Englische Übersetzer gesucht oder wie erwirke ich einen Ablass?


guerra_purgatoire

Notwendigkeit der englischen Übersetzung

Will man zurzeit ein Land mit einer traditionell-katholischen Theologie finden, dann ist dieses Land sicherlich die USA. Da ferner Englisch die neue Weltsprache ist, so bemühen sich alle, die es können, gerade in dieser Sprache zu schreiben. Wir haben uns auch überlegt einen englischsprachigen Blog zu eröffnen, aber haben es zurzeit aus Zeitgründen gelassen. Da unsere Redaktion sehr klein, überlastet und häufig überarbeitet ist, so ist es uns nicht möglich noch zusätzlich englische Beiträge auf Deutsch zu übertragen. Daher suchen wir auf diesem Wege Menschen, welche ausreichend gut Englisch können, aber, was wichtiger ist, in einem guten Deutsch schreiben, um die englischsprachigen Beiträge dieses Blogs, wie die Artikelreihe von Christopher A. Ferrara ins Deutsche zu übertragen. Auch diesem Wege könnten diejenigen unserer Leser, welche entweder kein Englisch können oder es nicht ausreichend gut können, an diesen Texten Anteil haben.

  • Lieben Sie kreative Arbeit?
  • Schreiben Sie gerne?
  • Sind Sie genau?
  • Sind Sie um die Verbreitung des katholischen Glaubensgutes bemüht?
  • Sind Sie Rentner, Frührentner, Student, arbeitssuchend oder haben Sie einfach viel Zeit?
  • Möchten Sie Ihre Jugend- und sonstige Sünden sühnen?
  • Möchten Sie anderen Menschen auf einem intellektuellen Wege helfen?
  • Möchten Sie einen Ablass gewinnen?

Dann sind Sie die Richtige oder der Richtige. Schreiben Sie uns an traditionundglauben2015@gmail.com und wir versuchen es mit einer Probeübersetzung. Natürlich können sich mehrere Personen melden, es reicht wirklich für alle.

Natürlich stellt sich die Frage: Was habe ich davon etwas uneigennützig und kostenlos zu übersetzen? Die Antwort lautet: Sie können damit, außer einem guten Werk, auch einen Ablass gewinnen, die zeitlichen Sündenstrafen abtragen und Ihre Zeit im Fegefeuer verkürzen, also kurz und gut etwas für Ihre Ewigkeit tun. Um all diese exotisch klingenden Versprechen zu erklären, wollen wir hier ganz kurz die katholische Lehre vom Ablass unterbreiten.

 Was ist ein Ablass?

  • Was ist ein Ablass (indulgentium vel relaxatio)?
    • Ablass ist der Nachlass der zeitlichen Sündenstrafen mittels der Zuwendung aus dem Gnadenschatz der Kirche.
  • Und was bedeutet das?

Jede begangene Sünde hinterlässt auch ihre geistlichen Spuren und hat ihre geistlichen Konsequenzen. Von den natürlichen Konsequenzen abgesehen (Mutter überfahren, Kinder Waisen) bewirkt jede Sünde eine Art geistliche Dunkelheit oder eine geistliche Verpestung. Bei der sakramentalen Vergebung der Sünden, werden zwar die Sünden selbst nachgelassen, aber ihre zeitlichen Konsequenzen, sowohl die natürlichen (die Mutter ist weiterhin tot, die Kinder immer noch verwaist), als auch die geistlichen. Bei der Beichte werden die ewigen Sündenstrafen nachgelassen, dies bedeutet, man kommt für die losgesprochene Sünde, falls es eine schwere Sünde war, nicht in die Hölle. Aber die zeitlichen Strafen, welche sich in jeder Art der Heimsuchung oder Strafgericht Gottes äußern können, sowohl im natürlichen als auch im geistlichen Bereich, bleiben, falls Gott es will, bestehen, denn dies sind die Konsequenzen des freien Willens, welcher die Sünde erst möglich gemacht hat.

Die Theologie drückt es, nach Diekamp-Jüssen, wie folgt aus:

„Die Sündenstrafen, die der Ablass nachlässt, sind die von der göttlichen Gerechtigkeit über den Sünder verhängte Strafen, welche entweder in diesem Leben oder im Fegefeuer abgebüsst werden können.“[1]

Nehmen wir an Hugh Heffner, der Gründer des Playboys, der zum Verfall der Sitten und Ruin vieler jungen Frauen (Playmates), Männer und Familien beigetragen hat, bekehrt sich auf dem Totenbett, wird katholisch, legt eine Lebensbeichte ab und stirbt danach. Kommt er danach sofort in den Himmel? Sicherlich nicht, da jemand, der so lange in schwerer Sünde gelebt hat, wohl kaum zur Liebesreue (contritio) fähig ist, also zur Reue für die Sünden einzig und allein aus der Liebe zu Gott und nicht aus Angst vor der Strafe oder aus anderen Motiven. Er wird ins Fegefeuer kommen und dort wohl recht lange bleiben, denn, wie die Privatoffenbarungen, wie die von Maria Simma angeben, bleibt man dort so lange, wie alle Konsequenzen der Sünden dauern.[2]

Wie kann man aber einem langen und schweren Fegefeuer vorsorgen? Indem man selbst zu Lebzeiten Ablässe für sich selbst gewinnt, denn bei der jetzigen Lage der Kirche ist es sehr unwahrscheinlich, dass jemand für uns Ablässe gewinnen wird, wenn wir tot sind. Es können noch viele Päpste wie Franziskus folgen und die Leute wissen dann aber auch nichts mehr. In der Alten Kirche und noch im frühen Mittelalter war die Gewinnung der Ablässe mit starken Bußübungen verbunden, wie Fasten bei Brot und Wasser während der gesamten Fastenzeit, Kasteiung, Almosen und vieles mehr. Eine gute katholische Darstellung der Lehre vom Ablass findet man bei Franz Beringer, Die Ablässe, ihr Wesen und Gebrauch: Handbuch für Geistliche und Laien, nach den neuesten Entscheidungen und Bewilligungen der hl. Ablass-kongregation bearbeitet von Franz Beringer aus dem Jahre 1893.[3] Obwohl die meisten dort angegebenen Ablässe nicht mehr gültig sind, so ist die theologische Einführung und Darstellung wirklich kaum zu übertreffen. Wir werden uns dieser Thematik noch irgendwann näher widmen, an dieser Stelle bleibt zu sagen, dass man folgende Voraussetzungen für die Ablassgewinnung erfüllen muss.

  1. Man muss die Sünden gebeichtet haben und im Gnadenstand sein.
  2. Man muss die Intention haben einen Ablass für sich selbst oder für eine Seele im Fegefeuer zu erwirken.
  3. Man muss die mit dem Ablass verbundene Gebete oder Werke im Geiste der Busse (spiritu contrito) verrichten.
  4. Man muss sich ein mit dem Ablass verbundene Werke aus dem aktuellen Verzeichnis der Ablässe aussuchen.

Das lateinische Verzeichnis der Ablässe findet sich auf der Vatikan-Seite[4] und auf Deutsch kann man es bei fe-Medien bestellen.[5]

Bei der englischen Übersetzung kommen die folgenden mit Ablass verbundenen Werke in Frage:

Conceditur indulgentia partialis christifideli qui, in officiis suis gerendis et vitae aerumnis tolerandis, animum ad Deum humili fiducia erexerit, addita, etiam tantum mente, pia aliqua invocatione.[6]

Es wir demjenigen Gläubigen ein Teilablass gewährt, welcher in ihren Pflichten, die sie vollbringt und in den Widrigkeiten des Lebens, welche er erduldet,  die Seele zu Gott in demütigen Vertrauen erhebt und diese, wenn auch im Geiste, irgendeine fromme Anrufung verrichtet.

In unserem Fall: Sie erwecken die Intention diese Übersetzung als ein Ablasswerk zu betrachten, übersetzen und verrichten Stoßgebete. Und so einfach erwirken Sie einen Teilablass.

Wirken denn die Ablässe wirklich?

 

Ja, denn sonst wären sie nicht von Paul VI. durch das Dekret Indulgentiarum doctrina 1967 „reformiert“, im Sinne von dezimiert, worden. Da Sie  in der Amtskirche niemals von den Ablässen hören, können Sie sicher sein, dass sie wirken. Durch die Ablassreform von Paul VI. fiel die zeitliche Bestimmung eines zeitlichen Ablasses weg, sodass man nicht genau weiß, was, wie wirkt, aber sie wirken dennoch. Nachdem der Schreiber dieser Zeilen realisiert hat, was die Ablässe wirklich bedeuten, gewinnt er Ablässe für sich selbst und die Seelen im Fegefeuer mehrmals täglich, indem er oft Unter Deinen Schutz und Schirm betet oder andere Stoßgebete, die mit dem Ablass verbunden sind, verrichtet. Er fühlt sich irgendwie geistlich leichter und hat für sein Fegefeuer schon vorgesorgt. Aber natürlich erfordern alle gebeichteten Sünden neue Ablässe, sodass man bis zum Tode sie für sich selbst erwirken sollte. Der Thematik der Ablässe werden wir uns theologisch-dogmatisch noch irgendwann widmen, aber dieser Kurzdarstellung diente der Gewinnung der Übersetzer. Alle Interessierten sollten das empfohlene Buch von Franz Beringer lesen.

Also unsere lieben englischen Übersetzer, sehen Sie was Sie alles für sich selbst erwirken können, wofür Sie, wenn Sie im Fegefeuer sind, was wir für Sie sehr hoffen, uns dankbar sein werden.

[1] Diekamp-Jüssen, Katholische Dogmatik, Alverna: Will 2012, 1074.

[2] Sehr lesenswert und theologisch korrekt. Simma, Maria, Meine Erlebnisse mit Armen Seelen, Christiana Verlag: Kisslegg 201121,

[3] https://archive.org/details/dieablsseihrwe00beriuoft

[4] http://www.vatican.va/roman_curia/tribunals/apost_penit/documents/rc_trib_appen_doc_20020826_enchiridion-indulgentiarum_lt.html

[5] http://www.fe-medien.de/epages/fe-medien.sf/de_DE/?ObjectID=71692 Einige sind hier vorhanden: http://www.kommherrjesus.de/ablassgebete

[6] http://www.vatican.va/roman_curia/tribunals/apost_penit/documents/rc_trib_appen_doc_20020826_enchiridion-indulgentiarum_lt.html Concessiones I.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s