Brief der 45 – Amoris Laetitia eine theologische Kritik (4). Zensuren: Häretische Sätze (ii).


ZURBARÁN, Francisco de (Fuente de Cantos

5)

AL 297; „Niemand darf auf ewig verurteilt werden, denn das ist nicht die Logik des Evangeliums!“

Wenn es in diesem Sinne verstanden wird, dass kein menschliches Wesen je zur ewigen Strafe in der Hölle verdammt werden kann oder verdammt wird:

[dann verdient diese Aussage die Zensur]

i). Haeretica, sacrae Scripturae contraria.

ii). Scandalosa, perniciosa.

Mt 25,46: „Diese werden eingehen in die ewige Pein, die Gerechten aber in das ewige Leben.“

Siehe auch: Mt 7,22-23. Lk 16,26. Joh 17,12. Apoc. 20,10; 16-te Synode von Toledo (DH 574); IV Konzil von Lateran, DH 801; Benedikt XII, Konstitution Benedictus Deus, DH 1002; Konzil von Florenz, Dekret Laetentur caeli, DH 1306; Johannes Paul II, Brief der Kongregation für Glaubenslehre, Recentiores episcoporum, AAS 71 (1979): 941; Katechismus der Katholischen Kirche, 1033-37

6)

AL 299: „Ich nehme die Bedenken vieler Synodenväter auf, die darauf hinweisen wollten, dass ‚Getaufte, die geschieden und zivil wiederverheiratet sind, […] auf die verschiedenen möglichen Weisen stärker in die Gemeinschaft integriert werden [müssen], wobei zu vermeiden ist, jedwelchen Anstoß zu erregen. Die Logik der Integration ist der Schlüssel ihrer pastoralen Begleitung, damit sie nicht nur wissen, dass sie zum Leib Christi, der die Kirche ist, gehören, sondern dies als freudige und fruchtbare Erfahrung erleben können. Sie sind Getaufte, sie sind Brüder und Schwestern, der Heilige Geist gießt Gaben und Charismen zum Wohl aller auf sie aus. […] Sie sollen sich nicht nur als nicht exkommuniziert fühlen, sondern können als lebendige Glieder der Kirche leben und reifen, indem sie diese wie eine Mutter empfinden, die sie immer aufnimmt, sich liebevoll um sie kümmert und sie auf dem Weg des Lebens und des Evangeliums ermutigt.’“

Wenn es in diesem Sinne verstanden wird, dass die Geschiedenen und zivil wiederverheirateten, welche ihre Situation in vollem Wissen und voller Zustimmung des Willens wählen, nicht im Stand der Todsünde sind, und dass sie heiligmachende Gnade empfangen und in der Liebe wachsen können:

[dann verdient diese Aussage die Zensur]

i). Haeretica, sacrae Scripturae contraria.

ii). Scandalosa, prava, perversa.

Mk 10,11-12: „Er sprach zu ihnen: Wer seine Frau entlässt und eine andere nimmt, bricht ihr die Ehe; und wenn eine Frau ihren Mann entlässt und einen andern nimmt, bricht sie die Ehe.“

Siehe auch: Ex 20,14; Mt 5,32; 19,9; Lk 16,18; 1 Kor 7,10-11; Hebr 10,26-29; Konzil von Trient, Sitzung 6, Kanones 19-21, 27 (DH 1569-71, 1577); Sitzung 24, Kanones 5 und 7 (DH 1805, 1807); Innozenz XI, Verurteilte Sätze der ‘Laxisten’, 62-63 (DH 2162-63); Alexander VIII, Dekret des Heiligen Offizium über die ‘Philosophische Sünde’, DH 2291; Johannes Paul II, Veritatis splendor, 65-70: AAS 85 (1993): 1185-89 (DH 4964-67).

7).

AL 301: „[…] Daher ist es nicht mehr möglich zu behaupten, dass alle, die in irgendeiner sogenannten „irregulären“ Situation leben, sich in einem Zustand der Todsünde befinden und die heiligmachende Gnade verloren haben. Die Einschränkungen haben nicht nur mit einer eventuellen Unkenntnis der Norm zu tun. Ein Mensch kann, obwohl er die Norm genau kennt, große Schwierigkeiten haben » im Verstehen der Werte, um die es in der sittlichen Norm geht «,[339] oder er kann sich in einer konkreten Lage befinden, die ihm nicht erlaubt, anders zu handeln und andere Entscheidungen zu treffen, ohne eine neue Schuld auf sich zu laden.“

Wenn es in diesem Sinne verstanden wird, dass ein katholischer Gläubiger über das volle Wissen über das göttliche Gesetz haben und freiwillig wählen kann mit dem göttlichen Gesetz in schwerer Materie zu brechen, dennoch in keiner Todsünde als Ergebnis dieser Tat sich befinden kann:

[dann verdient diese Aussage die Zensur]

i). Haeretica, sacrae Scripturae contraria.

ii). Prava, perversa.

Konzil von Trient, Sitzung 6, Kanon 20:

“Wer von einem gerechtfertigten und noch so vollkommenen Menschen sagt, er sei nicht gehalten zur Beobachtung der Gebote Gottes und der Kirche, sondern nur zum Glauben, so als ob das Evangelium die bloße und unbedingte Verheißung des ewigen Lebens sei, ohne die Bedingung, die Gebote zu beobachten: der sei mit dem Anathema belegt“.  (DH 1570).

Siehe also: Mk 8,38; Lk 9,26; Hebr 10,26-29; 1 Joh 5,17; Konzil von Trient, Sitzung 6, Kanones  19 and 27; Clemens XI, Konstitution Unigenitus, Über die Irrtümer von Pasquier Quesnel, 71 (DH 2471); Johannes Paul II, Apostolische Exhortation Reconciliatio et paenitentia 17: AAS 77 (1985): 222; Veritatis splendor, 65-70: AAS 85 (1993): 1185-89 (DH 4964-67).

8).

AL 301: „[…] Daher ist es nicht mehr möglich zu behaupten, dass alle, die in irgendeiner sogenannten „irregulären“ Situation leben, sich in einem Zustand der Todsünde befinden und die heiligmachende Gnade verloren haben. Die Einschränkungen haben nicht nur mit einer eventuellen Unkenntnis der Norm zu tun. Ein Mensch kann, obwohl er die Norm genau kennt, große Schwierigkeiten haben » im Verstehen der Werte, um die es in der sittlichen Norm geht «,[339] oder er kann sich in einer konkreten Lage befinden, die ihm nicht erlaubt, anders zu handeln und andere Entscheidungen zu treffen, ohne eine neue Schuld auf sich zu laden.“

Wenn es in diesem Sinne verstanden wird, dass eine Person mit voller Kenntnis des göttlichen Gesetzes sündigen kann, indem sie wählt, dieses Gesetz zu befolgen:

[dann verdient diese Aussage die Zensur]

i). Haeretica, sacrae Scripturae contraria.

ii). Prava, perversa.

Ps18/19,8: „Die Lehre des Herrn ist ein sicherer Führer, geleitet die Seele […]“

Siehe auch: Ecclesiasticus/Sirach 15,21; Konzil von Trient, Sitzung 6, Kanones 20; Clemens XI, Konstitution Unigenitus, Über die Irrtümer von Pasquier Quesnel, 71 (DH 2471); Leo XIII, Libertas praestantissimum, ASS 20 (1887-88): 598 (DH 3248); Johnannes Paul II, Veritatis splendor, 40: AAS 85 (1993): 1165 (DH 4953).

 

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3 Gedanken zu “Brief der 45 – Amoris Laetitia eine theologische Kritik (4). Zensuren: Häretische Sätze (ii).

  1. „AL 297; „Niemand darf auf ewig verurteilt werden, denn das ist nicht die Logik des Evangeliums!“
    Und es gibt eine Sünde und die ist wieder dem heiligen Geist und die wird nicht vergeben.
    Ich denke das in der Kirche Kräfte am Werke sind die keinen Glauben oder keinen Verstand vor unserem Herrn und Gott haben. Wahrscheinlich ist es wohl beides.
    Per Mariam ad Christum.

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  2. „Ein Mensch kann, obwohl er die Norm genau kennt, große Schwierigkeiten haben » im Verstehen der Werte, um die es in der sittlichen Norm geht «,[339] oder er kann sich in einer konkreten Lage befinden, die ihm nicht erlaubt, anders zu handeln und andere Entscheidungen zu treffen, ohne eine neue Schuld auf sich zu laden.“
    Bla, bla, bla.
    Ein Mea culpa, mea maxima culpa beendet jede auswegslose Situation vor unserem Gott.
    Per Mariam ad Christum.

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