Fr. Pietro Leone: “Die Theologie des Leibes” – eine Darstellung aus der Sicht des traditionellen Katholizismus. (1) Einleitung.


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Anbei beginnen wir die Veröffentlichung von eigens aus dem Englischen übersetzten, wertvollen Texten, um ihre Lektüre auch denjenigen Lesern möglich zu machen, welche kein Englisch können oder es nicht ausreichend tun. Ja es ist mühevoll, aber Eugenie Roth macht es möglich. Obwohl wir Leser mit verschiedener theologischen Vorbildung haben, so werden wir den Text zuerst veröffentlichen und ihn anschließen kommentieren, da er, unserer Meinung nach, wirklich für sich selbst spricht. Er zeigt uns die traurige Wahrheit, wie das ordentlichen Lehramt schon unter Johannes Paul II von der katholischen Lehre abzuweichen begann. Traurig, traurig.

Einleitung

 

Der folgende Aufsatz ist ein Teil des Buches von Don Pietro Leones über Ehe und Familie, The Family Under Attack (Die Familie unter Beschuss), bei Amazon erhältlich. Er wird ausschließlich von Rorate Caeli veröffentlicht, mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Fr. Pietro Leone sendet uns die folgende Nachricht:

„Ich möchte dem Herausgeber von Rorate Caeli am Beginn seines zehnten Jahres für all seine wertvolle Arbeit gratulieren, die er für diese höchst zuverlässige und wirklich katholische Site aufwendet. Ich möchte ihm auch danken, daß er meine Schriften in den letzten Jahren veröffentlicht hat, beginnend mit meiner Analyse des Neuen Ritus‘ der Heiligen Messe, welches heute erschient, bis zu den Auszügen aus meinem jüngsten Buch ‚The Family under Attack‘.

„Ich erachte es für die Katholiken von heute für wichtig, die “Theologie des Leibes” zu verstehen, was sie wirklich ist: eine Hilfe, den Glauben besser zu verstehen, ihn voller zu praktizieren, und so mit Hilfe der Göttlichen Gnade das Gelobte Land des Himmels zu erreichen, wo wir eines Tages gemeinsam von den Ewigen Gnaden Gottes singen mögen.

„Ich sende allen Lesern meinen priesterlichen Segen und verspreche, für sie zu beten und Fürsprache zu halten vor dem Thron des Höchsten und dem der Heiligsten Mutter Gottes.

„Ich bitte sie auch demütig, für mich zu beten.“

‘Theologie des Leibes’ ist der Titel, den Papst Johannes Paul II einer Reihe von Reden gab, welche zwischen September 1979 und November 1984 gehalten wurden. Wenn wir diese Lehre im Licht der Tradition bewerten, so sehen wir, dass sie in ihren grundsätzlichen Annahmen keine Entwicklung der katholischen Lehre (im Sinne einer Klärung oder Vertiefung dieser Lehre), darstellen. Sie stellen  vielmehr einen Bruch mit ihr dar, also eine Neuerung. Daher kann diese Darstellung als katholische Lehre bezeichnet werden, sondern vielmehr als eine Reihe von persönlichen Meditationen des damaligen Papstes.

Als Quelle für dieses Kapitel soll uns das Buch “Theology of the Body for Beginners“ (Theologie des Leibes für Anfänger) von Christopher West (Ascension Press, 2004), das eine nützliche Zusammenfassung dieser Theorie bietet. Dieser Dozent und Schriftsteller hat viel getan, die oben genannte Theorie internationaler bekannt zu machen.

Die folgende Kritik, die ich so kurz wie möglich halten werde, wird hauptsächlich in der Anwendung der philosophischen und theologischen Prinzipien dieser Theorie bestehen, die in dem vorliegenden Buch aufgestellt werden. Dies wird eine gewisse Wiederholung mancher bereits diskutierten Themen nach sich ziehen, was in der Absicht erfolgt, eine kurze Synthese und Analyse sowohl im Detail als auch insgesamt der Theologie des Leibes zu bieten.

Wir gehen folgendermaßen vor: zunächst werden wir diese Theorie als eine Lehre des Personalismus bewerten, dann ihr Verständnis der ehelichen Liebe selbst und schließlich ihr Verständnis ehelicher Liebe im Verhältnis zu Gott.

 

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