Tridentinische Messe – eine visuelle Einführung – 8


 

Opferhandlung

Es naht nun der Höhepunkt der heiligen Opferfeier, wo Christus unsere irdischen Opfergaben in Seinen eigenen Leib und Sein eigenes Blut verwandelt und so selber unsere unendlich wertvolle Opfergabe an den himmlischen Vater wird. Eröffnet wird dieser wichtigste Teil der hl. Messe durch die

Praefatio

Diese ist ein feierliches Lob- und Danklied an den unendlich erhabenen Gott. Wir vereinigen uns dabei mit dem Lobpreis Christi selbst und mit den Chören der Engel. Die Präfationen sind je nach Festen und Festzeiten verschieden. Am Schluß gehen sie über in den feierlichen Jubelruf des Sanctus.

Der Priester spricht oder singt die letzten Worte des Stillgebetes:

S. Per omnia saecula saeculorum.

M. Amen.

P. Von Ewigkeit zu Ewigkeit.

M. Amen.

 

Zweiter Teil

Der Priester opfert an Christi statt und bringt Gott das Lob-, und Dankopfer. Deswegen wird dieses Opfer Eucharistische Opfer (von eucharistein – danksagen) genannt. Zweimal wird aber dieses Gebet unterbrochen, damit er das Fürbittopfer beten kann.


22. Präfation

Dialog vor der Präfation

S. Dominus vobiscum.
M. Et cum spiritu tuo.
S. Sursum corda.
M. Habemus ad Dominum.
S. Gratias agamus Domino, Deo nostro.
M. Dignum et iustum est.
P. Der Herr sei mit euch.
M. Und mit deinem Geiste.
P. Empor das Herz.
M. Wir haben es beim Herrn.
P. (Den Kopf beugend) Lasset uns danksagen dem Herrn, unserm Gott.
M. Das ist würdig und recht.

Präfation von der Hl. Dreifaltigkeit

Wird am gewöhnlichen Sonntag im Jahreskreis gebetet

(Diese wird genommen in allen Messen, die keine eigene Præfatio haben) Die gewohnliche Præfatio wird in allen Sonntagsmessen gebetet, die als Messen an den Wochentagen genommen werden, sowie an den Heiligenfesten 1. und 2. class., die an den Sonntagen gefeiert werden und keine eigene Præfatio haben.

S. Vere dignum et iustum est, aequum et salutare, nos tibi semper, et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, aeterne Deus. Qui cum unigenito Filio tuo, et Spiritu Sancto, unus es Deus, unus es Dominus: non in unius singularitate personae, sed in unius Trinitate substantiae. Quod enim de tua gloria, revelante te, credimus, hoc de Filio tuo, hoc de Spritu Sancto, sine differentia discretionis sentimus. Ut in confessione verae, sempiternaeque Deitatis, et in personis proprietas, et in essentia unitas, et in majestate adoretur aequalitas. Quam laudant Angeli, atque Archangeli, Cherubim quoque ac Seraphim: qui non cessant clamare cotidie, una voce dicentes: K. Es ist in Wahrheit würdig und recht, billig und heilsam, Dir immer und überall dankzusagen, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott: durch Christus, unsern Herrn. Durch Ihn loben die Engel Deine Majestät, die Herrschaften beten sie an, die Mächte verehren sie zitternd. Die Himmel und die himmlischen Kräfte und die seligen Seraphim feiern sie jubelnd im Chore. Mit ihnen laß, so flehen wir, auch uns einstimmen und voll Ehrfurcht bekennen:

23. Sanctus – Heilig
Der Priester beugt sich tief und betet, währen der Ministrant dreimal klingelt:

S. Sanctus, Sanctus, Sanctus, Dominus Deus Sabaoth. Pleni sunt caeli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. P. Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe!

Er bekreuzigt sich:

Benedictus qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis. Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!

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