Heute am 25.12 beten wir für unsere Bischofskonferenz


1801-1-4 Champaigne Bon Pasteur

Es ist soweit: Die Bußpsalmen für die jeweilige Bischofskonferenz!

Nachdem wir theoretisch vorbereitet worden sind,[1] schreiten wir zum zweiten Mal zur Tat und beten das Offizium der Bußpsalmen mit der anschließenden Allerheiligenlitanei und den folgenden Gebeten für unsere Bischofskonferenzen. Abhängig vom eigenen Wohnort und der eigenen Diözese empfiehlt es sich für die eigene Bischofskonferenz zu beten, also die Deutschen für die deutsche, die Österreicher für die österreichische etc. Welche hat unser Gebet aber am meisten nötig? Wohl die deutsche, da sie die reichste und die zahlreichste ist, sowie in der ganzen Welt als die korrumpierteste Kirche gilt, welche mit Hilfe ihres Geldes, der Entwicklungshilfe (früher Mission genannt) und ihrer Stipendien (früher Theologiestudium genannt) andere Kirchen verdirbt. Ja, es stimmt leider und man kann es überall nachlesen und erfahren[2] Damit es zuerst auf der geistlichen Ebene besser wird und die Dämonen ein wenig vertrieben werden, müssen wir beten. Aber wie?

  • Auf den Knien,
  • Auf Lateinisch,
  • In einem Zug, d.h. alle vorgesehenen Gebete in einer „Session“.

Sollte jemand sich nicht ausreichend motiviert fühlen, dann möge er sich die Aussagen unserer Bischöfe nochmals durchlesen oder die Website der jeweiligen Bischofkonferenz besuchen. Sollte jemand von diesem Gebetsaufruf nicht betroffen fühlen, weil er sowieso viel zu tun hat und man solle nicht übertreiben, so verwirkt er hiermit jede Möglichkeit sich in der Zukunft über:

  • „die Amtskirche“,
  • „die Kirchensteuermafia“,
  • DBK, ÖBK und SBK
  • „die Konzilssekte“,
  • „die deuterovatikanische Sekte“
  • oder wie sie sonst genannt wird

zu beschweren, da er nicht dagegen unternommen hat. Ein kurzes und gelindes Fegefeuer scheint da ausgeschlossen zu sein.

Das konkrete Gebetsanliegen lautet: Wir bitten Gott, dass er den Bischöfen die notwendigen Gnadengaben gibt, damit sie endlich den katholischen Standpunkt in der Lehre und Moral vertreten.

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

Ad 4.

Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten.

Wenn wirklich nicht knien kann?

 

Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe.

Was ist, wenn man kein Latein kann?

 

Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt:

  • C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer
  • Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“)
  • Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“)
  • Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht.
  • X wie ks (capax – „kapaks“)
  • Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“)
  • Ch wie ch (charta – „charta“)
  • Ph wie f (philosophia – „filozofia“)
  • Rh wie r (rhombus – „rombus“)
  • Th wie t (thalamus – „talamus“)
  • I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“)
  • Y wie y (thymiana – „tymiana“)
  • V wie w (valde – „walde“)
  • S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“)
  • S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“)

Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit.

Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch.

Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an!

[1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.wordpress.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/

[2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/

[3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html

Beim Anklicken wird das Bild vergrößert

Buss 1

Buss 2

 

Buss 3Buss 4

Buss 5Buss 6

Und hier nochmals der Text zum Download

Sieben Bußpsalmen

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7 Gedanken zu “Heute am 25.12 beten wir für unsere Bischofskonferenz

  1. Ich lese Ihren Blog noch nicht so lange, daher hab ich heute zum 1. Mal mitgebetet. Allerdings hatte ich bei einigen Wörtern Probleme sie auszusprechen bzw. meine Ausdrucke zu lesen.

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    1. Es freut uns. Wir versuchen das nächste Mal die pdf-Dateien noch besser einzuscannen. Aber die können sich die Einzelbilder als jpg-Dateien ausdrucken lassen und die Skalierung anders einstellen, z.B. 90% dann haben Sie eine Doppelseite als querligende DIN A4 Seite. Besser geht es nicht.

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  2. Ich habe Ihren Blog vor einen Tagen entdeckt und habe mir vorgenommen künftig auch die Bußpsalmen für unsere Bischofskonferenz zu beten. Leider kann ich kein Latein, hatte es auch nie in der Schule, und wollte da nochmals nachhaken. Die Aussprache kann ich, im Großen und Ganzen, durch die Gebete in der Hl. Messe, ebenso sind mir einige Worte und Sätze geläufig. Die Grammatik beherrsche ich aber so gut wie gar nicht.
    Mich hat mein Vorhaben nun wieder dazu gebracht mich etwas mehr in das Kirchenlatein vertiefen zu wollen. Kennen Sie denn eine gute Anleitung, vielleicht ein gutes Lehrbuch, um sich das Kirchenlatein anzueignen?

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    1. @ MJ

      Beim Kirchenlatein handelt es sich um eine Spätform des klassischen Lateins, bei der nicht immer alle grammatikalischen und stilistischen Finessem zum Einsatz kommen, es sei denn man liest Lactantius, Hieronymus oder Augustinus. Dann kommen sie schon zum Tragen.

      Um Lateinisch mit Verständnis das Brevier beten zu können, womit hier die Psalmen, die Lesungen und die Kommentare der Kirchenväter gemeint sind, braucht ein durchschnittliche begabter Mensch mit einem einigermaßen kompetenten Lehrer vier Semester Lernzeit also in etwas zwei Jahre. Latein ist viel lernaufwendiger als die modernen Sprachen, die Grammatik ist einerseits komplizierter, andererseits viel mathematischer und logischer. Ich habe selbst Latein unterrichtet und war aufgrund des Lehrplans gezwungen zwei Jahre innerhalb von einem Jahr zu machen. Dies ging gut mit wirklich intelligenten und fleißigen Studenten, mit 80% jedoch nicht. Deswegen sehe ich diese zwei Jahre als realistisch an.

      Wie lernt man Latein?

      1. Sie lassen sich einen Privatlehrer nach Hause kommen, der sich an Ihre Bedürfnisse anpasst und das Lerntempo auch.
      2. Sie machen irgendwo einen Kurs mit: Volkshochschule oder an einer Unversität. Manche Hochschulen bieten es auch an Nichtstudenten an.
      3. Sie machen einen Fernkurs im Internet mit. Nachschauern Latein Fernkurs etc. Wir kennen uns aber auf diesem Markt nicht aus und wissen nicht, welcher Kurs hier empfehlenswert ist.

      Sie müssen mindestens 15 Minuten täglich, mindestens fünf mal die Woche fürs Lateinlernen aufwenden können, da Sie, besonders am Anfang, sehr viel auswendig lernen müssen. Haben Sie dann den grammatikalischen Grundstock erlernt, dann werden Sie selbstständig unter Aufsicht des Lehrers übersetzen müssen. Und dies ist eine Etappe, wo 90% der Lernenden irren.

      Man braucht eine 1 in Grammatik, um in zweier Bereich übersetzen zu können.
      Man braucht eine 2 in Grammatik, um in dreier Bereich – “ –
      – „“ – 3 – „“ – vierer Bereich – “ – .

      Da das divinum officium die deutsche Übersetzung langsam einführt, werden Sie eine Orientierungshilfe haben, was was bedeutet. Aber selbstständig zu übesetzen ist wirklich etwas anderes, weil man alle Nuancen des Textes auffassen kann.

      Aber es ist machbar und nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr befriedigend.

      Ich hoffe, dass ich Sie nicht entmutigt habe, aber man muss schon die Wahrheit sagen. Sollten Sie gleichzeitig das Brevier regelmäßig beten, so werden Sie sehr schnell Fortschritte machen, da Sie täglich Kontakt mit dieser Sprache haben werden. Es kann also auch schneller gehen, aber vier Semester ist der Normalfall.

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