Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe


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Evangelium des zweiten Adventsonntags

Am zweiten Adventsonntag

Mt 11, 2 – 10 Als Johannes im Kerker vom Wirken Christi hörte, entsandte er [zwei] von seinen Jüngern und ließ ihn fragen: „Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir einen andern erwarten?“ Jesus antwortete ihnen: „Geht hin und kündet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird die frohe Botschaft verkündigt. Wohl dem, der keinen Anstoß an mir nimmt!“

Als jene weggingen, sprach Jesus zu den Volksscharen über Johannes: „Wozu seid ihr in die Wüste hinausgezogen? Ein Schilfrohr zu sehen, das vom Winde hin und her bewegt wird? Oder wozu seid ihr hinausgezogen? Einen Mann in weichlichen Kleidern zu sehen? Nein. Leute, die weichliche Kleider tragen, sind an den Höfen der Könige. Wozu seid ihr also hinausgezogen? Einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch, mehr als einen Propheten. Er ist es, von dem geschrieben stehtSiehe, ich sende meinen Boten vor dir her, auf dass er deinen Weg vor dir bereite.

Betrachtung zum Evangelium des zweiten Adventsonntags

Johannes der Täufer läßt Iesum fragen, ob er der Messias sey.

Heute können wir wieder deutlich aus dem heil. Evangelium abnehmen, daß Du, o Herr Jesus! der wahre Heiland bist. Denn als der heil. Johannes, der auf Befehl des Herodes Antipa’s im Gefangniße saß, zwei seiner Jünger, um sie im Glauben zu stärken, an Dich schickte mit der Frage, ob Du wirklich der Messias seyest, auf welchen die Allväter so lange gewartet haben; da gabst Du ihnen die Antwort des Propheten: „Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Tauben hören, die Stummen reden, Todte stehen auf und den Armen wird die Bothschaft des Heiles verkündet.“ — Daraus nun konnten sie sich uberzeugen, daß Du der erwartete Messias bist, denn wo Thaten reden, bedarf man nicht vieler Worte. —

Kollekte zum zweiten Adventsonntag

G e b e t.

Da nun, o Herr! die katholische Kirche in Erinnerung deiner ersten Ankunft auf Erden uns hinweist auf jene, durch welche Du in deiner Gnade bußfertige Seelen besuchest, so bitten wir Dich: reinige unsere Herzen von allen Sünden, damit wir Dir treu dienen! Gieb uns Gnade, daß wir uns nicht wie ein schwaches Rohr von falscher Lehre und Irrthümern, von Begierden und Erdensorgen hin- und hertreiben lassen, sondern an der anerkannten Wahrheit festhalten, damit wir Dich mit deiner Gnade in unsere Seelen empfangen und nimmermehr von Dir geschieden werden. Amen.

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