I Millenari, Kap. VII. Das Dikasterium, wo die Bischöfe geformt werden (4) Mitren ohne Köpfe (iii). Klüngel und Intrigen


Jeremiah-by-Rembrandt

Hier die weiteren Zeilen des Kapitels, die sich auf den Seiten 100-103 befinden, über die Hintergründe der Bischofsernennungen.

Von einem Telefongespräch zwischen zwei Bischöfen im Vorfeld einer Konferenz ist folgendes überliefert: „Exzellenz, erinnert Ihr Euch, dass ihr mich letztes Mal darum batet, Euren Kandidaten bei der Wahl zu unterstützen? Ich möchte Euch ersuchen, dasselbe für meinen Sekretär zu tun, ein ausgezeichneter Mann, der sich bestens für das Bischofsamt eignet. Seit ungefähr 15 Jahren dient er mir auch als Chauffeur, und ich kann auf seinen unermüdlichen Einsatz im Dienst der Kirche [als deren Vertreter sich der Bischof verstand, Anm. der italienischen Redaktion] völlig vertrauen (…) Ihr versteht doch, Exzellenz, dass solche Priester für ihre Hingabe belohnt werden sollten. Stellt euch nur vor, ich hätte mich die ganze lange Zeit eines Laien bedienen müssen. Welche Kosten dadurch dem Bistum entstanden wären“. Jeder Dienst hat seinen Preis!

Die Jagd nach den Stimmen ist bereits in vollem Gange lange bevor die Bischöfe am Ort der Bischofskonferenz zusammenkommen, um alles auf den Favoriten zu setzen. Wenn er nicht in Erwartung einer anderen, erfolgversprechenderen Gelegenheit aufgespart wird. So kommt es dazu, dass manche Bischofskonferenzen auf merkwürdige Weise vorhersehbar und oberflächlich anmuten. Noch drängender und einengender sind die Intrigen gewisser Kirchenmänner, die bereit sind, ihre Seelen zu verkaufen, um neben der Kurie des eigenen Ordens oder der Provinz auch alle erdenklichen Helfer verschiedenster Gruppen auf ihrer Seite zu haben, ganz gleich ob legal oder illegal, ethisch vertretbar oder nicht. Mancher Gläubige stürzt sich kopfüber ins Wagnis in dem Bewusstsein, ohnehin nichts mehr verlieren zu können.

Und deswegen sind all diese Verlautbarungen so langweilig und bei der ganzen Bürokratie kommt nichts dabei raus.

Jegliche Information wird geschickt gesteuert, bis man die Helfershelfer so weit gebracht hat, genau das zu sagen, was den eigenen Zielen förderlich ist. Aus diesen Aussagen filtert man genau die Details heraus, die genügen, um den Kandidaten zu unterstützen oder zu Fall zu bringen. So wird ein Cocktail aus Halbwahrheiten und Beinah-Lügen gemixt, der den weniger Begabten nützt, die brillanten Geister und großen Persönlichkeiten aber von der Spitze verdrängt.

Keine noch so ernsthafte Untersuchung hätte hier eine Chance, all die Diffamierungen und Lügen aufzudecken, sei es nun zu Gunsten oder zu Ungunsten des Kandidaten. Es gibt mittlerweile nur noch wenige, die frei von jeder Parteilichkeit und hundertprozentig vertrauenswürdig sind. Die Informationen über die Bischofsanwärter sind von den Experten lange vorgekocht, und ihre Berichte werden den übrigen Mitgliedern der Kongregation oder Bischofskonferenz lediglich vorgetragen, damit diese ergeben Notiz davon nehmen können.

Welcher Wert ist solchen Wahlgängen noch beizumessen? Worin liegt ihre Glaubwürdigkeit und Legitimation? Sind sich die Teilnehmer der Verantwortung, die sie tragen, voll bewusst? Wichtige Fragen, die nach einer klaren und autoritären Antwort verlangen, die der Tragweite des Problems angemessen ist. Kardinal Ratzinger zufolge kann die Wahrheit nur gesucht, nicht aber mittels einer Wahl hervorgebracht werden. Dies würde bedeuten, die Macht der Wahrheit durch die Wahrheit der Macht zu ersetzen. Die Einstimmigkeit der Wahl kann die Wahrheit weder herstellen noch kann sie an ihre Stelle treten, sie ist lediglich als richtungsweisend zu verstehen. Ist man sich hierüber einig, folgt daraus, dass eine Bischofskonferenz nicht per Abstimmungswahrheit dekretieren kann, so als würde durch ihr Urteil das Unwahrscheinliche konkret und wahrscheinlich.

Auf einer Bischofskonferenz mag es viele Gründe geben, die die Mehrheit dazu bewegt, sich nach den Wünschen einzelner zielstrebiger Mitglieder zu richten: das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit, vielleicht auch der Wunsch nach einem ruhigen Leben oder einfach der Hang zur Konformität. Die amorphe Masse bewegt sich in vorgeblicher Einstimmigkeit, wie es von ihr verlangt wird, mit einem verzweifelten Ausdruck, als wolle sie sagen: Wir glauben nicht an das, was wir wählen, aber wir treffen unsere Wahl nach dem, was ihr wenigen euch erhofft. Man kann sicher sein, dass es dieser trägen Mehrheit niemals einfallen wird, selbst auf die Seite der Drahtzieher überzuwechseln, wo sie sich ja die Mächtigen des Clans zu Feinden machen könnte – auch wenn diese sich in der Minderheit befinden!

Ratzinger sagt weiter über diese verschwiegene Komplizenschaft: „Ich kenne Bischöfe, die privat zugeben, dass sie ganz anders entschieden hätten als in der Konferenz, wenn es nach ihnen eingegangen wäre. Indem sie die Regeln der Gruppe anerkennen, riskieren Sie nicht, als ‚Spielverderber‘ ‚zurückgeblieben‘ oder ‚intolerant‘ dazustehen (…). Auf den ersten Blick scheint es sehr schön, was immer alles gemeinsam entschieden wird. Doch wie oft hat dieses ‚gemeinsam‘ schon den Geist des Aufbruchs und der Erneuerung des Evangeliums erstickt, die ein Bischof heute mehr denn je braucht, um in aller Verantwortlichkeit gegenüber der Kirche und der Gemeinschaft der Gläubigen die schwierigen dringenden Aufgaben unserer krisengeschüttelten Zeit zu lösen.“

Ja, Ratzinger als Papst mit all seiner Kurienerfahrung hätte das doch irgendwie drehen können. Aber er ist zurückgetreten, davongelaufen, um für Bergoglio Platz zu schaffen. Eine schwere Schuld. Es ist nur natürlich, dass viele deutschsprachige Katholiken eine emotionale Bindung an Papst Benedikt verspüren, wie die meisten Polen an Johannes Paul II. Aber Emotionen trüben den Verstand und mindern das Urteil. Was hätte den schlimmstenfalls Papst Benedikt XVI passieren können? Er wäre vielleicht umgebracht worden, falls diese Attentatsgerüchte wahr sind.[1] Na und? Ist denn der Papst nicht im Gnadenstand, um jederzeit sterben zu können? War es nicht seine Pflicht bis zum Ende auszuharren oder den Märtyrerpäpsten zu folgen? Trägt ein Kardinal nicht deswegen Purpur, um sein Blut für Christus zu vergießen? Gibt es keinen Gott und keine göttliche Vorsehung, die über allem wacht? Hatte denn Benedikt XVI kein Vertrauen in seine Standesgnade und die göttliche Hilfe? Und was haben wir jetzt: Einen Rentnerpapst, der mit seinem Sekretär mit dem er auch frühstückt[2] ab und zu „Kommissar Rex“[3] schaut. Einfach peinlich. Verbürgerlichung des Papsttums. Wer soll denn noch kämpfen oder auf seinem Posten ausharren, wenn der Oberbefehlshaber desertiert? Wir haben dafür kein Verständnis!

Oft auch konnte man beobachten, dass Bischöfe ihre Schützlinge schon sehr früh nach Rom auf eine päpstliche Universität schicken, damit sie so mit besseren Voraussetzungen und einigen persönlichen Pluspunkten zu gegebener Zeit ins Rennen gehen können. Marc Twain traf mit seinen Worten genau das Schwarze als er schrieb: „Der Blumenkohl ist auch nichts anderes als der Wirsing, der in Harvard studiert hat.“ Immer wieder kann man beobachten, wie auf Bischofskonferenzen wahren Hohlkörpern die Mitra aufgesetzt wird, aufgrund von „geheimen“ Wahlen, die vorher am Tisch, im Büro oder am Telefon abgesprochen wurden.

[1] http://www.katholisches.info/2013/10/28/prophezeiungen-zweier-kardinaele-der-tod-benedikts-xvi-und-die-wahl-von-franziskus/ http://www.welt.de/politik/ausland/article140025089/Terrornetzwerk-plante-Attentat-auf-Papst-Benedikt.html

[2] http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/gaenswein-hatte-paepstlichen-auftrag-21179-art1007575.html

[3] http://www.katholisches.info/2014/02/28/die-demontage-eines-pontifikats-gaenswein-benedikt-xvi-schaut-kommissar-rex/

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2 Gedanken zu “I Millenari, Kap. VII. Das Dikasterium, wo die Bischöfe geformt werden (4) Mitren ohne Köpfe (iii). Klüngel und Intrigen

  1. Muss kennen Katholisch Dogma – *VERSTECKT* von ihnen

    Wenn Sie überhaupt daran interessiert zu wissen sind … die Katholische Dogma … dass wir muss glauben, zu erreichen Himmel.

    Ich liste sie auf meiner Website > > > http://www.Gods-Catholic-Dogma.com

    Wenn Sie nur scan den Index … sie werden nicht sehen, das unfehlbare Dogma … vom Papst in Einheit mit den Bischöfen der Welt … das allein hält die menschen von ewigen verdammnis.

    Quellen von Dogma auf automatische exkommunikation wegen ketzerei > > http://www.Gods-Catholic-Dogma.com/section_13.2.html

    Quellen von Dogma, dass Unwissenheit nicht ein Schlupfloch in den Himmel > > http://www.Gods-Catholic-Dogma.com/section_5.1.html

    Die katholische Gott weiß … was wir denken und glauben.

    Katholischen glauben (pre-erfüllung) schreiben von Deuteronomium 31:21 >
    „Denn ich weiß ihre gedanken und was sie sind über zu tun diesen dag.“

    Katholischen glauben (pre-erfüllung) schreiben von Job 21:27 >
    „Sicherlich ich weiß ihre gedanken und ihre ungerechten urteile gegen Mich.“

    Katholische schreiben von Romans 1:21 >
    „Sie … wurde eitel in ihren gedanken, und ihr unverständiges herz wurde verfinstert.“

    Die Tatsache, dass der „islam“ keine Religion ist bewiesen auf Abschnitt 113.1 der Website. Mohammed im „koran“ schrieb das Gegenteil von den Alten Testament Propheten.

    A C H T U N G: Die Katholische Kirche hat keine physikalischen eigenschaften in diesen zeiten und hat keine sich seit 8 Dezember 1965 wegen ketzerei.

    Mike
    Our Lady of Eroberung
    Bete für uns

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