Welche Kirche braucht der deutsche Staat? Eine die Gegenwerte vermittelt.


Duerer_Karl_der_Grosse

Dieser Eintrag entstand einige Tage vor dem Terroranschlag  in München und wir freuen uns, dass wir vor diesem tragischen Ereignis unseren  Beitrag über die 9 Herz-Jesu-Freitage und über den guten Tod veröffentlichen konnten. Den Opfern von München hat es wahrscheinlich nichts gebracht, aber wir können für sie das Totenoffizium beten. Wir werden sicherlich noch dazu kommen dieses Totenoffizium noch oft für verschiede Terroropfer in Europa und woanders auch zu beten. Der Schreiber dieser Zeilen stellte sich seit Langem die Frage, warum Deutschland so lange von Terrorangriffen verschont geblieben ist und ging davon aus, dass die die Regierung-Merkel irgendwie davon freikaufen konnte. Damit scheint es aber vorbei zu sein. Also beichten wir oft, leben im Gnadenstand, führen die 9 Herz-Jesu-Freitage durch, wer es noch nicht getan hat, denn mehr können wir, was die eigene Todesvorbereitung anbelangt, wirklich nicht tun.

 Das Staatskirchentum in Deutschland

Die Verquickung des Staatskirchentums in Deutschland und in Österreich ist zwar zu beklagen, aber es ist nun mal eine Tatsche. Eigentlich ist es in der Geschichte des Christentums keine Neuheit, dass die Kirche die Stütze der Gesellschaft bildet und mit dem Staat mitregiert. Seit der Ära Konstantin versuchte die Kirche einen Gottesstaat zwar zu meiden, aber ein mehr oder minder entwickeltes Staatskirchentum war immer schon vorhanden. Interessanterweise konnte die Westkirche aufgrund des Primats des Papstes und des späteren Kirchenstaates auch ihre politische Eigenständigkeit viel länger als die Ostkirche wahren, welche einem Cäsaropapismus unterlag  und, wie in Russland immer noch der Fall, zu einer Agenda des Staates wurde. Durch die jahrhundertlang ausgefochtene Gregorianische Reform, welche eigentlich das ganze Mittelalter beherrschte, kämpfte die Kirche mit den Ziel dem Staat die moralischen Maßstäbe darzustellen und manchmal zu diktieren zu können, siehe Dictatus Papae. Die Kirche kämpfte also darum keine staatliche Agenda zu werden und somit nicht vom politischen Tagesgeschäft beeinflusst zu werden und ihm unterzugehen. Dies gelang auf dem Wege die Investitur der Bischöfe, die auch Landesherren und so gesehen Diener des Staates waren, vom Papst und nicht vom Kaiser vornehmen zu lassen.

„Denn  hat erst der Staat das Sagen“, das wusste man aus der Vergangenheit, „so wird er einen jeden christlichen und sonstigen Wert so aushöhlen und umändern, wie es ihm passt“.

Man hielt dagegen und es gab Märtyrer. Interessanterweise steht die deutsche oder deutschsprachige Geschichtsschreibung auch die kirchengeschichtliche irgendwie traditionell in der Schuld des Staates, nicht der Kirche, was man wirklich von den Briten oder Amerikanern und von anderen Nationen wirklich nicht sagen kann. Der Deutsche ist irgendwie genetisch staattreu, was man wohl nicht ändern kann. Daher hat ein deutscher Katholik meistens instinktiv kein Problem damit, dass der Staat, auch „das Miteinander“ genannt, gegenüber der Kirche die übergreifende Einheit bildet. Dem 30-jährigen Krieg, dem Cuius-regio-eius-religio, dem Kirchenkampf, dem Dritten Reich und der DDR zum Trotz. Die Gene sind halt stärker. Vielleicht ist diese Diagnose nicht 100% zutreffend, denn es gibt auch in Deutschland einige meist süddeutsche Inseln eines katholisch, Antipreußentum, aber diese Einstellung ist in den Massmedien, in den Ordinariaten, in den Akademien, auf den Universitäten nicht vorhanden.  Da geht es um den Staat und um ihn allein.

Was liefert also die katholische Kirche Anno Domini 2016 dem Staat in Deutschland?

  • Religionslehrer, welche die staatliche Agenda in ihrem Unterricht umsetzen.
  • Akademische Lehrer, welche die staatliche Agenda in ihrem Unterricht umsetzen.
  • Bischöfe und Priester, welche ebenfalls diese Agenda umsetzen und als Wahlhelfer, hauptsächlich für die CDU/CSU dienen.
  • Sozialdienstleister aller Art. Manchmal gefügiger und billiger als der Staat und andere privaten Dienstleister, z.B. Orden.
  • Brain-Pool für die Regierenden.
  • Nachwuchsorganisation für Politiker.
  • Renten- und Aussonderungsstelle für ehemalige Politiker.

Dieses System funktioniert prächtig seit die Volkparteien an der Macht sind, d.h. seit 1945. Dieses System funktioniert aber nur äußerlich gut, weil es äußerst  pragmatisch ist und sich an keinen moralischen Werten richtet. Die Verfassung ist ja rein rechtspositivistisch. Sie kann jederzeit in eine Scharia-Islamische-Republik Deutschland umgewandelt werden, wenn die nötige Stimmmehrheit stimmt. In diesem System geht es nur um die eigene Stelle und damit alles ruhig bleibt. Dieses System verliert seine Funktionsfähigkeit, wenn entweder eine Partei an die Macht gerät, welche die Kirche nicht braucht oder eine Religionsgemeinschaft, beispielsweise der Islam, den ganzen Staat übernimmt. Dann braucht man keine Kirche mehr.

„Bis dahin bin ich in Rente“, denkt sich Kard. Marx und pafft seine Zigarre.

 „Wenn es bis dahin noch Rente gibt und Sie am Leben sind“, antworten wir.

„Dann gehe ich nach Rom“, sagt er weiter.

 „Wenn die ISIS noch etwas übrig gelassen hat“, antworten wir.

„Hirngespinste“,

sagt der Kardinal und hört mit der Lektüre auf, aber ein wenig Unruhe und Unmut befällt ihn schon.

Es sind jedoch keine Hirngespinste: ISIS hat versprochen Rom zu erobern, wie sie schon vor Jahren versprach den Westen mit Flüchtlingswellen zu destabilisieren. Das Letztere ist ihr ja wunderbar gelungen, das Erstere ist auch machbar. Es muss ja kein richtiger Krieg geführt werden, ein intensiver, lokal begrenzter Terroranschlag, wie der am 11 September in den USA, genügt.

Werteschwäche der Demokratie

Der heutige Bund zwischen Staat und Kirche funktioniert so lange keine Fragen gestellt werden. Wie beispielsweise diese: Welche Werte hat der Westen? Die Antwort ist denkbar einfach: Keine. Keine richtigen. Hedonismus, Toleranz, hauptsächlich sexueller Natur, Freizeitkultur etc. Das sind doch keine Werte, an denen sich der Mensch ausrichten kann. Kein Gott, keine Moral, kein gar nichts. Was soll man den Neo-Islamisten entgegenstellen? Den Terror der Französischen Revolution? Ja, es ist dasselbe. „Freiheit. Gleichheit. Brüderlichkeit“, aber nicht für Aristokraten und den Klerus. Nicht für die Royalisten. Diese beiden Stände wurden niedergemetzelt, wie später auch halb Europa, dem man die revolutionäre Freiheit, d.h. Atheismus und Antiklerikalismus brachte. Und dies sollen die Urwerte der Demokratie sein? Die Demokratie ist ein rein pragmatisches Regierungssystem. Sie hat als solche keine Werte, sie übernimmt nur welche. Dies haben schon die Politiker der Weimarer Republik erkannt als sie gegen die Roten und die Braunen wie gegen die Wand redeten.  Warum werden den die Moslems der dritten oder vierten Generation Islamisten? Weil sie hier keine Werte finden und natürlich auch entwurzelt sind, aber ihre islamistischen Kampfgenossen in Jemen, Saudi Arabien und wo auch immer sind nicht entwurzelt, sind nicht arm, sind gebildet, oft in westlichen Hochschulen und sie lehnen wegen des Islams die ganze westliche Pseudokultur ab. Wir haben keinen Respekt vor uns selbst, vor unseren Familien, Alten, Frauen, weil wir kein gottgebundenes Wertesystem besitzen – wir Europäer. Und warum nicht?

Weil die katholische Kirche, die wahre Kirche Gottes, welche ein Fels in der Brandung sein sollte, seit 1962 anfing ihre eigene Lehre und den gesunden Menschenverstand zu verleugnen, indem sie theoretisch und praktisch die Religionsfreiheit annahm. Während die Religionsfreiheit bis zum letzten Konzil so aufgefasst wurde, dass die wahre Religion, sprich der Katholizismus, alle Freiheiten und Rechte genießen sollte und den Staat, weil sie wahr ist, mitgestalten sollte, drehte man nach und durch Vat. II den Spieß um und erklärte, entgegen die bisherige Tradition und Lehre der Kirche, dass absolut jede, unsinnige, blasphemische, Menschen mordende wie auch immer Religion dieselben Rechte wie die Kirche im Staat genießen sollte, weil jetzt die Toleranz herrscht. Während die Kirche nach der Reformation in manchen Ländern in der Minderheit war, so war sie dort gezwungen sich tolerieren zu lassen, was beispielsweise in Großbritannien kaum von statten ging. Man führte aber den Grundsatz der religiösen Toleranz überall ein. Auch in ursprünglich rein katholischen Staaten. Und was haben wir jetzt? Die zunehmende Islamisierung Europas, eine Sinnleere und natürlich die maßgebliche Islamisierung Deutschlands. Die katholische Kirche vermittelt keine Werte und hält nichts dagegen, weil sie es seit dem Vat. II nicht darf. Es geht doch um Toleranz und das Miteinander. Man solle doch seine Religion, um Gottes Willen, niemanden, aber auch niemanden aufdrängen. Man solle keine Juden und schon gar keine Moslems missionieren, weil das für die Letzteren  den Tod bedeuten kann und wir wollen doch nicht, dass ihnen was passiert? Oder?  Auch wenn einer unserer Leser ein Atheist sein sollte, der nicht an die Unsterblichkeit der Seele und an das ewige Leben glaubt, so lässt sich doch nicht verleugnen, dass wir in einem ideologischen und auch militärischen Religionskrieg stecken, bei welchem das Christentum, sprich die katholische Kirche, nichts beizutragen hat, weil das Christentum in Europa nicht mehr funktioniert. Und das katholische Christentum funktioniert in Deutschland auch nicht! Es funktionier nicht für einen Preis von 15 Milliarden Euro jährlich! Nicht etwa für 15 Miliarden in einem Jahrzehnt, meine Damen und Herren Politiker, die uns vielleicht jetzt lest, sondern für 15 Miliarden im Jahr! Und nichts kommt bei all dem Geld dabei raus. Keine Werte, keine langzeitige Terrorismusvorsorge, keine Islamismus-Vorsorge, kein gar nichts. Nichts für 15 Milliarden pro Jahr! Welch eine grandiose Steuergeldverschwendung. Ja, ja, ich weiß, Sie verschwenden auch größere Summen, aber wir sprechen jetzt von dieser.

 Ein Nachtgespräch mit einem Politiker

„Sagen Sie doch ganz ehrlich, meine Damen und Herren Politiker, wenn Sie von all diesen kleinen, schmutzigen politischen Deals nach Hause kommen, ja, ja, oft auf dem Umweg über ein Escort-Girl/Boy, auch steuerfinanziert, natürlich, wenn Sie irgendwie genug haben von all dem Schmutz, diesem Pragmatismus, diesem An-dem-Ruder-Bleiben, wenn Sie dann noch nicht gänzlich betrunken oder sonst wie berauscht sind, um es überhaupt ertragen zu können, sehnen Sie sich dann nicht nach etwas Licht, Reinheit und Wahrheit? Nach Gott und Wahrheit? Kurz und bündig nach der wahren Kirche? Ja, ja es gibt sie wirklich. Sie ist eine versunkene Kathedrale unter dem Meer des zweiten Vatikanischen Konzils. Wen braucht ein Politiker, um nicht gänzlich zu einem degenerierten, zynischen Schwein zu werden? Einen Heiligen.“

Vinzenz_von_Paul

Heute, am 19.07, feiern wir im alten liturgischen Kalender das Fest des Vinzenz a Paulo (1581-1660), einem Heiligen auf dem Ludwig XII. bis Ludwig XIV. hörten, der auf den französischen Hof von der Margarete von Valois (1553-1615) geholt wurde, welche durch ihren abenteuerlichen und skandalösen Lebenswandel viele abendfüllende Fernsehserien für Erwachsene hätte füllen können. Sie hatte sich doch bekehrt, ist im Gnadenstand gestorben, dem Heiligen Vinzenz oblag die Erziehung des künftigen Königs, er genoss das höchste Vertrauen der Mächtigen, weil er so anders war, arm, fromm, demütig, abgetötet. Einer der nicht dazu gehört, weil er die Welt längst verlassen hatte und über die Weltkinder nachsichtig lächelt. Ein Vertreter der wahren Religion, des vorkonziliaren Katholizismus. Würden Sie ihre Seele vor Kardinal Marx ausbreiten?

„Dieser Harpyie? Ich bin doch nicht verrückt“,

werden Sie antworten und Sie werden recht haben. Er ist doch genauso wie Sie. Ein reiner hedonistischer Machtpolitiker, der schön geölt reden kann, wie man in Mafiakreisen sagt. Je verkommender die Politik, desto mehr Gegengewicht an Heiligkeit braucht sie. Und sagen Sie bitte nicht, dass Berlin nicht verkommen ist. Wir wissen doch Bescheid!

Und deswegen sollten Sie, meine Damen und Herren der Politik, anfangen die konservativen, traditionellen Katholiken zu unterstützen, denn nur diese können langfristig ein Gegengewicht gegen den Islam bilden und Ihnen Ihren Kopf und Kragen und zwar wörtlich gesprochen, retten. Denken Sie darüber nach!

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5 Gedanken zu “Welche Kirche braucht der deutsche Staat? Eine die Gegenwerte vermittelt.

  1. Es ist schon sehr lange her da las ich einen Zeitungsbericht. Es war ein Interview mit einem deutschen Bischof. ( Bistum und Name spielen keine Rolle ). Er sagte unter anderem das alle katholischen Traditionen auf den Prüfstand müßten. Wenn ich der Reporter gewesen wäre dann hätte ich ihn sofort gefragt, „Gehört die Tradition der deutschen Kirchensteuer“ auch dazu. Auf die Antwort wäre ich gespannt gewesen.
    Ich wünschte mir eine „Patrona Germania“ die ihren Schutzmantel über uns und unser Land ausbreitet. Von den deutschen Bischöfen erwarte ich nichts mehr.
    Per Mariam ad Christum.

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  2. „Würde Sie ihre Seele vor Kardinal Marx ausbreiten?“
    Ich würde noch nichtmals von ihm eine Scheibe Brot nehmen wenn ich am Verhungern wäre.
    Per Mariam ad Christum.

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  3. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Was bleibt noch zu sagen? Aus Hirten werden Mietlinge, Klöster de facto zu „interreligiösen Begegnungsstätten“ mit ZEN-Kursen, zahlloser buddhistischer und agnostischer Literatur, der Pfarrer in der Ortspfarrei plappert gefällig medien- und regierungskonform.
    Tröstlich, dass es noch solche Artikel gibt, die belegen, dass auch andere noch den Glauben bewahren wollen…

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