Die Tridentinische Messe oder „das bessere Morgen war Gestern“


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Kurz nach der Wende oder nach dem Fall des Kommunismus als uns allen im Osten das Blaue vom Himmel der Demokratie und Wohlstand für Alle versprochen wurde, was leider nicht eintrat, sah der Schreiber dieser Zeilen die Aufschrift auf einer Mauer:

Das bessere Morgen war gestern.

„Wie wahr“, dachte er sich, obwohl sich dieser Sinnspruch kaum auf die Zeit des Kommunismus beziehen konnte. Aber ohne die Vorstellung, dass es irgendwann einmal tatsächlich besser war, würde man doch keine Veränderungen anstreben, weil es sinnlos wäre einer Illusion zuzustreben. Wenn aber etwas real in der Vergangenheit präsent war, so ist es möglich, dass es in der Zukunft real präsent sein wird. Und deswegen tröstet man sich bei einer unerträglichen Gegenwart mit einem besseren Gestern und einem besseren Morgen, welches auf diesem besseren Gestern aufbaut. Die kirchliche Gegenwart ist zurzeit wirklich unerträglich, denn wir haben:

  • einen häretischen Papst,
  • eine formelle Häresie in forum externum
  • untätige und wohl ungläubige Kardinäle,
  • untätige und wohl ungläubige Bischöfe,
  • untätige und wohl ungläubige Priester,
  • tätige und wohl gläubige Laien.

Es gibt zwar Initiativen, wie „Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden“, aber was nutzen sie schon, wenn der Papst und seine Helfer sich vorgenommen haben die Kirche endgültig zu zerstören und den Leib des Herrn en masse zu profanieren, sowie das Maß der Sünde ins Unermessliche zu steigern? Wir haben es wirklich mit einer Apostasie an der Spitze der Kirche zu tun, welche nach unten wirkt. Was sollen wir tun? Abwarten, denn der Blitz schießt sich schon mal ein und Gott ist not amused, während die FSSPX mit Papst Franziskus konferiert, was der Piusbruderschaft kein gutes Zeugnis eines sensus catholicus und sensus Ecclesiae ausstellt.  Denn wer hat Franziskus Bergoglio zu einem Häretiker und Antipapst ausgerufen? Traditionalisten, zugegeben, aber keine FSSPX-Leute. Schade.

Obwohl unsere Haltung zur FSSPX kritisch ist, so sind wird nichtsdestotrotz der göttlichen Vorsehung dafür dankbar, dass sie in ihrer unendlichen Güte sich der FSSPX dazu bedient hat die Tridentinische Messe filmisch schön und ästhetisch einnehmend darzustellen. Wir sprechen hier von der von der Piusbruderschaft produzierten DVD mit dem Titel Célébrer la Messe de Toujours zu Deutsch in etwa: Die Messe aller Zeiten zelebrieren, welches alle Zelebrationsgesten der Alten Messe zeigt und als Anleitung für Zelebration für Priester gedacht ist. Wir werden diese DVD mit der deutschen Tonspur in der Zukunft auf jede mögliche Art und Weise schneiden und kommentieren. Zuerst wollen wir ausschließlich den Zelebrationsverlauf der Tridentinischen Messe in 16 Teilen denjenigen Lesern und Zuschauern zeigen, welche kaum oder gar keine Berührung mit der Alten Messe haben. In nachfolgenden Beiträgen wird die Alte Messe theologisch und spirituell erläutert werden, sodass wir hoffen, dass am Ende dieser Reihen jeder unserer Leser und Zuschauer wissen wird, was jede auch so kleinste Geste geistlich und spirituell bedeutet, denn man macht es nicht ohne Grund. Wir werden den Weg von außen nach innen gehen, vom Sichtbaren zum Unsichtbaren und wir bitten all unsere Leser, die sich in der Alten Messe bestens auskennen geduldig zu sein, denn wir hoffen etwas vorlegen zu können, was nicht einmal sie wissen.

Wir glauben, dass von dieser spendenfinanzierten DVD, denn dazu werden Ihren Spenden u.a. verwendet, ein großer Segen fließen wird, denn wir hatten derartige technische Probleme, dass wir zu geistlichen Hilfsmitteln greifen mussten.

Hier eine kleine Kampf- und Erfolgsstory:

  • Die neue DVD konnte nicht im DVD-Player, der an einen Fernseher angeschlossen ist, wiedergegeben werden, wobei der DVD-Player ohne Probleme weltliche Filme wiedergibt und wiedergab.
  • Fast alle Freeware-Programme, welche dem Brennen und Schneiden von DVDs dienen, wurden vom Antivirusprogramm unseres Rechners blockiert, welcher sich bei anderen Programmen nicht so einstellt.
  • Ein Programm, das endlich akzeptiert wurde, konnte die DVD auch nicht lesen, weltliche DVDs schon.
  • Nach sieben oder acht Proben die DVD in diesem Programm oder überhaupt auf dem Rechner abzuspielen, war das Abspielen nach einem kurzen Stoßgebet zum Erzengel Michael auf einmal möglich, obwohl sich am technischen Vorgehen nichts geändert hatte.
  • Es war unmöglich die DVD mit der polnischen oder der deutschen Tonspur abzuspielen oder aufzunehmen, der Rechner zeigte an, dass das Laufwerk D, in dem alle CDs oder DVDs abgespielt werden gar nicht vorhanden ist, obwohl es natürlich vorhanden war.
  • Nach einer Woche seit dem Einkauf der DVD und nach zwei Tagen des Abmühens mit den Leseprogrammen kam dem Schreiber dieser Zeilen endlich die Idee den Exorzismus aus dem Rituale Romanum zu beten und zwar zuerst das Gebet zum Erzengel Michael und danach von vorne, obwohl nicht ganz.
  • Daraufhin verschwanden alle technischen Probleme und die DVD funktioniert samt allen Programmen tadellos bis heute.
  • Wie ist es rational zu erklären?

Und dies, liebe Leserinnen und Leser, ist die Lösung. Bei plötzlichen unerklärlichen Problemen, den unten angefügten Text ab Exorcismus in satanam et angelos apostaticos beten und abwarten. Wir rieten einer Leserin, die uns per Paypal Geld spenden wollte, was aber lange aus unerklärlichen Gründen nicht möglich war, weil Paypal unsere Emailadresse als nichtexistent erkannte, zuerst den Exorzismus zu beten. Sie tat es und es ging auf einmal. Wir hatten keine Ahnung, dass unser kleiner Blog solch ein Ansehen bei den Mächten der Finsternis besitzt und wir fühlen uns geehrt.

Wir werden diesen Film mit all seinen Elementen noch mehrmals schneiden, um all den Reichtum der Alten Messe voll auszuschöpfen. Da wir mit der Zeit auch im Editieren besser werden, so bitten wir alle Leser um Nachsicht und Geduld, sollten die ersten Proben nicht ganz vollkommen verlaufen. Die Mächte der Finsternis schneiden ja mit, wie wir uns selbst überzeugen konnten.

Anbei der Exorzismus samt den zitierten Gebeten. Es ist zwar den Laien verboten und Priestern auch ohne ein bischöfliches Mandat Exorzismen über Besessene durchzuführen und Dämonen zu befragen, da es gefährlich und ineffizient wäre, aber es ist erlaubt und höchst wirkungsvoll diese Gebete in eigenen Belangen und Sorgen zu rezitieren. Eltern dürfen es auch für ihre Kinder beten. Denn wo finden Sie schon in deutschsprachigen Ländern einen Priester, der sich darin auskennt?

exorcismus

joannis-prologus

magnificat

benedictus

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4 Gedanken zu “Die Tridentinische Messe oder „das bessere Morgen war Gestern“

  1. Ihre Haltung zur FSSPX ist kritisch, wie sie selber schreiben. Vielleicht hat sich das Kopieren ihrer schönen DVD von der Messe aller Zeiten deshalb so erwehrt.

    Wenn sie diese gottergebene vorbildliche löblichen Priesterschaft nicht akzeptieren, trotzdem ihr hervorragendes Filmmaterial gebrauchen, um die Messe aller Zeiten zu erklären, bin ich erstaunt.

    Der Messebesuch bei der FSSPX kann man nur weiterempfehlen. Hier werden sie in diesen schweren Zeiten der Verirrungen gehalten und geholfen.

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    1. Dieser Gedanke ist mir nicht gekommen. Ich habe noch eine andere DVD der FSSPX, die tadellos funktioniert.

      Es ist für Sie schön, dass Sie die Piusbruderschaft als
      1. „gottergeben“
      2. „vorbildlich“
      3. „löblilich“
      wahrnehmen und noch schöner wäre es, wenn die FSSPX dies auch wäre. Wie kann sie aber zu Papst Franziskus schweigen und mit ihm gerade jetzt ein Abkommen aushandeln? Ist es für Sie kein Widerspruch?

      Die Folgerung aus Ihrer Argumentation wäre, dass der Exorzismus gegen die Piusbruderschaft auch hilft … Hmmm interessant ….

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  2. Lieber Traditio et Fides, vielleicht wäre es gut, die Piusbruderschaft so zu behandeln wie Gamaliel die ersten Christen: „…denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen ist, so wird es zunichte werden, wenn es aber von Gott ist, so werdet ihr nicht vermögen, es zu nichte zu machen. …“ (Apostelgesch. 5, 38 ff.). Klar, dass dieser Vergleich etwas hinkt, ich hoffe denke Sie verstehen was ich meine.

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