Der Fall Müller oder warum „die Wirklichkeit beißt“? (3 von 3)


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Nachtrag, Umkehr und Welt-Interview

All diejenigen, die meinen wir hätten zu scharf und dazu noch anonym über Kardinal Müller geurteilt, mögen sich sein neuestes Interview in der Welt durchlesen. Noch weltlicher geht es wirklich nicht, obgleich Müller jetzt wirklich nichts zu verlieren hat. Aber vielleicht gelangt er durch diese Auszeit oder eher Verbannung zur Besinnung und entdeckt das Katholische am Katholischen. Der Schreiber dieser Zeilen war schon immer recht konservativ gewesen, für deutsche Verhältnisse viel zu konservativ und wunderte sich, warum ihn Gott so züchtigte, was Er auch weiterhin tut. Es stellte sich heraus, dass er zwar an weltlichen Maßstäben gemessen rechtgläubig, konservativ und fromm gewesen ist, aber nicht nach den Maßstäben Gottes. Diese sind viel strenger und viel höher.

Deswegen wünschen wir Kardinal Müller, dass er auf dem Umweg des Leidens, denn sein Rausschmiss ist ja Leiden, Gottes Maßstäbe entdeckt und erreicht und auf diese Weise nicht verloren geht. Man sieht leider nicht die Matrix, wenn man in ihr steckt. Man braucht einen Außenblick und deswegen hatten so viele Heilige eine Einsiedlerphase oder eine Phase der Krankheit, wo das Bisherige völlig für sie zusammenbrach.

Bekehrung ist immer schwierig. Intellektuelle Bekehrung noch mehr, weil man sein ganzes intellektuelles Koordinatensystem und Weltbezug verändern muss. Der Schreiber dieser Zeilen lernt in der letzten Zeit, dass deswegen so wenige Menschen an intellektuellen Fragen interessiert sind und nach diesen ihr Leben und nicht umgekehrt ausrichten, weil die Meisten das Intellektuelle, d.h. die Bildung, die Titel, die Bücher, die eigene Wirkung als eine Art Zierde ihrer Persönlichkeit betrachten, als einen Teil ihrer selbst. Wie eine teure Uhr oder ein teures Auto, welche der eigenen Persönlichkeit einen Glanz verleiht. Ein Titel ist also ein schönes Kleid oder ein teurer Anzug.  Müller verdankt ja seinen Novus Ordo Ansichten alles: sein Priestertum, das bequeme Leben eines steuerfinanzierten Geistlichen, seine akademische Laufbahn, sein Bischofsamt und sein Kardinalat.  Jetzt versteht er die Welt nicht mehr, da er ja alles richtig gemacht habe und es nach hinten losgegangen ist. Er versteht Gott nicht, denn es war nicht Gott, der ihn führte, sondern die eigene müllersche Novus Ordo Gottesvorstellung. Es ist wahrscheinlich, dass Müller eher dem Atheismus verfällt, als das Vat. II in Frage stellt. Warum? Weil Vat. II dieses weltliche Klerikerleben sanktioniert und empfiehlt. Sonst wäre es ja viel härter und man käme gar nicht auf die Idee sich bei der Welt zu beschweren, dass man die Wohnung auf eigene Kosten renoviert hat. Ein deutscher Bischof verdient 11.000 EUR im Monat, nicht im Jahr! Es ist wahrscheinlich, dass die vermeintlich „konservativen“ Hierarchen viel mehr Schaden anrichten als progressive, weil sie die Restkatholiken verleiten immer weiter von Gott abzufallen, Restkatholiken, welche einem Progressiven nicht gefolgt wären. Deswegen hat man nach dem Vat. II immer ein Paar Vorzeigekonservative gehalten. Just in case! Beten wir für Müller, dass er sehend werde, dass er Buße tut, dass er endlich etwas für die Kirche und Christus und nicht für seine eigene Karriere tut. Noch ist er am Leben, noch kann er gerettet werden. Amen.

 

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