Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


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Evangelium des heiligen Christtags

Joh 1, 1 – 14 Im Anfang war das Wort [der Sohn Gottes], und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Schon im Anfang war Es bei Gott. Durch das Wort ist alles geworden; und nichts, was geworden, ward ohne das Wort. In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis [der Sünde]; aber die Finsternis hat es nicht begriffen. Da ward ein Mann von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Dieser kam als Zeuge; er sollte Zeugnis geben von dem Lichte, auf daß alle durch ihn zum Glauben gelangten. Er selbst war nicht das Licht, er sollte nur Zeugnis von dem Lichte geben. Das war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt. Er [Christus] war in der Welt, und die Welt ist durch Ihn geworden. Allein die Welt hat Ihn nicht erkannt. Er kam in sein Eigentum; doch die Seinigen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die Ihn aufnahmen, gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden, all denen, die an Seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blute, nicht aus dem Verlangen des Fleisches, nicht aus dem Wollen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind (hier knien alle nieder). Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Und wir haben Seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit.

Betrachtung zum Evangelium des vierten Adventsonntags

Jesus wird geboren.

Was die Propheten verkündet, das ging heute in Erfüllung. Jesus, der versprochene Heiland der Welt wurde geboren. Laßt uns hinstürzen auf die Kniee und ihn, den Mensch gewordenen Sohn des Allerhöchsten, verehren und anbeten! Er, der Herr aller Herren, der höchste, machtigste König nimmt die niedere, schwache, menschliche Natur an, um uns zu retten, die wir verdorben durch die Sünde unter dem Zorne Gottes lagen. Was wäre aus den Menschen geworden, wenn er, der Ewiggute, den Himmel nicht verlassen, zur unglückseligen Erde nicht herabgekommen, nicht Mensch geworden wäre? Er ist das Licht des Lebens, das uns erleuchtet; er ist der rechte Weg, der uns zum Vater führet; er ist die ewige Wahrheit und das ewige Leben. Darum laßt uns einstimmen in den Lobgesang der Engel, der Kirche!

Ehre sey Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen, die eines guten Willens sind. Wir loben Dich, wir preisen Dich, wir beten Dich an, wir verherrlichen Dich, wir sagen Dir Dank für deine große Herrlichkeit. Denn Du allein bist heilig, Du allein bist der Herr, Du allein bist der höchste Herr, Jesus Christus, mit dem heiligen Geiste in der Herrlichkeit Gottes des Vaters. Amen.

Kollekte zum vierten Adventsonntag

Gebet der Kirche.

Gott! durch Dich ward diese heilige Nacht mit dem Schimmer des wahren Lichtes erleuchtet; laß uns auch im Himmel zu Theil werden die Freude dieses Lichtes, dessen hohe Erscheinung wir auf Erden durch den Glauben erkannt haben. —

Allmächtiger Gott! ein neues Licht ist über uns durch dein menschgewordenes Wort ausgegossen worden; gieb, daß dieses Licht in unsern Werken erscheine, so wie es durch den Glauben unser Gemüth erleuchtet. Allmachtiger Gott! laß uns durch den Heiland der Welt, dessen Geburt wir heute feiern, zu Kindern Gottes neu geboren und einst zum unsterblichen Leben erwecket werden! Amen.

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