Steven Skojec, Hilary White und die nachkonziliare Matrix


Benedikt-und-Scholastika

Wir wollen hier einen von Eugenie Roth übersetzten Aufsatz vorstellen, den wir nicht hätten besser schreiben können, da wir unsere Feder und unsere Temperament noch ein wenig zügeln und manche Überspitzung bewusst vermeiden. Der vorgestellte Aufsatz Out of the Rabbit Hole erschien am 6.05.2016 auf dem Blog onepeterfive[1] und er ist uns vom Leser dspecht ans Herz gelegt worden, wofür wir uns ebenfalls bedanken. Der Schreiber dieser Zeilen hat schon lange nichts gelesen, was ihn dermaßen berührt hätte und womit er dermaßen übereinstimmen würde. Es ist ein treffendes, objektives und erschütterndes Bild des desolaten Zustandes der Weltkirche, welcher, wie man ihn auch dreht und wendet derselbe ist. Der Schreiber dieser Zeilen ist ein viel in der Welt herumgekommener Osteuropäer, der in einem deutschsprachigen Land lebt, Steve Skojec ist US-Amerikaner, Hilary White ist eine in Italien lebende Kanadierin. Und wir alle kommen zu denselben Schlussfolgerungen, obwohl wir nur mehr oder weniger detaillierte Kenntnisse verschiedener Ortskirchen haben. Man tröstet sich zwar, dass woanders es besser ist, aber woanders ist es nicht besser, es ist derselbe Verfall mit anderen Akzenten.

Ein paar Informationen zu den Autoren: Steve Skojec ist der Begründer und Executive Director des Blogs OnePeterFive.com. Er erhielt ein BA-Abschluss in Kommunikationswissenschaften und Theologie an der franziskanischen Universität  Steubenville im Jahre 2001. Seine Kommentare erscheinen in The New York Times, USA Today, The Washington Post, The Washington Times, Crisis Magazine, EWTN, Huffington Post Live, The Fox News Channel, Foreign Policy, und in der BBC. Er lebt in Nord Virginia mit seiner Ehefrau und gemeinsamen sieben Kindern.

Hilary White ist eine Anglo-Kanadierin, welche im Jahre 1999 angefangen hat die Ziele der Pro-Life Bewegung zu erforschen, darüber zu schreiben und diese Bewegung zu befürworten. Im Jahre 2008 zog sie nach Rom und schrieb über Lebensrecht und Familie aus der  vatikanischen und europäischen sowie katholischer Perspektive bis Mai 2015. Zurzeit schreibt sie für The Remnant. Sie lebt mit ihren drei Katzen und einem Garten im friedvollen Königtum von Norcia, in Umbrien, wo sie auch täglich die Vesper auf Lateinisch singt. Sie sträubt sich davor jemals wieder nach Rom zu ziehen, komme, was möge. Sie hofft, dass die Welt nicht untergehen wird, bevor sie die letzten Tomaten ziehen kann.

Wir freuen uns den Aufsatz dieser Autoren unseren deutschsprachigen Lesern präsentieren zu können und sind sicher, dass er hohe Wellen schlagen wird. Für manche wird diese Entdeckung sehr schmerzlich ausfallen, aber die Wahrheit wird uns freimachen.

[1] http://www.onepeterfive.com/out-of-the-rabbit-hole/

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5 Gedanken zu “Steven Skojec, Hilary White und die nachkonziliare Matrix

    1. Sie, werter Kirchenfahrter, haben es deramßen gut auf den Punkt gebracht, dass ich mir erlaube, ihren Satz einfach nochmal zu wiederholen:

      Wer dieses „Damaskus-Erlebnis“ bereits hatte, wird seufzend mit dem Kopf nicken, wer sich innerlich noch daraufzubewegt, wird bestätigt werden und wer es zum ersten mal realisiert, dem werden die Augen geöffnet.

      Amen.

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  1. Auch ich muss gestehen, dass mich kaum ein Artikel der letzten Jahre so gerührt hat wie dieser. Und im wahrsten Sinne des Wortes: Mit sind die Tränen gekommen beim Lesen. (Und eben auch hier nicht im übertragenen Sinne, sondern wirklich).

    Woran das genau liegt kann ich gar nicht sagen, denn mir war ja vieles, ja eigentlich alles nicht neu, hatte ich mein ernüchterndes Damaskuserlebnis ja schon vor etlichen Jahren, noch als Teenager (als ich zunächst JoPaII-Wojtyla als einen glaubenstreuen Katholiken einschätzte, der von bösen Modernisten umringt ist – und ich, wahrhaft schmerzlich – zunehmend als Wunschvorstellung, aber nicht Faktengedeckt erkennen musste.).

    Was diesen Artikel so besonders macht – ich weiß es nicht. Aber er ist es jedenfalls.

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    1. Und wenn mir nochmal ein sehr persönliches Zeugnis erlaubt sei:

      Jedesmal wenn ich den Artikel neu lese, nun eben hier auch auf Deutsch, bin ich wieder an gewissen Stellen zutiefst bewegt und gerührt und kommen mir, ja, wieder die Tränen (ohne dass ich etwas dagegen tun könnte – oder dafür).
      Es ist an Stellen wie diesen:
      „Vom allerersten Tag seines Pontifikats an habe ich gesagt, dass dies der Weckruf ist, den die Kirche so notwendig gebraucht hat…
      Und [Halleluja!!] die verbleibenden gläubigen Katholiken sind dabei, sich dessen klar zu werden.

      So langsame beginne ich in der Analyse jedoch zu begreifen, was diesen Artikel so besonders bzw. (und gerade auch für mich) so ANRÜHREND macht. (Ehrlich, auch wenn das sehr persönlich ist: Ich habe ihn nun schon öfter gelesen, kann ihn aber immer noch nicht lesen ohne zu weinen!).

      Nämlich weil er mir (wie vielen „Tradis/Sedis“) a) aus dem Herzen spricht, ja ich mich bestätigt fühle (weil auch ich – aber auch viele meiner Freunde, wahre Tradis (z.T. Sedis, viele aber nicht-Sedis) – dies genau so VOM BEGINN DES PONTIFIKATES an gesehen und vorausgesehen und vorausgesagt habe).
      Und b) weil es sich nun eben in Kreisen durchzusetzen beginnt, die vorher nicht bereit waren, die Rote – bittere – Pille zu schlucken — weil wir also am Vorabend der Scheidung der Geister und damit aber auch zugleich der Gesundung der Kirche stehen, ihrer wahren Heilung, ihres Wiedererblühens und Triumphes. Und mich dies auch ALLELUIA rufen lässt, mir Tränen der RÜHRUNG und der FREUDE ins Gesicht treiben.

      Es ist also eine gewisse MISCHUNG aus SCHMERZ und FREUDE – im letzten sind es in der Tat FREUDENTRÄNEN; aber mit SCHMERZ und RÜHRUNG und ERSCHÜTTERUNG gemischt – welche mich hier zu Tränen rührt.

      Ja, ALLELUIA, Te DEUM laudamus! Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

      Danke HERR, dass DU in Deiner Vorsehung Bergoglio geschickt bzw. zugelassen hast, als eye-opener – und zudem offenbar Vielen in der Kirche nun wirklich die Augen öffnest, die Gnade gewärhst, ihre Augen zu öffnen. Gib, wir bitten Dich, dass sie nun VOLLSTÄNDIG geöffnet werden, also dass sie VOLLENDS die Rote Tablette schlucken und erkenn, dass auch JoPa-Wojtyla und Benedikt-Ratzinger und das ganz V2-System das Problem ist, und gerade nicht Bergoglio alleine!
      Dass die erste Tafel der Gebot, welche Deine Ehre unmittelbar betrifft und von eben diesen JoPa-Wojtyla und Ratzinger mit Füßen getreten wurden, wichtiger und vornehmer ist als die zweite, welche nun von Bergoglio zerbrochen wird.

      Und Danke, dass Du nun offenbar endlich die lang ersehnte Wende einleitest – wenn auch nicht so, wie Viele gedacht hatten, nämlich über den „lieben, koservativen Benedikt-Ratzinger“, sondern genau im Gegenteil, durch ein Ende mit Schrecken, indem Du ihn mit Bergoglio & Co. als das entlarvt dastehen und vor allem erkannt sein läßt, was sie sind – Feinde und Zerstörer Deiner Heiligen Kirche.

      Allmächtiger, ewiger GOTT, Du bist wunderbar in Deinen Gerichten und Deiner Vorsehung, erhaben, gütig und weise! Deine Wege sind unergründlich, aber beglückend. Dein Name sei gepriesen – von nun an bis in Ewigkeit. Amen. ALLELUIA! + M

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      1. Pfarrer Milch hat diesen Bereich, der bei Ihnen berührt wird, „Dein Eigenstes“ genannt. Wenn er berührt wird, haben wir wohl unsere Emotionen nicht voll unter Kontrolle, da plötzlich vieles zusammenpaßt, was unklar schien. Das tiefe Sehnen, das endlich seine Antwort erfährt, der Zugang zum „verschollenen Schatz“ der Kirche – um den wir schlicht betrogen wurden. Es geht IHM um kein Kollektiv, keine „Gemeinschaft“, sondern um den Einzelnen, jeweils „um MICH“. Ich kann dem schon vor langer Zeit ermordeten Pfarrer Milch nicht genug danken, via CD noch postmortem Seelen zu retten.

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