Michael Matt, Christopher Ferrara und John Vennari: „Mit brennender Sorge: Wir klagen Papst Franziskus an“ (4 von 13)


christus-pantokrator

Ein zügelloser Indifferentismus

Während Sie kaum ein Pionier bezüglich der destruktiven postkonziliaren Neuheiten, wie den „Ökumenismus“ und den „interreligiösen Dialog“ sind, so haben Sie in einem Maße, das nicht einmal in den schlimmsten Jahren der nachkonziliaren Krise sichtbar war einen spezifischen religiösen Indifferentismus vorangetrieben, welcher praktisch die Mission der Kirche als Arche des Heiles aufhebt.

Bezüglich der Protestanten erklären Sie, dass diese alle Mitglieder dergleichen „Kirche Christi“ wie die Katholiken seien, unabhängig davon, was sie glauben, und die lehrmäßigen Unterschiede zwischen Katholiken und Protestanten seien vergleichsweise triviale Angelegenheiten, die durch eine Übereinkunft der Theologen „ausgerarbeitet“ werden können.

Aufgrund dieser Meinung haben Sie aktiv Protestanten dazu ermutigt, nicht zu konvertieren, eingeschlossen den „Bischof“ Tony Palmer, der zu einer schismatischen Anglikanischen Sekte gehört, die vorgibt, Frauen zu ordinieren. Wie Palmer mitteilte, gaben Sie ihm die folgende erschreckende Antwort, als er erwähnte, „nach Hause in die Katholische Kirche zu kommen“: „Niemand kommt nach Hause. Sie sind zu uns unterwegs, und wir sind unterwegs zu Ihnen und wir werden uns in der Mitte treffen“. Die Mitte wovon? Palmer starb kurz darauf bei einem Motorradunfall. Auf Ihr Betreiben hin wurde dieser Mann, dessen Konversion Sie behinderten, wie ein katholischer Bischof beerdigt. Damit verhöhnten Sie Ihren Vorgänger, der unfehlbar lehrte, „dass die Ordinationen nach dem anglikanischen Ritus absolut null und nichtig sind.“ [Leo XIII, Apostolicae curae (1896), DZ 3315]

In der Beziehung zu anderen Religionen haben sie den von Papst Pius XI. nur 34 Jahre vor dem 2. Vatikanum verurteilten Irrtum als virtuelles Programm angenommen: „sie gehen von der falschen Meinung aus, die da glauben, alle Religionen seien gleich gut lobenswert, weil alle, wenn auch in verschiedenen Formen, doch gleichermaßen dem uns angeborenen und natürlichen Sinn Ausdruck geben, durch den wir nach Gott verlangen und uns seinem Gesetz gehorsam unterwerfen.“ Sie haben die Ermahnung Pius XI vollständig unbeachtet gelassen; „dass jeder, der solchen Ansichten und Bemühungen beipflichtet, den Boden der von Gott geoffenbarten Religion vollständig verlässt.“ In diesem Zusammenhang haben Sie behauptet, dass sogar Atheisten gerettet werden können, wenn sie nur Gutes täten, was den Medien ein Lob entlockte.

Es scheint, dass in Ihrer Sicht Rahners häretische These von den „anonymen Christen“, welche virtuell die ganze Menschheit umfasst und diese in die allgemeine Erlösung einbezieht, definitiv die Lehre unseres Herrn Jesus Christus ersetzt haben, der im Gegensatz dazu lehrt: „Wer glaubt und sich taufen lässt, der wird selig werden, wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ (Mk 16/16 Allioli)

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3 Gedanken zu “Michael Matt, Christopher Ferrara und John Vennari: „Mit brennender Sorge: Wir klagen Papst Franziskus an“ (4 von 13)

    1. Sie haben keinen theologischen Glaubensbegriff. Glauben bedeutet in der katholischen Theologie etwas anderes als es umgangssprachlich bedeutet.

      Umgangssprachlich: persönliche Meinung, ein subjektives, nicht verifizierbares Dafürhalten: „Ich glaube, morgen wird es schneien“

      Theologisch: adhaesio mentis ad veritatem revelatam – ein Festhalten des Verstandes an einer geoffenbarten Wahrheit.

      Ein Nichtglauben ist in etwa mit der Nichtannahme bestimmter physikalischen Formeln wie z.B. des newtonschen Gravitationsgesetzes zu vergleichen. Wenn Sie dieses Gesetz verwerfen, im theologischen Sinne daran nicht glauben, dann können Sie keine Flugzeuge konstruieren, denn diese fallen dan runter.

      Deswegen ist es nicht ohne Belang, was ein Papst oder ein Theologe glaubt, im Sinne von adhaesio mentis.

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