Worum es bei der Herbstsynode wirklich geht? (1) Forderungen der progressiven und katholische Moral


Memling WeltgerichtWorin besteht nach Mediator Dei die wahre Barmherzigkeit Gottes? Sie besteht darin „das Menschengeschlecht mit übernatürlichen Wohltaten zu überhäufen“ (Mediator Dei, 212). Sie besteht also nicht darin Menschen, die in Todsünde leben noch zu weiteren Todsünden, d.h. zum Sakrileg und zur Blasphemie, zu verleiten. Sie besteht nicht darin die von Gott geoffenbarten Gebote und Werte umzuetikettieren, um das Falsche und Böse als Richtiges und Gutes auszugeben. Niemand kann das tun: kein Papst, da er damit eine formale Häresie in forum externum begeht und damit, nach Robert Bellarmin und anderen,[1] ipso facto aufhört ein Papst zu sein; kein Kardinal, kein Bischof, keine Synode und kein Konzil. In diesem Kontext kommt uns das Wort des Heilands in den Sinn, welches vielleicht gerade für diese Zeiten vorgesehen war:

 „Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr zieht über Land und Meer, um einen einzigen Menschen für euren Glauben zu gewinnen; und wenn er gewonnen ist, dann macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, der doppelt so schlimm ist wie ihr selbst.“ (Mt 23,15)

 Man muss die jetzigen Postulate des Papstes,[2] mancher Kardinäle und mancher Bischöfe einfach aus einer geistlichen Perspektive heraus sehen und beurteilen, denn aus der menschlichen und rationalen Perspektive heraus betrachtet, machen sie überhaupt keinen Sinn. Es geht um die Forderungen der Wertschätzung und Kommunionzulassung von:

  1. „Wiederverheirateten Geschiedenen“, im Klartext: von notorischen Ehebrechern.
  2. „Anerkennung anderer Formen des menschlichen Zusammenlebens“, im Klartext: von notorischen Konkubinariern.
  3. Homosexuellen, im Klartext: von notorischen Sodomiten.

Ad 1. „Wiederverheiratete Geschiedene“

In diesem Falle haben wir mindestens mit drei Todsünden zu tun:

  • mit der Todsünde des Ehebruchs,
  • mit der Todsünde des öffentlichen Ärgernisses und
  • mit der Todsünde der Verstockung, da man ansonsten in diesem Zustand nicht verbleiben würde.

Ad 2. Konkubinat

In diesem Falle haben wir es ebenfalls mit mindestens drei Todsünden zu tun:

  • mit der Todsünde der vor- oder außerehelichen Unzucht/Unkeuschheit,
  • mit der Todsünde des öffentlichen Ärgernisses und
  • mit der Todsünde der Verstockung, da man ebenfalls ansonsten in diesem Zustand nicht verbleiben würde. Oft steht ja, außer den eigenen Ängsten, nichts einer sakramentalne Ehe im Wege.

Ad 3. Homosexualität

In diesem Falle haben wir mindestens mit drei Todsünden zu tun:

  • mit der Todsünde der Sünde gegen die Natur in allen möglichen Schattierungen und Stufen der Perversion,
  • mit der Todsünde des öffentlichen Ärgernisses und
  • mit der Todsünde der Verstockung, da man ansonsten in diesem Zustand ebenfalls nicht verbleiben würde.

Dies ist die katholische Moralehre. Wir sprechen hier im Kontext von (1) bis (3) über das Sittenleben von Katholiken, von Menschen also die offiziell nicht exkommuniziert sind, sich in irgendeiner Weise zur Kirche zugehörig fühlen, da sie ihre Sakramente empfangen möchten. „Als Katholik darf man das nicht“, sagt der tolerante Ungläubige und er hat recht, denn ein Todsünder ist kein Glied der Kirche. Entweder also man ist Katholik und man macht es nicht oder man macht es und man ist kein Katholik mehr. Tertium non datur! Jeder, der mit Katholiken der Gruppen (1) bis (3) zu tun hat, weiß, dass sie wirklich ganz genau wissen, dass sie schwer sündigen und sich deswegen schuldig fühlen. Diese Schuldgefühle können sich verschieden äußern. Meistens ist es der Hass auf die Kirche, welche durch ihre Lehre die innere Dunkelheit des Sünders offenbart. Dieser Hass offenbart sich auch sehr konkret allen anwesenden Katholiken gegenüber und der Schreiber dieser Zeilen bekommt fast immer diese Hassausbrüche zu spüren, welche oft nicht persönlich gemeint sind. Interessanterweise fühlen sich auch Ungläubige und Ungetaufte, die nach 1 bis 3 leben ebenfalls schuldig. Schuldig fühlen sich auch getaufte Nichtkatholiken.

Diese Reaktionen sprechen wirklich auf der ganz existenziellen Ebene für die Wahrheit der katholischen Religion. Denn warum sollte sich jemand gegenüber etwas schuldig und von etwas angegriffen fühlen, wenn er es für einen ausgemachten Unsinn hält. So fühlt sich der Schreiber dieser Zeilen überhaupt nicht schuldig, weil er nicht nach den Geboten der Mormonen oder der Moon-Sekte lebt. Bei Katholizismus jedoch gehen gleich alle hoch. In Todsünde lebende Katholiken, ohne sich auf der moralisch-theologischen Qualifikation ihrer Taten auf der intellektuellen Ebene klar bewusst zu sein (sie tun es dennoch auf der unbewussten Ebene), fühlen sich wirklich auf der existenziellen Ebene sehr schuldig. Dies ist auch richtig, da die Scham und das Schuldgefühl etwas der Natur überhaupt Eingeschriebenes ist. Nicht nur Menschen auch Tiere haben Schuldgefühle, wenn sie etwas Verkehrtes getan haben. Daher meiden die schweren Sünder sozusagen instinktiv und von sich aus das Heilige, besonders die heilige Kommunion, dass sie sich ihrer zu Recht unwürdig fühlen. Sie spüren auch, dass der Empfang der Kommunion ohne die rechte Disposition, d.h. in der Todsünde, eine zusätzliche schwere Sünde des Sakrilegs ist. So sieht es von der gefühlt moralischen Seite aus.

Statistisch betrachtet, sieht es aber so aus, dass Menschen,

(1) die im permanenten Ehebruch leben, d.h. die so genannten „wiederverheirateten Geschiedenen“,

(2) die Konkubinarier und

(3) die Homosexuellen

sich von sich aus von der Kirche abwenden und nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen. Wir haben zurzeit keine Statistiken hierzu zur Hand, können uns aber vorstellen, dass diese „freiwillige Exkommunizierung“ wohl 90 % aller Betroffenen betrifft. Von den übrig gebliebenen 10 % sind vielleicht 1 bis 2 % weiterhin am Sakramentempfang interessiert. Wir gehen doch stark davon aus, dass die Gruppe (1) bis (3) eine Minderheit unter den Katholiken bildet. Rechnen wir wirklich sehr großzügig damit, dass die Gruppe (1) bis (3) 49 % aller Katholiken bildet, so wird sie in Wirklichkeit wahrscheinlich eher 25 % bis 33 % (nach den Gaußschen Gesetzen der Normalverteilung)[3] aller Katholiken ausmachen. Wir sprechen also hier von einer „Klientel“ von 0,25% bis 0,33 % beziehungsweise von 2,5 % bis 3,3 % und sehr großzügig gerechnet von 0,49% bis 4,9 % aller Katholiken, für welche nach dem Willen mancher Synodenväter die Lehre Christi und die kirchliche Disziplin geändert werden soll. Es ist also eine verschwindend kleine Minderheit, für welche man die übrigen 94,9% bis 99, 75% Katholiken diskriminiert, welche auch sündigen und gegen viele Versuchungen ankämpfen, aber nicht in einer permanenten Todsünde der Art (1) bis (3) leben und in diesem Zustand von sich aus eine sakrilegische Kommunion empfangen wollen. Die meisten Angehörigen der Gruppe (1) bis (3) haben davor noch Angst.

[1] Mehr dazu http://www.cfnews.org/page88/files/d9316b1dfdf813d95b197bee8640f489-219.html

[2] Ja, es sind wirklich seine. http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/08/progressive-exultation-this-pope-will.html

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Normalverteilung

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13 Gedanken zu “Worum es bei der Herbstsynode wirklich geht? (1) Forderungen der progressiven und katholische Moral

  1. Also diesen Unsinn muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen, den sie hier schreiben. Ich habe schon lange in den diversen Foren ihre Kommentare verfolgt und habe mir immer wieder gedacht wie kann man nur zu so einer Überzeugung kommen. Mir ist ja schon lange bewusst, dass die konservativen Christen sehr weit von der Lehre Jesus Christus weg sind und eigentlich noch nie ihren Hausverstand benützt haben, da sie dem Gehorsam verpflichtet sind und alles Glauben was ihnen die hohe Geistlichkeit eingeredet haben.
    Würden sie nämlich die Evangelien aufmerksam lesen und ihren Hausverstand benützen würden sie sehr schnell dahinter kommen, wie sie hinter das Licht geführt werden. Ganz einfaches Beispiel welches alles der Lüge überführt, was nur irgend einer von der hohen Geistlichkeit von sich gibt. Jesus hat gesagt, verkauft alles und folgt mir nach! Die Kirche ist eines der reichsten Unternehmungen auf der Welt. Nichts von Armut und der gleichen! Sie brauchen nicht versuchen hier zu argumentieren. Hier gibt es nichts daran zu rütteln genau so wie sie es mit den
    (1) die im permanenten Ehebruch leben, d.h. die so genannten „wiederverheirateten Geschiedenen“,
    (2) die Konkubinarier und
    (3) die Homosexuellen
    machen! Hier gibt es für sie auch keinen Spielraum! Obwohl sie keinen Beweis von der Bibel haben, was Jesus wirklich gesagt hat!
    Denn Jesus Christus hat, obwohl er Gottes Sohn ist und um alles Bescheid wusste, vor allem über die Zukunft der Menschen, selbst kein einziges schriftliches Wort hinterlassen? Die Behauptung, die Heilige Schrift sind die Worte Jesu ist nicht länger aufrecht zu halten und hängt direkt zusammen mit dem Verhalten von Jesus gegenüber dem schriftlichem Wort, dass ja Jesus sehr wohl bekannt war. Jesus wusste um die Beschränktheit des Alten Testaments bescheid! (Beispiele: Adam und Eva, Sintflut, Sodom und Gomorra usw.) Jesus wusste doch, wie es später zugehen wird um den Glauben, wie sehr um die Wahrheiten gestritten und sogar Kriege geführt werden und doch hat er es nicht der Mühe wertgefunden uns ein paar schriftliche Worte zu hinterlassen. !!!Achtung – wohl gemerkt Gottes Sohn!!!! Wenn man heute den ganzen Streit sieht zwischen den Klerikern und Theologen, dann sollte man doch auch berücksichtigen, das die Menschen die die Evangelien geschrieben haben, Jesus nie gesehen oder gekannt haben.
    Nur so viel über Glaubenswahrheiten!
    Was sie über die Minderheiten und Mehrheiten der Christen schreiben schlägt dem Fass den Boden aus. Wie kommen sie zu dieser Rechnung, wo sind sie in die Schule gegangen. Wenn man das so liest, zweifelt man sogar daran, ob sie jemals in die Schule gegangen sind. Sie haben da sicher die Rechnung mit den Gläubigen ihres Schlages verwechselt. Das würde nämlich hinkommen, wobei der Prozentsatz sicher noch um einiges zu hoch wäre. Denn Menschen die der gleichen Überzeugung sind wie sie, gibt es nur im Promillebereich, aber lassen wir es bei 0,1% der christlichen Weltbevölkerung, dann sind es schon sehr viele. Jetzt rechne ich ihnen etwas vor. Wenn sie die konservativen Foren im Internet her nehmen und dort schauen wie viele es gibt die ihre Meinung vertreten werden sie auf weniger als 0,1% kommen. Nehmen sie nur die Foren kath.net, Gloria.TV und Katholisches.info her und wieviele verschiedene Kommentare dort abgegeben werden, wird ihnen vielleicht einiges klar. Wenn sie auf 300 Personen kommen, wird es schon sehr viel sein. Wenn es jetzt im deutschen Sprachraum ca. 26 Millionen katholische Christen gibt, dann sind 0,1% genau 26.000 Menschen. Da sind 300 Menschen nicht einmal 1 Promille! Also würde ich einmal versuchen, sich mit einem Menschen in Verbindung setzen, der ein wenig Mathematik kann und ihre Rechnung richtig stellen kann. Wenn man das Kirchenvolksbegehren von Österreich her nimmt, haben dort 500.000 unterschreiben und wenn man die Zahl hernimmt die noch am Sonntag in die Kirche gehen (ca. 800.000!), dann kommen wir auch auf über 50% die eine andere Kirche wollen.
    Ich habe mir zwar jetzt die Mühe gemacht und versucht ihnen darzulegen, was so konservative Christen von sich geben und wie viel daran wahr ist. Mir ist auch klar, weil ich das jetzt schon zur genüge kenne, dass sie diesen Kommentar nicht veröffentlichen. Da bei den Konservativen nicht sein kann was nicht sein darf. Aber zu ihrem Trost, ihre Rasse wird zwar nicht aussterben, da Dummheit nicht ausstirbt, aber ich denke das sie in ein paar Jahrhunderten nicht mehr gehört werden, weil sie nicht einmal mehr im Promillebereich sein werden. Aber irgendwo werden sie diesen Kommentar einmal im Internet begegnen.
    Wenn sie wollen können sie mir auch privat schreiben! Ich werde ihn sicher lesen, sowie ich immer wieder in diesen Foren lese und staune welchen Unsinn die Menschen anderen einreden möchten. Dass es nicht mehr funktioniert wie in der Vergangenheit, sieht man an der kath. Kirche. Sie wird einmal als Mahnmal dastehen für die Menschheit, wie Glaube nicht gelebt werden soll. Deshalb hat auch meiner Meinung nach Jesus Christus kein schriftliches Wort hinterlassen.
    Mit aufrichtigem Gruß und Gottes reichsten Segen
    Hartwig Hofmeister
    hoha@tele2.at

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  2. Jetzt bin ich wirklich platt über ihre Entscheidung, meinen Beitrag zu veröffentlichen! Hätte ich mir nie im Leben vorstellen können, da ich es schon ihn mehreren Foren probiert habe und nirgendwo ist nur eine Zeile von mir veröffentlicht worden. Natürlich meinte ich nur kritische Zeilen!
    Von wo nehmen sie Ihren Mut her das zu tun?
    Wobei ich mich schon freuen würde wenn ich mit meinem Beitrag in der Luft zerrissen werde, mit Argumenten die sehr stichhaltig wären.

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    1. @ hofmeisterhartwig

      Sie erhöhen sicherlich Ihre Chancen irgendwo veröffentlicht zu werden nicht dadurch, indem Sie die Blogbetreiber ad personam beschimpfen und beleidigen. Diese können immer antworten: „Ja, Sie haben Recht. Ich habe überhaupt keine Schulbildung. Kann weder lesen noch schreiben und daher werde ich nicht zu Ihren Ausführungen Stellung nehmen“.

      Was in der Luft zerreissen anbelangt, so sind Ihnen die Grundsätze der katholischen Theologie gänzlich unbekannt.

      Theologie ist ein axiomatisches System, welches, wie Logik oder Mathematik, bestimmte Vorraussetzungen unbewiesen vorraussetzt, welche sich dann im Verlauf der Beweisführung selbst verifizieren. Kann einfach ausgedrückt. Katholische Theologie setzt auch Formallogik und Philosophie und zwar recht gründliche vorraus, samt Metaphysik und Erkenntnislehre und akzeptiert nur die Lösungen mancher Philosophen, während sie andere verwirft.

      Vorraussetzung nr. 1

      Es gibt eine Wahrheit, welche nicht vom Mehrheitsbeschluß abhängt. Wahr ist etwas, wenn es wahr ist und nicht wieviele Menschen es für wahr halten. So können Sie sich sicherlich an Ihre Schulzeit erinnern, dass nur wenige oder nur ein einzelner Schüler in Mathematik, Physik, Chemie oder Logik die richtige Lösung hatte. Wenn es auch alle anderen ähnlich falsch hatten, dann war es dennoch falsch und die Übereinstimmung resultierte daher, dass sie alle einen falschen Lösungsweg gewählt haben.

      Ebenso ist es in der Theologie oder im Glauben, auch wenn alle Welt etwas Falsches sagt, dann bleibt es falsch.

      Was ist denn Falsch`? Etwas, was mit dem Vorbild oder Muster nicht übereinstimmt.

      Es gibt eine Wahrheit und nur die eine Wahrheit, gäbe es zwei Wahrheiten, dann wäre die eine wahrer als die andere und somit eine wäre falsch und die andere wohl richtig oder auch beide wären falsch. Aber um dies behauptetn zu können, müssten wir wissen, wie es wahr aussieht, um etwas als Falsches bezeichnen zu können.

      In allen anderen Bereichen, Jura, Naturwissenschaften etc. wird mit dem aristotelischen Wahrheitsbegriff, der sog. Adequationstheorie gearbeitet. Kurz und gut: es gibt das Objektiv Wahre, welches wir erkennen können. Der Fehler liegt bei uns, auf dem Wege der Erkenntnis, wenn wir etwas deswegen falsch erkennen, da wir die falschen Erkenntniskategorien anwenden. Z. B. ich will die Wassertemperatur mit dem Geiger-Zählen messen, brauche aber in Termometer.

      Hinter dem Adequationsbegriff der Wahrheit steckt die sich einer objektiven Ordnung, welche in Gott verankert ist. Dies ist, vielleicht ohne Gott, die Sicht der Naturwissenschaften. Wir erkennen die Gesetze der Natur, weil es sie gibt, sie sind nicht beliebig oder demokratisch umstimmbar.

      Vorraussetzung nr 2

      Sie kennen den katholischen Offenbarungs- und Traditionsbegriff nicht.

      Jesus Christus hat deswegen nichts Schriftliches hinterlassen, da eine Schrift von verschiedenen Interpretationsansätzen abhängt. Jeder liest ein Buch durch das Prisma seines Ich.

      Deswegen hat unser Heiland Zeugen, d.h. die Apostel, hinterlassen, welche nicht nur in seinem Sinne die Ereignisse seines Lebens sahen und interpretierten, sondern auch die wahren Interpretatoren seiner Lehre waren. In diesen Sätzen habe ich in etwa 200 Seiten katholischer Fundamentaltheologie zusammengefasst, daher ist es notgedrungen sehr vereinfacht.

      Aber Christentum ist keine Handbuch-Religion, sondern die Übertragung einer spirituellen Einübung, Vollmacht, Tradition, man nimmt sozusagen die Heiligkeit von jemanden auf und führt sie weiter, weil dieser an der Quelle der Heiligkeit „weidete“. Daher war die mündliche Tradition der Worte aber auch Taten (Liturgie) der Apostel vor der Niederschrift des Neuen Testaments, dessen letzte Bücher um das Jahr 90 niedergeschrieben wurden. Davor gab es aber auch Kirche. Im katholischen Verständnis war die Tradition, d.h. die praktische mündliche Weitergabe, immer der niedergeschriebenen Offenbarung gleich, weil es immer Menschen geben musste, welche vom Heiligen Geist geführt, sagen konnten: Wie liest man diese Passage richtig?

      Bestimmt Passagen der Schrift erkennt man nur in der Heiligkeit und durch die Heiligkeit.

      Es ist also irrelevant, dass Jesus nicht Schriftliches hinterlassen hatte, um Ihre Redeweise zu benutzen.

      Unsere Einstellung ist: Wir halten die Worte unseres Religionsgründers hoch, der die wahre Religion verkündet hatte, das er Gott und Mensch war, für unsere Sünden gestorben und auferstanden ist, wodurch er seine Sendung von Gott bewiesen hatte.

      Daher können wir Gott nicht untreu werden, um den Menschen zu gefallen.

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  3. Wir halten die Worte unseres Religionsgründers hoch, der die wahre Religion verkündet hatte, das er Gott und Mensch war, für unsere Sünden gestorben und auferstanden ist, wodurch er seine Sendung von Gott bewiesen hatte. !!! Sind ihre Worte !!!
    Wie können sie seine Worte hoch halten, wenn er keine hinterlassen hat.
    Sie haben doch auch geschrieben: „Jeder liest ein Buch durch das Prisma seines Ich.“
    Und ich sage: “ Jeder schreibt ein Buch durch das Prisma seines ICH!“ Also haben die Schreiber ihre Interpretation in ihre Berichte geschrieben und nicht was Jesus gesagt hat, da sie ihn gar nicht kannten!
    Wenn sie vielleicht aufmerksam das Evangelium gelesen haben, dann werden sie auch auf die Stellen gestoßen sein, wo man gemerkt hat, dass die Jünger einigemale Jesus nicht verstanden haben. Mk 10,41-45 (nur als Beispiel!) Wenn die Jünger Jesus schon nicht verstanden haben, wie sollen dann die anderen die Jesus nicht persönlich gekannt haben, alles verstanden haben.
    Die Krönung von ihren Aussagen ist dieser Satz, der einiges beweist! „Jesus Christus hat deswegen nichts Schriftliches hinterlassen, da eine Schrift von verschiedenen Interpretationsansätzen abhängt.“ Wenn sie mir hier noch ein paar Theologen bringen, die diesen Satz so erklären können, dass er auch verstanden werden kann, dann haben sie gewonnen und die Sonne dreht sich ab dann um die Erde, da ja eine Schrift von verschiedenen Interpretationsansätzen abhängt! Wenn mehrere Theologen verschiedene Interpretationsansätze für den Verlauf von der Sonne machen, dann wird es lehramtlich!
    Bin ich jetzt Gott untreu geworden durch meine Meinung! Ich glaube nicht nur sondern ich weiß es sogar, dass ich unserem Gott nicht untreu geworden bin! Denn ich glaube an Gott, aber nicht an die Kirche, weil sie für mich eine Organisation ist, die nur auf sich schaut und sonst auf nichts anderes!

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    1. @hofmeisterhartwig

      Eine ausführliche Antwort auf Ihre Einwände wird noch hier sicherlich innerhalb des Traktates über die Offenbarung folgen und wahrscheinlich über hundert Seiten betragen. Heute ist eine längere Antwort nicht möglich.

      Sie haben keinen katholischen Offenbarungsbegriff, der in etwa so lautet: Gott hat sich durch Menschen, die sein Wort niedergeschrieben haben, offenbart. Demnach hat:
      1. Gott selbst nichts niedergeschrieben.
      2. Jesus Christus, Gottes Sohn, nichts selbst niedergeschrieben.
      3. Der Heilige Geist hat auch nichts selbst niedergeschrieben.

      Ferner müsste man den Begriff der Inspiration erläutern, wonach der Heilige Geist die heiligen Schriftsteller also die Verfasser des Alten und Neuen Testaments zwar inspiriert hat, es aber ihnen wortwörtlich nichts diktiert hat. Katholizismus hat eine inkarnatorische oder theandrische, dh. Gott-menschliche Grundstruktur. Dies bedeutet, dass der Mensch mit Gott „mitarbeitet“.

      Daher glauben Katholiken nicht, wie etwa die Mormonen, dass ein fertig geschriebenes Buch vom Himmel gefallen ist oder fertig aufgefunden wurde. Ferner wird die Niederschrift der heiligen Schriften als keine rein literarisch-fiktive Tätigkeit wie die eines Romanschreibers gesehen. Dazu gibt es mehrere lehramtliche Dokumente und wirklich viel Literatur.

      Wenn Sie annehmen, dass die Berichte nicht die Worte Jesu wiedergeben, wie die sogenannte „Leben Jesu Forschung“ uns einreden will, warum dann nicht einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass Jesus gänzlich erfunden wurde, eine fiktive Gestalt ist, die sich mehrere Leute erdacht haben, um 2000 Jahre später in Deutschland die Kirchensteuer zu kassieren. Möglich wäres es, wie die Alienentführung.

      Angenommen Jesus Christus hätte selbst etwas geschrieben, dann könnte auch diese Tätigkeit infrage gestellt werden, da weder Sie noch ich dabei waren und ihn die ganze Zeit beobachten konnten. Vielleicht hatte er einen Ghostwriter? Vielleicht hat er von anderen abgekupfert? In welcher Sprache hätte er denn schreiben sollen? Auf Hebräisch, Aramäisch, Griechisch, Latein, Schwäbisch? Mit welcher Wortwahl, mit welchem Stil? Zu gebildet, zu wenig gebildet etc. etc. Wahrscheinlich deswegen hat er das Schreiben seinen Schülern überlassen.

      Sie vergessen, dass es die Sendung des Heiligen Geistes gab, welche dazu führte, dass die Jünger sich an seine Worte erinnern konnten und sie endlich verstanden haben.

      Christus selbst hat ja in Gleichnissen gesprochen und wollte auch nicht, dass ihn sogleich alle versehen, sondern nur diejenigen, die den Glauben innerhalb der Gemeinschaft der Kirche angenommen haben. Katholizismus ist nicht Bibel zum Selbstlesen, sondern Glaubensunterweisung innerhalb des sakramentalen, liturgischen, asketischen, spirituellen, moralischen etc. Lebens der Kirche.

      Kirche ist auch eine Organisation, soziologisch gesehen, aber vor allem der mystische Leib Christi nach 1 Kor 12. Und durch die liturgische Wende, die wachsende Sünden besonders der Hirten kann die Kirche als der Leib, Christus das Haupt sozusagen schlechter „leiten“.

      Glauben ist nicht nur eine intelektuelle oder moralische Angelegenheit, sondern vor allem eine geistige.

      Das Thema der Offenbarung werden wir noch sicherlich aufgreifen.

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    2. Sehr geehrter Herr Hofmeister,

      Ich habe hier einen Text gefunden, der meines Erachtens gut zu dieser Auseinandersetzung zu passen scheint. Verfasser ist Professor Georg May. Der Text stammt aus dem Jahr 1989. „Die Wahrheit verteidigen“ ist der Titel des Buches das 2001 von Hartwig Groll als Festschrift zum goldenen Priesterjubiläum von Herrn May herausgegeben wurde und äußerst empfehlenswert ist.
      Das Kapitel trägt die Überschrift: „Glaube und Seelsorge in unserer Zeit“

      > … Der Glaube ist nicht eine irgendwie geartete Gläubigkeit, sondern fordert die Annahme bestimmter, festliegender Inhalte. Er läßt sich in Sätzen formulieren, die richtig sind und richtig bleiben, auch wenn sie das göttliche Geheimnis nicht erschöpfen. Der Glaube wird zusammengefaßt in Glaubensbekenntnissen. Sie sind der Glaube als Satz und Gesetz. Die Glaubensbekenntnisse sind von jedem Gläubigen in dem Sinne, den die Kirche mit ihnen verbindet, festzuhalten.

      Der Glaube ist die Überzeugung von dem, was man nicht sieht, die Zuversicht auf das, was man erhofft (Hebr 11,1). Der Glaube richtet sich also auf Unsichtbares und Zukünftiges. Die Gnade ist unsichtbar. Die Wirkung der Sakramente sind verborgen. Der eucharistische Heiland hüllt sich in unscheinbare Gestalten. In der Verborgenheit der Wirklichkeiten, die der Glaube erschießt, liegt eine Schwierigkeit. Die Gegenstände des Glaubens sind der allgemeinen Erfahrung regelmäßig nicht zugänglich. Sie werden nur vom Gläubigen ergriffen. Diese sammeln sich in der Kirche. Die Kirche ist die Gemeinschaft der Glaubenden. Ihre Existenz beruht auf dem Glauben. Ihre Einrichtungen sind nur dem Gläubigen verständlich. Allein der Glaube lehrt die Schätze der Kirche richtig werten: ihre Verkündigung, ihre Sakramente, ihre Gotteesdienste, ihr Priestertum. Die Treue zur Kirche, die Freude am Gebet, der Eifer im Dienst Gottes – das alles steht und fällt mit dem Glauben. Kirchliche Aktivität ist nur aus dem Glauben möglich. Ja, der Glaube ist die Grundlage des gesammten sittlichen Verhaltens.

      Aus diesem Sachverhalt ergibt sich die alles überragende Bedeutung des Glaubens. Zu allen Zeiten hat die Kirche den Glauben als die Grundlage des christlichen Lebens angesehen und den Schiffbruch am Glauben als das größte Unglück betrachtet. Die erste Aufgabe des Selsorgers ist es daher, die Menschen zum Glauben zu führen und beim Glauben zu halten. Mit ihr kann sich keine andere Bedeutung messen. Ein Seelsorger muß gewiß vieles und vielerlei tun. Alle seine Tätigkeiten aber kommen darin zusammen, daß sie den Glauben aufbauen müssen, wenn anders sie der Herrschaft Gottes wirksam dienen wollen.

      Der Glaube, den wir, soweit es Menschen möglich ist, den uns Anvertrauten vermitteln sollen, muß fest und sicher sein, er darf nicht schwankend und unsicher sein. Auf einem schwankenden Fundament baut man kein Haus. Kein Christ, der im Glauben unsicher ist, wird sich bereit finden, sein Leben ganz auf Gott zu gründen, um Gottes Willen Anstrengungen auf sich zu nehmen, für Gott Verzichte zu leisten. Einen festen und sicheren Glauben wird regelmäßig nur der Seelsorger vermitteln können, der selbst unerschütterlich im Glauben ruht. …

      … Nur der Gläubige kann also Seelsorge ausüben. Nur für den Gläubigen gibt es eine unsterbliche Seele, die zu retten ist. Nur für den Gläubigen ist das erste und oberste Ziel eines jeden Menschen auf Erden, Gott zu erkennen, ihn zu lieben, ihm zu dienen und dadurch in den Himmel zu kommen. …<

      Herr Hofmeister, ich vermute, dass Ihnen dieser Text ziemlich unverständlich sein dürfte und möglicherweise heftige Kritik bei Ihnen auslösen könnte. Ich habe mir trotzdem die Mühe gemacht, ihn Wort für Wort abzutippen, weil ich daran etwas aufzeigen möchte.

      Ihren oben gemachten Äußerungen zufolge, teilen Sie den hier beschriebenen Glauben nicht oder zumindest nicht im vollen Umfang. Jetzt stelle ich die Frage an Sie: Warum lesen Sie solche Texte wie diesen nicht einfach mit einem neugierigen Interesse? So wie man sich über den Buddhismus informiert, über die antropologischen Besonderheiten ethnischer Minderheiten oder über die Regeln beim Football. Warum ereifern Sie sich so sehr und erhitzen Ihr Gemüt? Wenn Sie Interesse an den Themen haben und wenn Sie hoffen, etwas dazulernen zu können, lesen Sie doch einfach gelassen weiter. Wenn Sie Verständnisfragen haben, fragen Sie einfach. Das würden Sie doch in anderen Themenbereichen wie dem Buddhismus oder bei Football auch tun.

      Wenn Sie aber andererseits die hier angesprochenen Themen für unerträglich halten, frage ich mich, warum Sie nicht einfach in ein anderes Forum rüberzappen, wie Sie es vermutlich auch beim Fernsehen machen, wenn Ihnen das Programm nicht gefällt. Jesus hat die Leute, die ihn unerträglich fanden auch nicht aufgehalten. Im Gegenteil, er fragte sogar seine Jünger: "Wollt auch Ihr gehen?" Deren Antwort ist bekannt: "Wohin sollen wir gehen?" fragten sie. "Du hat Worte ewigen Lebens."

      Mein Vorschlag an Sie: Lesen Sie den Text von Georg May noch einmal so, als wäre es eine ethnische Minderheit, über die er hier berichtet. Seien Sie einfach neugierig: "Aha – so betrachten traditionsverbundene Katholiken also ihren Glauben – ist ja interessant."

      Vielleicht finden Sie das Geschriebene dann nach wie vor blöde. Dann würde ich Sie nicht daran hindern wollen, das Forum zu wechseln. Vielleicht kommen Sie aber auch zu der Erkenntnis, dass bei aller Fremdheit doch etwas ihr Herz anrührt. Womöglich finden Sie gerade in diesem "Tradiforum" hier und da einige Worte ewigen Lebens …

      Ansonsten finden Sie's vielleicht woanders. Eines ist sicher: Gott sucht Sie! Werden Sie sich finden lassen? Ich wünsche Ihnen jedenfalls Gottes Segen dazu.

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      1. Sehr geehrter Herr Frick,
        Herrn Professor Georg May kenne ich zufällig und habe ihm schon einige Fragen gestellt, leider habe ich keine Antwort bekommen. Ich habe ihm auch die Frager gestellt, weshalb Jesus selbst kein schriftliches Wort hinterlassen hat. Keine Antwort ist auch eine Antwort!!!
        Wenn sie sagen, es erfordert die Annahme bestimmter, festliegender Inhalte, dann frage ich sie wer bestimmt welche festliegende Inhalte angenommen werden müssen?

        Gott sucht Sie! Nein Gott sucht mich nicht, da er schon längst weiß wo er mich findet!
        Mein Glaube ist fest und sicher, er war nie schwankend und unsicher! Gott hat mir geholfen die Sätze zu formulieren, die ich in meinen vorhergehenden Beiträgen geschrieben habe, die richtig sind und richtig bleiben!
        Warum sollten mir die Texte unverständlich sein? Ich verstehe den Text sehr gut, auch wenn mein Glauben ein anderer ist. Warum sollte ich ihren Glauben kritisieren, solange sie nicht versuchen anderen Menschen diesen Glauben aufs Auge zu drücken. Hier fängt nämlich das Problem an. Sie schreiben vollkommen richtig, mein Glaube ist zumindest nicht im vollen Umfang der gleiche! Ich lese diese Texte auch mit einem neugierigen Interesse.
        Sie fragen warum ich mich so sehr ereifere und mein Gemüt erhitze? Ist das keine Verständnisfrage, wenn ich frage, weshalb Jesus, als Gottes Sohn kein schriftliches Wort hinterlassen hat! Wenn ich dann eine Antwort bekommt, die einem die Haare zu Berge stehen lassen, dann darf man nicht erwidern?
        Weshalb ich hier angesprochene Themen für unerträglich halte, kann ich ihnen auch beantworten. Ich habe in meinem Leben schon sehr viele Menschen persönlich erlebt, die durch ihren Glauben(kath. Glauben!) psychisch zerstört wurden und das macht mich so sehr traurig! Und wenn man das mit einer Hochrechnung ausrechnet, wie bei den Wahlen, dann kommt man auf eine unsagbare Anzahl von Menschen, die zugrunde gegangen sind und noch gehen werden! Gegen dieses MUSS vorgegangen werden! Das sollte das Ziel eines jeden Gläubigen sein! Hier könnte ich das schönste Beispiel bringen, welches eindeutig belegt wie falsch die meisten Theologen auf ihrem Weg sind. Wenn der Schreiber vor ihnen darüber faselt von “Gott hat sich durch Menschen, die sein Wort niedergeschrieben haben, offenbart.“
        weiters: “wonach der Heilige Geist die heiligen Schriftsteller also die Verfasser des Alten und Neuen Testaments zwar inspiriert hat, es aber ihnen wortwörtlich nichts diktiert hat.“ Was soll das den dann heißen?
        Gott, Jesus und der Heilige Geist haben sich mir auch geoffenbart! Und zwar haben sie mir das ganz deutlich gesagt und nicht einmal sondern hunderte Male schon!
        “Wann wirst du das endlich einmal begreifen, was Jesus wirklich gesagt hat und die anderen in ihrer Begrenztheit nicht verstanden haben!“ Ja in dieser Deutlichkeit hat Gott zu mir gesprochen und er hat auch zu mir gesagt, ich sollte mir nichts daraus machen wenn es die anderen nicht verstehen wollen.
        Hier die Offenbarungsworte: “Vielleicht stellte sich Jesus gegen das mosaische Gesetz, die Frau aus der Ehe entlassen zu können. Er erhebt seine Stimme für die Frauen und deren Würde, er verwirft männliche Selbstherrlichkeit. Unter Berufung auf die Schrift argumentiert er damit, dass die Ehe eine von Gott, der Mann und Frau schuf, gewollte Einrichtung ist. Daher entzieht sie sich männlicher Willkür. Ihr wisst nicht genau, was Jesus damals gesagt hat, da er es nicht schriftlich gemacht hat, aber könnt ihr vielleicht versuchen dessen Sinn sehr wohl zu folgen. Dabei könntet ihr aus dem absolut schwachen Text in der Bibel das näher liegende herauslesen, dass es Jesus eigentlich um die Verurteilung männlicher Rücksichtslosigkeit geht und nicht um die absolute “Unauflöslichkeit“ einer gesellschaftlichen Institution. Welche Anmaßung ist es, dies mit dem sophistischen Klammern an ein einziges überliefertes Wort wegzuwischen!“

        Ja das schmerzt Jesus sehr, das die traditionellen Christen sich so sehr auf dem Holzweg befinden! Aber er hat mir gesagt, die Menschheit wird noch drauf kommen, was ich wirklich von euch wollte. Wenn du den schwachen Bibeltexten trotzdem folgst, wirst du trotzdem dahinter kommen, was ich von der Menschheit wollte. Ich habe ein Wort verwendet, welches ich öfter gesagt habe! Es ist das Wort: „TUN!“ Deshalb verlange ich auch von dir (Jesus meinte natürlich mich!) auf diesem Gebiet was zu tun und deshalb setzte er mich in die traditionellen Foren ein um diesen Menschen klar zu machen, wo sie sich auf dem Holzweg befinden.
        Er hat auch zu mir gesagt, weshalb er in seiner Gefolgschaft keine Kleriker aufgenommen hat, weil sie mit dem Wort TUN die größten Probleme haben. Er hat auch zu mir gesagt, deshalb brauchst du auch nicht auf sie zu hören. Die Kleriker haben eine ganz andere Aufgabe auf dieser Welt und die Menschheit wird noch dahinter kommen. Wir sollten uns dabei nicht wundern.

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      2. @ hofmeisterhartwig

        Sie scheinen an diesem „ich gebe es Ihnen schriftlich“ sehr zu hängen.

        Dabei ist zu bedenken, dass Jesus Christus im Altertum gewirkt hat, welches ja in 476 nach Christus bzw. 525, Schließung der Platonischen Akademie, endete.

        Im Alterum konnten nicht alle lesen bzw. kaum jemand. Wir meinen hier die offiziellen Schriftsprachen: Hebräisch, Lateinisch, Griechisch, Persisch etc. Also hätte er etwas schriftlich hinterlassen, so könnte er auf diese Art und Weise viel weniger Menschen erreichen als durch die mündliche Weitergabe an die Jünger und deren Wiedergabe an ihre Jünger.

        Man müsste hier, glaube ich, Analogien aus dem Leben der Philosophen nehmen.

        Nicht jeder hat etwas schriftlich hinterlassen und wir wissen es sicherlich von Plato, dass er manche Lehren nur im internen Zirkel gehalten hat, bei welchem Notizen verboten waren. Grund? Nur geistlich vorbereitete Menschen konnten diese Lehre unverfälscht annehmen, denn die Schrift verfälscht, so schreibt er sinngemäß in seinem berühmten siebten Brief. Dies ist der Grund für die sehr unterschiedliche Plato-Interpretation des Mittelplatonismus und des Neuplatonismus, da einfach verschiedene Notizen verwendet wurden. Ebenso war es bei den Mysterienreligionen, im Christentum in der Verfolgungszeit hab es auch die Disziplina arcani, über die schön Clemens von Alexandrien (gest. 215) geschreiben hat.

        Ebenso war es bei Epikur, welcher eine der philosophischen Hauptschulen der Hellenismus einleitete. Er selbst hat nichts schriftliches hinterlassen, sondern seine Lehre wurde in einer mündlichen Tradition weitergegeben. Die Epikur-Jünger sagten: autos efeipse dixit, „er selbst hat es gesagt.“

        Ebenso war es bei den Juden, bei den Pharisäern, Saduzzäern etc. Paulus schreibt ja: „Ich saß zu Füssen Gamaliels“. Gamaliel hat auch nichts Schriftliches hinterlassen. Man dachte so: der war der Schüler von dem, der von dem etc.

        Sie denken viel zu modern und gegenwartsbezogen. Zeit des Internets, jeder kann lesen etc. Dies ist wirklich eine sehr neue Entwicklung und zwar in Europa (in etwa seit dem II Weltkrieg). In Afrika gibt es immer noch Analfabeten, woanders auch. Wenn Sie selbst etwas Schriftlich hinterlassen würden, z. B. auf Deutsch, würde Sie die Mehrheit der Erdenbewoner gar nicht verstehen.

        Es ist das System der Jüngerschaft, wie sie die Philosophen seit zumindest Sokrates und die Rabbiner pflegten. Heute im akademischen Bereich ist es nicht anders. Sie verstehen meistens, was jemand wirklich meint, wenn Sie zu „seinen Füssen“ sitzen.

        Dies wäre hierzu.

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  4. Sehr geehrter Herr Hofmeister,

    ich glaube zu sehen, wo das Problem ist. Sie wollen (oder sollen!) uns Traditionalisten korregieren, ohne selbst der Korrektur zu bedürfen. Wer, wie Sie, offensichtlich die Gabe hat, mit der geistigen Welt in direkter Verbindung zu stehen, ist auch immer in der Gefahr von den falschen Geistern an der Nase herum geführt zu werden. Wie sicher Sie sich Ihrer Eingebungen auch sein mögen, Sie sollten mit der überlegenen Macht und List der dunklen Kräfte rechnen. Zumindest sollten Sie die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass es sich dabei nicht zwingend um den Heiligen Geist handelt. Laut Paulus erscheint der Satan gerne als Engel des Lichtes und im Petrusbrief heißt es warnend: „Brüder, seid nüchtern und wacht, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge; widersteht ihm stark im Glauben.“ (1 Petr 5,8-9)

    Um sicher zu gehen ist es ratsam auf die Warnungen der mystisch und visionär begabten Heiligen zu schauen. Sie warnen allenthalben davor, dieses verminte Gelände ohne erfahrenen Begleiter zu betreten. Teresa von Avila rät zu einem klugen, nicht unbedingt zu einem besonders frommen Begleiter. Damit meint sie vermutlich genau das, was Petrus mit Nüchternheit und Wachsamkeit beschreibt. Der Nur-Fromme gerät allzuleicht ins Schwärmen. In Traditionalistischen Kreisen würden Sie mit Gottes Hilfe sicherlich solch einen klugen Priester finden können. In modernistischen Kreisen würde man Sie vermutlich zum Psychiater schicken und im charismatischen Umfeld würde man Ihre Fähigkeiten womöglich unkritisch fördern. Bei uns sagt man dazu: „Wen der Teufel nicht bremsen kann, den schubst er.“

    Gerade im traditionsverbundenen Umfeld hätten Sie gute Chancen, eine gesunde Selbstkorrektur zu erhalten. Die Kirche bietet hier so viele Gnadenhilfen an, aber Sie scheinen es vorzuziehen sich zum Führer erheben zu wollen, statt sich demütig selbst führen zu lassen. Sie wollen den Menschen zeigen, wo sie sich auf dem Holzweg befinden? Was wäre, wenn Sie selbst sich auf dem Holzweg befinden würden? Hätten Sie dann die Bereitschaft sich Ihren Holzweg aufzeigen zu lassen, wie Sie es uns anraten? Apropos Holz – Wie war das noch mit dem Splitter im Auge der Anderen und dem Balken im eigenen?

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    1. Sehr geehrter Herr Frick,
      sie glauben ich möchte korrigieren, wenn ich sage es ist wer am Holzweg! Da sieht man wieder einmal wie man wirklich auf den Holzweg kommt. Ich habe gesagt, sie befinden sich auf einem Holzweg und habe nicht dazu gesagt, kehren sie um sonst droht ihnen die ewige Verdammnis. Denn ich bin davon überzeugt, dass sie ebenfalls in den Himmel kommen werden. Ich will jetzt nicht näher darauf eingehen. Also sehen sie wie falsch sie mit ihren Annahmen liegen.
      Auch sie können mit Gott in Verbindung treten, sie brauchen nur versuchen mit ihm zu reden wie sie mit ihrer Mutter oder Vater gesprochen haben oder haben sie mit ihrer Mutter nur den Rosenkranz gebetet. Wenn sie dann nicht ständig palavern und einmal still sind, dann werden sie auch spüren wie Gott mit ihnen in Kontakt tritt. Mir geht es auf jeden Fall so und da mischt sich kein Satan oder gefallener Engel ein. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Dazu brauchen sie mich nicht bekehren.
      Sie glauben, dass ich mich auf dem Holzweg befinde, da kann ich nur damit erwidern, dass ich in meinem ganzen Leben, das dauert jetzt schon über 60 Jahre, mich von Gott geführt sehe, was ich schon alles überstanden habe, wo ich mich liebevoll begleitet gefühlt habe und es waren manchmal sehr schwere Stunden, da denken sie das Gott nicht bei mir war. Ja so sind die Traditionalisten! Sie sehen überall den Satan dahinter. Aber ich möchte ganz gewiss nicht mit ihnen über den Satan diskutieren, das weiß ich, dass führt leider zu nichts. Wenn sie einen sehr guten Glauben haben und wissen was der „allmächtige“ Gott alles geschaffen hat dann werden sie vielleicht einmal dahinter kommen was alles möglich ist und was nicht möglich ist. Jesus hat nur über die Liebe gepredigt, das andere ist von den Traditionalisten eingeflossen. Ja die hat es damals auch schon gegeben und die wird es immer geben. Aber Jesus hat denen schon gesagt, dass sie sich auf dem Holzweg befinden. Denken sie einmal darüber nach was Jesus vielleicht mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn gemeint hat, ohne dabei die Interpretation von den Traditionalisten zu verwenden. Suchen sie mir ein Gleichnis wo Jesus die ewige Verdammnis eingeflochten hat. Bitte wirklich nur ein Gleichnis nicht irgend eine Stelle aus der Bibel.
      Sie sehen mich als Führer, oder einer der sich dazu erheben will, was vollkommen daneben ist! Man sieht daran, dass sie Menschen nicht richtig einschätzen können, nur weil sie eine andere Meinung oder Glauben haben.
      Sie sehen Splitter und Balken, glauben sie mir beides ist mir fremd im Glauben. Ich habe nie danach gesucht, während die Traditionalisten ständig danach suchen.
      Wo sie überall verminte Gelände sehen? Ich kann da nur sehen, dass es viel Gutes gibt und leider sehr viel Böses. Mehr nicht! Und auch das hat uns Jesu gesagt über die vielen Gleichnisse! Leider wurde seine Lehre stark verwässert durch die Traditionalisten, die nicht so schlecht sind, wie sie manchmal hingestellt werden. Aber sie haben manchmal sehr böses angestellt. Dazu müssten sie die Kirchengeschichte lesen, dann würden sie auch schnell dahinter kommen warum Johannes XXIII. das 2. Vatikanische Konzil einberufen hat. Es hat zwar nicht viel gebracht, da die Traditionalisten die Uhren wieder zurückgestellt haben.

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  5. Das ist die Antwort auf den Kommentar von Traditio et Fides vom 24. August 2015 um 4:52, da keine Möglichkeit bestand eine Antwort zu geben!

    Naja, was sagte ich immer schon! Ihre Worte sind: “……. vorbereitete Menschen konnten diese Lehre unverfälscht annehmen, denn die Schrift verfälscht, …….“
    Sie bestätigen mir nur, was ich immer schon gesagt habe! Die Schrift ist verfälscht durch die Traditionalisten! Sie hätten es nicht schöner schreiben können.
    Sie schreiben: “…Nicht jeder hat etwas schriftlich hinterlassen und wir wissen es sicherlich von Plato, …..“
    Jetzt muss ich schon einmal nachfragen? Ist Jesus wirklich jeder wie sie schreiben, also ich finde das schon ein starkes Stück; Jesus mit jeden zu vergleichen!
    Hätte Jesus was schriftliches hinterlassen, dann wäre er trotzdem nicht unter den “Jeder“! Jesus ist Gottes Sohn und daher der “Einzige“! Und wie wir heute wissen wäre es ganz wichtig gewesen, wenn er etwas schriftliches hinterlassen hätte und zwar für die Traditionalisten, die brauchen das nämlich ganz dringend, da sie sonst vom Weg abkommen.
    Sie schreiben auch weiters: “Im Altertum konnten nicht alle lesen bzw. kaum jemand. …..“
    Was sollte das mit Jesus zu tun haben, der doch wusste was für die Menschheit wichtig ist und auf was sie sich in der Zukunft berufen werden. Es hätte nur wenig schreiben müssen, so wie die 10 Gebote vom Sinai! Oder was wäre gewesen, er als Gottes Sohn hätte die Möglichkeit gehabt und hätte uns eine DVD hinterlassen können mit der Bemerkung an seine Jünger, diese könne erst in 2000 Jahren abgespielt werden! Das Leichentuch von Turin ist ja auch gleich alt und noch sehr gut erhalten!
    Weiters schreiben sie: “ …da einfach verschiedene Notizen verwendet wurden ….“ Genau so ist es mit der Bibel passiert und nicht anders! Sie wussten es einfach nicht besser und waren auch nicht besser als wir heute. Nur unser Wissen über die (Entstehung und Entwicklung!) Menschheit ist um einiges größer als damals!
    Noch eine Bemerkung von mir. Soweit ich weiß hat es schon zu Beginn bei den Jüngern Streitereien gegeben. Eine war doch um die Beschneidung, ist doch ein typisches Thema für Traditionalisten! Handkommunion oder Mundkommunion! Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass Jesus beim letzten Abendmahl so getan hat.

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  6. Tradition und Glauben sagt:
    10. November 2015 um 17:06

    Es geht den Progressiven einfach um das Verderben möglichst vieler Seelen und zwar für die Ewigkeit.

    Die „wiederverheirateten Geschiedenen“ bleiben ja im Eherbruch also zu der einen Todsünde des Ehebruchs kommt noch die Todsünde des Sakrilegs also des sakrilegischen Kommunionempfangs.

    Der Priester der, den unwürdigen bewußt die Kommunion spendet begeht allein dadurch ebenfalls eine Todsünde.

    Es geht irgendwie darum einen spirituellen SuperGAU zu verursachen und zwar seitens dieser Hierarchen. Es ist wirklich dämonisch.

    Nur menschlich betrachtet vergrault es die „Stammkundschaft“ und führt zu einer Kirchenspaltung.
    Die Destruktion ist destruktiv.

    Wir haben auch etwas dazu publiziert:

    https://traditionundglauben.wordpress.com/2015/08/10/worum-es-bei-der-herbstsynode-wirklich-geht-1-forderungen-der-progressiven-und-katholische-moral/

    https://traditionundglauben.wordpress.com/2015/08/14/worum-es-bei-der-herbstsynode-wirklich-geht-2-sagen-am-eigenen-ast/

    https://traditionundglauben.wordpress.com/2015/08/19/worum-es-bei-der-herbstsynode-wirklich-geht-3-herbssynode-und-damonologie/

    Da die Sünde immer mehr zum Himmel schreit und schreien wird, so wird das Gericht Gottes dadurch beschleunigt. Man möchte, spirituell gesehen, das Fass zum Überlaufen bringen. Die Gnostiker aller Zeiten haben es vorgelebt.

    „Den Menschen helfen“ sich in Todsünden zu wältzen. Wie viele Hirten es ja auch tun, in Belgien, Westflandern aber woanders leider auch.

    DIE VERANTWORTLICHEN VON KATHOLISCHES:INFO STECKEN OFFENKUNDIG UNTER EINER DECKE MIT @ZEITSCHNUR; DIE DORT IN ALLER BOSHAFTIGKEIT IHRE HASSREDEN GEGEN DIE KATHOLISCHE KIRCHE UND GEGEN HEILIGE PÄPSTE WIE JOHANNES PAUL II: LOSWERDEN KANN:

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