Heute am 30.09 beten wir die Bußpsalmen für das Wiederaufleben der katholischen Kirche


1801-1-4 Champaigne Bon Pasteur

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten!

 

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

Ad 4.

Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten.

Wenn wirklich nicht knien kann?

 

Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe.

Was ist, wenn man kein Latein kann?

 

Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt:

  • C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer
  • Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wird C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“)
  • Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“)
  • Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht.
  • X wie ks (capax – „kapaks“)
  • Z wie s, stimmhaft (zizania – „dsidsania“)
  • Ch wie ch (charta – „karta“)
  • Ph wie f (philosophia – „filozofia“)
  • Rh wie r (rhombus – „rombus“)
  • Th wie t (thalamus – „talamus“)
  • I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“)
  • Y wie y (thymiana – „tymiana“)
  • V wie w (valde – „walde“)
  • S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“)
  • S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“)

Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit.

Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch.

Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an!

[1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.wordpress.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/

[2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/

[3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html

Beim Anklicken wird das Bild vergrößert

Buss 1

Buss 2

 

Buss 3Buss 4

Buss 5Buss 6

Und hier nochmals der Text zum Download

Sieben Bußpsalmen

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2 Gedanken zu “Heute am 30.09 beten wir die Bußpsalmen für das Wiederaufleben der katholischen Kirche

  1. Habe eben fertig gebetet. Wunderbare Gebete, die man viel öfter beten sollte! Besonders die Orationen am Schluss. Es kam natürlich, wie es kommen musste: Zunächst wollte ich beten, bevor ich in die Abendmesse ging, hatte dann aber „nur“ eine halbe Stunde Zeit und hatte keine rechte Vorstellung, wie lange ich wohl brauchen würde. Um das Gebet dann nicht während der Messe unterbrechen zu müssen (klar, man kann das auch während der Messe beten, wollte ich aber nicht), habe ich die Bußpsalmen dann erstmal nach hinten verschoben und stattdessen die Vesper gebetet.
    Als ich dann wieder zu Hause war, habe ich den Laptop angestellt (darauf liest es sich halt leichter als auf dem Handy) und sofort fiel mir natürlich etwas ganz Wichtiges ein, was ich gerade noch vorher erledigen könnte. Als ich dann wieder auf die Uhr guckte, war es auf einmal fünf vor Zwölf … also habe ich schnell angefangen zu beten. So lag wenigstens ein Teil der Bußpsalmen noch am Freitag (besser als letzten Monat, als ich zum ersten Mal mitmachen wollte… da habe ich den Freitag verpasst und es samstags „nachgeholt“)… Natürlich habe ich dann ziemlich genau eine halbe Stunde gebraucht!

    Eine Sache ist mir noch aufgefallen, die vielleicht für Leser hilfreich ist, die mit lat. Brevieren usw. nicht so vertraut sind:
    An einigen Stellen wird im Brevier (auch im hier gescannten) ja abgekürzt, z.B. „ora.“ für „ora pro nobis“ in der Litanei, „Gloria Patri. Sicut erat.“ oder „Per Dominum“ in der Schlussoration. Da sollte man also nicht (nur) das vorlesen, was da steht. Aber das entsprechend Ausgelassene lässt sich da ja leicht erschließen.

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  2. Ja, gute Idee. Wir haben es glaube ich schon irgendwo geschrieben. Aber wir denken auch daran alles ins Deutsche zu übersetzen. Man betet auf Latenisch, aber hätte gleich die deutsche Fassung, um zu sehen, was man betet. Vielleicht zieht so diese Aktion mehr Menschen an.

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