Die Solaruhr oder das Aufladen mit Gott


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Die Solaruhr als Analogon

Der Schreiber dieser Zeilen hat sich vor Kurzem eine Solaruhr gekauft. Da er eine Uhr mit bestimmten Parametern braucht und in der letzten Zeit recht viele Uhren verschlissen hatte, so war ein Neue fällig. Der Kauf dieser Uhr hat ihn irgendwie sehr erfreut viel mehr als die Anschaffung verschiedener Konsumgüter verschiedener Preisklasse, die er bisher erstanden hatte. Vielleicht erfreut ihn die neue Uhr deswegen, weil sie eine materialisierte Metapher des geistlichen Lebens darstellt. Warum? Das werden wir gleich erklären. Falls Sie nicht wissen, was eine Solaruhr ist, so ist es eine Uhr, welche weder Batterien, wie Quarzuhren, noch Bewegung, wie Automatik oder Kinetic-Uhren, noch Aufzug, wie mechanische Uhren, braucht, sondern, so informiert eine Uhren-Seite,

„ihre Stromversorgung durch Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels in die Oberseite der Uhr integrierte Solarzellen sicherstellen.“[1]

Sie müssen also diese Uhr nur sichtbar im Licht tragen, am Besten in der Sonne und Sie brauchen lebenslang, wobei es sich um das Leben der Uhr und nicht um Ihr Leben handelt, keine Batterien, falls die Werbung hält, was sie verspricht. Die erstandene Uhr, welche positive Kritiken hatte, zeichnet sich dadurch aus, dass sie aufgrund der Sonnenenergie:

  1. geht,
  2. im Dunkeln hell leuchtet,
  3. man mit ihr recht tief tauchen kann.

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Wofür steht also diese Uhr?

Für das Aufladen mit Gott, spricht mit Gottes Gnade.

„In Ihm leben wir, weben wir und sind wir“ (Ap 17, 28).

Wenn wir mit Gnade aufgeladen sind, dann können wir:

  1. im Gnadenstand leben, denn außerhalb ist es kein Leben,
  2. in der Dunkelheit der Welt, angesichts der Dämonen und der verschiedenen Anfechtungen Zeugnis geben,
  3. in den Phasen der geistigen Nächte, in der Abwesenheit Gottes, in der wir die Sonne nur von unten, wie in den Tiefen des Ozeans beim Tauchen sehen, den Überblick und die Orientierung beibehalten, da wenigstens etwas ganz schwach leuchtet.

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Natürlich hängt es von dem Aufgeladen-Sein der Uhr ab, ob sie überhaupt geht, ob sie leuchtet und es hängt vom Verschrauben der Krone ab, ob die Uhr unter Wasser auch wirklich dicht ist, da bekanntlich der Wasserdruck mit der Tiefe steigt. Und so hängt es von unserer Gott-Erfülltheit ab, ob wir überhaupt noch im Gnadenstand leben, ob wir Zeugnis geben und äußere Anfechtungen überstehen und ob wir in den dunklen Nächten überhaupt noch etwas „geistlich“ sehen, da dort der Druck mit der Tiefe ebenfalls steigt. Johannes vom Kreuz verwendet ja den Pleonasmus  der „dunklen Nacht“ nicht ohne Grund, denn diese Nacht ist nicht nur eine Nacht, sie ist dazu noch dunkel und manchmal sehr dunkel.

Das nachkonziliare Versiegen der Gnadenquellen

Nun gut, wir sollen uns also mit Gott aufladen. Aber wie konkret? Wie der Lichtstrom in der Einheit Lumen angegeben wird, so wollen wir hier versuchen die gnadenreichsten Gnadenquellen hierarchisch anzuführen. Aber vorher ein Fragment aus dem Zeugnis eines Lesers, das uns sehr berührt hat:

Seit ca. 2011 habe ich zunehmend und schrittweise verstanden, dass im „Traditionalismus“ nichts anderes steckt, als der eigentliche Katholizismus.

Die Hinführung zu dieser Überzeugung und der Segen, der mittlerweile für mich und meine Familie spürbar geworden ist – dadurch, dass ich die katholischen Heilsmittel verwende und praktiziere, die (altrituellen) Sakramente, das (lateinische) Gebet und die (alte) Heilige Messe, „laste“ ich dem täglichen Rosenkranzgebet an, das ich seit Jahren praktiziere.

Das ist der signifikante Unterschied zu vorher, ergänzt durch die Weihe an Maria nach dem Heiligen Grignion von Montfort im unmittelbaren zeitlichen Bezug zu meiner Konversion vom „Neoadventisten“ (Johannes Paul II. hat die (neue nachkonziliare) Kirche immer als Kirche des Neuen Advents bezeichnet. Ich verwende hier seine Ausdrucksweise) zum Katholiken.

Maria ist ja der Ketzerhammer und führt Ihre Kinder in die Wahrheit, die Ihr Sohn, unser Gott ist. Das kann ich im Nachhinein dadurch bezeugen, weil ich es am eigenen Leib erlebt habe.

Eine menschliche Beeinflussung von anderen oder von außen hat es bei mir in dieser Zeit bei dieser meiner zweiten Konversion niemals gegeben, im Gegenteil…

Dieser Leser hatte also, ähnlich wie der Schreiber dieser Zeilen, ohne jegliche „menschliche Beeinflussung“ die lichtreichen Gnadenquellen selbst entdeckt und einen Zuwachs an Gnade erfahren. Der Schreiber dieser Zeilen hat eine ähnliche Erfahrung gemacht, denn ohne eine Beeinflussung von außen hatte die Tridentinische Messe, vor allem aber das Alte Brevier, einen enormen Schub, Wachstum und Aufschwung seinem religiösen Leben gegeben, was erst im Jahre 2012 anfing. Er hatte zwar auch vorher Vieles häufig oder auch täglich praktiziert, wie:

  • tägliches Breviergebet,
  • tägliches betrachtendes Gebet
  • mehrmals wöchentlich, manchmal auch täglich die Novus Ordo Messe,
  • Rosenkranz,
  • Eucharistische Anbetung
  • Beichte alle 14 Tage, mindestens aber einmal im Monat
  • Geistliche Lesung
  • Anderes.

Dies wirklich jahrelang oder manches jahrzehntelang. Er spürte aber, dass ihm etwas fehlte und dass eine gewisse Initiationsenergie nicht erreicht wurde, weder geistlich noch intellektuell. Er wusste darauf keine Antwort, noch kannte er irgendjemanden, mit dem er darüber hätte sprechen können. Ein Unterernährter, der unter lauter Unterernährten weilt, fühlt sich manchmal schlapp, hält es aber für normal, zumal es anderen auch nicht besser geht. Erst aber, wie im Falle des oben zitierten Lesers, bekam er durch das Kennenlernen der Tridentinischen Messe und das Beten der Tridentinischen Breviere sein geistliches, aber auch sein intellektuelles Leben einen Schub als hätte jemand unter einem Segelflugzeug Turbinen angezündet. Dies ist keine Angeberei, sondern der Versuch eine Erfahrung wiederzugeben, welche vielen Katholiken, die die Tradition entdecken, sprich den eigentlichen und wahren Katholizismus, zuteil wird. Weil aber wir, die nachkonziliare Generation, nichts anderes kannten und nicht wussten, dass wir ständig unterernährt waren, so hielten wir diesen Zustand für normal, weil man uns ständig belog, dass es nicht anders sein kann. Wir konnten kaum als Uhren gehen, weil wir einfach viel zu wenig Sonnenenergie, d.h. Gnade, tankten, um als Solaruhren überhaupt funktionieren zu können. Wenn eine Uhr aber kaum geht, dann leuchtet sie auch nicht und ist weder der Tiefe noch der Dunkelheit gewachsen. Dies erklärt auch den massenhaften Abfall der Priester, der Ordensmänner und der Ordensfrauen nach dem Konzil, von den Laien ganz zu schweigen. Der Grund ist das Versiegen der liturgischen und spirituellen Gnadenquellen. Die liturgischen versiegten durch die Änderung der Liturgie, die spirituellen wie Fasten, Nachtwachen, Bußübungen, Almosen etc. versiegten, weil niemand mehr sie lehrte, da sie „unmodern und mit der Mentalität des modernen Menschen unvereinbar“ waren. So blieben in der nachkonziliaren Kirche mehrheitlich nur trockene Macher und Aktivisten. Was ist denn der jetzige Höhepunkt des kirchlichen Lebens? Der Weltjugendtag, vor dem ein Papst abdankt, da er nicht an ihm teilnehmen kann. So sagte doch tatsächlich Benedikt XVI.:

„Und ich habe gesehen, dass mich diese Reise nach Mexiko und Kuba doch sehr angestrengt hat. Auch der Arzt hat mir gesagt, Sie dürfen nicht mehr über den Atlantik fahren. Turnusgemäß sollte der Weltjugendtag in Rio de Janeiro eigentlich erst 2014 sein. Wegen der Fußballweltmeisterschaft wurde er aber um ein Jahr vorgezogen. Mir war klar, dass ich zeitlich so zurücktreten muss, dass der neue Papst einen Vorlauf nach Rio hat.“[2]

Es hört sich doch so an, als würde Madonna oder Mick Jagger von der Bühne Abschied nehmen, weil er oder sie nicht mehr die Mühen eines Life-Auftritts auf sich nehmen kann. Muss denn ein Papst touren? Nein, er muss es nicht und hatte es vor Paul VI. und vor Johannes Paul II. auch nicht getan, der den nachkonziliaren Aktivismus auf die Spitze trieb. Es heißt aber stat crux dum volvitur orbis – „das Kreuz steht, während sich die Welt dreht“, denn die Gnade Gottes ist wie Gott etwas Beständiges, welches unsererseits im Wachstum begriffen ist. Daher versucht man seit Vat. II den inneren Gnadenmangel durch den äußeren Aktivismus zu kompensieren. Aber dieser Aktivismus trat erst durch die Liturgiereform en masse zu Tage. Ihre Macher und ihre dämonischen Anstifter wussten wirklich Bescheid, denn wir schließen es wirklich aus, dass irgendein Konzilsvater die Formel:

weniger an „unnötigen Wiederholungen“ (Sacrosanctum concilium 34) = weniger Gnade

kannte. Die Konzilsväter glaubten wohl eher, dass Liturgie wichtig ist, die Messe am wichtigsten und dass man beten sollte, als Geistlicher mehr als ein Laie. Und dies ist eine recht positive Darstellung der Dinge. Aber wohl kein Mensch hätte das Zuschrauben der Gnade durch die Wegnahme und Veränderung der Liturgie voraussehen können. Wir konstruieren diese These auch ex post und aufgrund der eigenen Erfahrungen, aber sie erscheint uns dennoch recht brisant und auf dem rein rationalen Weg kaum erklärbar.

Irgendwie scheint kein Liturgiewissenschaftler daran zu glauben, dass mehr Liturgie mehr Gnadenlicht spendet und weniger Liturgie weniger. Man argumentiert soziologisch, psychologisch, manchmal sogar theologisch, aber die simple Rechnung „von mehr kommt mehr“ scheint unbekannt. Aber es ist nicht nur im Liturgischen so, dass es an der fehlenden Quantität der Liturgie liegt, sondern auch an der fehlenden Qualität. Wenn Sie untergewichtig sind und dennoch ausschließlich Salat und Reiscracker essen, so werden Sie manchmal davon satt, aber Sie nehmen nicht zu und wissen nicht warum. Wir nehmen von der nachkonziliaren Liturgie nicht zu, weil sie kaum „leuchtet“, weil sie kaum Gnadenmittel erhält. Sie reicht dazu aus, dass wir in einem katholischen Koma verbleiben und uns auf das Lebensrecht und jammern über die Verfall der Kirche konzentrieren, aber sie weckt uns nicht auf. Menschen, die stark untergewichtig oder gar anorektisch sind, sind auch extreme Energiesparer. Sie liegen die meiste Zeit herum und es ist ihnen ständig kalt. Warum? Weil zu wenig Essen zu wenig Muskelkraft gleich. Die wenige, verbleibende Energie muss irgendwie aufbewahrt werden. Daher haben wir in der nachkonziliaren Theologie wirklich kaum Schriften oder Traktate, welche wirklich von einem geistlichen Leben zeugen. Es sind nur Spurenelemente vorhanden, wie bspw. bei Ratzinger. Eine Solaruhr, welche jemanden gehört, der in der Dunkelheit lebt, wird auch kaum gehen oder dies nur sehr unregelmäßig tun. Auch wenn man sich sehr bemüht, wie der Schreiber dieser Zeilen oder einige Menschen, die er kennt auch, alles aus der Novus Ordo-Liturgie herauszuholen, was nur geht, so sie hat einfach keinen ausreichenden Lumen-Wert, um unsere „Solaruhr der Gnade“ zu bewegen. Es wird niemals richtig hell und dämmrig.

Die eigentlichen Gnadenquellen

Da also die Novus Ordo Messe und das neue Brevier kaum Licht spenden, so muss das Licht woanders her aufgenommen werden. Welche Licht- bzw. Gnadenquellen liturgischer Art können wir nennen. Es sind in absteigender Reihenfolge:

  1. Die Tridentinische Messe mit Kommunion
  2. Die Eucharistische Anbetung
  3. Das Sakrament der Beichte
  4. Das Alte Brevier
  5. Lateinische Gebete wie Litaneien und anderes (Kollekten, Offertorien, Gebete, die mit Ablässen verbunden waren)
  6. Der Rosenkranz
  7. Stoßgebete

Ad 1. Die Tridentinische Messe

Die höchste geistliche Lumen-Zahl hat die Tridentinische Messe an sich, welche nicht notwendigerweise mit eigener Kommunion verbunden ist. Natürlich sollte man kommunizieren, wenn man im Gnadenstand ist, aber auch die Anwesenheit bei der Messe selbst, ist gnadenbringend. Diese Messe ist der höchste Kult Gottes auf Erden und zwar so, wie sich Gott ihn wünscht. Er opfert in jeder Messe seinen Sohn für uns auf. Mehr kann man wirklich nicht geben. Aus der Tridentinischen Messe ergießt sich Gnade, Licht, lebendige Ströme auf die ganze Welt und die Anwesenden natürlich auch. Es gibt wirklich nichts Besseres. Jede Teilnahme an einer kanonisch regulären Messe muss, wie der Schreiber dieser Zeilen am eigenen Leibe erfährt, abgebüßt werden und zwar recht hart. Die kanonisch irregulären Messen machen den Mächten der Finsternis nichts aus. Sogar die Messe, welche für die Redaktion und die Wohltäter unserer Blogs gelesen wird, fordert „Opfer“, denn der Teufel rächt sich, aber was kann er schon, was ihm Gott nicht erlaubt? Nichts! „Viel Feind – viel Ehr“, kann man dazu nur sagen.

Ad 2.  Die Eucharistische Anbetung

In der eucharistischen Anbetung ist Christus selbst gegenwärtig. Punkt. Er ist da und wartet, dass wir kommen und bei ihm weilen. Leider ist in manchen Kirchen kein Christus in der Hostie, weil keine gültige Wandlung stattgefunden hat. Traurig, aber wahr. Dennoch gibt es noch wahre Anbetung und wir sollten diese Gelegenheit nutzen, wobei leider öfters der Umstand zu beobachten ist, dass die Anwesenden, abhängig von ihrem Gnadenstand, das Licht des real anwesenden Christus durch sich selbst, als quasi sehr dunkle und schmutzige Scheiben, verdecken. Und bei einer verdreckten Scheibe fällt zu uns auch kein Licht durch. Wenn Sie also bei einer Anbetung gereizt, unkonzentriert oder irgendwie zerstreut sind, so kann es nicht an Ihnen, sondern an dem „Umfeld“ und der geistlichen Umgebung liegen. Deswegen haben die guten Klöster eine Klausur, wo sie niemanden rein lassen, damit er nichts Dunkles hinterlässt.

Ad 3. Das Sakrament der Beichte

Jede gültige Beichte, sowohl seitens des Empfängers als auch seitens des Spenders ist ein kleiner Exorzismus. Sie zerstört die Gewalt des Teufels, weil jede Beichte verdemütigt. Deswegen bereitet er so viele Schwierigkeiten und hält uns von der Beichte fort. Sie ist eine Ausgießung des Lichts, vorausgesetzt, dass der Priester, der Ihnen die Absolution spendet, auch wenn er selbst ungläubig ist, wenigstens die Absicht hat das zu tun, was die Kirche mit diesem Sakrament tut. Denn manchmal ist dies nicht der Fall. Dann müssen Sie sich einen anderen Priester suchen und Sie werden ihn finden, denn Gott lässt nicht zu, dass eine Ihn suchende Seele ohne Gnadenhilfe bleibt. Dies ist ein Axiom und ein Dogma und es ist so.

Ad 4. Das Alte Brevier

Über die Wohltaten des Alten Breviers haben wir hier schon so viel geschrieben, dass wir uns nicht wiederholen möchten. Man soll es also beten, auch wenn man kein Latein versteht. Beten ist beten und nicht verstehen.

Ad 5. Die lateinischen Gebete

Interessanterweise wirken die alten, lateinischen Gebete, bei denen wir davon ausgehen können, dass sie nachkonziliar nicht zum Nachteil verändert worden sind, ebenfalls gnadenreich und zwar viel gnadenreicher als wenn man exakt dasselbe in der Landessprache beten würde. Warum? Weil Latein eben eine heilige Sprache ist, vom täglichen Gebrauch herausgenommen, überweltlich, welche sich zum Gespräch mit dem überweltlichen Gott eignet. Sie schreiben doch auch nicht einen offiziellen Brief an eine hochgestellte Persönlichkeit in Ihrem Slang oder Dialekt? Der Teufel hasst Latein, sonst hätten wir keine Liturgie in der Landessprache. Einfach oder?

Ad 6. Der Rosenkranz

Über den Rosenkranz haben wir ebenfalls geschrieben. Er zeigt uns die Geheimnisse unseres Heils auf, es ist eine kurze Dogmatik, ein kurzes Credo. Es ist ein betrachtendes Gebet, welches natürlich am besten auf Lateinisch zu beten ist. Wenn Sie Latein nicht verstehen, dann sind Sie nicht zerstreut, sondern rezitieren die Worte und führen im Geiste Ihre eigene Betrachtung. So haben die Menschen seit dem XIII Jhdt. gebetet und es hat funktioniert, vielleicht nicht alle auf Lateinisch, aber manche schon.

Ad 7. Die Stoßgebete

Die Stoßgebete haben dieselbe Funktion im geistlichen Leben, wie die Energieriegel beim Leistungssportler. Sie liefern kleine Energieschübe, aber keine vollwertige Mahlzeit. Sie wirken ergänzend, reichen natürlich als solche nicht aus. Wir werden nach und nach hier verschiedene Stoßgebete anführen, damit wir alle davon zehren können.

Wenn wir uns also an die sieben oben genannten Gnadenquellen halten, dann werden wir, wie geistige Solar-Uhren gehen, leuchten und den Weg zeigen, wozu uns Gott helfen möge. Amen.

[1] http://www.uhren-wiki.net/index.php?title=Solaruhr

[2] Benedikt XVI., Letzte Gespräche mit Peter Seewald, Droemer: München 2016,  40,

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2 Gedanken zu “Die Solaruhr oder das Aufladen mit Gott

  1. Zitat: „Auch wenn man sich sehr bemüht, wie der Schreiber dieser Zeilen oder einige Menschen, die er kennt auch, alles aus der Novus Ordo-Liturgie herauszuholen, was nur geht, so hat sie einfach keinen ausreichenden Lumen-Wert, um unsere „Solaruhr der Gnade“ zu bewegen. Es wird niemals richtig hell und dämmrig.“

    Genau, genau, genau. Und warum? Dazu einige Ausführungen

    Ob die Neue Messe gültig ist oder nicht, ist eine akademische Frage deswegen, weil sie illegal und verboten ist. Das ist meiner Meinung nach der wesentliche Grund ihrer geistigen Wirkungsloigkeit, bzw. ihrer Wirkung, den einen katholischen Glauben zu zerfressen und aufzuweichen.

    Warum ist sie illegal? Das Konzil von Trien sagt in seiner 7. Sitzung über die Sakramente im Allgemeinen im Kanon 13 DOGMATISCH!!!!!!!!!!:

    13. Canon „Wenn jemand sagt, die von der katholischen Kirche angenommenen und genehmigten, in der feierlichen Verwaltung der Sakramente zu beobachten üblichen Gebräuche können entweder missachtet, oder, ohne Sünde, von den Verwaltern nach Belieben weggelassen, oder von einem Kirchenhirten, von wem auch immer, in Andere Neue umgeändert werden, der sei im Bann.“ (bitte im lateinischen Original nachlesen und gründlich übersetzen!)

    Der wesentliche Begriff hier ist das: „von wem auch immer“ und nicht irgendeiner, wie immer falsch übersetzt wird. Im lateinischen Original steht dort per quemcumque. Die richtige Übersetzung überlasse ich den theologisch und im Latein geschulten Verfassern des Blogs. Und 2. Die dogmatisch festgelegte Leseweise von Dogmen ist nämlich diese: in dem Sinne, wie sie dastehen

    Ein Kirchenhirt, wer auch immer ist jedweder Kirchenhirt– ohne Ausnahme, natürlich auch der Papst. Der Papst ist sogar DER Kirchenhirt.

    Also
    ist es jedem Papst vom Konzil von Trient dogmatisch unter Androhung der Exkommunikation untersagt
    über eine neue Liturgie, neue Sakramente und neue Riten auch nur zu sprechen, geschweige denn, sie einzuführen (wie es leider Paul 6. tat, der selber diese Liturgie: NOVUS ORDO MISSAE nannte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!).

    Ich weiß nicht, was das für den angeblich Seligen Paul 6. bedeutet, aber eines ist dogmatisch für jeden Katholiken verbindlich sicher und klar:

    der Novus Ordo ist illegal und verboten ,

    Ich frage: Wie kann eine Liturgie, die von der Kirche dogmatisch verboten ist und deswegen Gott objektiv missfällt, Gnaden spenden?

    Der Novus Ordo wird durch die ständige Zelebration nicht legaler und erlaubter. Die Gültigkeit ist von daher akademisch.

    Und deswegen leuchtet er nicht.

    Welche Schlüsse man als Katholik daraus zieht überlasse ich dem Gewissen und dem Rat des Beichtvaters jedes einzelnen, aber das ist schon die Frage nach der Therapie. Zuerst muss man die Diagnose aufnehmen und verstehen.

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  2. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Genau so ist das.
    Trockenmilch (Novus Ordo) nährt nicht wie Frischmilch (Heiliges Meßopfer im überlieferten Ritus), vermag aber durchaus im Einzelfall den Wunsch nach „mehr“ wecken. Wenn man aber nur die Knäckebrotversion des Glaubens geboten und die Schätze der Tradition (anders kann man es nicht ausdrücken) vorenthalten bekommt, bleibt oftmals nicht mehr als ein unbestimmtes Sehnen. Führt einen aber „was auch immer“ ins Netz und man stößt auf überlieferte Messe oder Literatur, dann mag sich durchaus die „aufgestaute“Energie manches Rosenkranzgebetes der Mutter/Großmutter/Vorfahren plötzlich heftig entladen und zum (ggf. vertieften) Glauben führen. Klingt in unseren aufgeklärten und modernen Zeiten so kitschig und vorgestrig, dass dies schon allein als Siegel der Echtheit gelten kann. Aber es ist natürlicher zeitgeistiger und chic, von Zufall auszugehen….

    Die Aussetzung des Allerheiligsten in meiner diözesanen Ortspfarrei am Tag des „Großen Gebetes“ (https://dcms.bistummainz.de/bm/dcms/sites/pfarreien/dekanat-mainz-sued/pfarrei-guntersblum/Katholisch/grossesgebet.html) gestaltete sich derart, dass ich nach 5 Minuten den Herrn fluchtartig verließ, da meine Gedanken immer agressiver wurden. Dass der körperlich gegenwärtige Herr beim Eintritt in die Bank nicht – wie in St. Athanasius/Hattersheim üblich – durch beiderseitiges Knieen mit Neigung des Kopfes gegrüßt wird, wird niemanden ernsthaft überraschen. Die ansässigen „Ultrafrommen“ beugten zumindest flüchtig ein Knie, die meisten schlenderten jedoch einfach in die Bänke. Als dann ununterbrochen zwei ältere Frauen deutlich vernehmbar die anstehenden Einkäufe des Tages erörterten, hat es mir gereicht. In der Tat war eine geistige Verschmutzung fast fühlbar.

    Ist aber alles wenig überraschend. Da das zweite Vatikanum ja den „überständigen“ Kinderglauben ausrotten und aufgeklärt-modern einen rationalen, erwachsenen Alltagsglauben ohne Mysterien und Geheimnisse etablieren wollte. Es wurde dann zielgerichtet das demütige Gebet durch die sozialpädagogische Fürbitte und der individuelle Zugang zu Gott durch die penetrante Gemeinschaftstümelei ersetzt.

    Mich persönlich hat im übertragenen Sinne der heiligmäßige Pfarrer Hans Milch aus Hattersheim durch die von der actio spes unica vertriebenen Predigt-CD’s „an die Hand genommen“ (link am Rande meines Blogs), durch diese lernte ich die Fülle meines eigenen Glaubens erstmals kennen…

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