Worum es bei der Herbstsynode wirklich geht? (2) Sägen am eigenen Ast.


Memling Weltgericht

Sägen am eigenen Ast

Welche Organisation würde die Gesetze der Logik und des gesunden Menschenverstandes lädieren wollen, indem sie für ein Prozent der Mitglieder, welche die inneren und äußeren Gesetze dieser Organisation schwerwiegend missachten diese Gesetze aufheben oder aushebeln wollte? Man würde doch damit riskieren, dass die übrigen 99 % der „Gerechten“ diese widersprüchliche Doppelmoral nicht akzeptieren werden und diese Organisation als selbstwidersprüchlich und selbstzerstörerisch verlassen. Denn wer wird durch diese neue Gesetzgebung, welche Gott verhüten möge, am meisten benachteiligt? Diejenigen, die sich bemühen nach den Gesetzen Gottes zu leben und wenn sie fallen ihre Sünde als solche anerkennen. Sie sind tatsächlich besser als die übrigen, da sie, aufgrund ihres Glaubens die Situation (1) bis (3) für sich, vielleicht auch nach großen Kämpfen, ausgeschlossen oder aufgegeben haben. All dieser Kampf und dieses Opfer wird jetzt nichts mehr vor Gott und den Menschen gelten, da für diejenigen, die sich nicht an die Grundgesetze halten diese Grundgesetze aufgehoben werden. Stellen wir uns vor der Grundsatz einer Behörde lautet keine Korruption zu begehen, da sonst Kündigung droht. Dennoch entscheidet diese Behörde bei der Beibehaltung des Grundsatzes der Unkorrumpierbarkeit, gegenüber den 20-30 % der Korrupten keine Sanktionen zu verhängen und bei dieser Minderheit die Korruption de facto zuzulassen. Diese Entscheidung würde den Sinn dieser Behörde aufheben, da sie nur nach dem Gutdünken der Geldgeber und nicht nach dem öffentlichen Wohl entscheiden würde und wohl zur Kündigung oder ganz großem Verdruss der nicht korrupten Beamten führen. Die Entscheidung für eine kleine Minderheit die Gesetzgebung, welche den Erhalt des Ganzen sichert, aufzugeben, käme einer völligen Aufhebung der Logik und konsequenterweise einer Anarchie gleich.

Zum kirchlichen Kontext zurückkehrend, muss man leider sagen, dass auf der berühmten „pastoralen“ Ebene die Lösung die Angehörigen der Gruppe (1) bis (3) zu den Sakramenten zuzulassen schon lange von den angeblich „barmherzig-fortschrittlichen“ Priestern mehr oder weniger im Geheimen praktiziert wurde. Papst Franziskus riet ja selbst in seinem berühmten Telefonat einer in einer zweiten Ehe lebenden Frau eine andere Gemeinde aufzusuchen, um dort zu kommunizieren.[1] Wahrscheinlich hat er nicht zum ersten Mal solch einen Rat gegeben. Aber gerade durch solche Ratschläge machen diese Priester (es gibt hoffentlich noch andere) diese Menschen, die ihnen vertrauen, dass sie sie ja fragen, „doppelt der Hölle schuldig“ (vgl. Mt 23, 15) und sich selbst natürlich auch mit. Jetzt aber soll es amtlich, legal und offiziell werden.

Und warum taten diese Priester das alles? Weil sie selbst seit vielen Jahren der Gruppe (1) bis (3) angehören, hauptsächlich der Gruppe (2), d.h. notorisches Konkubinat, oft der Gruppe (3), d.h. Homosexualität und manchmal der Gruppe (1), d.h. notorischer Ehebruch, da oft die Konkubine verheiratet oder geschieden und wieder verheiratet ist. Man predigt ja nicht anders als man selbst lebt nicht nur aufgrund der angeblichen Fairness, sondern aufgrund der tatsächlich gegebenen Erpressbarkeit. Und so lebt man jahrzehntelang in der Grundeinstellung: „Ich tue dir nichts, so tue du auch mir nichts“. Wenn man dann noch die „richtigen“ Mitarbeiter aussucht, natürlich auch der Gruppe (1) bis (3) zugehörig, dann wäscht jahrelang die eine Hand die andere und man bleibt unter sich und unentdeckt. Dies sind die psychologischen Gründe der so genannten „neuen Barmherzigkeit“, da die alte und eigentliche Barmherzigkeit eine mögliche Aussetzung der Strafe aufgrund der Reue, Sühne und Umkehr voraussetzte. Das eine Schaf wird ja zu den 99 übrigen zurückgeholt und es muss sich weiterhin den Regeln der Herde unterordnen. Die 99 Schafe werden nicht vertrieben oder den Wölfen übergeben, an denen man auch die Barmherzigkeit üben möchte.

[1] http://blog.zdf.de/papstgefluester/2014/04/24/das-problem-mit-dem-telefon/ http://www.katholisches.info/2014/04/24/vatikan-bestaetigt-umstrittenes-telefonat-verweigert-aber-richtigstellung/

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