Bischofsperlen: Bischof Schwarz „Auch Jesus musste Vielfalt lernen“.


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Wir freuen uns hiermit auch unsere österreichischen Leser bedienen zu können, die sich völlig übergangen fühlen müssten und wohl bei sich dachten:

Wir haben auch Bischöfe, die Irrlehren verbreiten. Warum keine österreichische Bischofsperle?

Ja, hier ist sie und gleich von der Kategorie hard, ein Chartstürmer mit einer Platzierung in den Top Ten. Wir werden irgendwann einmal diese Bischofsperlen per Abstimmung auswerten und die Redaktion ahnt schon, dass der Österreicher, Bischof von Gurk-Klagenfurt Alois Schwarz wirklich gute Chancen auf eine hohe Platzierung hat. Tu autem felix Austria nube – beziehungsweise tu autem infelix Austria plange. Das erste ist natürlich der Wahlspruch der Habsburger „Du aber glückliches Österreich heirate“, anstatt Kriege zu führen, unser Spruch lautet hingegen: „Du unglückliches Österreich weine“ über solche Bischöfe. Womit haben sich die Österreicher so etwas verdient? Die wissen schon womit.

Was sagt Bischof Schwarz, nach kath.press.at[1]?

Auch Jesus musste Vielfalt erst aushalten lernen: Der Kärntner Bischof Alois Schwarz erinnerte zum Auftakt der diesjährigen Pastoraltagung an die Begegnung Jesu mit der als Heidin geltenden Syrophönizierin, die für den menschgewordenen Sohn Gottes zum Anstoß geworden sei, sich über die Grenzen des erwählten Volkes Israel hinaus auch „Fremden“ gegenüber zu öffnen und ihren Zugang zum Heil anzuerkennen.

Wir halten hier erst mal empört inne. Erstens:

  1. Jesus Christus musste als Gott-Mensch nichts lernen, da er als Gott schon alles wusste.
  1. Er musste sicherlich keine Vielfalt aushalten, da er im Israel, also ausschließlich unter Juden, wirkte.
  1. Christus, der Heiland, sagt ja ausdrücklich zu der Syrophönizierin, dass er nur zu den Schafen aus dem Hause Israel gesandt sei (Mt 15, 24). Die Zeit der Heidenmission steht noch bevor. Sie wird durch die Apostel mit der Aussendung des Heiligen Geistes eintreten.
  1. Die Aufgabe: Heidenmission wird durch die Wirkung Christi an Heiden (römischer Hauptmann, Syrophönizierin, Besessene aus Gerasa etc.) angedeutet und vorgelebt, aber auch den Aposteln, hauptsächlich durch Paulus, musste diese Richtung erstmals klar werden.
  1. Christus musste sich auf nichts öffnen oder von jemand etwas empfangen, da er und nur er der Heils-und Wahrheitsträger war und ist. Er heilt ihre Tochter ja doch vom Dämon und sagt durch die Blume auch, warum es zu dieser Besessenheit gekommen ist. Durch die Teilnahme an den orgiastischen Kybele-Kulten, wo die Mysten als Hunde verkleidet, sakrale Prostitution trieben. Wahrscheinlich ist dabei die Tochter gezeugt worden. Ansonsten ist der Text Mt 15, 26-27 unverständlich:

„Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.“

Also beide, Christus und die Syrophönizierin wissen Bescheid und sie gibt es auch zu. Ja, es stimmt, aber habe Mitleid mit mir!

Die Punkte 1. Bis 4. stellen die überlieferte, katholische Lehre dar, der Punkt 5 ist unsere, patristisch untermauerte Exegese. Christus hat nämlich nicht „die kulturelle Eigenständigkeit“ der:

  • Israeliten,
  • Pharisäer,
  • Sadduzäer,
  • Zeloten,
  • Römer,
  • und anderer

anerkannt, dass es in ihnen auch „gottet“, sonst wäre er zuhause geblieben, sondern er hat ja die Israeliten bekehrt, was mit seinem Kreuzestod geendet ist. Mit welcher also, lieber Bischof Schwarz, „Anerkennung der Vielfalt“ haben wir es hier zu tun? Mit keiner. Wir lesen die Meldung weiter:

Gott bestärke darin, „Vielfalt auszuhalten“, sagte Schwarz am Donnerstag beim Eröffnungsgottesdienst der traditionsreichen Bildungsveranstaltung von 7. bis 9. Jänner 2016 im kirchlichen Bildungszentrum Salzburg-St.Virgil. Tagungsthema ist diesmal „Pluralität in Gesellschaft und Kirche“.

Unsinn, antworten wir! Dann gäbe es gar keine Offenbarung, keine Menschwerdung, Kreuzigung, Aussendung des Heiligen Geistes, keine Kirche, keine Kirchensteuer und Sie auch nicht, lieber Herr Bischof. Wir lesen aber weiter:

Alois Schwarz, in der Bischofskonferenz für das veranstaltende Österreichische Pastoralinstitut (ÖPI) zuständig, untermauerte den genannten „Lernprozess“ Jesu mit biblischen Berichten über wundersame Brotvermehrungen: Die Evangelien nach Matthäus und Markus erzählen von zwei Brotwundern. Das erste Mal reichen fünf Brote und zwei Fische zur Speisung von fünftausend Menschen, und es bleiben zwölf Körbe übrig, das zweite Mal ist die Rede von sieben übriggebliebenen Körben. In den zwölf – eine Analogie zu den zwölf Stämmen Israels – ist nach den Worten des Bischofs „Jesu eigene Tradition abgebildet“. Die Siebenzahl dagegen stehe für mehr – nämlich für die sieben Völker der biblischen Lebenswelt. Jesus habe somit durch die Syrophönizierin, deren Heilungsbitte er zunächst brüsk zurückwies und dann doch von ihrer Beharrlichkeit beeindruckt war, gelernt, „für alle dazusein“ und „Vielfalt zuzulassen“, wie Schwarz sagte.

Das ist doch ebenfalls Unsinn! Christus hat durch die Brotvermehrung keine „eigene Tradition“ irgendwelcher Stämme bestärkt, sondern seine Gottheit bewiesen und das Wunder der Eucharistie angedeutet. So die Tradition der Kirche, der Sie, lieber Herr Bischof, widersprechen.

Wir lesen aber weiter:

Wie heute „im Uneindeutigen leben“?

Was es bedeutet, heute „im Uneindeutigen zu leben“ und mit der kulturprägend gewordenen Pluralität zurechtzukommen, beleuchtete im Eröffnungsreferat Wilhelm Guggenberger vom Institut für Systematische Theologie der Uni Innsbruck. Um diese Aufgabe positiv bewältigen zu können, sei eine gelungene Orientierung und Identitätsfindung der einzelnen Mitglieder der Gesellschaft Voraussetzung. Religiöse Traditionen könnten dazu einen großen Beitrag leisten, sofern sie selbst pluralitätsoffen sind, betonte Guggenberger. Katholischerseits sei hier durch das Zweite Vatikanische Konzil „die Pluralitätsfähigkeit der eigenen Tradition entdeckt“ worden.

Dies ist zwar keine Aussage des Bischofs, sondern „katholischerseits“ die Vorbereitung auf die weitere Islamisierung und die Aufgabe der katholischen Mission, mit der Berufung, ja, wir ahnen es schon, auf das Zweite Vatikanische Konzil, welches angeblich „die Pluralitätsfähigkeit der eigenen Tradition entdeckt“ hat. Man kann das Konzil so deuten, dass heißt zersetzend und häretisch, man muss es aber nicht so deuten. Und was weiter?

Konfliktpotenzial ergebe sich freilich daraus, dass für nichtreligiöse Menschen der Glaube an Gott gesellschaftlich möglichst wenig oder kaum in Erscheinung treten soll, für religiöse Menschen jedoch alle Lebensbereiche durchdringt.

Und was heißt das übersetzt? Katholiken, seid still und unauffällig, um die kulturelle Eigenständigkeit des Islams nicht zu stören, welcher alle Lebensbereiche durchdringt, siehe Köln.

Was macht Bischof Schwarz? Er bereitet „katholischerseits“ die Einheits-Multi-Kulti-Religion vor, welche keine christliche oder gar katholische mehr ist, sondern entweder islamisch oder gnostisch. Wahrscheinlich wird es auf einen gnostischen Islamismus, eine quasi Neo-Sufismus, hinauslaufen, Stichwort: die noahdischen Religionen, zu denen Judentum, Christentum und Islam gehören und welche angeblich auf Noah zurückgehen, was ein kompletter Unsinn ist. Dies ist leider das Programm von Papst Franziskus, welches die deutschsprachigen Bischöfe und Bischofskonferenzen durchsetzen und ihre think tanks auch.

Beten wir also, am letzten Freitag dieses Monats die Bußpsalmen auf Lateinisch und auf den Knien für unsere Bischofskonferenzen und die Österreicher für ihre eigene, denn sie haben es bitter nötig.

[1] http://kathpress.at/goto/meldung/1335683/bischof-schwarz-auch-jesus-musste-vielfalt-erst-lernen

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8 Gedanken zu “Bischofsperlen: Bischof Schwarz „Auch Jesus musste Vielfalt lernen“.

  1. Vielen Dank für die umfassende und sehr gut begründete theologische Erklärung. Das mit den Hunden hatte ich bis jetzt nicht verstanden, da ich nicht wusste,welche Bedeutung sie bei den Heiden bzw. bei ihren Ritualen hatten. Ich bin eine einfache, nicht studierte Katholikin, die erst seit Sommer 2014 die überlieferte tridentinische Form der Heiligen Messe kennen- und liebengelernt hat. Danke für Ihren wunderbaren Blog. Ich wünsche Ihnen, das Sie viele Anhänger finden mögen, denen hier ihre Fragen, die die nachkonziliare Kirche nicht (mehr) erklären kann, beantwortet werden. Liebe Grüße und Gottes Segen
    Regina-Maria

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  2. Bischof Schwarz von Linz ist durch seinen “ Linzer Weg “ bekannt. Das heißt Eigenmächtigkeit und
    an der kirchlichen Lehre vorbei. Ein Weg der von Kardinal Schönborn auch verfolgt wird. Eigentlich
    reiten alle deutschsprachigen Bischofkonferenzen auf diesem Pferd. Durch die Allerlösungs-Theo-
    logie wird bewusst oder unbewusst auf die Welt-Einheitsreligion hingearbeitet, eine Sogenannte
    Religion ohne Gott.

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  3. Ich danke für diese profunde Replik auf die unsäglichen Aussagen des Bischofs, der damit, wie wir wissen, nicht alleine da steht. – Und ich danke für das Photo mit dem Kartäuser. Es zeigt den heiligen Bruno, als er vom heiligen Hugo, dem Bischof von Grenoble, den Segen erhält, in seinem Bistum, in der Einöde der Chartreuse, ein gottgefälliges Leben führen zu dürfen.

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    1. Dass es der hl. Bruno ist, dass wusste ich selbst nicht. Aber der Bischof hat davon geträumt, dass ihn, so glaube ich einige Sterne aufsuchen und dann kam der hl. Bruno mit seinen Gefährten. Tja, die Heiligkeit des Einen hat die Heiligkeit des Anderen erkannt. Das waren noch Zeiten, kann man sagen! Danke für Ihre Information.

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