben,
        es mag ja unwesentlich sein aber mir ist aufgefallen, daß Erzbischof Gänswein in seiner Rede über den „Jahrtausendschritt“ von Papst Benedikt folgendes sagte: ….“Denn ich war ja dabei, als Benedikt XVI. am Ende seiner Amtszeit seinen Fischerring ablegte, wie es nach dem Tod eines Papstes üblich ist, obwohl er in diesem Fall selbst noch lebte! Ich war dabei, als er entschied, seinen Namen hingegen nicht mehr zurück zu geben“…… (http://de.catholicnewsagency.com/story/der-jahrtausendschritt-von-papst-benedikt-0802). Ich halte im übrigen diese Rede ganz zentral für das Verständnis der jetzigen Situation. Auch Ann Barnhardt erwähnt diese Rede. Gänswein ist meines Erachtens Sprachrohr oder Bote von Bendedikt XVI. und seine Aussagen können Bendedikt selbst zugeordnet werden. Jetzt hat er also den Fischerring doch nicht abgegeben? Entweder Gänswein sagt die Unwahrheit oder das Foto ist ein Fake? Gibt es noch eine andere Möglichkeit?

        Sie schreiben: „Sie zerstören die Kirche. Punkt. Es ist nichts Gutes“. Sollte man nicht besser formulieren: „Sie versuchen die Kirche zu zerstören.“ Die Kirche ist doch unzerstörbar?

        Vielen Dank für Ihre Mühen.

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      2. @ Elkawe

        Die einfachste Lösung: Gänswein lügt. Oder er lügt auf die römische Art und Weise, der romanita, welche darin besteht, nicht direkt kontradiktorische Aussagen zu treffen, sondern das Ganze zu vernebeln.

        Es kann ja stimmen: er hat den Ring abgelegt, aber er hat ihn wieder angelegt, wie man am Foto unschwer erkennen kann. Es gibt zwei Ringe, es gibt mehrere Ringe zu jeder Gelegenheit passend.

        Ob das Foto ein Fake ist lässt sich nicht so einfach sagen, ich glaube es nicht. Man müsste alle Benedikt-Bilder nach der Resigantion durchschauen, um zu sehen ob:
        a. die rechte Hand überhaupt abgebildet ist
        b. der Fischerring zu sehen ist

        Vielleicht trägt er ihn immer noch, nur a. wird nicht zugelassen.

        Gänswein ist wirklich kein glaubwürdiger Mann, der eine klare Linie vertritt. Lesen Sie es sich dies durch: https://onepeterfive.com/interview-archbishop-ganswein-on-benedict-the-two-popes-and-prophecy/

        Sehe Sie sich dieses Interview an: https://www.youtube.com/watch?v=3jyZ8CRllR0 Das hat doch keinen Sinn. Die Wahrheit ist immer einfach.

        Warum denn nur ein Insignium des päpstlichen Amtes, den Ring, ablegen und alles andere beibehalten:
        1. den Namen
        2. die weiße Sutanne, denn, so Benedikt, der natürlich nicht lügt, eine schwarze war zur Zeit seiner Rücktritts nicht im Vatikan zu finden, später anscheinend auch nicht,
        3. Residenz im Vatikan
        4. Semi-Offiziellen Aufgaben: Empfang von Kardinälen und Gästen
        5. Theorie eines zweifachen Papstamtes, nach Benedikt und Gänswein

        Benedikt scheint also immer noch der einzige Papst zu sein, denn zwei Päpste kann es nicht geben, ergo Franziskus ist Antipapst.

        „Sie zerstören die Kirche“ war eine verkürzte Formulierung: sie sind dabei die irdische Kirche zu zerstören.

        Sie haben Recht, die Kirche ist unzerstörbar, aber das ist ein weites Feld. Ann Barnhardt meint, dass das Dogma von der Sichtbarkeit der Kirche auch dann erfüllt sein wird, wenn ein einziger Priester irgendwo in den Katakomben die hl. Messe liest.

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      3. @ elkawe

        Schauen Sie sich diese Fotos an:

        1. Hier scheint Benedict etwas Goldenes auf dem Rinfinger zu tragen, der Gesichtsausdruck von Bergoglio ist wirklich nicht zu übertreffen, dass er noch für keine Mafia-Filme gecastet wurde:

        2. Ja er trägt einen Ring:

        3. Der Beitrag ist von 2014, das Bild wahrscheinlich auch:
        https://infovaticana.com/2014/03/16/benedicto-xvi-escribio-cuatro-paginas-de-comentarios-a-la-entrevista-de-francisco-con-spadaro/

        4. Und was sehen wir hier? Jawohl, einen Ring:
        https://i1.wp.com/worldcatholic.faith/wp-content/uploads/2017/05/pope-francis-pope-benedict-05-04.jpg?fit=750%2C450&resize=350%2C200

        5. Und hier:

        6. Und unmissverständlich hier:

        7. Und noch einmal hier:

        8. Hier ist er nach Innen gewandt, damit man sagen kann: „Ja, ein Ring. Aber wirklich DER Fischerring?“

        Ach Leute… die versuchen es nicht einmal zu verstecken. Bergoglio ist der Antipapst.

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      4. Leider komme ich erst heute dazu, Ihnen zu antworten.
        Allen Ihren Argumenten kann ich zustimmen. Kritik ist mehr als angebracht und auch dringend notwendig.
        Das, was ich teilweise an Überheblichkeit wahrnehme, gilt beidem: Den Beiträgen selbst (z.B. Ann Barnhardt) sowie auch Ihren Einführungen zum jeweiligen Thema.
        Es ist mir bewusst, dass es schwierig ist, die verheerenden Entwicklungen in „unserer“ geliebten Kirche gleichzeitig kritisch und schonungslos zu benennen und andererseits nicht lieblos und arrogant zu erscheinen.
        Zum emer. Papst habe ich mittlerweile ein eher distanziertes Verhältnis und zu Papst Franziskus keinerlei Vertrauen.
        Von der Mehrzahl der Bischöfe hört man in der Tat nichts. Diese schweigen, wie Sie richtig schreiben und wenn sie einmal etwas von sich geben, ist es saft- und kraftlos.
        Der „Amtskirche“ habe ich mich innerlich entfremdet, gehe zwar noch hin, auch weil ich im Kirchenchor singe.
        Inzwischen habe ich zur Piusbruderschaft gefunden und erlebe dort das, was ich früher an der Kirche liebte.
        Ich hoffe sehr, dass sie bei vielen Gläubigen künftig die Anerkennung erlangt, die sie verdient.

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      5. @ Marienzweig

        Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich werde nicht schreiben, dass ich mich mäßigen werde. In der letzten Zeit höre ich die Podcasts of Ann Barnhardt, welche fragt:

        Glaubt Ihr das wirklich? Kein Heil außerhalb der Kirche. Ewige Höllenstrafen für alle, die in schwerer Sünde sterben für alle die ungetauft sind.

        „Seelen fallen wie Schneeflocken in die Hölle“, Schwester Lucia (die erste und richtige).

        Warum kommen so viele in die Hölle, weil Sie von einer falschen Lehre ausgehen, die ihnen beigebracht wird. Ist es eine wirklich unbesiegbare Ignoranz? Nein.

        Ich werde aber auch mitschuldig sein, weil ich nichts dagegen unternommen habe.

        Aus der Perspektive der Heiligkeit Gottes kann man gar nicht anders handeln, also im Umkehrschluss: unsere Hierarchen glauben diesen „Bullshit“ nicht, denn sonst würde Sie anders handeln.

        Wenn Sie in diesem Augenblick wüssten, dass eine Gasleitung in Ihrem Haus undicht ist und Sie in 5 Minuten in die Luft gehen würden, dann würden Sie doch ihr Haus gleich verlassen, denn dieses Wissen würde Sie zu diesem Verhalten zwingen. Glaube ist aber die Zustimmung des Intellekts zu einer präsentierten (in allen anderen Bereichen) oder geoffenbarten (in der Religion) Wahreit.

        Ich würde Ihnen raten zur einer Ecclesia Dei Messe zu gehen. Warum schweigt denn die FSSPX auch?

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  4. @Traditio et Fides
    Vielen Dank für Ihre rasche Antwort!
    Bleiben Sie bei Ihrer Linie, Sie stehen hinter ihr und das ist für mich in Ordnung so.
    Ich sprach lediglich von meinem eigenen Eindruck und da stehe ich ebenso dazu.

    Zu einer Ecclesia Dei Messe zu gehen, ist mir unmöglich, weil viel zu weit weg und gesundheitliche Probleme habe ich auch. Zu den hl. Messen bei der FSSPX werde ich meistens abgeholt.
    Das einzige, was mir in dieser Hinsicht Schwierigkeiten bereitet, ist die Zertrennung. Mir wäre lieber, die Priesterbruderschaft wäre organisatorisch Teil der katholischen Kirche, so ist in mir immer ein Gefühl der Zerrissenheit.
    Nicht wegen ihrer Inhalte, die katholisch sind, sondern wegen ihres unklaren Status (unerlaubte Bischofsweihen z.B.).

    Sie haben recht – offiziell vernimmt man keine oder nur wenig Kritik von der Piusbruderschaft, in ihren Schriften allerdings schon.
    Andererseits – was hören wir denn an öffentlich geäusserter Kritik von anderen – z.B. von der Petrusbruderschaft, von den Instituten Christus König und St. Philipp Neri?
    Kritik ist zumeist nur auf privaten katholischen Blogs, auch dem Ihren, zu vernehmen.
    Wenigstens hier!

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    1. kurz nach Bxvi Rücktritt las ich irgendwo, daß sein Fischerring ,nicht wie nach dem Tod eines Papstes zertrümmert worden sei, sondern das Siegelbild sei zerkratzt und somit als Siegelring unbrauchbar gemacht worden….

      Lieber Tradition und Glaube, bei dieser Gelegenheit darf ich sie folgendes fragen…(.hab zwar vor Jahren auch Theologie studiert, aber wie sie richtig sagen, auch gute Dozenten sind VII impregniert..)
      – es heißt immer: Taufe und Firmung sind „christliche Initiationsriten“, das hört sich für mich irgendwie gnostisch an, gab es diesen Ausdruck für Taufe und Firmung vor VII auch?
      – es heißt: das Sakrament der Ehe spenden sich die Eheleute gegenseitig, darum sei es egal ob ein Diakon oder Priester die Trauungszeremonie hält, galt das auch vor VII? …und warum lassen dann die deutschen Hierachen eine Trauung bei den Piusbrüdern nicht gelten? (heimlich kommt mir schon der Verdacht, daß den Bischöfen eine Piustrauung zu scheidungsresistent sein könnte….)

      Vielleicht können Sie mir eine Antwort geben, da Sie vieles wissen, was nicht mal mehr Priester wissen.
      Dank und Ewiges Vergelts Gott (übrigens: ich erwarte jeden ihrer Artikel mit Spannung)

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      1. @ Anton

        Die Antwort auf beide Fragen ist: ja.

        ad 1. Diese Sakramente werden tatsächlich als christliche Mysterien bezeichnet, schon bei ganz frühen Apolegeten, Clemens von Alexandrien, Tertulian, Octavius, etc. Cyrill von Jerusalem schreibt sogar über die mystagogischen Katechesen: https://www.unifr.ch/bkv/kapitel2759.htm

        ad 2. Ja, denn das Ja-Wort, consensus, Ehekonsens oder die Zustimmung zur Ehe macht die Form dieses Sakraments aus. Der Priester ist nur ein „qualifizierter Zeuge“, der im Namen der Kirche diesen Eheeid entgegennimmt. Damit es aber ein Sakrament ist, muss ein bevollmächtigter Priester dabei sein, hat er keine Vollmacht dazu, dann ist die Ehe gütlig, sie muss aber validiert werden.

        Das letzte ist ein „weites Feld“. Ich müsste dazu viele Beiträge schreiben, was ich irgendwann machen werde. Leider werden die arbeitsaufwendigen Beiträge, wie der letze über Notae theologicae nicht gerne gelesen. Ich wohl schwierig, technisch und trocken, aber so ist nunmal die richtige Theologie, sie ist wie Mathematik oder Juristerei mit anderen Mitteln.

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