Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern

Joh 10, 11 – 16

Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht, und der Wolf fällt die Schafe an und versprengt sie. Der Mietling flieht, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne. Ich gebe mein Leben für meine Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstall sind. Auch sie muss ich herbeiführen; sie werden auf meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirt sein.

Betrachtung zum Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern

Eines der schönsten Bilder, unter denen man Vorgesetzte und Untergebene vorstellen kann, ist jenes von Christus gebrauchte Gleichniß von dem Hirten und den Schafen. Der gute Hirt setzt sein eigenes Leben der Gefahr aus, um seiner Heerde Sicherheit zu verschaffen. Und in welchem erhabenen Sinne erfüllt nicht Jesus die Pflichten eines guten Hirten! Wie großmüthig gab er, zur Behauptung seiner Lehre, zur Rettung und Beglückung der Menschen, sein Leben in den schmerzhaftesten und schmachvollsten Tod hin! Er hat uns durch seinen Tod am Kreuze erlöst. Wie sehr sollen wir ihn für seine unendliche Liebe wieder lieben! Und lieben können wir ihn nur, wenn wir seine Gebote beobachten. Darum laßt uns seine Stimme hören, jede Sünde verabscheuen und so in seiner heilige Kirche durch Tugend der ewigen Seligkeit entgegen gehen!

Kirchengebet

O Gott, der Du durch die Erniedrigung deines Sohnes die gefallenen Menschen wieder aufgerichtet hast; verleih deinen Gläubigen eine immerwährende Fröhlichkeit, damit diejenigen, welche Du dem ewigen Tode entrissen hast, durch deine Gnade die ewigen Freuden genießen. Amen.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

  1. „Der Mietling flieht, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schafen nichts liegt.“
    Wenn die Tage kommen wo der und die Mietlinge in Scharen reißaus nehmen sollte man hellwach sein denn der gute Hirte kommt mit großer Macht. Ich denke wir werden erstaunt sein wie schnell der Mietling laufen kann wenn der gute Hirte seine Schafe zählen tut.
    Per Mariam ad Christum.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s