Verpflichtung zur Vervollkommnung oder Perfektionismus ist etwas Gutes


Full title: The Assumption of the Virgin Artist: Francesco Botticini Date made: probably about 1475-6
Full title: The Assumption of the Virgin
Artist: Francesco Botticini
Date made: probably about 1475-6

Jedes Leben muss sich vervollkommnen

Es gibt manche Sätze in der vorkonziliaren, geistlichen Lektüre, welche dermaßen gegen den Zeitgeist und die politischen Korrektheit gehen, dass sie einerseits nicht nur für Aha-Effekte, sondern sogar für Erkenntnisblitze sorgen, sodass man gut daran tut sie anderen mitzuteilen. Denn in der Kirche hören wir, wie wir alle wissen, nur das „Miteinander“ und das „Bla-Bla-Bla“. Der Aha-Satz, welcher in Adolphe’s Tanquerey’s Précis de Théologie Ascétique et Mystique (Grundriss der Asketischen und Mystischen Theologie) zu lesen ist,[1] lautet auf Deutsch wie folgt:

„Jedes Leben muss sich vervollkommnen, aber vor allem das christliche Leben, welches, was seine Natur betrifft, vom Wesen her progressiv ist und sein Ende erst im Himmel erhält.“

„Tout vie doit se perfectionner, mais surtout la vie chrétienne, qui, d’après sa nature, est essentiellement progressive et n’atteindra son terme que dans le ciel.“[2]

Schon er erste Abschnitt macht die Sinne schwinden:

„Jedes Leben muss sich vervollkommnen […]“

Nicht nur manches, sondern jedes, nicht nur Mensch, sondern Leben, nicht nur sollte, sondern muss. So viel kategorischen Imperativ lässt sogar Kant erblassen. Bevor wir darlegen werden, dass unsere Kultur aus bestimmten Gründen gerade das Unvollkommene hochjubelt und der politische korrekte Satz lauten würde:

„Der moderne Mensch wird dazu angehalten möglichst unvollkommen zu bleiben und vor sich hin zu rotten, wobei dieser Satz nicht die Tiere, besonders nicht die Wale und die Natur als solche nicht betrifft, welcher wir zur ihrer Vollkommenheit dadurch verhelfen, dass wir den Menschen, den ökologischen Schädling, ausrotten.“

Bevor wir also dieses tun, so wollen wir uns fragen, ob der obige Satz überhaupt stimmt. Unter „Leben“ verstehen wir alles, was sich ernährt und fortpflanzt also die Pflanzen, Tiere samt Mikroorganismen und die Menschen. Der Satz „Jedes Leben muss sich vervollkommnen“ ist am Besten im Rahmenwerk der platonisch-aristotelischen Philosophie zu erläutern, in welcher, um es sehr vereinfacht darzulegen, jedes Wesen, nicht nur ein Lebewesen, danach strebt die eigene Form (entelecheia) zu verwirklichen. Diese Verwirklichung findet auf dem Kontinuum von der Möglichkeit (potentia) zur Verwirklichung (actus) statt. Anders formuliert ist die Möglichkeit das Unvollkommene, der Akt hingegen das Vollkommene und zwar für jedes Wesen auf seiner Entwicklungsstufen. So ist zum Beispiel eine Kaulquappe ein noch nicht verwirklichter Frosch. Die Kaulquappe ist also in der Potenz, der Frosch im Akt. Was ist aber die Vollkommenheit oder der Akt eines Frosches? Ein erwachsener, fortpflanzungsfähiger, glücklicher Frosch, der seine Frosch-Natur in seinem Frosch-Sein verwirklicht. Der Hl. Thomas von Aquin schreibt sogar, dass alle Dinge, wie Sterne, Sonne, Tiere, Pflanzen etc. dadurch Gott loben, dass sie einfach existieren.[3] Dies ist zwar kein Gebet im eigentlichen Sinne, denn dieses kommt nur den Menschen zu (Summ. Theol. 83 a. 10), aber ein Lob Gottes durch die bloße Existenz. So sagt der Psalm:

Caeli enarrant gloria Dei gloriam Dei et opera manuum eius adnuntiat firmamentum (Ps 18,2)

Die Himmel verkünden die Ehre Gottes und die Werke seiner Hände tut das Firmament kund (Ps 18,2)

Denn die Vollkommenheit der Schöpfung spiegelt die Vollkommenheit des Schöpfergottes wieder. Und deswegen wurde vor dem Konzil zur Sonntagslaudes, welche im Brevier an allen Festen und Heiligenfesten gebetet wurde, der Gesang der drei Jünglinge gebetet. Obwohl dieser Text sicherlich bekannt ist, so geben wir ihn hier in guter deutschen Übersetzung der Vulgata-Fassung wieder, wie er auf der divinum officium-Seite angegeben ist.

Gesang der drei Jünglinge

(Gesang der drei Jünglinge * Dan 3:57-75,56)

3:57 Lobet den Herrn, ihr alle Geschöpfe des Herrn; * ja lobt und erhebet in alle Ewigkeit ihn.

3:58 Lobet den Herrn, ihr sämtlichen Engel des Herrn; * lobe, du Himmel, den Herrn.

3:59 Lobet, ihr Wassermassen, die oben am Himmel ihr schwebet, den Herrn; * o lobet, ihr alle vom Herrn gebauten Fundamente der Welten, den Herrn.

3:60 Lobe, du Mond und Sonne, den Herrn; * o lobet, ihr Sterne am Himmel, den Herrn.

3:61 Lobe, du sämtlicher Regen und Nebel den Herrn; * o lobet auch, sämtliche Winde Gottes, den Herrn.

3:62 Lobe, du Feuer und Hitze, den Herrn; * o lobe, du Winter und Sommer, den Herrn.

3:63 Lobe, du Reif und ihr Tautropfen, den Herrn; * o lobe, du Frost und Kälte, den Herrn.

3:64 Lobe, du Eis und ihr Schneemassen, den Herrn; * o lobet, ihr Nächte und Tage, den Herrn.

3:65 Lobe, du Licht und Dunkel, den Herrn; * o lobet, ihr Blitze und Wolken den Herrn.

3:66 O lobe, du Erde, den Herrn; * ja, lob‘ und erhebe in Ewigkeit ihn.

3:67 Lobet, ihr Berge und ihr Fluren, den Herrn; * o lobet, all ihr keimenden Wesen der Erde, den Herrn.

3:68 Lobet, ihr Quellen den Herrn; * o lobet, ihr Meere und Flüsse, den Herrn.

3:69 Lobet, ihr Haie und alles, was sich im Wasser beweget, den Herrn; * o lobet, ihr sämtlichen Vögel des Himmels, den Herrn.

3:70 Lobe, du Wild und alle ihr zahmen Tiere, den Herrn; * o lobet auch ihr, o Menschenkinder, den Herrn.

3:71 Ganz Israel lobe den Herrn; * es lobe und erhebe in Ewigkeit ihn.

3:72 Lobet den Herrn, ihr Priester des Herrn; * o lobet den Herrn, ihr Diener des Herrn.

3:73 Lobet, ihr Herzen und Seelen der Kinder Gottes, den Herrn; * o lobet, dem Herrn Geweihte und ihm von Herzen Ergebene, alle den Herrn.

3:74 Ananias, Asarias und Misael, lobet den Herrn; * o lobt und erhebet in Ewigkeit ihn.

3:75 (Verbeugung) Lasst loben uns den Vater und den Sohn und auch den Heiligen Geist: * lasst loben uns und über alles preisen ihn in Ewigkeit.

3:56 Gelobt seist du auf deinem Himmelsthron, * dir kommt ja Lob und Preis und Ehre zu in Ewigkeit.

Dieser Text gibt wirklich am Besten das Lob der vollkommenen Schöpfung wieder, einen Lob, in welchen die Kirche selbst einstimmt, indem sie sich über das betreffende Fest oder das Heiligenfest freut. Auch bei den Gebeten nach der Heiligen Messe, die von Priestern vor dem Konzil gebetet werden sollten und mit Ablässen bedacht waren, wurde gerade der Gesang der drei Jünglinge gebetet. Warum gerade dann? Weil durch die Messe, das vollkommene Opfer, aber auch das höchste Lobesopfer, die Kirche in das allgemeine Lob der Schöpfung einstimmt. So führt die eine Vollkommenheit der Schöpfung zur anderen liturgische Vollkommenheit der Messe, beziehungsweise sie führt solange die Alte Messe die Messe der Kirche war.

Man könnte natürlich sich beschweren und sagen:

Ja, der Frosch hat es gut. Dadurch allein, dass er ein- und ausatmet lobt er Gott und wir müssen lateinische Breviere auf den Knien beten beziehungsweise nach einer Alten Messe suchen, die es selten gibt.

Nun ja, dafür kommen wir zur Anschauung Gottes und der Frosch nicht. Wir können liturgische Opfer bringen und er nicht. Das ist schon konsequent.

Und daher kann man wirklich sagen, dass tatsächlich alles Leben durch die eigene Entwicklung zur Vollkommenheit steuert und es sogar tun muss, um individuell zu überleben oder die Gattung zu verlängern. Wie soll man es denn anders als „Vervollkommnung“ nennen? Vervollkommnen bedeutet ja zum Besseren zu Streben. Natürlich ist die ganze Natur durch eine Teleologie also durch die Zielgerichtetheit ausgezeichnet, sowohl im Horizontalen, also im Leben des einzelnen Lebenswesens wie auch dem der Spezies, also auch Vertikal, also im Gesamtzusammenhang des ökologischen Systems. Dennoch hat die dumme Evolutionstheorie, welche von den axiomatischen, philosophischen und unbewiesenen Prämissen des (1) Zufalls und der (2) Weiterentwicklung der Spezies in eine neue Spezies ausgeht, dieses Bild der horizontalen und vertikalen Vervollkommnung erschüttert. Aber schon diese Prämissen sind widersprüchlich, denn wie kann Zufall (und was ist eigentlich „Zufall“?) etwas Zielgesteuertes und Sinnvolles ergeben? Wie kann also ein funktionierender und wunderbar funktionierender Sinn, denn die Lebewesen leben aus Unsinn also Zufall entstehen? Aber lassen wir vorerst die Evolutionstheorie beiseite und halten fest, dass tatsächlich aller Natur der Drang zur Verwirklichung ihrer Form, welche mit der eigenen Vervollkommnung gleichbedeutend ist, eingeschrieben ist. Der Gedanke eines Schöpfergottes oder eines „intelligenten Designers“, wie manche sagen, liegt hier sehr nahe.

Das christliche Leben muss sich progressiv vervollkommnen

Da es einen Schöpfergott gibt, welcher den Menschen ein Gnadenleben schenkt, so können sie der göttlichen Natur durch die Christusförmigkeit teilhaftig werden. Dennoch bleibt immer der ontische Unterschied zwischen Mensch und Gott bestehen. Mensch wird niemals Gott, sondern nur gottförmig und Sinne von Christusförmig. Denn durch die Taufe haben wir nicht nur Christus äußerlich „angezogen“, sondern wir wurden in die Kirche, den mystischen Leib Christi, eingepflanzt, den wir jetzt mit bilden. Und daher beeinflusst die Sünde oder die Heiligkeit eines jeden von uns den Zustand der Kirche, wie auch die Verfassung einer jeden Zelle oder eines Körperteils die Verfassung des ganzen Organismus beeinflusst. Da es aber im Körper Zellen oder Organe von größerer oder kleinere Bedeutung gibt, so beeinflusst die Sünde oder Heiligkeit eines Papstes, eines Kardinals oder eines Bischofs die Verfassung der Kirche viel mehr als die eines einfachen Gläubigen. Die Leber ist auch wichtiger als die Fingernägel. Und deswegen hat sich der Teufel leider so viele Hierarchen und Geistliche geschnappt, wie Muttergottes von La Salette sagte, damit er durch sie die Kirche verderben kann:

Viele werden den Glauben verlassen. Die Zahl der Priester und Ordensleute, die sich von der wahren Religion trennen, wird groß sein; unter diesen Personen werden sich selbst Bischöfe befinden.

Die Priester, Diener meines Sohnes, die Priester sind durch ihr schlechtes Leben, ihre Ehrfurchtslosigkeiten, ihre Pietätlosigkeit bei der Feier der heiligen Geheimnisse, durch ihre Liebe zum Gelde, zu Ehren und Vergnügungen Kloaken der Unreinigkeit geworden. Ja, die Priester fordern die Rache heraus, und die Rache schwebt über ihren Häuptern. Wehe den Priestern und den gottgeweihten Personen, die durch ihre Treulosigkeiten und ihr schlechtes Leben meinen Sohn von neuem kreuzigen! Die Sünden der gottgeweihten Personen schreien zum Himmel und rufen nach Rache, und siehe, die Rache ist vor ihren Türen; denn es gibt niemand mehr, der die Barmherzigkeit und die Verzeihung für das Volk erfleht; es gibt keine großherzigen Seelen mehr; es gibt niemand mehr, der würdig wäre, das makellose Opferlamm dem Ewigen zugunsten der Welt aufzuopfern. […]

Die Häupter, die Führer des Gottesvolkes, haben das Gebet und die Buße vernachlässigt, und der Dämon hat ihren Verstand verdunkelt; sie sind irrende Sterne geworden, die der alte Teufel mit seinem Schweife nach sich zieht, um sie zu verderben. […][4]

Dennoch kann die Heiligkeit eines Einzelnen und keines Hierarchen sehr viel ausrichten, siehe die Hl. Theresia von Lisieux, welche selbstbewusst sich vornahm das Herz der Kirche zu werden. Und sie hat es geschafft, indem sie die Marter ihres Ordenslebens mit Geduld ertrug. Weil sich eine junge Nonne in Lisieux wohl ätzendes Waschwasser von einer Mitschwester spritzen ließ, daher haben sich ganze Missionsländer bekehrt, weil durch dieses Opfer einer reinen Seele ein Feuerwerk der Heiligkeit für den ganzen mystischen Leib Christi, die Kirche, ausströmte. Es geht also. Der Teufel fürchtet heilige, reine Seelen sehr, wie dieselbe hl. Theresia auch schreibt, indem sie einen Traum erzählt, in dem sie sieht, wie kleine Teufel vor ihr, damals einem achtjährigen Kind, fliehen. Dies bedeutet, dass heutzutage die wenigen Gläubigen noch heiliger werden müssen, um die Kirche zu retten. Von unseren „Bischofsperlenbischöfen“ ist ja wenig zu erwarten. Unser aller Ziel ist die Heiligkeit im Moment des Todes und daher ist es ersichtlich, dass, wie Adolphe Tanquerey schreibt:

vor allem das christliche Leben, welches, was seine Natur betrifft, vom Wesen her progressiv ist und sein Ende erst im Himmel erhält. [5]

Bevor wir noch alle beim Adjektiv „progressiv“ Ausschlag bekommen, so bedeutet es einfach „nach vorne schreiten, im Sinne sich zum Besseren entwickeln“ von pro-gredi – „nach vorne gehen“. Es bedeutet nicht „nach etwas Neuem streben, weil es neu ist“. Neu ist nicht gleich besser oder gar gut, liebe Bischofskonferenzen. Das christliche Leben ist tatsächlich „der Natur nach progressiv“, weil man sich ja entwickeln muss, um vollkommener und geistlicher zur werden. Es gibt es Maß der Menschlichkeit – Christus und es gibt das Maß der Vollkommenheit – Gott. Christus sagt ja selbst:

Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. (Mt 5, 48)

Vollkommenheit ist also eine Christenpflicht: moralisch, geistlich, beruflich und jeder Hinsicht eben.

Warum die Welt Vollkommenheit verachtet?

 

Interessanterweise wird in der Pop-Kultur, die auf uns durch das Fernsehen, Internet, Presse und andere Medien einschlägt Perfektionismus verachtet und schlecht gemacht. Vielleicht weniger in Deutschland, wo der berufliche Perfektionismus immer noch hoch geschätzt wird, aber woanders durchaus. Schauen wir uns den erstbesten Film, der an Jugendliche gerichtet ist. Es erzählt von einem jungen Mädchen oder Jungen, der in eine Schule kommt und entweder von der „perfekten“ Clique abgelehnt wird oder dorthin gar nicht gelangen möchte. Warum? Weil sich unter dem Gepflegten, Christlichen und Republikanischen, das Letztere immer in den US-Filmen, etwas Bösartiges versteckt. Das beste Beispiel diesmal aus einem Erwachsenenfilm: „Stepford wives“ – „Die Frauen von Stepford“. Gute, kochende, gepflegte Frauen sind natürlich keine Frauen, sondern Roboter. Andere Filme geben ähnliche Erklärungen ab: Gehirnwäsche, Sekte, Drogen, kosmische Strahlung. Man ist also schlecht, wenn man gut ist. Das Gute steht unter Generalverdacht, ebenso wie das Perfekte und Schöne. Die Faulen, Schlechten, Bösartigen werden also in ihrer Haltung bekräftigt und losgesprochen. Das Schlechte ist das neue Gute. Es ist „modern“. Wessen Sicht ist das? Richtig, des Teufels. Er hat ja durch seinen Abfall seine Vollkommenheit, im Sinne der Zielgerichtetheit auf Gott, verloren, obwohl er als Geschöpf seine Eigenschaften nicht verloren hat. Und daher möchte er uns dazu „verhelfen“, dass wir keine Vollkommenheit anstreben, denn das Ziel einer jeder Vollkommenheit ist letztendlich Gott die summa perfectio – die höchste Vollkommenheit. Er will das wir schludrig, prohlig, ungepflegt, faul etc. und natürlich sündig bleiben. Die Todsünde, wie ein langjähriges Priesterkonkubinat, ist natürlich das Schönste. Hören Sie ihrem Pfarrer zu, wie er über das Vollkommene predigt und Sie wissen, wie er lebt. In den meisten Fällen ist das Streben nach der eigenen Vollkommenheit längst abgeschlossen. Man will ja „menschlich“ bleiben, wieder einmal ein gefährliches Nachkonzilswort, hinter dem sich im besten Fall Nachlässigkeit und geistige Faulheit die acedia versteckt, im Normalfall aber schwere Sünde. Dies ist die dämonische Vollkommenheit – die Anti-Vollkommenheit, siehe die hochgejubelten Rockstars, denn der Ausdruck „geile Sau“ ist zurzeit ein Kompliment.

Dennoch ist das Streben nach Vervollkommnung tatsächlich aller Kreatur, auch dem Menschen tief eingeschrieben, weil ihr das Ebenbild Gottes ebenfalls eingeschrieben ist. Streben wir also nach Vollkommenheit in allen Dingen, da haben wir ein ausgefülltes und glückliches Leben. Das Einzige, was uns daran hindert, ist unsere eigene Faulheit, immer vom Teufel begünstigt. Und hiermit starten wir in ein vollkommenes Weihnachten, welches sich von Jahr zu Jahr immer vervollkommnen kann.

[1] Sehr empfehlenswert, auf Deutsch antiquarisch, auf Englisch bei z.B amazon.de erhältlich http://www.amazon.de/Spiritual-Life-Treatise-Ascetical-Mystical/dp/0895558947/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1450602201&sr=8-3&keywords=Tanquerey Sehr dicht geschrieben, eher was für Fachleute.

[2] Tanquerey A., Précis de Théologie Ascétique et Mystique, Paris: Desclée & Co. 1924, 203.

[3] Vgl. Summ. Theol. ,IIª-IIae q. 83 a. 10 ad 3, Ia, q. 63. 3 c.

[4] http://www.herzmariens.de/Mystik/lasalette.htm

[5] Tanquerey A., Précis de Théologie Ascétique et Mystique, Paris: Desclée & Co. 1924, 203.

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5 Gedanken zu “Verpflichtung zur Vervollkommnung oder Perfektionismus ist etwas Gutes

  1. Die christliche Mystik (aus Asien) und die keltische Mystik (aus Europa) sind gleichwertig. Viele religiöse Vorstellungen sind überholt. Zum Beispiel wurde die Welt nicht “erschaffen”, sondern existiert von Natur aus (und seit ewig). Nach jetzigem Stand der Erkenntnis ist das Unbewusste göttlich. Ein Mensch sollte u. a. seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, viel Sport zu machen, berufliche und andere Herausforderungen zu meistern, immer mehr für den Naturschutz zu tun usw. Und dann sollte man Autosuggestion anwenden, Ereignisse (z. B. Träume) deuten und die Halbträume der Aufwachphase beeinflussen. Dies gehört zur ersten Stufe. Dann kommt die zweite Stufe, die dritte Stufe usw. Autosuggestion und andere Techniken können nur Hilfsmittel sein; das Wesentliche ist das Wirken Gottes. Künstliche Bewusstseinsveränderung (z. B. Hypnose), Präkognition usw. sind gefährlich. Bestimmte Yoga-Techniken, luzides Träumen usw. sind schädlich, wenn man die nötige Reife nicht hat.

    Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. unter Umständen gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Zudem müssen die Gefahren der Technologie immer weiter verringert werden. Es ist z. B. falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Es ist sinnvoll, Faktor-X-Technologien (z. B. 0,3-Liter-Einsitzer-Autos, Linsermethode gegen Krampfadern) zu fördern. Die Verkehrsprobleme werden wesentlich reduziert, wenn fast jeder Mensch mit einem Motorrad o. ä. fährt, anstatt mit einem Viersitzer-Auto. Man sollte in einer Region leben mit wenig Kälte und viel Sonne. Dies hat u. a. den Vorteil, dass man wegen der Sonne weniger Nahrung benötigt. Es ist sinnvoll in einem Mobilheim zu wohnen. Die vorgenannten Maßnahmen gehören zur ersten Stufe. Dann kommt die zweite Stufe, die dritte Stufe usw.

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  2. Neben dem sehr zu empfehlenden Tanquerey würde ich vor allem zum noch tiefgründigeren Garrigou-Lagrange, Des Christen Weg zu Gott („Les trois âges de la vie intérieure“) raten. Vielen Dank für den Beitrag!

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