Morgen am 29.01 beten wir für unsere Bischofskonferenz


1801-1-4 Champaigne Bon Pasteur

Es ist soweit: Die Bußpsalmen für die jeweilige Bischofskonferenz!

Nachdem wir theoretisch und durch die vielen Bischofsperlen vorbereitet worden sind,[1] schreiten wir wieder zur Tat und beten das Offizium der Bußpsalmen mit der anschließenden Allerheiligenlitanei und den folgenden Gebeten für unsere Bischofskonferenzen. Dieses Gebet soll nicht nur als Fürbitte, sondern auch als unsere Sühne aufgefasst werden, denn jede solche Bischofsaussage ist einfach eine Sünde: des Ärgernisses, der Dummheit, des Unglaubens und der Blasphemie. Jemand muss für andere Sühne leisten. Dies ist auch Nachfolge Christi. Abhängig vom eigenen Wohnort und der eigenen Diözese empfiehlt es sich für die eigene Bischofskonferenz zu beten, also die Deutschen für die deutsche, die Österreicher für die österreichische etc. Wir beten:

  • Auf den Knien,
  • Auf Lateinisch,
  • In einem Zug, d.h. alle vorgesehenen Gebete in einer „Session“.

Sollte jemand sich nicht ausreichend motiviert fühlen, dann möge er sich die Aussagen unserer Bischöfe nochmals durchlesen oder die Website der jeweiligen Bischofkonferenz besuchen. Man soll unsere Bischofsperlen als Motivation wahrnehmen und nicht dahingehend argumentieren, dass bei solchen Aussage nichts mehr hilft und ich meine Gebete nicht verschwenden werde. Wie sollen eben unsere Gebete an „Sünder“ verschwenden, damit sie sehend werden. Der Rest hängt von Gott ab, der immer will und von dem Sünder selbst, der manchmal wirklich nicht will. Sollte jemand von diesem Gebetsaufruf nicht betroffen fühlen, weil er sowieso viel zu tun hat und man solle nicht übertreiben, so verwirkt er hiermit jede Möglichkeit sich in der Zukunft über:

  • „die Amtskirche“,
  • „die Kirchensteuermafia“,
  • DBK, ÖBK und SBK
  • „die Konzilssekte“,
  • „die deuterovatikanische Sekte“
  • oder wie sie sonst genannt wird

zu beschweren, da er nicht dagegen unternommen hat. Ein kurzes und gelindes Fegefeuer scheint da ausgeschlossen zu sein.

Das konkrete Gebetsanliegen lautet: Wir bitten Gott, dass er den Bischöfen die notwendigen Gnadengaben gibt, damit sie endlich den katholischen Standpunkt in der Lehre und Moral vertreten.

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

Ad 4.

Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten.

Wenn wirklich nicht knien kann?

 

Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe.

Was ist, wenn man kein Latein kann?

 

Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt:

  • C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer
  • Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“)
  • Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“)
  • Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht.
  • X wie ks (capax – „kapaks“)
  • Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“)
  • Ch wie ch (charta – „charta“)
  • Ph wie f (philosophia – „filozofia“)
  • Rh wie r (rhombus – „rombus“)
  • Th wie t (thalamus – „talamus“)
  • I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“)
  • Y wie y (thymiana – „tymiana“)
  • V wie w (valde – „walde“)
  • S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“)
  • S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“)

Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[2] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit.

Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch.

Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an!

[1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.wordpress.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/

[2] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html

Beim Anklicken wird das Bild vergrößert

Buss 1

Buss 2

 

Buss 3Buss 4

Buss 5Buss 6

Und hier nochmals der Text zum Download

Sieben Bußpsalmen

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8 Gedanken zu “Morgen am 29.01 beten wir für unsere Bischofskonferenz

  1. Ihren Beitrag möchte ich noch gründlicher durchgehen, deshalb nur jetzt eine kurze Frage zur Aussprache des Lateinischen.
    Wie spreche ich die Buchstabenfolge „sc“ aus, z.B. im Wort descendit?
    Als desendit, dezendit, deschendit oder des-cendit?
    Unser Kirchenchor übt gerade die Missa brevis in G von Mozart ein, darin steht: „descendit de coeli“.
    Vielen Dank für Ihre etwaige Antwort!

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      1. Über eine „richtige“ lateinische Aussprache wird man sich wohl lange streiten können. Die im Beitrag angeführten Benediktiner von Barroux singen auch, wie in Frankreich seit längerer Zeit üblich, ein „italienisches“ Latein. Fakt ist natürlich, dass dies in Deutschland und den östlichen Ländern bis zum Konzil nicht üblich war – auch wenn es sich, wie es heißt, Pius X. so gewünscht hatte.

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  2. Einen vernünftigen sprachwissenschaftlichen Grund gibt es dafür freilich nicht – höchstens, wenn es eben darum ginge, einen bestimmten Zustand des Lateinischen zu konservieren.
    In Fontbombault war ich zugegebenermaßen noch nie, aber die Aufnahmen von dort, die ich kenne … und zur Sicherheit habe ich mir gerade noch mal eine angehört … geben auch die italienische Aussprache wieder.

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