Charpentier, Missa „Assumpta est Maria“. 5: Gloria (5 aus 9)


Marc-Antoine Charpentier (1643-1704)

Missa „Assumpta est Maria“. H. 11

Ausführende: Les Arts Florissants

Dirigent: William Christie

Aufnahme aus dem Jahre 1989

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4 Gedanken zu “Charpentier, Missa „Assumpta est Maria“. 5: Gloria (5 aus 9)

  1. Die Natur (bzw. das Leben) ist Gott. Und es gibt Dinge in der Natur, die dem Menschen ewig verborgen sind. Gott ist nicht auf die Weise allmächtig, dass er z. B. einen unbelehrbaren Raucher, der Lungenkrebs bekommt, heilen kann. Die Welt (und der Mensch) wurde nicht “erschaffen”, sondern existiert von Natur aus (und seit ewig). Der “Sündenfall” hat sich nicht genau so ereignet, wie es in der Bibel geschildert wird. Es wurden vielmehr zu verschiedenen Zeiten viele verschiedene Fehler von Menschen gemacht, die noch heute eine negative Auswirkung haben. Christus ist ein sehr hochentwickelter Mystiker, aber nicht der “Sohn Gottes”. Christliche Mystik, (weiße) heidnische Mystik und (weiße) Esoterik sind gleichwertig.
    Es genügt, nur ab und zu Mitglied in der Kirche zu sein. Es besteht die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Mystiker (oder zur Mystikerin; auch im folgenden sind immer auch Frauen gemeint) oder Esoteriker zu machen. Z. B. durch ein Selbststudium oder ein Studium in Psychologie mit Schwerpunkt Jungsche Psychologie. Das Beten zu einem “Vater im Himmel” ist sinnlos. Jedes Mal wenn ein Mensch u. a. eine wesentliche Steigerung seiner Willenskraft und Liebe erreicht, kann er (evtl. in Verbindung mit einer esoterischen Technik) eine – zusätzliche – göttliche Erfahrung machen. Und immer größere göttliche Erfahrungen. Ein Beispiel einer göttlichen Erfahrung, bei der keine Eso-Technik eingesetzt wird, ist eine mystische Nahtoderfahrung (Selbstmord ist abzulehnen). Die eigene Anstrengung (obwohl notwendig) und die Eso-Technik sind nicht das Wesentliche, sondern das Wirken von verborgenen Kräften in der Natur. Es ist erforderlich, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Und man sollte versuchen, sich in jeder Hinsicht maximal weiterzuentwickeln.
    Es ist vorgekommen, dass Esoteriker durch Drogen veränderte Bewusstseinszustände herbeigeführt haben. Dies ist abzulehnen. Ebenso ist Hypnose (auch Selbsthypnose) abzulehnen. Zudem kann das Herbeiführen eines luziden Traumes gefährlich sein. Bei der seriösen Esoterik erlangt man zunächst eine größere Reife. Dadurch, dass man viel Sport macht. Dadurch, dass man berufliche Herausforderungen so gut wie möglich meistert. Dadurch, dass man immer mehr für den Naturschutz tut. Usw. Und dann muss man eine ungefährliche esoterische Technik einsetzen. Z. B. fragt man sich: “Für was ist ein Ereignis, das mir zugestoßen ist, ein Symbol?” Man soll bei dieser Ereignisdeutung nicht versuchen, in die Zukunft sehen. Es hat nicht unbedingt jedes Ereignis eine relevante Bedeutung. Diese Eso-Technik kann noch weiterentwickelt werden.
    Es ist gut, dass es einen technischen Fortschritt gibt. Aber es ist Wahnsinn, wenn z. B. ein neuer Geschwindigkeitsrekord eines Flugzeugs als Erfolg gefeiert wird. In Wahrheit werden dadurch die Gefahren immer größer. Die Technologie darf nur dann weiterentwickelt werden, wenn dadurch die Gefahren nicht größer werden. Es ist sinnvoll, Faktor-X-Technologien zu fördern. Zudem sollte es nicht mehr medizinische Operationen geben, als nötig. Z. B. können Krampfadern mit der Linsermethode ohne Operation zerstört werden. Heilen durch Liebe, Naturforschung und Eso-Mystik sollen die herkömmliche Medizin und Wissenschaft ergänzen (nicht ersetzen). Es ist sinnvoll, sich ökologisch zu verhalten (z. B. immer weniger Fleisch zu essen). Im Übrigen wirkt ein großer Teil der heutigen Musik (z. B. die Rock- und Heavy-Metal-Musik; auch ein Teil der Musik von Zaz und Raphael Haroche) wie eine Droge. Empfehlenswert sind “Eblouie par la nuit” (insbesondere die Version ohne Gesang) und “Schengen” (live in Valras Plage; bis Minute 2:45).
    Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. unter Umständen gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung des freien bzw. unfreien Willens seinen freien Willen verliert. Und es ist denkbar, dass das menschliche Gehirn durch die Hirnforschung (negativ) verändert wird. Das heißt nicht, dass es gar keine Hirnforschung geben soll. Aber es soll nicht mehr Hirnforschung geben, als unbedingt nötig ist (um diverse Krankheiten zu bekämpfen). Es soll überhaupt keine Wissenschaft aus Neugierde geben. Zudem ist es möglich, dass ein Mensch verrückt wird, wenn er sich mit bestimmten Ideen beschäftigt, wie z. B. dass das Leben nur ein Traum ist. Das Leben ist real. Und Liebe ist mehr, als Chemie, Hormone usw. Der Mensch darf nicht unbedingt in natürliche Prozesse steuernd eingreifen. Und der Mensch darf natürliche Prozesse nicht unbedingt beobachten. Wenn mystische Erfahrungen einmal nicht mehr möglich sind, werden die Menschen die Mystik kaputtgemacht haben.

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    1. @ Eso-Mystiker

      Danke für Ihren Beitrag, den wir veröffentlichen, ohne mit ihm in irgendetwas übereinzustimmen.

      Sie präsentieren ein gnostisches Programm, wie er in mehr als einem Buche steht und uns noch einmal klar macht, wie wichtig es ist die richtige und erprobte Lehre von der Spiritualität und der Mystik darzulegen, da man heutzutage, was sicherlich vor 50 bis 60 Jahren noch nicht der Fall war, sehr leicht in die esoterische Strömung geraten kann.

      Wir sind dennoch Ihnen sehr dankbar, da Sie, nicht abwertend gemeint, mit Ihrem Kommentar den Mainstream der neuen Eso-Öko-Religion präsentieren, welche nur deswegen diese Breitenwirkung ab den 1970en entwickeln konnte (denn gnostische Tiefenströmungen gab es schon immer), weil die Kirche samt ihrer Spiritualität und Mystik dermaßen im Argen liegt. Diese neue synkretistische Religion zeigt uns aber, dass wirklich die Sehnsucht nach Gott und nach göttlichem, denn inneren Leben, den Menschen tief eingepflanzt wurde. Findet er dies in der Kirche nicht, wo er es finden sollte, dann sucht er weiter und leider haben die ersten paranormalen Erfahrungen, die ja auch vorkommen, auf viele eine suchtartige Wirkung.

      Wir werden Ihre Anregungen in den vielen, vielen Beiträgen, die wir zum Thema inneres Leben planen noch aufgreifen und darauf eingehend antworten. Dies hier und jetzt zu tun entbehrt jeden Sinnes, da wir von jeglichem Standpunkt aus viel zu weit auseinanderliegen.

      Natürlich ist Materialismus nicht alles, aber außer dem Göttlichen, sprich dem personalen Gott, gibt es auch das Dämonische, spricht das personenhafte Böse, wobei sich das Letztere gerne dazwischen schaltet und für das Erstere ausgibt.

      Wenn Sie uns weiterlesen, werden Sie in den Texten von Kardinal Bona und Augustin Poulain SJ die Kriterien der Unterscheidung finden, welche natürlich in das Rahmenwerk der katholischen Theologie fallen und von da aus zu deuten und zu verstehen sind. Daher ist es wahrscheinlich, dass Sie diese ablehnen oder als eine Stimme in einer hierarchiefreien Diskussion (die Einen sagen so, die Anderen so) auffassen werden. Nichtsdestotrotz werden Sie bei uns tatsächlich mystische Themen finden.

      Herzliche Grüße an Sie.

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    2. @ Traditio et Fides
      Ich finde es gut, wenn Sie einen Teil der Esoterik ablehnen. Aber ich bin nicht der Meinung, dass man die ganze Esoterik ablehnen muss. C. G. Jung hat einen Teil der Esoterik befürwortet. Und C. G. Jung war m. E. ein seriöser Psychologe, Mystiker und Esoteriker.

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      1. @ Eso-Mystiker

        Wir kennen C.G. Jung nur als Psychologen und seine esoterische Schriften haben wir nicht gelesen, sodass wir uns in diesem Moment keinen Urteil darüber erlauben können.

        Wie dem auch sei, Im Verständnis der katholischen Theologie, welche wir hier mit Nachdruck vertreten, denn jemand muss es ja tun, gibt es den Begriff „Esoterik“ gar nicht.

        Der Begriff „Mystik“ hingegen wird viel enger gefasst als in der Allgemeinsprache, in den Geisteswissenschaften oder in anderen Religionen oder Glaubensrichtungen üblich ist.

        Dieses Verständnis wird explizit von Pater Poulain SJ am Anfang seiner Schrift dargelegt und wir werden auch ein wenig kommentieren. Bleiben Sie uns treu, so werden Sie es in ein paar Tagen auch lesen können.

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