Betrachtung zum Evangeliumtext der Alten Messe


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Um unser Versprechen einzulösen und um mehr geistliches Licht auf diesem Blog zu sorgen, wollen wir eine neue Reihe einführen, welche sowohl die Evangelientexte der Alten Messe als auch vorgefundene Betrachtungen zu diesen Texten, sowie den Text der Kollekte, ebenfalls des Alten Ritus vorstellen werden. Wie vielleicht nicht alle wissen, so wurde durch die Konzilsreform nicht nur der Liturgiekalender geändert, sondern auch alle Lesungen der Messe mit dem Evangelium. Jemand, der sowohl zu Novus Ordo als auch zu Vetus Ordo Messen geht, lebt sozusagen in zwei Zeitzonen. Wir wollen dieses Thema woanders eingehender besprechen, es bleibt an dieser Stelle zu sagen, dass Sie mit anderen Texten und anderen Kollekten, d.h. den Sonntags-Gebeten, konfrontiert werden. Da die Alte Messe eine viel kleinere Auswahl an Evangelientexten hat, so ist es möglich, sich immer z.B. an das Evangelium des 18 Sonntags nach Pfingsten zu erinnern und damit in die Tiefe zu gehen.

 

Wir wollen hier immer an einem Sonntag das Sonntagsevangelium, sowie einen Betrachtungstext mit der Sonntagskollekte vorstellen, wie er im Andachtsbuch „Bittet, so wird euch gegeben werden! Vollständiges Gebet- und Erbauungsbuch nach dem katholischen Kirchenjahre“, Straubing 1839 vorkommen. Das Buch kann man sich hier runterladen und zur eigenen Andacht verwenden. Wie schön, dass im richtigen Katholizismus die Zeit keine Rolle spielt, obwohl sich die deutsche Sprache seitdem verändert hat und deswegen, liebe Leserinnen und Leser, soll man das unveränderliche Latein beim Beten verwenden, sofern man es kann, um es selbst in die eigene Sprache zu übersetzen. Man kann also eine Woche lang das Sonntagsevangelium betrachten und täglich die Kollekte beten, was uns sicherlich heiligen wird.

Evangelium des XVIII Sonntags nach Pfingsten

 

Matthäus 9, 1-8: „Jesus stieg in das Boot, fuhr über den See und kam in seine Stadt. Da brachte man auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! Da dachten einige Schriftgelehrte: Er lästert Gott. Jesus wusste, was sie dachten, und sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Und der Mann stand auf und ging heim. Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.“[1]

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Kollekte zum 18 Sonntag nach Pfingsten

 

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[1] Hier entnommen: https://gloria.tv/video/sNVBvDPcoe7mJydLCPQYKV7qj

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Ein Gedanke zu “Betrachtung zum Evangeliumtext der Alten Messe

  1. Vielen Dank. Ja, solche Texte weisen den Weg zum Schatz im Acker. Zu schlicht und naiv? Bestimmt nicht – wo GOTT doch das Einfache, welches manchmal vielleicht mehr Demut verlangt als etwas schwieriges, liebt; siehe den Hauptmann Naaman und die Befreiung vom Aussatz.

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