Kard. Bona, Die Unterscheidung der Geister. (6) Gefahr der Abirrung ins Menschliche.


ElGrecoMariaMagdalena

Kardinal Bona warnt nochmals alle eingehend eigenen geistlichen Eingebungen nicht ungefragt zu trauen, sie von Gott her zu prüfen und sich immer dessen bewußt zu sein, dass man trotz guten Willens fallen kann. Er führt ferner Beispiele derjenigen an, welche wie Origenes oder Tertullian als rechtgläubige beinahe Kirchenväter begannen und als Häretiker endeten, da sie „vom alten Glauben“ abirrten. Da von der großen Anzahl der Konzilstheologen wirklich keiner im Verdacht stand ein intensives spirituelles Leben zu pflegen, so erübrigt sich der Vergleich von selbst. Wenn man aber die Sentenz finis coronat opus – „das Ende krönt das Werk“ ernst nimmt, so spricht das Ende, welches bei der eventuellen Heiligmäßigkeit der Tugenden untersucht wird, nicht gerade für die betriebene Theologie und die Spiritualität dieser Männer.

Schillebeeckx OP – von der Glaubenskongregation abgemahnt, nicht verurteilt; Karl Rahner – plötzlicher, unerwarteter Tod; Teilhard de Chardin (vorkonziliar) – plötzlicher, unerwarteter Tod, Küng – verurteilt; Urs von Balthasar – plötzlicher, unerwarteter Tod; Daniélou SJ – plötzlicher, unerwarteter Tod in peinlichen Umständen; Ratzinger – vom Papstamt zurückgetreten.  Ein Beispiel, welches eher zu den Erwägungen von Kardinal Bona passt, ist das von Anselm Grün OSB. von christlicher Mystik zur Esoterik. Ein Merkmal einer verdächtigen Spiritualität, auf welches Kard. Bona noch näher eingehen wird, ist das Umgeben-Sein von weiblichen Groupies; beziehungsweise das Pflegen von intensiven Freundschaften mit Frauen, welche vielleicht auf der körperlichen Ebene (noch?) zölibatär bleiben, aber auf der psychischen Ebene die Zölibatsverpflichung verlassen. Davon zeugen die Beispiele von Karl Rahner – Luise Rinser, Urs von Balthasar – Adrienne von Speyer, Teilhard de Chardin – mehrere Frauen.  Will man darauf mit den Beispielen von Hl. Franz Sales und Hl. Joanna de Chantal oder Hl. Johannes von Kreuz und Hl. Theresia von Avila antworten, so weiß man, dass in diesen Fällen die Männer recht schnell auf Distanz gingen und sich emotional nicht vereinnahmen ließen, was tatsächlich für ihre Spiritualität spricht.

Leider tendieren Frauen, auch wirklich religiöse darunter, dazu alles in eine Art Ehe umzumünzen, was leider im geistlichen Leben kontraproduktiv ist, da man darin für Gott frei sein sollte – vacare Deo, wie die Karthäuser sagen. Das Suchen nach Menschen bedeutet immer, dass man von Gott, der alleine genügt (solo Dios basta), noch nicht ausgefüllt wird. Thomas a Kempis schreibt ja, dass je mehr wir uns von Menschen entfernen, desto näher werden wir Gott und seinen Engeln kommen, was auch stimmt, weil fast jeder große Heilige (Benedikt, Franziskus, Ignatius von Loyola u.a.) eine Einsiedlerphase hatte.  Wenn es also bei jemanden allzu sehr „menschelt“, dann bedeutet es, dass es beim ihm nicht ausreichend „gottet“. In der „Verkündigung“ hört man ja ad nauseam man soll „menschlich bleiben“, als wäre man versucht viral oder pilzig zu werden. Ein Armutszeugnis des Quasi-Verkünders, der sicherlich kein spirituelles Leben führt.

Kapitel I

Zweck dieses Buches – Wie schwer die Unterscheidung der Geister sei und woher solches komme – Hohe Nothwendigkeit derselben – Mannigfaltige und traurige Verirrungen, die aus Ermangelung derselben entstehen – Gebet um Erlangung derselben.

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